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Dienstleistungskonzept für Bildungsträger - Bildungscontrolling - ttg

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Bildungscontrolling als Dienstleistung ?
Worum geht es beim
1
Bildungscontrolling als Dienstleistung ?
Zusammenfassung
Weiterbildung soll sich lohnen! An diesem
Punkt setzt Bildungscontrolling an.
Vier Ansatzpunkte
Für wen soll sich Weiterbildung lohnen? Zuallererst natürlich für Firmen und Beschäftigte, die auf diese Weise ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit steigern.
Outsourcing-Lösung anbieten? MEHR DAZU
Lohnen soll sie sich jedoch auch für Sie als
Bildungs- und Beratungsunternehmen. Wir
stellen Ihnen daher in dieser Broschüre vier
Ansatzpunkte vor, wie Sie Bildungscontrolling als Dienstleistung anbieten können.
WEB-APP
Alle Materialien und
■ Möchten Sie Bildungscontrolling als
AB SEITE 9
Informationen zum
Bildungscontrolling finden Sie in
der Web-App zum Projekt unter
■ Möchten Sie mit Bildungscontrolling zur
Nutzen- und Transfersicherung Ihres
Weiterbildungsangebots beitragen? MEHR
DAZU AB SEITE 9
■ Möchten Sie Bildungscontrolling für Ihre
eigene Fortbildung hausintern implementieren und etablieren? MEHR DAZU AB SEITE 9
■ Möchten Sie mit Bildungscontrolling zu-
sätzlichen Schulungsbedarf beim Unternehmen ermitteln und decken? MEHR DAZU
AB SEITE 9
Impressum
Projektkonsortium (vgl. Seite 14)
unter Leitung der
ttg team training GmbH
Holzmarkt 7
72070 Tübingen
Telefon: (07071) 5 13 96
Telefax: (07071) 25 29 76
E-Mail: info@team-training.de
www.team-training.de
Das Projekt Bildungscontrolling wird unterstützt
durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
2
www.team-training.de/esf
Worum geht es beim
Projekt Bildungscontrolling?
Was ist Bildungscontrolling?
Bildungscontrolling sichert die Wirksamkeit
von Weiterbildungen. Kurz: Weiterbildung
soll sich lohnen! An diesem Punkt setzt Bildungscontrolling an.
Bildungscontrolling ist ein planungsorientiertes Instrument zur ziel- und ergebnisorientierten Gestaltung und Steuerung betrieblicher Weiterbildung.
Dabei berücksichtigt Bildungscontrolling
nicht nur betriebswirtschaftliche Faktoren,
sondern auch pädagogische Kriterien.
Ziele des Projektes
Bildungscontrolling
Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen
für die Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung zu sensibilisieren und zu animieren Strukturen aufzubauen, die eine systematische und effektive Bildungsarbeit ermöglichen.
Es ist das gemeinsame Interesse aller Bildungsanbieter, dass Unternehmen ihre
Weiterbildungsaktivitäten intensivieren und
dabei die Sicherheit haben, dass sich diese
Bildungsinvestitionen auch bezahlt machen.
Um dies zu erreichen, wurden im Rahmen
einer Partnerschaft aus Unternehmen und
Bildungsanbietern bestehende Instrumente
des Bildungscontrolling analysiert und für
kleine und mittlere Unternehmen optimiert
und handhabbar gemacht. Wo geeignete
Instrumente fehlten, wurden diese entwickelt und erprobt. Ziel ist ein Instrumentarium, das die Bedürfnisse unterschiedlicher –
auch bildungsferner Mitarbeitender – berücksichtigt und betriebliche Bildung für die
Unternehmen und die Bildungsanbieter gut
steuer- und planbar macht.
✓
Das Bildungscontrolling-Konzept ist für
alle interessierten kleinen und mittleren
Unternehmen sowie für Bildungsanbieter
in Baden-Württemberg frei zugänglich.
3
Das Bildungscontrolling-Konzept
– Wie funktioniert es?
