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Am 22.3.2015 findet die alpine Clubmeisterschaft - SC

EinbettenHerunterladen
Offener Hörsaal
Wintersemester 2014/15
» www.leuphana.de/offener-hoersaal
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15
Hinweise
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Begrüßung
Weiterbildung im Offenen Hörsaal
Termine
Anmeldung Gasthörendenbeitrag
Erstellung eines individuellen Studienprogramms
myStudy Veranstaltungsformen
Erläuterung der häufigsten Abkürzungen
Beratungsmöglichkeiten
Über die Leuphana Universität Lüneburg Themenbereiche
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Deutsch als Fremdsprache
Digitale Medien
Geographie
Geschichte
Kulturwissenschaften
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62
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Kunst
Literatur
Mathematik, Statistik und Technik
Naturwissenschaften
Pädagogik und Bildung
Philosophie
Politik
Psychologie
Theologie
Umweltwissenschaften
Wirtschaftswissenschaften
Lagepläne
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Anfahrt Campus Scharnhorststraße
Anfahrt zum Campus Rotes Feld
Anfahrt zum Campus Volgershall
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Impressum
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15
5
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Freude stellen wir Ihnen die Veranstaltungen der Leuphana Universität Lüneburg vor, die für
Gasthörerinnen und Gasthörer geöffnet sind. Nehmen Sie erst einmal „Witterung“ auf, indem Sie angebotene Veranstaltungen vollkommen unverbindlich besuchen und sich danach entscheiden, ob Sie
sich einschreiben möchten. Eine verbindliche Einschreibung als Gasthörer_in ist bis zum Freitag,
dem 7. November, möglich. Das Anmeldeformular finden Sie in der Mitte dieser Broschüre.
Zum Semesterstart lade ich Sie am 13. Oktober 2014 um 14 Uhr ins Café 9 zur Begrüßung und
Information ein.
Dr. Andreas Fritzsche
Programmverantwortung Offener Hörsaal
Gestatten Sie mir bitte einen Hinweis: Alle Veranstaltungen der Universität erfordern, dass Sie
sich als Gasthörerin bzw. Gasthörer einschreiben. Das betrifft auch Veranstaltungen, die als
„Offene Veranstaltungen“ gekennzeichnet sind. Wenn Sie sich eingeschrieben haben, können Sie
auch diese universitätsinternen „Offenen Veranstaltungen“ besuchen.
Ihnen wünsche ich viel Freude beim Durchblättern der Broschüre „Offener Hörsaal Wintersemester
2014/2015“ und eine gute Zeit auf dem Campus!
Ihr
Die Veranstaltungen des Sommersemesters enden
am Freitag, den 30. Januar 2015.
Bevor Sie eine Veranstaltung besuchen, überprüfen
Sie bitte unbedingt in myStudy (siehe S. 6 dieser
Broschüre) Raum und Zeit der Veranstaltung, denn
zwischen Drucklegung dieser Broschüre und Semesterbeginn können sich Änderungen ergeben.
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Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // HINweise
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Hinweise
Weiterbildung im offenen Hörsaal
Das Weiterbildungsprogramm Offener Hörsaal der Leuphana Universität
Lüneburg richtet sich grundsätzlich an alle Bürgerinnen und Bürger
der Region, die sich auf wissenschaftlichem Niveau weiterbilden oder
Interessenschwerpunkte vertiefen möchten. Es sind keine besonderen
Schulabschlüsse gefordert; eine Aufnahmeprüfung findet nicht statt.
Bitte beachten Sie
Das Erbringen von Leistungsnachweisen oder das Ablegen von Prüfungen ist für
Gasthörende allerdings nicht möglich.
Termine
Veranstaltungsbeginn im Offenen Hörsaal ist in diesem Wintersemester der 13. Oktober 2014 und die Veranstaltungen enden am 30. Januar 2015. Anträge auf Zulassung als Gasthörerin bzw. Gasthörer
können bis zum 7. November 2014 im Infoportal gestellt werden.
