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Mediatorinnen und Mediatoren in Niederösterreich PDF 281,8 kB

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Zerschossene Illusionen
Der Erste Weltkrieg in Darstellungen
des Karlsruher Kupferstichkabinetts
Näheres zur
"Theologischen-Thematischen
Reihe im Herbst"
Pfr. Dr. Steffen Bauer, Darmstadt
Dr. Dorit Schäfer, Karlsruhe
Die "Theologisch-Thematische Reihe im Herbst", die in
diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert, ist eine ge-
Karl Barth selbst sprach von einer "Götterdämmerung"
Im Taumel der ersten Kriegseuphorie zogen zahlreiche
meinsame Veranstaltung der evangelischen Paulusgemeinde
für ihn. Im Manifest der 93 Intellektuellen zum Ausbruch
Künstler 1914 freiwillig in den Kampf. Einige, wie August
Ettlingen mit dem Bildungszentrum Karlsruhe (Bildungswerk
des 1. Weltkriegs musste er am 1. August 1914 lesen,
Macke und Franz Marc, sollten nicht zurückkehren. An-
der Erzdiözese Freiburg) und dem Katholischen Akademiker-
dass alle seine bis dahin tief verehrten (theologischen)
dere, wie Max Beckmann, Erich Heckel oder Otto Dix,
verband in der Erzdiözese Freiburg in deren "Donnerstags-
Lehrer die Kriegspolitik des Deutschen Reiches unterstüt-
verarbeiteten während ihres Kriegseinsatzes und nach
akademie".
zen. Das war für ihn ein Wendepunkt in seinem gesamten
geglückter Rückkehr gänzlich ernüchtert und seelisch
Denken: "Eine ganze Welt von Exegese, Ethik, Dogmatik
tief erschüttert ihre aufwühlenden Erfahrungen in außer-
und Predigt,…., kam damit… bis auf die Grundlagen ins
gewöhnlichen Bildern. Im Spiegel einer Auswahl von
Schwanken". An diesem Abend soll sowohl nachgezeich-
bedeutenden Zeichnungen und Druckgrafiken aus der
net werden, was Barth in den folgenden Jahren hinter
Sammlung der Karlsruher Kunsthalle wird dieser Themen-
sich gelassen hat als auch wie er seine Neuausrichtung
komplex erörtert.
fand, sie lehrte, aber vor allem auch lebte. Es wird das
Bild eines beeindruckenden Menschen und Theologen
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"Theo t i s c h e
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T h e m Herbst"
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deutlich, der mit der Bibel in der einen und mit der Zeiders schwierigen Zeiten neu zu begründen.
Dr. Dorit Schäfer
ist als Pfarrer Leiter der Ehrenamtsakademie der Evangelischen
Kirche in Hessen und Nassau, war vorher sieben Jahre lang als
Studienleiter für Organisationsentwicklung in der EKHN tätig
und davor Gemeindepfarrer und Dekan innerhalb der badischen
Landeskirche.
studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Französische Literatur in Heidelberg und London. Seit 1998 ist sie an der
Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe tätig, wo sie 2003 die Leitung
des Kupferstichkabinetts übernahm und zahlreiche Ausstellungen
kuratierte, u. a: Zerschossene Illusionen – Beckmann, Heckel, Dix
und der Erste Weltkrieg (9. Mai – 3. August 2014).
Donnerstag, 23. Oktober 2014, 19.30 Uhr
Donnerstag, 30. Oktober 2014, 19.30 Uhr
Kirchsaal
Kirchsaal
T H E O L O G I S C H - T H E M AT I S C H E R E I H E I M H E R B S T
Schuld und
Verhängnis
Der Erste Weltkrieg
vor 100 Jahren und die Folgen
Pfr. Dr. Steffen Bauer
AORin. Dr. Barbara Henze
Pfr. i. R. Eckhart Marggraf
OStD. a.D. Dr. Klaus Peter Oesterle
Dr. Dorit Schäfer
tung in der anderen Hand versuchte, Christsein in beson-
Pfr. Dr. Steffen Bauer
Gestaltung: www.bienefeld-design.de | Bild: RIAN Archive/Wikipedia
Der Theologe Karl Barth
zwischen den Weltkriegen
Bildungszentrum
Karlsruhe
Schlesierstr. 3 | 76275 Ettlingen | Tel. 07243/12462
paulusgemeinde.ettlingen@kbz.ekiba.de
www.kircheansnetz.de/PaulusEttlingen
jeweils 19.30 Uhr
im Kirchsaal der Paulusgemeinde
Schlesierstr. 1 • 76275 Ettlingen
Schuld und Verhängnis
Friedenssonntag in Baden?
Die Julikrise 1914
Der Erste Weltkrieg vor 100 Jahren und die Folgen
Die badische Landeskirche bei Kriegsbeginn 1914
Fakten und Interpretationen
"Eine grauenhafte Schlächterei"–
Und auf welcher Seite kämpft Gott?
