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Ausgabe 10/2 - SPD-Ortsverein Börde Lamstedt

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6. Ausgabe 2/2010
Wohin mit dem Grünabfallso…………….…………….. oder…………………………..so?
UPK. Im Laufe des
Jahres fallen in der
Börde bei den meisten Bürgern jede
Menge Grünabfälle
an. Auf dem eigenen
Grundstück fehlt der
Platz, weil es zu viel
Grasschnitt oder der
Buschschnitt zu sperrig ist. Wohin damit? Also ab auf den Anhänger und weg damit, wo einen keiner sieht (linkes Foto: Am
Schäfermoor). Hauptsache, man ist den Abfall los. Oft sieht man im Wald oder den Feldrändern entsorgten Gras- oder Baumschnitt. Ein Ärgernis für Spaziergänger oder die betroffenen Eigentümer, stehen sie
doch jetzt vor der Frage: Wohin mit dem Mist? Eigentlich unnötig, hätte der Verursacher sich im Abfallkalender des Landkreises informiert. Dort ist zu finden, dass die Abfallverwertungsstation in HemmoorHeeßel direkt an der B 495 Grünabfälle für wirklich geringes Entgelt annimmt und sogar kompostiert
(rechtes Foto: Kompostanlage Heeßel). Wir haben es ausprobiert. Für 80 kg Grünabfall haben wir gerade
eben 2,40 € gelöhnt.
Was Hänschen nicht lernt ...
alte Schulgebäude zeigen uns etwas
MS. Geht man mit offenen Augen durch unsere Dörfer, so findet man an vielen
Stellen ehemalige Schulgebäude – heute an private Nutzer verkauft oder zu
anderer Verwendung umgebaut. Irgendwann erfüllten diese alten Schulen ihren
Zweck nicht mehr. Denn zu allen Zeiten nimmt Lernen zu, Lern- und Lehrbedingungen verändern sich und damit auch die Schulgebäude. Der Bauplan einer
alten Schule in Abbenseth aus dem Jahr 1858 zeigt uns dies sehr deutlich:
Wir erkennen das Klassenzimmer (l. u.) mit einem eigenen Eingang. Auf der
rechten Seite des Hauses befindet sich die Wohnung des Lehrers mit zwei Stuben, zwei Schlafkammern, der Küche und einem Torfraum. Lehrerwohnung und
Schulbereich werden durch einen eigenen Flur verbunden, an den auch ein Kellerraum – wohl eher eine Abstellkammer – angrenzt. Den Rest des Hauses teilen
sich die Diele und das Vieh des Lehrers.
Manche Schulen sind nach ihrer Entwidmung sogar auf Wanderung gegangen,
wie die alte Schule von Nordahn, die sich der Schiffer Peter Mangels im Jahre
1908 auf Abbruch kaufte und sie an der Schiffstelle in Abbenseth als Wohnhaus
wieder aufbaute.
Das Foto, nicht lange nach dem Neubau aufgenommen, zeigt die Schule vielleicht noch in ihrer
ursprünglichen Form.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer
mehr. Unsere Kinder werden in Zukunft immer
länger lernen. Wir sollten froh darüber sein. Neue
Schulen braucht das Land, neue Schulformen auch
und ebenfalls neue Schulgebäude. Ein Jugendlicher, der vor einiger Zeit ein Jahr lang in China zur
Schule ging, erzählte mir, dass Kinder dort bis 20
Uhr abends die Schule besuchen müssen. Na, da
wird ja noch manches auf uns zukommen.
Michael Schwieger
Einladung zur Mitgestaltung
Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,
im Börde Boten 5. Ausgabe 1/2010 hatten wir Sie zur Mitgestaltung eingeladen. Besonders per Email
habe ich viele Anregungen bekommen. Schwerpunktthemen waren die Frage nach Kleinkläranlagen oder
Abwasserkanal im Wochenendgebiet Nindorf / Hollen, Gartenabfallentsorgung, Lärmbelästigung und die
Forderung nach gegenseitiger Rücksichtnahme.
