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Lohn- und Gehaltsabrechnung – was ändert sich 2014 - Assekuranz

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Tax-Update
Lohn- und Gehaltsabrechnung – was ändert sich in 2014?
Lohnsteuertarif 2014
2014 erfolgt eine weitere Erhöhung des Grundfreibetrags von bisher 8.130 € auf nunmehr 8.354 €. Diese
Erhöhung war bereits im Gesetz zum Abbau der kalten
Progression von 20.2.2013 (BGBl. I S. 283) vorgesehen
worden.
Vom Bundesministerium der Finanzen wurden mit dem
BMF-Schreiben vom 3.12.2013 (BStBl. I, S. 1536) neue
Programmablaufpläne für die maschinelle Berechnung
und für die Erstellung von Lohnsteuertabellen zur
manuellen Berechnung des Lohnsteuerabzugs 2014
bekannt gegeben.
Jahresarbeitsentgeltgrenze und Krankenversicherungspflicht
Die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze beträgt für
das Jahr 2014 53.550 €. Für Arbeitnehmer, die bereits
am 31.12.2002 krankenversicherungsfrei oder privat
krankenversichert waren, beträgt die besondere
Jahresarbeitsentgeltgrenze 48.600 €.
Höchstbetrag für den KV/PV-Arbeitgeberanteil für
freiwillig und privat krankenversicherte Arbeitnehmer
KV: Hälfte des Beitrags, den der Arbeitnehmer zu zahlen
hat, monatlicher Höchstzuschuss: 295,65 € (mit
Krankengeldanspruch) bzw. 283,50 € (ohne
Krankengeldanspruch)
PV: Hälfte des Beitrags, den der Arbeitnehmer zu zahlen
hat, monatlicher Höchstzuschuss: 41,51 € bzw.
21,26 € (Sachsen)
Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung und
Sozialausgleich
Für 2014 hat das Bundesministerium für Gesundheit den
durchschnittlichen Zusatzbeitrag erneut auf 0,00 €
festgelegt. Damit entfällt auch der Sozialausgleich im
Jahr 2014.
Beitragssatz in der Rentenversicherung
In der allgemeinen Rentenversicherung beträgt der
Beitragssatz für das Jahr 2014 weiterhin 18,9 %
(Bekanntmachung im BGBl I, S. 4313). Der am
19.12.2013 im Bundestag in erster Lesung beratene
Entwurf eines Beitragssatzgesetzes 2014 sieht eine
gesetzliche Festlegung des Beitragssatzes in dieser Höhe
mit Wirkung vom 1. Januar 2014 vor.
Beitragsberechnung innerhalb der Gleitzone
Da sich die Beitragssätze zur Sozialversicherung
gegenüber 2013 nicht verändert haben, gilt auch für das
Kalenderjahr 2014 der Gleitzonenfaktor F = 0,7605.
Damit ergibt sich innerhalb der Gleitzone von 450,01 €
und 850 € für die ermäßigte Bemessungsgrundlage
(2014) folgende vereinfachte Formel (AE =
Arbeitsentgelt): 1,2694375 x AE – 229,021875
Eine Rundung der Nachkommastellen in der vereinfachten Formel ist nicht zulässig, da dadurch Abweichungen bei der Bestimmung der ermäßigten Beitragsbemessungsgrundlage nach der vereinfachten und
der vollständigen Gleitzonenformel auftreten.
Für bereits vor dem 1. Januar 2013 bestehende Minijobs
bis 400 €, für Gleitzonenfälle zwischen 400 € und 450 €
sowie für Arbeitsverhältnisse mit einem Arbeitsentgelt
zwischen 800 € und 850 € gelten umfangreiche
Bestandsschutz- und Übergangsregelungen. Besonders
zu beachten ist, dass bei Gleitzonenfälle zwischen 400 €
und 450 € eine andere Gleitzonenformel zugrunde zu
legen ist, die vereinfacht wie folgt lautet (AE =
Arbeitsentgelt): 1,2395 x AE – 191,60
GKV-Rückmeldungen des Gesamtentgelts
Spätestens ab dem 1. Januar 2014 melden alle
Krankenkassen auch für Mehrfachbeschäftigte, die
freiwillig oder privat krankenversichert sind, das Gesamtentgelt zurück, damit die jeweiligen Arbeitgeber die
anteilige Höhe der Beitragszuschüsse ermitteln zu
können.
Es ist zulässig, wenn der Arbeitgeber für Mehrfachbeschäftigte, deren Arbeitsentgelte insgesamt
innerhalb der Gleitzone oder über den Beitragsbemessungsgrenzen liegen, zur Beitragsberechnung eine
vorläufige Aufteilung der beitragspflichtigen Einnahmen
vornimmt und nicht auf die Rückmeldung der
Krankenkasse wartet. Voraussetzung ist, dass der
Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt aus der weiteren
Beschäftigung mitteilt. Die endgültige Aufteilung der
beitragspflichtigen Einnahmen des Arbeitnehmers
erfolgt durch die Krankenkasse. Der Arbeitgeber hat eine
Korrektur der Beitragsaufteilung vorzunehmen, sofern
die Werte der Krankenkasse abweichen.
Sich ändernde Altersgrenze in der Entgeltabrechnung
Seit 2012 wird die Altersgrenze für die Regelaltersrente
schrittweise angehoben. Anspruch auf Regelaltersrente
besteht, wenn (2014) das 65. Lebensjahr und 3 Monate
(= Regelaltersgrenze) vollendet worden ist.
