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Der Pirat pdf free - PDF eBooks Free | Page 1

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Nr
ahrgang / 2 Euro
Nr.. 43 / 61. JJahrgang
Freitag, 24. Oktober 2014
Nettetal: Älteste Bürgerin der Stadt
feierte 106. Geburtstag. Seite 9
Grefrath: Neubaugebiete in Mülhausen
laufen, in Vinkrath nicht. Seite 17
Sport: SC Union Nettetal will
gute Leistungen bestätigen. Seite 19
Kampf gegen die Maut
Das Grenzland will keine Bezahlschranken
Kontrollen gegen Einbrecher
Einsatz an der Steyler Straße
Die aktuelle rtv
VON BIRGIT EICKENBERG UND
HEIKE AHLEN
Kaldenkirchen/Grenzland. Es sind die vier Buchstaben „M - A - U - T“, die die
meisten Menschen im
Grenzland auf die Palme
treiben. Hier wohnt kaum
jemand, der nicht persönlich betroffen wäre. Niederländische Arbeitskollegen,
die täglich auf die deutsche
Seite pendeln, vor allem aber
Kunden und Besucher. Es
gibt keine belegbaren Zahlen, aber die Verantwortlichen in den Gemeinden im
Grenzland schätzen, dass
die Gastronomie und be-
stimmte Bereiche des Einzelhandels zwischen 50 und
75 Prozent ihrer Einnahmen
von Kunden aus den Niederlanden bekommen.
Existenzangst pur, nicht
nur bei denjenigen, die ein
Restaurant oder ein Geschäft betreiben, sondern
auch bei denen, die als Angestellte, Aushilfskräfte
oder Zulieferer mit betroffen wären, wenn ein Geschäft schließen würde.
Und bei vielen ist da auch
die Angst des „Bumerangs“
- nach dem Motto: „Wenn
Deutschland eine Maut erhebt, dann ziehen die Niederlande und Belgien nach
und fordern ihrerseits auch
Gebühren für die Straßenbenutzung.“ Viele Menschen aus dem deutschen
Grenzland sind völlig
selbstverständlich fast täglich auf den Straßen des
Nachbarlands unterwegs.
So, wie die Niederländer
das Einkaufen, die Produkte, die Preise auf deutscher
Seite angenehm finden,
zieht es umgekehrt viele
Deutsche in die Niederlande - zum Designer-Outlet,
in die Innenstädte von Venlo und Roermond oder mal
schnell zum Kurzurlaub an
die See.
Weiter auf S. 2
Besuch beim Abgeordneten
Die GN fahren mit 50 Lesern zum Landtag
Grenzland/Düsseldorf
(hei). Politik hautnah erleben? Einmal hinter die Kulissen gucken? Einen Abgeordneten fragen, was man
schon immer fragen wollte? Das ist kein Problem.
Die Grenzland-Nachrichten laden 50 Leser ein, am 5.
November mit zum Landtag nach Düsseldorf zu fahren und den CDU-Abgeordneten Dr. Marcus Optendrenk zu besuchen. Den
Nettetaler verbindet viel
mit den Grenzland-Nach-
richten, deshalb hat er die
Einladung nach Düsseldorf
ausgesprochen. Start mit
dem Bus in Nettetal wird an
diesem Tag - es ist ein Mittwoch - um die Mittagszeit
sein, für 14.30 Uhr ist die
Ankunft am Landtag geplant. Die Besucher erleben
eine Plenarsitzung von der
Besuchertribüne aus, haben
danach die Möglichkeit zu
einer Diskussion mit Dr.
Marcus Optendrenk. Zum
Abschluss gibt es noch Kaffee und Kuchen, bevor die
Rückreise um 17.45 Uhr
startet.
Wer mitfahren möchte,
muss sich mit Namen und
Angabe der Telefonnummer per E-Mail anmelden
unter
info@
grenzlandnachrichten.de.
Berücksichtigt werden die
Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs. Jeder erhält eine Teilnahmebestätigung, in der er auch
den Abfahrtsort und die
genaue Abfahrtszeit mitgeteilt bekommt.
einzige Ziel, denn es geht
unter anderem um Abschreckung der Banden.
Kontrolliert wird, wer in ein
bestimmtes Raster fällt.
Kennzeichen, die nicht aus
der Region stammen, Kleintransporter, Autos, die mit
vielen Personen besetzt
sind. Und eben die, die durch
ihr Aussehen auffallen. Aus
einem Kleinwagen mit Leverkusener Kennzeichen
entsteigt ein junger Mann
mit dunklen Haaren, langem
Bart und knielanger Jogginghose. Er darf aber schlussendlich genauso weiterfahren wie der junge Mann aus
den Niederlanden, der aussah, als sei er gerade erst 15
Jahre alt. Ein bisschen länger dauert es, wenn erst geprüft werden muss, ob die
Fahrerlaubnis aus einem
fremden Land gültig ist.
Foto: Heike Ahlen
Dienstagmittag auf einem Parkplatz in Kaldenkirchen. Fünf der sechs sichtbaren Autos haben
niederländische Kennzeichen. Der Einzelhandel bangt wegen der Maut um die Kunden aus dem
Nachbarland. Foto: Susanne Peters
Kaldenkirchen/Grenzland (hei). Noch bis Sonntag
läuft die große „Riegel-vor“Woche der Polizei in ganz
NRW. Mit Informationsständen in verschiedenen
Innenstädten auch im
Grenzland macht die Polizei auf Gefahren durch Einbrecher aufmerksam und
gibt Tipps, was man tun
kann, um den ungebetenen
Gästen einen Riegel vorzuschieben.
In Lobberich fand die Information am Montag in der
Ludbach-Passage statt. In
zwei Stunden kamen fast
100 - vorwiegend ältere Menschen, um sich beraten
zu lassen, welche Möglichkeiten es gibt, Haus oder
Wohnung einbruchsicher
zu machen.
Am Mittwoch starteten
schon am Morgen landesweite Kontrollen auf den
Einfallstraßen in Städte, auf
den Autobahnen und an der
Grenze. An der Steyler Straße zwischen Kaldenkirchen
und Tegelen begann die
Kontrolle gegen 10 Uhr. Beamte der Kreispolizei wurden dabei von Kräften einer
Hundertschaft aus Mönchengladbach unterstützt.
Kontrolliert wurden Fahrzeuge, die aus den Niederlanden nach Deutschland
wollten. Ein erfahrener Beamter sucht aus, wer anhalten muss. Bei der Aktion geht
es in erster Linie um international operierende Einbrecher-Banden, meist südosteuropäischer Herkunft,
die einreisen, in einem bestimmten Bereich Einbrüche oder auch Taschen- und
Trickdiebstähle begehen
und dann über die Grenze
wieder verschwinden.
Der Morgen in Kaldenkirchen bringt bis Redaktionsschluss noch keinen Fang.
Das ist aber auch nicht das
Pech hatte ein junger Mann
aus den Niederlanden, der
durch die falsch herum aufgesetzte Kappe und die
dunkle Sonnenbrille bei
Dauerregen aufgefallen war.
Die geschulten Beamten erkannten an seinen Pupillen
den Drogenkonsum. Er wurde zum Urintest gebeten, der
positiv auf Cannabis-Produkte ausfiel. Deshalb musste er mit zur Wache, um
dort eine Blutprobe abzugeben. Weiterhin Autofahren
durfte er nicht, und eine
Ordnungswidrigkeits-Anzeige gab es obendrauf.
Grenzland
Seite 2
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
NRW IST SCHÖN!
Foto der Woche
Im malerischen
Farbgewand
Der Herbst von seiner wunderbarsten Seite
im malerischen Farbgewand, bunt und still.
Das Auge des Betrachters schwelgend
in der lebhaft schimmernden Pracht,
zugleich betört vom Abglanz
der ermüdet scheidenden Sonne.
Federleichte Blätter schwerelos
gen Erde tänzelnd in einer eisigsanften Brise.
Traumhaftes Farbspektrum, lebhaft beseelt
und doch unaufhörlich schwindend.
Die Ahnung von Vergänglichkeit und
sehnsuchtsvollem Abschied ist’s, die bleibt,
gleichwohl wie flehentliches Hoffen
auf das, was nach dem Sterben folgt.
SIEBENGEBIRGSMUSEUM
IN KÖNIGSWINTER
Damit das so bleibt, schützen wir seit über
25 Jahren, was wir lieben: unsere Heimat
NRW! Wir fördern den ehrenamtlichen
Einsatz für die Naturschönheiten und
Kulturschätze und helfen, damit Denkmäler restauriert, Museen eingerichtet
und Naturschutzgebiete dauerhaft
gesichert werden. Helfen auch Sie und
werden Sie Mitglied im Förderverein
der NRW-Stiftung!
Interessiert? www.nrw-stiftung.de
Foto: Susanne Peters
Susanne Peters
Grenzland. An dieser Stelle präsentieren die Grenzland Nachrichten das „Foto der Woche“.
Jeder kann dabei mitmachen. Und so geht es: Ein querformatiges Bild mit einem schönen
Grenzland-Motiv aussuchen, es in einer Größe zwischen einem und zwei Megabyte an eine
Email anhängen, diese an info@grenzlandnachrichten.de schicken und kurz dazu schreiben,
wo das Bild aufgenommen wurde und warum dieses Bild für sie „typisch Grenzland“ ist. Es
muss sicher gestellt sein, dass Sie das Bild selbst gemacht haben und - falls Menschen darauf
zu sehen sind - diese mit einer möglichen Veröffentlichung einverstanden sind. Unter allen
Bildern, die jeweils bis Dienstag, 18 Uhr, eingesandt werden, wählt die Redaktion das „Foto
der Woche“ aus und veröffentlicht es freitags an dieser Stelle mit Namensnennung. Das Foto
dieser Woche stammt von GN-Leser Kevin Stokes. Er war am Borner See unterwegs und hielt
diesen sehenswerten Sonnenuntergang fest
Der Notruf hat ein Gesicht
Bei einem mulmigen Gefühl die „110“ anrufen
Kampf gegen die Maut
Das Grenzland will keine
Bezahlschranken
Fortsetzung der Titelseite
Auch die Modifizierung
der Maut-Pläne des Verkehrsministers, zunächst
nur Autobahnen und Bundesstraßen mit der Maut zu
belegen, kommt hier nicht
gut an. Mit der A52 und der
A61 sind schnelle und unkomplizierte Verbindungen
in die Niederlande geschaffen worden. Natürlich
könnte man sich dann zunächst maut-freie Schleichwege suchen. Aber die wären, so befürchten die Kritiker, schnell überlastet, und
außerdem müsse man mühsam suchen, wo man denn
nicht zufällig auf eine Bundesstraße wie die B221 gerate.
Am vergangenen Wochenende haben die KreisFDP und die niederländische VVD mit einem InfoStand in Kaldenkirchen gegen die Maut mobil gemacht. „Unser Infostand ist
auf ein positives Echo gestoßen“, sagt der Landtagsabgeordnete Dietmar Brockes
zu der Anti-Maut-Aktion.
„Es war sehr viel los in Kaldenkirchen und sehr viele
Niederländer waren unter-
wegs. Diese fanden die Aktion auch sehr gut und richtig.“ Die Niederländer bezeichnen laut Brockes die
Maut als „Ausländer-Maut“
und finden sie ungerecht
und nicht nachvollziehbar.
Die Politiker bekamen auch
viel Resonanz von den Kaldenkirchener Geschäftsleuten, die laut eigenen Aussagen 40 Prozent ihres Umsatzes mit niederländischen
Kunden machen und befürchten, dass dieser Umsatz dann wegbrechen würde, was fatale Konsequenzen für die Geschäfte und
auch die Strukturen in den
Orten haben würde.
„Jede Form der Maut ist
schädlich für die Region. Es
werden Grenzen wieder
aufgebaut, die wir längst
abgebaut haben. Das wäre
ein Rückschritt in die Steinzeit und steht im totalen
Gegensatz zu den Bemühungen der Regio“, echauffiert sich Brockes. Die FDP
hat seitens der Landtagsfraktion ein Gutachten erstellen lassen, das darlegt,
dass die Einnahmen aus der
Maut gegenüber dem Aufwand dafür nur sehr gering
wären.
Grenzland. „Polizeinotruf“ - Eine anonyme Stimme
ertönt, wenn Hilfesuchende
die 110 angewählt haben. Die
Menschen, die anrufen, sind
in Not. Da spielen der Name
des Polizisten und auch sein
Aussehen zunächst keine
Rolle - nur der schnelle Einsatz des Streifenwagens
zählt.
Schnelle Hilfe schicken dafür steht die Leitstelle der
Polizei Viersen, in der die
Notrufe unter der 110 aus
dem Grenzland auflaufen.
Das gilt für Unfälle, für Bedrohungen, für Situationen
mit Verletzten, für Fahndungen nach flüchtigen
Straftätern, für die Suche
nach vermissten Angehörigen und viele andere Lebenssachverhalte.
In solchen Fällen hat niemand Scheu, den polizeilichen Notruf zu wählen. In
manchen Situationen aber
haben die Menschen Hemmungen, die 110 zu wählen.
Darum geben die Polizisten
auf dem Bild der anonymen
110 ein Gesicht und hoffen,
dass die Menschen noch öfter als bisher zum Hörer
oder Handy greifen und kostenlos! - anrufen, wenn
ihnen etwas komisch vorkommt.
Gerade bei der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen sind diese Beobachtungen für die Polizei von unschätzbarem Wert, wie die
Festnahmen aus den letzten
Wochen deutlich zeigen.
Und nicht nur die Polizei
profitiert: Mitteilungen über
verdächtige Personen oder
Fahrzeuge im Wohnumfeld,
die sofort über die 110 an die
Polizei gemeldet werden,
können Einbrecher draußen
stehen lassen. Und darüber
freut sich auch der Nachbar,
an dessen Haus der Anrufer
vielleicht etwas Seltsames
beobachtet hat. Morgen vielleicht profitiert der Anrufer
selbst, wenn auch er sich auf
einen wachsamen Nachbarn verlassen konnte.
Rufen Sie über die 110 die
Polizei an, wenn Sie ein mulmiges Gefühl haben. Die Beamten wollen gemeinsam
mit möglichst vielen Bürgern den Einbrechern das
Leben im Kreis so schwer
wie möglich machen. Darum ist jeder Hinweis gern
gesehen.
In der Leitstelle der Polizei sitzen Menschen, die ein offenes Ohr für die Sorgen der Anrufer haben.
Foto: Polizei
Grenzland
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Seite 3
Menschen im Grenzland: Der Karnevalist Norbert van de Rydt
VON MANFRED BAUM
Kempen /St.Hubert/Oedt.
„Ein jeder Mensch hat eine
Geschichte, die es wert ist,
gekannt zu sein“, hat einst
Friedrich Maximilian Klinger gesagt. Ganz sicher hat
dies der 54-jährige gebürtige Oedter Norbert van de
Rydt verdient, der sich als
Ehrenamtler „voll und ganz“
dem Karneval seit Jahrzehnten verschrieben hat und
dabei von seiner Familie bestens unterstützt wird.
26 Jahre seines Lebens hat
er in Oedt verbracht, 23 Jahre in Kempen und seit fünf
Jahren lebt er im Kendeldorf
St. Hubert. „Der Karneval
hat mein Leben bereichert
und stets viel Spaß gemacht,
aber auch tanzen im Karneval ist eine Bereicherung und
Abwechslung für mich. Ich
freue mich ganz besonders,
dass unser Brauchtum Karneval bei uns zu einer tollen
Familienangelegenheit geworden ist“, sagt Norbert
van de Rydt. Gleichzeitig
stellt er fest: „Der Aufwand
der Vereinsarbeit ist gewachsen. Auch im Karneval
sind heute viele Dinge und
Vorschriften zu beachten.“
Gleichwohl freut er sich, dass
er im kommenden Monat mit
der von ihm mit gegründete
KG Narrenzunft ihr zehnjähriges Bestehen im Kolpinghaus feiern kann. Er ist
Vorsitzender der KG Narrenzunft. Seine Gattin Gerda, mit der er seit 31 Jahren
verheiratet ist, ist Geschäftsführerin und Tochter Judith
ist Sportwart und Trainerin. Ende November findet
wieder das große Niederrheinische Garde- und Showtanzfestival im Oedter Moorenbau mit einigen hundert
Teilnehmern statt.
Norbert van de Rydt hat
es stets mit dem Satz von
Theodor Fontane gehalten,
der einst sagte: „Der Mensch
sollte lernen, mit dem Herzen zu denken und mit dem
Verstand zu fühlen.“ Norbert van de Rydt hat das
immer getan und sich stets
für seine Mitmenschen mit
Herz und Gefühl, mit Sachverstand und großem persönlichen Einsatz eingesetzt.
Für ihn hieß „Mensch sein“
stets dem „Leben ein Gleiches entgegensetzen.“ Der
gelernte Technische Zeichner, der an der Abendschule
noch seinen Bautechniker
baute, war 17 Jahre bei der
Firma Arnold in Kempen
tätig, hat bei Arca in Vorst
gelernt und ist seit 15 Jahren
bei der Firma Pfeifer in Kempen tätig. Zehn Jahre war er
in Grefrath Mitglied im Vorstand des Gemeindesportverbandes, ist er in seiner
Heimatgemeinde doch Mitgründer der Schießsportgemeinschaft Oedt im Jahr
1976 gewesen und seit 25
Jahren der Schatzmeister der
SSG Oedt. Er ist Mitgründer
der Stadtgarde Kempen und
war deren zweiter Vorsitzender viele Jahre. Er tanzt
im Männerballett „Schneeflöckchen“, ist Mitglied des
jetzt 100 Jahre alten KKV
Kempen (Kempener Karnevalsverein) und der Prinzengarde Kempen.
Er gehört den Närrischen
Gartenzwergen Krefeld an
und war zehn Jahre Pressewart des Garde- und Showtanzsportverband NRW.
Rund 15 Stunden in der
Woche arbeitet er ehrenamtlich für die Narrenzunft. Ihm
ist es jetzt noch gelungen für
die Geburtstagsparty am 15.
November (mit Hoppeditzerwachen im Kolpinghaus), Engel Hettwich zu
verpflichten. Diese närrische
Kultfigur ist bekannt von
Funk und Fernsehen. „Ich
freue mich mit meiner Familie sehr auf diesen Abend mit
einem tollen Programm ab
19.11 Uhr bei freiem Eintritt“, blickt er nach vorn.
Zwei Wochen später findet
Nobert van de Rydt freut sich über den Geburtstag der KG Narrenzunft Foto: Baum
dann das Gardefestival in
Oedt statt. Gäbe es Norbert
van de Rydt nicht: Der Karneval wäre ein Stück ärmer
in der Thomasstadt. Abschließend meint er: Heiterkeit erhält Gesundheit und
er erinnert an die Psalmen
90,14, die da besagen: „Wollen wir fröhlich sein unser
Leben lang.“ Nobert van de
Rydt ist es bisher gelungen.
Immer mit: Rot und Blau
Kempen Helau.
Kolpingvorstand fast komplett
aus dem Kreis Viersen
Kreis Viersen (maba).
Maria Taube aus Tönisvorst
ist neue erste Vorsitzende
des Kolpingwerkes im Bistum Aachen. Ihre Stellvertreterin ist Mariele Biesemann aus Willich. In das neue
Amt des geistlichen Leiters
des Kolpingwerkes wurde
Patoralreferent Dietmar
Prielipp aus Nettetal gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Dorothee
Spinnrath aus Viersen und
Helmut Houben aus Viersen.
Somit stellt die Region Kempen-Viersen fünf der sechs
Vorstandsmitglieder im
Kolpingwerk im Bistum
Aachen.
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Grenzland
Seite 4
3. Darmkrebstag
im Krankenhaus
Nettetal. Sonntag, 2. November, findet im Städtischen Krankenhaus Nettetal, Sassenfelder Kirchweg 1
in Nettetal-Lobberich der „3.
Darmkrebstag“ statt. Von 14
bis 18 Uhr informiert das
Nettetaler Darmkrebszentrum über mögliche Diagnoseverfahren und Behandlungswege. Veranstaltungsort ist das NetteBistro im
Untergeschoss des Krankenhauses, wo sechs erfahrene
Mediziner zu Vorträgen einladen.
Um 14 Uhr referiert Dr.
Jochen Post zum Thema
„Vier Jahre Damkrebszentrum - Experten in enger Zusammenarbeit“, um 14.20
Uhr spricht Dr. Walter
Frasch zum Thema „Vorsorge, Früherkennung und
Kooperation“ und um 14.40
Uhr folgt ein Vortrag von
Dr. Michael Pauw zum Thema „Darmspiegelung 2014 -
Sanft dank Hightech“. Nach
einer Pause geht es ab 15.30
Uhr mit einem Fachvortrag
„Minimal oder radikal Operative Behandlung bei
Mastdarmkrebs“ mit Dr.
Michael Blum weiter. Um
15.50 Uhr folgt ein Vortrag
„Chemotherapie 2014 - Die
Mischung macht’s“. Abschließend referiert um
16.10 Uhr Dr. Hans Hoffmanns zum Thema „Strahlentherapie - Moderne Verfahren“. Während der gesamten Veranstaltung hat
man Gelegenheit zu einem
persönlichen Gespräch mit
den Experten. Außerdem informieren das Endoskopieund das OP-Team über Instrumente und angewandte Verfahren und die Ernährungsberaterinnen
des
Krankenhauses, die Selbsthilfegruppe Ilco und die
AOK geben den Besuchern
Tipps und Anregungen.
Popronde heute in Venlo
Im Grenswerk spielen einige Bands bei der Popronde. Hier
findet auch die After-Party statt. Foto: Sharik Derksen
Venlo (hei). Die Popronde
ist ein jährlich im Herbst
wiederkehrendes Festival,
das durch die Niederlande
tourt. In diesem Jahr sind
insgesamt Bands unterwegs. Von den 31 Städten,
die besucht werden, ist Venlo am heutigen Abend die
vorletzte.
30 Auftritte wird es zwischen 20 Uhr heute Abend
und 2 Uhr in dieser Nacht
geben. Los geht es in der Bibliothek am Begijnengang,
der Höhepunkt mit der After-Party findet im Grens-
werk an der Peperstraat
statt. Das Grenswerk ist als
neues Zuhause für alles, was
in Venlo mit Musik zu tun
hat, nach Jahren der Planung
und rund einjähriger Bauzeit am 15. Oktober erst offiziell eröffnet worden. Auf der
Internetseite popronde.nl
findet man den Button „Venlo 24. Oktober“. Dahinter
verbirgt sich eine Liste, welche Band zu welcher Zeit an
welchem Ort spielt. Der Eintritt ist - das ist das Markenzeichen der Popronde - überall frei.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
„Sieben Söhne des Himmels“
Der Herbst von seiner schönsten Seite
VON SUSANNE PETERS
Lobberich. Ungefähr 1000
Besucher fanden am vergangenen Sonntag ihren Weg auf
den Naturschutzhof. Viele
kamen mit dem Fahrrad,
denn das Wetter meinte es
gut und bescherte ihm zu
seinem Erntedankfest wahrhaft goldenes Oktoberwetter mit sommerlichen Temperaturen.
Neben der Möglichkeit im
goldenen Glanz der Sonne
die Schönheit der Herbstflora zu bewundern und genießen, präsentierte der Hof eine
riesige Auswahl an Waren:
Vielerlei Sorten Äpfel, ein
breites Spektrum herbstlicher Zierpflanzen, selbst gemachte Dekoration, Honig,
Marmeladen und vieles
mehr. Auch nostalgische
Gewerke gab es zu bestaunen.
Paul Abels aus Hückelhoven hat gar spannende Geschichten zu erzählen. „Damit kann ich Bücher füllen“,
schmunzelt der Korbflechter. Körbe flechten sei seine
Leidenschaft - schon immer.
Vor dem ersten Weltkrieg
habe es in Hückelhoven 1500
Korbflecher gegeben.
Dies sei damals ein weit
verbreiteter Beruf gewesen.
„Als ich in Rente ging habe
ich mir geschworen, niemals den ganzen Tag vor
dem Computer zu sitzen“,
sagt der Maschinenbaumeister, „der Computer gehört
heute dazu.
Das ist ganz klar, aber ich
verbringe meine Zeit lieber
anders. Nämlich mit mei-
Auch altes Handwerk wurde während des Erntedankfests
präsentiert. Foto: Susanne Peters
ner Flechterei.“ Ein Besucher findet spontan die treffenden Worte: „So lange Sie
selbst nicht in die Binsen
gehen, können Sie noch
flechten!“ Paul Abels lacht.
„Ganz genau so ist es!“
In unmittelbarer Nähe
hat Gisela Bellardts-Cremer
ihren Stand. Sie bietet unter
anderem winterharte und
pflegleichte Stauden an. „Ich
unterstütze den Hof, wo ich
nur kann“, versichert sie,
„und ich kann es gar nicht
verstehen, dass es Menschen
gibt, die sich über Standgebühren bei solchen Veranstaltungen aufregen.“
Gisela Bellardts-Cremer
leitet nicht nur ehrenamtlich gemeinsam mit Wiebke
Esmann die „Gartengespräche“ auf dem Naturschutzhof, sondern sie unterstützt
und berät auch die Praktikanten im Freiwilligen So-
zialen Jahr bei der Staudenpflege.
„Wir alle wollen, dass unsere Natur und auch dieser
Hof erhalten bleiben. Dann
sollten wir auch etwas dafür tun, jeder wie er kann“,
findet sie. „Ich freue ich außerdem jedesmal bei solchen
Gelegenheiten wie heute nette Menschen zu treffen und
mich mit ihnen zu unterhalten“, sagt sie lächelnd.
Ihr Lieblingsgartengehölz
trägt den klangvollen und
poetischen Namen: „Sieben
Söhne des Himmels“. „Dieser Zierstrauch ist ein echtes
Juwel“, schwärmt sie, denn
er öffnet seine Blüten zu einer sehr ungewöhnlichen
Zeit, nämlich erst im Spätsommer oder Frühherbst.
Anders als die meisten Gehölze, die im Frühling bis
Frühsommer blühen.“ Beeindruckend sei der leuch-
Pipes and Drums in der Jugendherberge
Brüggen (bei). Jeden
Herbst treffen sich für drei
Tage in der Jugendherberge
der Gemeinde Dudelsackspieler und Trommler aus
ganz Deutschland und auch
aus den angrenzenden
Nachbarländern. Auch dieses Jahr waren alle Räume
der Jugendherberge komplett mit Musikern belegt.
Angereist waren die meisten schon donnerstags. Die-
jenigen, die das erste Mal
beim Piper’s Corner Workshop dabei waren, beäugten erst einmal neugierig die
Unterbringung und wunderten sich das eine oder
andere Mal doch, wie herzlich sich die Teilnehmer, die
schon mehrere Male an diesem Workshop teilnahmen,
begrüßten. Die Atmosphäre
wurde zusehends familiärer. Geweckt wurden alle
durch den „Duty Piper“, der
morgens um 7 Uhr spielend
durch die Gänge zog, um
dafür zu sorgen, dass
schnell alle wieder in die
richtige Stimmung kamen.
Von 9 Uhr an bis zum
Abendessen lernten die
Musiker in unterschiedlichen Klassen - je nach Können. Egal ob absoluter Anfänger oder Spieler, die ihre
Instrumente schon seit Jah-
Hilfe für Elk
Nettetal (ww). Die Sommersaison neigt sich dem
Ende zu und ebenfalls die in
diesem Jahr durchgeführte
Sammelaktion für Nettetals
polnischer Partnerstadt Elk.
In der letzten Woche ist der
34. Lkw mit 760 Kartons und
20 Säcken mit einem Gesamtgewicht von über
10.100 Kilogramm verladen
worden. Es wird darauf hingewiesen, dass der letzte
Abgabetermin in diesem
Jahr am Mittwoch, 29. Oktober in der Zeit von 16.30 bis
18.30 Uhr ist. Dann geht es
für alle Helferinnen und Helfer bei dieser Aktion in die
wohlverdiente Winterpause, bevor die Sammelstelle
dann wieder am Mittwoch,
1. April 2015 geöffnet wird.
Den vielen Spendern aus
ganz Nettetal gilt ein besonderer Dank für die großartige Unterstützung zum
Wohle der Partnerstadt Elk.
tend rote Fruchtschmuck,
wobei der Name des wunderschönen Gewächses eine
wörtliche Übersetzung aus
dem Chinesischen sei.
Weiter führt der Weg über
den Hof zu einem Teich. Staunende Menschen blicken in
das nicht allzu tiefe Gewässer. „Was ist das für ein
Wasserkäfer?“, fragt ein Junge lachend. Keiner weiß es so
genau. Das Insekt taucht
immer wieder kopfüber auf
den Grund hinab und
schwimmt anschließend
rückwärts an die Wasseroberfläche, um mit dem Po
Luft zu holen - jedenfalls sieht
es so aus, da sein Hinterleib
beim Auftauchen eine Luftblase erzeugt.
Schließlich gibt es eine
schier endlos lange Reihe mit
kunterbunter Holzdekoration für den Garten zu entdekken. Unzählige Papageien,
Eulen und Fantasievögel aus
Holz, alle kunterbunt bemalt, säumen den Weg. „Das
ist alles selbst gemacht“,
versichern Petra Wiewel
und Jan Miech. Vor 15 Jahren
haben sie angefangen, aus
den Abfallprodukten einer
großen Schreinerei allerhand Getier zu basteln. „Wir
streichen mittlerweile alles
mehrfach mit Bootslack. So
bleibt die Dekoration schön
haltbar und überdauert viele Jahre im Garten“, erklärt
Petra Wiewel.
Weitere Informationen
über den Naturschutzhof
und Veranstaltungshinweise findet man auf der Seite
http://www.nabu-krefeldviersen.de/?page_id=22.
Begeisterte Schüler, Weltklasse-Lehrer und eine fantastische Stimmung beim Piper’s Corner
Oktober Workshop. Foto: Birgit Eickenberg
ren beherrschen, jeder wurde gefordert. Die Weltklasse-Lehrer, die größtenteils
extra aus Schottland eingeflogen wurden, unterrichteten mit Geduld und konnten in den drei Tagen viel
Wissen an begeisterte Schüler weitergeben.
Auch an den Abenden
blieb es nicht still. In der
Halle der Jugendherberge
zeigten die Teilnehmer und
Lehrer den Gästen, die
Samstagabend
herzlich
willkommen waren, was sie
gelernt hatten und wie unterschiedlich die Tunes (Lieder) sein können, die mit
Dudelsack und Trommeln
gespielt werden können.
Auch wenn die Nächte kurz
waren, morgens saßen alle
wieder zusammen und
nutzten die kurze Zeit, um
so viel wie möglich zu lernen. Die Lust, weiter zu
machen und noch mehr zu
lernen, stand den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben und viele werden im
März sicher beim nächsten
Workshop, der dann über
eine ganze Woche gehen
wird, wieder dabei sein.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Grenzland
Noch einmal die Farbenpracht genießen
Herbstblühen in den Schlossgärten Arcen
Arcen. Nirgends zeigt sich
der Herbst prachtvoller als
in freier Natur. In den Gärten rund um das Arcener
Schloss ist die Farbvielfalt
der Natur noch bis zum 2.
November zu bestaunen.
Für einen langen, blumenreichen Herbst hat sich das
Team der Arcener Schlossgärten dieses Jahr etwas
ganz Besonderes ausgedacht
und den Park und das
Schloss zusätzlich mit tausenden Chrysanthemen geschmückt. Neben bunten
Astern, den letzten blühenden Rosen, herbstbunten
Gräsern, den zauberhaften
japanischen Ahornbäumen
und anderen Herbstblühern
strahlen die Gärten bis zum
letzten Tag der diesjährigen
Gartensaison in bunter Farbenpracht.
Auch der Schlosspark hat
sich allmählich in einen bunten Herbstpark verwandelt.
Eichen, Linden, Buchen: an
den Ästen aller Baume
leuchten die schönsten
Herbstfarben. Im Tal verzaubern die japanischen
Ahornbäume mit den zu dieser
Jahreszeit passenden, besonders herbstlichen Farbtönen. Denn wenn die Tage
kürzer und kälter werden
Einige der bunten Chrysanthemen kann man auch für den
heimischen Garten kaufen. Foto: Kasteeltuinen
zeigt sich der „Acer“ in
schönster Farbenpracht.
Im Tal der Schlossgärten
gibt es rund 60 Exemplare
des eleganten Acer, den es in
mehr als 450 verschiedenen
Sorten gibt. Einige davon
sind in wunderschönen, intensiven Herbstfärbungen in
den Arcener Schlossgärten
zu bewundern.
Auch Kinder bekommen
in den Schlossgärten keine
Langeweile; in einer Adventure Minigolfanlage kann
zwischen steilen Hängen,
Wasserfällen und Höhlen
der geschickteste Golfer sein
Können zur Schau stellen,
und eine Herbst-Spurensuche bringt die Kinder in eine
richtige Herbststimmung.
Adventure-Golf kann kostenlos gespielt werden, der
Verleih von Bällen und
Schlägern erfolgt am Bergpavillon.
Für die Spurensuche muss
man einen Euro bezahlen,
sie ist auch in deutscher
Sprache am Eingang (Entree)
erhältlich.
Überall im Park wurden
Gärten, Wege und Brücken
mit tausenden verschiedenen Chrysanthemen arrangiert. Zusätzlich zur Chrysanthemen-Route im Park
wird ein Bereich des Schlosses mit den schönsten
Chrysanthemenblüten ausgeschmückt. Wer die bunten Herbstblüher mit nach
Hause nehmen möchte, kann
im Shop der ‚Orangerie‘ einige der Chrysanthemen
käuflich erwerben.
Der lateinische Name
‚Chrysanthemum‘ bedeutet
„Goldblume’’. Ein Name, der
sich von der Wildform der
Chrysantheme
ableiten
lässt, diese Blumen haben
ursprünglich gelbe Blüten.
Die Chrysantheme war anfangs nur in China und Japan verbreitet, ist jedoch
mittlerweile auf der ganzen
Welt eine beliebte Zierpflanze. Die Chrysantheme ist in
einer Vielfalt an Farben und
Blütenform erhältlich.
Ein buntes Veranstaltungsprogramm mit musikalischen Aufführungen
und Greifvogel-Flugvorführungen am 25. und 26. Oktober sowie am 1. & 2. November sorgen an den kommenden Wochenenden für zusätzliche Unterhaltung.
Eine atemberaubende Zirkusshow
Kaldenkirchen (sp). Das
vergangene Wochenende
war spätsommerlich schön.
An so einem schönen Tag in
den Zirkus? Jawohl, es hat
sich gelohnt! Der Weseler
Wanderzirkus Max Renz
präsentierte eine atemberaubende Show mit allem,
was dazu gehörte.
„Wir sind ein klassischer
familiärer Zirkus mit drei
Generationen“, erzählt Zirkusdirektorin Katharina
Renz, „wir machen alles
selbst, von Organisation,
über die Verwaltung, die
Tierpflege und die Zirkusnummern.“ Das gehe nur
weil, die drei Generationen
der Familie Renz prima zusammenarbeiten. Dies betrifft auch den Umgang mit
den Tieren.
„Durch das enge Zusammensein mit den frei lebenden Haustieren entdecken
wir ihre Lieblingsgewohnheiten, und so entstehen auf
spielerische Art Kunststükke, die unsere Tiere mit Freu-
Sorgten ebenfalls für orientalisches Flair - die Kamele und ihre
Kunststückchen. Fotos: Susanne Peters
de in der Manege zeigen.“ In
der Pause können jeweils
die Tiere bestaunt und gestreichelt werden. „Dafür
nehmen wir zwei Euro. Leider wird es heutzutage immer schwieriger. Als kleiner Zirkus muss man ums
Überleben kämpfen“, bedauert Katharina Renz.
Nichtsdestotrotz: Das Zelt
war voll. Vom Baby bis zu
Oma und Opa war jedes Alter vertreten.
„Wenn es gefällt, bitte jedesmal klatschen, dann haben alle Spaß an ihrem
Handwerk!“, forderte die
Zirkusdirektorin schmunzelnd auf. Akrobatin Laura
Loren ist beweglich wie eine
Schlange und erstaunte das
Publikum damit, dass sie 20
Reifen gleichzeitig an ihrem
Körper drehen kann.
Heidi ließ ihre Ziegen
Tricks auf dem Schwebebalken vollführen, Lothar zeigte waghalsige Trapezakrobatik in acht Metern Höhe,
die dafür sorgte, dass den
Zuschauern die Luft wegblieb. Später versetzte er
das Publikum als Fakir
stimmungsvoll in den Orient und spie Feuer bis in die
Zirkuskuppel - da stockte
der Atem!
Verzaubert wurde das
Publikum durch die Illusion, dass der Magier seine
Partnerin verschwinden
ließ. Auch drei süße kleine
Clowns brachten das Zelt
zum Toben.
Immer wieder sorgten sie
für viel Schabernack und
erheiternde Überraschungen. Eine rundum gelungene Vorstellung, die für viel
Kurzweil sorgte.
