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Soundbar für 1.300 Euro | GERÄTE-TEST
Focal Dimension Soundbar
Raffiniertes Duo: Vorne die Soundbar,
dahinter der optionale Subwoofer in Form eines
Sound-Decks, der bis zu 55 Kilo schwere Fernseher trägt.
Focals erste Soundbar kostet mit Subwoofer 1.300 Euro und ist damit die teuerste,
die wir je getestet haben. Ohne das Bassmodul
schlägt der Klangriegel immer noch mit 1.000 Euro
zu Buche. Doch der Preis geht in Ordnung, denn
die Luxus-Lautsprecherkombi klingt hervorragend.
Raffinierte Konstruktion
Der Subwoofer in Form eines Sound-Decks trägt
bis zu 55 Kilogramm schwere Fernseher. Mit einer
Breite von 115 Zentimetern passt die Focal-Kombo
dabei ideal zu 50 Zoll großen TVs. Tisch oder Rack
sollten 55 Zentimeter tief sein, damit Soundbar
und Sub genug Platz haben. Alternativ kann man
die Soundbar an der Wand befestigen. Die Bassbox
wird über ein Lautsprecherkabel von der Soundbar
versorgt, ihre Verstärkerleistung gibt der Hersteller
mit 6 x 75 Watt an. Einen eventuell schon vorhandenen Aktivsub kann man dank LFE-Ausgang
ebenso anschließen. Die Verarbeitungsqualität
wird dem Preis gerecht: So besteht die Oberseite
des Subwoofers aus kratzfestem Glas, während
das Aluprofil der Soundbar solide und hochwertig
wirkt. Nur das externe Netzteil im Brikettformat
gewinnt keinen Schönheitspreis. An der Rückseite
lassen sich bis zu vier Audioquellen anschließen.
Für die bequeme Verbindung zum Smartphone
wäre ein Fronteingang sowie Bluetooth (optional,
100 Euro) sinnvoll. Auf unserer Wunschliste stehen
zudem besser zugängliche Klangregler, die sich
teils an der Rückseite der Soundbar befinden. Praktisch: Die Soundbar leitet das HDMI-Signal auch im
Standby zum TV, was den leicht erhöhten StandbyVerbrauch von 4,5 Watt erklärt. Decoder für Dolby
TrueHD und DTS-HD fehlen, bei Blu-ray bleibt der
Ton deshalb auf herkömmlichen Dolby- und DTSTon begrenzt. Bedient wird die Focal-Kombi mit
einer Scheckkarten-Fernsteuerung sowie über ein
Sensor-Tastenfeld an der rechten Seite, das nur bei
Bedienung aufleuchtet. Via HDMI-CEC kann man
die Grundfunktionen zudem mit der Fernbedienung
des TVs oder Blu-ray-Players bedienen.
Hervorragender Klang
Den Hörtest starteten wir ohne Sub-Unterstützung
und mit dem Pop-Album „Lost In A Moment“ der
norwegischen Künstlerin Lene Marlin. Sofort offenbarte sich ein warmer und erwachsener Klang: Die
zehn Zentimeter großen Konustreiber spielen unterstützt durch einen Bassreflextunnel ab erstaunlichen 50 Hertz druckvoll und rappelfrei auf. Die
Mitten wirken ausgewogen und differenziert. Lediglich die obersten Höhen – typisch für Breitbandchassis – könnten etwas mehr Glanz vertragen.
Gut, dass die Entwickler der Versuchung widerstanden haben, dies durch eine harsch klingende
Anhebung der unteren Höhen zu kaschieren. Das
Klangbild verblüfft dank der DSP-basierten Ansteuerung durch erstaunlich viel Tiefe und Weite. Einzig
Ping-Pong-Stereo-Aufnahmen oder Hörspiele mit
Sprechern von hart links und rechts klingen ein
wenig verfärbt.