Anmeldung
Zur Teilnahme am Offenen Hörsaal beantragen Sie eine Zulassung als
Gasthörerin bzw. Gasthörer. Nutzen Sie dazu bitte den beigefügten
grauen Antrag in der Mitte dieser Broschüre. Bitte reichen Sie den
ausgefüllten Antrag zusammen mit einem Nachweis über die
Einzahlung des entsprechenden Gasthörendenbeitrags Infoportal
(Scharnhorststr. 1, Campus Haus 8) im Immatrikulations-Service der
Leuphana Universität Lüneburg ein.
Gasthörendenbeitrag
Der Gasthörendenbeitrag ist abhängig von der Anzahl der besuchten
Veranstaltungen. Gemäß § 13 Abs. 5 NHG und der Allgemeinen
Gebühren-und Entgeltordnung (AllGEO) der Leuphana Universität
Lüneburg werden folgende Gasthörendenbeiträge erhoben: Bei der
Belegung von bis zu 4 Semesterwochenstunden (SWS) ist ein
Gasthörendenbeitrag von 102 Euro zu entrichten. Bei der Belegung
von 4 bis maximal 8 SWS ist ein Gasthörendenbeitrag von 153 Euro
zu entrichten.
Die oben genannten Entgelte werden auch für Seniorinnen und
Senioren angesetzt. Beziehende von geringen Einkommen oder Sozialleistungen haben jedoch die Möglichkeit, einen Antrag auf Erlass
(teilweise oder ganz) gemäß Nr. 2.4 der Allgemeinen Gebührenordnung
für Gasthörende zu stellen. Entsprechende Anträge sind im Immatrikulations-Service der Universität erhältlich.
Norddeutsche Landesbank
IBAN: DE 64 250 50 0000 106 032 261, BIC: NOLADE 2 HXXX
Verwendungszweck: Studiengebühr Gasthörende
Gasthörer können Sie an Veranstaltungen in einem Gesamtumfang von
bis zu acht Semesterwochestunden (SWS) teilnehmen. Eine Semesterwochenstunde beträgt 45 Minuten und ist das im Hochschulbereich
übliche Zeitmaß. Im Regelfall werden alle Veranstaltungen der Universität mit zwei Semesterwochenstunden, d.h. also 1,5 Stunden
veranschlagt. Abweichungen entnehmen Sie bitte den Veranstaltungsbeschreibungen.
Neben den in der vorliegenden Broschüre ausgewählten Veranstaltungen finden Sie das vollständige Veranstaltungsprogramm im aktuellen
Vorlesungsverzeichnis der Universität. Es ist im Internet unter der
Adresse » www.leuphana.de im Fußbereich abrufbar. Eventuelle
Termin- oder Raumänderungen entnehmen Sie bitte myStudy.
Erstellung eines individuellen Studienprogramms
Die vorliegende Broschüre bietet Ihnen einen Ausschnitt aus dem
breiten Veranstaltungsangebot der Leuphana Universität Lüneburg,
aus dem Sie frei wählen können. Hierzu stehen Ihnen sechzehn
Themengebiete zur Verfügung. Die Veranstaltungen enthalten kurze
Beschreibungen zu Inhalten und Lernzielen. Als Gasthörerin bzw.
myStudy
Als Gasthörerin bzw. Gasthörer haben Sie die Möglichkeit, das studienbezogene, webbasierte Informations-und Kommunikationsportal
myStudy der Leuphana Universität Lüneburg zu nutzen. In myStudy
haben Sie die Möglichkeit, sich einen Stundenplan anzulegen, das
Lehrangebot kennenzulernen und sich über Dozierende der Universität zu
informieren. myStudy wird von allen Lehrenden genutzt, um Seminarun-
WICHTIG: Nur die „10-Minuten-Theologie“, die „10-Minuten-Philosophie“ und das Podium des Leuphana-Semesters am 30. Januar 2015
um 18 Uhr können ohne Einschreibung besucht werden und sind
somit nicht gebührenpflichtig.
