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Devisentrends
Devisen Wochentrends
BayernLB Research
12. November 2014
Technische Analyse Euro-Dollar:
EUR-USD pendelt seit 2008 in den braunen Grenzen seitwärts und ist in jener Spanne langfristig
neural zu sehen. Mittelfristig startete 07-2012 ein
Aufwärtstrend (grün), der den Euro bis zur am
2008er Rekordhoch ansetzenden Widerstandslinie
braun) trug. Dort drehte er im Mai abwärts und
generierte seither starke Verkaufsignale. Die bisher letzten waren der Sturz unter 1,275-1,280 und
1,250. Dass er diese Supports trotz der überverkauften Lage und der extrem EUR-negativen Stimmung (=Kontra-Indikator) riss, ist Ausdruck großer
Schwäche. Die fallenden MACD-Systeme auf
Monats-, Wochen- und Tagesbasis deuten auf eine
Fortsetzung der Talfahrt hin. Mit unserem beidrehenden Sentiment-Indikator steigen jedoch die
Chancen auf eine eigentlich überfällige Aufwärtskorrektur. Gelingt eine Rückkehr über 1,250
bessert sich die Lage. Sackt der Euro jedoch unter
1,236 ab (=Verkaufsignal), könnte die braune Auffanglinie bei 1,22 angesteuert werden. Negativ.
Wochen-Hoch
1,2567
Wochen-Tief
1,2357
Widerstände
1,250 / 1,275-1,280 / 1,291 / 1,30
Unterstützungen
1,236 / 1,230 / 1,220 / 1,215
Fundamentalanalyse Euro-Dollar:
Der Euro wertete im Vergleich zu Mitte letzter Woche per saldo leicht um 0,4% auf 1,247 Dollar je Euro ab. Zulasten des
Euro bestätigte die EZB überraschend mit Zustimmung aller Ratsmitglieder das Ziel einer Ausweitung der Bilanzsumme auf
das Niveau von Anfang 2012. Zudem sollen hierfür nötige Maßnahmen zeitnah vorbereitet werden. In den USA war zwar
der Stellenaufbau im Oktober (214.000) geringer als erwartet, die Vormonatswerte wurden jedoch aufwärts revidiert und
die Arbeitslosenquote ging auf 5,8% zurück (bei konstanter Partizipationsrate).
Wenn es am Freitag beim BIP-Wachstum des Euro-Raums im 3. Quartal nicht zu Überraschungen kommt, dürfte sich der
Euro angesichts der per Mitte letzter Woche sehr hohen offenen Euro-Shortpositionen (Leerverkäufe) zum Dollar weiter
stabilisieren. Auch die zu erwartende Ausweitung des (privaten) Wertpapier-Ankaufprogramms der EZB im Dezember sollte
nach dem jüngsten Hinweis auf zeitnahe Vorbereitungen bereits großteils im Wechselkurs eingepreist sein. Im Verlauf von
2015, mit dem Näherrücken der ersten Fed-Leitzinsanhebung (zur Jahresmitte), rechnen wir allerdings mit einem zunehmenden US-Renditevorsprung bei kürzeren Anleihelaufzeiten und einer erneuten Dollar-Aufwertung ggü. dem Euro..
Technische Analyse Euro-Yen:
Mitte 2012 begann EUR/JPY (bei 94,1) einen neuen Aufwärtstrend. Ende 2013 wurden in dessen
Zuge 145,7 erreicht. Danach schwächte sich der
Wechselkurs unterhalb der orangen Trendlinie
wieder bis auf 134,1 (16. Okt.) ab.
Kürzlich wurde diese Trendlinie überboten. Setzt
sich der 2012er Aufwärtstrend neuerlich fort?
Oder handelt es sich bei dem jüngsten Kursaufwärtssatz bloß um ein kurzzeitiges Phänomen
aufgrund der überraschenden Ausweitung des
QE-Wertpapierankaufprogramms der BOJ? Letzteres ist eine durchaus reelle Möglichkeit. Erstmal
geben wir aber der ersten Alternative den Vorzug.
Denn grundsätzlich sehen wir – solange die Kurse
den exp. 2½-Jahre-Durchschnitt (grün) und der
abgeb. RSI das 50er-Niveau nicht signifikant nach
unten hin durchbrechen – den 2012er Aufwärtstrend bloß als unter-, nicht aber als gebrochen an.
Wochen-Hoch
144,69
Wochen-Tief
142,0691
Widerstände
144½ / 145½ / 150
Unterstützungen
142 / 140½ / 139 / 134 / 131
Fundamentalanalyse Yen-Dollar:
Der Yen wertete per saldo um 0,7% auf 115,3 Yen je Dollar ab (143,7 Yen je Euro). Es kamen Spekulationen auf Neuwahlen
in Japan und eine Verschiebung der zum Oktober 2015 geplanten Mehrwertsteuer-Erhöhung auf, was zu Zweifeln an der
Durchsetzbarkeit der Erhöhung und an der weiteren, nötigen Sanierung der Staatsfinanzen führen könnte. Die
Verschiebung der für Dezember angekündigten Entscheidung zur Mehrwertsteu-Ererhöhung wurde von einem
Regierungssprecher zwar dementiert, zu den möglichen Neuwahlen gab es aber kein klares Dementi.