A52: Hostert länger gesperrt
Schwalmtal. Weil auf der
A52 zwischen der Anschlussstelle Hostert und
dem Kreuz Mönchengladbach mehr Betonplatten geschädigt sind als ursprünglich erkannt wurde, dauern
die Arbeiten länger, so dass
die Sperrung der Anschluss-
stelle Hostert noch bis zum
28. Oktober dauern muss. Die
Anschlussstelle Mönchen-
gladbach-Hardt in Richtung
Düsseldorf ist dann im Anschluss vom 28. Oktober bis
Ende November und in Richtung Roermond bis Ende Dezember betroffen. Die Verbindung im Kreuz Mönchengladbach von Venlo nach
Roermond ist ab 28.Oktober
auch bis Ende Dezember gesperrt. Umleitungen werden
ausgeschildert.
Seite 5
Zehn Totenkopfäffchen
in Arcen gestohlen
Arcen. Schock bei den Mitarbeitern der Schlossgärten
Arcen am Montagmorgen. Als sie gegen 9 Uhr ankamen,
entdeckten sie, dass die zehn Totenkopfäffchen, die als Leihgabe des Gaia-Zoos in Kerkrade seit 2012 in Arcen leben, am
Sonntagabend oder in der Nacht zu Montag gestohlen worden
waren. Die ersten Rekonstruktionen ergaben, dass die Diebe
zunächst ein Loch in eine Hecke geschnitten haben müssen,
um auf das Gelände zu gelangen. Durch eine Tür und ein
Oberlicht konnten sie sich gewaltsam Zutritt zu dem Gehege verschaffen.
Die Polizei in Limburg geht von professionellen Dieben
aus, die mit Fangnetzen gearbeitet haben. Nützen sollte
ihnen der Diebstahl nichts, denn die Tiere sind gechipt und
registriert.
Ein Äffchen wurde nach Angaben niederländischer Medien am Montagnachmittag auf dem Gelände der Schlossgärten wiedergefunden. Mitarbeiter konnten es mit einem Lekkerli anlocken und einfangen. Die anderen Tiere blieben bis
Redaktionsschluss verschwunden.
WERNER GÖTZKES
REINERSSTR. 15 41334 NETTETAL (Lobberich) TEL.: 02153/2468 FAX: 02153/4283
FENSTER
TÜREN
TORE
TORANTRIEBE
MARKISEN
E-mail: werner.goetzkes@freenet.de • Internet: www.werner-goetzkes.de
Kirmes in Venlo
Venlo (hei). Noch bis zum
kommenden Sonntag, 26.
Oktober, drehen sich in der
Innenstadt von Venlo die Karussells - es ist Kirmes.
Die Kirmes zieht sich
durch die komplette Innenstadt, so dass ein Besuch für
die komplette Familie ein
Genuss ist. Während die
Kinder sich je nach Alter am
ehesten für die riesigen Trampolins, die Wasserbälle, Kettenkarussells oder auch „Inversion XXL“ oder den „Deca
Dance“ interessieren, können die Eltern parallel die
Geschäfte der Innenstadt
erkunden oder in einem lauschigen Cafe mit Blick auf die
bunten Stände etwas essen
oder trinken.
Am Samstagabend, 25.
Oktober, ist um 22.30 Uhr
ein großes Feuerwerk ge-
Noch bis Sonntag ist Kirmes
in Venlo. Foto: Venlopartners
plant. Auf der Internetseite
www.kermisinvenlo.nl
kann man sich unter der
Rubrik „Kortingsbonnen“
Ermäßigungsgutscheine für
verschiedene Fahrgeschäfte
ausdrucken.
Infoabend zum Thema
sexueller Missbrauch
Kaldenkirchen. Das Familienzentrum DRK INKITA,
Severusstraße 1 in 41334
Nettetal, lädt zu einer Informationsveranstaltung zum
Thema „Sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen; Schutz und Hilfen“ am
Dienstag, 4. November, um
19.30 Uhr, ein.
Ein sensibles Thema, über
das zwei erfahrene Referentinnen informieren werden.
An diesem Abend geht darum zu klären, was sexueller
Missbrauch ist, wer die Opfer und wer die Täter sind.
Außerdem wird darüber informiert, was jeder Einzelne
tun kann, wenn sexueller
Missbrauch vermutet wird
und wo Hilfe und Unterstützung gefunden werden kann.
Besonders wichtig an diesem Abend wird auch die
Beantwortung der Fragen
sein, ob wir sexuellen Missbrauch verhindern können
und wie wir Kinder stark
machen können.
Als Referentinnen stehen
Frau Ebner Brauer vom Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung und Frau Verhoeven von der Kath. Beratungsstelle zur Verfügung.
Eine Anmeldung bis zum 24.
Oktober ist erforderlich, das
die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Die Teilnahme ist
kostenlos. Anmeldung werden unter der Rufnummer
02157/132858 oder per Email
inkitakaldenkirchen@drk-kvviersen.de erbeten.
Grenzland
Seite 6
Skurrile Verhaltensweisen
der Deutschen
Jens Neutag weiß es genau:
Der Deutsche leidet am
Deutschland-Syndrom. Foto:
Stadt Nettetal
Nettetal. Am Donnerstag,
30. Oktober, kommt der bekannte Kabarettist Jens Neutag wieder nach Nettetal. Er
tritt dann mit seinem aktuellen Solo-Programm „Das
Deutschland-Syndrom“ um
20 Uhr in der Werner-Jaeger-Halle, An den Sportplätzen 7, Lobberich, auf.
Der Deutsche neigt zu
skurrilen Verhaltensweisen. Von der Kanzlerin hat
er die Schnauze voll, wählt
sie aber fleißig wieder. Er
wundert sich über das Aussterben der Innenstädte,
fährt aber regelmäßig mit
seinem SUV ins Outlet-Center nach Venlo. Er träumt
heimlich von Anarchie, weiß
aber nicht, bei welchem Amt
man dafür einen Antrag stellen muss. Und wenn er mal
leidenschaftlich wird, dann
sind die Benzinpreise zu
hoch, ist die Bahn zu spät
oder die Fernsehtalkshow zu
überflüssig. Ganz so, als
hätte das Heim-TV keinen
Ausknopf. Und natürlich
geht er mit seinem Unmut
nicht auf die Straße. Er protestiert bequem vom Sofa,
per Online-Petition. Kurzum, der Deutsche leidet eben
gerne und Jens Neutag weiß
auch an was. Am Deutschland-Syndrom.
In seinem sechsten Soloprogramm „Das Deutschland-Syndrom“ nimmt Jens
Neutag eine umfassende
Anamnese vor - am offenen
Patientenhirn. Unterhaltsam, überraschend und dabei garantiert oberhalb der
Gürtellinie. Die Diagnose mit
pathologischem Witz und
abgründigen Wendungen
heilt alleine natürlich auch
nicht. Aber sie lindert den
Schmerz.
Eintrittskarten zu diesem
vergnüglichen Kabarettabend sind bei der NetteKultur, Doerkesplatz 3, Lobberich unter der Rufnummer
02153/898-4141 und per EMail nettekultur@nettetal.de
zum Preis von 17 Euro erhältlich. Für Schüler, Studenten, Auszubildende, Empfänger von Sozialleistungen,
Bundesfreiwilligen- und
Wehrdienstleistende kosten
die Eintrittskarten Euro.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
„Jüüte vertälle över Wirtschafte en Hänsbäck“
VON HEINZ KOCH
Hinsbeck. Hinsbeck hatte
im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl immer eine extrem hohe Anzahl an Gaststätten. Um 1900 war dieses
Verhältnis laut dem damaligen Landrat die höchste im
Kreis Geldern! Seit nunmehr
fünf Jahren stellt der Referent Heinz Koch beim Mundartkreis „Hänsbäcker Jüüte
vertälle“ alle seit 1818 bestehenden Wirtschaften vor. In
seinem am vergangenen
Dienstag gezeigten fünften
Teil wurden sechs weitere
Wirtschaften aus den Honschaften Wevelinghoven,
untere Neustraße, Schlöp
und Haus Bey vorgestellt.
Etwa 30 Interessierte hatten
sich hierzu im Parkstübchen
eingefunden.
Die erste vorgestellte Gaststätte aus dem Wevelinghoven ist unter dem Namen
Pallerberg-Timmermanns
bekannt. Hier heiratete 1877
Heinrich Dückers aus Leuth
ein, der 1889 eine erste
Schenkwirtschaft eröffnete.
1892 errichtete er den sogenannten „Kaisersaal, im
Außenbereich befanden sich
Gartenlauben und eine Bügelbahn. 1901 verkaufte er
das Anwesen an Hermann
Pallerberg aus Mündelheim.
Dieser überschrieb den Hof
1934 an seine Nichte Albertine Kuckels und deren Ehemann Johann Timmer-
Schenkwirtschaft von Hermann Pallerberg ca. 1940 Foto:
Archiv Koch
manns. Nach dessen Tod
1960 wurde die Wirtschaft
1962 geschlossen.
Auf der unteren Neustraße befanden sich die Schenkwirtschaften Lommes/Spee
(im späteren Haus Minnaert/
Pascher) bzw. Hoevels/Rütten. Beide erhielten 1838 ihre
erste Schankkonzession. Die
Wirtschaften bestanden bis
1919 (Spee) bzw. 1967 (Rütten).
Eine weitere kleine Wirtschaft, die Gaststätte Dieker, befand sich in der
Schlöp 5. Hier beantragte
1852 Peter Mathias Dieker
eine SchenkwirtschaftsKonzession, die aber erst
1862 genehmigt wurde. Diese Wirtschaft bestand bis
1874. Die zweite Schenkwirtschaft in der Honschaft
Schlöp ist das heutige Restaurant Dückers. 1883 erwarb Siegbert Dückers das
Anwesen und erhielt im
gleichen Jahr eine erste Konzession. Ihm folgte um 1930
sein Sohn Jakob Dückers, der
1932 ein Gesellschaftszimmer sowie ein großes Gartenlokal hinzu baute. 1963
erbte Willy Dückers das
Anwesen, der die Gaststätte in ein Restaurant umbaute und ihm den Namen „Secretis“ gab. Nach seinem
frühen Tod 1971 übernahm
seine Frau Else geborene
Hoyer die Gaststätte und
wandelte sie in ein Restaurant der gehobenen Gastronomie um. Seit 1992 ist nun
die Tochter Patricia zunächst Mitinhaberin und
seit dem Tod ihrer Mutter
2006 alleinige Besitzerin. Als
letzte Gaststätte stellte Koch
das relativ junge Golfrestaurant Haus Bey vor. Nach der
Eröffnung des Golfplatzes
wurde 1994 der alte Hof abgebrochen und ein Clubhaus mit Restaurant erbaut,
das 1996 eröffnet wurde.
Erster Pächter war Stefan
Jaud, vorher Koch bei Bundeskanzler Kohl. Im Januar
1999 wurde Wolfgang Eikkes neuer Pächter. Er bekam
zwei Monate später das Herrenhaus hinzu, wo er das
Feinschmecker-Restaurant
„La Mairie“ einrichtete, das
später mit einem MichelinStern ausgezeichnet wurde.
Seit Februar 2006 ist nun
Frank Veikes neuer Pächter,
zunächst nur für das Golfrestaurant, zwei Jahre später auch für das Herrenhaus.
Abgerundet wurde dieser
„Wirtschaftsabend“ durch
einige Vorträge von Ludwig
Feuser, die die frühere Stimmung in den Gaststätten, z.B.
durch Tuppergruppen, noch
einmal lebendig werden ließen.
Personen auf dem Bild:
Erwachsene (v.l.) Johann
und Albertine Timmermanns geb. Kuckels, Elisabeth Pallerberg geb. Schmitz
und Hermann Pallerberg
Kinder (v.l.) Käthe (verh.
Witter), Maria (verh. Kox),
Elisabeth (verh. Vanderheiden), Peter und Hans Timmermanns
Rokal-TT Liebhaber treffen sich
Niederrheinisches Freilichtmuseum lädt zur Tauschbörse
Ü35-Singletreff in
freier Natur
Nettetal. Zu einem Treffen in freier Natur für Singles ab 35
Jahren lädt der Naturpark Schwalm-Nette am Mittwoch,
29. Oktober, ein. Das Treffen findet von 18.30 bis 21.30 Uhr
auf dem Landschaftshof Baerlo, Baerlo 14a in NettetalLeutherheide, statt. Naturerlebnispädagogin Stephanie
Arnz leitet die Gruppe. Die Teilnahme kostet 15 Euro. Die
Anonymität wird gewahrt. Wer dabei sein möchte, sollte
feste Schuhe und wetterfeste Kleidung tragen. Auskunft
und Anmeldung unter Telefon 0157/88972735 oder per EMail: stephanie@arnz.de oder besucherzentrum@landschaftshofbaerlo.de. Die Treffen finden an jedem letzten Mittwoch im
Monat statt. www.npsn.de
www.grenzlandnachrichten.de
Grefrath. Miniatur-Lokomotiven, -Gleise und -Häuser aus Lobberich lassen die
Herzen der Modelleisenbahner höher schlagen: Am
Sonntag, 26. Oktober, findet
im Vortragssaal der Dorenburg im Niederrheinischen
Freilichtmuseum die Rokal
TT-Börse statt. In Grefrath,
Am Freilichtmuseum 1,
können sich Fans der Bahnen mit der Spur TT von 11
bis 15 Uhr über ihre Sammlungen und Zubehör austauschen.
„TT“ steht für „table top“.
Diplomingenieur Eugen Engelhardt entwickelte eine
Bahn, die auf einen Küchentisch passte. „Ein Zeugnis
Die Modelleisenbahn des Typs Rokal TT ist bei Sammlern sehr
beliebt. Foto: Horst Siemes
der beengten Wohnverhältnisse der Zeit“, sagt Kevin
Gröwig, Museumspädagoge im Niederrheinischen
Freilichtmuseum. Auch für
die kleinen Besucher gibt es
Programm: Im PädagogikRaum des Eingangsgebäudes können Kinder von 13
bis 16 Uhr passende Häuser
und Landschaften für Modelleisenbahnen basteln.
Das Lobbericher Unternehmen Rokal produzierte
die Tischbahnen von 1948
bis 1970.
Trotz der relativ kurzen
Produktionszeit erfreuen
sich Rokal-Modelleisenbahnen bis heute einer treuen
Anhängerschaft.
www.niederrheinischesfreilichtmuseum.de
www.facebook.com/niederrheinisches-freilichtmuseum
Nettetaler Kinder- und Jugendbuchtage
Breyell. Die Stadtbücherei
Nettetal veranstaltet in diesem Jahr bereits zum dritten
Mal die Nettetaler Kinderund Jugendbuchtage. In enger Zusammenarbeit mit
den Nettetaler Schulen
konnte wieder ein attraktives Programm mit Theaterstücken, Lesungen und einem Live-Hörspiel organisiert werden. Die Kinderund Jugendbuchtage starteten am 20. Oktober mit dem
„Saxophon“, einem Beitrag
zum Thema Zivilcourage, in
der Gesamtschule in Breyell
und enden am 17. November mit dem Puppentheaterstück „Mama Muh schaukelt“. „Die Stadtbücherei ist
ein Labor für tolle Themen,
Projekte haben in der Regel
Dauereffekte“, lobte Bürgermeister Christian Wagner
die Arbeit der Stadtbücherei bei der Programmvorstellung der Kinder- und Ju-
gendbuchtage. Den Schülern
werde nicht nur im Rahmen
der anstehenden Veranstaltungsreihe gezeigt, welche
umfangreichen und interessanten Bildungsangebote es
gibt.Die Kinder und Jugendlichen sollen Anreize erhalten, auch mal über den Tellerrand zu schauen. Wagner: „Wir sind überzeugt
davon, dass Nettetal ein guter Bildungsstandort ist.“
Dem konnte Erster Beigeord-
neter Schönfelder nur zustimmen, der ergänzte: „Wir
möchten die kulturelle Bildung noch weiter in den Fokus rücken und zum Beispiel
mit den Autorenlesungen
die Bücherwelt für Schüler,
Kinder und Jugendliche anschaulicher und aufregender
gestalten“. Um die Jugendlichen zum Lesen zu bringen,
sei deshalb auch das Anbieten und Ausweiten eines ebook-Angebotes der richti-
ge Weg. Die Kinder- und Jugendbuchtage werden von
rund 1.000 Schülern besucht.
Die Veranstaltungen richten
sich vornehmlich an Schulen, zwei Angebote sind aber
öffentlich: „Mara und der
Feuerbringer“ am Donnerstag, 30. Oktober, 15 Uhr in
der Stadtbücherei ist für Kinder geeignet, die die Klassen
vier bis sieben besuchen. Die
kostenlosen Eintrittskarten
sollten vorab in der Stadt-
bücherei (Lobbericher Straße 1) bestellt werden. Für das
Theaterstück „Mama Muh
schaukelt“, das im Rahmen
der Montagsgeschichten
aufgeführt wird (17. November, 16 Uhr in der Stadtbücherei, für Kinder ab 3 Jahren) können Karten zum
Preis von 2 Euro vorab geordert werden. Rufnummer
der Stadtbücherei: 02153/
72031,
E-Mail:
stadtbuecherei@nettetal.de.
Grenzland
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Die Welt in der Dose
Kindergartenkinder erlebten
spannende Waldwoche
Amüsante Geschichten beim Geocaching
VON BIRGIT EICKENBERG
Amern. Frank Trepte, gebürtiger Brüggener und nun
in Amern lebend, hat ein
mittlerweile sehr populäres
Hobby: Geocaching. Und er
ist so begeistert davon, dass
er bereits ein Buch herausgebracht hat, indem jede
Menge Fachwissen vermittelt wird - eingepackt in
amüsante Stories. Jetzt ist
sein zweites Buch im literates-Verlag erschienen.
„Geocaching - Die Welt in
der Dose“ lautet der Titel des
186 Seiten starken Buches
rund um die Geschichten, die
er auf seinen Touren erlebt
hat. Stets auf der Suche nach
einer der in ganz Deutschland versteckten zahlreichen
„Dosen“, trifft man viele
Menschen und auch die Natur hat interessante Überraschungen parat. „Nach dem
ersten Buch habe ich viel
positive Resonanz bekommen und ich wollte mehr
schreiben. Die Stories kamen
dann im Laufe des Jahres“,
berichtet Frank Trepte. Eine
Geschichte des Buches handelt von der verrückten Challenge, innerhalb von 24 Stunden 16 Caches (die Verstecke
der kleinen Dosen) zu finden.
Der Haken daran: diese Caches müssen sich auf 16 Bundesländer verteilen. „Mit
drei Freunden habe ich in
Hamburg begonnen und die
Tour endete in Schleswig-
Holstein“, lacht er. „Man
muss schon ziemlich gaga
sein, deswegen mal eben
1934 Kilometer quer durch
Deutschland zu fahren.“
Eine zweite Geschichte
spielt an der Mosel. Von Koblenz bis Schengen fuhr der
Naturfreund 300 Kilometer
mit dem Fahrrad in das Dreiländer-Eck innerhalb von
einer Woche. „Dabei habe ich
an der Burg Eltz den ältesten
aktiven Geocache gesucht.“
Im Buch geht es auch um
einen Travelbug, in diesem
Fall ein kleiner Schleich-Bär
an einer Kette, der gemeinsam mit dem Geocacher
reist. Am Ende einer Tour
hinterlässt man diesen Travelbug in einer Dose, der
nächste „Finder“ nimmt ihn
dann weiter mit. „Darum
heißt ein Kapitel auch ‚Die
Tour mit dem kleinen Bären‘“, so Trepte.
Das Buch ist durchgehend
humorvoll geschrieben. Gebraucht er der Autor ein knappes Jahr dafür. Und seit dem
letzten Buch hat sich viel getan: Trepte gibt MitarbeiterSeminare in Firmen und in
zwei Kindergärten vermittelte
er den Eltern das theoretische
Wissen, bevor es gemeinsam
mit den Kindern dann auf große Suche ging. „Es war herrlich, die Augen der Kinder an
der Finaldose zu sehen“, erinnert er sich. Auch bietet er
Lesungen aus seinen Büchern
an, um das Hobby, welches
Brüggen. Eine abenteuerliche Waldwoche erlebten
die Kinder des Gemeindekindergartens Schleveringhoven. Der Waldpädagoge
Wolfram Kassemeck vermittelte den Kindern spannende Informationen über den
Lebensraum Wald. Dabei
waren alle Sinne gefordert.
So konnten die Kinder junge
Buchenblätter probieren, sie
erfuhren, dass der Saft von
Breitwegerich bei Insektenstichen den Juckreiz lindert
und wie man sich geschickt
mit dem Zangengriff vor
schmerzhaftem Kontakt mit
der Brennnessel schützen
kann. Die Kinder staunten
nicht schlecht, als sie zum
Schluss Besuch von einem
Uhu und von dem Turmfalken Frodo bekamen. Wann
kann man so schöne Tiere
schon mal ganz aus der Nähe
betrachten. Ganz mutige
Kinder durften Frodo sogar
die Menschen in die Natur
bringt, bekannter zu machen.
„Auch in den Niederlanden
ist Geocaching sehr beliebt. Es
gab schon eine Anfrage, ob es
das Buch auch in Niederlän-
disch gibt“, freut sich Frank
Trepte. Vielleicht gibt es ja
jemanden, der eine Übersetzung nicht zum Preis eines
Übersetzungsbüros zuverlässig machen würde.
20 Jahre Kindertheater Tintenklecks
will den Jungen aus dem
Dschungel vertreiben. Nur
der Schutz des Feuers und die
Menschen können Mogli vor
dem Tiger noch retten. Baghira, der schwarze Panther,
begleitet den Jungen bei seiner Rückkehr zu den Menschen. Doch Mogli entwischt
diesem, da er lieber mit der
Elefantenherde durch die
Lande zieht, als zu den Menschen zu gehen. Schließlich
begegnet er Balu, dem Bären,
der sorglos und gemütlich
durch das Leben treibt. Also
beschließt Mogli, bei Balu zu
bleiben und ein Bär zu werden. Doch die Gefahren, die
im Dschungel lauern, sind
vielfältig und nicht alle Tie-
auf ihrer mit einem Handschuh geschützten Hand
halten. Der Uhu stellte sich
den Kindern selber vor, er
konnte seinen Kopf fast bis
zur anderen Schulter drehen und durfte gestreichelt
werden.
Auch Bärbel Weinmann,
Jägerin und ehrenamtliche
Leiterin des Burgmuseums
Mensch und Jagd, begleitete
die Kinder mit ihren beiden
Rauhaardackeln durch den
Wald. Gemeinsam ging man
auf Spurensuche, entdeckte
die „Tierstraßen“ und Futterstellen der Wildschweine. Besonders viel Spaß bereiteten den Kindern die Versteckspiele, bei denen die
gute Spürnase der Hunde
zum Einsatz kam. Die Kosten für das Waldabenteuer
hatte der Förderverein des
Kindergartens übernommen, dem die Erzieherinnen
hierfür herzlich dankten.
Zur Ausrüstung gehört immer ein Navigationsgerät und eine
Taschenlampe. Manchmal auch eine lange Leiter. Foto: Birgit
Eickenberg
Jubiläum mit dem Dschungelbuch
Waldniel. Das Kindertheater Tintenklecks spielt „Das
Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling in einer Bühnenfassung von Christian Berg
und der Musik von Konstantin Wecker.
Die „Tintenklecksfans“
können Mogli, das Findelkind,
auf seiner Reise zu den Menschen begleiten. Denn obwohl Mogli keine Lust hat, zu
den Menschen zurück zu
kehren, macht er sich auf der
Flucht vor Shir Khan, dem
Tiger zu einer Menschensiedlung auf. Die Wölfe, die ihn
großgezogen haben, können
für seine Sicherheit nicht
mehr garantieren, denn Shir
Khan hasst alle Menschen und
Seite 7
re sind Mogli´s Freunde. Da
ist die Schlange Kaa, in deren Umarmung es nicht besonders gemütlich ist. Auch
der verrückte Affenkönig
mit seiner Affenbande treibt
sein Unwesen. Er entführt
Mogli, da er die Macht des
Feuers will. Ob Balu mit Hilfe der Geier Mogli befreien
kann, können kleine und große Zuschauer bei den Aufführungen am Samstag, 25.
und Sonntag, 26. Oktober,
jeweils um 16 Uhr in der
Achim-Besgen-Halle an der
Turmstraße erfahren. Unter
der musikalischen Leitung
von Eva Lehmann möchte
das „Kindertheater Tintenklecks“ alle einladen, Mogli
und seine Freunde mit viel
Spaß und Musik auf die Reise durch den Dschungel zu
begleiten. Karten im Vorverkauf gibt es zum Preis von
fünf Euro im Bürgerservice
im Rathaus, unter der Telefonnummer 02163/946-400
und bei allen Theatermitgliedern.
Unter
www.kindertheatertintenklecks.de können die
Karten online bestellt werden. Eine Veranstaltung im
Rahmen des Kulturprogramms der Gemeinde
Schwalmtal.
Die Kindergartenkinder hatten in der Natur ihren Spaß. Foto: GS
Brockes trifft
Generalkonsul in Izmir
Düsseldorf/Viersen/
Kempen. Dietmar Brockes,
Brüggener Landtagsabgeordneter und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP
Fraktion nahm kürzlich an
einer Delegationsreise des
Ausschusses für Wirtschaft,
Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des
Landtags in die Türkei teil.
Stationen waren unter anderem Istanbul und Izmir.
Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Unternehmen,
Vertretern aus Politik und
Verwaltung. In Izmir hatte
Dietmar Brockes auch die
Gelegenheit, mit dem Gene-
ralkonsul Thomas Gerlach
einen Mann aus seiner Heimat zu treffen. Thomas Gerlach wurde in der Thomasstadt Kempen geboren. Nach
Studium in Bonn und München folgte die Aufnahme in
den Auswärtigen Dienst.
Zunächst war er mit verschiedenen Aufgaben in
Bonn und Berlin befasst. Im
Anschluss daran folgten
mehrere Auslandsposten in
Asien, USA und Städten in
Europa. Bis Ende 2013 war er
Generalkonsul in Hermannstadt/Sibiu Rumänien. Seit
Anfang des Jahres 2014 ist er
Generalkonsul in Izmir.
Info: Verschleiß
im Schultergelenk
Nettetal. Am Mittwoch, 29. Oktober, 15 Uhr, findet in den
Seminarräumen des Städtischen Krankenhauses Nettetal,
Sassenfelder Kirchweg 1 in Nettetal-Lobberich ein Vortrag zum Thema „Moderne Endoprothetik bei Verschleiß
im Schultergelenk“ statt.
Referent ist Robert Karadjian. Er erläutert in seinem
Vortrag Diagnose- und Therapieverfahren sowie den Einsatz eines künstlichen Gelenks und die optimale Nachbehandlung. Im Anschluss an seinen Fachvortrag steht Robert Karadjian, der sich auf Schultergelenke spezialisiert
hat, den Besuchern für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt
ist kostenfrei.
Interessante Gespräche konnten in Izmir geführt werden. Foto:
privat
Grenzland
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Zuverlässig für die
Menschen und die Region
Grenzland (hws). „Die
Verantwortung für sich
selbst ist die Wurzel der
Verantwortung für die Region.“ Unter diesem Motto
stand die Mitgliederversammlung der Volksbank
Krefeld. Sowohl Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Gehlen als auch Vorstandsvorsitzender Klaus
Geurden machten deutlich,
dass die Kreditgenossenschaft auch in Zukunft großen Wert auf Verlässlichkeit
und Nähe zu ihren Mitgliedern und Kunden legt.
Der Erhalt der katholischen Pfarrkirche Sankt
Mariä Himmelfahrt in Brüggen-Bracht und die Arbeit
des Uerdinger Heimatbundes standen bei der abschließenden Spendenübergabe
im Mittelpunkt: Mit 10.000
ung, fachliche Kompetenz
und langfristige Partnerschaft.“ 95.000 Kunden, davon fast 40.000 Mitglieder,
profitierten davon. Zugleich
sei die neue Zentrale ein deutliches Signal dafür, „dass wir
weiter Marktanteile gewinnen. Und das tun wir insbesondere auf dem Gebiet des
Firmenkundengeschäfts!“
Die auf fast 1,6 Milliarden
Euro gestiegene Bilanzsumme zeuge genauso davon wie
das Gesamtkundenvolumen, das jetzt 3,3 Milliarden
Euro erreicht habe.
Professor Dr. Dietrich Grönemeyer ist Arzt und Bestseller-Autor, hat eine Vision
und sprach von ihr: Er möchte die Medizin verändern, ihr
ein neues Gesicht geben. Für
ihn sind Homöopathie und
Schulmedizin nicht zwei un-
Die GN jetzt auch auf
www.facebook.com/GrenzlandNachrichten
Euro unterstützt die Volksbank das große ehrenamtliche Engagement vor Ort.
Vorstandsvorsitzender
Geurden stellte der Mitgliederversammlung zunächst
die guten Zahlen der jüngeren Vergangenheit vor: „Wir
haben aus dem herausfordernden Geschäftsjahr 2013
ein starkes Jahr für unsere
Genossenschaftsbank gemacht. Und erfreulicherweise läuft auch das aktuelle Jahr
gut für unser Gemeinschaftsunternehmen!“ Auch
ging er auf die strategische
Ausrichtung „in Zeiten niedriger Zinsen und steigender
bürokratischer Anforderungen“ ein.
Wohin die Volksbank
wolle, sehe man aktuell besonders gut bei einem Blick
auf die neue Hauptstelle in
Krefeld, so Geurden: „Hier
bündeln wir in Zukunft einen Großteil der Verwaltungstätigkeiten, damit unsere Berater und Servicemitarbeiter sich in allen 21 Filialen auf das konzentrieren
können, was sie von uns verlangen: persönliche Betreu-
vereinbare Disziplinen. „Die
Schulmedizin ist aus der Naturheilkunde entstanden“,
sagte der Radiologe. Hightech und Naturheilkunde
müssen mit liebevoller Medizin verbunden werden, im
Mittelpunkt steht der
Mensch - das ist eine der zentralen Botschaften des Lehrstuhlinhabers für Radiologie und Mikrotherapie an der
Universität Witten/Herdekke. Grönemeyer spricht sich
für Gesundheitsunterricht
an Schulen aus, verankert
im Stundenplan: „Ich bin für
ein tägliches Bewegungsangebot ohne Leistungsdruck für jedes Kind eine Stunde
Schulsport und bewegten
Unterricht, täglich.“ Sein
Rat: „Turne bis zur Urne!“
Dass er wie sein Bruder Herbert Grönemeyer einen ganzen Saal in Bewegung bringen kann, bewies der Gesundheitsexperte, als er eine
Übung zur Bewältigung
akuten Stresses vorstellte.
Vorstand, Aufsichtsrat und
rund 1.000 Mitglieder der
Volksbank standen auf und
trampelten mit den Füßen.
.
Improvisationstheater
„Springmaus“ kommt
Schwalmtal. Große Klappe
- und richtig viel dahinter.
Dafür ist die Springmaus,
Deutschlands bekanntestes
Improvisationstheater, berühmt. Die Springmaus ist am
31. Oktober, 20 Uhr, zu Gast in
der Achim-Besgen-Halle an
der Turmstraße. Kartenvorverkauf zum Preis von 26,90
Euro im Bürgerservice im
Rathaus, unter der Telefonnummer 02163/946-400 Eine
Veranstaltung im Rahmen
des Kulturprogramms der
Gemeinde Schwalmtal.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Von der Laus zum Siegellack
Spannende Anekdoten rund um den Buchdruck
VON SUSANNE PETERS
Breyell. Langeweile hatte
keine Chance, als Hans-Josef
Altmann, auch scherzhaft
Gutenberg genannt, den
Kindern in der Stadtbücherei den Buchdruck des Mittelalters vermittelte. Mit offenen Mündern lauschten sie
gespannt seinen interessanten Ausführungen. Altmann
erklärt nicht nur anhand eines originalgetreuen Nachbaus der historischen Gutenberg-Druckerpresse anschaulich, wie dieses Handwerk im 15. Jahrhundert
entstand, er druckt Bücher
sogar selbst. „Je nach dem,
wie aufwändig ein Buch hergestellt wurde und wie alt
und selten es ist, kann es so
teuer sein wie ein Auto“, erklärt er und überrascht die
staunenden Kinder damit,
dass ein Buch durchaus
30.000 Euro kosten könne.
„Wem gehören denn die Bücher hier?“, will er wissen.
„Die Bücher gehören alle
mir!“,
scherzt
Ulrich
Schmitter, Leiter der Stadtbücherei. „Die kann man mit
mehreren Ochsen bezahlen“, pariert Altmann und
hat damit die Lacher der Kinder auf seiner Seite. „Was
sind Bücher über Bücher?“,
Hans-Josef Altmann erstaunte die Kinder mit vielen kleinen
Anekdoten rund um den Buchdruck und das Thema Papier.
Foto: Susanne Peters
will er wissen. „Da steht drin,
wie man Bücher macht“,
vermuten die Kinder. „Das
ist richtig“, bestätigt er,
„darin kann man nachlesen,
wie Bücher zu unterschiedlichen Zeiten entstanden
sind, wie geschrieben worden ist, wie gedruckt wurde,
was für Material verwendet
wurde und so weiter.“ Aber
zum Thema Papier gibt es
noch ganz andere spannende Geschichten zu erzählen.
„Was meint ihr? Gab es
eine Zeit vor dem Briefku-
vert?“ Er zeigt den Kindern,
wie früher die Briefe gefaltet
wurden. „Es gibt viele Arten
zu falten“, erklärt er und
macht es vor, „Briefe kann
man in Herzform verschenken, man kann auch buntes
Papier verwenden. Es gibt
einfache Formen des Faltens
aber auch sehr aufwändige.
Einen Brief zu falten und ihm
damit ein besonderes Gesicht zu geben, ist etwas sehr
Persönliches.“
Der erste Brief, der ihm
große Inspiration zum Aus-
probieren der unterschiedlichen Falttechniken gegeben
habe, hatte fünf Blumen in
sich. Altmann zeigt ein gefaltetes Papier, auf dem eine
Blüte zu erkennen ist. „Wo
sind die anderen vier?“
möchte er wissen. Er entfaltet das Blatt und präsentiert
vier Blüten im Inneren des
Briefes, die geschickt gefaltet, eine einzelne Blüte ergeben.
Die Kinderaugen werden
kugelrund, als Hans-Josef
Altmann erläutert, wie Siegellack entsteht, mit dem
später gefaltete Briefe geschlossen wurden. „Man
züchtete Schellackläuse und
gab ihnen etwas zu essen,
das sie nicht vertrugen. In
einem Sieb aufgesammelt
begannen sie zu schwitzen.“
Die Läuse verblieben dann
in dem Sieb, ihr Schweiß
wurde aufgefangen und dieser so genannte Schellack
wurde später ebenfalls zur
Herstellung von Schallplatten verwendet. „Die Zeit verging wie im Flug und jetzt
habt ihr wieder eine Menge
dazu gelernt“, sagte der
Buchdrucker lächelnd. „Das
war alles sehr spannend
und die Zeit verging wirklich ganz schnell“, findet
auch Marie (6).
Geistig noch frisch und rege
Schaag (ww). Gestern, am
23. Oktober, feierte an der
Annastraße 3 Georg Slotnik
seinen 90. Geburtstag. Der
noch frisch und geistig rege
wirkende Senior wurde am
23. Oktober 1924 in Schönau, Oberschlesien, geboren.
Nach dem Schulbesuch in
Schönau absolvierte er eine
dreijährige Lehre in der
Schmiedeausbildung und
schaffte es später bis zum
Schmiedemeister. Doch
schon mit 17 Jahren wurde
er zum Militär eingezogen
und landete später in
Kriegsgefangenschaft in
Stalingrad
(Ausweis
M.d.S.S.R.). Seine Eltern
wurden 1945/1946 vertrieben und kamen dann nach
Boisheim. Seit 1947 suchten
die Eltern immer wieder
über das Deutsche-RoteKreuz nach ihrem Sohn Georg und tatsächlich kam er
dann im Jahre 1949 zu seinen Eltern zurück.
Doch Georg Slotnik wollte arbeiten und machte sich
von 1950 bis 1960 in Boisheim mit einem Geschäft für
Fahrräder und Motorräder,
die er auch immer wieder
eigenständig reparierte,
selbstständig. Das Geschäft
lief gut, zudem lernte er 1958
seine Ehefrau Maria Kornelia kennen und lieben. Da es
in Boisheim langsam zu eng
wurde, erwarb Georg Slotnik mit seinen Eltern das
Grundstück in Schaag, welches dann überwiegend in
Eigenleistung bebaut wurde. Es entstand zu damaliger Zeit ein moderner Fahrrad- und Motorradladen mit
angrenzender Werkstatt.