Aufbau und Struktur des
Bildungscontrolling-Konzepts
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
verfügen meist nicht über die Kapazitäten, um ein komplexes Weiterbildungsmanagement einzuführen. Auch ist der
Ausprägungsgrad der Bildungsarbeit,
welches in KMUs durchgeführt wird sehr
unterschiedlich.
Zu berücksichtigen ist auch, dass der
Bedarf und die Notwendigkeit in jedem
Unternehmen verschieden ist. Vor diesem Hintergrund ist ein Konzept entstanden, das
■ Dreistufiger Aufbau
In einigen KMUs sind die Weiterbildungsaktivitäten bereits sehr fortgeschritten,
während andere kaum bzw. noch gar
keine Bildungsarbeit betreiben. Um die
unterschiedlichen Niveaus zu berücksichtigen, ist das BildungscontrollingKonzept in drei Stufen aufgebaut worden:
Stufe
Unternehmenstypisierung nach
Ausprägungsgrad der Bildungsarbeit
Basic
In Ihrem Unternehmen haben die Mitarbeiter bisher noch an keine
oder kaum Weiterbildungen teilgenommen. Es wird demnach noch
keine bzw. kaum Bildungsarbeit betrieben.
Advanced
In Ihrem Unternehmen haben die Mitarbeiter bisher an Weiterbildungen teilgenommen. Allerdings wurden die Bildungsmaßnahmen nicht
nach Qualität und Weiterbildungseffekt evaluiert.
Expert
In Ihrem Unternehmen haben die Mitarbeiter bisher an Weiterbildungen teilgenommen. Die Bildungsmaßnahmen wurden weitgehend
nach Qualität und Weiterbildungseffekt evaluiert. Allerdings fehlt es
Ihrem Weiterbildungsmanagement noch am Feinschliff.
■ dreistufig
■ modular
■ praktikabel und flexibel
aufgebaut ist.
Zu den jeweiligen Levels sind Instrumente
und Methoden entwickelt worden, die bei
Bedarf auch miteinander kombiniert werden können.
Unternehmen A entscheidet
sich Bildungscontrolling auf Stufe
Advanced bei sich zu implementieren. Allerdings bevorzugen sie den Bildungsbogen der Stufe Basic, da dieser für Ihre
Zwecke vollkommen ausreicht.
BEISPIEL
4
Abbildung 1: Drei-Stufen-Modell des
Bildungscontrolling
■ Modularer Aufbau
Bildungscontrolling erstreckt sich im vorliegenden Konzept über vier Phasen, die in
einem zirkulären Prozess zueinander stehen.
2 Planung
Planung von geeigneten
Bildungsmaßnahmen,
basierend auf die Ergebnisse der Bedarfsanalyse
1 Bedarfsanalyse
Abgleich von notwendigen mit vorhandenen Kenntnissen der Mitarbeiter.
4 Transfer
Ermittlung und Sicherung der Wirksamkeit der Weiterbildung. Wichtigster Maßstab für die Wirksamkeit ist der Transfererfolg, d.h. inwieweit der Teilnehmer
anschließend in der Lage ist Gelerntes
umzusetzen.
3 Feedback
Bewertung der Qualität der Bildungsmaßnahme und Kompetenz
des Trainers, vor allem auch im Hinblick auf den Lerntransfer.
Abbildung 2:
Kreislauf Bildungscontrolling
Zu den jeweiligen Phasen sind Instrumente
entwickelt worden, die modular aufgebaut
sind. Dadurch soll gewährleistet werden,
dass die Unternehmen sich ein passgenaues
Bildungscontrollingsystem individuell zusammenstellen können.
Somit ist es möglich sich ein maßgeschneidertes Bildungscontrollingpaket aus den
jeweiligen Instrumenten zusammenstellen
oder sich an unseren Musterpaketen in den
Levels Basic, Advanced und Expert zu orientieren. Abbildung 2 zeigt beispielhaft die
Modulübersicht des Levels Advanced.
