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Menüplan 20150323 - Metzgerei Liebrich

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Arena
Das Magazin
zum Spiel
Nr. 4 2014/15
Ein einschneidender Moment
Es war die 90. Minute im Spiel gegen Mainz 05. Stammtorhüter
Kevin Trapp konnte nicht mehr weitermachen. Das Syndesmoseband am linken Fußgelenk war gerissen. Felix Wiedwald
musste einen Kaltstart hinlegen. Es blieb beim 2:2, und schon
fünf Tage später gegen den HSV durfte der 24-Jährige erstmals
von Anfang an in der Bundesliga ran. Seite 4
Eintracht Frankfurt –
1. FC Köln
Samstag, 4. Oktober, 18.30 Uhr
Vielflieger
Heimkehrer
Timo Hildebrand hat schon
viel gesehen in Stuttgart,
Valencia, Hoffenheim,
Schalke und jetzt Frankfurt.
Der „Kölsche Jung“ Marcel
Risse ist endlich zu Hause
angekommen. Seit Sommer
2013 spielt er beim FC.
Seite 10
Seite 5
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*
Arena
Seite 2
Erste Bundesliga
Der 5. Spieltag
Hertha BSC
–
VfB Stuttgart
Fr, 20:30
Bayern München
–
Hannover 96
Sa, 15:30
Borussia Dortmund
–
Hamburger SV
Sa, 15:30
Bayer Leverkusen
–
SC Paderborn
Sa, 15:30
1899 Hoffenheim
–
FC Schalke 04
Sa, 15:30
Werder Bremen
–
SC Freiburg
Sa, 15:30
Eintracht Frankfurt
–
1. FC Köln
Sa, 18:30
VfL Wolfsburg
–
FC Augsburg
So, 15:30
FSV Mainz 05
So, 17:30
Borussia M’gladbach –
Die Tabelle
Platz
Verein
1
2
3
4
4
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
Bayern München
Bor. M’gladbach
Bayer Leverkusen
1899 Hoffenheim
FSV Mainz 05
Hannover 96
Eintracht Frankfurt
FC Augsburg
VfL Wolfsburg
FC Schalke 04
SC Paderborn
Borussia Dortmund
1. FC Köln
Hertha BSC
VfB Stuttgart
SC Freiburg
Werder Bremen
Hamburger SV
(1)
(6)
(2)
(4)
(4)
(3)
(10)
(11)
(12)
(13)
(7)
(8)
(9)
(14)
(17)
(15)
(16)
(18)
1. – 3. = Champions League (CL)
5. + 6. = Europa League (EL)
Spiele
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
6
Tore
4
3
3
2
2
3
2
3
2
2
2
2
1
1
1
0
0
0
2
3
2
4
4
1
3
0
2
2
2
1
3
2
2
4
3
2
0
0
1
0
0
2
1
3
2
2
2
3
2
3
3
2
3
4
4. = CL-Qualifikation
16. = Relegation
Punkte
11:2
8:3
11:9
9:5
9:5
5:4
9:8
8:8
10:8
10:10
8:8
9:11
2:3
8:12
4:9
6:9
9:15
1:8
+9
+5
+2
+4
+4
+1
+1
±0
+2
±0
±0
-2
-1
-4
-5
-3
-6
-7
14
12
11
10
10
10
9
9
8
8
8
7
6
5
5
4
3
2
17. + 18. = Abstieg
Inhalt
Charlys Blickwinkel: Flexibel zum Sieg
Seite 2
Immer mehr Trainer – Vorteile und Nachteile
Seite 3
Felix Wiedwald: „Nervös war ich nicht“
Seite 4
Marcel Risse: „Natürlich habe ich Träume“
Seite 5
Das historische Spiel: Wie ein Orkan
Seite 8
Fanszene: Der Seemann
Seite 9
Neu in Frankfurt: Timo Hildebrand
Seite 10
Das Bundesligatrainer-Spiel
Seite 11
Abpfiff
Seite 12
Eintracht-Profi werden?
Der „Adlertag“, die längst traditionelle Sichtungsveranstaltung für
Talente zwischen acht und elf Jahren, findet dieses Jahr am 1. November auf der Sportanlage auf
dem Riedberg im Norden Frankfurts statt (Altenhöferallee 189).
Kicker, die zwischen 2003 und
2006 geboren sind, können dort
bei den Jugend-Trainern und
Scouts der Eintracht vorspielen.
Eine Voranmeldung muss aber
sein – auf der Internetseite der Eintracht gibt es alle notwendigen Informationen. Anmeldeschluss ist
am 27. Oktober.
Flexibel
zum Sieg
Charly Körbel (59) ist mit 602 Einsätzen, alle im
Eintracht-Trikot, Bundesliga-Rekordspieler. Sein
erstes Spiel absolvierte er übrigens gegen die Bayern. Auch in dieser Saison erklärt er vor jedem
Heimspiel die aktuelle Lage aus seiner Sicht.
Vor dem Derby gegen Mainz hatte ich mich darüber aufgeregt, dass wir schon zu viele Punkte geklaut bekommen hatten. Nach dem 2:1 in Hamburg
kann ich nun sagen: Die ersten beiden Zähler haben wir uns zurückgeholt. Der Siegtreffer, dieser
Sonntagsschuss von Lucas Piazon, das war die erste
Gutschrift, die wir uns abgeholt haben. Schließlich
kann der da oben den Daumen nicht immer senken, wenn er die Eintracht sieht.
Das waren drei ganz wichtige Punkte, zumal der
HSV schon zu meiner Zeit immer ein schwieriger
und unangenehmer Gegner gewesen war. Auch
diesmal sind die Hanseaten gerannt wie verrückt.
Aber man sieht eben, dass auch ein neuer Trainer
den Schalter nicht einfach umlegen kann, zumal
wir die Räume gut zugestellt hatten.
Auswärts noch ungeschlagen, und das bei Gegnern wie Wolfsburg, Schalke und Hamburg, das ist
schon eine Hausnummer, um in der Liga eine gute
Rolle spielen zu können. Klar, bei diesem Sieg war
Glück dabei, bei Piazons Freistoßhammer gab es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder geht er
ins Tor oder er schlägt im Garten von Uwe Seeler
Samstag, 4. Oktober 2014
Charlys
Blickwinkel
so gute Leistung nach so langer Pause, das zeigt, dass
wir uns keine Gedanken machen müssen bis zum
Winter. Dass Timo Hildebrand zusätzlich geholt
wurde, lag auf der Hand: Er hatte sich ja schon zu
Armin Vehs Zeiten bei der Eintracht fit gehalten
und kennt den Verein. Es zeigt aber auch, dass der
Verzicht auf eine U 23 eine gefährliche Sache ist. So
wäre höchstens noch Oka Nikolov in der Lage gewesen, die Lücke aus den eigenen Reihen zu füllen.
Aber den hatte ich mit unserer Fußballschule nach
Shanghai geschickt, damit niemand auf dumme Gedanken kommt ...
Neun Punkte aus sechs Spielen, das ist ein guter
Grundstock. Aber unseren nächsten Gegner, den 1.
FC Köln, sollte niemand unterschätzen. Gegen den
Aufsteiger haben sich bisher alle Teams schwergetan. Selbst den Bayern gelang „nur“ ein 2:0. Peter
Stöger ist ein guter Trainer, ein Taktiker, der gegen
den Meister unbedingt kein Debakel erleben wollte.
Und auch in Frankfurt ist mit sehr defensiven Geißböcken zu rechnen. Manager Jörg Schmadtke hatte
sich unsere Partie gegen Mainz angeschaut und mir
anschließend im Spaß erklärt,
dass wir uns warm anziehen sollten. Fakt ist, dass wir erneut vor einer schweren Aufgabe stehen und
sich jeder voll reinhauen muss.
Gut, dass wir mit Alex Meier
und Haris Seferovic inzwischen so
eine Art Torgarantie in unseren
Reihen haben. Hut ab, wie schnell
sich der Schweizer in der Bundesliga etabliert hat. Bei ihm habe ich
immer ein gutes Gefühl: Wenn er
die Chance bekommt, macht er
auch sein Tor. Und der Alex ist in
jeder Saison für mindestens zehn
Treffer gut – egal, ob er auch mal
schlecht spielt. Außerdem ist bei
Stefan Aigner wieder mal ein Tor
Das waren noch Zeiten: Charly Körbel (links) gegen den Kölner
fällig. Ich hoffe, schon an diesem
Thomas Allofs. Foto: Imago
Samstag.
Thomas Schaaf hat viele Neue
ein. Dieser Schuss war wie früher bei Bernd Nickel, ins Team integriert. Natürlich ist es noch zu früh,
von dem wir ja auch gesagt haben, dass er um die um jeden genau beurteilen zu können. Aber eines
Ecke schießen kann. Wobei Thomas Schaaf nicht kann ich schon sagen: Sebastian Jung, der in der
mal so überrascht gewesen war, schließlich übt Pia- kommenden Woche seine neue Wohnung in Wolfsburg bezieht, hat trotz seines Wechsels Ahnung vom
zon diese Dinger im Training.
Für den Brasilianer ist dieses Traumtor unheim- Fußball. Er hatte ja beim VfL sechs Wochen lang
lich wichtig. Denn mir scheint es, dass er alles unbe- mit Slobodan Medojevic trainiert. Nach dessen
dingt richtig machen will. Er rennt und rennt, ist Transfer zur Eintracht hatte mir Sebi gleich gesagt,
links und rechts, vorne und hinten. Ich weiß noch dass wir da einen guten Fang gemacht haben.
Ein Sieg gegen Köln, und die Eintracht könnte
nicht, was die beste Position für ihn ist. Dieser ganze
Aufwand ist fast zu viel, den er treibt, er muss seine sich erst einmal im vorderen Mittelfeld platzieren.
Szenen etwas bedachter setzen. Piazon ist ein toller Auf dieser Welle ließe es sich gut schwimmen, zuKicker, der aber noch seinen Plan sucht. Ich hoffe, er mal es nach der Länderspielpause nach Paderborn
geht. Auch dort muss man nicht seine erste Ausfindet ihn.
wärtsniederlage kassieren. Und danach kommt unHut ab vor Wiedwald
ser Lieblingsgegner VfB Stuttgart mit unserem LiebDas 2:1 an der Elbe war noch aus einem anderen lingstrainer Armin Veh. Doch das ist alles ZukunftsGrund wichtig: Die Mannschaft sieht, dass sie auch musik. Zunächst gilt es, die Kölner zu schlagen und
mehrere Ausfälle verkraften kann. Ich hatte be- damit für noch mehr Sicherheit im Team zu sorgen.
fürchtet, dass die Verletzung von Kevin Trapp einen Denn eines ist klar: Hätte Lucas Piazon nicht diesen
Knacks geben könnte. Schließlich ist er nicht nur unglaublichen Freistoß in den Winkel gesetzt, würein ganz starker Keeper, sondern auch der Kapitän. den wir die Situation mit etwas mehr Skepsis beurAber weder die Spieler noch das Trainerteam la- teilen. Spielerisch ist sicher noch Luft nach oben.
mentieren, sondern zeigen, dass viel Variabilität in Aber die Mannschaft hat sich die bisherigen Erfolge
der Mannschaft steckt. Hut ab vor Felix Wiedwald, hart erarbeitet, hat so das Glück in Hamburg erder ja nur in Testspielen eingesetzt worden war. Eine zwungen.