Wenn sich am Freitag die US-Einzelhandelsumsätze im Oktober vom schwächeren September erholen, sollte der Yen noch
leicht nachgeben. Angesichts der per Mitte letzter Woche beträchtlichen offenen Yen-Shortpositionen zum Dollar könnte
der Yen kurzfristig jedoch aufwerten, wenn die Risikoaversion an den Märkten aus konjunkturellen oder geopolitischen
Gründen (Ukraine-Konflikt) wieder zunimmt. Mittelfristig hingegen wird der Dollar ggü. dem wohl durch die Zinswende der
Fed 2015 und steigende US-Anleiherenditen gestärkt werden.
Devisentrends
Devisen Wochentrends
BayernLB Research
12. November 2014
Technische Analyse Euro-Pfund:
Nach dem Rekordhoch von Ende 2008 (0,9803)
ging EUR-GBP in dem blauen Trendkanal auf Talfahrt. Im Juli 2012 startete am unteren Rand jenes
Kanals eine Erholung, die den Wechselkurs im
Vorjahr zur Kanalobergrenze trug. Als auch der
zweite Kanalausbruchsversuch scheiterte, orientierte sich der Euro unterhalb der orangen Trendlinie wieder nachhaltig gen Süden.
Am 30. Sep. wurde mit 0,7758 das 2012er Kurstief
(0,7753) praktisch wieder erreicht. Zumindest fürs
Erste einmal hat sich letzteres Tief als tragfähige
Unterstützung erwiesen. Der Euro konnte wieder
bis auf 0,8046 zulegen, die 2013er Abwärtstrendlinie blieb dabei aber unversehrt. Da sich momentan weder ein Ausbruch über diese orange Trendlinie noch ein Abrutschen unter das 2012er Kurstief (braun) bzw. die Aufwärtstrendlinie v. 2000
(grün) klar abzeichnet, erstmal neutral.
Wochen-Hoch
0,78647
Wochen-Tief
0,779424
Widerstände
0,791 / 0,80 / 0,805 / 0,815
Unterstützungen
0,779 / 0,776 / 0,77 / 0,763
Fundamentalanalyse Pfund:
Das Pfund legte um 0,6% auf 0,781 Pfund je Euro zu. Zwar verharrte – wie von uns erwartet – die UK-Arbeitslosenquote
(Dreimonatsdurchschnitt bis September) bei 6,0%. Das Lohnwachstum (ohne Bonuszahlungen, selber Zeitraum) legte aber
überraschend deutlich auf 1,3% ggü. Vorjahr zu. Dies stützt unsere Einschätzung, dass die BoE im Februar, und damit früher
als vom Markt erwartet, die erste Zinserhöhung vornehmen wird. Im Fokus steht nun der heute später erscheinende Inflation Report der BoE. Neben dem generellen Ton der Pressekonferenz mit Gouverneur Carney wird dabei besonders die
aktualisierte Prognose der BoE für das Lohnwachstum von Interesse sein. Angesichts der bereits weit nach hinten gerückten
Zinserwartungen sehen wir grundsätzlich eher Aufwärtspotential für das Pfund durch den Inflation Report.
Mittelfristig dürfte das Pfund bei divergierenden Geldpolitiken von BoE & EZB aufwerten. Wir bleiben – trotz des weiter
bestehenden Risikos einer etwas späteren Zinsanhebung – bei unserer Einschätzung, dass die BoE nächstes Jahr im Februar
den Leitzins anheben wird. Bei der EZB hingegen ist ein Ende der geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen noch nicht absehbar.
Technische Analyse Euro-Franken:
2011 stürzte der Euro weit unter den braunen Abwärtstrendkanal ab und verfehlte im Rekordtief
1,0094 (9.8.2011) die Parität zum Franken nur
knapp. Danach ging es ähnlich steil aufwärts. Im
Zuge der Anfang 2012 begonnenen Seitwärtsbewegung verließ der Euro dann den braunen Kanal
und bewegte sich ein Jahr lang kaum noch. Er
entzog sich so einer technischen Analyse. Im Jan.
2013 erwachte der Euro aus seiner Lethargie und
schoss kurzzeitig über die Barriere 1,241-8 (pink)
hinaus. Im Mai 2013 übertraf er jene Hürde erneut, fiel dann aber rasch wieder darunter zurück
und bewegt sich seither unterhalb der schwarzen
Trendgeraden flach abwärts. Es gibt die Aussage
der SNB, den Euro nicht mehr unter 1,20 (blau)
fallen zu lassen. Hält die SNB Wort und verteidigt
sie diese Marke, ist nach unten hin nicht mehr
viel Luft. Nach oben hin achten wir auf den
schwarzen Abwärtstrend. Entscheidung abwarten.