Wir nehmen diese Anregungen ernst und versuchen, positive Veränderungen zu erreichen. Dazu soll auch
der Artikel „So oder So?“ in dieser Ausgabe des Börde Boten beitragen.
Das Thema Gartenabfälle wurde auch in der Ausgabe 1 / 2010 Seite 10 „Aktuelles aus dem Rathaus“ der
Börde Lamstedt angesprochen. Hierzu ein Hinweis: Die Abfuhr einer Gartentonne durch die Firma MüllMeyer in Wischhafen ist im Wochenendgebiet Nindorf / Hollen nicht möglich. Auch eine Alternative
wird leider nicht angeboten. So bleibt nur die Mülldeponie in Heeßel, um diese Abfälle zu entsorgen.
Wir bieten Ihnen wieder einen Diskussionsabend an:
am 07.10.2010 um 20:00 Uhr
im Gasthaus Stelling in Lamstedt
Es gilt auch diesmal: Wenn Sie keine Zeit für diesen Diskussionsabend haben, aber Tipps und Ideen, rufen Sie mich bitte an unter Tel.: 04773 / 682 oder senden Sie mir eine Email unter ribler@t-online.de.
Herzliche Grüße
Lars Ribler
Wir stellen vor
Die Redaktion des Börde Boten:
Ursula Kaschubowski: 69 Jahre alt. Ulla erlernte den Beruf der technischen Zeichnerin bei der Hamburger Kranbaufirma Kampnagel (Ein Teil des Geländes ist jetzt als Kulturzentrum bekannt). Mit Beginn der Lehre trat Ulla der IGM
bei. Im Anschluss studierte sie Maschinenbau an der Ingenieurschule Hamburg. Sie arbeitete danach in der Konstruktion in den Branchen: Kranbau, Textilveredelungsmaschinenbau, Industrieschallschutz, Anlagen- und Rohrleitungsbau.
Wegen eines Branchenwechsels trat sie zur IGBAU über.
Peter Kaschubowski: 69 Jahre alt. Nach dem Abitur in
Hamburg studierte er Pädagogik und arbeitete 34 Jahre an 3
integrierten Gesamtschulen Hamburgs als Haupt- und Realschullehrer zum Schluss mit den Fächern Physik, Chemie, Informatik und Arbeitslehre. Sein besonderes Augenmerk galt dabei der Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler. Er ist seit 47 Jahren Mitglied der Lehrergewerkschaft GEW.
Beide entstammen sozialdemokratischen Elternhäusern und sind 45 Jahre Mitglied der SPD und langjährige Mitglieder des ASB und der AWO. Sie sind seit 44 Jahren miteinander verheiratet und machen seitdem, sofern es möglich ist, alles gemeinsam. Viele Jahre waren sie in der Kommunal- und Parteipolitik in
ihrem Hamburger Stadtteil Harburg-Wilhelmsburg aktiv. 1975 bauten sie ihr Wochenendhaus im Wochenendgebiet Nindorf-Hollen und waren fast jedes Wochenende dort. 1992 sagten sie Hamburg „Lebewohl“
und verlegten ihren Wohnsitz nach Hollen. Mit Eintritt ins Rentnerleben wurden sie auch wieder politisch
aktiv. Sie engagierten sich im SPD-Ortsverein Börde Lamstedt, in der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60+ und
im DGB Ortsverband Hadeln. Neben diesem Einsatz finden sie immer noch Zeit für ihren Garten und das
Hobby ausgiebiger Triketouren und ihren Trikeclub „Meerkatzentriker“.
Scheitert die Kindergartenerweiterung an fehlenden Landesmitteln?