Impressum Arena
Anzeigen-Sonderveröffentlichung RheinMainMedia (RMM) vom 23. September 2014
Eschborner Landstraße 166
Telefon: 069 - 76 80 780
Telefax: 069 - 78 50 75
Veröffentlicht in RMM Gesamt:
Frankfurter Neue Presse, Höchster Kreisblatt, Nassauische
Neue Presse, Taunus Zeitung, F.A.Z. Rhein-Main-Zeitung
RheinMainMedia GmbH (RMM)
Frankenallee 71–81, 60327 Frankfurt
Produktion:
Design und Produktion
Telefon: (069) 75 01 48 96
fnp.dup@fnp.de
Redaktion: Markus Katzenbach, Klaus Veit, Roland Stipp
Druck: Frankfurter Societäts Druckerei,
Kurhessenstraße 4–6, 64546 Mörfelden-Walldorf
Verantwortlich:
Ingo Müller, Jörg Mattutat (RMM)
Projektleitung:
Michael Nungässer (RMM)
Telefon: (0 69) 75 01 41 79
m.nungässer@rheinmainmedia.de
Arena
Samstag, 4. Oktober 2014
Seite 3
Das Ende der Fahnenstange?
Die Vorteile großer Trainerstäbe liegen auf der Hand – die Nachteile aber auch
Die Entwicklung ist rasant. Auch
bei der Frankfurter Eintracht gibt
es immer mehr Trainer und Spezialisten rund ums Team. Die
Mannschaftsfotos der letzten etwas mehr als zehn Jahre geben
auf den ersten Blick darüber Aufschluss.
Von Peppi Schmitt
In der Saison 2002/2003 war Willi
Reimann Trainer der Eintracht. Es
gab einen Assistenten, Jan Kocian,
mehr nicht, auch keinen Torwarttrainer. Die Eintracht ist trotzdem
in die Bundesliga aufgestiegen.
Zwei Jahre darauf, in der Saison
2004/05, hatte Friedhelm Funkel
mit Armin Reutershahn und Torwartcoach Andreas Menger schon
zwei Helfer. Wieder zwei Jahre darauf kam mit Rehatrainer Michael
Fabacher ein weiterer hinzu. Inzwischen umfasst das Trainerteam
in Frankfurt den Cheftrainer, zwei
Assistenten, einen Torwarttrainer,
einen Konditionstrainer und einen Rehatrainer.
Thomas Schaaf hatte es zur Bedingung gemacht, seine Vertrauensleute Matthias Hönerbach,
Wolfgang Rolff und Michael Kraft
mitbringen zu dürfen. „Wir sind
ein eingespieltes Team, jeder weiß,
was er zu tun hat“, sagt Schaaf, „es
gibt keine Reibungsverluste.“ Dies
sei besonders wichtig, wenn es ei-
Bei der Arbeit: Thomas Schaaf und Christian Kolodziej Foto: dpa
nen fast kompletten Neuaufbau
gebe wie bei der Eintracht. Schon
zu seinen Bremer Zeiten habe er
immer zumindest mit Assistent
und Torwarttrainer gearbeitet.
Immerhin hat Schaaf mit Michael Fabacher und Christian Kolodziej zwei Trainer seiner Vorgänger übernommen. Die immer größer werdenden Trainerstäbe hätten
ihren Ursprung und ihre Berechtigung in der immer größer werdenden Anzahl der internationalen
Wettbewerbe. Gerade in den Sommermonaten stehe fast jedes Jahr
ein internationales Turnier auf
dem Programm. „Die Spieler kommen danach mit komplett unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen zurück in den Trainings-
betrieb“, erklärt Schaaf, „deshalb
muss sehr individuell trainiert
werden, und dafür braucht man
viele Trainer.“
Eintrachts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen gibt freimütig zu, nicht gerade ein Freund
der großen Trainerstäbe zu sein.
„Ich bin nicht mit Begeisterung
auf diesen Zug aufgesprungen,
den einst Jürgen Klinsmann in Bewegung gesetzt hat“, sagt Bruchhagen, wohl wissend, „dass die Gefahr groß ist, dass man deshalb als
nicht mehr zeitgemäß abgestempelt wird.“ Verhindern konnte
und wollte der Eintracht-Boss freilich nicht, dass die Trainer sich immer mehr Spezialisten an ihre
Seite geholt haben. So im Jahr
2011, als Michael Skibbe entlassen
wurde und Christoph Daum nicht
nur seinen Assistenten Roland
Koch mitbrachte, sondern als Videoanalysten auch seinen Sohn
Marcel Daum. Während Vater
Daum nach dem Abstieg wieder
gehen musste, durfte Sohn Daum
bleiben. Bis heute.
Armin Veh, Vorgänger von Thomas Schaaf, hatte zu Beginn seiner
Arbeit 2001 mit Christian Kolodziej sein Team um einen Konditionstrainer erweitert und in der
letzten Saison einen weiteren Assistenten neben Reiner Geyer installiert. Oscar Corrochano sollte
sich vor allem rund um die Europapokalspiele um jene Profis kümmern, die verletzt oder angeschlagenen waren.
Natürlich kann auch Bruchhagen „einen Sinn darin erkennen“,
mit speziellem Training spezielle
Fähigkeiten besonders zu schulen.
Aber er hofft darauf, „dass die Fahnenstange nun erreicht ist“. Die
Vorstellung, es könnte so kommen
wie in den amerikanischen Sportarten American Football oder Basketball, wo jeder Mannschaftsteil
inzwischen einen eigenen Trainer
hat, ist ihm ein Gräuel.
Die Spezialisierung aber wird
eher noch zunehmen, glaubt sein
Trainer. „Der eine oder andere
wird nach Auftrag noch dazukommen“, sagt Schaaf. So war es bei der
Eintracht, die in diesem Sommer
im Trainingslager einen Akupunkteur dabei hatte oder zwischendurch auch immer mal wieder eine Osteopathin beschäftigt.
Ernährungswissenschaftler gehören bei einigen anderen Klubs
längst dazu, genau wie Psychologen.
Die Vorteile dieser Spezialisierungen liegen auf der Hand, die
Nachteile aber auch. Entschließen
sich Vereine heutzutage, sich von
ihrem Trainer vorzeitig zu trennen,
müssen sie meist ganze Stäbe entlassen. Das kann ins Geld gehen.
www.vgf-ffm.de
Fans uffgebasst!
Am 25. und 29. Oktober fahren keine Straßenbahnen zum
Stadion. Bitte auf die S-Bahnen ausweichen.
Wegen Gleisbauarbeiten für die neue Linie 17 können bei den Heimspielen am Samstag, 25.10, 15:30 Uhr,
gegen VFB Stuttgart und zum Pokalspiel am Mittwoch, 29.10., 20:30 Uhr, gegen Borussia Mönchengladbach
keine Straßenbahnen zum Stadion fahren. Bitte weichen Sie auf die S-Bahn-Linien 7, 8 und 9 aus.
Arena
Seite 4
Samstag, 4. Oktober 2014
„Nervös war ich nicht“
Felix Wiedwald hat hohe Ansprüche an sich und jetzt Gelegenheit, sich zu präsentieren
Die Nummer zwei der Eintracht
saß beim Spiel gegen Mainz wie
gewohnt auf der Bank, als
plötzlich Hektik ausbrach. Stammkeeper Kevin Trapp war umgeknickt. Ein paar Minuten später
kam Wiedwald zu seinem zweiten
Kurzeinsatz in der Bundesliga.
Gegen Köln steht er jetzt schon
das zweite Mal in der Startelf.
Das von Ihnen erhoffte schöne Erlebnis wurde es in Hamburg ja erst
ganz spät. Wie haben Sie die Flugkurve beim Freistoß von Lucas Piazon gesehen?
Das war natürlich ein super Ding,
unhaltbar für jeden Torwart. Sehr
überraschend kommt das aber
nicht, im Training macht er das
Von Roland Stipp
Hallo Felix, wie fühlen Sie sich
jetzt, nach Ihrem ersten Bundesligaspiel von Anfang an?
Gut natürlich. Es war ein positives Erlebnis, wieder von Beginn
an und über 90 Minuten auf dem
Platz zu stehen und am Ende als
Sieger vom Platz zu gehen.
auch oft so – von zehn sind acht
drin. Er hat einfach eine super
Schusstechnik.
Wenn da noch einer reingerutscht
wäre ... Aber solche Gedanken darf
man eigentlich nicht zulassen
oder?
Das war eine schöne Überraschung für Sie, als bekannt wurde,
dass Thomas Schaaf Trainer in
Frankfurt wird – und Michel Kraft
mitbringt ...
Es kann dir ja immer einer reinrutschen, in der ersten oder in der
letzten Minute, das ist nie gut.
Wenn man aber schon mit solchen Gedanken ins Spiel geht, hat
man sowieso schon verloren.
Klar, ich habe mich gefreut, als
feststand, dass meine ehemaligen
Trainer nach Frankfurt kommen.
Wir haben uns die Jahre zuvor
schon gut verstanden. Tiger ist ein
super Typ und sehr umgänglich.
Es galt als relativ klar, dass Sie als
Torwart Nummer zwei geholt wurden. Haben Sie damals gedacht:
Hauptsache, ein Job in der Bundesliga, oder haben Sie sich gesagt: Ich werde schon die Nummer eins werden?
Sie haben vorher gesagt, Sie wären nicht der Typ für Lampenfieber. Wie war’s denn tatsächlich?
Wenn ich nicht den Anspruch hätte, immer zu spielen, wäre ich mit
Sicherheit schon lange kein Profi
mehr. Aber ich wusste von Anfang
an, dass es nicht leicht werden
würde, Kevin aus dem Tor zu verdrängen.
Nervös war ich nicht. Ich
habe mich gut vorbereitet
und bin daher mit einem guten Gefühl ins
Spiel gegangen. Wenn
du dann gleich den
ersten Ball gut
hältst, kommst du
gleich gut rein.
Das muss ein ganz schöner
Spagat zwischen Ehrgeiz, Ansprüchen und
Kollegialität sein –
und das ein
ganzes Torwartleben lang ...
Immer da, wenn er
gebraucht wird: Felix
Wiedwald hat jetzt
reichlich Gelegenheit,
sich zu beweisen.
Foto: dpa
Natürlich besteht zwischen
den Torhütern immer eine gewisse Konkurrenz, das heißt aber
nicht, dass man sich nicht gut verstehen kann! Kevin und ich haben
ein super Verhältnis und verstehen uns gut.
Ihr Bundesliga-Debüt war Anfang
des Jahres beim schon verkorksten Spiel gegen die Bayern. Da kamen Sie beim Stand von 0:4 rein.
Wären Sie da nicht lieber auf der
Bank sitzen geblieben?
Für mich persönlich war es trotzdem ein schönes Erlebnis. Es war
mein erster Einsatz, und der direkt gegen die beste Mannschaft
der Welt. Das hat schon was.
Zuletzt mussten Sie in der 90. Minute für Kevin Trapp auf den Platz,
und es stand gegen Mainz 2:2.
The Art of
urban space
Nur: Woher kommt das Vertrauen
in die eigene Stärke, wenn man
keine Spielpraxis hat?
Natürlich ist das Training nicht
dasselbe, aber man kann da schon
einiges aufnehmen. Ich denke
aber, dass man da schnell wieder
reinkommt, wenn man beim Training immer Vollgas gibt.
Ihre Leistung gegen den HSV hat
Ihnen viel Lob eingebracht. Hat Sie
das erste Saisontor des Bundesliga-„Dinos“ trotzdem geärgert?
Als Keeper ärgert es dich immer,
wenn du einen rein bekommst. Wir
standen gut,
dann
kam
aber ein abgefälschter Ball
durch und der
HSV hat ausgeglichen.
Das stimmt, Timo hat schon einiges erlebt, aber er ist ja auch schon
ein paar Jahre älter als ich (lacht).
Ich bin mir sicher, dass wir von
seiner Erfahrung profitieren.
Die Eintracht steht gut da, ist nach
sechs Spieltagen Tabellensiebter.