Eingegliedert wurde auch
ein Geschäft mit Nähmaschinen-Verkauf und Reparatur und sehr stark wurde
das Mofa-Geschäft aufgebaut. Dieses Geschäft betrieb Georg Slotnik dann
von 1970 bis zum Jahre
2000. Tatkräftig wurde er
dabei von seiner Ehefrau
unterstützt, die buchhalterisch tätig war und das Geschäft betrieb, während ihr
Ehemann die Reparaturwerkstatt leitete.
Da das Ehepaar keine
Nachfolger hat und die Ehefrau im Jahre 2000 ernsthaft
erkrankte, wurden das Geschäft und die Werkstatt
geschlossen. Georg Slotnik
war seit dem Jahre 1953 Mitglied im Motorsportclub
1928 Boisheim mit der Ausweis-Nummer 30 bis zur
Auflösung des Vereins. Zudem gehörte er viele Jahre
dem Verein Spiel und Sport
Schaag an. Heute genießt er
mit seiner Ehefrau den Lebensabend, ist noch fit und
Georg Slotnik wurde gestern
90 Jahre alt. Foto: Frank
Hohnen
fährt auch noch mit dem
Auto, allerdings, wie er
schmunzelnd sagte, nur in
der näheren Umgebung. Der
Geburtstag wird im engsten
Kreis gefeiert.
10.000-Euro-Spende für AWA und Kinderdorf
Viersen/Schwalmtal
(maba). Comedian Mirja
Boes aus Boisheim, die heute
in Köln lebt, war am Donnerstagabend beim Quiz mit
Dr. E. von Hirschhausen in
der ARD „richtig gut“ drauf
und kam ins Finale, als es um
den Titel Dr. med TV ging.
Nur knapp verpasste sie
den Titel, der 50.000 Euro für
einen guten Zweck gebracht
hätte. Sie schaffte jedoch Platz
zwei mit ihrer Partnerin und
jeder bekam 10.000 Euro, die
gespendet werden mussten.
Mirja Boes ließ die Zuschauer
im Studio wissen, dass sie
jeweils 5.000 Euro für das Kinderdorf
Bethanien
in
Schwalmtal-Waldniel und
5.000 Euro für die von Marina
Hammes geführte AWA Viersen spendet, in der auch ihre
Mutter Marieluis Boes ehrenamtlich tätig ist.
Lokales
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Gertrud Fernand wurde 106
Die älteste Bürgerin Nettetals hat viel Humor
Nettetal. 106 Jahre wurde
Gertrud Fernand, die älteste
Bürgerin Nettetals, am Montag. Ihren Geburtstag feierte
sie mit ihrer Familie und
Nachbarn. Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Christian Wagner.
Italienische Designer-Brille, graue Jeans, grau-weiß
gestreifter Pulli, dazu ein
Strick-Poncho und ein Schal
aus Pelz - sehr chic sitzt Gertrud Fernand in ihrem gemütlichen Sessel in der Tagespflege Nettetal des Caritasverbandes. Seit sieben
Jahren kommt sie fünfmal
pro Woche hierher. Die Seniorin lebt bei ihrer Tochter
Jutta Werle (70) und ihrem
Schwiegersohn Hermann in
Nettetal-Rennekoven, wo
sie liebevoll umsorgt wird.
Sie hat zwei Enkel und vier
Urenkel.
„Sie ist eine absolute Frohnatur“, sagt Petra Beck, die
Leiterin der Tagespflege,
über ihren mit Abstand ältesten Gast. Eine Kostprobe
106 Jahre wurde Gertrud Fernand am Montag. Fünfmal pro
Woche besucht die älteste Bürgerin Nettetals die Tagespflege
des Caritasverbandes, wo sie gerne ein Schwätzchen mit
Leiterin Petra Beck (links) hält. Foto: Caritasverband KempenViersen
ihres verschmitzten Humors gibt Gertrud Fernand
denn auch prompt: „Ich fühle mich wohl hier. Die tun
mir ja nichts“, sagt sie lächelnd. Und fügt dann ernst
hinzu: „Ich bin gerne in Gesellschaft.“ Das war schon
immer so. Über Jahrzehnte
traf sich die gebürtige Krefelderin jede Woche mit einem festen Kreis von Freundinnen zum Rommé spielen,
sie hat in einem Chor gesungen und sich gerne mit Strikken und Handarbeiten beschäftigt. Von ihrem 17. Lebensjahr an arbeitete sie als
Sekretärin in der IngenieurTextilschule in Krefeld. Hier
lernte sie auch ihren Mann
Franz kennen, einen Wiener
„mit viel Charme“, wie sie
sagt. 58 Jahre war das Paar
verheiratet. 1998 starb der
Ehemann.
Seit ihrer Jugend ist Gertrud Fernand auf einem Auge
blind, auf dem anderen hat
sie seit vielen Jahren nur
noch zwei Prozent Sehkraft.
Das hält sie nicht davon ab,
in der Tagespflege alte Volkslieder mitzusingen. „Sie ist
beeindruckend textsicher
und kann zudem viele Gedichte rezitieren“, erzählt
Petra Beck.
„An den meisten Tagen
geht es mir prima „, sagt
Gertrud Fernand. Ihr ganz
persönliches Rezept für ihr
langes Leben hat sie Petra
Beck einmal verraten: Die
106-Jährige isst jeden Morgen ein Frühstücksei. Und:
„Ich habe die Dinge immer
so angenommen, wie sie kamen.“
Die Monster waren los
Lobberich (sp). In der
zweiten Herbstferienwoche
wurde es gruselig in der Arche: Zwar noch ein wenig
früh, ungefähr zwei Wochen
vor Halloween, aber dennoch immer wieder ein spaßiges Thema - Monster, Gespenster und Co. Alte Kinderspiele wurden passend
zum Thema „Die Monster
sind los“ umfunktioniert, es
wurde gebastelt und es gab
eine Schnitzeljagd die durch
Krüsshütt führte, rund ums
oder Fußball spielen. „Wir
haben hier kein starres Programm, es ist alles nur ein
Angebot“, sagt Stefan Pläp,
Leiter der Arche, „die Kinder können das spielen,
wozu sie gerade Lust haben.“
Auch die alten Kinderspiele,
für die man gar nicht viele
Materialien braucht, kommen immer wieder gut an,
weiß Sozialpädagogin Miriam Schatten.
Beim Thema Essen drehte
sich ebenfalls alles um das
Windmühlenbruch, und auf
dem Spielplatz am See
schließlich ihr Ende fand.
Die Kinder konnten während der Woche auch jederzeit nach Herzenslust auf
dem Außengelände toben
Große Freude über
den Spendenbetrag
Freuen sich über die große Spendensumme für den Verein
Löwenherz: Christian Esch mit Elisabeth Deimann-Veenker
(Mitte) und Jeanette Wyes. Foto: Susanne Peters
Lobberich (sp). Das diesjährige Oktoberfest der Firma Esch war in diesem Jahr
ein ganz besonderer Erfolg.
„Nicht nur weil die Partystimmung richtig klasse
war, sondern weil wir bisher auch die größte Spendensumme seit dem ersten Oktoberfest 2007 erwirtschaften konnten“, freut sich Geschäftsführer
Christian
Esch. Dies habe sich auch an
dem geflossenen Bier bemessen lassen. „Im vergangenen
Jahr wurden 1.700 Liter gezapft, in diesem Jahr waren
es 2.300“, berichtet er
schmunzelnd. Besonders organisatorisch unterstützt
wurde der Leiter des Frischemarktes von Mitarbei-
terin Martina Tomaschek. Er
hatte das Feiern mit bajuwarischem Flair ursprünglich
etabliert, weil er ein besonderes Fest für die ganze Familie anbieten und zugleich
etwas für den guten Zweck
tun wollte. Dies gelingt ihm
nicht nur jedes Jahr aufs
Neue, sondern die Spendensumme wächst stetig. Die
Erlöse fließen in diesem Jahr
in den Verein „LÖWENKINDER - Verein zur Unterstützung krebskranker Kinder e.
V.“. In der vergangenen Woche überreichte Christian
Esch einen Scheck mit der stolzen Summe von 5000 Euro an
Elisabeth Deimann-Veenker
(1. Vorsitzende) und Jeanette
Wyes (Beirat).
In Nettetal werden
Ehrenamtler gesucht
Geführtes Programm und unbeschwertes Toben - bei den
Ferienspielen in der Arche ist alles möglich.
Sich verkleiden und schminken kommt bei den Kindern immer
gut an. Fotos: Susanne Peters
Seite 9
Thema Monster. Es gab kleine Snacks mit klangvollen
Namen wie zum Beispiel
Spaghettispinne, Apfelvampirgebisse und Würmer.
Und am Ende der gruseligen und spaßigen Woche
gab es eine große Monsterabschlussparty, selbstverständlich in Kostümen mit
Musik, Tanz und Spielen
sowie weiteren unheimlichen Köstlichkeiten.
Nettetal. Getreu seinem
Motto „Sie können mehr Spuren hinterlassen als eine
Kuhle im Sofa“ sucht das
FORUM EHRENAMT aktuell in ganz Nettetal ehrenamtliche Helfer für die Unterstützung und Begleitung
von
Menschen
im
Alltag.Gesucht werden Engagierte zur tatkräftigen Unterstützung der Lebenshilfe, von Seniorenheimen oder
Generationentreffs bei der
Durchführung und kreativen Gestaltung unterschiedlicher Aktivitäten. Allein stehenden Menschen zu Hause
oder im Krankenhaus Gesellschaft leisten, mit ihnen etwas unternehmen, sie zu
Einkäufen, Arzt- oder Behördengängen begleiten, mit
Kindern handwerklich oder
kreativ arbeiten, ihnen vorlesen oder bei den Hausaufgaben helfen - das alles könnten Ehrenamtler machen.
Auch wer sein eigenes Hobby an andere Menschen weitergeben oder seine Interessen mit ihnen teilen möchte,
findet bei verschiedenen Institutionen in ganz Nettetal
die Möglichkeit, sich entsprechend seiner Interessen und
Fähigkeiten einzubringen.
Gefragt ist sowohl ein längerer, als auch ein punktueller
Einsatz, ganz nach den Wünschen der Ehrenamtlichen.
Die Möglichkeiten, sich in
Nettetal ehrenamtlich zu
betätigen, sind vielfältig. Interessierte melden sich bitte
beim FORUM EHRENAMT
unter der Rufnummer 02153/
957978 (mittwochs von 14
bis 18 Uhr), unter der E-MailAdresse forumehrenamt@
yahoo.de bei der Stadtverwaltung Nettetal, Dana Mengeringhausen, Rufnummer
02153/ 8985025 oder per EMail: dana.
mengeringhausen@nettetal.de.
Nettetal
Seite 10
Stolpersteine werden verlegt
Nettetal. Am Sonntag, 9.
November, werden in den
Nettetaler Stadtteilen Hinsbeck und Kaldenkirchen Stolpersteine verlegt. Die Verlegung erfolgt zum Gedenken
an ehemalige Bürgerinnen
und Bürger Hinsbecks und
Kaldenkirchens, die aufgrund ihres jüdischen Glaubens in der Zeit des Nationalsozialismus aus ihrer
Heimat deportiert und in
Lagern ermordet wurden
oder zur Flucht gedrängt
rechtzeitig diesem Schicksal
entkommen konnten.
Insgesamt werden 18 Stolpersteine verlegt, davon acht
in Hinsbeck und zehn in Kaldenkirchen. Initiator des
Projektes Stolpersteine ist
der Künstler Gunter Demnig. Mit den Stolpersteinen
will er an die Opfer der Nationalsozialisten erinnern.
Vor ihrem letzten frei gewählten Wohnsitz wird eine
10 x 10 cm große Gedenktafel
aus Messing in den öffentlichen Gehweg eingelassen.
Inzwischen liegen weit über
17.000 Stolpersteine in fast
400 Orten in Deutschland,
Österreich, Ungarn und in
den Niederlanden.
In Nettetal wurden bereits
Stolpersteine in den Stadtteilen Breyell, Schaag und
Kaldenkirchen verlegt. Arbeitskreise der Gesamtschule Nettetal beschäftigen sich
seit langer Zeit intensiv mit
dem Gedenken an das jüdische Leben in Nettetal. Den
Schülern ist es ein Anliegen
bewusst zu machen, dass
Menschen im eigenen Wohnviertel ermordet wurden.
Die Initiative „Stolpersteine für Kaldenkirchen“, mitgetragen von der Evangelischen Kirchengemeinde Kaldenkirchen, plant für die Verlegung folgenden Ablauf: 10
Uhr Gedenkgottesdienst anlässlich der Pogromnacht
1938 in der Evangelischen
Kirche Kaldenkirchen. 11.30
Uhr Beginn der Verlegung am
Haus Kehrstraße 52. Weitere
Verlegestellen sind vor den
Häusern Kehrstraße 49 und
Steyler Straße 27. Im Rahmen
der Stolpersteinverlegung
werden die Schüler ihre biographischen Recherchen zu
den ehemaligen jüdischen
Mitbürgern Kaldenkirchens
vortragen, derer gedacht werden soll. Im Anschluss an die
Verlegung lädt die Evangelische Kirchengemeinde zu einem Gespräch in das Gemeindehaus Kehrstraße 51 - 61 ein.
Im Stadtteil Hinsbeck erfolgt
die Verlegung auf Initiative
des Verkehrs-und Verschönerungsvereins Hinsbeck e.
V. Hier ist folgender Ablauf
geplant: 14 Uhr Verlegung der
Stolpersteine vor dem Haus
Neustaße 18. An gleicher Stelle findet im Anschluss an die
Verlegung die zentrale Gedenkstunde statt. Die Verlegungen in Hinsbeck und Kaldenkirchen werden von dem
Künstler Gunter Demnig
selbst durchgeführt.
Pfarrfest-Gewinner
stehen fest
Breyell (ww). Die Gewinner des Pfarrfestes der Pfarrgemeinde St. Lambertus, Breyell, stehen inzwischen fest. Der
Gewinner des Fahrrads ist Heinz Oehlers, der inzwischen
das Fahrrad überreicht bekam. Die Gewinner beim FußballWeltmeister-Tipp-Spiel sind Angela Müller, Ute Terporten
und Lars Maack. Diese fahren zum Bundesligaspiel VfL
Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München am
Sonntag, 26. Oktober. Beim Luftballon-Wettbewerb gab es
folgende Gewinner: Der erste Platz wird von Tina Veuskens
belegt, ihr Ballon landete in Willibadessen. Die zweiten
Plätze gehen an Peter Siemes, Verena Hoffmans, Samuel
Joosten, Anna Landwehrs. Hier landeten alle Ballons in
Velbert. Die Gewinne können im Pfarrbüro Breyell, Am
Kastell, abgeholt werden.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Warum der Mühlenbach gewachsen ist
Als nasses Band verbindet der Zufluss der Nette Schaag und Breyell
VON JOACHIM BURGHARDT
Lobberich. Alles still, nur
ein leichtes Glucksen im
Wasser, in den Bäumen zwitschert der Zilpzalp. Doch
schon bald wird hier Lärm
zu hören, sein: Die Kettensägen rücken an! „Einige Pappeln und andere Gehölze
müssen gefällt werden“, erläutert Heike Meinert vom
Grünflächenamt der Stadt
Nettetal. Betroffen davon ist
das Waldstück zwischen
dem Quellensee in Breyell
und dem Ferkensbruch in
Lobberich. Genau diesen
Wald durchfließt ein Gewässer, das länger schon unruhige Zeiten mitmacht, geprägt von Einleitungen in
Rohre bis zu Umbettungen der Mühlenbach.
Wie ein nasses Band verbindet der Bach von Boerholz kommend die Stadtteile Schaag und Breyell.
Schlängelt sich anfangs noch
munter durch Schaag, wie
es sich für ein natürliches
Gewässer gehört, zwischen
Brachter Straße und Mühlenbachweg mit einem
Hauch von unberührter
Natur. „Das ist eine richtig
schöne grüne Ecke hier“,
staunt Reimund Nothen aus
Kaldenkirchen, der auf einer
Radtour durch Nettetal auf
dieses idyllische Fleckchen
stößt. Breit ist er hier nicht,
der Bach, auch nicht tief,
dafür klar und wiesenumsäumt. Auf einer Holzbrükke übers Wasser stolzieren
zwei Bachstelzen, wippen
unentwegt mit den langen
Schwänzen. Aus Richtung
Riether Straße ist das Wiehern von Pferden zu hören.
Lieblich ländlich hier ringsum der Mühlenbach.
Doch hinter dem Ortskerns ist es vorbei mit der
Natürlichkeit. Begradigt,
kanalisiert und schnurgerade muss der Bach ab hier
fließen. Ein Knick, eine Kurve
noch in Höhe Speck, dann ab
Richtung Breyell. Zwischen
Berg und Fongern nochmal
Wiesen: Die Mühlenbachaue
in Breyell wird gern von
Hundehaltern besucht - die
für die Hinterlassenschaft
ihrer Tiere hoffentlich den
extra aufgestellten Kotbeutel benutzen.
Und dann geht es in den
Untergrund, der Mühlenbach durchfließt Breyell un-
Im Frühjahr wurde der Mühlenbach umgebettet
Lädt zum Verweilen ein: der renaturierte Mühlenbach
terirdisch, erst kurz hinter
der Autobahn lässt er sich
wieder blicken. Um gleich
hinter dem Onnert eine neue
Überraschung zu erleben:
Umgebettet wurde der Bach
im Frühjahr, wo er bislang
schnurgerade nahe dem
Quellensee floss, darf er sich
durchs neue kurvenreiche
Bett schlängeln. Renaturierung heißt das Gebot, das
Netteverband und Niersverband hier umsetzten.
Gleichsam als Wiedergutmachung für die Zwangskanalisation des Baches als
Maßnahme der Europäischen Wasserrahmenrichtlinien.
Der Mühlenbach ist „etwas mehr als 100 Meter länger“ geworden durch das
neue Bett, schätzt Volker
Dietl vom Netteverband.
Statt wie bislang 5,6 müssten jetzt 5,7 Kilometer Länge in den Verzeichnissen stehen. Die Maßnahme tut der
Wasserqualität gut - und
damit den Lebewesen darin.
Zu Weißfischen könnten sich
langfristig anspruchsvollere Fische wie Aal oder Barsch
gesellen. Zumal der Mühlenbach im Unterlauf laut Dietl
„im nächsten Jahr“ weiter
renaturiert werden soll.
Eine solche Maßnahme hat
der Bach an seinem Ende,
kurz vor der Mündung in die
Nette, schon seit rund zwei
Jahren hinter sich: Im Wald
am Ferkensbruch plätschert
er nicht mehr gerade, sondern in Schlingen, von Bäumen beschattet gedeihen
Pflanzen im Wasser und am
Ufer. „Das sieht gut aus, die
Maßnahme hat sich gelohnt“,
lobt der zuständige Förster
Thomas Gieselmann. Er begutachtet den Wald, in dem
Baumfällungen anstehen.
Verbleiben sollen Gehölze,
die gut zu einem Waldbach
passen, denn genau solch ein
Gewässer ist der Mühlenbach im Oberlauf. Und darum rücken laut Meinert
„noch in diesem Monat“ die
Kettensägen an. Doch danach
wird wieder still am Mühlenbach, wird nur ein leichtes Glucksen im Wasser zu
hören sein, undvielleicht
wieder in den Bäumen das
Zwitschern des Zilpzalps.
Dreister Diebstahl
Lobberich (sp). „So eine
Sauerei!“ schimpft Thomas
Leuf - zu recht. Der 1. Vorsitzende des Werberings ist
richtig sauer.
Was ist passiert? Wenige
Tage vor dem heiß ersehnten traditionellen Ferkesmarkt wurde am Alten
Markt ein Bild geklaut. „Das
war ein teurer Foliendruck
mit einem hübschen nostalgischen Lobbericher Motiv“, beschreibt Thomas
Leuf. Vor drei Wochen hatte
der VVV Lobberich im Vorfeld zur Bewerbung des Ferkesmarktes das 2 x 3 Meter
große Transparent, das den
historischen Ferkesmarkt in
den 50er Jahren präsentiert,
an einem Bauzaun angebracht.
Ralf Stobbe (Geschäftsführer VVV) hatte das Banner in Auftrag gegeben, um,
passend zum Ferkesmarkt,
zusätzlich für ein bisschen
Lobbericher Flair zu sorgen.
„Wir wollten den Lobberichern mit diesem Bild et-
was Besonderes bieten. Eine
kleine Verschönerung in
Höhe der Baustelle, anlässlich des Ferkesmarktes.
Nun ist das Bild verschwunden“,
bedauert
Thomas Leuf.
„Noch bevor am Wochenende die Greifvögel der
Greifvogelstation Hellenthal aus der Eifel die Marktbesucher erfreuen werden,
haben wir es bereits mit diebischen Elstern zu tun“,
fasst Ralf Stobbe mit einem
lachenden und einem weinenden Auge zusammen.
Thomas Leuf verspricht,
dass es schon ausreiche,
wenn der Langfinger irgendwie dafür sorge, dass
das Bild noch vor Eröffnung
des Marktes zurückkomme.
„Wir wollen demjenigen
Da war es noch vorhanden und kündigte nostalgisch schön den
traditionellen Herbstmarkt an. Foto: VVV
nichts Böses. Aber wir
möchten unser Eigentum
zurück, das den Markt und
das Fest noch ein bisschen
stimmungsvoller gestalten
soll.“
Wenn das Bild unbeschadet seinen Weg zurück finde, ziehe dies auch keine
weiteren Maßnahmen nach
sich, so Thomas Leuf. Der
Lobbericher Wenkbüll hingegen, als sprachloser Zeuge, wundert sich still angesichts dieser infamen Tat.
Jedoch schweigt er beharrlich, weil er nicht anders
kann.
Auch bei Facebook zog der
Diebstahl seine Kreise. Viele Leser reagierten entrüstet und teilten den GN-Artikel über das Entwenden
des Bildes, in der Hoffnung,
dass dieses vielleicht doch
noch rechtzeitig wieder auftaucht. „So oder so, wir lassen uns die Vorfreude auf
den Ferkesmarkt nicht verderben“, versicherte Ralf
Stobbe.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Nettetal
Der von Wasserpflanzen schwärmt
Klaus van de Weyer begutachtet die Einhaltung
der Europäischen Wasserrahmenrichtlinien
VON JOACHIM BURGHARDT
Nettetal. Da kniet ein Mann
am Ufer des Glabbacher
Bruchs, entnimmt am Wassersaum Pflanzen, tastet sie
mit den Fingern ab: „Ein
schönes Gefühl.“ Wer da so
schwärmt, ist Klaus van de
Weyer aus Breyell - Biologe
und Forscher, Landschaftsplaner und Taucher. Viele
Gewässer in Europa sind
ihm vertraut, und doch zieht
es ihn immer wieder auch an
die Netteseen: „Die Natur
hier in der Heimat, die kann
einen wirklich begeistern.“
Hier, beim Spaziergang in
der Heimat, ist er unbewaffnet. Sonst aber hat er immer
zwei Messer dabei: „Sicher
ist sicher“, meint van de
Weyer. Verständlich, dass
einer wie er auf Nummer sicher geht, wenn er untertaucht. Und der Biologe aus
Breyell taucht oft unter. Mal
im Duisburger Hafen, mal in
schottischen Hochlandseen.
Sinn der Sache: „Ich erforsche und bestimme Unterwasserpflanzen.“
Grün, glitschig, nass - ausgerechnet solche Lebewesen
haben es ihm angetan: „Da
ist so eine Beziehung gewachsen, das hat mich gepackt.“ Seine Leidenschaft
hat ihn weit gebracht: Kollegen nennen ihn den „Papst
der Unterwasserpflanzen“,
Experten in ganz Europa sowie Naturfreunde schätzen
seine Bücher.
Sein Tagesgeschäft: Im
Auftrag von Behörden, Kommunen, Verbänden verschiedene Gewässertypen
untersuchen, Gutachten
über die Einhaltung der Europäischen Wasserrahmen-
Hat immer die Natur im Blick: Klaus van de Weyer. Foto:
Joachim Burghardt
richtlinien erstellen. Also
Tauchen, Proben sammeln,
bestimmen, dabei vielleicht
neue Arten entdecken: „Als
Forscher musst du dich auch
auf Intuition verlassen können.“
Das Zauberwort dabei
heißt Makrophyten - mit bloßem Auge erkennbare Wasserpflanzen; Laichkräuter
und Armleuchteralgen sind
bekannte Beispiele. Ihr Bestand und die Wasserqualität hängen voneinander ab entsprechend fallen die Gutachten des promovierten
Biologen und ausgebildeten
Tauchers aus. „Entfernen!“
heißt zum Beispiel seine
Empfehlung, wenn er in niederländischen Gewässern
Makrophten findet, die aus
Australien stammen und
vermutlich von Aquarianern achtlos in der Natur
entsorgt wurden. „Die EU
erlässt jetzt endlich ein Handelsverbot für solche exotischen Pflanzen!“
Seine Kompetenz kommt
auch „trockenen Gebieten“
zugute, etwa dem heutigen
Naturschutzgebiet Brachter
Wald: In den 1990-er Jahren
überprüfte er das damalige
Militärdepot, „begleitet von
britischen Soldaten, auf seine
Naturschutzwürdigkeit.“ Der 53-Jährige, verheiratet, drei Kinder, ist eben
auch Landschaftsplaner, mit
seiner Firma Lanaplan konzipiert er zum Beispiel die
Pflanzenwelt neu angelegter Gewässer wie beim
Phoenix-See in Dortmund,
begutachtet das Wachstum.
Seine Gutachten passen
nicht immer jedem: „Wenn
ich wie jetzt etwa bei einem
See in Ostdeutschland feststelle, dass zu großer und
falscher Fischbestand der
Gewässergüte und der
Pflanzenwelt schadet, ruft
das natürlich die Angler auf
den Plan“, erzählt der Biologe. Bewertet er das Makrophyten-Wachstum in einem
See als „ökologisch sinnvoll“, schütteln Wassersportler den Kopf, die die
Pflanzen als störend empfinden. Die Maxime von van
de Weyer heißt deshalb:
„Landschaft konsequent
strukturieren!“ So müssten
Entscheidungen her nach
dem Motto: „Entweder steht
ein Gewässer unter Naturschutz, dann mit allen Konsequenzen, oder es ist dient
der Freizeit und dem Angeln,
beides zusammen geht
kaum.“
Doch der Breyeller Biologe
und
Landschaftplaner
forscht und begutachtet
nicht, von ihm stammen auch
etliche Veröffentlichungen
(www.lanaplan.de), etwa
von Ratgebern für Pflanzen
in Schwimmteichen bis zu
Bestimmungsschlüsseln für
Makrophyten. Van de Weyer ist Co-Autor des neuen
„Handbuch Wasserpflanzen
- Erkennen, Verwenden, Pflegen“ (Patzer-Verlag) sowie
des bereist in 4. Auflage erschienenen Bildband-Führers „Faszination Niederrhein - Mit allen Sinnen Natur erleben“ (Mercator-Verlag).
Bei allem aber liegt dem
Wissenschaftler immer die
Natur am Herzen, hat er sich
doch das Staunen über die
Schönheit der schützenswerten Schöpfung bewahrt.
So lässt er bei einem Spaziergang an den Krickenbecker
Seen den Blick übers Wasser
schweifen: „So viele Wasservögel, wunderbar.“
Weniger schön sind die
Gefahren bei seinen Tauchgängen in Europa: „Angelschnüre unter Wasser können verhängnisvoll sein.“
Doch van de Weyer sorgt vor:
„Beim Tauchen habe ich deshalb immer zwei Messer
umgeschnallt, eins am Arm
und eins am Bein.“ Sicher ist
eben sicher.
175 Jahre Kirchenchor St. Peter Hinsbeck
Teil 1: Gründung des ersten Kirchenchores
VON HEINZ KOCH
Foto: Heinz Koch
Hinsbeck. Der Kirchenchor St. Peter-Hinsbeck kann
im Jahr 2015 auf ein 175-
jähriges Bestehen zurück
blicken. Die Veranstaltungen zum Jubelfest führt der
Chor vom Festtag der heiligen Cäcilia, der Patronin
der Kirchenmusik, dem 22.
November 2014 bis zum 22.
November 2015 durch.
Die Gründung des ersten
gemischten Hinsbecker Kirchenchores erfolgte Anfang
1830 durch den damaligen
Pfarrer Ferdinand Friedrich
Fischer (*1766 in Holzheim
+1838; Pfarrer in Hinsbeck
von 1803-1838).
Sein Wunsch war, für die
kirchlichen Messen besonders an hohen Festtagen und
für die Mitwirkung bei Prozessionen eine Verschönerung zu erreichen.
Die Aufgabe, aus einer
Anzahl ungeschulter und
noch wenig musikalischer
Menschen einen Chor zu
gestalten übernahm der an
der hiesigen Volksschule
tätige Lehrer Johann Gerhard Bontenackels (*1779
+1847; Lehrer 1812-1847),
der es verstand, mit viel
Idealismus, guter musikalischer Begabung und uner-
müdlichem Eifer den ungeschulten Chor zu formen
und zu führen. Bereits im
selben Jahr trug der Chor an
einem hohen Festtag eine
mehrstimmige deutsche
Messe vor und bald darauf
auch verschiedene Choralmessen in den Hochämtern.
Pfarrer Fischer war in dieser Zeit treibende Kraft und
unterstütze ihn nach besten
Kräften.
Einer der Höhepunkte dieser frühen Zeit war 1835 die
Mitgestaltung der Begräbnismesse für den verstorbenen Hinsbecker und Leuther
Bürgermeister Heinrich Edmund Graf von Schaesberg
(*1779 +1835). Der oben gezeigte Verzehrbeleg über
„Kaffee, Butterbrote und gezuckertes Bier“ wurde unterzeichnet von Johann
Heinrich Koenigs, Besitzer
der früheren Gaststätte
„Pauelsenhof“ (später Thüner - Oberstraße 7).
Seite 11
„Willst Du mit uns
durchs Feuer gehen?“
Lobberich. Es ist nicht das
erste Mal, dass sich die Feuerwehr auf dem Ferkesmarkt
der Öffentlichkeit präsentiert. Viele Jahre begleitete
der Löschzug Lobberich mit
verschiedenen Aktionen das
Marktgeschehen. Die hieraus
positiven gewonnen Erfahrungen nehmen nun alle
Nettetaler Löschzüge erstmalig zum Anlass, sich unter dem Motto „Willst Du
mit uns durchs Feuer gehen?“ gemeinschaftlich zu
präsentieren, um aktive Mitgliederwerbung zu betreiben. Auf dem Vorplatz vor
dem alten Kino auf der vonBocholtz-Straße wird die
gesamte Bandbreite der
umfangreichen und abwechslungsreichen Arbeit
gezeigt, die mit einer Ausstellung aller Sonderfahrzeuge begleitet wird.
Der Schwerpunkt wird jedoch darin liegen, für interessierte junge Menschen
Rede und Antwort zu stehen, die es vielleicht einmal
in Erwägung gezogen haben,
Mitglied der Feuerwehr zu
werden. Oder diejenigen, die
der Sache noch ganz unvor-
belastet gegenüberstehen
und einen Ansprechpartner
finden wollen, der ihnen viele Fragen rund um die Mitgliedschaft beantwortet. Im
Informationszelt stehen die
Löschzugführungen der einzelnen Löschzüge als Ansprechpartner für umfangreiche Auskünfte zur Verfügung.
In den letzten Jahren stagnierte der Personalzulauf
durch veränderte Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt
und im Freizeitverhalten.
Um in den kommenden Jahren nicht in einen personellen Engpass zu geraten, ergreift man nun die Initiative,
um auf die Wichtigkeit und
Notwendigkeit des
Wirkens in der Freiwilligen Feuerwehr Nettetal hinzuweisen.
„Vielleicht schaffen wir es
mit diesem und folgenden
öffentlichen Auftritten mit
unseren Anliegen, uns tiefer
ins Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Wir
freuen uns auf hoffentlich
viele interessante Gespräche“, so Pressesprecher Dirk
Heussen.
Visitationsgruppe lobt
evangelische Kirchengemeinde
VON HEINZ-WILLI SCHMITZ
Kaldenkirchen Einen äußerst positiven Eindruck
habe man gewinnen können,
so fasste Superintendent
Burkhard Kamphausen das
Ergebnis der Visitationsgruppe des Kirchenkreises
in der evangelischen Kirche
in Kaldenkirchen zusammen. Davon berichtet Presbyter Armin Schönfelder in
den „Impulsen“ der evangelischen Kirchengemeinde
Kaldenkirchen-Leuth. Er betonte, dass man mit dem Abschlussbericht sehr zufrieden sein könne. Das ehrenamtliche Engagement wurde gelobt. Gut war der Eindruck bei den gemeinsam
mit der katholischen Kirchengemeinde durchgeführten ökomenischen Kinderbibeltagen. Die Bibelwoche
habe die Kinder erreicht.
Aufschlussreich waren die
Erkenntnisse der Visitationsgruppe bei den Besuchen
des Netzwerkes Nachbar-
schaft und des Männerkreises gewesen. Waltraut Wiegers und Wolfgang Gerold
galt ein Sonderlob. Gottesdienst, Predigt, Flötenkreis,
Kirchenchor, die Beurteilung
lautete „ermutigend durch
Wort, Gebet und Lied“. Kirchengemeinde und Kirchenkreis gehen gestärkt aus der
Visitation an ihre zukünftige Arbeit lautete das Fazit.
Visitation - Aufgabe der
Beratung, Leitung und Aufsicht durch den Kreissynodalvorstand und die Kirchenleitung. Ziel einer Visitation ist die Stärkung der
Gemeinschaft der Kirchengemeinden. Sie dient der Bestandsaufnahme und der
Vergewisserung, auf welchem Weg sich die Gemeinde befindet. Gemeindliche
Arbeit, wie Mission, Evangelisation, konziliarer Prozesse, Bildungsarbeit und
die Rolle von ehrenamtlicher Arbeit haben sich in
allen Arbeitsgebieten zu erweisen.
CDU-Ortsausschuss tagt
Schaag (ww). Die Mitglieder des CDU-Ortsausschusses
Schaag sind zu einer Vorstandssitzung eingeladen für Mittwoch, 29. Oktober, 19.30 Uhr, zum Restaurant „Alter Braukeller“, Kindt 17. Berichtet wird über anstehende Baumaßnahmen in Schaag, Stand der Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses und vor allem über einen dringend erforderlichen Parkplatz für die Sportanlage von Spiel und
Sport Schaag. Bürgermeister Christian Wagner wird über
die Zeitschiene zum Bebauungsplan am Friedhof berichten.
Weiterhin steht auf der Tagesordnung das Thema Ausschussbesetzungen im neuen Rat und Pflichten der einzelnen Mitglieder.
Nettetal
Seite 12
Vizepräsident des Bundestages
fühlte sich „sauwohl“
VON MANFRED BAUM
Hinsbeck-Glabbach. Der
politische
Herbst-Spätschoppen bei den jetzt 60
Jahre alten Niersland-Schützen wurde zu einer glanzvollen Sternstunde der Politik. Letzten Freitag waren
die Hauptakteure im Festzelt neben der Bayernstube
von Hans Bloemen in Glabbach: Der Vizepräsident des
Deutschen Bundestages Johannes Singhammer (CSU,
61 Jahre) aus Bayern und der
wohl glühendste Verehrer
der weißblauen Politik aus
dem Freistaat Hans Bloemen
Politik erwies sich Johannes
Singhammer, den Uwe
Schummer (MdB) an den
Niederrhein gelockt hatte,
was auch den CDU-Kreisvorsitzenden Marcus Optendrenk sehr freute. Singhammer bekannte eingangs,
dass er es nicht gedacht habe,
„hier am Niederrhein ein so
großes Stück Bayern vorzufinden.“ Singhammer machte deutlich, dass man in der
Jetztzeit „mehr denn je Heimat und Brauchtum in einer
globalisierten Welt“ benötige. Er erinnerte an den Mauerfall vor 25 Jahren, an den
Besuch von Strauß in Alba-
Meisterbetrieb
im GlaserGlas & Spiegel Handwerk
seit 1908
www.glaserei-van-kessel.de - 02153/911505
aus Glabbach. Beide erwiesen sich als Heimatkenner
und Befürworter der Pflege
des Brauchtums. Mit im „politischen Boot“ die Niersmatrosen aus Oedt, die rasch
Fahrt aufnahmen jenseits
von Niers und Nette.
Bloemen und Singhammer
bewiesen, dass Politik
durchaus
auch
„gute
menschliche Züge“ haben
kann und dass Politik nicht
nur aus dem „Nichtbeachten von Tatsachen“ besteht.
Bei Leberkäs und Oktoberfestbier, bei feschen Madln
in Lederhosen und beim
bayerischen Defiliermarsch,
kam rasch Stimmung im
Festzelt auf dem einzigen
bundesdeutschen Platz (so
Singhammer), der an FranzJosef Strauß erinnert, auf.
Hans Bloemen war der erste
Redner des Abends, der die
Besucher im bestens gefüllten Zelt mit seinem Bekenntnis überzeugte: „Gott mit dir
du Land der Bayern.“ Nach
Ansicht von Bloemen hat
keine Partei im Bundestag
„so viel Power“, wie die CU.
