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Informationen des PVBK
Am 1. Januar 2015 tritt das neue Pensionskassengesetz in Kraft –
Was sind die wesentlichen Änderungen?
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Mit dem neuen Pensionskassengesetz erfolgt der Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat.
Die künftige Rente berechnet sich aus Sparguthaben und Umwandlungssatz.
Die Beiträge sind altersabhängig.
Der versicherte Verdienst erhöht sich infolge des kleineren Koordinationsbetrages.
Innerhalb von 20 Jahren muss ein Deckungsgrad von 100% erreicht werden. Zur Erreichung
dieses Deckungsgrades müssen Finanzierungsbeiträge geleistet werden. Für die Arbeitnehmer
betragen diese 0.95% des versicherten Lohnes. Bei einer Unterschreitung des
Plandeckungsgrades müssten zudem auch Sanierungsbeiträge geleistet werden.
Freiwillige Sparvarianten sind möglich (Minus 2, Plus 2 – siehe hierzu www.bpk.ch)
Maximal 50% des Sparguthabens können als Kapital bezogen werden. Das Gesuch muss
mindestens 3 Monate vor Pensionierungsdatum eingereicht werden.
Das ordentliche Pensionierungsalter im Polizeiplan beträgt neu 62 Jahre.
Die Überbrückungsrente entspricht der Summe von 3 Jahresbeiträgen der maximalen AHVRente.
Für den Bezug der Überbrückungsrente kann die Summe von 300% (3 Jahresbeiträge) bis
zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters auf 7 Jahre verteilt werden.
Beispiel:
Vorzeitige Pensionierung mit Alter 58, verheiratet
(ohne Leistung der Ehegattin aus 1. Säule)
3 Jahre à 100% = 300%
= 300% : (7 x 12 Monate) = 3.57% / Monat (d.h. 3.57% von 28'080 = 1'002.45 /Monat)
Bei einer Pensionierung im Alter von 63 Jahren kann die Überbrückungsrente noch für
2 Jahre (200%) bezogen werden.
Wie sind die Übergangsbestimmungen?
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Bei der Überbrückungsrente wird die bisherige Regelung mit der neuen Regelung unter
Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen verglichen. Die bessere Variante kommt zur
Anwendung.
Beispiel 1:
Pensionierung im 2015 oder 2016, Alter 60, Mann, verheiratet
(ohne Leistung der Ehegattin aus 1. Säule) = 100%-Regelung für 2015/2016
Bisheriges Reglement:
5 Jahre à 90% = 450%
Neues Reglement:
3 Jahre à 100% = 300%
450% sind höher und kommen zur Auszahlung;
= 450% : (5x12 Monate) = 7.5% / Monat (d.h. 28'080 x 7.5% = 2'106 / Monat)
Beispiel 2:
Pensionierung im 2017 oder 2018, Alter 60, Mann, verheiratet
(ohne Leistung der Ehegattin aus 1. Säule) = 50%-Regelung für 2017/2018
Bisheriges Reglement:
5 Jahre à 90% : 2 = 225%
Neues Reglement:
3 Jahre à 100%
= 300%
300% sind höher und kommen zur Auszahlung
= 300% : (5x12 Monate) = 5% / Monat (d.h. 28'080 x 5% = 1'404 / Monat)
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Als Übergangsregelung zur Rente erfolgt eine schrittweise Senkung des Umwandlungssatzes
gemäss Anhang 1, Ziff. 3 des Vorsorgereglementes.
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Weiter besteht in der Zeit von 2015 – 2021 im Alter von 60 – 65 Jahren die Garantie einer
Rentenuntergrenze von 98%.
Beispiel:
Pensionierung Alter 60 (2019)
Pensionierung Alter 60 (2019) ohne ÜR*
Altersrente mit ÜR – Rentenuntergrenze
LP-Rente 55'250
BP-Rente 51'400
54'145 (98% der LP-Rente)
* ÜR = Übergangsregelung
Bei einem Rücktritt im Jahr 2015 bei den Jahrgängen 54 und älter beträgt die
Rentenuntergrenze 100%
Für Details können die Unterlagen der Pensionskasse unter www.bpk.ch eingesehen werden.
Grundsätzlich gilt:
- Vorzeitige Pensionierung wegen Primatwechsel ist nicht angesagt
- Übergangsregelungen federn Verluste ab
- Zusatzsparen möglich / ev. Einkauf prüfen
- Altersrente im Beitragsprimat kann höher ausfallen (Jährlicher Sparprozess und Verzinsung)
- Bevor Dispositionen im Einzelfall getroffen werden, sollte eine individuelle
Vorausberechnung bei der BPK einverlangt werden.
Es ist dem Polizeiverband Bern-Kanton zu verdanken, dass der Polizeiplan weiterhin gilt!
Die neue Situation ist unschön, aber bei Betrachtung des Umfelds wird klar, dass sehr viele
Pensionskassen mit Problemen kämpfen. Mit dem Ja der Stimmberechtigten im Mai 2014 sind jetzt
Grundlagen geschaffen, damit die Bernische Pensionskasse eine vernünftige Zukunft hat. Der
Polizeiverband wird zusammen mit dem Staatspersonalverband die Situation weiterhin aufmerksam
verfolgen.
Peter Hofer, Kassier PVBK, ehem. Präsident der PVBK-Arbeitsgruppe Pensionskasse
Adrian Wüthrich, Präsident PVBK
Bern, im Oktober 2014
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