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Fahrrad, Schuhschrank, Kinderwagen: Was darf - Firmenpresse.de

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firmenpresse.de | 25.06.2012 - 10:00 | ID: 666122
Fahrrad, Schuhschrank, Kinderwagen: Was darf
im Treppenhaus stehen?
R+V-Infocenter: Sicherheit ist das oberste Gebot - Vermieter können das Abstellen im Treppenhaus
verbieten oder einschränken
Wiesbaden, 25. Juni 2012. Im Treppenhaus stehen Kinderwagen, Schuhschrank und Wasserkisten. Aber ist
das in einem Mehrfamilienhaus erlaubt? "Das Treppenhaus muss als Zugang zur eigenen Wohnung und
Fluchtweg nutzbar bleiben, unabhängig davon, was im Mietvertrag steht", sagt Olaf Reinicke, Jurist beim
Infocenter der R+V Versicherung. "Aber auch die Art der Gegenstände spielt eine Rolle." Grundsätzlich gilt:
Zulässig ist nur, was die Sicherheit nicht gefährdet. Ist es im Treppenhaus zu eng, müssen junge Eltern unter
Umständen abends sogar den Kinderwagen wegstellen.
Mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte leben in einem Mehrfamilienhaus - mit einem
gemeinschaftlichen Treppenhaus für alle Bewohner. Viele nutzen den Raum vor der eigenen Wohnungstür
als willkommene Erweiterung der Wohnfläche. In der Regel ist im Mietvertrag oder in der Hausordnung
geregelt, was im Treppenhaus stehen darf und was nicht. "Das Treppenhaus liegt außerhalb der vermieteten
Wohnräume. Wie und in welchem Unfang dieser Bereich genutzt werden darf, ist grundsätzlich Sache des
Vermieters", so R+V-Experte Reinicke.
Enthält der Mietvertrag keine Regelungen zu diesem Thema, dürfen Gegenstände wie ein Schuhschrank
oder Wasserkisten auch nicht dauerhaft abgestellt werden. Olaf Reinicke: "Der Vermieter muss es
ausdrücklich erlauben."
Andere Regelungen für Kinderwagen und Rollstühle
Anders sieht es aus, wenn es sich um Gehhilfen, Rollstühle oder Kinderwagen handelt: Sie dürfen im
Treppenhaus geparkt werden - wenn kein anderer, leicht zugänglicher Raum zur Verfügung steht. Zudem
dürfen die Nachbarn nicht zu stark eingeschränkt werden. "Bei einem sehr engen Flur kann der Vermieter
entweder einen anderen Abstellplatz anbieten oder verlangen, dass das Gefährt aus Sicherheitsgründen
abends in die Wohnung oder den Keller gebracht wird", erklärt R+V-Experte Reinicke. Dabei muss der
Transport jedoch für den Mieter zumutbar sein.
Diese Sonderregelung gilt allerdings nicht für Fahrräder. "Zweiräder haben nicht direkt etwas mit dem
Gebrauch der Mietwohnung zu tun", so Olaf Reinicke. "Deshalb ist es normalerweise zumutbar, sie im Keller
oder im Hof abzustellen." Tipp des R+V-Infocenters: Sich mit den Nachbarn und dem Vermieter im Vorfeld
verständigen, so dass es erst gar nicht zu Streitigkeiten kommt.
Mehr Rechtstipps unter
http://www.infocenter.ruv.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert
regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus,
im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und
Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und
wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die
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repräsentative Langzeitstudie über die "Ängste der Deutschen" ermittelt beispielsweise bereits seit 1991
jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen
bereiten.
Weitere Infos zur Pressemeldung:
http://www.infocenter.ruv.de
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