Bayern sei „das Land“ in
Deutschland.
Mit Herz, Gefühl und ganz
viel Liebe für den Freistaat,
sang er zum Schluss seiner
Rede die dritte Stufe des Bayernliedes. Er schloss seine
Rede mit den Worten: „Ich
bin stolz auf die Staatsregierung in München.“ Als profunder Kenner der deutschen
• Reparaturverglasung
24 Std.-Notdienst
• Ganzglasanlagen
• Glasduschen
• Küchenrückwände
nien und verwies auf eine
BBC-Umfrage, die die Deutschen als „beliebtestes Volk
der Welt“ gesehen hat. „Wir
brauchen ein Stück Patriotismus“, so Singhammer
weiter, der ebenso ein Zusammengehörigkeitsgefühl
einforderte. Sein Blick ging
über die Landesgrenzen hinaus mit der Feststellung: „Die
Welt ist aus den Fugen geraten.“ Er erinnerte an den Terrorismus von Bagdad bis
Lagos. Er stellte die Frage in
den Raum: „Was ist der Preis
der Freiheit?“ Er forderte die
Zuhörer dazu auf „unsere
Werte zu verteidigen“, aber
auch die Auseinandersetzung zu suchen mit den Terroristen.
Er riet, den Flüchtlingen zu
helfen, aber nicht denjenigen,
die schon „etwas auf dem
Kerbholz“ haben. Er sprach
die hohe Zahl von Flüchtlingen an, die Deutschland aufnimmt. Allein NRW nehme
mehr Flüchtlinge auf, als Italien oder Polen. 130.000 sind
es in Deutschland, 4.000 in
Polen. Mit Blick auf die Diskussion über die Sterbehilfe
riet er dazu, die Hospize stärker zu fördern. Am Ende
meinte Singhammer: „Ich
fühle mich hier sauwohl Gott mit dir ihr Menschen
am Niederrhein.“ Schummer
und Bloemen überreichten
dem Gast einen Präsentkorb
mit Produkten der Landwirte aus der Region.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Auf die Plätze, Ferkel, los!
Vorfreude auf den traditionellen Ferkesmarkt
VON SUSANNE PETERS
Lobberich. Großes Rätselraten. Womit überrascht
uns das Wetter wohl in diesem Jahr zum bevorstehenden Ferkesmarkt? Wenn
man sich unter den Nettetalern umhört, so erhält man
häufig im Brustton der Überzeugung zur Antwort:
„Wenn Ferkesmarkt ist,
dann regnet es!“ Dem scheint
ein gewisser Erfahrungswert zu Grunde zu liegen.
Gut zu entdecken, dass die
klimatischen Verhältnisse
grundsätzlich zwar den Jahreszeiten entsprechen, jedoch drarüber hinaus nicht
berechenbar, sprich: reiner
Zufall, sind. Denn: „Alles
Unsinn, das Wetter ist nicht
langfristig vorhersehbar“,
erläutert Peter Kolshorn,
Biologe und Gebietsschutzleiter der Biologischen Station Krickenbeck. „Man kann
es lediglich für 14 Tage mit
ziemlicher Gewissheit voraus sagen, aber auch hier
erlebt man Überraschungen.“ Das Klima folge quasi
der Chaostheorie - es entwickle seine eigene Dynamik.
Eine kleine Veränderung reiche aus, darüber hinaus gehende Prognosen komplett
über den Haufen zu werfen.
So viel also dazu. Hoffen
wir das Beste und freuen uns
auf ein unterhaltsames Programm: Der Ferkesmarkt findet am morgigen Samstag
und am Sonntag statt, wobei Bürgermeister Christian
Wagner die Gäste offiziell am
zweiten Tag, gegen 15 Uhr,
begrüßen wird. „Wir haben
keine Kosten und Mühen gescheut!“, verspricht Günther Bertges (VVV Lobberich) und weist auf die beeindruckende Vogelschau
Hellenthal im Ingenhovenpark hin, die sowohl am
Samstag, als auch am Sonntag jeweils um 12 Uhr, 14
Uhr und 16 Uhr von Besuchern bewundert werden
kann. Am Samstag spielt
von 14 bis 15.30 Uhr der
Musikverein Cäcilia Hinsbeck fröhlich auf und am
Sonntag sorgen von 12 bis 14
Uhr die Peter Weisheit-Band
Witzig und spannend: Das traditionelle Ferkelrennen. Foto:
VVV Lobberich
Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Viele
kulinarische Köstlichkeiten erwarten den Besucher (2012).
Foto: VVV Lobberich
sowie von 14 bis 15.30 Uhr
die Big Band „Nice Company“ für bunte musikalische
Unterhaltung. Fetzigen Hip
Hop und flippige Dance Acts
präsentiert am Sonntag, um
17 Uhr, die Tanzwerkstatt
Nettetal unter der Leitung
von Simone Schmitz. Außerdem werden insgesamt rund
100 Beschicker in der Innenstadt ihr Angebot vorstellen
und neben kulinarischen
Köstlichkeiten Nützliches
quer durch den gesamten
Warenkorb anbieten. Auf
dem Alten Markt wird eine
Bühne stehen und es wird
ein Bauernzelt mit Tieren
sowie Weinzelte geben.
Auch Helmut Schatten hat
ein Bierzelt auf dem Alten
Markt und am Samstagabend lässt DJ Bernd Mertens durch Discomusik quer
Beet im Hotel Stadt Lobberich buchstäblich „die Sau
raus“. In der Innenstadt präsentiert sich die Feuerwehr
während beider Tage breit
gefächert, und was selbst-
verständlich nicht fehlen
darf, ist das klassische Ferkelrennen, das jeweils gegen
12 Uhr starten wird. Auch
das Borussia-Maskottchen
Jünter hat sein Erscheinen
angekündigt - man darf gespannt sein. Außerdem findet von Samstag, 25. Oktober bis Dienstag, 28. Oktober, die traditionelle Herbstkirmes statt. Auch hier erwartet die Besucher ein buntes Programm auf dem
Brockerhof: Dart- und Pfeilwurfwagen, Kinderfahrgeschäfte, Automatenwagen,
der Dschungelexpress und
ein Autoscooter werden unter anderem ebenso erwartet wie ein Wagen mit Entenangeln und eine Schießbude.
Ein Imbisswagen, ein Ausschank und ein Süßwarenstand runden das Angebot
ab. Der Ferkesmarkt öffnet
an beiden Tagen um 11 Uhr,
die Geschäfte laden am
Samstag bis 18 Uhr und am
Sonntag von 13 bis 18 Uhr
zum familiären Shoppen ein.
Otto Wittenbecher wird 95
Lobberich (hws). Sein 95.
Lebensjahr vollendet Otto
Wittenbecher, Sassenfeld 52,
am Donnerstag, 30. Oktober.
In Meuschau (Sachsen-Anhalt) geboren war er nach
dem Schulbesuch im elterlichen Betrieb, einer Gärtnerei
in Merseburg, tätig, ehe er
sich 1937 freiwillig bei der 37.
Fliegerersatzabteilung in
Stade meldete, wo er die
Grundausbildung absolvierte und den Eid ablegte. Er
kam nach Eger und führte
den Scheinwerferzug in Freising. Im Jahr 1942 kam er nach
Venlo und im Februar 1945
nach Ungarn zum Einsatz als
Zugführer. Zweimal wurde
er verwundet. „Für mich endete der Krieg am 15. Mai
1945, als ich von Tschechen
und Russen entlassen wurde. Ich machte mich auf den
Weg zu meinem Elternhaus
in Merseburg.“ In der „Venloer Zeit“ hatte Otto Wittenbecher seine Ehefrau kennengelernt. Die erste Begegnung
war unter dem Torbogen des
Hotels Dammer. Er bot mit
seinen Kameraden zwei
Mädchen aus seiner „Marketenderware“ ein Getränk an,
verbunden mit der Frage, wo
man es trinken solle. Seine
künftige Ehefrau schlug ihr
Heimathaus Elbers im Sassenfeld vor. Im Jahr 1946
wurde geheiratet. Otto Wittenbecher arbeitete als Gärtner, bei Rokal, bei Photobrock
und übernahm schließlich
1964 das „Strandlokal El-
bers“, das er erfolgreich mit
seiner Ehefrau als gut bürgerliches Speiselokal führte.
Sein Sohn hat dieses mit seiner Frau übernommen, der
zweite Sohn wohnt ebenfalls
in der Nachbarschaft und
kümmert sich liebevoll um
den Vater, der im Jahr 2011
zum Witwer wurde. Der Geburtstag wird im kleinen
Kreis gefeiert. Anwesend
werden eine Tochter und die
beiden Söhne mit ihren Partnerinnen und vier Enkeln sein.
Prinzenproklamation in der Zigarrenmacherhochburg
Verabschiedung des alten und Ausrufung des neuen Prinzenpaares
Johannes Singhammer im Festzelt der Bayernstube Foto:
Manfred Baum
Nettetal (hws). Der Countdown für die Prinzenproklamation am Samstag, 15. November, läuft. Fest in Narrenhand wird an diesem
Samstagabend die „Zigarrenmacherhochburg Kaldenkirchen“ stehen. Neben
der Verabschiedung des
Stadtprinzenpaares der Session 2013/2014, Wolfgang I.
und Anne I. (Koch), durch
Bürgermeister Christian
Wagner wird das Stadtprinzenpaar der Session 2014/
2015 Hans-Gerd I. (Hauser)
und Susanne I. (HauserGlitz) dann endlich öffentlich proklamiert. Ausrichter
der Veranstaltung, unter der
Gesamtleitung von Jürgen
Ihlo, der auch als Sitzungspräsident durch das Programm führen wird, ist der
Kaldenkirchener Karnevalsverein (KKV). Unter dem
Motto der diesjährigen Session „Nettetal feiert in aller
Pracht, wie in tausend und
einer Nacht“ darf die Narrenschaft sich auf fröhliche
und gemütliche Stunden im
Saal zur Mühle freuen. Auf
ein bunt geschmücktes Programm mit einer „Überraschungsnummer“, dem Einzug des Elferrates, der Regierungserklärung des neuen
Prinzenpaares, der Kolping-
garde, Jan und Jonas, Funkenmariechen und der großen Garde von Alles det met,
Piet van der Glocke und vielem mehr darf man sich freuen. Zwischendurch und
nach dem Ausklang mit Verabschiedung unter den Klängen „Hoch Kaldenkirchen“
darf kräftig weiter geschunkelt werden. Die Hauskapelle wird hierbei für die nötige
Stimmung sorgen.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Nettetal
Die Schleiereule als Projekthelfer
48 verschiedene Arten verzeichnet der Säugetieratlas für den Kreis Viersen
VON JOACHIM BURGHARDT
Grenzland. Sind sie für
immer verschwunden, die
Feldhamster im Grenzraum
von Kaldenkirchen und Tegelen? „Seit dem Weiterbau
der Autobahn 61 wurden
keine Funde mehr gemeldet“,
bedauerte Markus Heines
von der Biologischen Station Krickenbecker Seen. Fatal
daran: Sonst gibt und gab es
kaum Nachweise über Hamster in der Region. Welche
Säugetiere überhaupt hier
leben, welche nicht mehr und
welche künftig heimisch
werden könnten, darüber
berichteten Heines und Biologe Peter Kolshorn am Mittwochabend im Infozentrum
der Biologischen Station in
Krickenbeck.
Grüne und rote Dreiecke,
mal gehäuft, mal vereinzelt,
markieren in der Karte des
Kreises ältere und neuere
Meldungen von Tierarten.
Der Viersener Säugetieratlas gehört zum ehrgeizigen
überregionalen Atlasprojekt, das Aufschluss geben
soll über den Bestand heimischer Arten von der winzigen Zwergspitzmaus bis
zum Damwild, vom allgegenwärtigen Eichhörnchen
bis kaum bekannten Marderhund.
„48 Säugetierarten sind
im Kreis Viersen nachgewiesen“, nannte Heines als überraschend hohe Zahl. Darunter sind an Arten 11 verschiedene Fledermäuse, 4 Hasenartige, 1 Igelartiges, 15 Nagetiere, 3 Paarhufer, 10 Beutegreifer. Rund 6000 Meldun-
Stellen Säugetiere im Kreis Viersen vor: Peter Kolshorn und
Markus Heines von der Biologischen Station. Foto: Joachim
Burghardt
gen von Tierarten wurden
berücksichtigt, 200 Bürger
meldeten Funde.
Jahrelang schon forscht
und sucht Heines in der Region: „Die einfachste und
schönste Methode ist natürlich die Sichtung“, erzählte
Heines den rund 50 Zuhörern, zeigte als weitere Nachweise Spuren, Totfunde oder
Kot von Tieren.
Dabei hat der Forscher
Unterstützung: „Die Schleiereule ist ein wichtiger Helfer im Projekt.“ Tausende
Gewölle, Speiballen von unverdaulichen Nahrungsresten wie Zähnen, Knochen,
Haaren, hat Heines untersucht, dabei „sechszehn
Tierarten entdeckt“, die zum
Beutespektrum der Eule gehören.
Die recht große Wasserspitzmaus, die klettergewandte Zwergspitzmaus Heines stellte jede Art in
Lichtbildern vor, verriet
Wissenswertes, etwa dass
die Zwergfledermaus ist das
häufigste Fledertier von insgesamt elf Arten im Kreis
Viersen ist. Erfreuliche nannte Heines „die Erfolgsgeschichte vom Biber“, der an
der Schwalm heimisch ist.
Zudem habe sich der Bestand
der Dachse erholt, besonders
im Grenzwald.
Überhaupt weisen Grenzwald und Krickenbeck,
Brachter Wald und Lüsekamp mit die meisten Dreiecke in der Kreiskarte auf:
Die Naturschutzgebiete im
Westen scheinen artenreicher. Von dort breiten sich
allerdings auch, wie der Atlas verdeutlicht, Wildschweine Richtung Osten
aus, laut Heines „zum Nachteil von Bodenbrütern und
seltenen Reptilien wie
Schlingnatter und Kreuzotter“, die zertrampelt und
gefressen werden.
Kaum je gesichtet, aber
doch nachgewiesen sind eingewanderte Beutegreifer wie
Marderhund, immer häufiger Waschbär und sogar
Mink; letztere Nerzart dürfte aus der ehemaligen Farm
in Breyell entwichen sein. Ein
„regelrechtes Phantom“ ist
für Heines die Kleinwühlmaus, weil nachgewiesen,
aber nie gesehen.
Die Biologen hoffen natürlich, solch eine Tierart mal
zu Gesicht zu bekommen und vielleicht „Fischotter,
Rothirsch oder Wildkatze“:
Deren anwachsenden Bestände in Limburg oder in
den Nachbarkreisen lassen
vermuten, dass sie bald die
Kreis- und Landesgrenze
überschreiten. Heines: „Und
warum soll nicht irgendwann mal Wölfe hier durchziehen?“.
Wölfe vielleicht - aber
Feldhamster wohl kaum
noch: Das „in Deutschland
bunteste Säugetier“ habe
durch „intensive Landwirtschaft keine Chance, Baue zu
errichten“. Der Einsatz großer Maschinen, nach der
Ernte sofort umgepflügte
Felder ließen den Tieren
kaum Lebensraum: „Wo soll,
bitteschön, der Hamster hier
noch hamstern?“, fragte Heines.
Vielleicht aber finden sich
anderswo in der Region doch
Feldhamster. Denn der Säugetieratlas wird fortgeschrieben; Sichtungen oder Funde
von Tieren sollten, möglichst
mit Foto, via Internet bei der
Biologischen
Station
(www.bsks.de) oder beim
Naturschutzbund
(www.nabu-krefeldviersen.de) gemeldet werden.
Sankt Martin in Kaldenkirchen
Nettetal (hws). Das Organisationsteam „Sankt Martin in Kaldenkirchen“ der
Kaldenkirchener Kindergärten und Grundschulen lädt
ein zur Feier des Martinsfestes am Freitag, 7. November. Zum Martinszug stellen sich die Kinder der ka-
tholischen Grundschule und
der Gemeinschaftsgrundschule an der Ecke Ring-/
Jahn-/Buschstraße auf und
ziehen über Ring-, Gartenund Kehrstraße zur Pfarrkirche Sankt Klemens. Begleitet werden sie von Sankt
Martin und den Knappen
sowie zwei Kapellen. An der
Kirche reihen sich die vier
Kindergärten ein.
Der Zugweg: Kehr-, Friedrichstraße, Zur Lärche, Martinsfeuer, Spital-, Brücken-,
Kölner- und Severusstraße.
Inkita und Purzelbaum ziehen mit Musik zur Severus-
straße, Brigittenheim über
van Alpen- und Jahnstraße
zum Kirchplatz, Regenbogenland mit Musik über van
Alpen- und Jahnstraße zu
ihrer Einrichtung, Musik und
Grundschulen über van Alpen- und Jahnstraße zu ihren Schulen.
Sieger aus Reuver und Tegelen
Eine Übernachtung zum Lichterfest im Hotel Zur Mühle war der Gewinn
Kaldenkirchen (jb). Ob
Frost, Regen oder Sonne:
Zwei Besucher wird das
nächste Lichterfest in Kaldenkirchen auf jeden Fall
haben - Anni Caries aus Reuver und Coco Kowald aus
Tegelen. Das niederländische
Paar gewann das Preisausschreiben in der EinkaufsFreuen sich mit Coco Kowald
und Anni Caries (vorne):
Lintrud und Christoph Peters
von Kaldenkirchen-aktiv,
Helmut und Christian Schöck
vom Hotel Zur Mühle (von
links).
Foto:
Joachim
Burghardt
broschüre „Kaldenkirchen
echt attraktiv“ - eine Übernachtung zum Lichterfest,
am 6. Dezember, im Hotel
Zur Mühle. Die Hoteliers
Christian und Helmut
Schöck übergaben den Gewinnern nun den Gutschein.
„Klar freuen wir uns, wir
sind gern in Kaldenkirchen,
gehen natürlich zum Lichterfest“, lachte die 62-jährige Anni Caries, die offizielle
Gewinnerin der Übernachtung im Doppelzimmer. Ihr
Partner Coco Kowald, 60,
schilderte die Preisaufgabe:
„Man musste Fotos von Kaldenkirchen im Einkaufsfüh-
rer erkennen, war gar nicht
so schwer.“
Rund 100 Rätselfreunde
machten laut Lintrud und
Christoph Peters vom Werbering Kaldenkirchen-aktiv
beim Preisrätsel mit; gestiftet hatten den Gewinn Helmut Schöck und Sohn Christian. „Unsere Gäste sind
meist Ausflügler wie Radler
und Wanderer, aber auch
Geschäftsleute und OutletBesucher. Wir freuen, nun
mal ein Gewinnerpaar begrüßen zu können“, gratulierte Juniorchef Christian
Schöck und versprach „einen Piccolo als Zugabe“.
Seite 13
Jugend pilgerte nach Trier
Kaldenkirchen. Die Jugendpilgergruppe der Pfarre St. Clemens Kaldenkirchen machte sich in der ersten Herbstferienwoche
wieder auf den Weg nach
Trier zum Grab des Apostels Matthias. Zum Start
lachte noch die Sonne, doch
im Laufe der Wallfahrt wurde das Wetter immer
schlechter. Trotz strömenden Regens erreichte die
Gruppe am letzten Wallfahrtstag die alte Römerstadt, wo die beiden Erst-
pilger Michelle Reis und Fabian Tohang von Pilgervater Athanasius mit der Pilgermedaille ausgezeichnet
wurden. Gemeinsam mit
den angereisten PKW-Pilgern und Pastor Benedikt
Schnitzler feierte man anschließend die heilige Messe. Im nächsten Jahr findet
die Trier-Wallfahrt zum 25.
Mal statt. Geplant ist unter
anderem eine Bus-Wallfahrt. Interessenten können
sich schon jetzt beim Organisations-Team anmelden.
Die Jugendpilgergruppe der Kaldenkirchener Pfarre. Foto:
privat
Sie hatten den
gleichen Friseur
Lobberich (hws). Gut,
dass Thedor Hintzen (86) und
Gerda (82), geborene Groß,
den gleichen Friseur hatten.
Wer weiß, ob sie sonst am
gestrigen Donnerstag ihre
diamantene Hochzeit hätten
feiern können. „Mit 18 lernte
ich Theo kennen. Allerdings
interessierte er mich erst
nicht, da ich ihn immer nur
an der Theke stehen sah und
das Tanzen ihn wiederum
nicht interessierte. Und ich
wollte immer tanzen und
Tänzer hatte ich genug. Ich
traf ihn dann ab und zu beim
Friseur, denn wir hatten denselben“, erzählt Gerda.
Dies und vieles andere
kann man nachlesen in ihrem „Lebensweg“, den sie
auf 53 Seiten niedergeschrieben hat. Ein wechselvolles Leben. In Königsberg
geboren („eine schöne, große Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten“) musste sie
dort 1944 raus, mit ihrer
Mutter kam sie nach Pillau.
Gefährliche Erlebnisse begleiteten sie, ehe sie 1945
nach Kopenhagen kamen.
Lagerleben folgte, schließlich kamen sie in die stillgelegte Lederfabrik Hoff-
manns in Breyell. Bei verschiedenen Arbeitsstellen
war sie tätig, dazu Handarbeiten und Stricken. „Wir
kamen irgendwie über die
Runden.“
Theodor Hintzen erlernte
das Schreinerhandwerk. Er
arbeitete in verschiedenen
Schreinereien, zumeist in
Lobberich, schließlich in
Amern. In Lobberich wurde
1954 geheiratet, die Familie
wohnte zehn Jahre in Amern,
ehe im Jahr 1964 in Lobberich an der Robert Kahrmann Straße ein Haus gebaut wurde. Der Jubilar baute es fast alleine, er mauerte
selbst und erledigte natürlich sämtliche Schreinerarbeiten einschließlich der
Herstellung von Schränken
und Tischen, die heute noch
genutzt werden.
Theodor Hintzen bildete
sich fort, schulte um zum
Elektriker. Seine letzte Station des Arbeitslebens war
eine Tätigkeit bei der Firma
Karstadt in Lobberich. Am
Sonntag wird in der Burg
Ingenhoven gefeiert. Dabei
sein werden Sohn und Tochter mit Partnern, vier Enkel
und ein Urenkel.
Seite 14
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Grandioses Kabarettprogramm
im Kultschloss
Organisator
Hermann
Schröder freut sich auf
familiäre Veranstaltungen im
Theater des Schloss Dilborn.
Foto: Birgit Eickenberg
Dilborn (bei). Für das Jahr
2015 ist es Hermann Schröder für das Kulturforum gelungen, wieder erstklassige
Kabarettisten und Musiker
zu verpflichten. Bereits jetzt
ist es möglich, Abokarten
für spezielle Vorführungen,
die nur im Abonnement zu
sehen sind, zu erwerben.
Die Nachfrage ist bei rund
200 verfügbaren Plätzen im
Theater des Schloss Dilborn
groß, darum empfiehlt es
sich, gerade bei diesem Angebot frühzeitig zuzuschlagen.
Die Aboveranstaltungen
beginnen im Januar mit Jens
Neutag, der sich das
Deutschland-Syndrom vorgeknüpft hat. Es geht um die
Kanzlerin, von der er die
Schnauze voll hat, er wundert sich über Aussterben
der Innenstädte, kauft
selbst aber gerne im OutletCenter in Venlo ein. Benzinpreise, Bahn, Sofaprotest
und Online-Petitionen - er
macht vor nichts halt. Im
Februar tritt Richard Rogler auf, der seine Anregungen, worüber er berichtet
soll, von seinen Zuschauern
erhalten hat. Auch wenn
ihm bei diesen Anregungen
die Verbindung vom Maul
zum Gehirn manchmal
schleierhaft ist. Dennoch
will er ja dem Volk aufs Maul
schauen.
Eine Lachnacht mit Hennes Bender, Ole Lehmann,
Roberto Capitoni und Frederic Hormuth steht im
März auf dem Programm.
Es geht um den alltäglichen
Ärger über besserwissende
Rentner, nörgelnde Singlefreunde und Designer-Kin-
derwagen. Hier bekommt
jeder sein Fett ab. Im Mai
geht es mit HG Butzko weiter. Als „Hirnschrittmacher
des deutschen Kabaretts“
wird sein Publikum nicht
verschont.
Auch wenn man aus dem
Lachen nicht herauskommt,
dem Publikum wird unter
Umständen gerne ein Spiegel vorgehalten. Er analysiert treffsicher und voller
Komik.
Sebastian Pufpaff geht im
Juni mit der Vorschlaghammer-Methode auf sein Publikum los, das aber eine
Millisekunde später nicht
mehr merkt, was da so weh
getan haben müsste. Man
kann ihm seinen Humor
nicht übel nehmen, er hat ja
oft so recht. Özgür Cebe
stellt im September die Frage „Freigeist oder geistfrei?“
Er schafft den Spagat zwischen den Nationen und
sogar den Bundesländern
und bringt dabei Glaubensfragen aufs Tablett und vermittelt einen TürkischCrashkurs. Matthias Brodowy präsentiert im Oktober sein Kopfsalat-Chaoskabarett. Am Anfang stand
das Tohuwabohu, er perfektioniert das Chaos und
hilft, die Weltordnung zu
entwirren.
Diese sieben Veranstaltungen sind als Abo zum
Preis von 139 Euro erhältlich. In weiteren Einzelveranstaltungen tritt Ilja Richter mit einer amüsanten Lesung im April auf. Das Blue
Motion Trio mit Joscho Stefan hat in unserer Region
viele Fans gewonnen. Er tritt
ebenfalls im April in Dilborn auf.
Die Gruppe Fun & Friends
wird zwei Aufführungen im
November geben. Thomas
Freitag präsentiert seine Jubiläumsedition im Dezember und in der Burggemeindehalle wird ebenfalls im
Dezember Jürgen Becker mit
High-End Christmas-Jazz
by Talking Horns durch
30.000 Jahre Weihnachten
führen.
Der Vorverkauf aller Abokarten und Einzelkarten
startet am 27., 28. und 29.
Oktober. In der Zeit von 17
bis 18.30 Uhr sind Karten
im „Ehrenplatz“ in Dilborn
zu erhalten. Danach gehen
die Karten in den normalen
Verkauf durch die Buchhandlung am Kloster in
Brüggen.
Auch telefonisch plus
Mailbestellung sind Karten
zu reservieren. Organisator
Hermann Schröder weist
darauf hin, dass es üblich
ist, dass sich die Künstler
nach ihrer Show gerne noch
zu Gesprächen und einem
Getränk in den an das Theater angrenzenden „Ehrenplatz“ einfinden und die
Gäste eingeladen sind, sich
dem anzuschließen. Infos
unter www.kultschloss.de.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Sportlicher Ausflug in den „Pott“
Brüggen. Mit 38 Kinder
fuhr TuRa Brüggen für sieben Tage in den Landschaftspark Duisburg. In den alten
Gemäuern der Thyssen Hüttenwerke, in der Jugendherberge in Duisburg, konnte
man mit direkter Anbindung an den Landschaftspark zwischen den imposanten stillgelegten Hochöfen
viel erleben. Unter Leitung
von Benita Weiß erlebten die
Kinder spannende Tage im
„Pott“. Sportlich ging es fachmännisch ausgerüstet an den alten Gemäuern los
mit Klettern und bouldern.
Mit Geocaching wurde das
Gelände dann erkundet und
beim Bogenschießen in Landschaftspark die ruhige Hand
und die richtige Technik gesucht. Bei gutem Wetter
durfte dann auch die Nachtwanderung zwischen den
sensationell beleuchteten
Hochofenkonstruktionen
nicht fehlen.
Um auch die Umgebung
kennen zu lernen, führte eine
Ein buntes Freizeitprogramm sorgte für Abwechslung und vor allem Spaß. Foto: Benita Weiß
Tour zum Gasometer nach
Oberhausen, eine faszinierende Ausstellung von alten
Kunstwerken und Lichtinstallationen. Das faszinierende Spiel mit Licht und Formen in einem Radius von
320 Grad auf einer 100 Meter
hohen Innenwand des Gasometers war überwältigend.
Der Zoobesuch durfte natürlich auch nicht fehlen, für
Kinder und Jugendliche im-
mer wieder ein besonderes
Erlebnis. Gut gelaunt, etwas
müde, aber voll mit vielen
Eindrücken, wurden die Kinder von Ihren Eltern nach
einer Woche in Brüggen wieder in Empfang genommen.
„Wir für Saloniki“ veranstalten großen Trödelmarkt
Kaufen und verkaufen für einen guten Zweck
So sah es bei dem kleineren Trödelmarkt in Wegberg aus.
Brüggen darf sich auf ein buntes Angebot freuen. Foto: privat
Brüggen (bei). Seit Wochen und Monaten arbeiten
Wolfgang Born und sein treues Team für den kommenden
Floh- und Trödelmarkt „Wir
für Saloniki in Brüggen“. Am
Sonntag, 26. Oktober, ist es
soweit, bei hoffentlich gutem Wetter werden die Waren und Möbelstücke auf
dem Kreuzherrenplatz angeboten. Von 10 bis 18 Uhr
kann man auf dem Trödel-
markt von Porzellan und
anderen Haushaltswaren
über Dekorationsartikel hin
zu Antiquitäten und Raritäten alles Mögliche finden. Der
Erlös wird zu 100 Prozent
dem SOS Kinderdorf und der
Klinik der Solidarität in Saloniki zugutekommen. Die
passende traditionelle griechische Musik liefern „Die
Rebets“ aus Düsseldorf. Das
sind Antonis, Nikos und Di-
mitri die mit Bouzouki, Out,
klassischer Gitarre, Baglamas und Percussion.
Die Gruppe „Wir für Saloniki“ besteht aus über 350
Menschen, die speziell den
Griechen helfen wollen,
denn die offiziellen Förderungen kommen nicht unbedingt beim Volk an und
Armut breitet sich aus. Es
wird kein Geld gesammelt,
sondern Wolfgang Born und
seine Mannen sammelten
Dinge, die bei anderen im
Keller, auf dem Speicher oder
sonst wo mehr oder weniger
unbeachtet und nicht genutzt zu Hause steht. So kamen im Laufe der Monate so
viele Dinge zusammen, die
die
Lagerkapazitäten
sprengten. Bereits vorab
konnte vieles, was zuerst
gesäubert oder bearbeitet
werden musste, verkauft
oder versteigert werden.
Wolfgang Born ist dabei
wichtig, dass keine Kosten
entstehen. Der Freundeskreis
holte die Waren und Möbel
ab, ließ sie bringen und
brachte sie notfalls auch
wieder „in Schuss“. Im September wurde bereits in
Wegberg ein City-Trödel
veranstaltet, damit die Reihen sich wieder lichteten.
Glück hatten die Veranstalter auch mit der Gemeinde
Brüggen, die unbürokratisch
entschied, dass für diese
Aktion keine Standgebühr
für den Trödelmarkt erhoben wird.
„Wir hoffen auf zahlreiche Besucher und würden
gerne abends sagen können
‚alles ist weg‘“, lacht Wolfgang Born. Für das SOS-Kinderdorf und auch die Klinik
der Solidarität ist jede Unterstützung wichtig, um
Kinder kompetent betreuen
zu können und auch der ärmeren Bevölkerung eine
medizinische Versorgung
zukommen zu lassen.
Für den Fall, dass es regnen sollte, findet der Trödelmarkt trotzdem statt. Die
„Schwalmtalzupfer“ stellten den großen Fallschirm,
der bei diversen Konzerten
schon Schutz geboten hat,
zur Verfügung.
Fremder Sperrmüll kann teuer werden
Brüggen. Wer in Brüggen
ohne Erlaubnis eigenen Abfall zu fremdem Sperrmüll
hinzu stellt, muss mit einer
empfindlichen Strafe rechnen. Einstimmig folgte der
Ausschuss für Natur und
Umwelt in seiner jüngsten
Sitzung dazu einem Antrag
der Grünen. Bislang sah die
Abfallsatzung der Gemeinde nur dann eine Strafe vor,
wenn fremder Sperrmüll
unbefugt durchwühlt oder
mitgenommen wurde. Als
Initiator des Antrags erläuterte Ratsherr René Bongartz: „Vor allem, wenn
Bauschutt oder Sonderabfälle zu fremdem Sperrmüll
hinzu gestellt werden, bleibt
der Anmelder auf dem Material sitzen und muss es auf
eigene Kosten teuer auf der
Deponie entsorgen“.
Die Ausschussmitglieder
waren sich einig, dass es trotz
Strafandrohung schwierig
sein wird, die Verursacher
zu fassen. Doch mit der neuen Regelung haben Betroffene jetzt eine Grundlage, gegen diejenigen vorzugehen,
die ihnen heimlich Abfälle
unterschieben. Mit bis zu
50.000 Euro Strafe kann ab
sofort belangt werden, wer
fremden Sperrmüll unerlaubt wegnimmt, durchsucht oder ergänzt.
Strafe droht nun bei falschem „Sperrmüll-Verhalten“. Foto: Bongartz
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Im Alter in die Wohngemeinschaft
Neue Wohnform für Menschen mit Demenz
Schwalmtal (hei). Der
Raum in der Tagesbetreuung des ASB ist voll mit Menschen. Sie alle treibt die Sorge um einen lieben Angehörigen um. Sie haben ein Familienmitglied, das im Alter
an Demenz erkrankt ist. Die
Pflege zu Hause wird immer
schwieriger, aber ein Platz
im Altersheim ist keine Option für sie.
Vorn an einem Plan steht
Architekt Bernd Wetzels
und erläutert, was sein Bruder Hubert als Bauherr an
der Langestraße 15 in Waldniel gerade im Moment errichten lässt. Im Erdgeschoss
des Neubaus entsteht eine
riesige Wohnung. Neben
Wohnraum mit offener Küche - allein dieser Bereich
misst 103 Quadratmeter entstehen hier acht kleine
Appartements, jedes mit einem eigenen Bad, alle barrierefrei, sechs auch rollstuhlgeeignet. Dazu kommen ein Pflegebad und ein
Abstellraum. Im Januar sollen die ersten Menschen in
diese Wohngemeinschaft
einziehen.
Denn das ist es, was hier
entsteht - eine Wohngemeinschaft. In der Gemeinschaftsküche soll eine Kücheninsel
eingerichtet werden, damit
alle Bewohner auch beim
Kochen helfen können. Die
Zimmer kann jeder selbst mit
eigenen Möbeln einrichten,
auch der Wohnraum muss
gemeinschaftlich bestückt
werden.
Im Obergeschoss des Hauses sind sieben weitere Wohnungen zwischen 50 und 108
Quadratmetern. Alles ist mit
Bauherr Hubert Wetzels, Architekt Bernd Wetzels und WGBeraterin Monika Schneider (v.l.) vor Plänen des Neubaus an
der Langestraße in Waldniel. Foto: Heike Ahlen
modernster Technik ausgestattet, eine Tiefenwärmepumpe und kontrollierte
Wohnraumlüftung sorgen
für niedrige Energiekosten.
In den meisten Gesichtern
der Besucher dieser Informationsveranstaltung stehen
noch viele Fragezeichen.
„Können die Menschen dableiben bis zu ihrem Tod oder müssen sie später doch
noch ins Heim?“ Die Frage
einer älteren Dame spricht
vielen aus dem Herzen.
Monika Schneider betreibt
in Köln eine Agentur für
Wohnkonzepte. Sie hat
schon etliche Wohngemeinschaften mit geplant und auf
den Weg gebracht. „Wir treten dafür an, dass Menschen
dort bis zum Schluss leben
können, auch mit Pflegestufe 3“, sagt sie. Ein paar Mal
habe sie in langen Jahren allerdings auch erlebt, dass das
nicht möglich gewesen sei zum Beispiel wenn jemand
durch die Krankheit sehr
aggressiv geworden sei.
Das Konzept sieht vor,
dass die Betreuer und Angehörigen sich in der Mietergemeinschaft auf einen Pflegedienst einigen, der die Voraussetzungen für eine Rundum-die-Uhr-Betreuung
schafft.
Wahrscheinlich
wird es der ASB werden, der
in Viersen schon drei WGs
nach dem gleichen Muster
betreut. Eine so genannte
„Präsenzkraft“ ist rund um
die Uhr anwesend. Am Tage
sind es Hauswirtschafterinnen, die auch gemeinsam mit
den alten Menschen den Tag
planen, über Essenswünsche
und Rezepte reden sowie
kochen. Auch nachts ist immer jemand da.
Die Familien bekommen
bei diesem Konzept die Mög-
lichkeit, sich viel stärker in
die Betreuung einzubringen
als es in einem Heim der Fall
ist. Die Bewohner sind Menschen, die zwar nicht mehr
allein sein können oder wollen - aber auch nicht ins Heim
möchten. Auf ihre Bedürfnisse wird Rücksicht genommen.
Auch von der Kostenseite
her dürfte das Konzept für
viele Familien interessant
sein. Die Quadratmetermiete - für das Zimmer selbst
und anteilig für die Gemeinschaftsflächen - liegt bei 5,10
Euro. An Nebenkosten kommen wegen der energiesparenden Bauweise nur 2 Euro
pro Quadratmeter hinzu.