UPK. Laut Bundesgesetz ist die Gemeinde verpflichtet, bis 2013 für jedes dritte Kind unter 3 Jahren
Kinderkrippenplätze zu schaffen. Schafft sie das nicht, muss sie mit einer Klagewelle rechnen. Die Samtgemeinde hat deshalb eine Erweiterung am gegenwärtigen Kindergartenstandort geplant und die Zuschussanträge gestellt. Die Finanzierung ist bis auf den Zuschuss des Landes Niedersachsen gesichert. Ohne
den Zuschuss des Landes kann die Gemeinde diese große Aufgabe nicht schaffen. Der Geldtopf für Kinderkrippen ist aber durch die schwarz-gelbe Landesregierung sehr knapp bemessen - für den ganzen
Landkreis Cuxhaven sind das gut 5 Millionen Euro - und reicht nicht für alle Gemeinden aus. Fällt Lamstedt nun hinten raus? Damit das nicht passiert, wird unsere Kreistagsabgeordnete Margret SchwittekOstermann sich verstärkt dafür einsetzen, dass von den noch vorhandenen Geldern auch ein Stück für
Lamstedt abfällt. Der Bedarf jedenfalls ist eindeutig vorhanden.
Bericht aus dem Europaparlament von Bernd Lange
Liebe Leserinnen und Leser,
bei meiner Arbeit im Europäischen Parlament steht für mich ganz klar der soziale Zusammenhalt in Europa im Vordergrund. Gerade die Wirtschafts- und Finanzkrise hat gezeigt: Der
Markt darf nicht sich selbst überlassen werden. Er braucht klare Regeln, staatliches Handeln und sozialen Ausgleich. Als Sozialdemokrat aber auch als Gewerkschafter bedeutet dies für mich immer vorrangig, Sozial- und Lohndumping
zu verhindern, Mitbestimmung wie z.B. die Europäischen Betriebsräte zu stärken
und soziale Sicherheit zu gewähren. Auch bei den notwendigen Maßnahmen
zum Klimaschutz muss man die soziale Gerechtigkeit mit bedenken. Aber es
geht mir auch darum, Arbeitsplätze zukunftsfit zu machen und neue entstehen zu
lassen. Deshalb ist das Thema Innovation und Forschung für mich so zentral.
Innovation und Gerechtigkeit leiten auch meine Arbeit im Ausschuss für internationalen Handel. Es geht darum, immer wieder dafür zu sorgen, dass globaler
und fairer Handel kein Widerspruch sind, sondern nur zusammen wachsen können, damit der soziale
Frieden in Europa und weltweit nicht gefährdet ist. Grundlegende Arbeitsnormen- und rechte sowie ökologische Standards müssen integraler Bestandteil der Handelspolitik sein.
In den ersten Monaten gab es bereits grundlegende Änderungen für das Parlament: Anfang Dezember
2009 trat der neue EU-Vertrag in Kraft, der dem Parlament deutlich mehr Rechte einräumt. In der ersten
Februarhälfte 2010 erhielt das Parlament zudem das Initiativrecht bei Gesetzgebungen, d.h. es kann
gleichberechtigt neben dem Rat Gesetzgebungsvorschläge machen, die von der Kommission umgesetzt
werden müssen. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Jetzt können die Abgeordneten als
demokratisch gewählte Vertreter noch besser die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Europa durchsetzen.
Mit herzlichen Grüßen Ihr
Wenn Sie Kontakt wünschen, biete ich Ihnen folgende Möglichkeiten:
Bernd Lange, MdEP; Europabüro; Odeonstraße 15/16, 30159 Hannover
Telefon: 0511/1674-210, mail@bernd-lange.de
Bürgersprechstunden werden auf meiner Internetseite angekündigt: www.bernd-lange.de
Auf der Internetseite können Sie auch den elektronischen Newsletter „Europa-Info“ kostenlos abonnieren,
der alle 14 Tage erscheint.
