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03.12.2013 Was in der Bekleidungsindustrie längst etablier- tes

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TEXTINATION NEWSLINE
03.12.2013
DIGITAL PRINTING EROBERT DEN HEIMTEXTILIEN-MARKT: VON DER NISCHE ZUM WACHSTUMSMAGNET
© Hewlett-Packard
Was in der Bekleidungsindustrie längst etabliertes Produktionsverfahren ist – gewinnt jetzt auch
im Markt der Interior Textiles rasch an Boden. Die
Nachfrage nach digital bedruckten Haus- und
Heimtextilien steigt. Das Marktvolumen dieses
Wachstumssegments wird auf rund 12 Milliarden
Quadratmeter pro Jahr geschätzt, was einem Anteil von rund 40 Prozent aller bedruckten Textilien
entspricht. Insbesondere Vorhänge und Gardinen
sowie Bett- und Tischwäsche stehen im Fokus der
Digitaldruckanbieter. Dafür stehen den Herstellern immer innovativere Techniken, Verfahren
und Produktionsmethoden zur Verfügung
© Kornit Digital Europe GmbH
Digitale Druckmaschinen erlauben nicht
nur eine neue textile Designvielfalt mit
nahezu Millionen an Farbmöglichkeiten,
sondern insbesondere die Flexibilität,
Schnelligkeit und Personalisierung der
Produktion sind weitere Vorteile der
Technik, die bereits das europäische Bekleidungssegment verändert hat. Neue
Kollektionen mit individuellen Mustern
sind schon innerhalb von zwei Wochen
produzier- und lieferbar. Über Neuheiten
aus der Produktgruppe „Digital Print“ können sich Besucher bei zahlreichen internationalen Ausstellern der Fachmesse Heimtextil vom 08.
bis 11. Januar 2014 in Frankfurt am Main informieren lassen.
© Kornit Digital Europe GmbH
Verringerte Preisunterschiede
Doch warum hat sich der Digitaldruck im Bekleidungssegment bereits weitgehend etabliert, während Heimtextilien gerade erst entdeckt werden? Dr. John Provost, technischer Redakteur beim Digital Textile Magazine und Industrieberater, gab Antworten und nannte technischen Fortschritt und wirtschaftliche Aspekte als zentrale Faktoren.
Dank neuer Digitaldruckmaschinen konnten Produzenten für den Bekleidungsmarkt in den letzten Jahren die
bislang relativ geringe Produktionsrate auf mehrere
hundert Quadratmeter pro Stunde deutlich steigern. Inzwischen haben sich in diesem Segment die Preise von
bedruckten Textilien unabhängig vom jeweiligen Verfahren weitestgehend angeglichen. Die Folge für die
Heimtextilien: Selbst große Mindestbestellmengen können dank digitaler Technik in Zukunft ver-
–1–
gleichsweise schnell, flexibel und kostengünstig produziert beziehungsweise nachgeliefert werden.
Neben qualititativ hochwertigen Vorhängen und Gardinen finden nun auch Trends im Bereich Bettund Tischwäsche schneller ihren Weg in die Mengenmärkte.
Technischer Fortschritt als Wachstumsmotor
Omar Kulka, Director Wide Format Division bei Kornit Digital, bestätigt die
Wichtigkeit moderner Farbtechnologien beim großflächigen Digitaldruck.
„Wir verfolgen genau, wie ständig neue Farbtechnologien entwickelt werden und bieten selbst unsere NeoPigmentTM Farbsysteme an – ein robuster, flexibler und umweltfreundlicher Prozess, der den Übergang des Textildrucks in ein digitales, nachhaltiges und umweltfreundliches Produktionsverfahren einleitet.“ Die eingesetzten Farbstoffe müssen sich für alle
Textilien von Baumwolle über Mischgewebe bis hin zu Leinen und Seide eignen, waschbeständig und gleichzeitig umweltfreundlich sein.