Die Vollzeit-Betreuung kostet jeden 1.670 Euro im Monat. Was an individueller
Pflege für jeden hinzukommt, wird mit der Pflegekasse direkt abgerechnet.
Außerdem kann man als
Mitglied einer Wohngruppe
noch 200 Euro im Monat als
Zuschuss aus dieser Versicherung bekommen. Bezahlen muss man noch das Haushaltsgeld in einer Höhe, die
die Mietergemeinschaft festlegt.
Am 6. November um 17.30
Uhr ist in den Räumen des
ASB an der Kolpingstraße in
Amern das nächste Treffen
für Interessenten. Im günstigsten Fall kann an diesem
Abend schon die Mietergemeinschaft gegründet werden.
Wer Informationen haben
oder die Wohnung besichtigen möchte, kann unter
hubert.wetzels@hotmail.de
Kontakt aufnehmen.
Frauengemeinschaft St. Georg lädt ein
Amern (fjc). Die Frauengemeinschaft (kfd) Amern St.
Georg macht auf die Aktivitäten der nächsten Wochen
aufmerksam. Zunächst ist es
der traditionelle Frauennachmittag, der am Samstag, 8. November, ab 14.30
Uhr im Pfarrzentrum „Die
Brücke“ stattfindet. Unter
dem Motto „Bei Wind und
Wetter“ versprechen die
Aktiven aus der Frauengemeinschaft wieder einen
kurzweiligen Nachmittag,
bei dem die Lachmuskeln
ordentlich strapaziert werden. Die Mitglieder zahlen
acht Euro, Nichtmitglieder
zehn Euro.
Weiter wird schon hingewiesen auf die Fahrt zum
Weihnachtsmarkt
nach
Siegburg am Dienstag, 2.
Dezember, Abfahrt um 13
Uhr in Amern, Rückkehr gegen 20 Uhr. Hier beträgt die
Jugendgottesdienst mit
Weihbischof Karl Reger
Schwalmtal (fjc). Bei der
Firmung stehen viele Jugendliche zum ersten Mal
einem Bischof gegenüber.
Nicht so in Schwalmtal! Die
Pfarrei
St.
Matthias
Schwalmtal hat den diesjährigen Firmspender, Weihbischof Karl Reger, im Rahmen der Firmvorbereitung
eingeladen, mit den FirmlinWeihbischof Karl Reger will
mit
den
diesjährigen
Firmlingen von St. Matthias
Schwalmtal ins Gespräch
kommen und mit ihnen einen
Jugendgottesdienst feiern.
Foto: Franz-Josef Cohnen
gen aus den sechs Gemeinden ins Gespräch zu kommen und an diesem Sonntag,
26. Oktober, gegen 16.30 Uhr
in der Pfarrkirche St. Michael in Waldniel mit ihnen einen Jugendgottesdienst zu
feiern. Die Firmlinge und alle
Interessierten sind herzlich
dazu eingeladen. Als Firmtermine und -orte sind in diesem Jahr in Schwalmtal vorgesehen: Donnerstag, 13.
November, 18 Uhr in St. Gertrud, Dilkrath, Freitag, 14.
November, 18 Uhr St. Michael, Waldniel und Samstag, 15. November, 17 Uhr in
St. Georg Amern.
Teilnahmegebühr für Mitglieder zehn Euro, für Nichtmitglieder zwölf Euro.
Zur Planung wird für beide Veranstaltungen um baldige Anmeldung gebeten bei
den Helferinnen oder bei
Irmgard von Gehlen (Telefon 1831).
Seite 15
Familienkompass:
Zweite Auflage ist da
Schwalmtal (hei). Die zweite Auflage des Schwalmtaler
Familienkompass ist druckfrisch da. Seit Anfang dieser
Woche sind die ersten Exemplare in den Kindertageseinrichtungen verteilt worden.
Aber auch im Familienbüro
oder beim Bürgerservice im
Rathaus kann man das 72
Seiten starke Heft mit Informationen abholen.
2011 war die erste Auflage
erschienen. „Damals sind
wir noch recht jungfräulich
da rangegangen“, sagt Joachim Hambücher lächelnd.
„Wir hatten noch keine Ahnung, wie viel Arbeit das
werden sollte.“ Der Streetworker leitet die Arbeitsgruppe des Bündnisses für
Familien. Mitgearbeitet haben die Familienbeauftragte
der Gemeinde, Claudia
Schinken, Dietling Bielefeld
vom Bündnis und die KitaLeiterinnen Martina Lamers-Jilg und Inge Gölden.
schreiben, war eine meiner
ersten Amtshandlungen“,
sagt er. Es sei wichtig für die
Menschen in Schwalmtal,
Informationen über das, was
man wo erledigen könne, auf
einen Blick zu haben.
„Schwalmtal ist wirklich gut
aufgestellt in Sachen Kinderbetreuung“, sagt Claudia
Schinken. „Auch die Jugendarbeit und die Sportangebote können sich sehen lassen“,
ergänzt Hambücher. Er persönlich wünsche sich mehr
Angebote für ältere Jugendliche und die Generation
zwischen 20 und 30 Jahren.
Wer aber mit dem Argument „Hier in Schwalmtal
kann man ja nichts tun“
komme, liege falsch. Es gebe
viele Sportmöglichkeiten auch freie, nicht vereinsgebundene. Beispiele seien die
Volleyballfelder oder BouleBahnen.
Neue Ideen für die nächste
Auflage des Kompasses gibt
Joachim Hambücher, Dietlind Bielefeld und Claudia Schinken (v.l.)
vom Bündnis für Familien übergeben den neuen Familienkompass
an Bürgermeister Michael Pesch (2.v.r.). Foto: Heike Ahlen
Die Palette der rund 200
Adressen und Ansprechpartner reicht von A wie
Ärzte bis Z wie Zahnärzte.
Dazwischen liegen viele Seiten mit Informationen zu
Beratung und Hilfe. Fitness
und Wellness, Hebammen,
Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen oder Krankenhäusern. „Mehr als ein Drittel der Datensätze musste für
die Neuauflage geändert
werden“, erzählt Joachim
Hambücher. Einfach, weil
sich Ansprechpartner von
Vereinen nach Wahlen geändert hatten.
Auch Bürgermeister Michael Pesch unterstützt den
Kompass. „Das Grußwort zu
es auch schon. Und wer weitere hat, ist gerne willkommen. Im Familienbüro der
Gemeinde bei Claudia Schinken kann man die loswerden.
Einen Anspruch auf Vollständigkeit der Angebote
erhebt der ehrenamtlich
unter der Regie des Bündnisses für Familien erstellte
Kompass nämlich nicht. Im
Internet sowohl auf der Homepage der Gemeinde als
auch auf familienbuendnisschwalmtal.de ist eine pdfVersion des Kompasses zu
bekommen. Aktuell liegen
dort noch die Daten der ersten Auflage, das soll sich
aber in Kürze ändern.
Aushilfen für die
Wasserzählerablesung gesucht
Schwalmtal. In der Zeit vom 14. bis 29. November findet
die diesjährige Wasserzähler-Ablesung der Schwalmtalwerke AöR statt. Für das Ablesen der Zähler werden noch
zuverlässige Aushilfskräfte für verschiedene Bezirke in der
Gemeinde gesucht. Interessierte Damen und Herren, die das
18. Lebensjahr vollendet haben, werden gebeten, sich persönlich bei der Schwalmtalwerke AöR, Rathaus Waldniel,
Markt 20, Zimmer 212 zu melden. Für telefonische Rückfragen stehen Frau Mariano unter der Telefonnummer 02163/
946-132 und Frau Küppers unter der Telefonnummer 02163/
946-137 zur Verfügung.
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Seite 16
Dieser Stall war früher
ein Schweinemastbetrieb
Niederkrüchten (bei). Gut
Meinfeld beherbergt einen
von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) seit
dem Jahr 2000 regelmäßig
geprüften und zertifizierten
Pferdepensionsbetrieb. Seit
Herbst 2012 trägt Gut Meinfeld die höchstmögliche Auszeichnung als fünf SterneBetrieb. Und nun gab es noch
eine weitere Auszeichnung.
Als Jan und Lucia Behlau die
Nachricht erhielten, dass sie
beim bundesweiten Haltungswettbewerb „Unser
Stall soll besser werden“ der
Persönlichen Mitglieder (PM)
der FN und der Zeitschrift
Reiter Revue den ersten Platz
belegt hatten, strahlten sie
mit ihren acht Mitarbeitern
um die Wette. Gut Meinfeld
konnte bei diesem 21. Wettbewerb punkten: Viel Licht,
viel Platz, artgerechte Haltung, ökologisch orientierter
Betrieb. Die Prüfung der Jury
ging dahin, dass die Pferde
wöhnen, daher lassen sich
die Zwischenwände flexibel
einsetzen. Für Pferd und Reiter stehen eine Reithalle, ein
beleuchtbarer Sandreitplatz,
eine ovale Führanlage, eine
Longier- und Bewegungshalle, sowie ein Longierzirkel
zur Verfügung. Direkt an die
Hofanlage schließt sich ein
eigenes,
umfangreiches
Waldgebiet mit ausgebauten
Reitwegen an. Sicherheit für
die Tiere wird großgeschrieben. Darum gibt es eine Videoüberwachung, Bewegungs- und Brandmelder.
Der Betrieb nutzt die Energie
aus einer ökologischen Hackschnitzelheizung. Ein Reitplatz nutzt zur Bewässerung
drei kleine Brunnen. Die Gesamtgröße des Betriebes beläuft sich inklusive der Landund Forstwirtschaft auf 490
Hektar Fläche. Beschäftigt
werden acht Mitarbeiter auf
dem Gut. „Ein weiterer Stalltrakt soll renoviert werden.
Luftig und hell ist der Stutenstall. Foto: privat
beste Bedingungen vorfinden
sollten, um Sozialkontakte
pflegen zu können und ausreichende Bewegungsmöglichkeiten haben. Unter den
eingegangenen 27 Bewerbungen wurde Gut Meinfeld
ausgewählt, welches mit 46
Pferden eine ansehnliche
Größe hat. Seit Jahren investierte die Familie Behlau in
die Sanierung des historischen Gutshofes und ehemaligen Schweinemastbetriebs
und schufen einen Lebensraum für Pferde, der sich sehen lassen kann. Statt der
klassischen Boxenhaltung
versuchen sie, von sperrigen
Gittern zwischen den Boxen
wegzukommen und den Pferden einen engen Kontakt zu
ermöglichen. Pensionspferde
müssen sich daran erst ge-
Wir überlegen, ob wir die
Reithalle auf LED-Beleuchtung umstellen“, Lucia
Behlau hat noch viele Ideen.
Der einzige Kritikpunkt der
Jury in der Top-Bewertung
war, dass die 150 Meter vom
Hof entfernte Reithalle mehr
Luft und Licht vertragen könne. Die Kritik wurde gehört
und an der Verbesserung
wird nun gearbeitet. „Wir
haben uns riesig über den
Preis gefreut. Das Preisgeld
geht in die Mitarbeiterfortbildung. Wenn die Mitarbeiter interessante Seminare
finden, schicken wir sie dorthin“, so Lucia Behlau, die sich
aktuell auf die gemeinsam mit
der Gemeinde organisierten
Hubertusmesse vorbereitet.
Infos über das Gut Meinfeld unter www.meinfeld.de.
Klängerclub mit neuem Vorstand
Stabwechsel kurz vor dem Jubiläum
VON HEIKE AHLEN
Elmpt. Am 24. Februar,
dem Samstag nach Aschermittwoch, kann der Elmpter
Klängerklub sein 25-jähriges Bestehen feiern.
Von Anfang an Vorsitzender war Dr. Wilhelm In der
Smitten (67). Er hat jetzt gemeinsam mit dem Rest des
Vorstands - die Geschicke
des Vereins in jüngere Hände gelegt.
Das Trio In der Smitten,
Dr. Karl-Heinz Achten und
Hans-Jakob Berger stellte
sich geschlossen nicht mehr
zur Wahl. Neuer Vorsitzender ist Theo Coenen (55), sein
Stellvertreter wurde Hans
Mankau, und Kassenwart ist
Heinz Laumen.
Die Geschichte vom Anfang des Klängerklubs ist
schnell erzählt. „Beim Sebastianusfrühstück der Schützen im Januar 1990 habe ich
einen Vortrag auf Platt gehalten - über Schützen und
die kaputte Fahne einer Bruderschaft, die restauriert
werden musste“, sagt In der
Smitten.
Sofort sei klar gewesen,
dass ein solches Projekt Zukunft haben müsse. Und
schon anderthalb Wochen
später sei die Gründungsversammlung des Klängerklubs in der Gaststätte
Maahsen in Steinkenrath
gewesen. Die blieb auch bis
in die späten 1990-er Jahre
das Vereinslokal, dann folgte der Umzug ins damals
frisch restaurierte Haus
Hansen neben dem Rathaus.
Vorher wurde der monatliche Klängerabend einge-
Alter und neuer Vorstand in und um die „Klön-Tür“ im Hanse Hüske, von links: Dr. Wilhelm In
der Smitten, Theo Coenen, Dr. Karl-Heinz Achten, Hans Mankau und Heinz Laumen. Foto: Heike
Ahlen
richtet, zahlreiche „Luster
Ens“-Treffen werden auch
von vielen Gästen außerhalb
Elmpts besucht. Die Zusammenführung und Ausstellung der alten Grabsteine in
Elmpt - der Älteste stammt
aus dem Jahr 1588 -. rund
um die Pfarrkirche gehört
ebenso zu den Verdiensten
des Klängerklubs wie die
inzwischen 17 Bände der
„Schtökker“ in Älempter
Plott, die in 15 Jahren mit
wechselnden Autoren unter
der Federführung von Dr.
Karl-Heinz Achten (82) entstanden sind.
Auch die Skulptur des
„Haijschniijers“, des Heide-
schnitters, der mit den Birkhähnen neben Haus Hansen
steht, geht auf die Initiative
des Klängerklubs zurück.
Man könnte noch die 800Jahr-Feier Elmpts nennen, die
es ohne den Klängerklub
nicht gegeben hätte, das Vorgärtchen vor und die Bilder
in Haus Elmpt - der KLängerklub ist eine feste Größe
im Elmpter Vereinsleben.
Mit dem Rückzug aus dem
Vorstand hören In der Smitten und Achten aber nicht
auf. „Wir brauchen ihre Mitarbeit als absolute Mundart- und Geschichtsexperten“, sagt der neue Vorsitzende.
Seine Motivation, diesen
Vorsitz zu übernehmen erklärt er mit einem Zitat aus
der ersten Strophe des Klängerklublieds „Oos Älempt“,
das an jedem Klängerabend
gesungen wird. „Doa trööfs
Dou Lüü noch op de Schtroat, die säge Dech der Daarestiit.“ (Da triffst Du noch
Menschen auf der Straße, die
Dir die Tageszeit sagen, Dich
grüßen.) Die nächsten Klängerabende im Haus Hansen,
zu denen jeder kommen darf,
sind am 6. November und
am 4. Dezember. Bei diesem
Termin hat sogar der
„Kloas“, der Nikolaus, sein
Erscheinen angekündigt.
Elmpt soll doch einen König bekommen
Neuer Vogelschusstermin steht fest
Elmpt. Beim Vogelschusstermin der Schützenbruderschaft vom Heiligen Laurentius und Hubertus Elmpt
am 21. September gab es keinen Bewerber um die Königswürde. Auch nach einer
vom Vorstand angesetzten
Wartezeit fand sich kein
Mitglied bereit, den Vogel
abzuschießen und die Königswürde für das Jahr 2015
zu übernehmen.
Inklusionsparty
in Niederkrüchten
Niederkrüchten. Zum bereits dritten Mal veranstalten
Petra Zachert und Monika Schmitz-Dahmen eine sogenannte „Inklusionsparty“ in Niederkrüchten. Das bedeutet
nichts anderes, als das hier Menschen mit und ohne Handicap zusammen feiern können. Das DJ-Duo der „Born Birth
Connection“ wird den passenden Soundtrack im Veranstaltungssaal der Musikschule Lucht in Niederkrüchten
zum abtanzen liefern. Die Party startet Samstag, 25. Oktober, ab 19.30 Uhr. Das Ende ist für 23 Uhr geplant. Der
Eintritt beträgt zwei Euro. Eine Anfahrtsbeschreibung zur
Hochstraße 46 in Niederkrüchten, ist auf der Homepage
www.musikschule-lucht.de zu finden.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Damit begann nach der
Satzung der Schützenbruderschaft eine Vier-Wochenfrist, in der sich ein Mitglied beim Vorstand für die
Königswürde melden kann.
Meldet sich in dieser Zeit ein
Schütze, dann wird ein neuer Vogelschusstermin angesetzt. Tiefe Betroffenheit und
Traurigkeit herrschte bei
vielen Bruderschaftlern in
Elmpt, als sich kurz vor Frist-
ablauf doch noch jemand
meldete. Sollte es wirklich
im Jahr 2015 kein Schützenfest in Elmpt geben?
Und dann kam der vergangene Samstag: Kurz vor
Ablauf der Frist meldete sich
ein Mitglied beim Vorstand
und hat auch gleichzeitig
seine Minister mitgeteilt. Mit
großer Erleichterung wurde
dies vom Vorstand und Offizierscorps aufgenommen,
und am Sonntagmorgen
wurde eine außerordentliche Vorstandsversammlung zusammen mit dem
Bewerber einberufen, auf der
der Termin für den Vogelschuss festgelegt wurde. Dieser wird am Sonntag, 9. November, ab 11.30 Uhr am
Pfarrheim sein. Damit steht
einem Schützenfest im kommenden Jahr vom 14. bis 17.
Mai nichts mehr im Wege.
Sammler gesucht
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge braucht Hilfe
Schwalmtal. In der Zeit
vom 25. Oktober bis 16. November findet die diesjährige Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt, für die noch
engagierte Sammler und
Sammlerinnen gesucht werden. Hierfür können sich Ju-
gendliche ab 15 Jahren und
Erwachsene jeglichen Alters,
die sich ehrenamtlich für
den Volksbund engagieren
möchten, bei der Gemeinde
Schwalmtal bei Maria Jenneßen unter der Telefonnummer
02163/946-198
oder per E-Mail unter
maria.jennessen@gemeindeschwalmtal.de in Verbindung
setzen. Der Erlös der Sammlung unterstützt das weltweite Bemühen des VDK, das
Gedenken an die Opfer von
Krieg und Gewaltherrschaft
zu wahren. Der Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfür-
sorge bringt durch eine engagierte Jugendarbeit junge
Menschen dazu, sich mit der
deutschen und europäischen Geschichte auseinander zu setzen und leistet so
einen aktiven Beitrag für den
Frieden und die Völkerverständigung.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Grefrath
Straßennamen erzählen Heimatgeschichte
VON MANFRED BAUM
Grefrath. Straßennamen
können nicht selten Ortsund Heimatgeschichte lebendig machen, wenn man
sich mit ihnen beschäftigt,
denn es weisen die Straßennamen auf geschichtliche
Ereignisse oder auf Einrichtungen hin, die es einmal gab.
So war der Pastoratshof
(heute Gewerbegebiet) rund
800 Jahre lang der Wohnsitz
der Grefrather Pfarrer der
Laurentiuspfarre. Die Straße „ Am alten Friedhof“ erinnert an den kircheneigenen
Friedhof hinter der Laurentiuskirche, der dort 1854
angelegt wurde und der heute eine Grünanlage ist im
Besitz der Gemeinde. Das alte
Hochkreuz ist noch erhalten
geblieben. Am kommenden
1. November wird er genau
160 Jahre alt. Unter großer
Anteilnahme der Bürgerschaft wurde er am 1. November 1854 durch den Lobbericher Dechant Krins eingeweiht.
Das Neubaugebiet Diekkerhof im Grefrather Südwesten erinnerte an eine
mittelalterliche Hofanlage.
An der Schulstraße lag die
Katholische Volksschule
Grefrath von 1858 bis 1954.
Aber auch der Steigerturm
der Feuerwehr war dort
einst zu finden. Auf einem
Teil des Schulgeländes entstand ein Parkplatz, ein Neubau für einen Supermarkt.
Die Straße Am Nordkanal
hieß bis zur kommunalen
Neugliederung Südstraße.
Mit dem Nordkanal ist die
projektierte Kanalverbindung zwischen Rhein und
Maas gemeint. Unter Napoleon begannen die Arbeiten,
Hochkreuz auf dem jetzt 160 Jahre alten Fredhof in Grefrath Foto: Baum
die jedoch 1852 wieder eingestellt wurden. Der Burgweg erstreckt sich vorbei am
Schulgelände von der Bruckhauser Straße bis zur Hermann-Lenßenstraße. Der
Burgweg erinnert an die Pötenburg, die als mittelalterliche Siedlung nachgewiesen
ist. Die Straße „ Am Kreuz“
im 2.000-Seelendorf Vinkrath war ursprünglich
Standort eines Holzkreuzes.
Eine erste Erwähnung gibt
es schon um 1700. 1850 wurde das alte Kreuz durch ein
neues Kreuz ersetzt und
1860 erstmals als Missionskreuz verwendet. 2001 gab
es eine Restaurierung der
Kreuzanlage. Die Mörtelsstraße in Vinkrath ist die
Hauptader von West nach
Ost. Es ist eine alte Flurbezeichnung, die auch In den
Mörtel, oder Mortel genannt
wurde.
Die Freventstraße erinnert
an die fast 50-jährige Partnerschaft mit Frevent in
Frankreich (Pas-de Calais).
Der oder die Deversdonk im
Herzen von Grefrath war
eine hügelartige Anschwemmung in der Niederung. Es
gibt in Grefrath mehrere
Donken. Der Heudonk hieß
eigentliche Heydonk. Es war
eine mittelalterliche Siedlungseinheit im Besitz der
Grafen Spee. Der Bergerplatz
(heute zentrale Bushaltestelle) erinnert an den Grefrather Ehrenbürger Kommerzienrat Wilhelm Berger,
der auch Leinenfabrikant
war. Die Hermann-Lenßenstraße im Nordosten der
Gemeinde weist auf den Polizeiwachtmeister hin, der
am 24. Oktober 1923 bei der
Erstürmung des Krefelder
Rathauses von Separatisten
erschossen wurde. Die klei-
ne Straße Am Gröningskreuz im Norden von Grefrath weist auf das älteste
Wegekreuz im Kreis Viersen
hin, aus dem 16. Jahrhundert. Die Dunkerhofstraße
beheimatete eine Hofanlage
und einen Adelssitz des
Hoch-und Mittelalters. Um
1900 wurden die letzten Gebäude abgerissen.Die Straße
„ Am Wasserwerk“ erinnert
an das alte Grefrather Wasserwerk im Südwesten von
Grefrath, direkt hinter dem
Sportplatz Nordkanal, der
heute ein attraktives Neubaugebiet ist. Die Honschaft
Heitzerend im Westen von
Grefrath, ist nach dem dort
liegenden Heitzerhof benannt und die Straße „ An
der Plüschweberei“ erinnert
an den einst größten Arbeitgeber in Grefrath. Das Gelände ist heute ein Wohngebiet.
Über den Campingplatz zum Ferienpark Waldfrieden
Vor 80 Jahren entstand das Naturfreibad im Norden von Vinkrath
Vinkrath (maba). Er passt
sozusagen wie die „Faust
aufs Auge“ in die Sport-und
Freizeitgemeinde Grefrath.
Der rund 40.000 Quadratmeter große Ferienpark
Waldfrieden im Norden von
Vinkrath, an der Ortsgrenze
zu Wankum liegend. Entstanden ist er vor 80 Jahren
als Naturfreibad mit Wasserzulauf von der Nette. Viele
Grefrather und Vinkrather
haben dort das Schwimmen
gelernt, denn erst 1961 stand
das Freibad Dorenburg zur
Verfügung. Ausgeschachtet
haben das Mitte der 1930erJahre Arbeitslose.
Aus dem Naturfreibad
wurde der Campingplatz
Waldfrieden und seit zehn
Jahren, als Werner und Brigitte Holt das Anwesen kauften, ist es der Ferienpark
Waldfrieden. Der Ferienpark
ist Bestandteil des Naturparks
„Maas-Schwalm-
Nette.“ Der anheimelnde
Park verfügt über 148 Dauerstellplätze und 30 Plätze
für Tagestouristen, oder diejenigen, die nur eine kurze
Zeit dort verweilen wollen.
Die Stellplätze haben eine
Größe von 80 bis 130 Quadratmeter. Gemütlich eingerichtete und geräumige
Wohnmobilheime können
ebenfalls angemietet werden. Der Ferienpark Waldfrieden ist ein „Vier-SternePark“. Er ist sehr gut ausgestattet. Neben dem Naturfreibad mit Liegewiese gibt
es einen großen Angelteich.
Auf einem sogenannten
Bolzplatz sind Ballspiele
möglich.
Desweiteren gibt es sieben
Ponys und Reitpferde. Sie
werden von Tochter Laura
(15) betreut.Die Gaststätte ist
freitags und samstags ab 18
Uhr geöffnet. Im Jugendraum stehen Bücher zur Verfügung, neben Billard, Kikker und Fernseher. Es gibt
einen Fahrrad-und Go-KartVerleih.Radtouren, Wanderungen und Grillabende gehören zum weiteren Angebot. Es gibt einen Koch-,Bügel-und Spülraum. Ebenso
ein behindertengerechtes
Badehaus mit Toiletten.
Kühlmöglichkeiten sind vorhanden. Eine Vielzahl von
Modernisierungen hat das
Ehepaar Holt im letzten Jahrzehnt durchgeführt. Geachtet wird auf die Mittagsruhe
von 13 bis 15 Uhr und die
Nachtruhe ab 22 Uhr.
Quattrolon der Königsgarde
Der Blick auf das Naturschwimmbad. Foto: Manfred Baum
Grefrath (maba). Der Quattrolon 2014 der Königsgarde
der Antoniusschützen findet am 31.Oktober ab 17.30 Uhr
statt. Treffpunkt ist der Saal der Gaststätte „Zum Nordkanal“ auf der Lobbericher Straße.
Seite 17
Brauchtum will gepflegt sein
Grefrath (maba). Wird
Brauchtum nicht über Generationen hinweg gepflegt,
dann hat es das Brauchtum
schwer. Das betrifft alle Facetten der Pflege von alten
Bräuchen und Traditionen
über die Schützen, den Karneval, Nikolaus- oder Martinsbräuchen, bis hin zur
Kirmes.
Die hat in den zurückliegenden Jahrzehnten glanzvolle Zeiten erlebt. Sowohl
auf dem historischen Grefrather Marktplatz, wie
auch auf dem früheren Kirmesmarkt an der Mülhausener Straße, am Eisstadion,
auf dem Parkplatz vor dem
Freibad Dorenburg und auf
dem früheren Winkelshofgelände oder auf der Deversdonk. Tolle Fahrgeschäfte
haben für gut besuchte Kirmessen gesorgt. Einer, der
die Grefrather Kirmessen
geformt und gestärkt hat,
wie kaum ein anderer Mitarbeiter der Grefrather Gemeindeverwaltung, war
Marktmeister Josef Martin
Nelsen. Man könnte fast sagen: er hat für die Kirmessen
gelebt, er hat sie geprägt.
Seine Gattin ließ am vergangenen Sonntag am Rande der
Gemeindeversammlung der
evangelischen Kirchengemeinde wissen, dass er jetzt
„sehr leiden würde“ mit
Blick auf die Beschickung der
Grefrather Herbstkirmes.
Ein Trauerspiel und Schausteller Jürgen Smikalla, der
seit Jahrzehnten in Grefrath
zu Gast ist sprach vom „Ende
der Kirmessen“ in Grefrath.
In Oedt und Mülhausen hat
man sie schon vor Jahren
praktisch zu Grabe getragen. Dass es auch anders geht,
als in der Niersgemeinde
zeigen die Kirmessen in Süchteln, in Kempen, in Lobberich oder Kaldenkirchen.
Mini-Kirmes in Grefrath Foto: Manfred Baum
Neubaugebiete: Mülhausen
läuft, Vinkrath nicht
Grefrath (maba). Fast zeit- denfalls auszuzahlen.
gleich wurden Anfang des
Ganz anders das Bild im
Jahres die Neubaugebiete 2000-Seelendorf Vinkrath.
„Klostergarten“ in Mülhau- Hier ist im Neubaugebiet erst
sen an der Grasheider Stra- ein Haus im Bau. Ansonsten
ße und in Vinkrath das Neu- gibt es keine weitere Bautäbaugebiet „Bousch“ an der tigkeit. Das Neubaugelände
Mörtelsstraße baureif ge- ist im Besitz der Gemeinde
macht. Entwickelt haben sie Grefrath und die hat sich bei
sich jedoch völlig unter- der Vermarktung eher deschiedlich. In Mülhausen fensiv verhalten. Obwohl es
geht es zügig voran, können dort eigentlich ein „Bonbon“
bis Ende des Jahres die er- für Bauherren (junge Famisten Häuslebauer einziehen lien) durch das von der SPD
und ein knappes Dutzend beantraget und vom Rat beNeubauten, darunter zahl- schlossene Baukindergeld
reiche Fertighäuser, sind in- gibt. Doch scheint es nicht zu
zwischen zumindest im ziehen. Ebenso kommt die
Rohbau fertig. So wird Mül- Bebauung an der Ecke Vinhausen weiter verdichtet krather Straße /Nordstraße
und bekommt neue Einwoh- (Teil des früheren Grevener. Vielleicht hat die gute lourgeländes) nicht voran.
Entwicklung dieses Neubau- In Oedt sucht man ein Neugebietes im ehemaligen Gar- baugebiet vergeblich.
ten des Klosters
der Schwestern
Unserer Lieben
Frau auch damit
zu tun, weil der
Orden in Zusammenarbeit mit
der Volksbank
Kempen-Grefrath in die Offensive ging und das
Gelände gut vermarktete.
Es Im Neubaugebiet Klostergarten geht es
scheint sich je- zügig voran. Foto: Manfred Baum
Viersen
Seite 18
Quadflieg bleibt
Regionaldekan
VON MANFRED BAUM
Kreis Viersen. Der alte
Regionaldekan ist auch der
neue. Pfarrer Johannes Quadflieg (53) aus Grefrath wurde am Montagabend von 75
Wahlberechtigten in seinem
Amt für die kommenden fünf
Jahre in der Region KempenViersen bestätigt. Er erhielt
85,1 Prozent der Stimmen.
Die Wahl leitete Domkapitular Alexander Schweikert
aus Niederkrüchten.
Im Vorfeld hatte sich Bischof Heinrich Mussinghoff
mit der Kandidatur von Johannes Quadflieg einverstanden erklärt. Vor der eigentlichen Wahl blickte
Quadflieg zurück und nach
vorn. Neuen Wind in die
Katholische Kirche zu bringen schaffe auch Papst Franziskus nicht auf die Schnelle,
stellte Quadflieg fest. Aber:
Der neue und alte Regionaldekan Johannes Quadflieg.
Foto: Manfred Baum
Papst Franziskus habe „Bewegung in die Kirche gebracht“, so Quadflieg weiter. Er erinnerte an die PfarrVakanzzeiten in Viersen
und St. Tönis, wo er als Regionaldekan tätig war. Das
sei „teilweise stressig“ gewesen. Quadflieg verwies
auf die durchgeführten
Pfarrfusionen, auf den Umzug des Büros nach Krefeld
und lobte den Einsatz der
Ehrenamtlichen. Er rief die
Teilnehmer der Wahlversammlung auf, trotz der geringer werdenden Zahl von
Gläubigen „nicht aufzugeben.“ Ein gutes Zeugnis für
den Glauben sei in diesem
Jahr die Heiligtumsfahrt
nach Aachen gewesen. Im
Rahmen der Ökumene habe
es einen „lebendigen Austausch“ mit den evangelischen Christen gegeben. In
der Ökumene, so bilanzierte
Quadflieg sei man „auf einem sehr guten Weg.“ Man
sollte schon jetzt, so riet er
weiter „den Blick auf das
Lutherjahr 2017“ richten.
Als Regionaldekan habe er „
verschiedene Akzente setzen
können“, berichtete Quadflieg weiter. Er dankte den
Haupt- und Ehrenamtlichen
für den „vielfältigen Einsatz“: „ Sie alle waren mir
eine große Hilfe.“ Worte des
Dankes an Quadflieg gab es
von Pfarrer Rainer Thoma
aus Dülken im Namen des
Pastoralrates, und Altfrid
Spinnrath bedanket sich für
die gute Zusammenarbeit
im Namen des Katholikenrates. Quadflieg listete seine
Beweggründe,nochmals zu
kandidieren, auf: Ihm sei die
Jugendarbeit wichtig. Er
mache sich Sorgen um vakante Pfarrerstellen. Er
möchte ein gutes Miteinander von Haupt-und Ehrenamtlern erreichen. Er gestand ein, dass „nicht alles
leicht zu schultern“ sei. Er
möchte mit dem Blick nach
von eine Kirche mitgestalten „die lebendig ist“.
Quadflieg wurde am 25.
Oktober 1960 in Aachen geboren. 1984 trat er in den
Orden der Benediktiner ein.
Zum Priester geweiht wurde er am 5.Mai 1991 in der
Benediktinerabtei Kornelimünster. Er war Krankenhausseelsorger in Düren,
Kaplan in Kempen-Kamperlings und Regionaler Jugendseelsorger. Am 25.Oktober
1998 wurde er Pfarrer in Grefrath und Vinkrath. Er war
Dechant des Dekanats Nettetal-Grefrath. Desweiteren
war er Diözesankurat der
Deutschen Pfadfinderschaft
St.Georg im Bistum Aachen.
Er ist Mitglied im Vorstand
des Pastoralrats und Leiter
der GdG Grefrath seit 2007.
Seit dem 1. Januar 2013 ist
der Pfarrer der neuen Pfarre
St. Benedikt Grefrath. Er leitet in Grefrath die Pfadfinder, pflegt seinen Garten am
Pfarrhaus, liebt die Natur
und Bergwanderungen.
Musikgenuss in St. Cornelius
Viersen. Alle Freunde der klassischen Musik sind herzlich eingeladen zum „5. Fröhlichen Musikgenuss“ am Sonntag, 26. Oktober, in die Pfarrkirche St. Cornelius Dülken.
Heimische Künstler präsentieren dort ab 15.30 Uhr Musik
aus Barock, Klassik und Romantik. Veranstalter ist „Kulturbunt Dülken“.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
25 Jahre Skulpturenpark Viersen
Eine Hommage an den Verein für Heimatpflege Viersen
VON MANFRED BAUM
Viersen. Kunst war immer
eine Sprache, die keinen Dolmetscher benötigt. Kunst ist
und war aber auch immer:
Weisung, Deutung und
Preisung der Tiefe des Lebens. Man braucht der Kunst
keinen Zweck zu setzen, aber
man muss ihr einen Ort finden.
Genau das hat man in der
Stadt Viersen mit großem
Erfolg, mit Lob, Anerkennung und Sachverstand getan. Eine „ kleine Stadt“ mit
einer „ großen Skulpturensammlung“. Ziel der Kunst
war es immer Stimmung zu
erzeugen. Auch das ist in
Viersen gelungen. Ja, vielleicht ist die Kunst sogar das
Gewissen der Menschen. Insofern dürfen die Viersener
ein gutes Gewissen haben.
Die jetzt 25 Jahre alte
Skulpturensammlung Viersen ist eine Sammlung zeitgenössischer
bildender
Kunst, eingebettet in den
Park an der städtischen Galerie bis hin zum Kreishaus
und dem neuen Viersener
Stadthaus. Die Werke haben
dort auch eine bindende
Wirkung zu den Menschen
der Stadt. Die Sammlung ist
Zum Jubiläum gab es bestrickte Kunstwerke Foto: Manfred
Baum
Teil einer lebendigen Innenstadt und Ruheplatz zugleich.
Sie ist aber auch Stadt-und
Kulturgeschichte. Oscar
Wilde hat einmal gesagt: „
Die Kunst spiegelt den, der
sie ansieht, nicht das Leben.“
Künstler waren sich stets
selbst Gesetz. Kunstwerke,
auch wie sie im Skulpturenpark stehen, sind auch stets
Zeitraffer. Vielleicht wird
man einmal in 30,50 oder gar
100 Jahren erst den Wert des
Skulpturenparks richtig einordnen können. Es ist noch
immer so, dass ein Werturteil mit dem Erfahrungswert
wächst.
In Viersen kann man die
Kunst praktisch in der Mittagspause genießen. Ein
Kunstimbiss wird in der
Städtischen Galerie schon
lange angeboten. Die GN
nehmen Sie mit auf einen
kleinen Rundgang. Machen
Sie sich selbst doch ein paar
Gedanken zur Kunst im
Grünen, zur Kunstgeschichte eines Vierteljahrhunderts. Vielleicht schauen Sie sie einmal auf die
Wirbelsäule von Anthony
Cragg und lassen die Gedanken schweifen zu ihrer
eigenen Wirbelsäule. Nehmen Sie Platz auf den Steinbänken von Erwin Heerich
unter schattigen blühenden
Bäumen. Lassen sie sich einfangen von der Dimension
und Farbintensität des New
Star von Mark di Suvero.