Wie schätzen Sie den Stand der
Dinge ein – spielerisch hat die
Mannschaft ja noch Luft nach
oben, oder?
Das stimmt, ich denke, wir haben
einen guten Start hingelegt. Natürlich kann es aber nicht von heute
auf morgen gehen, wenn du viele
neue Spieler hast, einen neuen
Trainer mit einer neuen Philosophie. Aber wir arbeiten viel, und
die Punkteausbeute gibt uns
Recht.
Jetzt kommt der 1. FC Köln, dann
geht’s nach Paderborn. Irgendwer
dichtet in Frankfurts Gassen sicher
schon das nächste EuropapokalLied ...
Meiner Meinung nach ist es noch
viel zu früh, über irgendwelche
Platzierungen oder Ziele zu sprechen. Wir wollen den Weg jetzt
einfach so weitergehen und so vie-
Jetzt steht für Sie das erste
Spiel im eigenen Stadion als Torhüter in der Startelf einer Bundesliga-Mannschaft an ...
Darauf freu ich mich natürlich. Es
wird mein erstes Heimspiel, nach
dem Europa-League-Spiel im letzten Jahr. Das ist dann schon ein
anderes Gefühl, zu Hause. Gegen
Köln wird das Stadion bestimmt
auch wieder voll sein und die Fans
werden gute Stimmung machen.
Es ist ja auch ein bisschen Zufall
im Spiel – sehen Sie sich trotzdem
in Ihrer Karriereplanung bestätigt?
Immerhin können Sie sich jetzt für
einen ganze Weile in der Ersten Liga beweisen.
Was heißt Zufall? Solche Dinge gehören zum Sport leider dazu. Ich
muss die Chance jetzt ergreifen
und mich präsentieren, zeigen was
ich drauf habe.
Die Eintracht hat auf Kevin Trapps
Verletzung mit der Verpflichtung
von Timo Hildebrand reagiert. Das
ist mal ein erfahrener Kollege ...
Ihr Medienberater für diese
Anzeigen-Sonderveröffentlichung ist:
Reinhold Dussmann
le Punkte sammeln, dass wir mit
dem Abstieg nichts mehr zu tun
haben. Dann sehen wir weiter.
Ein bisschen aus den Fugen ist die
Bundesliga im Moment schon. Die
Eintracht und Augsburg rangieren
vor Dortmund und Schalke, Paderborn ist um Längen besser gestartet als Hamburg und Bremen ...
Wir haben gerade mal den sechsten Spieltag hinter uns, da sollte
man die Tabelle noch nicht überbewerten. Aber ich denke schon,
dass es bisher größtenteils so passt,
wie die Einzelnen in der Tabelle
dastehen.
Fakt ist doch sicher, dass jeder
Sieg hilft und eine gute Platzierung vieles leichter macht. Haben
Sie nach dem Sieg in Hamburg so
etwas wie einen zusätzlichen
Ruck gespürt, der durch die Mannschaft ging? Der Jubel sah ja
schon mal danach aus.
Wenn du in der 90. Minute so ein
Ding reinhaust und das Spiel für
dich entscheidest, da rastet doch
jede Mannschaft aus, vor allem,
wenn keiner damit rechnet.
Was wünschen Sie sich für das
Spiel gegen Köln: Einen ruhigen
Samstagabend
oder
Dauerbeschuss mit vielen Gelegenheiten,
sich auszuzeichnen?
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Mir ist beides recht, solange wir
am Ende als Sieger vom Platz gehen. Aber natürlich, wenn ich wenig zu tun habe, merkt man, dass
die vor mir alles richtig gemacht
haben (lacht).
Arena
Samstag, 4. Oktober 2014
Seite 5
„Natürlich habe ich Träume“
Marcel Risses Profilaufbahn begann ausgerechnet beim ungeliebten Nachbarn Leverkusen.
Okay, ich habe schon ein paar
Bundesligaspiele auf dem Buckel,
aber in einer besonderen Rolle sehe ich mich deswegen noch lange
nicht. Das ist auch gar nicht nötig,
da sich unsere Mannschaft durch
einen ausgeprägten Teamgeist auszeichnet. Da muss niemand bestimmte Rollen übernehmen.
Der „Kölsche Jung“ fing schon
mit drei Jahren beim TuS Höhenhaus an zu kicken. Dort, im
rechtsrheinischen Norden der
Domstadt, ist die Grenze zu
Leverkusen nicht weit. Und so
kam es, dass die Späher von
Bayer 04 das Talent schon bald
entdeckten und zu sich lotsten.
Inzwischen spielt er nach Lehrjahren in Mainz und Nürnberg
aber doch beim 1. FC Köln.
Sie sind 24. Da hat man doch noch
Träume?
Natürlich habe ich Träume. Aber
die behalte ich lieber für mich,
sonst gehen sie vielleicht nicht in
Erfüllung.
Von Roland Stipp
Hallo Marcel, wie geht’s? Wie hat
sich Ihr Leben durch die Heimkehr
nach Köln verändert?
Mein Leben hat sich grundsätzlich nicht verändert, da ich ja weiterhin Fußballprofi sein kann.
Natürlich freue ich mich, in Köln
beim FC Fußball spielen zu können und somit wieder in meiner
Heimat und nah bei der Familie
zu sein.
Wir haben uns mal nach Höhenhaus umgesehen. Da ist Bayer Leverkusen ja tatsächlich ganz um
die Ecke. Dort haben Sie ja dann
auch lange gespielt. Und sind
trotzdem im Herzen „FCler“ geblieben?
Meine gesamte Familie ist seit jeher vom FC-Virus befallen. Das
hat sich auch nicht geändert, als
ich bei anderen Vereinen gespielt
habe. Auch vor meinem Wechsel
zum FC habe ich mich immer dafür interessiert, wie es um den FC
stand.
Der FC ist gut gestartet mit vier
Spielen ohne Gegentor. Überraschend gut?
Für manche vielleicht überraschend. Wir waren uns um unsere
Qualitäten immer bewusst. Trotzdem haben wir noch eine sehr
lange und anspruchsvolle Saison
vor uns. Wir gehen in jedes Spiel,
um Punkte zu holen.
Zwei eigene Tore in sechs Spielen
verbreiten aber auch nicht gerade
Angst und Schrecken ...
Das ist sicher noch ein Aspekt, an
dem wir arbeiten müssen.
Wie groß ist denn nun der Unterschied zwischen Erster und Zwei-
Der Kader
Ausweichtrikot: Marcel Risse hat schon die verschiedensten Farben getragen. Foto: dpa
ter Liga?
Der Unterschied ist enorm. Die
Qualität der Einzelspieler und das
Tempo sind doch deutlich höher.
Was meinen Sie: Kann es theoretisch jeder Zweitligaspieler in der
Bundesliga packen?
Theoretisch vielleicht, aber praktisch ist das nicht der Fall. Man
muss ja schon gewisse Voraussetzungen mitbringen, um es bis in
die zweite Bundesliga zu schaffen.
Aber in die Bundesliga ist es
schon noch ein gewaltiger Schritt.
An Ihnen sieht man jedenfalls,
dass der Umweg über die Zweite
Liga für einen jungen Spieler kein
Fehler sein muss ...
Das stimmt. Jeder sollte für sich
die eigenen Entscheidungen bei
seiner Karriereplanung treffen. Dafür gibt es kein Patentrezept. Ich
war froh, dass ich die Gelegenheit
in Köln erhalten habe und dabei
helfen konnte, den FC wieder in
die Bundesliga zu führen. Jetzt arbeiten wir daran, dort zu bleiben.
Kommen wir mal zum Spiel bei
den Bayern. Wir haben Sie’s erlebt?
Die Bayern sind eines der besten
Teams der Welt – vielleicht sogar
das beste. Um gegen die eine
Chance zu haben, muss man jede
Gelegenheit nutzen und darf keine Fehler machen. Wir haben
nicht schlecht gespielt, aber insgesamt eben nicht gut genug – wie
das Ergebnis auch zeigt. Aber ich
denke, wir haben uns ganz gut verkauft.
Jetzt steht die Partie in Frankfurt
an. Was sind Ihre Erfahrungen aus
Spielen gegen die Eintracht?
Spiele in Frankfurt sind immer
speziell, da die Stimmung im Stadion sehr gut und emotional ist.
Wir müssen aber nur auf uns
schauen und unser Spiel spielen.
Dabei dürfen wir uns von äußeren
Begebenheiten nicht beeinflussen
lassen. Dann haben wir eine
Chance, Zählbares mit nach Köln
zu nehmen.
Was sagt Ihnen Ihr Gefühl: Wohin
könnte die Reise für den FC gehen? Oder ist es dafür zu früh?
Wir sind doch grade erst aufgestiegen. Weitblickende Prognosen wären etwas verfrüht. Zunächst gilt
es, in der Bundesliga zu bleiben,
weswegen unser Ziel auch mit
Platz 15 ganz klar definiert ist.
Wir kämpfen in jedem Spiel darum, die nötigen Punkte dafür zu
sammeln.
Erzählen Sie doch bitte noch kurz
von Ihrem Trainer. Der scheint ja
etwas Besonderes an sich zu haben. Kann man sagen, dass er ein
„väterlicher“ Typ ist, so wie er
sich immer vor seine Spieler
stellt?
Peter Stöger ist ein sehr guter
Trainer. Er geht eher ruhig und
sachlich an die bevorstehenden
Aufgaben und arbeitet sehr akribisch mit dem gesamten Trainerteam an der Vorbereitung auf jedes Spiel. Er hat ein gutes Verhältnis zur Mannschaft und ist
manchmal auch für eine kleines
Späßchen zu haben. Bei ihm
passt einfach die Mischung aus
Lockerheit und professioneller
Arbeit.
Was ist Ihre Rolle in der Mannschaft? Immerhin waren sie
U19-Europameister und haben
schon ein paar Jahre in der Bundesliga gespielt.
Tor
1 Timo Horn 12.05.1993
18 Thomas Kessler 20.01.1986
37 Daniel Mesenhöler 24.07.1995
Abwehr
3 Tomás Kalas 15.05.1993
28 Kevin Wimmer 15.11.1992
19 Mergim Mavraj 09.06.1986
5 Dominic Maroh 04.03.1987
14 Jonas Hector 27.05.1990
2 Miso Brecko 01.05.1984
16 Pawel Olkowski 13.02.1990
Mittelfeld
6 Kevin Vogt 23.09.1991
8 Adam Matuschyk 14.02.1989
33 Matthias Lehmann 28.05.1983
31 Yannick Gerhardt 13.03.1994
29 Dusan Svento 01.08.1985
22 Daniel Halfar 07.01.1988
17 Slawomir Peszko 19.02.1985
25 Kazuki Nagasawa 16.12.1991
7 Marcel Risse 17.12.1989
Angriff
26 Bard Finne 13.02.1995
23 Simon Zoller 26.06.1991
10 Patrick Helmes 01.03.1984
9 Anthony Ujah 14.10.1990
13 Yuya Osako 18.05.1990
11 Thomas Bröker 22.01.1985
Trainer
Peter Stöger 11.04.1966
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VfB Stuttgart und holte mit den Schwaben schon einmal die Meisterschaft?
A: Armin Veh
B: Felix Magath
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Arena
Seite 6
1 Kevin Trapp
Position Tor
Größe
189 cm
Gewicht 83 kg
geboren 8.7.1990
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
97 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
5 Sp. / 0 Tore / 1 Ausw. / 0 Einw.
0
0
So geht’s gegen Köln
Eintracht Frankfurt
0
Hasebe
5 Carlos Zambrano
Position Abwehr
Größe
185 cm
Gewicht 78 kg
geboren 10.7.1989
im Verein seit 2012
Nat.
peruanisch
101 Bundesligaspiele, 1 Tor,
27 Länderspiele
Saison 2014/2015:
5 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
11 Nelson Valdez
Position Angriff
Größe
178 cm
Gewicht 71 kg
geboren 28.11.1983
im Verein seit 2014
Nat.
paraguay.