5
■ Modularer Aufbau
Bedarfsanalyse
Transfer und Controlling
Planung
Feedback
B1
Bildungsbogen
B2
Gesprächsregeln
B1
Bildungsbogen
T1
Transfertagebuch
P1
Förderkompass
P2
Weiterbildungsdatenbank
Pz
Anbietersuche
F1
Teilnehmerfeedback
Pz
Anbietersuche
Abbildung 3:
■ Praktikabel und
■ flexibel in der Handhabung
Das Bildungscontrolling-Konzept soll zur
betrieblichen Weiterbildung animieren und
dazu beitragen, dass schnell und einfach ein
effektives Bildungswesen eingeführt oder
an vorhandene Strukturen angebunden
werden kann.
Modulübersicht Advanced
Entsprechend sind auf komplexe Konstrukte verzichtet und stattdessen Instrumente
entwickelt worden, die praktikabel in der
Handhabung sind. Kurzanleitungen (s. Anhang) verschaffen einen schnellen Überblick über das Ziel und dem möglichen Ablauf der jeweiligen Phase.
Durch den modularen Aufbau und die Möglichkeit Instrumente je nach Bedarf miteinander kombinieren zu können, wird eine
flexible Anwendung gewährleistet.
6
Was haben Sie als Bildungsanbieter davon ?
Der demografische Wandel und der damit
verbundene Fachkräftemangel erfordert
von den Unternehmen Maßnahmen, um
weiterhin wettbewerbsfähig bleiben zu
können. Die betriebliche Weiterbildung
stellt dabei eine Säule der Fachkräftesicherung dar.
Es bestehen bereits Konzepte zum Thema
Bildungscontrolling. Diese sind allerdings
meist zu komplex und eher auf größere Unternehmen mit entsprechenden Ressourcen
zugeschnitten.
Mit dem vorliegendem BildungscontrollingKonzept können kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden, ein Weiterbildungsmanagement aufzubauen, welches
einfach und flexibel in die vorhandenen Kapazitäten und Strukturen integriert werden
kann.
Viele kleine und mittlere Unternehmen
schrecken allerdings noch davon zurück, da
mit Weiterbildung oftmals hohe Kosten
verbunden werden ohne das der daraus resultierende Nutzen klar erkennbar ist.
Ursache für das Ausbleiben eines positiven
Weiterbildungseffekts ist häufig darin zu
sehen, dass eine systematische Bedarfsermittlung und Transfersicherung (Umsetzung des Gelernten in die Praxis) nicht erfolgt. Betroffen sind vor allem kleine und
mittlere Unternehmen, aufgrund der meist
knappen Kapazitäten für Personalarbeit.
-
Auf das entwickelte Bildungscontrolling Konzept, einschließlich aller enthaltener Instrumente besteht kein Copyright. Entsprechend bieten sich für Sie als Bildungsanbieter folgende Möglichkeiten an, wie Sie
das Bildungscontrolling-Konzept nutzen
können:
1
Bildungscontrolling als
eigene Dienstleistung anbieten
SEITE 8
2
Bildungscontrolling zur Transfer- und Nutzensicherung eigener Weiterbildungsangebote
SEITE 10
3
Bildungscontrolling hausintern
implementieren und etablieren
SEITE 12
4
Zusätzlichen Schulungsbedarf
beim Unternehmen ermitteln und decken
SEITE 14
7
1 Bildungscontrolling als
1 eigene Dienstleistung anbieten
Es steht Ihnen frei, das BildungscontrollingKonzept oder auch nur einzelne Aspekte
davon zu adaptieren, anzupassen und Ihre
Unternehmenskunden zum Thema Bildungscontrolling zu beraten.
Weniger ist mehr
In vielen Unternehmen, vor allem kleineren,
steckt das Weiterbildungsmanagement
noch in den Kinderschuhen. Nicht selten
wird eine Mitarbeiterin bzw. ein Mitarbeiter
der Personalabteilung damit beauftragt,
sich zusätzlich zur Personalverwaltung dem
Thema Mitarbeiterqualifizierung zu widmen.