Bericht aus Berlin
Liebe Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde Börde Lamstedt, die Sommerzeit im politischen Berlin
ist fast vorbei, der Betrieb im Parlament hatte sich eine Pause genommen. Wer jedoch gedacht hat, dass
die Sommerpause für ein Ende im Koalitionsstreit in Berlin sorgen wird, sieht sich getäuscht. Es knirscht
weiterhin gewaltig zwischen Schwarz und Gelb. Politische Weichenstellungen bleiben dabei auf der Strecke. Die Regierung regiert nicht, die Kanzlerin führt nicht. Gesundheitsminister Rösler ist in Berlin endgültig an seine Grenzen gestoßen. Er hat eine große Gesundheitsreform angekündigt. Gar einen System-
wechsel sollte es geben. Herausgekommen sind die Erhöhung der Beiträge für
Millionen Arbeitnehmer und Rentner. Ich wünsche mir ein anderes Gesundheitssystem. Ein Gesundheitssystem, in dem sich nicht jeder privat Leistungen einkaufen muss. Wir als SPD wollen die Finanzierung auf breitere Schultern stellen. Wir
wollen, dass auch Aktiengewinne, Mieteinnahmen und Beiträge von Beamten
(auch von Politikern) in eine solidarische Bürgerversicherung einfließen. Diese
Forderung hatte schon zu Zeiten der Großen Koalition Zuspruch. Dort sind wir am
Widerstand der Union gescheitert. Wir werden in Berlin aber am Ball bleiben.
Zudem will die Bundesregierung ein Sparpaket auf den Weg bringen. Während
die Schuldigen der Finanzmarktkrise unter Schwarz-Gelb weiter ungeschoren davonkommen, sollen auch
hier die kleinen Leute die Zeche zahlen: Dass ein Großteil des Sparpakets bei den Schwächsten angesiedelt ist, halte ich für ungerecht und für das Gleichgewicht in unserer Gesellschaft bedenklich. Was mich
besonders ärgert, ist der Irrglaube, dass wir dem Problem des Lohnabstands, also dem zu geringen Abstand der Hartz IV-Sätze zum Niedriglohnbereich, mit Kürzungen bei den Arbeitslosen beikommen müssen. Nicht das Arbeitslosengeld ist zu hoch, sondern die Löhne zu niedrig. Diesem Problem muss Politik
Rechnung tragen. Zudem ist es richtig, dass Sigmar Gabriel endlich die Debatte über eine höhere Besteuerung von Vermögen und hohen Einkommen eröffnet hat. Die Schere zwischen arm und reich darf nicht
noch weiter auseinandergehen.
Gespannt bin ich, wie die Regierung die Probleme der Gemeindefinanzen, zu denen sie beispielsweise
durch das so genannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz selbst beigetragen hat, lösen will. Eine Abschaffung der Gewerbesteuer, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre aus meiner Sicht eine weitere schwarz-gelbe
Katastrophe für die Kommunen. Schon die vergangenen Haushaltsberatungen waren in den Städten und
Gemeinden geprägt von harten Einschnitten. Der Bund überträgt den Kommunen beispielsweise beim
Krippenausbau große Aufgaben. Er ist dann aber auch in der Pflicht, die Kommunen finanziell vernünftig
auszustatten. Ich bin überzeugt, dass vor Ort häufig am besten entschieden werden kann, welche Investitionen und welche Schwerpunktsetzungen richtig sind. Dafür braucht die Kommunalpolitik jedoch finanzielle Handlungsspielräume, die ihnen momentan nicht gewährt werden.
Beste Grüße
Ihr Lars Klingbeil
ABC-Sudoku
Spielregeln:
Füllen Sie die Matrix mit den Buchstaben
A B C D E F G H J.
In jeder Spalte und in jeder Zeile darf jeder
Buchstabe nur ein Mal vorkommen.
Außerdem muss auch jeder Buchstabe in
allen der 3 x 3 Feldern vorkommen. Also
jeder Buchstabe je 9 mal.
Viel Spaß.
Lösung:
____________________________________________________________________________________
Impressum: Verantwortlich im i.S.d.P.: Lars Ribler, Unkenweg 9, 21769 Lamstedt
Redaktion und Layout: Ursula und Peter Kaschubowski, Kuckucksweg 6, 21769 Hollnseth
Druck: C. D. Wagenlöhner, 27432 Ebersdorf, Hauptstraße 19
Verteilte Auflage: 2900 Exemplare.
Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht immer die Meinung der Redaktion wieder.
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