Beim Blick auf den Kaspar
von K.H. Hödicke wecken sie
vielleicht Jugenderinnerungen. Der Optimus II von
Günter Haese lässt Sie möglicherweise in Sekunden für
Sekunden ins Weltall entfliehen. Beim Monument
von Erwin Heerich könnten
andere Monumente in Ihrer
Fantasiewelt entstehen.
Spannend dürfte der Kunstspaziergang ganz gewiss
werden.
Die Sammlung entstand
1989 auf Grund einer privaten Initiative des Vereins für
Heimatpflege Viersen, der sie
stetig erweitert. Die Konzeption stammt von Dr. Joachim
Peter Kastner. Viele Sponsoren, aber auch Rat und Verwaltung der Stadt, oder die
Kunststiftung NRW haben
den Skulpturenpark möglich gemacht. Sie ist Eigentum der Stadt.
Der etwas andere Friedhof in Süchteln
Mausoleum auf dem evangelischen Friedhof an der Merianstraße
VON MANFRED BAUM
Süchteln /Oedt. Friedhöfe
in Deutschland haben längst
Parkcharakter. In Belgien
beispielweise, wo es fast nur
Grabplatten aus Marmor
gibt, ist das völlig anders.
Friedhöfe sind in der Regel
alt. Das ein Friedhof jedoch
mehr als 400 Jahre alt ist, ist
zumindest in kleinen Städten und Gemeinden eher selten der Fall. Und das dann
auf dem Friedhof auch noch
ein Mausoleum steht, ist
ganz sicher die große Ausnahme.
Die „Stadt im Grünen“
Süchteln kann sich glücklich schätzen, einen solchen
Friedhof noch zu haben, der
heute praktisch in Sichtweite der Altstadt liegt und früher außerhalb der Stadtmauern lag. Es ist der Friedhof der reformierten evangelischen Kirchengemeinde
Süchteln.
Der Friedhof wurde im
Jahr 1608 angelegt. Das
stattliche Mausoleum der
Familie Freudenberg teilt
den Friedhof praktisch in
zwei Hälften. Das Mausoleum gehört zu den „jüngeren
Einrichtungen“ auf dem
Friedhof, denn es stammt
aus dem Jahr 1900. Der
Friedhof ist lang gestreckt,
jedoch überschaubar und in
keinster Weise zu vergleichen mit den großen Fried-
höfen, die es heute in der
Kreisstadt gibt.
In Kürze werden sie wieder vielfachen Besuch bekommen zu Allerheiligen,
Allerseelen oder am Totensonntag und Volkstrauertag. Der Monat November
ist der „stille Monat“, oder
wie die Bayern sagen: „Die
stade Zeit.“ Der Friedhof an
der Merianstraße ist komplett mit einer Friedhofsmauer umgeben. Eine solche
Mauer wurde früher immer
wieder an Friedhöfen gebaut, denn man hoffte so
„wilde Tiere“ abhalten zu
können, die alles andere, als
„gern gesehen“ waren auf
dem Friedhof. Die Friedhofsmauer hat es möglich gemacht, dass Grabplatten in
die Friedhofsmauer eingelassen wurden. Auch diese
Tatsache gibt dem Friedhof
ein etwas anderes Bild. An
einigen Grabplatten hat der
Zahn der Zeit genagt, sie sind
kaum noch lesbar. Der ein
oder andere mag verwundert sein, dass er eine sehr
große Grabanlage der Familie Girmes auf diesem Friedhof sieht. Das hat jedoch seinen Grund. Die evangelische
Kirchengemeinde Grefrath
gibt es erst seit dem 1. April
1961. Zuvor gehörten die
evangelischen Christen aus
Oedt zu Süchteln und die aus
Grefrath zu Kempen.
Die Unternehmerfamilie
Girmes war evangelisch,
der Friedhof in Oedt ist bis
heute ein Friedhof im Besitz
der Katholischen Kirchengemeinde und so ist es nicht
verwunderlich, dass die Bestattungen der Familie Gir-
mes in Süchteln durchgeführt wurden. Die zahlreichen auf dem Friedhof vorhanden Grabplatten und
Stelen aus dem 17. Jahrhundert und dem frühen 20.
Jahrhundert sind meist aus
Sand-oder Blaustein gearbeitet. Einige Grabplatten
liegen auf kissenartigen Sokkelsteinen. Die Mauer um
den Friedhof ist eine Backsteinmauer.
Der hintere Teil des Friedhofes ist etwas breiter. Vermutlich wurde der Friedhof
gegen Ende des 19. Jahrhunderts erweitert. Bestattungen finden heute dort nicht
mehr statt. Einige Gräber
besitzen jedoch noch Grabnutzungsrechte, die in einigen Jahren abgelaufen sind.
Ein Besuch des Friedhofs ist
lohnenswert.
Einladung zur
Buchausstellung
Das Mausoleum der Familie Freudenberg Foto: Manfred Baum
Dornbusch. Die Öffentliche Bücherei St. Maria Hilfe
der Christen in ViersenDornbusch lädt zu einer
Weihnachts-Buchausstellung ein am Sonntag, 2. November, von 10.15 bis 17 Uhr,
im Dahnesstift (Pfarrheim)
in Dornbusch. Mit jeder
Buchbestellung wird die
Bücherei-Arbeit in Dornbusch gefördert.
Sport
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Madeline Folgmann freut sich über Silber
Taekwondo/Nettetal.
Madeline Folgmann von der
TG Jeong Eui Nettetal behauptete sich bei den Serbien Open in Belgrad in der
Damenklasse -53 kg gegen
die europäische Konkurrenz
und erkämpfte sich die Silbermedaille. Nach einer verletzungsbedingten Absage
bei der U21-Europameisterschaft nach dem Bruch des
Mittelhandknochens startete die 17-jährige Brempterin
zum ersten Mal bei einem
europäischen G1-Turnier,
wo es nicht nur Punkte für
die Deutsche Rangliste gibt,
sondern auch um die Senioren-Bereich begehrten Punkte für die Weltrangliste geht,
nach der die Teilnehmer für
die nächsten Olympischen
Spiele ermittelt werden.
Der Kampf gegen die Norwegerin Siv Anja Mienna
endete mit einem souveränen 5:0-Sieg. In der nächsten
Begegnung stand sie der Siegerin der Serbien Open von
2011 und 2012 gegenüber.
Nach einem 3:3 in der letzten
Runde behielt Madeline Folgmann die Nerven und erzielte beim Sudden Death den
entscheidenden Treffer.
Beim Viertelfinale trat sie
gegen die an Nummer eins
gesetzte Manuela Bezzola
aus der Schweiz an. Ein toller Taekwondo-Fight, bei der
sich die Nettetalerin hellwach präsentierte. Mit einem 6:0-Sieg ging es ins Halb-
Madeline Folgmann auf dem Treppchen und mit Trainer Björn
Pistel. Fotos: privat
finale. Hier wartete mit Roxana Nothaft die Nummer eins
der Deutschen Taekwondo
Nationalmannschaft in die-
ser Gewichtsklasse. Beide
Sportlerinnen kämpften mit
offenem Visier und zeigten
einen mitreißenden Kampf.
Hochverdient mit 20:9 zog
die Nettetalerin ins Finale
ein. Gegnerin war die starke
Russin Anastasis Lozhkina.
In der ersten Runde machte
Folgmann so weiter wie in
den vorangegangenen Begegnungen. Doch in der zweiten Runde vergab sie durch
kleine und kurze Unaufmerksamkeiten ihre anfängliche 5:1-Führung. Trotz
leichten Nasenblutens biss
sie noch einmal die Zähne
zusammen und konnte ihre
Führung wieder leicht auf
6:4 ausbauen. 10 Sekunden
vor Kampfende wurde der
Russin ein fragwürdiger
Kopftreffer zugesprochen, so
dass der Brempterin nur
noch wenige Sekunden blieben, um den Kampf zu drehen. Sie setzte ihrerseits einen Kopftreffer, der ihr aber
trotz Video Replay nicht
zugesprochen wurde, so
dass sie das Finale knapp mit
6:8 verlor.Trotzdem zeigten
sich Madeline Folgmann und
auch ihr Trainer Björn Pistel
mehr als glücklich über den
zweiten Platz in diesem internationalen Turnier. Auch
die Nettetaler Jens Leewen
und Ricki Nöhles traten bei
den Serbien Open an, schieden aber leider in den ersten
Runden aus. Nun freuen sich
alle Mitglieder der TG Jeong
Eui Nettetal schon auf das
nächste Highlight, den 17.
Euregio Cup, der in Nettetal
ausgetragen wird.
Seite 19
Tante Lucies Tagebuch
Träumen ist erlaubt , auch
für die Herrschaften an der
Theke. Nach dem 3:0 der
Borussen in Hannover ist die
Stimmung unter den Fans
selbstverständlich bestens.
Der Mann neben Tante Lucie, stets größter Optimist,
glaubt schon jetzt nicht mehr
an eine Momentaufnahme:
„In diesem Jahr ist die direkte Qualifikation für die
Champions League endgültig fällig, Platz zwei hinter
den Bayern ist durchaus
machbar.“ Wobei die harten Fakten sogar für diese
nun doch etwas gewagte
These sprechen, wie Sportplatz-Matthes weiß: „Gladbach hält sich schadlos, die
vermeintlichen Favoriten
schwächeln und aktuell sieht
es so aus, als ob niemand
der Favre-Elf das Wasser reichen könnte.“ Ausgerechnet jetzt kommen die Bayern
in den Borussia-Park, ein
Gipfeltreffen auf allerhöchstem Niveau. Und vielleicht
unterstreichen die Fohlen am
Wochenende endgültig ihren Anspruch auf die Königsklasse…
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Lobberich verliert gegen Wedau
Handball/Oberliga Frauen (tz). TV Lobberich - ETuS
Wedau 23:25 (10:11). Es war
die große Chance, weitere
Punkte Vorsprung auf die
Abstiegszone herauszuspielen. Doch die Oberligahandballerinnen des TV
Lobberich konnten diese
gute Möglichkeit nicht nutzen und verloren ihr Heimspiel gegen das bis dato
punktlose Team des ETuS
Wedau knapp mit 23:25-Toren. Diese Niederlage könn-
te dem TV Lobberich möglicherweise im weiteren Verlauf der Saison noch richtig
wehtun. Nicht nur, dass die
Mannschaft von Trainer
Holger Hüller zwei wichtige
Punkte im Kampf um den
Klassenerhalt liegen gelassen hat. Gleichzeitig ermöglichte der TVL einem großen
Konkurrenten das erste Erfolgserlebnis in dieser Spielzeit. Mit 23:25-Toren entführten die Duisburgerinnen beide Punkte aus der
Werner-Jaeger-Halle und
konnten nach der Partie froh
sein, dass die Partie nach
einer 10:15-Führung der
Gäste kurz nach der Halbzeit nicht noch gekippt ist.
Möglichkeit dazu gab es auf
Lobbericher Seite wirklich
genug, doch sowohl beim
Stand von 19:19- als auch
23:23-Unentschieden schafften es die Gastgeberinnen
nicht entscheidend nachzulegen und in Führung zu gehen. Stattdessen legten im-
mer wieder die Spielerinnen
des ETuS in den wichtigen
Situationen nach und erzwangen den knappen Auswärtserfolg. Am kommenden Wochenende steht nun
das Derby beim Aufsteiger
Turnerschaft St. Tönis an.
Tore: Svenja Rottwinkel
6, Rabea Brüggemann 5, Fabienne Brüggemann 3, Merit
Liedtke, Sinje Weisz, Simone
Schulz je 2, Ronja Weisz, Jennifer Holthausen, Rebecca
Dappen je 1.
Kids in Action
Brüggen (hws). Zu „Kids in
Action“, einem aktiven Sportinformationstag, lädt der
Kreissportbund Viersen am
Samstag, 25. Oktober von 13
bis 17 Uhr in die Burggemeindehalle und die Schwimmhalle ein. Es handelt sich um einen
Sportinformationstag mit attraktiven Mitmachaktionen
für Kinder und Familien. Die
Sportvereine und der Gemeindesportverband Brüggen
präsentieren die Vielfalt der
Sportlandschaft und zeigen,
dass Sport und Bewegung einfach Spaß machen. „Kids in
Action“ hilft dabei, anhand
von Eignung und Neigung
neue Lieblingssportarten zu
entdecken.
Alle Sportarten können
nach Belieben kostenfrei ausprobiert werden. Angeboten
wird: Aktiver Sport für
Grundschulkinder, 13 ver-
schiedene bekannte und neue
Sportarten (Schnorcheln, Bogenschießen, Fußball, Leichtathletik, Modellflug, Reiten,
Schach, Segelkunde, Squash,
Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Turnen), kompetente Ansprechpartner, Beratung und
Informationsaustausch, ideale Möglichkeiten, um Neues
auszuprobieren.
Mitzubringen sind Sportkleidung, Hallenschuhe,
Schwimmsachen. Mitwirkende Vereine: Gut Schuss
Brüggen, Jungblut Born, LSV
Brüggen-Schwalmtal, Ponyexpress-Club
BrüggenBracht, Sqash-Tigers Brüggen, Tennisgemeinschaft
Brüggen, Tura Brüggen, Turm
Brüggen und TSF Bracht. Ansprechpartnerin:
Klaudia Schleuter,
Telefon 02162/391741,
ksb@kreis-viersen.de.
Wohin geht die Reise
bei VVV Venlo?
Fußball (op). Für VVV
Venlo geht es in den nächsten Wochen um viel. Haben die Schützlinge von
Maurice Steijn eine Chance,
ernsthaft oben mitzuspielen? Oder sind die SchwarzGelben nur Mittelmaß in
Liga zwei?
Das Heimspiel gegen Erstligaabstieger RKC Waalwijk
wird dazu am Samstagnachmittag wichtige Aufschlüsse geben. Die Elf von
RKC mit dem früheren Venloer Peter Jungschläger als
Mittelfeldregisseur hatte
einen katastrophalen Saisonstart.
Erst durch das 2:0 gegen
Telstar haben sich die Brabanter vom letzten Tabellenplatz entfernt.
Diesen Platz nimmt jetzt
Fortuna Sittard ein. Drei
Punkte müssen es deshalb
aus Sicht von VVV im Stadion De Koel werden. Das
gilt umso mehr, als VVV das
wichtige Spiel bei Sparta
Rotterdam unnötig mit 0:1
(0:0) verloren hat. Und das,
obwohl Sparta im eigenen
Stadion 40 Minuten in Unterzahl agieren musste, die
letzten zehn Minuten sogar
mit neun Spielern, nachdem
auch Verteidiger Breuer mit
gelb-rot vom Platz geschickt
worden war.
Im 300. Pflichtspiel von
Niels Fleuren in den Farben
von VVV vergaben die Gäste leichtfertig die Chance,
bei einem Mitfavoriten um
den Aufstieg zu punkten.
Erneut gelang offensiv nicht
viel.
Auch Yuki Otsu gab dem
Spiel nicht die erhofftem
Impulse nach vorne. So
braucht die Elf dringend einen Dreier zu Hause, um
nicht im Graubereich des
niederländischen Zweitligafußballs festzusitzen.
Sport
Seite 20
Fachschaften treffen sich
Kreis Viersen (hws). Die
Vertreter der Fachschaften
im Kreissportbund Viersen
treffen sich am Donnerstag,
13. November um 19 Uhr im
Konferenzraum des Kreishauses in Viersen. Ergebnis-
se der Fachausschüsse Qualifizierung, Öffentlichkeitsarbeit und Talentsuche werden ebenso erwartet wie ein
Bericht über die erste Aktion
„Kids in Action“ am 25. Oktober in Brüggen.
Boisheim dominiert
gegen St. Hubert
Fußball/Kreisliga A (ms)
Dülkener FC - TuRa Brüggen 1:1 (0:1). Nachdem beide Teams in der Vorwoche
einfach gepunktet hatten,
wollte sie diese Woche weitere wichtige Zähler einfahren. Das Spiel startete gut
für die Brüggener, die durch
Max Haese in der 18. Minute
in Führung gingen. Die Gäste kontrollierten das Spiel
und spielten mit der Führung im Rücken frei auf. In
der zweiten Halbzeit zeigten die Gastgeber eine super Reaktion und drehten
auf. Durch einen sicher verwandelten Strafstoß von
Patrick Hinz glichen die
Dülkener aus.
Beide
Mannschaften
trennten sich Unentschieden und nahmen jeweils einen Zähler mit. DFC-Trainer Stefan Krahnen: „Aufgrund der Leistung der
zweiten Halbzeit kann ich
mit dem Punkt sehr gut leben.“ Nächste Woche wartet die nächste schwere Aufgabe auf Dülken. Zu Gast ist
das Team dann in Kempen.
Brüggen muss nächste Woche gegen den TSV Bockum
ran. Dort müssen die nächsten wichtigen Punkte im
Kampf um die Festigung im
Mittelfeld her.
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GrenzlandNachrichten
Thomasstadt Kempen TSV Kaldenkirchen 1:2
(0:2). Nach dem Punktgewinn aus der Vorwoche
sehnten sich die Kaldenkirchener nach einem Sieg.
Schon in der ersten Spielminute erzielte Noel Müllers
die Führung. Mitte der ersten Halbzeit legte Simon
Klasses das 2:0 nach und
sorgte somit für noch mehr
Sicherheit.
Im zweiten Durchgang
machten die Kempener
Druck, doch durch eine kom-
pakte Defensive und eine
gute Torhüterleistung kamen die Gastgeber nur noch
zum
Anschlusstreffer
durch Pascal Tepass (68.).
Am Ende gewannen die Gäste verdient mit 2:1 und
steckten sich wichtige Punkte ein. Thomas Hoster, Trainer des TSV, war mit dem
„verdienten Sieg sehr zufrieden“ und erwartet nächste Woche gegen Grefrath
ein „Kampfspiel auf Augenhöhe“.
SV St. Tönis - SV Grefrath
0:5 (0:4). Die Grefrather
wollten nach dem Remis
eine Woche zuvor unbedingt weiter punkten, was
ihnen eindrucksvoll gelang.
Schon nach sieben Minuten
erzielte Simon Omsels die
Führung für die Gäste. Lukas Toelle legte nur zwei Minuten später das 2:0 nach.
Mitte der zweiten Halbzeit
war es Daniel Obst, der mit
einem Doppelschlag (32., 38.)
auf 4:0 erhöhte.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Grefrath das
Spiel voll im Griff und legte
durch den dritten Treffer
von Daniel Obst in der 77.
Minute sogar noch das 5:0
nach. Die Grefrather gewannen hochverdient und
auch der Trainer, Peter Jacobs war „sehr zufrieden
mit der Mannschaftsleistung“. In der nöchsten
Woche geht es nach Kaldenkirchen, wo man „mit einer
guten Einstellung und viel
Kampf“ gewinnen will.
TSV Boisheim - TuS St.
Hubert 3:1 (1:0). Tim Assmann brachte die Gastgeber mit seinem Tor in der 39.
Minute auf die Siegerstraße.
Die Hausherren dominierten das Spiel und legten in
der 59. Minute durch Norman Tescher das 2:0 nach,
ehe Daniel Popella sieben
Minuten vor dem Ende auf
3:0 erhöhte.
In der 90. Minute schossen die Gäste den Anschluss,
der nur der Ergebniskosmetik diente. Trainer John Hesen: „Ich bin zufrieden mit
der Mannschaftsleistung. Es
war ein verdienter Sieg.“ In
der nächsten Woche geht es
für die Boisheimer nach
Strümp, dem derzeitigen
Tabellenführer. Dort erwartet Hesen „ ein Spiel, in dem
wir nichts zu verlieren haben und alles geben werden.“
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Torfestival am Alster Kirchweg
Nettetals Zweite geht in Vorst unter / Brüggen gnadenlos gegen Grefrath
Fußball/Kreisliga B. SC
Waldniel 2 - Schwarz-Weiß
Elmpt 3:3 (2:2). Ein spannendes Spiel sahen die Besucher in Waldniel. Marco
Stöhr schoss den SC Waldniel bereits nach vier Minuten in Führung, mit einem
Doppelpack drehte Laurens
Coenen die Partie für kurze
Zeit (24., 32.). Wenig später
war es erneut Marco Stöhr,
der für die Schwalmtaler
zum 2:2 traf. Nach dem
Wechsel blieb die Begegnung ausgeglichen. Elmpts
Kevin Schoppmann sorgte
in der 56. Minute für das 2:3,
Stefan Heinrichs markierte
nach einer Stunde den Ausgleich und späteren Endstand. Am Wochenende
empfängt Elmpt die Reserve der TSF Bracht, Waldniel
muss in Hinsbeck ran.
Fortuna Dilkrath 2 - SuS
Schaag 0:5 (0:2). Ein perfekter Nachmittag für Schaags
neuen Trainer Andre Birker.
Ein Eigentor der Hausherren
durch Matthias Genfeld
brachte die Gäste nach einer
Viertelstunde in Front, Kevin Rotzen legte kurz vor
der Pause zum 2:0 nach.
Nach dem Wechsel machten
Sezer Karakurt (49.), Sven
Engelbrecht (69.) und Konstantin Dobler (80.) mit ihren Toren den glatten Auswärtserfolg klar. SuS hat am
Sonntag das Duell gegen den
Letzten aus Grefrath vor der
Brust, Dilkrath empfängt den
BSV Leutherheide.
TSF Bracht 2 - SuS Vinkrath 7:4 (4:1). Andre Schüten schoss die Gäste aus Vinkrath in einer verrückten
Partie nach einer Viertelstunde in Front, Philipp Saße
per Doppelpack (20., 42.),
Max Wolters (38.) und Steffen Köhlen (45.) drehten die
Partie noch vor der Pause
erfolgreich. Auch nach dem
Wechsel sahen die Besucher
zahlreiche Tore. Vinkraths
Andre Schüten verkürzte
auf 4:2 (52.), Philipp Säße
Drei wichtige Derbypunkte sicherten sich die Sportfreunde Leuth (gelbe Trikots) beim Spiel in
Leutherheide. Foto: Josef Rütten
stellte den alten Abstand
wieder her (72.). Bis zum
Abpfiff ging es weiter munter hin und her. Christian
Salentijn (75., 78.) traf für die
Gäste Dominik Leinhos ließ
die Antwort stets folgen (76.,
87.) Bracht reist am Sonntag
nach Elmpt, Vinkrath muss
gegen TIV Nettetal ran
TuRa Brüggen 2 - SV Grefrath 2 7:0 (2:0). Nicht den
Hauch einer Chance hatte die
Zweitvertretung aus Grefrath beim amtierenden Spitzenreiter in Brüggen. Im ersten Durchgang sorgten Andrej Scheller (23.) und Thomas Römer (27.) für eine beruhigende Führung, nach
der Pause legten Lutz
Widdra (57., 62.), Niklas
Glöckner (60.), Patrick Blaesen (85.) und abermals Thomas Römer (89.) erfolgreich
nach. Am Wochenende muss
Brüggen zum SC Union Nettetal 2, Grefrath tritt in Schaag an.
BSV Leutherheide - Sportfreunde Leuth 0:1 (0:0). Im
Derby verpasste es der Aufsteiger aus Leutherheide,
wichtige Punkte gegen den
Abstieg zu sammeln. Nach
dem 0:1 durch Leuths Julien
Evers (77.) muss sich der BSV
somit weiterhin mit einem
Abstiegsplatz begnügen,
Leuth hingegen kletterte auf
den zwölften Rang. Der BSV
tritt am Sonntag bei der Dilkrather Zweitvertretung an,
Leuth empfängt Niederkrüchten.
ihren Treffern für klarste
Verhältnisse. Zwar glich
Nettetals Michat Kruk nach
elf Minuten zum zwischenzeitlichen 1:1 aus, spätestens
nach der Pause brachen beim
SC Union dann aber alle
Dämme. Vorst tritt am kommenden Spieltag in Amern
an, Nettetal bekommt es mit
dem Spitzenreiter aus Brüggen zu tun.
SV Blau-Weiß Niederkrüchten - Rhenania Hinsbeck 2 2:0 (0:0). Der SV BlauWeiß Niederkrüchten nistet
sich im oberen Drittel der
Liga ein. Gegen die Reserve
aus Hinsbeck reichte der
Mannschaft von Trainer
Frank Fretz ein Doppelschlag
von Tim Wolff in der 74. und
79. Minute, um drei weitere
wertvolle Punkte einzufahren. Hinsbeck bekommt es
nun im Kellerduell mit dem
SC Waldniel 2 zu tun, Niederkrüchten muss nach
Leuth.
TIV Nettetal - VSF Amern
2 2:4 (2:1). Die erste Hälfte
endete für die Hausherren
vielversprechend. Nachdem
Sasa Rakic TIV in Führung
schoss (19.) und Amerns
Christian Loers für den Ausgleich sorgte (26.), war es
Tufan Paksu, der kurz vor
dem Wechsel zum 2:1 traf.
Nach der Pause dann ein
völlig anderes Bild: Amern
machte mit TIV kurzen Prozess, nutzte die Chancen effektiv und ging nach Toren
von Cihat Aslan (51.), Marcel Grote-Decaille (76.) und
Christian Gorißen (90.) mit
4:2 als Sieger vom Platz. TIV
gastiert nun in Vinkrath,
Amern muss gegen Vorst
ran.
SV Vorst - SC Union Nettetal 2 8:1 (2:1). Halil Dost (5),
Marcel Kließ (2) und Stephan
Dohrenbusch sorgten mit
KSB will den Kreis bewegen
Kreis Viersen. Lob und
Informationen hatte Rolf
Meier, Berater des Landessportbundes für den Marketing-Check „Bewegt gesund
bleiben“ beim Kreissportbund Viersen, im Gepäck, als
er zur Sitzung des Vorstandes des KSB in das Kreishaus
kam. Mit Gabriele ProschHermes, der Bgb-Verantwortlichen (Bewegt gesund
bleiben) des KSB und der Geschäftsstellenleiterin Klaudia Schleuter hatte er eine 50
Seiten umfassende Analyse
erarbeitet. Der KSB gilt als
gutes Beispiel, das der LSB
anderen Bünden empfiehlt.
Der KSB ist in vielen Programmen des LSB engagiert.
Das Handlungskonzept des
KSB lehnt sich in Inhalt und
Form stark an die Bgb-Programmdarstellung
des
Landessportbundes an. Der
Kreissportbund befindet
sich zudem im Austausch
mit dem Gesundheitsamt
im Handlungsfeld Kindergesundheit, damit Förderangebote der Vereine für
Kinder an Eltern weiter
empfohlen werden können
(Kinder mit Übergewicht,
Bewegungsauffälligkeiten).
Für die Flyer und Kontaktdaten sind die Eltern dankbar. Angebote zur Prävention und Rehabilitation im
Sportverein hat der Kreissportbund in einer Broschüre zusammengefasst.
KSB-Vorsitzender Kurt
Heinrich legt Wert darauf,
die Menschen noch mehr
über die Möglichkeiten zu
informieren, durch Sport
und Bewegung die eigene
Gesundheit positiv zu beeinflussen. Der Slogan
„Sport bewegt Kreis Viersen“ wird durch das Programm „Bewegt gesund
bleiben im Kreis Viersen“
umgesetzt. Deshalb unterstreicht der KSB-Vorsitzende: „Unter dem Motto
„Überwinde deinen inneren
Schweinehund“ kann man
sich mit Hilfe des Verzeichnisses über die Möglichkeiten des Sports und die existierenden gesundheitsorientierten Vereinsangebote
informieren.“
Auskünfte gibt es beim
Kreissportbund Viersen,
Rathausmarkt 3, 41747 Viersen, Telefon 02162/391744,
Fax 02162/39281744, E-Mail:
ksb@kreis-viersen.de.
Sport
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Dilkrath nimmt Fahrt auf
Fußball/Bezirksliga. SC
Waldniel - TSF Bracht 1:1
(0:1). Auf dem Weg unter die
ersten drei Teams der Bezirksliga musste der SC
Waldniel bereits am Freitagabend einen Dämpfer hinnehmen. Trotz optischem
Übergewicht kam die Mannschaft von Trainer Hans
Weecks im Derby gegen die
TSF Bracht nicht über ein 1:1
hinaus. Christopher Frieters
schoss die Gäste dabei nach
41 Minuten zum 0:1, Kai
Schürmann besorgte in der
85. Minute den verdienten
Ausgleich. Die TSF Bracht
empfangen am Sonntag den
Tabellenzweiten aus Wachtendonk-Wankum, Waldniel muss zum Landesligaabsteiger Fichte Lintfort.
Fortuna Dilkrath - DJK
VfL Willich 1:0 (0:0). Drei
Sonntag im Spiel beim Tabellenletzten in Linn.
Am Sonntag riss die Siegesserie von Rhenania Hinsbeck, die
Blau-Weißen unterlagen dem SC Schiefbahn. Foto: Josef Rütten
wichtige Punkte auf dem
Weg aus dem Keller sammelte die Mannschaft von
Danny Thönes gegen Willich.
Während die Fortunen in der
Defensive nichts anbrennen
ließen, musste man sich lan-
ge bis zum entscheidenden
Treffer gedulden. Erst in der
85. Minute markierte Rico
Hildebrand das umjubelte
1:0 für die Hausherren. Die
große Chance auf drei weitere Punkte hat Dilkrath am
Rhenania Hinsbeck - SC
Schiefbahn 1:2 (0:1). Nach
drei Siegen in Serie ging Hinsbeck am Sonntag leer aus.
Gegen den Mitaufsteiger aus
Schiefbahn geriet die Mannschaft von Trainer Tom Neber nach 18 Minuten mit 0:1
in Rückstand, in der 68. Minute erhöhten die Gäste auf
2:0. Zwar gab sich Rhenania
auch nach dem zweiten Gegentor nicht auf, mehr als
der 1:2-Anschlusstreffer
durch Philipp Bongartz eine
Viertelstunde vor Spielende
wollte den Blau-Weißen jedoch nicht mehr gelingen.
Nicht einfacher wird es für
Hinsbeck am kommenden
Sonntag. Dann ist die NeberElf beim Tabellendritten in
Sevelen zu Gast.
SC Union: Jugend blickt positiv auf das erste Saisondrittel
Jugendfußball/Nettetal.
In den letzten Wochen war
es auf den Plätzen der Christian-Rötzel-Kampfbahn
etwas ruhiger. Grund dafür
waren die Herbstferien, die
traditionell bei vielen
Mannschaften für eine kurze Fußballpause sorgen und
ein wenig Luft zum Durchatmen geben.
Insgesamt blickt die
sportliche Leitung aber positiv auf das erste Saisondrittel zurück. Die A1 hat
als älteste Junioren-Mannschaften einen erfreulich positiven Start in der Kreisleistungsklasse hingelegt. Die
Zusammenarbeit zwischen
dem neuen Trainer Sven
Kluge und seinen Kollegen
Torsten Bunte und Stefan
Terporten funktioniert, die
Jungs zeigen eine gute Trainingsbeteiligung, die sich
letztendlich auch in den Ergebnissen widerspiegelt.
Nach sechs absolvierten
Spielen rangiert der SCU auf
Platz vier und ist auf dem
bestem Weg, die direkte
Qualifikation für die neue
Saison zu schaffen.
Das gleiche Ziel hat auch
die B1, die in der früheren
Bestengruppe zu großen
Teilen als junger Jahrgang
aufläuft. Die Truppe von
Benni Weeks und Lutz Krienen, die von Ralf Ungerechts
als Betreuer unterstützt
wird, belegt derzeit den fünften Platz und hat ihr Potenzial besonders bei den drei
Siegen schon aufblitzen lassen. Erfreut ist man beim SC
Union, dass in beiden Altersklassen jeweils eine
zweite Mannschaft ins Rennen geschickt wurde.
In der C-Jugend tut sich
die U15 in der Niederrheinliga
erwartungsgemäß
schwer. Für das Team von
Coach Holger Hannes wird
es ausschließlich darum gehen, sich in der höchsten
Verbandsspielklasse weiterzuentwickeln und möglichst den direkten Abstieg
zu vermeiden.
Gegen die Top-Teams aus
Fischeln und Wuppertal
hielt man gut dagegen, kassierte aber jeweils knappe
Niederlagen. Das 0:1 gegen
den direkten Konkurrenten
SG Essen-Schönebeck vor
den Ferien war dagegen leider verdient und sollte die
Jungs nun für die weiteren
Partien auf Augenhöhe
wachgerüttelt haben.
Die C2 freute sich in der
Kreisleistungsklasse beim
3:3 in Bösinghoven über den
ersten Punkt der laufenden
Saison und machte dabei einen zwischenzeitlichen 1:3Rückstand wett.
Ab dem D-Jugendbereich
abwärts stehen die Ergebnisse weniger im Vordergrund, obwohl die U13 von
Trainer Jens Genter natürlich gerne unter die ersten
sechs Teams der Kreisleistungsklasse kommen würde.
Der Pokalerfolg in Fischeln und der Ligasieg in
Willich dürften dieser spiel-
freudigen Mannschaften
neues Selbstbewusstsein
gegeben haben.
Die U12 sorgt in der Kreisklasse bisher als jüngstes
Team für Furore und überzeugt mit schönem Kombinationsfußball, der mit dem
aktuell zweiten Tabellenplatz belohnt wird.
Die D3 macht ebenfalls
Fortschritte und hat mit
Mehmet Ergin einen frisch
gebackenen Inhaber des
Kindertrainerscheins an
der Seitenlinie, der die erlernten Inhalte nun umsetzen möchte.
Im Grundlagenbereich
von Bambini bis E-Jugend
freut sich der SCU nach der
erfolgreichen WM über großen Zulauf (zum Winter
wird voraussichtlich eine
vierte F-Jugend nachgemeldet) und ist sehr glücklich
darüber, so viele engagierte, motivierte und vor allem
qualifizierte Übungsleiter
in den eigenen Reihen zu haben.
Seite 21
Dyck mit Kantersieg
über Leutherheide 2
Fußball/Kreisliga C2 (ms).
DJK Oberkrüchten 2 - SC
Waldniel 3 5:3 (2:3). Schon
nach sieben Minuten trafen
die Gastgeber zur Führung.
Elf Minuten später glichen
die Gäste aus, ehe Oberkrüchten Mitte der ersten
Halbzeit auf 2:1 erhöhte (31.).
Noch vor der Halbzeit drehten die Waldnieler das Spiel
auf 2:3 (36., 40.). Die Hausherren gaben im zweiten
Durchgang noch einmal
richtig Gas und gewannen
am Ende mit 5:3 (65., 80., 90.).
Spitzkowsky zum 3:1-Endstand verkürzte (72.).
TSV Boisheim 2 - TuS St.
Hubert 3 2:3 (0:1). Mitte der
ersten Halbzeit erzielten die
Gäste das erste Tor der Partie. In der 50. Minute folgte
das 0:2, nur acht Minuten
später antwortete Boisheim
mit dem Anschlusstreffer
durch Rafael Wyschkowski.
Die Dritte aus St. Hubert legte in der 65. Minute das 3:1
nach, der Treffer von Spiridon Gioldasis in der 90. Minute sollte nicht mehr zu einem Punktgewinn reichen.
VfL Willich 5 - Sportfreunde Leuth 3 1:1 (0:0). Nach
einer torlosen ersten Halbzeit waren es die Gastgeber,
die durch Devin Malina in
der 53. Minute in Führung
gingen. Die Gäste setzten alles daran, doch noch einen
Punkt mitzunehmen, was
ihnen durch das Tor zum
1:1-Endstand durch Hendrik
Janissen (80.) auch gelang.
SV Grefrath 3 - SuS Schaag 3 4:2 (2:1). Marco Nelessen brachte die Grefrather
mit seinen beiden Treffern in
der vierten und in der 13.
Minute auf die Siegerstraße.
Carsten Czechau erzielte
Mitte der ersten Halbzeit
den Anschlusstreffer (28.).
Im zweiten Durchgang traf
Kasum Mehmeti zum 3:1
(65.), ehe Aaron Geuer den
Sack mit dem 4:1 in der 67.
Minute zu machte. Dennis
Baumgarten erzielte den 4:2Endstand.
TSV Kaldenkirchen 3 DJK Fortuna Dilkrath 3 1:3
(0:2). Mitte der ersten Halbzeit schlugen die Gäste gleich
doppelt zu. Matthias Mewissen brachte sie in Front (25.)
und nur vier Minuten später
legte Jens Löwenstein das 2:0
nach. In der 53. Minute erhöhte erneut Matthias Mewissen auf 3:0, ehe Roman
Borussia Oedt - Concordia Lötsch 8:0 (4:0). Oedt siegte verdient gegen die Lötscher. Sie kontrollierten von
Beginn an das Spiel und trafen bereits in der ersten Halbzeit zum 4:0. Auch in Durchgang zwei hatten die Lötscher keine Lösung gegen
gute Oedter parat und ließen
weitere vier Gegentore zu.