197 Bundesligaspiele, 36 Tore,
67 Länderspiele
Saison 2014/2015:
2 Sp. / 0 Tore / 2 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
17 A. Madlung
Position Abwehr
Größe
193 cm
Gewicht 92 kg
geboren 11.7.1982
im Verein seit 2014
Nat.
deutsch
264 Bundesligaspiele, 25 Tore,
2 Länderspiele
Saison 2014/2015:
1 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
22 Timothy Chandler
Position Abwehr
Größe
186 cm
Gewicht 83 kg
geboren 29.3.1990
im Verein seit 2014
Nat.
dtsch./USA
99 Bundesligaspiele, 4 Tore,
14 Länderspiele für USA
Saison 2014/2015:
4 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
27 A. Ignjovski
Position Abwehr
Größe
175 cm
Gewicht 66 kg
geboren 27.1.1991
im Verein seit 2014
Nat.
serbisch
66 Bundesligaspiele, 1 Tor,
11 Länderspiele
Saison 2014/2015:
6 Sp. / 0 Tore / 3 Ausw. / 0 Einw.
2
0
Wiedwald
0
5
Medojevic
Zambrano
0
6
Seferovic
8
9
22
Inui
Ujah
Halfar
16
14
Aigner
Meier
Maroh
28
33
1
Horn
Wimmer
Lehmann
17
14
Peszko
Chandler
Hector
Samstag, 4. Oktober 2014, 18.30 Uhr
8 Takashi Inui
Position Mittelfeld
Größe
169 cm
Gewicht 59 kg
geboren 2.6.1988
im Verein seit 2012
Nat.
japanisch
53 Bundesligaspiele, 6 Tore,
12 Länderspiele
Saison 2014/2015:
6 Sp. / 0 Tore / 2 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
13 Martin Lanig
Position Mittelfeld
Größe
190 cm
Gewicht 79 kg
geboren 11.7.1984
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
121 Bundesligaspiele, 10 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
1 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
18 Johannes Flum
Position Mittelfeld
Größe
190 cm
Gewicht 80 kg
geboren 14.12.1987
im Verein seit 2013
Nat.
deutsch
121 Bundesligaspiele, 10 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
2 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 2 Einw.
0
0
0
23 Bamba Anderson
Position Abwehr
Größe
188 cm
Gewicht 80 kg
geboren 10.1.1988
im Verein seit 2011
Nat.
brasilianisch
60 Bundesligaspiele, 1 Tor,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
4 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
1
0
0
28 Sonny Kittel
Position Mittelfeld
Größe
178 cm
Gewicht 65 kg
geboren 6.1.1993
im Verein seit 1999
Nat.
deutsch
14 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
9 Haris Seferovic
Position Angriff
Größe
187 cm
Gewicht 88 kg
geboren 22.2.1992
im Verein seit 2014
Nat.
schweizer.
6 Bundesligaspiele, 3 Tore,
16 Länderspiele
Saison 2014/2015:
6 Sp. / 3 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
1
0
0
14 Alexander Meier
Position Mittelfeld
Größe
196 cm
Gewicht 84 kg
geboren 17.1.1983
im Verein seit 2004
Nat.
deutsch
214 Bundesligaspiele, 58 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
5 Sp. / 2 Tore / 0 Ausw. / 2 Einw.
0
0
0
19 Lucas Piazon
Position Mittelfeld
Größe
182 cm
Gewicht 72 kg
geboren 20.1.1994
im Verein seit 2014
Nat.
brasilianisch
5 Bundesligaspiele, 1 Tor,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
5 Sp. / 1 Tor / 2 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
24 Luca Waldschmidt
Position Angriff
Größe
177 cm
Gewicht 68 kg
geboren 19.5.1996
im Verein seit 2010
Nat.
deutsch
0 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
30 Felix Wiedwald
Position Tor
Größe
190 cm
Gewicht 80 kg
geboren 15.3.1990
im Verein seit 2013
Nat.
deutsch
3 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
2 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
0
0
5
Vogt
22
0
7 Jan Rosenthal
Position Mittelfeld
Größe
186 cm
Gewicht 76 kg
geboren 7.4.1986
im Verein seit 2013
Nat.
deutsch
158 Bundesligaspiele, 24 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
25
30
Brecko
Risse
9
20
4
2
7
Oczipka
4 Marco Russ
Position Abwehr
Größe
190 cm
Gewicht 75 kg
geboren 4.8.1985
im Verein seit 2013
Nat.
deutsch
228 Bundesligaspiele, 19 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
6 Sp. / 1 Tor / 1 Ausw. / 0 Einw.
1. FC Köln
6
Russ
4
Samstag, 4. Oktober 2014
0
10 Vaclav Kadlec
Position Angriff
Größe
180 cm
Gewicht 68 kg
geboren 20.5.1992
im Verein seit 8/2013
Nat.
tschechisch
23 Bundesligaspiele, 6 Tore,
9 Länderspiele
Saison 2013/2014:
2 Sp. / 1 Tor / 0 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
15 Constant Djakpa
Position Abwehr
Größe
177 cm
Gewicht 71 kg
geboren 17.10.1986
im Verein seit 2011
Nat.
ivorisch
78 Bundesligaspiele, 0 Tore,
6 Länderspiele
Saison 2014/2015:
4 Sp. / 0 Tore / 1 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
20 Makoto Hasebe
Position Mittelfeld
Größe
177 cm
Gewicht 72 kg
geboren 18.1.1984
im Verein seit 2014
Nat.
japanisch
155 Bundesligaspiele, 5 Tore,
81 Länderspiele
Saison 2014/2015:
6 Sp. / 0 Tore / 2 Ausw. / 0 Einw.
2
0
0
25 S. Medojevic
Position Mittelfeld
Größe
183 cm
Gewicht 78 kg
geboren 20.11.1990
im Verein seit 2014
Nat.
serbisch
31 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
3 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 1 Einw.
1
1
0
31 David Kinsombi
Position Abwehr
Größe
185 cm
Gewicht 77 kg
geboren 12.12.1995
im Verein seit 2014
Nat.
deutsch
0 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
6 Bastian Oczipka
Position Abwehr
Größe
184 cm
Gewicht 87 kg
geboren 12.1.1989
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
85 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
3 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
0
Die Bilanz
Eintracht Frankfurt –
1. FC Köln
Erste Liga
78 Spiele
25 Sieg
25 Unentschieden
28 Niederlagen
Zweite Liga 4 Spiele
1 Sieg
1 Unentschieden
2 Niederlagen
16 Stefan Aigner
Position Mittelfeld
Größe
185 cm
Gewicht 72 kg
geboren 20.8.1987
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
70 Bundesligaspiele, 13 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
3 Sp. / 0 Tore / 1 Ausw. / 2 Einw.
1
0
0
21 Marc Stendera
Position Mittelfeld
Größe
171 cm
Gewicht 64 kg
geboren 10.12.1995
im Verein seit 2007
Nat.
deutsch
13 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
2 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 2 Einw.
0
0
0
26 Timo Hildebrand
Position Tor
Größe
186 cm
Gewicht 80 kg
geboren 5.4.1979
im Verein seit 2014
Nat.
deutsch
298 Bundesligaspiele, 0 Tore,
7 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
32 Joel Gerezgiher
Position Mittelfeld
Größe
176 cm
Gewicht 71 kg
geboren 9.10.1995
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
0 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
Arena
Samstag, 4. Oktober 2014
Seite 7
Die Bundesliga-Hinrunde 2014/2015
2:1
2:0
2:1
2:2
1:0
0:0
0:2
2:2
1:1
2. Spieltag
Freitag, 29.8.2014
FC Augsburg - Bor. Dortmund
Samstag, 30.8.2014
Bayer Leverkusen - Hertha BSC Berlin
VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt
Werder Bremen - 1899 Hoffenheim
VfB Stuttgart - 1. FC Köln
Hamburger SV - SC Paderborn 07
FC Schalke 04 - Bayern München
Sonntag, 31.08.2014
1. FSV Mainz 05 - Hannover 96
SC Freiburg - Bor. M´gladbach
(20:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
2:3
4:2
2:2
1:1)
0:2
0:3
1:1
0:0
0:0
Freitag, 7.11.2014
Hertha BSC Berlin - Hannover 96
Samstag, 8.11.2014
Bayer Leverkusen - 1. FSV Mainz 05
FC Augsburg - SC Paderborn 07
1899 Hoffenheim - 1. FC Köln
Eintracht Frankfurt - Bayern München
SC Freiburg - FC Schalke 04
Werder Bremen - VfB Stuttgart
Sonntag, 9.11.2014
VfL Wolfsburg - Hamburger SV
Borussia Dortmund - Bor. M´gladbach
Samstag, 22.11.2014
Bayern München - 1899 Hoffenheim
FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg
Bor. M´gladbach - Eintracht Frankfurt
1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg Hannover 96 - Bayer Leverkusen
SC Paderborn 07 - Borussia Dortmund
1. FC Köln - Hertha BSC Berlin
Sonntag, 23.11.2014
Hamburger SV - Werder Bremen
VfB Stuttgart - FC Augsburg
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
(20:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
Freitag, 28.11.2014
SC Freiburg - VfB Stuttgart
Samstag, 29.11.2014
FC Schalke 04 - 1. FSV Mainz 05
Bayer Leverkusen - 1. FC Köln
FC Augsburg - Hamburger SV
Hertha BSC Berlin - Bayern München
Werder Bremen - SC Paderborn 07
1899 Hoffenheim - Hannover 96
Sonntag, 30.11.2014
VfL Wolfsburg - Bor. M´gladbach
Eintracht Frankfurt - Bor. Dortmund
Freitag, 5.12.2014
Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim (20:30 Uhr)
Samstag, 6.12.2014
Bor. M´gladbach - Hertha BSC Berlin (15:30 Uhr)
Hannover 96 - VfL Wolfsburg
(15:30 Uhr)
VfB Stuttgart - FC Schalke 04
(15:30 Uhr)
1. FC Köln - FC Augsburg
(15:30 Uhr)
SC Paderborn 07 - SC Freiburg
(15:30 Uhr)
FC Bayern München - Bayer Leverkusen(18:30 Uhr)
Sonntag, 7.12.2014
Hamburger SV - 1. FSV Mainz 05
(15:30 Uhr)
Eintracht Frankfurt - Werder Bremen (17:30 Uhr)
15. Spieltag
13. Spieltag
11. Spieltag
3. Spieltag
Freitag, 12.9.2014
Bayer Leverkusen - Werder Bremen
Samstag, 13.9.2014
Bayern München - VfB Stuttgart
Bor. Dortmund - SC Freiburg
1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg
Hertha BSC Berlin - 1. FSV Mainz 05
SC Paderborn 07 - 1. FC Köln
Bor. M´gladbach - FC Schalke 04
Sonntag, 14.9.2014
Eintracht Frankfurt - FC Augsburg
Hannover 96 - Hamburger SV
Freitag, 31.10.2014
FC Schalke 04 - FC Augsburg
Samstag, 1.11.2014
1. FSV Mainz 05 - Werder Bremen
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg Hamburger SV - Bayer Leverkusen
Bayern München - Bor. Dortmund
Sonntag, 2.11.2014
Bor. M´gladbach - 1899 Hoffenheim
1. FC Köln - SC Freiburg
SC Paderborn 07 - Hertha BSC Berlin
14. Spieltag
12. Spieltag
10. Spieltag
1. Spieltag
Freitag, 22.8.2014