In der Rentenversicherung sind Arbeitnehmer, die eine
Altersvollrente beziehen, versicherungsfrei. Außerdem
sind Arbeitnehmer, die das Lebensalter für den Anspruch
auf eine Regelaltersrente erreicht haben, vom Beginn
des folgenden Monats in der Arbeitsförderung
versicherungsfrei. Der Arbeitgeber zahlt aber weiterhin
die Arbeitgeberbeitragsanteile.
Betriebliche Altersversorgung
Beiträge zu Pensionskassen, Pensionsfonds oder zu
Direktversicherungen, die eine Auszahlung der Versorgungsleistung in Form einer Rente oder eines
Auszahlungsplans vorsehen, sind (2014) bis zu 2.856 €
(= 4 %
der
Beitragsbemessungsgrenze
der
Rentenversicherung) steuerfrei.
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Tax-Update
Künstlersozialversicherung
Der Abgabesatz der Künstlersozialabgabe ist für 2014 auf
5,2 % festgesetzt worden.
Wegfall von Korrektur-Beitragsnachweisen
Beiträge für Zeiten vor dem 1. Januar 2009 waren bisher
nicht mit dem laufenden Beitragsnachweis, sondern in
einem Korrektur-Beitragsnachweis gesondert zu melden.
Ab 1. Januar 2014 ist diese Trennung nicht mehr
erforderlich. Alle Beitragskorrekturen können nunmehr
entweder in den laufenden Beitragsnachweis
aufgenommen oder durch Stornierung und Übermittlung
eines neuen Beitragsnachweises gemeldet werden.
Vorverlegte Abgabefrist für Jahresentgeltmeldungen
Mit dem BUK-Neuorganisationsgesetz vom 19.10.2013
(BGBl. I, S. 3836) wurde die Abgabefrist für
Jahresmeldungen zur Sozialversicherung vom 15. April
auf den 15. Februar vorverlegt. Das wurde durch die
Einbeziehung
der
Unfallversicherung
in
das
Meldeverfahren der Sozialversicherung erforderlich. Die
Meldungen enthalten seit 2009 auch die Daten für die
Unfallversicherung, damit ab 2016 die gesonderten
Lohnnachweise entfallen können. Entsprechend den
Regelungen der Unfallversicherung ist nun die
Abgabefrist für Jahresentgeltmeldungen vorverlegt
worden. Diese neue Abgabefrist gilt ab 1. Januar 2014
und ist bereits für die Jahresmeldungen 2013
anzuwenden.
Wird in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März einmalig
gezahltes Arbeitsentgelt gewährt, das dem Vorjahr
zuzuordnen ist (so genannte „Märzklausel“) und konnte
dies aufgrund der vorgezogenen Abgabefrist nicht in der
Jahresmeldung berücksichtigt werden, ist diese
Einmalzahlung mit dem Abgabegrund „54“ gesondert zu
melden.
Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze in der Sozialversicherung
SV-Beitragsbemessungsgrenzen (West)
SV-Beitragsbemessungsgrenzen (Ost)
Kranken-/ Pflegeversicherung
Renten-/Arbeitslosenversicherung
Kranken-/
Pflegeversicherung
Renten-/Arbeitslosenversicherung
48.600,00 €/Jahr
71.400,00 €/Jahr
48.600,00 €/Jahr
60.000,00 €/Jahr
4.050,00 €/Monat
5.950,00 €/Monat
4.050,00 €/Monat
5.000,00 €/Monat
135,00 €/Tag
198,33 €/Tag
135,00 €/Tag
166,67 €/Tag
Fälligkeitstage 2014
Fälligkeit
Jan.
1)
Febr.
März
April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sept.
Okt.
Nov.
2)
Dez.
Beitragsnachweis
(§ 28f Abs. 3 SGB IV)
27.
24.
25.
24.
23.
23.
25.
25.
24.
24. / 24.
27.
19.
Beiträge
(§ 23 Abs. 1 SGB IV)
29.
26.
27.
28.
27.
26.
29.
27.
26.
2)
28. / 26.
29.
23.
1)
2)
Der Beitragsnachweis muss um 0:00 Uhr dieses Tages bei der Einzugsstelle vorliegen.
gilt für Bundesländer, in denen der 31. Oktober Feiertag ist; maßgebend ist der Hauptsitz der Einzugsstelle
Beitragssätze
KV:
allgemein: 15,5 % (AG 7,3 %, AN 8,2 %)
ermäßigt: 14,9 % (AG 7,0 %, AN 7,9 %)
RV: 18,9 %, AV: 3,0 %,
PV: 2,05 % bzw. 2,3 % für Kinderlose
Freie Verpflegung
229,00 €/Monat
7,63 €/Tag
- nur Frühstück
49,00 €/Monat
1,63 €/Tag
- nur Mittagessen
90,00 €/Monat
3,00 €/Tag
- nur Abendessen
90,00 €/Monat
3,00 €/Tag
Freie Unterkunft
221,00 €/Monat
Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Krankenversicherung
53.550 € bzw. 48.600 € (für AN Arbeitnehmer, die bereits am
31.12.2002 KV-frei waren)
Monatliche Bezugsgröße:
2.765,00 € (West) / 2.345,00 € (Ost)
Beitragsberechnung innerhalb der Gleitzone:
Faktor F = 0,7605
Monatliche Sachbezugswerte
Die monatlichen Sachbezugswerte sind in der
Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) festgelegt.
Stand: 30. Dezember 2013
Ihr Ansprechpartner:
Frau Jacqueline Giebson
Fon: +49 (0)30 417 47 27 412
Mobil: +49 (0)151 551 39 145
Fax: +49 (0)30 417 47 27 571
E-Mail: jgiebson@paychex.com
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