Den entsprechenden Gasthörendenbeitrag überweisen Sie bitte unter Angabe des
Verwendungszwecks an folgende Bankverbindung:
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Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Hinweise
terlagen bereitzustellen und den Studierenden Informationen zur Veranstaltung zu hinterlegen. Zudem werden hier kurzfristige Änderungen von
Veranstaltungsterminen oder -orten angegeben. Deswegen möchten wir
Sie bitten, vor jeder Veranstaltung noch kurz in myStudy nach eventuellen Änderungen zu schauen.
Veranstaltungsformen
Die Lehrveranstaltungen der Universität werden in unterschiedlicher
Form abgehalten. Ein Hinweis zum ent­sprechenden Veranstaltungstyp
ist der jeweiligen Kurz­beschreibung einer Veranstaltung beigefügt.
Allgemein werden folgende Veranstaltungsformen unterschieden:
Auf der Startseite » https://mystudy.leuphana.de (ohne „www“) gibt es
unter dem Punkt „Navigation“ die Möglichkeit, sich einen „Gasthörenden-Account“ einzurichten: Klicken sie dazu auf „Account einrichten“
und wählen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort (mindestens 6
Zeichen) sowie den Zugang als „Gasthörende“. Dann können Sie Ihre
persönlichen Daten eingeben und im nächsten Schritt direkt beginnen,
myStudy zu durchsuchen. Geben Sie einfach den Veranstaltungstitel
oder den Namen des/der Dozent/in ein, um nähere Informationen zu den
Veranstaltungen zu erhalten.
V = Vorlesung Bei einer Vorlesung handelt es sich um eine themenspezifische Vortragsreihe von Lehrenden vor einer Anzahl von Studierenden. Aufgrund der
Teilnehmerzahl ist der Raum für Rückfragen oder Diskussionen begrenzt.
Haben Sie Fragen zum mystudy-Account und zur Nutzung?
Kommen Sie gern auf uns zu und fragen nach einem persönlichen Beratungsgespräch
oder kommen Sie am 13. Oktober 2014 (siehe Vorwort) zu unserer Einführungsveranstaltung, bei der wir myStudy und seine Vorteile besprechen werden.
S = Seminar Ein Seminar bildet grundsätzlich einen Dialog zwischen
Lehrenden und Studierenden sowie den Studierenden untereinander. Das
gemeinsame Erarbeiten und Lösen von Problemstellungen setzt aktive Teilnahme voraus.
K = Kolloquium Ein Kolloquium kann als fachlicher Gedankenaustausch verstanden werden, der, im Gegensatz zum Seminar, keiner
festen Form folgt. Häufig geht es um eine Präsentation von Arbeitsergebnissen, etwa zum derzeitigen Forschungsstand eines Instituts.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Hinweise
Erläuterung der häufigsten Abkürzungen
A
Altbau Volgershall, (in Verbindung mit Raumnummern)
C
Campus, Scharnhorststraße 1 (in Verbindung mit Gebäude- / Raumnummern)
HS
Hörsaal (1-5: Campus Scharnhorststraße)
N
Neubau Volgershall (in Verbindung mit Raumnummern)
P
Rotes Feld, Wilschenbrucher Weg 69 (in Verbindung mit
Raumnummern)
R
Rotes Feld, Rotenbleicher Weg 67 (in Verbindung mit
Raumnummern)
SWSSemesterwochenstunden
W
Rotes Feld, Wilschenbrucher Weg 84 (in Verbindung mit
Raumnummern)
Bitte beachten Sie:
Die in diesem Verzeichnis angegebene Räume und Zeiten können sich aus technischen
oder organisatorischen Gründen nach dem Druck dieser Broschüre noch ändern, bitte
überprüfen Sie daher für Ihr gewünschtes Seminar unbedingt in myStudy den aktuellen
Status!