Bayern München - VfL Wolfsburg
Samstag, 23.8.2014
1899 Hoffenheim - FC Augsburg
Hannover 96 - FC Schalke 04
Hertha BSC Berlin - Werder Bremen
Eintracht Frankfurt - SC Freiburg
1. FC Köln - Hamburger SV
Bor. Dortmund - Bayer Leverkusen
Sonntag, 24.08.2014
SC Paderborn 07 - 1. FSV Mainz 05
Bor. M´gladbach - VfB Stuttgart
(20:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
Freitag, 12.12.2014
1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt
Samstag, 13.12.2014
FC Schalke 04 - 1. FC Köln
FC Augsburg - Bayern München
Hertha Berlin - Bor. Dortmund
Werder Bremen - Hannover 96
SC Freiburg - Hamburger SV
1. FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart
Sonnttag, 14.12.2014
Bayer Leverkusen - Bor. M´gladbach
VfL Wolfsburg - SC Paderborn 07
16. Spieltag
16. – 17.12.2014
Bayern München - SC Freiburg
Bor. Dortmund - VfL Wolfsburg
Bor. M´gladbach - Werder Bremen
1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen
Hannover 96 - FC Augsburg
Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin
Hamburger SV - VfB Stuttgart
1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05
SC Paderborn 07 - FC Schalke
17. Spieltag
(20:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
19. – 21.12.2014
FC Schalke 04 - Hamburger SV
Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt
VfL Wolfsburg - 1. FC Köln
1. FSV Mainz 05 - Bayern München
FC Augsburg - Bor. M´gladbach
Hertha BSC Berlin - 1899 Hoffenheim
Werder Bremen - - Bor. Dortmund SC Freiburg - Hannover 96
VfB Stuttgart - SC Paderborn 07
3:3
2:0
3:1
1:1
1:3
0:0
4:1
0:1
2:0
4. Spieltag
Freitag, 19.9.2014
SC Freiburg - Hertha BSC Berlin
Samstag, 20.9.2014
FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt
FC Augsburg - Werder Bremen
VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim
Hamburger SV - Bayern München
SC Paderborn 07 - Hannover 96
1. FSV Mainz 05 - Bor. Dortmund
Sonntag, 21.9.2014
VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen
1. FC Köln - Bor. M´gladbach
2:2
2:2
4:2
0:2
0:0
2:0
2:0
4:1
0:0
5. Spieltag
Dienstag, 23.9.2014
Bayern München - SC Paderborn 07
1899 Hoffenheim - SC Freiburg
Werder Bremen - FC Schalke 04
Eintracht Frankfurt - 1. FSV Mainz 05
Mittwoch, 24.9.2014
Borussia Dortmund - VfB Stuttgart
Bayer Leverkusen - FC Augsburg
Bor. M´gladbach - Hamburger SV
Hannover 96 - 1. FC Köln
Hertha BSC Berlin - VfL Wolfsburg
(20:00 Uhr)
(20:00 Uhr)
(20:00 Uhr)
(20:00 Uhr)
(20:00 Uhr)
(20:00 Uhr)
(20:00 Uhr)
(20:00 Uhr)
(20:00 Uhr)
6. Spieltag
Freitag, 26.9.2014
1. FSV Mainz 05 - 1899 Hoffenheim
Samstag, 27.9.2014
FC Schalke 04 - Bor. Dortmund
SC Freiburg - Bayer Leverkusen
VfB Stuttgart - Hannover 96
1. FC Köln - Bayern München
SC Paderborn 07 - Bor. M´gladbach
VfL Wolfsburg - Werder Bremen
Sonntag, 28.9.2014
FC Augsburg - Hertha BSC Berlin
Hamburger SV - Eintracht Frankfurt
(20:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
7. Spieltag
Freitag, 3.10. 2014
(20:30 Uhr)
Hertha BSC Berlin - VfB Stuttgart
Samstag, 4.10.2014
Bayern München - Hannover 96
(15:30 Uhr)
Bor. Dortmund - Hamburger SV
(15:30 Uhr)
Bayer Leverkusen - SC Paderborn 07 (15:30 Uhr)
1899 Hoffenheim - FC Schalke 04
(15:30 Uhr)
Werder Bremen - SC Freiburg
(15:30 Uhr)
Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln
(18:30 Uhr)
Sonntag, 5.10.2014
VfL Wolfsburg - FC Augsburg
(15:30 Uhr)
Bor. M´gladbach - 1. FSV .Mainz 05
(17:30 Uhr)
8. Spieltag
Samstag, 18.10.2014
Bayern München - Werder Bremen
1. FSV Mainz 05 - FC Augsburg
Hannover 96 - Bor. M´gladbach
SC Freiburg - VfL Wolfsburg
VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen
1. FC Köln - Bor. Dortmund
FC Schalke 04 - Hertha BSC Berlin
Sonntag, 19.10.2014
Hamburger SV - 1899 Hoffenheim
SC Paderborn 07 - Eintracht Frankfurt
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
Samstag,
04. Oktober 2014
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
Der Helaba-Konzern: Gemeinsam für die Eintracht.
9. Spieltag
Freitag, 24.10.2014
Werder Bremen - 1. FC Köln
Samstag, 25.10.2014
Bor. Dortmund - Hannover 96
FC Augsburg - SC Freiburg
1899 Hoffenheim - SC Paderborn 07
Hertha BSC Berlin - Hamburger SV
Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart
Bayer Leverkusen - Schalke 04
Sonntag, 26.10.2014
VfL Wolfsburg - 1. FSV Mainz 05
Bor. M´gladbach - Bayern München
Köln liegt am
Rhein.
Und unterliegt
am Main.
(20:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
Banking auf dem Boden der Tatsachen.
Arena
Seite 8
Samstag, 4. Oktober 2014
Wie ein Orkan
Als die Eintracht in der „Steinzeit“ Tabellenführer Köln auseinandernahm
Es ist Samstag, der 18. November
1989. Im Müngersdorfer Stadion
steht an diesem 17. Spieltag der
Saison 1989/90 die Partie zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt auf dem Programm. Und es ist ein Spitzenspiel, von dem sich Anhänger beider Vereine viel versprechen.
Von Frank Gotta
Der Tabellenführer aus dem Domstadt empfängt den Fünften aus
der Mainmetropole, so dass es trotz
klirrender Kälte 31.000 Zuschauer
ins Stadion gezogen hat. Und die
erleben von Anfang an ein rasantes
Spiel. Die Frankfurter starten mit
offensivem Fußball und kommen
schon in der fünften Minute zu ihrer ersten Torgelegenheit, der
Schuss von Bein geht jedoch über
das Kölner Gehäuse. Aber schon
120 Sekunden später macht es Eckstein nach einem Pass von Uwe
Bein besser: Es ist ein strammer,
aber nicht übermäßig wuchtiger
Flachschuss, der genau in die von
Illgner abgedeckte kurze Ecke
schon in der zehnten Minute belohnt, als Götz im Strafraum ein
Duell mit Roth gewinnt und zu
Häßler passt. Der lässt den Ball
über den rechten Spann rutschen
und donnert ihn zum Ausgleich in
die Ecke. Fast genau von dieser
Stelle und ebenfalls mit einem Volleyschuss – allerdings mit seinem
stärkeren linken Fuß – hatte er übrigens am Mittwoch nach einer
Littbarski-Flanke den Siegtreffer
gegen Wales erzielt, der die DFBAuswahl zur Weltmeisterschaftsendrunde nach Italien bringt.
Nun ist es die Eintracht, bei der
der Gegentreffer keine Wirkung
zeigt. Andersen bietet sich sogleich
die Chance, seine Farben wieder in
Führung zu bringen, doch er trifft
freistehend den Ball nicht richtig.
Das gelingt Eckstein in der zwölften Minute deutlich besser. Aus der
eigenen Hälfte zieht er mit dem
Ball los, legt die Kugel am langen
Bein des grätschenden Littbarski
vorbei, sprintet mit Vollgas die
linke Außenbahn hinunter und
düpiert Steiner. Aus 13 Metern
Schlagzeile auf dem Titel des Kölner Stadionprogramms.
fliegt. Doch der Nationaltorhüter
kann den Aufsetzer überraschenderweise nicht parieren, sondern
lenkt ihn mit der linken Hand neben den Pfosten ins Tor und
möchte sich anschließend am
liebsten im Rasen vergraben.
Der Rückstand beeindruckt die
Kölner nicht weiter. Sie starten
weiter ihre Angriffe und werden
zieht die Frankfurter Nummer elf
kraftvoll ab, und die Kugel rauscht
in den Torwinkel, ohne dass Illgner
dieses Mal eine Chance gehabt
hätte.
Obgleich sich die Gäste dieses
Mal etwas länger über ihre Führung freuen dürfen, allzu lange
währt auch diese nicht. Nach einem Zwei-
kampf zwischen
Littbarski und
Binz entscheidet der Schiedsrichter in der
24. Minute zugunsten
des
kleinen
Kölners. Littbarskis angeschnittene Freistoßflanke in Höhe
des
rechten
Strafraumecks
findet
Uwe
Rahn, der sich
im Kopfballduell gegen
Körbel durchsetzt und per
Aufsetzer
zum 2:2 trifft.
Nun wird
es etwas ruhiger auf dem Platz. Beiden
Mannschaft bieten sich zwar noch
Chancen auf einen weiteren Treffer, die Torschützen haben sich
aber wohl darauf geeinigt, bis
zum Halbzeitpfiff eine Verschnaufpause einzulegen. Einzig
Eintrachtverteidiger Dietmar Roth
scheint davon nichts mitbekommen zu haben, denn ihm unterläuft fast ein Eigentor.
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff ist die torlose Zeit dann aber
schon wieder beendet, als Bein mit
einer Körpertäuschung zwei Kölner außer Gefecht setzt und halb- Oben: Eckstein und
der geniale Spielmach
er Bein bejubeln den
rechts in den Strafraum eindringt. Unten: Auch dieser Zus
Sieg.
chauer erlebte einen
„Orkan“ aus Frankfurt
Illgner kann seinen Schuss zwar
.
abwehren, den Ball aber nicht fest- und Illgner ist für den letzten Eckhalten, was Falkenmayer ausnutzt ball der Kölner in den Strafraum vom Platz zu gehen. Es hätte auch
und die Kugel zur neuerlichen der Frankfurter aufgerückt, aber 8:8 oder 7:7 ausgehen können. Am
Gästeführung über die Linie spit- der Ball wird abgewehrt. Eckstein Ende hat vielleicht der Glücklinimmt die aufspringende Kugel chere gewonnen“, kommentiert
zelt.
Mit Verve stürmen die Kölner vor dem eigenen Strafraum mit Jörg Berger den Sieg und Libero
nun auf das Frankfurter Tor, das al- dem Oberschenkel mit und zieht Binz gibt sachlich und fair zu Prolerdings von Uli Stein, der Chan- zur rechten Außenlinie. Ein Kölner tokoll: „Wir hätten das Spiel längst
cen von Janßen, Sturm und Litt- jagt ihm den Ball vorübergehend vorher entscheiden können, es
barksi zunichte macht, bestens bewacht wird. Und zu allem Unglück
Von links nach
der Geißböcke beweist die Einrechts: Jörn
tracht auch noch KonterqualitäAndersen, der in
ten, als sich Abwehrspieler Midieser Saison 18
chael Klein in den Angriff einTreffer erzielte,
schaltet und Andersen bedient,
Ralf Falkenmayer
der das 2:4 macht. „Dabei ist mir
und der dreifache
der Ball vom Oberschenkel ins
Torschütze Dieter
Tor gesprungen, aber Glück muss
Eckstein
man haben“, kommentiert der
Norweger lachend.