Es kann also davon ausgegangen werden,
dass dort nicht immer umfassende Vorkenntnisse beim Thema Weiterbildungsmanagement vorhanden sind. Um nicht Gefahr zu laufen, dass Sie Ihren Gesprächspartner mit Informationen überfrachten gilt
hier »weniger ist mehr«. Beherzigen Sie bei
der Erstberatung zum Thema Bildungscontrolling folgende Hinweise:
Hinweise zur Erstberatung
■ Verzichten Sie darauf gleich zu Beginn das
gesamte Konzept einschließlich aller drei Levels
und Instrumente vorstellen zu wollen. Begrenzen
Sie sich zunächst darauf, dass Konzept kurz zu
umreißen und ein paar ganz konkrete Beispiele
zu nennen.
■ Als hilfreich hat sich erwiesen, das Instru-
ment Förderkompass (s. Anhang) voranzustellen,
in welchem eine Vielzahl an Förderungen für betriebliche Weiterbildung dargestellt werden. Der
Förderkompass ist greifbar und kann für jeden
nützlich sein, unabhängig der Vorkenntnisse und
des Entwicklungsstandes des Bildungswesens.
Nachdem Sie nun die Aufmerksamkeit Ihres Gesprächspartner erlangt haben, können Sie sich
einen ersten Überblick über die Situation des
Unternehmens verschaffen.
■ Schlagen Sie aus der Fülle an Instrumenten
und Methoden zunächst nur eine vor – es empfiehlt sich in der Regel mit dem Instrument Bildungs- bzw. Entwicklungsbogen zu beginnen,
bei dem in einem jährlichen Personalgespräch
der Weiterbildungsbedarf und Weiterbildungseffekte vergangener Schulungen ermittelt werden.
Die erfolgreiche Implementierung eines einzigen
Instruments ist für das Unternehmen nützlicher
als die Kenntnis des gesamten Konzepts, welches aber nicht umgesetzt wird.
■ Erst in drauf folgenden Schritten können
Schritt für Schritt weitere Instrumente erklärt
und ggf. eingeführt werden.
8
Überblick verschaffen
Der erste Kontakt bzw. Gesprächstermin
eignet sich dazu die Bedarfe und den Entwicklungsstand des Bildungswesen zu erfassen. Meistens werden Sie es mit den
Personalverantwortlichen oder Weiterbildungsbeauftragen (in kleinen und mittleren
Unternehmen ist meistens der Geschäftsführer der direkte Ansprechpartner) zu tun
haben.
Passgenaues Konzept erarbeiten
Bei der Auswertung des ersten Gesprächs
müssten Sie bereits abschätzen können,
welches Bildungscontrolling-Level sich für
das Unternehmen eignet und durch welche
Instrumente die Bedarfe bedient werden
können. Stellen Sie ein passgenaues Bildungscontrolling Paket zusammen und besprechen Sie dieses bei einem weiteren Gespräch mit dem jeweiligen Unternehmen.
Im Anhang finden Sie einen Interviewleitfaden, durch welchen die Bereiche Bedarfsanalyse, Planung, Feedback und Transfer
abgedeckt werden. Es ist von Vorteil, wenn
Sie den Leitfaden circa eine Woche vor Ihren Termin an Ihre Gesprächspartner verschicken. So haben diese die Gelegenheit
sich noch fehlende Informationen einzuholen und sich auf das Thema einzustimmen.
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
Selbst wenn Sie mit dem Unternehmen ein
Bildungscontrolling-Paket zusammengestellt haben, so kann sich im Arbeitsalltag
trotzdem herausstellen, dass an der einen
oder anderen Stellen die Instrumente angepasst werden müssen. Nehmen Sie sich die
Zeit die Rückmeldungen aufzunehmen und
Verbesserungsvorschläge anzubieten. Im
Laufe der Zeit wird das Konzept so ausgereift sein, dass das jeweilige Unternehmen
seinen passgenauen Instrumentenkoffer
hat.
Um Überforderung oder Verlegenheit zu
vermeiden, wodurch Blockaden resultieren
könnten, weisen Sie am Besten gleich darauf hin, dass nicht alle Fragen für das jeweilige Unternehmen relevant und beantwortet werden müssen.