Am Ende gewann Oedt verdient mit 8:0.
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FC Lobberich/Dyck - BSV
Leutherheide 2 6:0 (2:0). In
der 14. Minute erzielte Roman Salzmann die Führung
für die Gastgeber und
brachte diese damit auf die
Siegerstraße.
Neun Minuten später legte Philipp Felsch das 2:0
nach. Fünf Minuten nach
Wiederanpfiff erhöhte Tobias Pollmer das 3:0, ehe erneut Roman Salzmann Treffer Nummer zwei (58.) und
drei (67.) an diesem Spieltag
markierte. Sebastian Lankes sorgte mit seinem Tor in
der 80. Minute für den Endstand von 6:0.
Kann Union gegen Broekhuysen nachlegen?
Amern schafft den Abschluss
VON BJÖRN DICKMANNS
Fußball/Landesliga. Nach
dem 1:0-Sieg über den VfL
Tönisberg waren die mitgereisten Fans aus Nettetal
wohlauf und freuten sich
über den vierten Platz in der
Tabelle. Das Team von Trainer Alexandre Chiquinho
hatte in einigen Momenten
das nötige Glück und schaffte es, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Dabei bemängelte der
Coach am Ende abermals die
fehlende Abschlussstärke in
seinen Reihen. „Wir hätten
den Sack vorher schon zumachen können, lassen aber
wiedermal viele Chancen
liegen. Trotzdem freut mich
der Sieg und auch die derzeitige Tabellensituation“, so
der Coach. Nach einer schönen Kombination schloss
Markus Keppeler ab, der Ball
wurde geklärt, doch der Linienrichter hatten die Kugel
hinter der Linie gesehen. „Sicherlich eine etwas undurchsichtige Situation“, so
der Coach des SCU. Letztlich
kann es den Seenstädtern
auch egal sein, jetzt will man
gegen den Aufsteiger aus
Broekhuysen nachlegen und
sich weiter von den unteren
Tabellenplätzen entfernen.
Chiquinho: „Wir wollen mit
den Plätzen unten nichts zu
tun haben, wir sind auf ei-
nem guten Weg und werden
uns mit großer Konzentration auf das Spiel am Sonntag
vorbereiten.“
Die VSF Amern mit Trainer Rainer Bruse scheinen
langsam die Kurve zu bekommen. Nach dem Sieg gegen Tönisberg gewannen
die Schwalmtaler auch das
Match gegen Teutonia St.
Tönis mit 1:0. Schon nach 18
Minuten traf Rene Jansen per
Strafstoß, nachdem Axel
Schumacher gefoult wurde.
„Wir haben viele Sachen
eintrainiert und mich freut
besonders, dass die Mannschaft diese Dinge schnell
umsetzen konnte. Wir standen extrem gut gestaffelt
und haben die Defensivleistung gezeigt, die uns auch
mal ausgezeichnet hat. Ich
freue mich über den Sieg“,
so Bruse. Besonders auf sich
aufmerksam machen konnte Keeper Sven Bolder, der
normalerweise dritter Torhüter in der Riege der Amerner ist. „Sven hat seine Sache sehr gut gemacht, er war
ein guter Rückhalt“, so Bruse. Nun will sein Team gegen den SV Straelen weiter
punkten und endgültig wieder ins Mittelfeld zurückkehren. „In der Liga muss
man höllisch aufpassen, wir
sind immer noch nicht aller
Sorgen los“, so Bruse. Der 1.
FC Viersen tritt derzeit et-
was auf der Stelle. Am vergangenen Sonntag kam die
Mannschaft von Trainer
Willi Kehrberg nicht über
ein 1:1 gegen den SV Straelen hinaus. In der 39. Minute
geriet die Truppe vom Hohen Busch in Rückstand,
erst in der 75. Minute erzielte Hakan Sayici den Treffer
zum Remis. Viersen wurde
IMMER AM
BALL...
in der Tabelle vom SC Union
Nettetal verdrängt und
steht derzeit auf dem fünften Rang. Im Spiel am Sonntag gegen Schlusslicht GSV
Moers will sich die Mannschaft von Trainer Willi
Kehrberg weitere Punkte sichern, um sich im oberen
Drittel der Tabelle zu etablieren.
Sport
Seite 22
Neuer Ansprechpartner
beim KSB
Kreis Viersen (hws). Benjamin Skalnik ist seit dem 1.
September neuer Ansprechpartner für den Bereich
„NRW bewegt seine Kinder“
und die Jugendarbeit im
KreisSportBund Viersen.
Der 30-Jährige Sportwissenschaftler arbeitet schon viele Jahre in verschiedenen
Bereichen des Sports. Neben
Tätigkeiten beim Stadtsportbund und dem athletica
Sportinternat in Düsseldorf
war er unter anderem für
die Planung und Durchführung der Special Olympics
Düsseldorf 2014 mitverantwortlich. Zudem ist er schon
mehrere Jahre als Trainer im
Tolles Herbstcamp in Hinsbeck
Leistungssport unterwegs.
Der Schwerpunkt seiner Arbeit im KSB Viersen ist der
Ausbau von Kooperationen
(Schule und Verein), der
Ausbau von Qualifizierungsangeboten und die Beratung von Jugendvorständen im Kreis Viersen. Benjamin Skalnik ist für Sie da:
montags bis donnerstag 8
bis 16 Uhr
freitags von 8 bis 12 Uhr
Sportjugend im KreisSportBund Viersen e.V., Rathausmarkt 3, 41747 Viersen, Telefon: 02162/391477, Fax:
02162/39281477, E-Mail:
Benjamin.Skalnik(a)kreisviersen.de.
Ihre Spende hilft kranken, behinderten
und vernachlässigten Kindern in Bethel.
356
Unentschieden im AH-Derby
AH -TSV Kaldenkirchen
Ü50 2:2 (2:1) (hws). In einem
kampfbetonten aber durchweg fairen Spiel gab es im
Duell der Nachbarn ein am
Ende gerechtes Unentschieden. Der Gastgeber ging bereits in der ersten Minute
mit dem ersten Angriff in
Führung.
Die Gäste brauchten ein
Zeit, um sich von diesem
frühen Treffer zu erholen
und erzielten Mitte der ersten Halbzeit durch Thomas
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Lintjens den Ausgleich. Bereits kurze Zeit später gingen die Sportfreunde Leuth
nach einem Konter in Führung, die auch bis zur Halbzeit Bestand hatte. In der
zweiten Hälfte hatte der TSV
mehr vom Spiel. Es reichte
aber nur noch zum Ausgleich, als Jochen Schmitz
nach einem Eckstoß den Ball
abfälschte. Auf beiden Seiten boten sich noch weitere
Chancen, die aber ungenutzt
blieben.
Jugendfußball/Hinsbeck. Alle waren sie vertreten: Bastian Schweinsteiger,
Christoph Kramer, Manuel
Neuer, Mario Götze, sogar
Lionel Messi stand auf dem
Feld von Rhenania Hinsbeck.
Jedenfalls auf den Trikots der
über 80 fussballbegeisterten
Kids, die in den Herbstferien
beim Camp der Fussballschule Grenzland in Hinsbeck erneut trainieren konnten, wie ihre großen Vorbilder. An drei Tagen waren
bei schönstem Herbst-Wetter ausgebildete Trainer
verantwortlich dafür, dass
die Nachwuchskicker im
Alter von sechs bis 13 Jahren
ihre fussballerischen Fähigkeiten ausbauen konnten.
Einer der Trainer war der
ehemalige Bundesligaprofi
Chiquinho, der vor einigen
Jahren noch seine Schuhe für
Borussia Mönchengladbach
schnürte. „Es war toll zu
sehen, wie die Kinder Spaß
am Fußball hatten. Da geht
einem Brasilianer wie mir
natürlich das Herz auf.“ so
der sympathische Trainer
80 Kinder nahmen am Fußball-Herbstcamp in Hinsbeck teil. Foto: privat
der Fussballschule Grenzland. Passspiel, Dribbling,
Torabschluss, all dies und
noch viel mehr stand auf
dem Übungsplan der drei
Tage in Hinsbeck. Neben
Chiquinho arbeiteten professionelle Trainer aus den
Nachwuchsleistungszentren deutscher und nieder-
ländischer Proficlubs, ein
ehemaliger
DFB-Stützpunktcoach sowie Rot-Weiß
Essen-Profi Mario Neunaber
und ein gesonderter Torwarttrainer mit den Jungen
und Mädchen. Zum Abschluss wurde ein großes
Turnier gespielt, in dem die
Kids ihre neu erlernten Fä-
higkeiten den anwesenden
Eltern präsentieren konnten.
Auch in allen kommenden
Ferienzeiträumen bietet die
Fussballschule Grenzland
wieder Fußballcamps in der
Region an. Informationen
dazu
gibt
es
unter
www.fussballschulegrenzland.de.
TIV 2 führt Hinsbecks Reserve vor
Kreisliga C1: Dülken gewinnt klar gegen Leutherheide
Fußball/Kreisliga C1 (ms)
SuS Schaag 4 - TuS St. Hubert 2 1:2 (1:1). Schon in der
16. Minute gingen die Gäste
durch David Piepers in Führung.
Robert Orlowski glich auf
Seiten der Schaager nur acht
Minuten später aus. Danach
war es eine ausgeglichene
Partie, mit dem besseren
Ende für St. Hubert. Drei
Minuten nach dem Seitenwechsel erzielte Philip Jaletzky die Führung für die
Gäste und machte damit
drei Punkte klar.
SG Dülken - TSV Kaldenkirchen 2 0:1 (0:0). Nach einer torlosen ersten Halbzeit
waren es die Kaldenkirchener, die durch Stefan Küppers in Führung gingen (52.).
Die Gastgeber setzten alles
daran, den Rückstand wieder wett zu machen, scheiterten aber.
Am Ende gewannen die
Gäste mit 1:0 und nahmen
drei Punkte mit nach Hause.
Dülkener FC 2 - Sportfreunde Leuth 2 8:0 (3:0).
Marcel Busch netzte bereits
nach sieben Minuten zur
Führung für die Gastgeber
ein. Weitere sieben Minuten
später erhöhte Phillip Deutges auf 2:0, ehe Dennis Dziallas den Dülkenern mit seinem Eigentor in der 20. Minute zum 3:0 verhalf.
Erneut Marcel Busch traf
nur eine Minute nach Wiederanpfiff zum 4:0, Marcel
Kempkes erhöhte nur vier
Minuten später auf 5:0. Phillip Deutges (55.), Patrick
Bohnen (73.) und Calogera
Ficarra (86.) trafen zum 8:0Endstand.
SV Niederkrüchten 2 - SW
Elmpt 2 3:2 (2:1). Schon nach
zwei Minuten netzte Jan
Schneider zur Führung für
die Gastgeber ein. Toni Büscher glich in der 13. Minute
aus, Jan Schneider erzielte
nur drei Minuten später die
erneute Führung. Eine Minute nach dem Seitenwech-
sel erhöhte Max Schrievers
auf 3:1. Der Anschlusstreffer
von Reegnnantt Ratnasingham in der 50. Minute sollte
nicht zu einem Punktgewinn
reichen.
SV Vorst 2 - Borussia Oedt
2 0:2 (0:2). Die Gäste machten schon in der ersten Halbzeit alles klar. Jens-Simon
Grabosch traf zur Führung
(27.), ehe Dennis Kylau mit
dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhte. Im zweiten Durchgang setzten die Hausherren noch einmal alles daran,
das Spiel zu drehen, doch
ihre Mühen waren vergebens. Am Ende gewann Oedt
mit 2:0.
TIV Nettetal 2 - Rhenania
Hinsbeck 3 11:1 (3:0). Ganze
elf Mal musste der Schlussmann der Hinsbecker hinter
sich greifen. Zur Pause führte die Heimelf mit 3:0, in der
zweiten Halbzeit drehten sie
dann erst so richtig auf. Nach
dem Treffer zum 3:1 von Nils
Jacobs in der 48. Minute
schossen die Gastgeber weitere acht Tore.
TVAS Viersen - TuRa
Brüggen 3 1:2 (0:0). Nach
einer torlosen ersten Halbzeit gingen die Gäste in der
70. Minute durch den Doppelschlag von Sebastian
Krons mit 2:0 in Führung.
Die Viersener mobilisierten
noch einmal alle Kräfte, kamen jedoch nicht über den
Anschlusstreffer von Fuat
Yuzay hinaus (80.).
DJK Oberkrüchten - VSF
Amern 3 6:0 (2:0). Durch die
Treffer von Christian Rein
(13.) und Christian Quindeau (18.) führten die Gastgeber zur Pause mit 2:0. Drei
Minuten nach Wiederanpfiff
erhöhte erneut Christian
Quindeau auf 3:0, ehe Delano
Scholz nur sieben Minuten
später zum 4:0 einnetzte.
Konstantinos Labrianidis
(77.) und Delano Scholz (81.)
trafen zum 6:0-Endstand.
VSF erhalten Baugenehmigung für Kunstrasenplatz
Fußball/Amern. Schon
seit einigen Monaten arbeiten die VSF Amern intensiv
an ihren Plänen für einen
Kunstrasenplatz. Nun gibt
es weiteren Teilerfolg des
Projekts zu vermelden: Der
eingereichte
Bauantrag
wurde angenommen, die
Rot-Weißen haben die offizielle Genehmigung für den
Bau des neues Fußballplatzes im Rösler-Stadion. „Wir
sind sehr froh, dass wir nun
Gewissheit haben. Es hat viel
Arbeit in den Plänen für den
Kunstrasen gesteckt, aber es
hat sich gelohnt“, sagt Uli
Fiedler, 1. Vorsitzender der
VSF. Gemeinsam mit Architekt Georg Schlate haben die
Amerner nun das Fundament, auf dem alle weiteren
Planungen aufsetzen: „Wir
wissen jetzt genau, wo wir
stehen und was wir zu erledigen haben“, so Fiedler
weiter. Vor allem von der
Zusammenarbeit mit Schlate zeigt sich der VSF-Chef
beeindruckt: „Georg Schlate
berät uns ausgezeichnet, er
bringt wirklich ungemeine
Kompetenz mit.“
Aber die Verantwortlichen in Amern wissen auch,
dass die Baugenehmigung
nur ein Schritt von vielen ist.
„Es ist optimal, dass wir nun
die Genehmigung haben, um
uns stärker auf all die anderen Aufgaben zu konzentrie-
ren, die nun anfallen“, schaut
Fiedler voraus. Dazu zählen
logistische und bautechnische Fragen, aber auch das
Finanzierungskonzept.
„Wir werden auch in Zukunft die Unterstützung
unserer Mitglieder brauchen, um dieses Projekt zu
realisieren“, weiß der VSFVorsitzende. Angesichts des
bisherigen Verlaufs schaut
er aber optimistisch in die
Zukunft.
Sport / Grenzland
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
GEG erfolgreich gegen überforderte Neusser
Seite 23
H EIMAT
FÜR
G ENUSSVERSTÄRKER
N ATÜRLICH N ATURPARKE !
Eishockey/Grefrath. GEG
- Neuss 1B 13:5. Gegen etwas
überforderte Neusser gelang
Phoenix am letzten Sonntag
ein verdienter 13:5-Sieg. Lukas Bisel sorgte bereits in der
6. Spielminute für den Führungstreffer und nur eine
Minute später erhöhte Roby
Haazen auf 2:0. Neuss verkürzte zwar in der 8. Minute
auf 2:1, doch Routinier Rene
Reuter gelang fast im Gegen-
zug der Treffer zum 3:1. Nach
13 Minuten war es wieder
Rene Reuter, der auf 4:1 erhöhte, bevor Jugendspieler
Brendon Görres, mit seinem
ersten Tor für die Seniorenmannschaft, für den 5:1Stand nach dem ersten Drittel sorgte. Im zweiten Drittel
kamen die Neusser druckvoller ins Spiel und verkürzten auf 5:2. Grefrath blieb
aber spielbestimmend. Im
Zweiminutentakt trafen Sascha Schmetz, Jerome Baum
und wiederum Sascha
Schmetz zum 8:2. Mit einem
9:2 nach einem Treffer von
Dennis Lüdke ging es in die
Pause. Im letzten Drittel
schalteten die Grefrather einen Gang zurück. Neuss verkürzte auf 9:3, doch Roby
Haazen stellte schnell mit
dem 10:3 in der 42. Minute
den alten Abstand wieder
her. Die etwas offensivere
Spielweise ermöglichte es
den Neussern auf 10:4 heranzukommen, aber mit einem Doppelschlag führte der
Phoenix in der 51. Minute mit
12:4 durch Treffer von Jerome Baum und Carsten Reimann. Die Gäste verkürzten
in der 55. Minute noch auf
12:5, doch Carsten Reimann
sorgte kurz vor Spielende für
den 13:5-Sieg für Grefrath.
Erster Sieg für Bügler
Bügeln/Grefrath (maba).
Im sechsten Spiel hat es endlich geklappt. Die erste
Mannschaft des BC Dorenburg landete am Freitag den
ersten Sieg der Saison 2014/
15. Nach einem überaus
spannenden Match, bei dem
das Team schon 0:2 zurück-
lag, gab es am Ende doch
noch einen 3:2-Sieg gegen
das Team vom HBC Helden.
Norbert Ostermann, Jörg
Harnisch und Ralf Beurskens holten die Punkte
für das Grefrather Team,
dass sich sehr kampfstark
zeigte. Die zweite Mann-
schaft kommt nach dem
Aufstieg in die dritte Klasse
nicht zurecht. Erneut gab es
eine knappe 2:3-Niederlage,
diesmal beim Gastspiel in
Maasbree. Die 2:3-Niederlagen sind zum Standardergebnis geworden. Nur
Hannelore Ostermann und
Ralf Krzywda gewannen
ihre Spiele. Beide Teams sind
am kommenden Freitag
wieder im Einsatz. Die erste
Mannschaft reist nach Ospel und die zweite Mannschaft spielt auf dem Strufenhof an der Ostumgehung
um 20 Uhr gegen Kessel.
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Run & Walk in Brüggen
Laufsport/Brüggen. Am Samstag, 8. November, sind alle
Lauf- und Walking-Sportler zum „Brüggen Run&Walk“
eingeladen. Der Reinerlös der Veranstaltung, die in diesem
Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet, geht an die Karlheinz Böhm-Stiftung „Menschen für Menschen“. Angeboten wird neben der Acht- und der 22-Kilometer-Runde in
diesem Jahr erstmals auch eine 13 Kilometer lange Strecke.
Start und Ziel ist das Gelände rund um die Burg Brüggen.
Um 13.30 Uhr geht es los. Das Startgeld für die 22 und die 13Kilometer-Strecke beträgt fünf Euro, für die Acht-Kilometer-Strecke drei Euro. Anmeldungen per E-Mail an
brueggenrunandwalk@gmx.de oder per Fax an 02841180354.
Feuerwehr Nettetal präsentiert sich auf dem Ferkesmarkt
Unter dem Motto: „Willst Du mit uns durchs Feuer gehen?“
Feuer gehen?“ gemeinschaftlich zu präsentieren,
um aktive Mitgliederwerbung zu betreiben. Auf dem
Vorplatz vor dem alten Kino
auf der von-Bocholtz-Str.
wird die gesamte Bandbreite der umfangreichen und
abwechslungsreichen Arbeit gezeigt, die mit einer
Ausstellung aller Sonderfahrzeuge begleitet wird.
Der Schwerpunkt wird jedoch darin liegen, für inter-
essierte junge Menschen
Rede und Antwort zu stehen, die es vielleicht einmal
in Erwägung gezogen haben,
Mitglied der Feuerwehr zu
werden. Oder diejenigen, die
der Sache noch ganz unvorbelastet gegenüberstehen,
aber noch nicht die Gelegenheit gefunden haben, einen
Ansprechpartner zu finden,
der ihnen viele Fragen rund
um die Mitgliedschaft beantwortet. Im Informations-
zelt stehen die Löschzugführungen der einzelnen Löschzüge als Ansprechpartner
für umfangreiche Auskünfte zur Verfügung.
In den letzten Jahren stagnierte der Personalzulauf
durch veränderte Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und im Freizeitverhalten. Um in den kommenden Jahren nicht in einen
personellen Engpass zu geraten, ergreift man die In-
itiative, um auf die Wichtigkeit und Notwendigkeit des
Wirkens in der Freiwilligen
Feuerwehr Nettetal hinzuweisen. „Vielleicht schaffen
wir es mit diesem und folgenden öffentlichen Auftritten mit unseren Anliegen
uns tiefer ins Bewusstsein
der Bevölkerung zu verankern. Wir freuen uns auf hoffentlich viele interessante
Gespräche, „ so Pressesprecher Dirk Heussen.
Gemeinsam übers Eis toben
Mit und ohne Behinderung beim Spielefest in Grefrath
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Nettetal. Es ist nicht das
erste Mal, dass sich die Feuerwehr auf dem Ferkesmarkt der Öffentlichkeit
präsentiert. Viele Jahre begleitete der Löschzug Lobberich mit verschiedenen
Aktionen das Marktgeschehen. Die hieraus positiven
gewonnen Erfahrungen
nehmen nun alle Nettetaler
Löschzüge erstmalig zum
Anlass, sich unter dem Motto „Willst Du mit uns durchs
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Grefrath. Barrieren überwinden, Vorurteile abbauen und Verständnis wecken
- das steht im Mittelpunkt
beim „Spielefest auf dem Eis“.
Menschen mit und ohne Behinderung treffen sich am
Samstag, 8. November, im
Grefrather EisSport & EventPark, Stadionstraße 161. Die
15. Auflage steigt von 17.30
bis 19 Uhr. Die Sportjugend
im Kreissportbund Viersen
und der Kreis Viersen laden
Gemeinsam übers Eis toben, das geht beim Spielfest des
Kreissportbundes. Foto: KSB
ein. Eintritt und Schlittschuhverleih sind frei. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Teilnehmer sollten Handschuhe mitbringen. Jung und Alt können sich
an Bewegungsstationen
austoben, ihre Geschicklichkeit bei Wurfspielen unter
Beweis stellen und zum Eishockeyschläger greifen. Rollstuhlfahrern können mitmachen, da alle Spiele auch auf
stumpfen Eis möglich sind.
Unterstützt wird der
Kreissportbund von der Recreatieve Schaatsverenigung Noord-Limburg, dem
Behindertensportverband,
dem Eisschnelllaufclub Grefrath und dem Grefrather
Schlittschuh-Klub. Die Rotkreuz Jugend gewährleistet
am Abend der Veranstaltung einen reibungslosen
Ablauf. Sponsor ist die Sparkasse Krefeld / Kreis Viersen.
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Seite 24
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Nettetal. Für die weiterführenden Schulen in Nettetal gehört es am kommenden Donnerstag, 30. September, zum Pflichtprogramm der neunten Klassen, dass rund 500 Schülerinnen und Schüler aus
sechs
weiterführenden
Schulen in ihre Wunschbetriebe hinein schnuppern
dürfen.
Organisiert wird der „Tag
der Offenen Tür der Nettetaler Betriebe“ von der Bildungskoordinatorin Monika Ioannidis in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung.
Lukas Frenken erklärt den Schülerinnen und Schülern welche Voraussetzungen sie für eine
Ausbildung der Bank sie erfüllen sollten. Foto: Archiv (Susanne Peters)
Auf der Internetseite der
Stadt Nettetal können sich
die Schüler die so genann-
ten Steckbriefe der Firmen
ausdrucken, der Firmenstempel auf dem Steckbrief
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Tag der offenen Betriebe 2014
Seite 25
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Er freue sich sehr, den
Schülerinnen und Schülern,
gemeinsam mit seinem
Team, die unterschiedlichen
Bereiche wie Verwaltung,
Buchhaltung und technische Betreuung vorstellen
zu können.
„Das Aufgabengebiet in
der Immobilienbranche ist
vielfältig“, weiß er, „ebenso
ist es immer wieder interessant für die Jugendlichen zu
erfahren, wie eine Ausbildung bei uns aussieht und
welche beruflichen Möglichkeiten darüber hinaus
sich für sie ergeben.“
So sei es nach einer Ausbildung zum Immobilienkaufmann durchaus möglich, auch Karriere in einer
Bank, einer Versicherung
oder einem Investmentunternehmen machen.
Lukas Frenken, im vergangenen Jahr Auszubildender
bei der Volksbank Krefeld,
erklärte den Schülern: „Was
auf jeden Fall von euch erwartet wird, wenn ihr eine
Ausbildung zum Banker
machen wollt, ist Spaß im
Umgang mit Kunden und
Einfühlungsvermögen. Die
Kunden sollen sich bei euch
wohlfühlen.“
Ob kaufmännische Bereiche oder Handwerk - das
dient der Schule als Nachweis der Teilnahme.
Auch Sven Kath (Kaufmännischer Vorstand, Baugesellschaft) lädt für diesen
Tag Schülerinnen und Schüler ein. „Wir haben bisher
in jedem Jahr teil genommen“, berichtet er, „da wir
das einzige Wohnungsunternehmen dieser Art in
Nettetal sind, ist es nicht
selbstverständlich, hier in
dieser Branche zu landen.“
Angebot ist groß und die
Firmen freuen sich auf rege
Teilnahme.
Folgende Unternehmen
beteiligen sich unter anderem: Anton Thelen GmbH
(Leuth),
Balneum:art
(Leuth), Frank Dahlmeyer
Elektro (Breyell), FSN Fritz
Schiffer Dachdeckerei (Lobberich), Manfred Göppert
Maler- und Tapezierarbeiten (Lobberich), Möbel
Busch (Lobberich), Philipp
Hammans Optik (Breyell),
Robert Hellmann Schreinerei (Lobberich), Klaus Hegholz Möbelschreinerei (Lobberich), Beate Strumpen
KosmEthik (Lobberich), Familie Stefan Bäumges Alter
Braukeller (Schaag), Saage
Treppenbau (Leuth), Sebastian Apotheke (Lobberich),
Stadtwerke Nettetal (Kaldenkirchen), Volksbank
Krefeld e.G. (Lobberich)
BlaulichtReport
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Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
Tiefenentspannt
Dülken. Offenbar sehr erfolgreich verlief am Montagabend ein Entspannungskurs mit mehreren Teilnehmern in einem Bürogebäude
auf der Kreuzherrenstraße.
Um 20 Uhr löste die Alarmanlage in dem Gebäude aus.
Die Einsatzkräfte der Viersener Polizeiwache vernahmen Stimmen aus dem Gebäudeinneren. Ein Gespräch
zwischen Polizei und Menschen im Gebäudeinneren
durch die geschlossene
Haustür verlief vollkommen
entspannt und deutete nicht
auf ein kriminelles Tun im
Gebäude hin.
Der Polizeibeamte bat seinen Gesprächspartner, die
Haustür zu öffnen, was misslang: Der Schlüssel passte
aufs Innenschloss, die Tür
war jedoch zusätzlich von
außen verschlossen und ließ
sich von innen nicht aufschließen. Entspannt und
vertrauensselig, dass tatsächlich die Polizei Einlass
begehrte, denn sehen konnte
man von innen nichts, reichte jemand den Schlüssel
durch den Briefkasten und
die Einsatzkräfte konnten die
Eingeschlossenen befreien.
Wie sich herausstellte, hatte in dem Gebäude ein Entspannungskurs stattgefunden, der offensichtlich so erfolgreich war, dass der letzte
Büroangestellte, der das Gebäude verlassen hatte, die
entspannten und daher sehr
leisen Kursteilnehmer nicht
bemerkt, das Gebäude verschlossen und die Alarmanlage eingeschaltet hatte.
Freche Diebe in Breyell
Breyell. Besonders raffiniert und unverfroren gingen Metalldiebe bei einer Firma auf dem Thalweg vor.
Am Montag gegen 12.45 Uhr
fuhren zwei unbekannte
Männer mit einem Lkw mit
Pritsche auf das Firmengelände einer Metallbaufirma.
Der Lkw hatte ein ausländisches Kennzeichen. Auf dem
Firmengelände sprachen die
beiden Männer eine Angestellte der Firma in englischer
Sprache an und baten um
Hilfe beim Aufladen von
Doppel-T-Stahlträgern.
Ein Mitarbeiter der Firma
half daraufhin mit einem Gabelstapler beim Verladen des
gewünschten Materials,
weil man aufgrund des
selbstsicheren Auftretens
der Männer von einem bestehenden Auftrag ausging.
Erst als die Männer mit ihrer
Beute das Gelände wieder
verlassen hatten, stellte sich
gegen 17 Uhr, nach einer
Rücksprache mit dem Geschäftsinhaber, heraus, dass
es gar keinen Auftrag gab
und man es mit Betrügern
zu tun hatte. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise
zu den beiden Männern und
ihrem Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen. Außerdem warnt die Polizei vor
dieser dreisten, aber offensichtlich erfolgreichen Masche.
In der Nacht von Dienstag
auf Mittwoch vergangener
Woche hatten Metalldiebe
einen Betrieb in Hinsbeck
heimgesucht. Sie hatten verschiedene Metallteile schon
zum Abtransport bereit gelegt, waren aber vermutlich
gestört worden, als gegen
22.15 Uhr ein Mitarbeiter der
Firma mit seinem Auto auf
den Hof fuhr.
Fahrerflucht auf der Autobahn
Unfallfahrzeug in Hardt gefunden
Schwalmtal/Mönchengladbach (hei). Ein schwer
verletzter junger Mann, ein
Corsa, der nur noch Schrottwert hat, eine gesperrte A52
und am Ende auch ein ziemlich demolierter Rover - das
ist die bisherige Bilanz eines nicht alltäglichen Unfalls auf der A52 zwischen
Waldniel und Hostert am
Samstagabend.
Gegen 20.35 Uhr gab es
einen Einsatz für die Feuerwehr-Löschzüge Elmpt und
Oberkrüchten. Die Zuständigkeit der drei Löschzüge
der Feuerwehr Niederkrüchten reicht auf der A52
von der Grenze bis nach
Waldniel. Und zunächst
hatte es auch geheißen, der
Unfall sei im Bereich des
Grenzübergangs. Das wurde allerdings schon korrigiert, als die insgesamt
knapp 40 Wehrleute sich
gerade auf den Weg machten.
Sie erreichten schnell die
Unfallstelle und konnten
sich Hand in Hand mit dem
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A`jCgflYclrmjHgdar]a2
L]d]^gf2(*).*%+//%(
Gewalt zwischen Stiefvater,
27Jahre alt, und seinem 13jährigen Stiefsohn den Sachverhalt zu klären und die
Streitenden zu trennen, sowie den aggressiven Stiefvater des Hauses zu verweisen, richtete sich die Aggression sowohl des Stiefvaters
als auch der übrigen Familienangehörigen gegen die
einschreitenden Polizeibeamten.
Ein 51-jähriger Beamter
der Polizeiwache Nettetal
wurde hierbei verletzt und
musste mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Er konnte
nach ambulanter Behandlung entlassen werden, ist
aber bis auf weiteres nicht
dienstfähig.
Rettungsdienst um die Sicherung der Unfallstelle und
die Hilfe für den 23-Jährigen
aus Neuss, der mit seinem
Corsa unterwegs gewesen
war, kümmern.
Zeugen
schilderten
schnell, dass es sich um einen Auffahrunfall gehan-
Und der Rover in Hardt am Friedhof.
delt habe. Ein großer dunkler Wagen sei dem Corsa
„hintendrauf gerauscht“
und einfach weitergefahren.
Feuerwehrleute
aus
Elmpt nahmen die Spur auf.
Teilweise konnte man recht
gut Öl auf der Fahrbahn erkennen. In der Baustelle in
Hostert wurden sie das erste Mal fündig: Ein abgerissenes Kennzeichen, das, wie
sich später herausstellte,
tatsächlich zu einem unfallbeschädigten Auto gehörte.
Die nächste Ausfahrt ist
Hardt, und auch dort hatte
der flüchtende Wagen deutliche Öl-Hinweise hinterlassen. An der Nikolausstraße,
direkt vor dem Hardter
Friedhof entdeckten die
Wehrleute dann das Auto.
Sie konnten, während sie
darauf zu fuhren, noch sehen, dass jemand aus dem
Auto sprang und auf den
Friedhof flüchtete.
Die Polizei stellte den Rover, dessen Unfallbeschädigungen zu den Beschreibungen der Zeugen passen, sicher. Er ist in Schwalmtal
zugelassen.
Zurzeit laufen die Ermittlungen, wer an diesem
Abend den Wagen gefahren
haben könnte. Die Halterin
wird dazu ebenso befragt
wie Zeugen und die Feuerwehrleute, die die Gestalt
des Flüchtenden gesehen
haben. Auch mit Hilfe der
Kriminaltechnik kann man
möglicherweise nachweisen, wer am Steuer gesessen
haben muss.
Unerlaubtes Entfernen
vom Unfallort - so der juristische Ausdruck für die
vorliegende Straftat - wird
mit Geldstrafe oder Haft von
bis zu drei Jahren bestraft.
Wenn der Verursacher gefunden worden ist, wird er
sich vor Gericht verantworten müssen.
Wohnungsbrand in Dülken
Familienstreit eskaliert
Elmpt. Am Montagabend
um 19.57 Uhr wurde auf
dem Hillenkamp ein Polizeibeamter bei einem Einsatz verletzt. Bei dem Versuch anlässlich eines Einsatzes wegen häuslicher
Der Corsa an der Unfallstelle auf der A52. Fotos: Heike Ahlen
Dülken (hei). Glück im
Unglück haben am Freitagabend vergangener Woche
die Bewohner einer Wohnung im ersten Stock eines
Mehrfamilienhauses an der
Breyeller Straße in Dülken
gehabt. Aus ungeklärter Ursache war in einem Zimmer
ein Feuer ausgebrochen. Die
Feuerwehr konnte den
Brand aber rasch unter Kontrolle bringen, niemand
wurde verletzt. Einrichtungsgegenstände wurden
allerdings zerstört, auch am
Gebäude entstand nach Polizeiangaben leichter Schaden. Ausgelöst wurde der
Brand nach den Ermittlungen der Polizei durch ein
nicht strafmündiges Kind,
das unsachgemäß mit Feuer
hantierte.
Die Feuerwehr hatte den Brand in Dülken rasch unter Kontrolle. Foto: Heike Ahlen
BlaulichtReport
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Seite 27
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
Neues aus der Friedensmission im Südsudan
Kreis Viersen. PHK Heiko
Lammertz versieht normalerweise seinen Dienst auf
der Polizeiwache in Viersen.
Seit Anfang des Jahres befindet sich der Viersener Polizist im Südsudan, wo er an
einer UN-Friedensmission
teilnimmt.
Wir hatten über den Viersener Polizisten und seine
Aufgaben im Südsudan
mehrfach berichtet. Bei einem seiner Heimaturlaube
hat der Nettetaler Familienvater im Juli über seine Arbeit in dem afrikanischen
Land und auch über seine
ehrenamtliche Tätigkeit in
der Stadt Aweil erzählt. In
diesem Mediengespräch
hatte der Polizeibeamte
auch über das Hilfsprojekt
„Kinderschutzhaus“ berichtet, das er gemeinsam
mit einem Bremer Kollegen
initiiert hat und mit Hilfe
des Vereins „Lachen helfen“
in die Tat umsetzt. Bei diesem Besuch nahm er auch
die Spende der Polizei Viersen in Höhe von 1.111 Euro
für das Kinderschutzhaus
entgegen, die den Anfang einer bis heute andauernden
Spendenflut darstellte.
Aus dem Südsudan berichtet der Hauptkommissar nun über den Fortschritt
des Hauses, das einigen der
ums Überleben kämpfenden
und meist als Vollwaisen
lebenden Straßenkindern
ein Dach über dem Kopf geben soll. Und dieses Dach ist
in diesen Tagen fertiggestellt
worden. Trotz widriger
Umstände, der Regenzeit,
fehlender Materiallieferungen und vieler weiterer Probleme ist es den beiden Polizeibeamten in Aweil gelungen, das Kinderschutzhaus
Die Kinder freuen sich über den Baufortschritt an „ihrem“ Haus. Verputzt ist es inzwischen
schon. Foto: privat
bauen zu lassen. Lediglich
kleinere Verputz- und Verschönerungsarbeiten sowie
die Inneneinrichtung fehlen
noch, dann können die Kinder einziehen.
Dank der großen Spendensumme, die aktuell bei fast
16.000 Euro liegt und nicht
zuletzt auch von der Bevölkerung des Kreises Viersen
über den Verein Lachen helfen den Weg in den Südsudan fand, können die Straßenkinder in Aweil sich
nicht nur über das Schutzhaus freuen. Es dürfte zudem gelingen, das Haus mit
Betten und Möbeln auszustatten. Auch der Bau einer
Latrine steht auf dem Plan
der beiden Initiatoren. Dem
Viersener Polizisten ist es
wichtig, dass die Spender aus
dem Kreisgebiet an dem
Fortschritt des Hilfsprojekts
teilhaben und bedankt sich
auf diesem Wege per Email
aus dem Südsudan für die
große Hilfsbereitschaft bei
der Kreisbevölkerung:
„Das Projekt schreitet erfreulicher Weise weit voran.