Die christlichen Kirchen im Ersten Weltkrieg
Seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs sind 100 Jahre ver-
Pfr. i. R. Eckhart Marggraf, Karlsruhe
OStD. a.D. Dr. Klaus Peter Oesterle, Karlsruhe
AORin. Dr. Barbara Henze, Freiburg
diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts gebracht hat – an
Mitten in der "Julikrise" des Jahres 1914 tagt in Karlsru-
Vom europäischen Imperialismus ausgehend beschreibt
Was haben die Christen mit dem Ersten Weltkrieg zu
den Verlusten von Menschenleben und der Zerstörung einer
he die Generalsynode der Badischen Landeskirche und auf
der Vortrag den Weg in die Katastrophe 1914/18. Schwer-
tun? Die Kirchen waren zwar keine Kriegspartei, aber ihre
überbordend blühenden Kultur der Vorkriegszeit, an den To-
der Tagesordnung steht ausgerechnet ein Antrag einiger
punkte der Betrachtung sind die Struktur des Deutschen
Mitglieder befanden sich auf allen Seiten der Front. Und
talitarismen und politischen Verbrechen, die im Gefolge des
liberaler Synodaler auf Einrichtung eines Friedenssonn-
Kaiserreiches und dessen Militärpolitik, die Staatskrise
das Kriterium Religiosität lieferte einen weiteren Kriegs-
Krieges möglich wurden, an den Zerrüttungen in den Seelen
tags in Baden. Wenige Tage später sind protestantische
der Donaumonarchie sowie die Bündnisse und Streitfragen
grund. Aus französischer Sicht ging es gegen das prote-
und der Etablierung neuer, heute wieder selbstverständlich
Kirchenführer und namhafte kirchliche Personen aus aller
in Europa, besonders in Bezug auf die Balkanhalbinsel. Die
stantische Deutschland, aus deutscher gegen das säkulari-
werdender "Standards" der Gewalt. Wenn auch erschrecken-
Welt nach Konstanz eingeladen, um einen "Weltbund für
Rolle und die Einstellungen der christlichen Kirchen und
sierte Frankreich mit seiner strikten Trennung von Kirche
derweise die Tatsache, daß in den Schützengräben fast aus-
Friedens- und Freundschaftsarbeit der Kirchen" zu grün-
führender Vertreter der Literatur werden skizziert. Der
und Staat. Neben den Predigten von Bischöfen und Feld-
schließlich Christen sich gegenseitig abschlachteten, an dem
den, der der Kriegsgefahr wehren soll. Nach Kriegsaus-
Gang der historischen Forschung zum Thema, besonders
geistlichen, die zum Kämpfen und Aushalten aufriefen,
Kriegsgeschehen offenkundig nichts ändern konnte, waren
bruch muss die Tagung jäh abgebrochen werden, damit die
in Deutschland, wird berücksichtigt.
gab es die Stimmen der Friedensfreunde, an ihrer Spitze
es doch vor allem kirchliche Stimmen, die sich ohne eigene
ausländischen Teilnehmer einer Internierung entgehen.
gangen. Doch auch heute tragen wir noch an der Last, die
Papst Benedikt XV., für den der Erste Weltkrieg "eine grau-
Nachteile zu scheuen, für den Frieden eingesetzt haben – al-
enhafte Schlächterei" war. Seine Friedensaufrufe gingen
len voran Papst Benedikt XV. (1914-1922) in seiner globalen
genauso im Kriegsgeschrei unter, wie die der Vorbilder aus
Rolle, der den Krieg von Anfang an als "grauenhafte Schläch-
der Region, des Protestanten Otto Umfrid (1857-1920), Vi-
terei" und später auch den Versailler Vertrag als "rachsüch-
zepräsident der Deutschen Friedensgesellschaft, und des
tiges Diktat" äußerst scharf verurteilt hat.
Katholiken Max Josef Metzger (1887-1944), Mitbegründer
des Friedensbundes deutscher Katholiken.
Die "Theologisch-Thematische Reihe im Herbst" will das Gedächtnis des Ersten Weltkriegs wachrufen und dabei insbesondere nach der Haltung der Kirchen und einzelner Christinnen und Christen fragen – nach ihrem Dienst am Frieden
oder auch ihrer Mitwirkung im Krieg. Neben die Trauer um all
das Verlorene soll ein erneuter Versuch treten, konsequent
Pfr. i. R. Eckhart Marggraf
Dr. Klaus Peter Oesterle
Dr. Barbara Henze
em. Direktor des Religionspädagogischen Instituts und Kenner der
badischen Kirchengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert hat jüngst
Briefe des damaligen badischen Kirchenpräsidenten Albert Helbing
gefunden, die er in diesen Wochen an seine Kinder geschrieben hat.
Auf diesem Hintergrund wird er Einblicke in die Situation geben.
geboren 1937, studierte an den Universitäten Freiburg i. Br. und
Heidelberg. 1961 Staatsexamen für das Lehramt in Geschichte,
Latein und Deutsch. 1963 Promotion. Seit 1962 Gymnasiallehrer in
Karlsruhe, Direktor des Gymnasiums in Durlach von 1977 bis 2001.
Publikationen zu historischen und pädagogischen Themen.
geb. 1958, Akademische Oberrätin am Institut für Biblische und
Historische Theologie mit dem Arbeitsschwerpunkt "Frömmigkeitsgeschichte und Kirchliche Landesgeschichte" der Universität
Freiburg.
Donnerstag, 2. Oktober 2014, 19.30 Uhr
Donnerstag, 9. Oktober 2014, 19.30 Uhr
Donnerstag, 16. Oktober 2014, 19.30 Uhr
Kirchsaal
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aus der Geschichte zu lernen.
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Seele and Geist
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