Die Domäne der Soundbar ist der Filmton, wie
sich beim ersten „Harry Potter“-Abenteuer zeigt:
Egal ob man steht oder am Boden sitzt, in der Mitte oder seitlich Platz nimmt, stets sind die Akteure
dank der weitgefächerten Abstrahlung kristallklar
zu vernehmen. Und wenn es laut hergeht, überrascht die Focal Dimension im mittleren Frequenzbereich mit enormer Dynamik: Bis zu 105 Dezibel
laut spielt sie mit einem 400 Hertz-Ton auf. Szenen
wie im vierten Kapitel, als sich aus einer Schrotflinte ein Schuss löst, klingen gar so brachial, als wäre
ein 5.1-Set am Werk. Im Bass (Testsignal Rauschen
40-80 Hertz) sind ohne Sub-Unterstützung zwar nur
83 Dezibel drin, mehr kann man von einem so kompakten Lautsprecher aber wirklich nicht erwarten.
Nur die Surroundwirkung könnte noch etwas raumfüllender gelingen: Zwar entfaltet sich die Akustik
immer schön weitläufig, doch die Abbildung von
Tönen seitlich oder hinter dem Zuhörer gelang in
unserem Hörraum nicht glaubwürdig. Aber daran
beißen sich fast alle Soundbars die Zähne aus.
Schaltet man den Sub hinzu, der die Bässe mit
Hilfe von zwei seitlich abstrahlenden 20 x 6 Zentimeter großen Ovaltreibern erzeugt, geht die Post
richtig ab: Er erweitert die Übertragungsgrenze auf
32 Hertz und die Maximal-Lautstärke im Bass auf
92 Dezibel, was für eine eindrucksvolle Action-Wiedergabe sorgt. Dank der „Push/Push“-Chassis-Anordnung und des soliden Gehäuses sind Vibrationen kein Thema. Weil außerdem die Soundbar ab
50 Hertz aufspielt und sich der Sub bei 150 Hertz
ausklinkt, integriert er sich optimal und wird selbst
bei entfernter Aufstellung nicht als eigenständige
Klangquelle wahrnehmbar.
fg
AV-FAZIT: Focal legt mit seiner ersten Soundbar
die Klang-Latte sehr hoch. Vor allem mit Subwoofer spielt sie ungemein dynamisch und neutral
auf. Mit 1.300 Euro ist der Spaß aber nicht billig.
AUSSTATTUNG
Allgemeines
Preis (Setpreis)
1.300 Euro
Abmessungen Soundbar
115,5 x 11,5 x 11,5 cm / 5,5 kg
Abmessungen Subwoofer
115,5 x 11,5 x 41 cm / 14 kg
Stromverbrauch
Standby 4,5 / Betrieb 20 Watt
Anschlüsse
Analog-Audio
Miniklinke
Digital-Audio
HDMI In, HDMI Out (ARC), optisch
Sonstige
2x Sub-Out (Lautsprecher, Cinch), Service
Bedienung und Features
Fernbedienung
ja
Klangprogramme
Night
Klangregelung
Distance, Room, Position, Subwoofer
BEWERTUNG
Das Anschlussfeld ist klar lesbar beschriftet, allerdings
bietet es für dickere HDMI-Kabel wenig Platz. Mit den
vier Schiebeschaltern lassen sich Betriebsmodus (mit/
ohne Sub) und Klangcharakteristik ändern.
audiovision 9-2014
Offengelegt: Die Stoffabdeckung lässt sich nicht abnehmen – nur auf diesem Produktfoto werden die fünf
Konus-Treiber sichtbar, die Frequenzen unter 200 Hertz
für besseren Bass gemeinsam (Mono) wiedergeben.
Tonqualität
Praxis und Bedienung
Material und Verarbeitung
Ausstattung
av-wertung
sehr gut
gut
sehr gut
gut
sehr gut
63
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Kunst und Fotos
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