© Kornit Digital Europe GmbH
© Hewlett-Packard
Neben weiter entwickelten Vor- und Nachbehandlungsmethoden
brachten
zwei
technische Fortschritte den entscheidenden Schritt hin zu höheren Produktionsraten: neue Druckkopf- und Druckfarbtechniken. Die neueste Generation von Druckköpfen zeichnet sich durch hohe Zuverlässigkeit, gute Bedienbarkeit und Flexibilität
bei der Großproduktion aus. Zudem nutzen
moderne Drucksysteme spezielle pigmenthaltige Tinten oder wasserunlösliche Küpenfarbstoffe. Vor allem dank der Verbesserungen bei den eingesetzten Farbstoffen brauchen sich digital bedruckte Heimtextilien nicht mehr
vor der vermeintlich kostengünstigeren Druckkonkurrenz zu verstecken.
© Hewlett-Packard
Komplettlösungen als Schlüssel zum Wachstum
Damit digital bedruckte Textilien den Massenmarkt erreichen, müssen , so Omar Kulka, einige
Anforderungen berücksichtigt werden. „Gerade in der Direct-to-Garment- und Roll-to-Roll
Printproduktion gibt es bereits etablierte Standards etwa aus dem Sieb- bzw. Filmdruckverfahren,
die die Industrie einhalten muss.“ Zudem spielen Komplettlösungen eine zunehmend wichtige
Rolle. Moderne Systeme, wie die hauseigene Kornit Allegro, können die gesamte textile
Printproduktion in einem Schritt erledigen: von der Vorbehandlung über den Druck bis hin zum
Trocknen – und das nach Aussage des Unternehmens für alle Gewebearten und ohne eine
zusätzliche Wasch- oder Dampfbehandlung. Dies sei die Zukunft des Digitaldrucks für Heimtextilien
und ein wichtiger Schritt Richtung Massenproduktion.
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Auf Komplettsysteme speziell für Tapeten und andere Wandbekleidung hat sich Hewlett-Packard
(HP) spezialisiert. Die selbst entwickelte Latex HP Technologie nutzt wasserbasierte Farbe mit
einer hohen Farbechtheit bei gleichzeitiger Umweltverträglichkeit. Kombiniert mit Systemen für
Design und Zuschnitt bietet HP damit eine schnelle Drucktechnologie für viele Trägermaterialien,
darunter strukturierte und PVC-freie Tapeten. „Es gibt einen Trend hin zu einzigartigen Heim- und
Haustextilien. Schließlich ist es für diesen Markt ein großes Unterscheidungsmerkmal, Designs
individuell anpassen zu können,“ sagt Terence Raghunath, Business Development Manager bei
Hewlett-Packard. „Der Digitaldruck ist deshalb das Segment, das im Wandbekleidungssegment ein
großes Wachstum verzeichnet, da mehr und mehr Designer und Hersteller die digitale Technik
einführen.“
Digital Textile Conference und Heimtextil 2014 zeigen Zukunft des Digitaldrucks
Kornit Digital, HP und andere führende Anbieter von digitaler Drucktechnik präsentieren sich auf
der ersten European Digital Textile Conference speziell für digital bedruckte Haus- und
Heimtextilien. Die Veranstaltung findet am 09. und 10. Januar 2014 parallel zur führenden
Fachmesse für Wohn- und Objektextilien Heimtextil auf dem Messegelände in Franfurt am Main
statt. Dort erhält die Industrie einen aktuellen Überblick über neue Technologien, Marktchancen,
Einsatzgebiete für den Massendruck und nachhaltige Produktionsmethoden. World Textile
Information Network, ein weltweit agierender Nachrichten- und Informationsanbieter für den
Textilsektor, und die Messe Frankfurt zeichnen als Veranstalter der Konferenz verantwortlich.
„Die Heimtextil erlebt klar ein großes Ausstellerwachstum in der
Produktgruppe „Digital Print“ in der Halle 4.2. Wir konnten die
Fläche und Zahl der Aussteller für den Wachstumsmarkt des Digitaldrucks signifkant steigern. Die
Liste der ausstellenden Unternehmen liest sich wie das Who is Who der Branche: Durst, HewlettPackard, Kornit Digital, Pod Iberia, Reggiani und SPGprints stellen erstmalig auf der Leitmesse aus
oder sind mit größeren Ständen als im Vorjahr vertreten,“ sagt Olaf Schmidt, Vice President
Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt.
Die Exklusivinterviews mit Kornit Digital und HP können Sie im Heimtextil-Blog nachlesen:
www.heimtextil-blog.com
Textination GmbH
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