Der Tabellenführer gibt sich wieder ab, doch der Eintrachtstür- hätte andererseits aber auch umgeaber damit noch nicht geschla- mer holt sich die Kugel mit einer kehrt ausgehen können.“
„Die Eintracht gehört zu den angen. Kaum ist Littbarski an Stein Grätsche zurück. Schnell ist er wiegescheitert, setzt sich Ordene- der auf den Beinen und sprintet 20 genehmsten Erscheinungen der
witz in der 64. Minute am lin- Meter über die Mittellinie, wäh- ersten Halbserie“, lobt der Kölner
ken Flügel durch und spielt den rend Illgner versucht, rechtzeitig in Trainer Daum: „Die Punkte sind
Ball nach innen, wo sich Litt- seinen Kasten zurückzukommen. weg, aber die Zuschauer bleiben
barski von Falkenmayer gelöst Das ist Eckstein nicht entgangen. nach so einem Spiel. Das einzige,
hat und auch von Roth nicht ge- Er holt aus und schlägt den Ball was mich stört, ist, dass wir verlohindert werden kann, den An- aus knapp 40 Metern im Bogen an ren haben.“
schlusstreffer zum 3:4 zu erzie- Illgner vorbei als Aufsetzer zum
5:3-Endstand ins Tor.
len.
„Wie von einem Orkan wurde
Stürmende Kölner wollen
1. FC Köln: Illgner, Steiner, Higl,
Giske, Häßler, Janßen, Rahn,
nun den Ausgleich erzwingen, der Traum des 1. FC Köln von der
Littbarski, Görtz (49. Sturm),
scheitern aber immer wieder Herbstmeisterschaft davongefegt“,
Götz, Ordenewitz (82. Rudy)
am überragenden Uli Stein. dichtet der SportinformationsEintracht: Stein, Binz, Roth
Zudem bleiben die Frankfur- dienst begeistert. Dort sitzen wahr, Körbel, Klein (77. Bindewald),
ter bei ihren Kontern brandge- lich Fußballliebhaber, denn in der
Sievers, Bein (86. Bakalorz),
fährlich, aber auch ihnen ge- „Mannschaft der Vorrunde“ finden
Falkenmayer, Studer, Andersen,
lingt kein weiterer Treffer – zu- sich beim „sid“ mit Bein und Binz
Eckstein
zwei Frankfurter und in der
mindest
Schiedsrichter:
Auch der ’Kicker’ nicht
Föckler (Weisenheim)
bis „Mannschaft des Spieltages“ neben
hat es erkannt
zur 90. Mi- den Kölnern Häßler und Littbarski
Tore: 0:1 Eckstein (7.), 1:1 Häßler
und bescheinigt
nute.
Es gleich deren vier: Falkenmayer,
(10.), 1:2 Eckstein (12.), 2:2 Rahn
Uli Stein im
(24.), 2:3 Falkenmayer (50.), 2:4
laufen die Bein, Stein und Eckstein.
Dezember seine
Andersen (62.), 3:4 Littbarski
„Es hat keiner verdient gehabt,
letzten SeKlasse.
(64.), 3:5 Eckstein (90.)
in diesem Riesenspiel als Verlierer
kunden,
Samstag, 4. Oktober 2014
Arena
Seite 9
Der Seemann auf dem Wellenbrecher
Jürgen Vieth war im G-Block nicht nur als Einpeitscher angesehen
Er war der Mann mit der Mütze unter den Eintracht-Fans. Mit einem
Elbsegler auf dem Kopf peitschte
Jürgen Vieth auf einem Wellenbrecher im alten G-Block ein. Seemann, wie sie ihn alle nannten,
war in den 80er und frühen 90er
Jahren nicht nur ein Kultfan wie
der Mönchengladbacher Trommler
Manolo. Er sah sich zudem als eine
Art Sozialarbeiter ...
Von Stefan Fritschi
Auch wenn es in der Bundesliga
zu Beginn der 1980er nicht gerade
nach Wunsch lief für die Kicker
der Frankfurter Eintracht, geizten
sie wenigstens nicht mit Toren.
Sehr zur Freude der rot-schwarzweißen Anhängerschaft. Denn auf
den intensiven Torjubel folgte ein
Ritual, das schnell zum Markenzeichen wurde in der bundesrepublikanischen Fanlandschaft: „Erbarme, zu spät, die Hesse komme“,
skandierten zwei, drei Tausend in
dem langgezogenen Block und
auf der mächtigen Gegengeraden
im Waldstadion. Die hessische
Mundart-Combo Rodgau Monotones, die Schöpfer der modernen
hessischen Nationalhymne, legte
freilich ein wenig mehr Wert auf
Melodik denn auf Wucht.
Doch die war angesagt, als die
Eintracht in einem Heimspiel vor
über drei Jahrzehnten – Jürgen
„Seemann“ Vieth weiß leider
nicht mehr welches – in arger Bedrängnis war. „Das Spiel stand auf
der Kippe. Wir haben gedacht,
jetzt müssen wir etwas machen“,
erinnert sich der 51-Jährige. Seine
Kumpane vom Fanclub Black
& White wuchteten ihn auf einen
Wellenbrecher im Block G – und
die Unterstützung klappte auf einmal bestens. „Beim nächsten
Heimspiel haben die Fans gerufen
,Seemann, Seemann’, und dann
bin ich wieder hoch auf den Wellenbrecher“, sagt er.
So gerne Jürgen Vieth immer
wieder in die Rolle des Einpeitschers schlüpfte, es war teils schon
wie ein Tanz auf dem Seil. Oft
habe er auf dem Wellenbrecher
gestanden und nicht selten mächtig geschwankt, wenn es darum
ging, der Mannschaft auf die
Sprünge zu helfen.
Jürgen Vieths Bekanntheitsgrad
in der Fanszene wuchs rasch. „Es
ging über das Einpeitschen hi-
Der Mann mit der Mütze: Stimmungsmacher Jürgen Vieth.
Schwarz und weiß wie Schnee ... Mit dem Fanclub auf St. Pauli.
Gesänge im Waldstadion: „Erbarme, zu spät, die Hesse komme!“
naus. Ich wurde dadurch auch Ansprechpartner für die jüngeren
Fans, wenn es mal Probleme gab“,
sagt Vieth. Da kann man sich
schon mal als Sozialarbeiter fühlen. Doch nicht nur SGE-Fans, die
vielleicht eine Meinungsverschiedenheit oder ein bisschen mehr
mit Ordnern hatten, wollten bisweilen etwas von ihm. „Das nahm
groteske Züge an. Ich habe es sogar bis ins ZDF geschafft. Die Monotones haben einen Trailer zu
,Die Hesse komme!’ aufgenommen.“ Der Seemann aus dem Fanblock durfte da nicht fehlen.
Sein Markenzeichen, der Elbsegler, den Seemänner trugen und
tragen und weswegen er so genannt wird, weckte Begehrlichkeiten. Auch wenn er heute darüber
lacht, seinerzeit hätte er gerne auf
solche Zwischenfälle verzichtet.
„Bei Auswärtsspielen in Kaiserslautern und Karlsruhe bin ich angegriffen worden. Die wollten mir
die Mütze wegnehmen“, erzählt
er. Bei solchen brisanten Fahrten
brauchte Vieth eine Art Leibgarde,
damit der Elbsegler mit der drapierten Eintracht-Kordel nicht in
Gefahr geriet. Und auf die Jungs
von Black & White konnte er sich
verlassen: „Es war gewiss nicht der
zartbesaitetste Fanclub.“
1979 ging dieser EFC an den
Start. Jürgen Vieth gehörte zu den
20 Gründungsmitgliedern. Und
der gebürtige Bornheimer, der
längst in Sachsenhausen heimisch geworden ist, fungierte
zwischen 1981 und 1989 als
„Präsi“. „Die Atmosphäre im GBlock war klasse. Nicht wegen
der Stimmung, das Zusammengehörigkeitsgefühl war intensiv“,
so Seemann. Als Achtjähriger, bei
seinem ersten Stadionbesuch,
ging es gleich in die Fanzone. „Im
G-Block habe ich unten angefangen. Jedes Jahr habe ich mich eine
Stufe höher gestellt.“ Und später
bildete Vieth mit dem Fan-Club
Black & White einen Fixpunkt
im G-Block.
„Mitte der 80er“, erinnert sich
Vieth, „gehörten 230 Leute dem
Fanclub an. Es waren auch ältere
dabei, aber den Zulauf gab’s
durch die Jüngeren.“ Im Gegensatz zu den führenden StadtteilFanclubs Sossenheim, Nied und
Bockenheim seien die Jungs von
Black & White aus ganz Frank-
furt gekommen. Heutzutage gehörten dem Fanclub noch „120 bis
140 Mitglieder“ an.
Eine aktive Rolle hat Jürgen Vieth in diesem nicht mehr inne.
Zwar ist er weiterhin Dauerkarteninhaber – inzwischen sitzt er auf
dem Haupttribünenunterrang –,
doch in die Ferne schweift der Seemann nur noch selten. „Seit Anfang der 90er kann ich aus beruflichen Gründen nicht mehr regelmäßig fahren“, sagt Vieth. In Porto
war er aber dabei – und machte
auch den weiten Marsch von der
Innenstadt über die Autobahn bis
zum Stadion Dragão mit. „Und das
in meinem Alter.“
Jürgen Vieth ist damals in die
Gastronomie eingestiegen. Im
Sachsenhäuser Ausgehviertel betrieb er eine Kneipe. Auch wenn es
das „Gaslicht“ nicht mehr gibt: Inzwischen sind es sechs Lokalitäten
unter seiner Obhut. „Und alle sind
sehr Eintracht-affin.“ In einer sei
auch
Heribert
Bruchhagen
Stammgast. Ob im „Eisernen
Hahn“, „Öfchen“, „Oberbayern“
oder bei der „Frau Rauscher“ in
der Klappergass: Irgendwo dort ist
Jürgen Vieth anzutreffen, hält mit
seinen Gästen einen Plausch. Eine
Eintracht-Mütze trägt der Seemann noch gerne – auch wenn es
nicht mehr der Elbsegler mit der
Kordel ist.
Fan
Block
Gäste im Museum
Vor der Partie gegen den 1. FC
Köln öffnet das Eintracht Frankfurt Museum am Samstag um
16.30 Uhr. Um 17 Uhr startet eine
Führung zum Thema „Die Eintracht und Köln“, zu der Gästefans herzlich willkommen sind.
Der Eintritt in das Museum beträgt 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.
Besucher des Museums müssen
eine gültige Karte für die Bundesligapartie haben. Das Museum
schließt mit Anpfiff der Partie.
Auf der Waldtribüne
Die Veranstaltung auf der „Waldtribüne“ am Medienturm Ost
gegenüber dem Eintracht-Museum startet vor dem Spiel gegen
den 1. FC Köln um 17.15 Uhr. Es
werden illustre Gäste erwartet.
Termine
Jugendfußball
U 19-Bundesliga
Sonntag, 5. Oktober, 14 Uhr
SC Freiburg – Eintracht
Sonntag, 26. Oktober, 11 Uhr
Eintracht – Bayern München
Sonntag, 2. November, 11 Uhr
FC Augsburg – Eintracht
U 17-Bundesliga
Sonntag, 12. Oktober, 13 Uhr
VfB Stuttgart – Eintracht
Samstag, 18. Oktober, 13 Uhr
Eintracht – TSG Hoffenheim
Fröhliche Hessen überall: Vieth mit Fanclub „Black & White“ auf dem Weg nach Kaiserslautern. Fotos: privat
Samstag, 25. Oktober, 13 Uhr
Karlsruher SC – Eintracht
Arena
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Samstag, 4. Oktober 2014
Zwischenstopp eines Vielfliegers
Timo Hildebrand macht im Herbst seiner Karriere in Frankfurt Station
Der Neuerwerb der Eintracht flog
schon durch so manchen Strafraum. Er wurde unter Armin Veh
deutscher Meister mit dem VfB
Stuttgart, verpokerte sich danach
mit seinem Wechsel zum FC Valencia und hatte auch schon
Krach mit Bundestrainer Joachim
Löw. Bei der Eintracht hielt er
sich bereits 2011 fit und wurde
dann von Schalke 04 verpflichtet.