HINWEIS Sie können Ihr
Beratungsangebot auch mit
einer Workshopreihe
kombinieren. Somit erreichen
Sie mehrere Kunden
gleichzeitig und können den
Grundstein für eine
Prozessbegleitung legen.
9
2 Bildungscontrolling zur Transfer- und
2 Nutzensicherung eigener Weiterbildungsgebote
Bei der Gestaltung, Planung und Durchführung Ihrer Weiterbildungsangebote können
Sie auf Methoden und Instrumente des
Konzepts greifen, die zur Sicherung des
Lerntransfers bei Ihren Kunden beitragen.
Somit erzielen Sie eine bessere Qualität Ihrer Angebote, eine höhere Zufriedenheiten
bei Ihren Kunden und größere Erfolgsquoten bei allen Beteiligten.
■ Anwendungsempfehlungen &
■ Vorgehensweise
Nach Ende einer Weiterbildungsveranstaltung stehen die Teilnehmer oftmals vor der
Frage, wie Sie das Gelernte nun in Ihren Arbeitsalltag umsetzen können. Umso größer
der Transfergehalt und die Relevanz die
Lerninhalte für die berufliche Praxis sind,
desto erfolgreicher und positiver wird die
Bildungsmaßnahme bewertet. Daher ist es
wichtig bereits bei der Auftragsklärung den
Transfer im Fokus zu haben und transferfördernde Methoden anzuwenden.
■ Auftragsklärung
Einige Kunden kennen meistens den Frontalunterricht als Trainingsmethoden. Je nach Zielgruppe und Lernziel ist es notwendig auf alternative Lern- und Trainingsformen zu greifen wie
z.B. das Selbstlernverfahren oder Einzelcoaching. Neben organisatorischen Aspekten empfiehlt es sich folgende Punkte in einem Auftragsgespräch abzuklären, um zielgruppenorientierte
und transferfördernde Methoden einplanen zu
können:
■ Welcher Anlass führt dazu eine Bildungsmaßnahme
durchzuführen? (gesetzliche Bestimmungen, konkretes
Problem, Veränderung der Anforderungen, etc.)
■ Welche Bildungsmaßnahmen sind vorangegangen?
■ Welche Vorkenntnisse liegen vor? Was sind die Auf-
gaben/Arbeitsbereiche der Teilnehmer?
■ Wie und von wem wurde der Bedarf erhoben? Gibt
es Möglichkeiten für den Bildungsanbieter eine eigene
zusätzliche Bedarferhebung durchzuführen?
■ Welche Ziele sollen durch die Weiterbildung erreicht
werden? Was soll nach der Maßnahme anders sein?
■ Liegt eine konkrete Zielvereinbarung zwischen Vor-
gesetzten und Mitarbeitern (Weiterbildungsteilnehmern) vor (s. Anhang Bildungs-/Entwicklungsbogen)?
■ Wie könnte die Zielerreichung bzw. der Transferer-
folg überprüft werden und durch wem (s. Anhang Bildungs-/Entwicklungsbogen; Transfermethoden)?
■ Welche Vor- und Nachbereitungsmaßnahmen zur
Transfersicherung wären möglich (siehe Anhang Transfermethoden)?
■ Welche Informationen wünscht/benötigt der Kunde
nach der Weiterbildung vom Bildungsanbieter, um den
Lernerfolg überprüfen zu können?
10
■ Methodenrepertoire
Wenn Sie die Informationen eingeholt haben können Sie abwägen welche Methoden
sich für die Zielgruppe eignen und diese mit
den Kunden besprechen.
Vorbereitende Literatur
Es empfiehlt sich bei komplexeren Themen den
Teilnehmern im Vorfeld Material bzw. Literatur
zuzuschicken, anhand dessen sie sich bereits auf
die Bildungsmaßnahme vorbereiten können.
Dies hat den Effekt, dass die Teilnehmer sich bereits auf die Veranstaltung einstimmen und sich
mit den Lerninhalten vertraut machen können.