Dank der Spenden! Heute
waren POK Kruse und ich
bei der täglichen Baukontrolle. Es hatte sich ja aufgrund
der schlechten Verkehrswege ein Mangel an Baummaterialien ergeben. Dieses Problem konnte aber mittlerweile gelöst werden. Die
kleinsten der Straßenkinder
sind schon sehr gespannt und
freuen sich, einmal in einem
richtigen Bett schlafen zu
können. Majok und Tong
Tong (ebenfalls auf dem Bild)
haben noch nie in einem Bett
geschlafen, sie kennen nur
den nackten Boden als
Schlafstatt. Das Projekt ist
hoch angesehen bei den Menschen und der Regierung
und man ist dankbar über
diese unvergleichliche Hilfe
der Menschen aus Deutschland. Die Polizei hier freut
sich auch, dass sie dieses
Haus nutzen kann, um Kinder aus Familien herauszunehmen, wenn sie Gewalt
erfahren haben. Bislang gab
es keine Unterbringungsmöglichkeit. Dafür im Namen der Kinder ein großes
Dankeschön in die Heimat!“
Weitere Informationen
zum Projekt und zum Verein „Lachen helfen“ finden
Interessierte auf der Internetseite www.lachen-helfen.de.
Falscher Wasserwerker bleibt ohne Beute
Lobberich. Ohne Beute
blieb ein angeblicher Wasserwerker, bei dem Versuch,
eine 84-jährige Lobbericherin um ihr Geld zu bringen.
Letzte Woche Donnerstag,
12.30 Uhr, klingelte es an
der Wohnungstür der Seniorin im Rosental.
Ein unbekannter Mann
erklärte, er müsse die Leitungen in der Wohnung
prüfen, ein Kollege sei im
Keller und nähme dort die
Prüfung vor. Da im Haus
derzeit Renovierungsarbeiten stattfinden, ließ die ältere Dame den Mann ein. Der
gab der 84-Jährigen diverse
Aufgaben, augenscheinlich
um sich ungestört umsehen
zu können.
Sie sollte in Küche und Bad
das Wasser aufdrehen und
die Heizungen anmachen,
während er im Wohnzimmer allein war. Schließlich
wollte er die Dame 500 Euro
wechseln lassen, um sie „für
die Verluste, die durch das
Öffnen der Heizungen entstanden waren zu entschädigen“.
Vermutlich beabsichtigte er hier einen Wechselbetrug. Die Seniorin erklärte
jedoch, sie habe kein Geld
im Haus und könne nicht
wechseln. Daraufhin verließ der falsche Wasserwerker das Haus. Die Seniorin,
die inzwischen Verdacht
geschöpft hatte, schaute
überall nach, es fehlte jedoch nichts. Die 84-Jährige
beschreibt den Unbekannten als etwa 35 bis 40 Jahre
alt und 1,70 Meter groß. Er
hatte kurze schwarze Haare und war mit einer kurzen
dunklen Lederjacke sowie
einer Stoffhose bekleidet.
Hinweise zu dieser Person
nimmt die Kripo unter der
Rufnummer 02162/377-0
entgegen.
Exhibitionist am Dahmensee
Brüggen. Letzten Sonntag, gegen 15.20 Uhr, zeigte
sich im Bereich des Dahmensees eine männliche Person
einer 25-jährigen Frau aus
Tönisvorst in schamverlet-
zender Weise. Der komplett
unbekleidete Mann wird
von der Geschädigten als
etwa 1,80 Meter groß und
dünn beschrieben. Er hatte
dunkle, kurz rasierte Haare
und trug eine Brille mit Metallfassung.
In der Nähe des Geschehensortes war ein Fahrrad
abgestellt; kurze Zeit später hatte sich nach Zeugen-
aussagen ein Radfahrer in
Richtung Swalmener Straße entfernt. Die Polizei Viersen bittet mögliche Zeugen,
sich unter 02162-377 / 0 zu
melden.
Unvermittelt auf
19-Jährigen losgegangen
Kaldenkirchen. Völlig
überraschend verletzte am
Donnerstagnachmittag
vergangener Woche ein 33jähriger Mann einen 19-jährigen Nettetaler durch einen Messerstich. Der 33jährige Mann, der derzeit
ohne festen Wohnsitz ist,
nächtigt nach Zeugenangaben in einem Zelt in der Nähe
einer Skateranlage/Bolzplatz im Bereich Kreuzmönchstraße.
Mehrere Jugendliche, unter ihnen auch der spätere
Geschädigte, hielten sich
zur Tatzeit, am 16. Oktober,
18.15 Uhr, auf dem dortigen
Bolzplatz auf. Als der 33Jährige um diese Zeit zu seinem Zelt zurückkehrte, lag
das Zelt nach Angaben der
Zeugen flach auf dem Boden. Er ging mit einem Schälmesser in der Hand auf die
Jugendlichen zu und fragte
gezielt den 19-jährigen Nettetaler, wer sein Zelt kaputt
gemacht habe.
Auf die Antwort, dies seien drei kleinere Jungen gewesen, reagierte der Tatverdächtige völlig unerwartet
und verletzte den 19-Jährigen mit dem Schälmesser
am Hals. Zwei Freunde des
Angegriffenen (16 und 18
Jahre alt, ebenfalls aus Nettetal) reagierten sofort und
drängten den Aggressor von
dem 19-Jährigen weg.
Als die Polizei kam, war
der 33-Jährige nicht mehr
am Tatort. Er hatte das Gelände in Richtung Kreuzmönchstraße verlassen.
Im Zuge der Fahndung
konnten die Polizeibeamten
den Tatverdächtigen um
18.28 Uhr im Bereich eines
Waldgebiets am „Galgenvenn“ antreffen und festnehmen. Ihm wurde auf der
Wache in Kaldenkirchen
eine Blutprobe entnommen.
Der Verletzte wurde noch
am gleichen Abend zur Behandlung ins Krankenhaus
gebracht. Die Verletzungen
des 19-Jährigen erwiesen
sich als nicht lebensgefährlich, er konnte das Krankenhaus nach Angabe des behandelnden Arztes einen
Tag später verlassen.
Der 33-Jährige ist in der
Vergangenheit bereits wiederholt wegen ähnlicher
Aggressionsdelikte aufgefallen.
Er wurde dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftrichter erließ Haftbefehl.
Erster Erfolg im Rahmen
der Aktion Riegel vor
Waldniel. Kaum war die
Aktionswoche „Riegel vor“
angelaufen, stellten sich
schon die ersten (Präventions)-Erfolge ein. Am Sonntag um 15.35 Uhr erhielt die
Polizei von einem Anwohner Hinweise auf zunächst
zwei verdächtige Personen,
die auf der Schulstraße in
Waldniel von Tür zu Tür
gingen und klingelten. Wenn
keiner öffnete, suchten sie
unter Fußmatten und an
sonstigen Stellen offenbar
nach versteckten Wohnungsschlüsseln.
Sowohl diese beiden Personen, als auch noch vier
weitere Personen, die jeweils in Zweiergruppen
agierten, konnten die Beamten vor Ort antreffen.
Später fanden sie auch noch
einen Pkw Citroen Jumper
mit ungarischem Kennzeichen, in dem noch zwei
weitere zu der Gruppe gehörende Personen saßen.
Durch Recherchen in den
umliegenden Behörden erfuhren die Beamten, dass
am gleichen Tag, bereits um
13.17 Uhr, das Fahrzeug
und die Personen im Bereich Issum aufgefallen und
kontrolliert waren worden.
Ermittlungen ergaben, dass
alle Personen bereits zuvor
wegen Betrugsdelikten und
zumindest eine wegen Tageswohnungseinbrüchen
in Erscheinung getreten
waren. Bei den Angetroffenen handelte es sich um rumänische Staatsbürger,
fünf Männer und drei Frauen, alle zwischen 21 und 55
Jahren alt.
Konkrete, aktuelle Straftaten konnten den Tatverdächtigen bis zum Abschluss der Personenüberprüfungen nicht zugeordnet werden. Die Betroffenen
konnten die Polizeiwache
nach der Identitätsfeststellung wieder verlassen.
Wie man sieht, helfen die
Hinweise von aufmerksamen Anwohnern der Polizei dabei, Straftaten zu verhindern und Informationen
über mögliche Tatverdächtige zu erhalten. Nur eine
solche Zusammenarbeit
verspricht Erfolg bei der Reduzierung der Zahl von
Wohnungseinbrüchen. Gemeinsam mit Ihnen werden
wir nicht in dem Bemühen
nachlassen, den Einbrechern einen Riegel vorzuschieben.
BlaulichtReport
Seite 28
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
Räuber kam zu spät
Viersen. Bei einem Raubversuch auf eine Tankstelle
an der Dülkener Straße kam
zum einen der Tatverdächtige zu spät und zum anderen nahm er glücklicherweise Rücksicht auf die Angestellte. Am Montag um 22.15
schloss die Angestellte der
Tankstelle wie gewohnt die
Eingangstür zu und schaltete die Alarmanlage scharf.
Als sie sich umdrehte,
stand plötzlich ein Unbekannter mit einem Messer in
der Hand hinter ihr und verlangte wiederholt, sie solle
die Tür wieder öffnen. Sie
erklärte ihm, dies sei nicht
möglich,
ohne
die
Alarmanalage auszulösen.
Als sie hinzufügte, dass sie
kleine Kinder habe, besann
sich der Tatverdächtige, ließ
von seinem Vorhaben ab
und ging über die Dülkener
Straße in Richtung Innen-
stadt weg. Dabei erklärte er,
er werde aber wieder kommen.
Der Tatverdächtige war
etwa 16 bis 22 Jahre alt, 1,70
bis 1,74 Meter groß und
schlank. Er trug ein dunkles
Kapuzenshirt mit breiten
Streifen - vermutlich in
braun/grau - und hatte das
Gesicht mit einem Frotteehandtuch verhüllt, so dass
nur die Augen zusehen waren. Er sprach deutsch und
hatte ein Haushaltsmesser
mit weißem Griff und einer
etwa 10 bis 15 Zentimeter
langen Klinge dabei. Eine
Fahndung der Polizei im
Umfeld blieb ohne Erfolg. Das
Kriminalkommissariat 2
bittet Zeugen, sich unter der
Rufnummer 02162/377-0 zu
melden. Auch Hinweise zu
der verdächtigen Person
nimmt die Kripo unter dieser Nummer entgegen.
Chaosfahrt mit Unfallflucht
Born. Bei einer recht unkontrollierten Autofahrt
richtete eine vermutlich alkoholisierte Frau nicht unerheblichen Sachschaden an
und flüchtete schließlich zu
Fuß vom Unfallort. Am Donnerstag letzter Woch um
16.02 Uhr fuhr eine Frau mit
einem Pkw VW Golf, auf der
Straße Born in Brüggen/
Born, aus Richtung „An der
Kreuzstraße“, in „Stapp“. In
Höhe der Hausnummer 51
kam sie aus bisher ungeklärter Ursache zunächst nach
links von der Fahrbahn ab
und prallte mit ihrer vorderen linken Fahrzeugecke gegen einen Lichtmast. Durch
den Zusammenprall wurde
der Lichtmast komplett
umgeknickt, die Achse des
linken Vorderrades ihres
Pkw brach.
Nach diesem ersten Zusammenprall kam die Frau
anschließend nach rechts von
der Fahrbahn ab und prallte
mit der rechten vorderen
Fahrzeugecke gegen die Vorgartenmauer des angrenzenden Hauses. Die Mauer stürzte auf einer Länge von etwa
drei Metern ein. Die Unfallfahrerin setzte zurück und
fuhr weiter in Richtung
Stapp. Aufgrund der gebrochenen Achse war ihr ein
Lenken nicht mehr möglich,
so dass sie nach rund 30 Metern auf dem Parkplatz vor
dem Friedhof auf dem Gehweg zum Stillstand kam.
Noch am Unfallort unterhielt
sich die Fahrerin kurz mit
Zeugen ihrer Aktion und entfernte sich dann zu Fuß vom
Unfallort. Nach Angabe der
Zeugen roch ihre Atemluft
deutlich nach Alkohol. Die
Fahrerin meldete sich einen
Tag später freiwillig beim
Verkehrskommissariat in
Nettetal. In der Vernehmung
gab sie zu, den Unfallwagen
gefahren zu haben. Sie gab
an, dass familiäre Probleme
Ursache für ihre Unfallflucht
gewesen seien.
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Sparschwein aus
Werkstatt geklaut
Grefrath. Einige zig Euro Bargeld in einem Sparschwein
stahlen Einbrecher aus einem Büroraum in einer Werkstatt
An der Plüschweberei. Die Diebe hatten zwischen Montag,
17.30 Uhr, und Dienstag, 7.50 Uhr, mit einem Stein die
Eingangstür zum Büro eingeschlagen und waren in den
Raum eingestiegen. Hinweise erbittet die Kripo unter der
Rufnummer 02162/377-0.
Patientenorientierte Rettung
Feuerwehr Süchteln übt bei Bröker
Süchteln/Dülken (hei). Wer
am Freitagabend vergangener Woche durch das Industriegebiet Mackenstein
fuhr, dürfte sich über das
zuckende Blaulicht auf dem
Gelände des Abschleppdiensts Bröker gewundert
haben. Die Firma hatte ihr
Gelände und zwei Unfallautos zu Übungszwecken zur
Verfügung gestellt.
Zu Gast dort waren an
diesem Abend 28 Wehrleute des Löschzugs Süchteln
der Freiwilligen Feuerwehr
mit fünf Fahrzeugen. Ihre
Aufgabe: Die Rettung von
eingeklemmten Personen
nach einem schweren Verkehrsunfall. Ein Ford Fiesta
hatte einen VW Passat halbwegs „aufgegabelt“, so dass
dieser wacklig auf dem unteren Auto zu stehen kam.
Zu allem Überfluss hatten
die ineinander verkeilten
Die Süchtelner Wehrleute stellten bei einer Übung unter Beweis,
dass sie Unfallopfer schonend aus einem Wrack bergen können.
Foto: Heike Ahlen
Fahrzeuge auch noch zu
brennen begonnen.
Also galt es zeitgleich, den
Brand zu bekämpfen und
die Unfallopfer zu retten. Die
Person in dem Fiesta war so
schwer verletzt, dass sie
möglichst schnell aus dem
Auto geborgen werden
musste. Wenn man aber
Zeit hat, weil es Rettungskräften gelungen ist, den
Verletzten so zu stabilisieren, dass er nicht in Gefahr
ist und schon mit Infusionen versorgt werden kann,
dann heißt es, sorgsam zu
Werke gehen - „patienten-
orientierte Rettung“ ist angesagt.
Die Feuerwehrleute mussten bei dem Szenario, das
Reiner Rheinfelder als
Übungsleiter konstruiert
hatte, vieles gleichzeitig beachten. Der Passat stand
wacklig, aus Eigenschutz
und auch zum Schutze des
Patienten musste zunächst
das Auto so gesichert werden, dass es nicht umkippen
konnte.
Dann konnte es an die Rettung des Patienten gehen.
Am Ende waren die komplette linke Seite herausgenommen und das Dach angehoben - Mission erfüllt.
Auch wenn die Wehrleute
natürlich hoffen, so etwas
nicht so schnell im Ernstfall
tun zu müssen, haben sie an
diesem Abend unter Beweis
gestellt, dass sie dazu in der
Lage sind.
Zwei Einbrecher auf frischer Tat festgenommen
Lobberich. Eine Polizeistreife der Wache Nettetal
nahm am Mittwochmorgen
zwei Männer fest, die dringend des Einbruchs verdächtig sind. Zeugen hatten am
15. Oktober, gegen 8.25 Uhr,
einen Einbruch auf der Sperberstraße beobachtet und
die Polizei alarmiert. Die beiden Beamten einer Polizeistreife befanden sich in unmittelbarer Nähe und bemerkten, wie sich zwei südländisch aussehende Männer auf der Seerosenstraße
hinter einen dort parkenden
Pkw duckten. In 50 Meter
Entfernung ging ein weite-
rer Mann mit einem Fernseher oder Monitor auf dem
Arm. Dieser Mann rannte,
als er den Streifenwagen sah,
sofort ins Wohngebiet Seerosenstraße
und
verschwand. Die anderen beiden Personen konnten die
Beamten stellen und festnehmen.
Im direkten Umfeld des
Festnahmeortes, hinter dem
Pkw, fanden die Beamten
eine größere Menge Diebesgut (Elektronikartikel, CD’s,
eine Kamera und weitere
Gegenstände). Bei einem der
Festgenommenen fanden sie
auch noch einen Kuhfuß (Ein-
bruchswerkzeug). Im Zuge
der Vernehmung gaben die
beiden Festgenommenen (28
und 25 Jahre alt, in Mönchengladbach wohnhaft) zu, in
ein Haus an der Sperberstraße eingebrochen zu sein und
dort das mitgeführte Diebesgut gestohlen zu haben. Einen in der Nähe parkenden
Pkw, mit dem die Tatverdächtigen angereist waren,
stellte die Polizei sicher. Das
Fahrzeug war nicht zugelassen und zur Entstempelung ausgeschrieben. Die
Personalien des dritten,
flüchtigen Tatverdächtigen
stehen fest. Er war etwa 1,70
Meter groß, dunkel gekleidet
und sah ebenfalls südländisch aus. Die beiden festgenommenen Männer werden
dem Haftrichter vorgeführt.
Die Ermittlungen und die
Fahndung nach dem dritten
Tatverdächtigen dauern
noch an. Diese Festnahme auf
frischer Tat zeigt, wie wichtig Hinweise aufmerksamer
Zeugen für die Polizei sind.
Deshalb helfen sie uns und
melden sie verdächtige Beobachtungen umgehend
über die Notrufleitung 110.
Schieben sie mit der Polizei
gemeinsam den Einbrechern
einen Riegel vor!
Dreister Einbrecher flüchtet vor Bewohnerin
Lobberich. Nur um ein Haar
entging am Freitagmorgen
eine Hausbewohnerin der direkten Konfrontation mit einem dreisten Einbrecher. Um
6.20 Uhr klingelte jemand an
der Tür eines Hauses an der
Breyeller Straße. Die Hausbewohnerin, die sich noch im
Bett in der oberen Wohnung
des Zweifamilienhauses be-
fand, maß dem keine Bedeutung zu. Erst als sie an der
Wohnungstür Geräusche
vernahm, begab sie sich in die
untere Etage. Dort stellte sie
fest, dass im Badezimmer Licht
eingeschaltet war und die
Wohnungstür offen stand. Sie
hörte noch, wie jemand die
Treppe zum Erdgeschoss hinunterlief und die Haustür zu-
warf. Der Unbekannte hatte
zunächst geklingelt, vermutlich um zu testen, ob jemand
im Haus sei, dann die Haustür
und anschließend die Wohnungstür in der ersten Etage
aufgehebelt. Dort hatte der
Einbrecher augenscheinlich
ein Bedürfnis verspürt und
die Toilette benutzt. Durch die
Hausbewohnerin gestört,
floh er dann aus dem Haus
und ließ das Einbruchswerkzeug auf dem Waschbecken
zurück. Eine Fahndung der
Polizei im Nahbereich blieb
leider ohne Erfolg. Sachdienliche Hinweise zu dem oder den
möglichen Tatverdächtigen
nimmt das Kriminalkommissariat 2 unter der Rufnummer 02162/377-0 entgegen.
Unbekannter belästigt Frau sexuell
Viersen. Am Donnerstagnachmittag letzter Woche
meldet eine 30-jährige Willicherin der Polizei, dass sie
am Vortag, um 14.20 Uhr,
von einem unbekannten
Mann sexuell belästigt worden sei. Die Willicherin joggte in einem Waldstück zwischen Dülken und Boisheim,
als sich ihr ein Unbekannter,
der ein Fahrrad dabei hatte,
in Scham verletzender Weise zeigte. Die 30-Jährige lief
über eine Wiese auf dem kürzesten Weg zur Boisheimer
Straße. Der Radfahrer folgte
ihr und bedachte sie mit derben sexuellen Angeboten. In
der Höhe eines Reitstalles
standen mehrere Autos. Offensichtlich schreckte dies
den Exhibitionisten ab und
er fuhr weg. Die Belästigte
beschreibt den Mann wie
folgt: Etwa 1,70 bis 1,75 Meter
groß, Anfang bis Mitte 30. Er
trug eine weite Jeans (Baggy)
und ein graues Sweat-Shirt
mit Kapuze. Er hatte dunkle,
möglicherweise längere Haare und einen dunklen FünfTage-Bart - Er sprach sehr
langsam („wie bekifft“).- Er
hatte ein dunkles Damenfahrrad mit zwei schwarzen
Satteltaschen dabei. Die Kriminalpolizei bittet möglich
Zeugen oder weitere Geschädigte, sowie Personen, die
Angaben zu dem Tatverdächtigen machen können, sich
unter der Rufnummer 02162/
377-0 zu melden.
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Wochenenddienste
Seite 29
Gottesdienste
Katholische Pfarren
Apotheken-Bereitschaft
Apotheker Tipp
Amern, St. Anton: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 19 Uhr hl. Messe.
Amern, St. Georg: Sonntag: 10.30 Uhr hl. Messe.
Boisheim, St. Peter: Samstag: 18.30 Uhr Wortgottesdienst.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Born, St. Peter: Samstag: keine hl. Messe. Sonntag: 9.45 Uhr hl. Messe.
Bracht, im Altenheim: Sonntag: 10.30 Uhr Wortgottesdienst.
Bracht, St. Mariä Himmelfahrt: Samstag: kein Gottesdienst.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Breyell, St. Lambertus: Samstag: 17.15 Uhr gemeinsame Vorabendmesse.
Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Brüggen, St. Nikolaus: Samstag: 17.30 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 11 Uhr BBB-FamilienKirche.
Dilborn, Kapelle Schloss Dilborn: Samstag: 17 Uhr hl. Messe.
Dilkrath, St. Gertrudis: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10 Uhr Wortgottesdienst.
Dornbusch, St. Maria Hilfe der Christen:
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Dülken, Herz-Jesu: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Dülken, St. Cornelius: Samstag: 18 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Dülken, St. Cornelius im Altenheim, Heesstraße 2:
Samstag: 16.30 Uhr Krankensalbungsgottesdienst.
Dülken, Vikarie St. Ulrich: Sonntag: 11 Uhr Familien-Wortgottesdienst.
Elmpt, St. Laurentius: Samstag: 16 Uhr Vorabendmesse im Altenheim.
Sonntag: 10.15 Uhr hl. Messe.
Grefrath, St. Laurentius: Samstag: 17 Uhr Festmesse
im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums mit dem Kirchenchor.
Sonntag: 10.30 Uhr hl. Messe.
Hinsbeck, St. Peter: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Kaldenkirchen, St. Clemens: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Leuth, St. Lambertus: Samstag: keine Messe. Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Leutherheide, St. Peter und Paul: Sonntag: 8.15 Uhr hl. Messe.
Lobberich, St. Sebastian: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Lobberich, Alte Kirche: Sonntag: keine hl.Messe.
Lüttelbracht, St. Maria Helferin: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 8.30 Uhr BBB-hl. Messe.
Lüttelforst, St. Jakobus: Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Mülhausen, St. Heinrich: Samstag: 18 Uhr hl. Messe.
Sonntag: keine hl. Messe.
Mülhausen, im Kloster: Sonntag: 8 Uhr hl. Messe.
Niederkrüchten, St. Bartolomäus: Samstag: 18 Vorabendmesse.
Sonntag: 10.15 Uhr hl. Messe.
Oberkrüchten, St. Martin: Sonntag: 8.30 Uhr hl. Messe.
Oedt, Altenheim: Samstag: keine hl. Messe.
Oedt, St. Vitus: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Overhetfeld, Kapelle an der Heiden: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Schaag, St. Anna: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Süchteln, Johanniskirche: Sonntag: 9.30 Uhr Gottesdienst.
Süchteln, St. Clemens: Samstag: 18.15 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 8 Uhr hl. Messe, 10.30 Uhr hl. Messe.
Süchteln-Vorst, St. Franziskus: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Viersen, St. Maria Helferin: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Maria Hilf (Altenheim): Samstag: 9 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Notburga: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Peter: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Josef: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Viersen, St. Remigius: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Viersen-Helenabrunn, St. Helena: Samstag: 17 Uhr Gemeindemesse.
Vinkrath, St. Josef: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Waldniel, Altenheim: Sonntag: 10.30 Uhr Wortgottesdienst.
Waldniel, St. Michael: Samstag: 18.30 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe, 11.15 Uhr hl. Messe.
Waldnieler Heide, St. Mariä Himmelfahrt: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Nettetal/Brüggen/Niederkrüchten/Schwalmtal dienstbereit jeweils von 9
Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 24. Oktober 2014
Elefanten-Apotheke
Hubertusplatz 18, 41334 Nettetal (Schaag), 02153 71040
Samstag, 25. Oktober 2014
Burg-Apotheke
Bruchstr. 4, 41379 Brüggen, 02163/7278
Sonntag, 26. Oktober 2014
Sebastian-Apotheke
Friedenstr. 61, 41334 Nettetal (Lobberich), 02153 915550
Dohlen-Apotheke
Weizer Platz 3, 41379 Brüggen (Kaldenkirchen), 02157/871880
Montag, 27. Oktober 2014
Apotheke am Katharinenhof
Borner Str. 32, 41379 Brüggen, 02163-5749330
Dienstag, 28. Oktober 2014
Adler-Apotheke
Kehrstr. 77, 41334 Nettetal (Kaldenkirchen), 02157/6046
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Rosen-Apotheke
Hochstr. 36, 41334 Nettetal (Lobberich), 02153/2121
Freitag, 31. Oktober 2014
Engel-Apotheke
Hauptstr. 36, 41372 Niederkrüchten-Elmpt (Elmpt), 02163/81194
Notdienstbereite Apotheken in den folgenden PLZ-Bereichen: Süchteln,
Dülken, Viersen, dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 24. Oktober 2014
Bären-Apotheke
Lindenallee 4a, 41751 Viersen (Dülken), 02162/55393
Samstag, 25. Oktober 2014
Remigius-Apotheke
Loehstr. 11-13, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/29060
Sonntag, 26. Oktober 2014
DocMorris-Apotheke im Löhcenter
Löhstraße 21, 41747 Viersen, 02162/503960
Montag, 27. Oktober 2014
Marcus-Apotheke
Venloer Str. 2-6, 41751 Viersen, 02162/266490
Dienstag, 28. Oktober 2014
Irmgardis-Apotheke
Tönisvorster Str. 27, 41749 Viersen (Süchteln), 02162/6517
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Windmühlen-Apotheke
Moselstr. 14-16, 41751 Viersen (Dülken), 02162/55674
Notdienstbereite Apotheken in den folgenden PLZ-Bereichen: Grefrath,
Oedt und Kempen,dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 24. Oktober 2014
Enger-Apotheke
Engerstr. 13, 47906 Kempen, 02152/52717
Montag, 27. Oktober 2014
Kuhtor-Apotheke
Burgring 1, 47906 Kempen, 02152/3497
Dienstag, 28. Oktober 2014
Hubertus-Apotheke
Markt 11, 47929 Grefrath, 02158/911464
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Hubertus-Apotheke
Königsstr. 10, 47906 Kempen (St. Hubert), 02152/7391
Niedertor-Apotheke
Niedertor 3, 47929 Grefrath (Oedt), 02158/6078
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Thomas-Apotheke
Thomasstr. 25, 47906 Kempen, 02152/2424
Telefonischer Abruf
Weiterhin können auch die bundesweit einheitlichen Notdienstservices der
ABDA genutzt werden: Unter der Nummer 0800 00 22 8 33 sind die
notdiensthabenden Apotheken rund um die Uhr abrufbar. Aus dem Festnetz
ist der Anruf unter Tel. 0800 00 22833 kostenlos, per Mobiltelefon ohne
Vorwahl unter Tel. 22833 kostet jeder Anruf pro Minute sowie jede SMS 69 Cent.
Weitere Informationen finden Sie unter www.abda.de/notdienst.html.
Ärztlicher privater Notdienst Niederrhein
0180 10 19246 oder
0178 88 19246
www.aerztlicher-privater-notdienst.de
Harte Schale, gesunder Kern
Bereits die Pharaonen schätzten Nüsse als Schönheits- und Genussmittel,
als wertvolle Öllieferanten und heilsame Naturarznei. Heute weiß man:
Walnuss, Haselnuss, Mandel & Co.
sind - trotz ihres hohen Fettgehalts ein echter Gewinn für die Gesundheit.
Mit teilweise über 600 kcal entsprechen 100 Gramm Nüsse immerhin
dem Energiegehalt einer Hauptmahlzeit. Der Fettgehalt liegt - je nach
Nusssorte - zwischen 42 und 73 Prozent. Was die Nüsse aber von ungesunden „Fettbomben“ unterscheidet,
ist deren günstige Zusammensetzung
der Fettsäuren: Nüsse enthalten besonders viele einfach und mehrfach
ungesättigte Fettsäuren, die unser
Körper braucht, um das unerwünschte, „schlechte“ Cholesterin (LDL) zu
reduzieren. Ein niedrigerer LDL-Cholesterinspiegel wiederum senkt das
Risiko von koronaren Herzkrankheiten. Auch bei den für Herz und Gefäße
besonders wertvollen Omega-3-Fettsäuren haben Nüsse die Nase vorn.
Besonders reich an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren sind
Walnüsse, Haselnüsse, Paranüsse,
Erdnüsse, Pekannüsse und auch
Maronen.
Unter der harten Schale stecken jedoch noch mehr gute Argumente für
die Gesundheit: Der relativ hohe Gehalt an Nahrungsfasern in Nüssen hat
einen positiven Einfluss auf die Darmtätigkeit und auch auf den Cholesterinspiegel. Nüsse sind aber auch wertvolle Eiweißlieferanten und können
insbesondere bei Vegetariern zu einer
ausreichenden Proteinversorgung
beitragen. Viele Nüsse, wie Mandeln,
Haselnüsse oder Baumnüsse, beinhalten alle neun lebenswichtigen Aminosäuren. Daraus baut unser Körper
die Eiweiße, die beispielsweise zum
Bau neuer Zellen, zur Wundheilung
und zum Muskelaufbau lebensnotwendig sind. Auch in anderer Hinsicht
sind Nüsse echte „Power-Früchte“:
Sie wirken sich Dank ihres hohen
Gehaltes an B-Vitaminen positiv auf
Gehirn und Nervensystem aus und
helfen bei Konzentrationsschwäche.
Calcium, Magnesium und Phosphor
sorgen für gesunde Zähne und stabile
Knochen und der relativ hohe Gehalt
an Zink, Eisen und Vitamin B6 unterstützt das Immunsystem.
Der Schütteltest gibt Auskunft über
die Frische der Nüsse: Wenn der Kern
klappert, ist er eingetrocknet und alt.
Ernährungswissenschaftler empfehlen einen täglichen Verzehr von 20 bis
30 Gramm ungesalzener und ungezuckerter Nüsse.
Ärzte-Bereitschaft
Glückwünsche
BREYELL
24. Oktober: Maria Erkens, Biether Straße 47, 84 Jahre
24. Oktober: Anneliese Heyer, Paul-Therstappen-Straße 78, 87 Jahre
26. Oktober: Johannes Koenen, Gertrudenhof 7, 86 Jahre
27. Oktober: Rosa Weiß, Lötsch 71, 87 Jahre
30. Oktober: Horst Bartsch, Vorbruch 101, 84 Jahre
LOBBERICH
24. Oktober: Willy Kleuters, Obere Färberstraße 18, 83 Jahre
26. Oktober: Leo Liedtke, Windmühlenweg 5, 84 Jahre
26. Oktober: Hildegard Winter, Eduard-Istas-Straße 23, 81 Jahre
27. Oktober: Katharina Herkenrath, Erich-Selbach-Straße 7, 88 Jahre
29. Oktober: Erich Goldmann, Dyck 79, 82 Jahre
29. Oktober: Maria Siemes, Dyck 113, 80 Jahre
30. Oktober: Otto Wittenbecher, Sassenfeld 52, 95 Jahre
HINSBECK
27. Oktober: Johanna Camps, Niedieckstraße 45a, 85 Jahre
27. Oktober: Johann Nellis, Neustraße 19, 93 Jahre
29. Oktober: Hans Kurwig, Wevelinghoven 26, 82 Jahre
SCHAAG
27. Oktober: Heinrich Esser, Brachter Straße 18, 80 Jahre
27. Oktober: Maria Sandmann, Hubertusplatz 13, 80 Jahre
KALDENKIRCHEN
29. Oktober: Hubertina Hettinger, Gartenstraße 17, 88 Jahre
Kirchliche Nachrichten
Exerzitien in Steyl
Nettetal (hws). Exerzitien für die Steyler Ordensfamilie bieten die Steyler an vom
17. bis 23. November (montags 17 bis sonntags zehn Uhr). Impulse,
Austausch, gemeinsame Gebete und Eucharistiefeiern, durchgängiges Schweigen werden den Ablauf unter Leitung von Pater Norbert Cuypers SVD
bestimmen. Kosten für Einzelzimmer mit Dusche / WC 330 Euro, mit Etagendusche 230 Euro. Steyler Missionare, Centrum Sankt Michael, Sint Michaelstraat 7, NL 5935 BL Steyl-Tegelen, Internet: www.steyl.eu , e-mail:
csm@steyl.eu,Telefon 0031 77 3261 353.
Pfarreirat trifft sich
Schaag (ww). Der Pfarrreirat der Pfarrgemeinden St. Lambertus, Breyell, St.
Anna Schaag und St. Peter und Paul, Leuterheide, trifft sich Donnerstag, 23.
Oktober, um 19.30 Uhr, im Konferenzraum des Jugendheims in Breyell, Am
Kastell. Diese Sitzung ist öffentlich.
Gottesdienste Evangelische Gemeinden
Amern: Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst.
Bracht: Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl.
Breyell: Sonntag, kein Gottesdienst.
Brüggen: Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst.
Dülken: Sonntag, 10.45 Uhr Gottesdienst.
Elmpt: Samstag, 19 Uhr Ökumenischer Taizé-Gottesdienst,
Sonntag, kein Gottesdienst.
Grefrath, Friedenskirche: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Hinsbeck: Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Saft).
Kaldenkirchen: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Lobberich: Sonntag, 12 Uhr Kindergottesdienst.
Niederkrüchten: Sonntag, kein Gottesdienst.
Oedt, Versöhnungskirche: Sonntag, 10 Uhr Seemannsgottesdienst
und Gemeindefest.
Süchteln: Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst in der Stadtkirche,
11 Uhr Gottesdienst in der Johanniskirche (Rheinische Kliniken).
Viersen, Kreuzkirche: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Waldniel: Sonntag, 11 Uhr Gottesdienst.
Waldniel, Altenheim (Schillerstr. 28):
Samstag 16.30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Saft).
Trauer
Seite 30
Statt Karten
Die Erinnerung ist ein Fenster,
durch das wir Dich sehen können,
wann immer wir wollen.
Georg Kosche
† 12. September 2014
Einen geliebten Menschen gehen zu lassen fällt
unglaublich schwer, umso schöner ist es zu
erfahren, wie viel Liebe, Freundschaft und
Achtung ihm entgegengebracht wurde.
Danke allen, die mit uns fühlen und ihre
Anteilnahme in so vielfältiger Weise
zum Ausdruck brachten.
Christa Kosche
mit Familie
Lobberich, im Oktober 2014
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
Magazin
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
NRW IST SCHÖN!
SIEBENGEBIRGSMUSEUM
IN KÖNIGSWINTER
Damit das so bleibt, schützen wir seit über
25 Jahren, was wir lieben: unsere Heimat
NRW! Wir fördern den ehrenamtlichen
Einsatz für die Naturschönheiten und
Kulturschätze und helfen, damit Denkmäler restauriert, Museen eingerichtet
und Naturschutzgebiete dauerhaft
gesichert werden. Helfen auch Sie und
werden Sie Mitglied im Förderverein
der NRW-Stiftung!
Interessiert? www.nrw-stiftung.de
Seite 31
Seite 32
zeitgeist
Freitag, 24. Oktober 2014 / Nr. 43
zeitgeist 105… goldener oktober
erinnerung an einen späten sommer
Elmpt. Es war der Sommer, der spät kam. Eigentlich erst gar nicht. Dann aber
gewaltig. Am Wochenende
hätte man mit ein bisschen
gutem Willen sogar noch
schwimmen gehen können.
Jetzt ist dieser merk- und
denkwürdige Sommer wohl
endgültig vorbei. Erinnerungen daran sind auf Speicher-
karten vieler Fotografen gebannt. Ein letztes Mal… ein
letzter Blick, bevor so vieles
zum Winterschlaf im Grau
versinkt.
Goldene Grüße aus Elmpt
und Overhetfeld, fest im Herzen eingeschlossen, um
dunkle Tage zu überstehen.
Text und Fotos:
Heike Ahlen
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Seele and Geist
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