Geboren wurde Timo Hildebrand
in Worms, also in RheinlandPfalz. Mit dem Fußball begann er
aber auf der anderen Rheinseite
im hessischen Lampertheim, beim
Stadtteilverein FV Hofheim. Kurz
war er Stürmer, doch noch in der
F-Jugend legte er sich fest: Er
wollte Torhüter sein. Noch bei seinem Heimatclub wurde er Nationalspieler. Nach der B-Jugend
wechselte er zum VfB Stuttgart.
Als Timo Hildebrand 2011 Trainingsgast bei Eintracht Frankfurt
war, war das eine willkommene
„Spätfolge“ seiner Entscheidung
für den VfB. Mit 16 Jahren hatte er
Angebote zahlreicher Proficlubs,
darunter aus Köln und natürlich
aus der Nachbarschaft – Waldhof
Mannheim und Darmstadt 98
klopften damals bei der Familie
Hildebrand an. Doch Timo entschied sich zusammen mit seinen
Eltern für Stuttgart, wo er im Jugendhaus des VfB wohnte.
Über die A-Jugend und die
Amateurmannschaft kam der ehrgeizige Schlussmann schließlich
zu den Profis, mit denen er 2007
unter Armin Veh Deutscher Meister wurde. Das half, als er nach einer relativ erfolglosen Europareise
mit Stationen in Valencia, Hoffenheim und Lissabon im September
2011 ohne Verein dastand und
eine Trainingsmöglichkeit suchte.
Armin Veh nahm seinen ehemaligen Vizekapitän auf, und der bekam nach einem Monat auch einen Vertrag – allerdings bei
Schalke 04. Und die kurze Zeit in
Frankfurt hatte noch etwas Gutes
für Hildebrand: Er tauschte mit
Eintracht-Sportdirektor
Bruno
Hübner die Telefonnummern.
Das hat sich jetzt ausgezahlt.
Im Jahr 1994 ging Timo Hildebrand von zu Hause weg. Beim
VfB Stuttgart spielte er zunächst
in der Jugend und bei den Amateuren. 1999 kam er beim 2:0
beim SC Freiburg zu seinem ersten Einsatz bei den Profis und
schon in die Saison 2000/01 ging er
als Nummer eins. 2003 wurde der
VfB Zweiter, und Hildebrand
Gereift, aber kaum gealtert: Timo Hildebrand bei der Präsentation in Frankfurt. Fotos: klein (oben)/dpa (3)
Fehlentscheidung: Valencia war dann doch keine Reise wert.
stellte den Rekord von Oliver Kahn
von 884 Bundesliga-Minuten ohne
Gegentor ein. Bald durfte der 18-fache U21-Nationaltorhüter auch
Mittelprächtig: Auf Schalke lief’s mal hü, mal hott.
zur A-Nationalmannschaft. Er
wurde in den Kader für die EM
2004 berufen und war auch bei der
WM 2006 dabei. Und dann beging
er seine wohl größten Fehler: Er
pokerte beim VfB und erhielt
schließlich keinen neuen Vertrag
mehr. Und zwar ausgerechnet
nach dem Gewinn der deutschen
Meisterschaft 2007. Hildebrand
wechselte zum FC Valencia.
Leicht hatte es die damalige
Nummer zwei im deutschen Tor
nicht in Spanien. In Valencia stand
mit Santiago Cañizares eine Vereins-Ikone zwischen den Pfosten
und es war ein harter Kampf für
Hildebrand gegen den zehn Jahre
älteren Konkurrenten, der bald
nicht einmal mehr mit ihm redete.
Nach einigen Irrungen und Wirrungen, Trainerwechseln und
Wechselspielchen auf der Torwartposition schaffte es Hildebrand
dann zunächst aber doch. Am Ge-
winn des spanischen Pokals hatte
er schließlich vor allem mit einem
grandiosen Auftritt im Camp Nou
des FC Barcelona großen Anteil.
Mit 14 Paraden hielt er das 1:1 für
sein Team fest. Fünf Tage nach
dem 3:1 im Finale gegen den FC
Getafe wurde Trainer Ronald Koeman entlassen und der ganze Zirkus begann von vorne. Ein halbes
Jahr später wurde der Vertrag zwischen Valencia und dem Deutschen aufgelöst.
Mittlerweile hatte Hildebrand
nicht nur Krach mit seinem spanischen Kollegen gehabt, sondern
auch mit Bundestorwarttrainer
Andreas Köpke und dessen Chef
Jogi Löw. Der hatte Köpke bei Hildebrand anrufen lassen, um ihm
mitzuteilen, dass er nicht für die
EM 2008 nominiert sei. Hildebrand fand das „keine Art“.
Weiter ging es für ihn in Hoffenheim bei Ralf Rangnick, der ihn
einst in Stuttgart zum Profi ge-
macht hatte. Als einige Verletzungsprobleme überwunden waren, setzte sich Hildebrand als
Nummer eins durch. In anderthalb
Jahren stand er 38 Mal für Hoffenheim im Tor. Trotzdem wurde sein
Vertrag nicht verlängert. Nach langen Verhandlungen sicherte sich
Sporting Lissabon die Dienste des
Schlussmanns. Er kam aber in der
Saison 2010/11 kein einziges Mal
in der Liga zum Einsatz.
Im Oktober 2011 wurde Hildebrand von Schalke 04 verpflichtet,
weil sich dort Ralf Fährmann verletzt hatte. Am Ende der Saison
wurde sein Vertrag bis 2014 verlängert. Eine Weile lief es nun gut und
Hildebrand spielte. Erst nach einer
Verletzung verlor er seine Position
an Fährmann. Schalke verlängerte
den Vertrag des damals 34-Jährigen
nicht. Er hielt sich in den letzten
Monaten beim Karlsruher SC und
mit einem Personal-Coach fit. Bis
die Eintracht anrief.
Auf dem Höhepunkt des Schaffens: Meister mit dem VfB Stuttgart.
Arena
Samstag, 4. Oktober 2014
Seite 11
Ein einmaliger Abend
Mario Götze
räumt ab
Einmal selbst ein Meistertrainer sein? Beim
FNP-Internetspiel kann jeder selbst seine
Mannschaft zusammenstellen.
Sven Schnabel als Mainova-Fanreporter bei der Eintracht
Ein Tor, eine Vorlage sowie die Note 2 im „Kicker“ – Mario Götze war am sechsten Bundesliga-Spieltag nicht zu bremsen. Satte 14
Punkte sammelte der Bayern-Star und beglückte so alle Manager-Spieler, die vor der
Saison nicht davor zurückschreckten, 30 Millionen Euro für den Weltmeister auszugeben.
Erfolgsgaranten für unsere Mitspieler bleiben
auch weiterhin die Spieler des SC Paderborn
Moritz Stoppelkamp (48 Punkte) und Uwe
Hünemeier (43 Punkte). Auch ein Frankfurter ist in der Bestenliste ganz weit oben zu finden. Haris Seferovic hat bereits 39 Punkte auf
dem Konto. An der Spitze unseres Managerspiels rangiert zurzeit Gerhard Runkel aus Erlensee. Sein Team hat 437 Punkte gesammelt.
So funktioniert es: Man geht im Internet
auf www.fnp.de und folgt dem Hinweis auf
das Trainerspiel. Oder nimmt den Direktlink:
trainer.fnp.de. Für 100 Millionen Euro kann
man sich aus allen Bundesliga-Spielern ein
Team zusammenstellen. Punkte bekommen
Ihre Spieler anhand der Noten im „Kicker“
sowie für Tore und Vorlagen. Tolle Preise gibt
es obendrein. Fragen dazu? Dann schreiben
Sie eine E-Mail an trainer@fnp.de
Sven Schnabel durfte während des Rhein-Main-Duells
gegen Mainz 05 hinter die
Eintracht-Kulissen blicken. Als
Anerkennung für sein ehrenamtliches Engagement wurde
der Hofheimer von der Mainova als Fanreporter eingeladen. Hier sein Bericht:
Von Sven Schnabel
Dieser einmalige Abend begann mit der Abholung der
Akkreditierung am Tor 3, das
gar nicht so einfach zu finden
ist. Zum Glück hatte ich vorher die Zufahrtsberechtigung
zur Tiefgarage mit der Post erhalten. Die Tiefgarage war bereits das erste Highlight. Das
Personal schickte mich zunächst nach links, dann rauf,
dann rechts, bis ich einen
Parkplatz fand. Die nächste
Herausforderung für mich
war, den Eingang zum VIP-Bereich zu finden. Vor dem Stadion angekommen wurde ich
bereits erwartet: Jannik Hoffmann (Eintracht Frankfurt),
Ferdinand Huhle (Mainova
AG) und der Sportfotograf
Joachim Storch bildeten mein
Empfangskomitee.
Wir besichtigten den Fanshop und gingen zu einer Stärkung ins Pressebistro. Los ging
es mit dem Fotoshooting im
Bereich für die Pressekonferenz. In der Mixed-Zone kam
es dann zum Treffen mit unserer Frau Rauscher, und ich
lernte das Team von EintrachtTV kennen. Ich bin mal gespannt, wie mein Interview
aussieht. Leider habe ich noch
keinen Zugang, aber das wird
noch kommen, denn so teuer
soll er gar nicht sein. Durch
den Spielertunnel ging es für
mich weiter ins Stadion an den
Spielfeldrand. Ich setzte mich
auf die Reservebank – ganz
rechts, der Platz von Trainer
Thomas Schaaf.
Der nächste Höhepunkt waren nicht die ersten Spieler, die
zum Aufwärmen auf den Platz
BUNDESLIGATRAINER
Die besten Trainer
Interview mit Eintracht-Legende Charly Körbel: Fanreporter Sven Schnabel bei der Arbeit.
gingen, sondern das Treffen
mit unserer Eintracht-Legende: Rekord-Bundesligaspieler Charly Körbel.
Anschließend ging es auf die
Pressetribüne. Dort lernte ich
das Internet-Team von Eintracht Frankfurt kennen, denen ich während des Spiels
über die Schultern schauen
durfte. Die Kollegen erstellen
den Live-Ticker und bedienen
soziale Plattformen wie Facebook und Twitter. Es war kalt
und zugig dort oben, und für
die Reporter ist es richtig Arbeit. Zugegeben: Das ständige
Eintippen der Texte für den
Live-Ticker unter zeitlichem
Druck wäre nichts für mich.
In der Halbzeitpause ging es
hinunter auf den „heiligen Rasen“ zum Halbzeitgewinnspiel
vor die Eintracht-Fankurve –
eine sehr beeindruckende Kulisse. Leider durfte ich nicht
mitkicken, und ein schönes
Trikot ist natürlich der Traum
eines jeden Eintracht-Fans.
Damit nicht genug: Die
Bundesligapartie war ja auch
noch in vollem Gange. Der
Spielstand von 1:2 war zwar alles andere als berauschend, tat
der guten Stimmung im Stadion aber keinen Abbruch. Die
Eintracht machte eigentlich
auch ein sehr gutes Spiel. Die
zweite Halbzeit war dann vom
2:2 gekrönt, aber die Verletzung von Torwart-Kapitän
Trapp war sehr ernüchternd.