Sie als Bildungsanbieter haben dadurch den Vorteil, dass sie bei allen Teilnehmern die selbe Wissensgrundlage schaffen, worauf Sie Ihre Veranstaltung aufbauen können.
mer als Grundlage dienen für das Transfergespräch nach der Weiterbildung mit seinem Vorgesetzten oder auch als Mittel der Reflexion.
Diese Methode kann bei jeglicher Zielgruppe angewendet werden.
Transferübungen
Wichtig für den Transfererfolg ist zum einen die
Aufarbeitung und die Anwendung des Gelernten
nach der Weiterbildung. Dies geht oftmals aufgrund des hohen Arbeitspensums im Alltag unter. Um dem weitgehend entgegenzuwirken,
empfiehlt es sich den Teilnehmern Transfer-
Transfertagebuch
übungen bzw. -methoden (siehe Anhang) vorzu-
Bei vielen Bildungsanbietern ist das sogenannte
stellen, die nach der Weiterbildung angewendet
Lerntagebuch bereits fester Bestandteil ihrer
werden können. Alternativ könnten bereits im
Veranstaltungen. Wie der Name schon vermuten
Rahmen der Auftragsklärung die Transferme-
lässt, steht beim Transfertagebuch (s. Anhang)
thoden dargelegt werden, so dass der Teilneh-
die Umsetzung des Gelernten vom Lernfeld ins
mer sich diesbezüglich mit seinem Vorgesetzten
Praxisfeld im Vordergrund. Vorzugsweise wird
absprechen kann.
das Transfertagebuch den Teilnehmern bereits
vor der Bildungsmaßnahme zugeschickt.
Der Transfererfolg bzw. der Weiterbildungseffekt kann meistens verstärkt werden, wenn der
Das Tagebuch ist so aufgebaut, dass konkrete
Vorgesetzte und/oder die Kollegen am Bildungs-
Weiterbildungsziele eingetragen werden kön-
prozess des Teilnehmers (indirekt) beteiligt sind.
nen. Weiter sind transferfördernde Fragen auf
Daher wird das Umfeld des Teilnehmers bei die-
dem Bogen formuliert, die so konkret wir mög-
sen Übungen mit eingebunden.
lich vom Teilnehmer während der Bildungsmaßnahme beantwortet werden sollten.
Unternehmen, bei den das Bildungswesen noch
am Anfang steht, könnte diese Methode zu auf-
Somit werden die Teilnehmer dazu angehalten,
wändig sein. Daher ist dieses Instrument erst
sich kontinuierlich während der Maßnahme da-
beim Level Advanced berücksichtigt worden.
rüber Gedanken zu machen, wie die Lerninhalte
Auf ein systematisch geführtes Transfergespräch
in ihr Praxisfeld übertragen werden können.
zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzter sollte al-
Räumen Sie den Teilnehmern hierzu ausreichend
lerdings nicht verzichtet werden (s. Bildungsbo-
Zeit ein, ihre Gedanken schriftlich niederzule-
gen/Entwicklungsbogen – Teil Transfergespräch)
gen. Das Transfertagebuch kann dem Teilneh-
11
3 Bildungscontrolling hausintern
3 implementieren und etablieren
Sie können das Konzept dazu verwenden
bei sich selbst die Weiterbildungsbedarfe
und -aktivitäten Ihrer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter systematisch zu erfassen und
auszuwerten.
Wenn Sie es bevorzugen, das Konzept zunächst nur hausintern anzuwenden, so gehen Sie am Besten folgendermaßen vor:
Sollten Sie das Bildungscontrolling-Konzept
als Beratungsleistung anbieten, werden Sie
bereits mit allen Instrumenten auf den jeweiligen Levels vertraut sein. So können
sich frei nach Ihren Vorstellungen ein
Bildungscontrollingpaket zusammenstellen
und eigene Ideen noch einbringen.
verwenden.
1 Erstellen Sie zunächst eine Übersicht darüber
welche Instrumente und Methoden Sie bereits
2 Schätzen Sie im nächsten Schritt ein auf welchem Level Sie Ihr internes Bildungswesen ansiedeln würden (siehe Anhang).
3 Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über Ihr Vorhaben Bildungscontrolling einführen zu wollen.