Wochen-Hoch
1,205746
Wochen-Tief
1,2017
Widerstände
1,210 / 1,213 / 1,218 / 1,220
Unterstützungen
1,203 / 1,202 / 1,200 / 1,1995
Fundamentalanalyse Franken:
Der Franken näherte sich weiter dem Mindestkurs von 1,20 CHF/EUR an und notiert nun bei 1,202 Franken je Euro. Am
Freitag soll eine weitere Umfrage zum Gold-Referendum am 30. November erscheinen. Es ist nicht auszuschließen, dass es –
sollte die Umfrage eine deutliche Mehrheit für die Gold-Initiative zeigen – zu einem Test des Mindestkurses durch den
Markt kommt. Schließlich würde ein Erfolg der Initiative die „Kosten“ einer Verteidigung des Mindestkurses (durch Devisenmarkt-Interventionen) für die SNB substantiell erhöhen. Die SNB dürfte angesichts der erhöhten Deflationsrisiken in der
Schweiz den Mindestkurs im Fall der Fälle aber verteidigen. Die Schweizer Inflationsrate im Oktober lag zuletzt bei nur 0%
ggü. Vorjahr.
Devisentrends
Devisen Wochentrends
BayernLB Research
12. November 2014
Mittelfristige Prognosen:
Währung
Dollar
Konsens
Japanischer Yen
Konsens
Britisches Pfund
Konsens
Schw eizer Franken
Konsens
Schw edische Krone
Norw egische Krone
Kanadischer Dollar
Australischer Dollar
Chinesischer Renminbi
Polnischer Zloty
Tschechische Krone
Südafrikanischer Rand
in 3 Mon.
in 6 Mon.
in 9 Mon.
in 12 Mon.
USD pro EUR
1,26
1,24
1,22
1,20
USD pro EUR
1,24
1,22
JPY pro EUR
137
138
137
136
JPY pro USD
109
111
112
113
JPY pro EUR
140
139
139
JPY pro USD
113
114
116
1,20
GBP pro EUR
0,78
0,77
0,76
0,75
USD pro GBP
1,62
1,61
1,61
1,60
GBP pro EUR
0,78
0,77
USD pro GBP
1,59
1,58
CHF pro EUR
1,21
1,21
1,21
1,22
CHF pro USD
0,96
0,98
0,99
1,02
CHF pro EUR
1,21
1,22
SEK pro EUR
9,14
9,07
9,03
9,00
SEK pro USD
7,25
7,31
7,40
7,50
NOK pro EUR
8,40
8,34
8,27
8,20
NOK pro USD
6,67
6,73
6,78
6,83
CAD pro EUR
1,42
1,40
1,39
1,38
CAD pro USD
1,13
1,13
1,14
1,15
AUD pro EUR
1,45
1,44
1,44
1,41
USD pro AUD
0,87
0,86
0,85
0,85
CNY pro EUR
7,69
7,54
7,38
7,24
CNY pro USD
6,10
6,08
6,05
6,03
PLN pro EUR
4,20
4,17
4,13
4,10
PLN pro USD
3,33
3,36
3,39
3,42
CZK pro EUR
27,5
27,4
27,3
27,2
CZK pro USD
21,8
22,1
22,4
22,7
ZAR pro EUR
13,9
13,6
13,8
13,9
ZAR pro USD
11,0
11,0
11,3
11,6
0,76
1,58
1,22
Stand: 29.10.2014
Manuel Andersch
Analyst
Tel. 089 2171-27448
manuel.andersch@bayernlb.de
Gerald Huber
Senior Analyst - Charttechnik
Tel. 089 2171-21764
gerald.huber@bayernlb.de
Wolfgang Kiener
Senior Analyst
Tel. 089 2171-27058
Sales Corporates National
Tel. 089 2171-28530
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Tel. 089 2171-22233
Redaktion:
Bayerische Landesbank
Volkswirtschaft und Research
80277 München (= Briefadresse)
volkswirtschaft@bayernlb.de
Geschäftsgebäude:
Bayerische Landesbank
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Fax 089 2171-621751
www.bayernlb.de
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Tel. 089 2171-22900
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Hans-Peter Reichhuber
Senior Analyst - Charttechnik
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Allgemeiner Hinweis:
Diese Publikation ist lediglich eine unverbindliche Stellungnahme zu den Marktverhältnissen zum Zeitpunkt der Herausgabe der vorliegenden Information am 12.11.2014. Die vorliegende Publikation beruht unserer Auffassung nach auf als zuverlässig geltenden, allgemein zugänglichen Quellen, ohne dass wir je doch eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der herangezogenen
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Anmerkungen wenden Sie sich bitte an Research@BayernLB.de.
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