Nach dem Abpfiff machte
ich mich wieder in die MixedZone auf, in der es zahlreiche
Interviews mit den Spielern
und Trainern gab. Marco Russ
musste sehr lange Rede und
Stand nach sechs Spieltagen:
1. Gerhard Runkel (Erlensee)
437 Punkte
2. Norbert Wagner (Wehrheim)
432
3. Marc Biewald (Hundsangen)
431
3. Melanie Hansen (Erlensee)
431
3. Markus Leinberger (Lichtenstein)
431
3. Maximilian Stähler (Bad Camberg)
431
7. Oliver Keuch (Beselich)
430
8. Matthias Stange (Bad Homburg)
429
9. Thomas Bechtel (Frankfurt)
427
10. Timo Schlag (Limburg)
421
Antwort stehen – er hatte ja
das 2:0 verbockt. Anschließend
war die offizielle Pressekonferenz. Der Mainzer Trainer
durfte beginnen und gab eine
faire Spielanalyse ab. Worauf
Thomas Schaaf sagte, er hätte
eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Jedoch ergänzte er,
dass die Eintracht 44 Minuten
lang das Spiel beherrscht habe
und trotzdem 0:2 zurücklag –
da könne doch irgendwas
nicht gestimmt haben.
Fazit: Es hätten beide gewinnen können, die Eintracht aber
ein bisschen verdienter. Vielen
Dank an Mainova und Eintracht Frankfurt für den schönen Abend, den ich gerne
noch mal wiederholen würde.
Das war ja nur ein sehr kurzer
Einblick in das Drumherum
eines Fußballspiels.
und
Die besten Spieler
Stand nach sechs Spieltagen:
1. Shinji Okazaki (Mainz 05)
54 Punkte
2. Karim Bellarabi (Leverkusen)
53
3. Eric Maxim Choupo-Moting (Schalke) 52
3. Mario Götze (Bayern München)
52
5. Thomas Müller (Bayern München)
50
6. Moritz Stoppelkamp (Paderborn)
48
7. Ricardo Rodriguez (Wolfsburg)
47
8. Raffael (Mönchengladbach)
45
9. Franco Di Santo (Werder Bremen)
44
10. Uwe Hünemeier (Paderborn)
43
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Arena
Seite 12
Samstag, 4. Oktober 2014
„Abenteuer trotz allem“
Die Eintracht-Fußballschule unterwegs in Sachen Spaß und Integration
Am 18. September gastierte die
Eintracht Frankfurt-Fußballschule
bereits zum fünften Mal in Aulhausen, um in Kooperation mit
dem Sankt Vincenzstift und der
Meira Hofstetter GmbH gut 110
Kinder mit und ohne Behinderung
zu trainieren.
Oka Nikolov kennt das Leben im
Rampenlicht. Als langjähriger
Torwart und Publikumsliebling
bei der Frankfurter Eintracht hat
er schon oft durch seine bloße
Anwesenheit Aufmerksamkeit auf
sich gezogen. Einen solchen Empfang hat der 40-Jährige aber selbst
zu aktiven Zeiten selten erlebt:
„Man könnte meinen, wir wären
Rockstars“ raunte er seinen Kollegen zu, als sie auf dem Gelände
des Sankt Vincenzstifts in Aulhausen vorfuhren. Kreischende
Mädchen verfolgten den Wagen
und die Jungs konnten es kaum
glauben: „Ist er es wirklich? Oka
Nikolov?“ So hörte man sie ungläubig rufen. Er ist es wirklich.
Gemeinsam mit sieben weiteren
Trainern der Fußballschule (Cezary Tobollik, Ben Richter, Gerry
Mai, Reinhard Knobloch, Clemens
Appel und Moritz Böttcher sowie
Star-Gast Rudi Bommer) gastierte
der 40-Jährige zu einer anderthalbstündigen Trainingseinheit im
Rheingau.
Kaum ausgestiegen, wurde das
Trainerteam bereits enthusiastisch
von etlichen Kindern begrüßt,
umarmt und gefeiert. Das Eis war
gebrochen, noch bevor es überhaupt entstehen konnte. 110 Kids
freuten sich ein Loch in den
Bauch, als sie gegen 14 Uhr ihre
Trikots und Bälle entgegennah-
Liebling aller Kinder: Eintracht-Adler Attila. Foto: EF-Fußballschule
men. Bei so viel Neugierde und
aufgeregter Vorfreude war es gar
nicht so leicht, die Geduld für die
offizielle Begrüßung aufzubringen. Nach der Vorstellung der
Trainer durch die Repräsentanten
des Sankt Vincenzstifts und der
Aufteilung aller Teilnehmer in
acht Gruppen, konnte es losgehen.
Koordination, Technik, Torschuss
und freies Spiel standen auf dem
Programm. Die Aufgabenstellungen wurden dabei an die Fähigkeiten der Kinder angepasst. Gerry
Mai, der schon in den vergangenen Jahren mit von der Partie war,
zeigte sich flexibel: „Da gibt es
große Unterschiede: Manche sind
fußballerische Granaten, andere
haben gar keine Erfahrung im
Umgang mit dem Ball oder brauchen etwas mehr Unterstützung,
um die Übungen durchführen zu
können. Wie heißt es so schön:
Man muss jedes Kind abholen, wo
es sich befindet.“
Bei herrlichem Spätsommerwetter folgten die Kids den Anweisungen ihrer Trainer, schossen ihnen
die Bälle um die Ohren, absolvierten abgesteckte Parcours und legten das WM-Finale von Brasilien
neu auf. Hauptsache dabei immer:
Der Spaß am gemeinsamen Spiel.
Hol Dir
die App:
Torwandit
schießen m
Maurizio
& Fränk
FC Kö
FOLGE 4: 1.
Fraport. Aktiv für die Region.
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lich auszudrücken, und sie sind
auch knallhart, wenn ihnen etwas
nicht gefällt.“
Getreu dem Motto „Abenteuer
trotz allem“ setzt sich die Meira
Hofstetter GmbH seit fünf Jahren
dafür ein, Freizeitaktivitäten für
Kinder und Jugendliche mit und
ohne Behinderung zu organisieren. „Für Menschen mit Behinderung wird auf der formalen Ebene
viel getan: Schule, Kindergarten,
Krankengymnastik – das funktioniert gut. Aber in den Ferien und
am Wochenende passiert nichts.“
Die Idee, mit der Eintracht Frankfurt Fußballschule zusammenzuarbeiten hatte Allendorf, nachdem
ihr Sohn an einem Feriencamp in
Frankfurt teilnahm: „Danach
schwebte er drei Monate lang auf
einer Wolke. Da haben wir uns gefragt, ob das auch in diesem Rahmen klappen würde.“ Auch für
Fußballschulen-Leiter Karl-Heinz
Körbel ist die Kooperation außerordentlich kostbar: „Die Herzlichkeit, mit der wir stets in Aulhausen empfangen werden, ist einfach
überwältigend. Das kann man
nicht beschreiben, das muss man
erleben.“
Die Eintracht Frankfurt Fußballschule dankt dem Sankt Vincenzstift und der Meira Hofstetter
Stiftung sowie allen beteiligten
Helfern und freut sich schon jetzt
aufs nächste Mal.
Die Eintracht-Fußballschule im
Internet:
•eintracht-fussballschule.de
•twitter.com/eintracht_fs
•facebook.com/eintracht.fussba
llschule
Abpfiff
Die Zeche zahlt der Wirt
ln
Geb Gummi,
Fränk, gleich hammer
die Gaas ...
Und der kam nicht zu kurz. Immer wieder spornten die Coaches
ihre Schützlinge an, die sich wiederum stolz ihre High Fives abholten, wenn ihnen eine Aktion
gelang. Die anderthalb Trainingsstunden vergingen letztlich wie
im Flug. Zum Abschluss bekamen alle noch eine Urkunde und
eine Trinkflasche, dann gab’s
noch ein Spiel von Schülern gegen die Trainer, bei dem die Jungs
und Mädels ordentlich Gas gaben
und ihren Übungsleitern ein 3:3
abtrotzten.
Damit endete der sportliche
Teil der Veranstaltung. Gesellig
ging es anschließend auf dem
Schulhof weiter, wo Eltern, Betreuer, Trainer und Schüler gemeinsam bei Grillwürsten und
Getränken zusammensaßen und
sich austauschten. Ein weiteres
Highlight war der Auftritt des lebenden
Eintracht-Maskottchen
Attila mit seinem Falkner Norbert
Lawitschka. Der imposante Steinadler stand sofort im Mittelpunkt
des Interesses und raubte der einen oder dem anderen sprichwörtlich den Atem. Antje Allendorf,
Gründerin der Meira Hofstetter
Stiftung, die die Veranstaltung initiiert und gestiftet hat, zeigte sich
zufrieden: „Diese Kinder sind etwas Besonderes, und die Trainer
haben eine unheimliche Gabe ihnen Selbstwertgefühl zu vermitteln und den Funken überspringen zu lassen. Das sieht man dann
im Lächeln. Das Schöne ist ja:
Dieses Lächeln kann man nicht
kaufen. Das ist grundehrliche
Emotion. Die Kinder können gar
nicht anders, als ihre Gefühle ehr-
... un die Kölner
habbe kaan Bock mehr,
Maurizio!
Die Bundesligaclubs freuen sich
auf immer mehr TV-Einnahmen.
Gut, Heribert Bruchhagen nicht,
der würde sie am liebsten komplett abschaffen, um mehr Chancengleichheit in der Liga herzustellen. Doch da der EintrachtChef zwar in der DFL-Spitze sitzt,
dort aber alleine keine absolute
Mehrheit besitzt, wird sich der
durchaus sympathische Plan nicht
durchsetzen lassen.
So wird sich die Schere zwischen Spitzenclubs und grauen
Mäusen immer weiter öffnen.
Diese bedauernswerte Nagetiere
sind aber nicht die einzigen Verlierer bei diesem Millionen-Deal. Die
Zeche zahlt, so komisch das klingt,
der Wirt. Denn wieder einmal hat
Sky die Wirtshaus-Tarife drastisch
erhöht, gestaffelt nach Größe der
Kneipen und nach der geographischen Lage. In der Großstadt ist es
teurer als auf dem flachen Land, in
Bundesligastädten ist es am teuersten. 1500 Euro im Monat für ein
Abo sind keine Seltenheit.
Verhandelbar, so stöhnen die
Gaststätten-Besitzer, sind die Preise
anscheinend nicht. Dem TV-Anbieter ist es egal, ob in einer Sportsbar täglich der Ball über die Mattscheibe flimmert oder nur als zu-
sätzliche Beilage zu Rippchen mit
Kraut während der EintrachtSpiele serviert wird. Und auch für
Vereinsheime, wo der Umsatz
meistens gering ist, weil die Preise
niedrig sind, ist das Bezahlfernsehen immer häufiger nicht mehr zu
finanzieren. Vom Pilsstübchen an
der Ecke mit ein paar Sitzplätzen
wollen wir nicht reden.
Die Konsequenz liegt auf der
Hand: In Zukunft wird die Kneipen-Mattscheibe häufig schwarz
bleiben. Ob sich das dann für den
Anbieter rechnet, steht auf einem
anderen Blatt.
Es gab mal Zeiten, da lockten
die Kneipiers mit besonders günstigen Bier-Preisen während Fußball-Übertragungen. Jetzt müssten
sie eigentlich Eintritt nehmen.
Ja, Profifußball ist eine tolle und
spannende Sache. Aber er hat immer mehr Schattenseiten. Der
Volkssport Nummer eins ist längst
zu einer gigantischen Geldbeschaffungs- und Geldvernichtungsmaschine geworden. Umkehr ausgeschlossen. Kein Wunder, dass sich
mancher Romantiker alte Zeiten
wünscht. Als die Spieler noch
keine Millionäre waren und der
Ball kostenlos durch die Kneipe
rollte.
Klaus Veit
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