Verdeutlichen Sie hierbei, dass es nicht um Kontrolle oder Beurteilung geht, sondern um die
Entwicklung jedes Einzelnen und des Unternehmens. Holen Sie in diesem Atemzug auch gleich
Vorschläge Ihrer Mitarbeiter ein bezüglich der
Optimierung des Weiterbildungsmanagements.
4 Lesen Sie sich die vier Kurzanleitungen (siehe
Anhang) des jeweiligen Levels durch und verschaffen Sie sich dadurch einen Überblick über
die verschiedenen Instrumente und Abläufe.
5 Machen Sie sich im nächsten Schritt mit den
Instrumenten vertraut und überlegen Sie sich
dabei, wie die Instrumente in Ihren bisherigen
Strukturen integriert und angebunden werden
können. Eventuell müssen einzelne Instrumente
modifiziert werden, um Ihren Bedarfen zu entsprechen.
6 Überprüfen Sie bei der Anwendung der Instrumente, ob die Zusammenstellung praxistauglich ist. Oftmals reichen auch nur kleine Anpassungen aus.
12
4 Zusätzlichen Schulungsbedarf beim
4 Unternehmen ermitteln und decken
Die Einführung der BildungscontrollingInstrumente kann auch einen Schulungsbedarf beim Unternehmen erkennbar werden
lassen. Sie können als Bildungsträger das
Unternehmen u. a. durch das Angebot folgender Schulungen darin unterstützen:
■ Mitarbeitergespräche führen Führungs-
■ Präsentationsschulungen | Train-the-
kräfte, die wenig Erfahrung mit Personalgesprä-
trainer Interne Fachexperten bzw. Personen,
chen haben, eignen sich hier die notwendigen
die eine spezielle Weiterbildung besucht haben,
Fähigkeiten an, um z.B. das Instrument Bil-
werden in die Lage versetzt, ihr Wissen unter-
dungs- / Entwicklungsbogen anzuwenden und so
nehmensintern weiterzugeben. Hierzu erlernen
die Bedarfsermittlung und Transfersicherung im
sie grundlegende didaktisch-methodische Fä-
Rahmen eines Mitarbeitergesprächs durchzufüh-
higkeiten.
ren.
■ Change Management Die Verantwortli-
■ EDV-Schulungen Eventuell müssen Excel-
chen werden mit Abläufen und Methoden ver-
Kenntnisse der »Weiterbildungsbeauftragten«
traut gemacht, wie Bildungscontrolling in die
aufgefrischt werden, um beispielsweise eine An-
bisherigen Strukturen reibungslos integriert
bieter- und Weiterbildungsdatenbank anlegen
werden und wie etwaige Widerstände und Blo-
und führen zu können.
ckaden bei der Belegschaft entgegengewirkt
werden kann.
13
Projektkonsortium
Kooperation mit Partnern
aus Wirtschaft und Bildung
team training entwickelt und optimiert Bildungscontrolling gemeinsam mit Partnern
aus Wirtschaft und Bildung.
Unternehmen unterschiedlicher Branchen
und Größen sind vertreten. Aus dem Bildungsbereich sind Anbieter mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Hintergründen
beteiligt.
Das Projekt Bildungscontrolling wird unterstützt durch das Ministerium für Finanzen
und Wirtschaft Baden-Württemberg aus
Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
Kontakt
ttg team training GmbH
Holzmarkt 7
BG Unfallklinik, Tübingen
72070 Tübingen
Telefon: (07071) 5 13 96
E-Mail: info@team-training.de
transtec AG, Tübingen
Ihre Berater
Janser GmbH, Ehningen
Lago Print GmbH, Rielasingen
Prof Ed GbR, Rottweil
Marcus Vogel
marcus.vogel@team-training.de
Kolping-Bildungswerk Württemberg e. V.,
Stuttgart
FrauenKolleg GmbH, Stuttgart
Initial-Training GbR, Karlsruhe
Michela Traballano
michela.traballano@team-training.de
Sprachendienst Konstanz,
wirtschaftlicher Verein
14
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Kategorie
Bildung
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