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Beratungsmöglichkeiten
Manchmal hilft ein Gespräch. Eine persönliche Beratung erhalten Sie von:
Dr. Andreas Fritzsche, Scharnhorststr. 1, C 1.019
Fon 04131.677-2787, fritzsche@uni.leuphana.de
Sprechstunde montags 14 – 16 Uhr
Sollten Sie organisatorische Rückfragen haben, wenden Sie sich bitte an:
Regina GraS, offener-hoersaal@leuphana.de
Fragen zur Einschreibung richten Sie bitte an:
Infoportal
Scharnhorststr. 1, C 8.018
Fon 04131.677-2277, Fax 04131.677-2266
infoportal@uni.leuphana.de
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Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Hinweise
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15
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Veranstaltungen
Über die Universität
Kultur, Nachhaltigkeit, Entrepreneurship und Bildung – in diesen vier
Schwerpunkten thematisiert die Leuphana Universität Lüneburg in
Studium und Forschung die Zukunft gesellschaftlichen Engagements
in der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts.
Das Studium an der Leuphana folgt einem deutschlandweit einmaligen, inzwischen mehrfach ausgezeichneten Studienmodell. Anspruchsvoll, offen, lebendig und zukunftsfähig:
Das Leuphana College bietet ein vielfältig vernetztes, interdisziplinäres Bachelor-Studium, das Studierenden ein Denken „über den
Tellerrand“ einzelner Disziplinen erlaubt.
In der Graduate School finden Studierende verschiedene Masterprogramme mit interdisziplinären Spezialisierungsmöglichkeiten Sie
können bereits im Masterstudium ihre Promotion vorbereiten oder sie
direkt an das Studium anschließen.
Und unter dem Dach der Professional School finden bereits berufstätige Studieninteressierte vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten.
Die Leuphana setzt neben der fachlichen Qualität des Studienangebots
besonders auf Verantwortung, Neugier und Initiative der Studierenden,
auf vielfältige Perspektivwechsel, die vermeintlich Bekanntes in Frage
stellen, und auf den Dialog zwischen verschiedenen Fächern genauso
wie zwischen Wissenschaft und Praxis.
Für ihre Entwicklung als humanistische, handlungsorientierte und
nachhaltige Universität wurde die Leuphana im Jahr 2007 durch den
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Wettbewerb „Exzellenzstrategien für kleine und mittlere Hochschulen“ und 2010 im
bundesweiten Wettbewerb „Zukunft der Lehre“ von Stiftung Mercator
und VolkswagenStiftung ausgezeichnet.
Deutsch als Fremdsprache
Deutsch (DaF) B2 Seminar
Reinhard Werner
S, 4 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 8.15 – 9.45 h | C 12.010
wöchentlich | Donnerstag | 10.15 – 11.45 h | C 12.010
Wiederholung und Erweiterung der Grammatikkenntnisse; Aufbau und
Festigung des Wortschatzes in unterschiedlichen Bereichen. Es ist
wichtig für die Studierenden zu erlernen, wie erworbene Kenntnisse
(Grammatik, Wortschatz u.a.) langfristig beibehalten werden können.
Zu dem Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen gehört es daher auch,
eigene Strategien zu entwickeln, um neue Kenntnisse mittel- und
langfristig anwendbar zu behalten.
Deutsch (DaF) Wirtschaftsdeutsch B2/C1
Reinhard Werner
S, 4 SWS
wöchentlich | Montag | 10.15 – 11.45 | C 12.015
wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.45 | C 12.009
Niveau C1/ des Referenzrahmens für Sprachen (Europarat), Grammatik
und Wortschatz, Statistiken auswerten, Handelskorrespondenz;
Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft und Aspekte europäischer Wirtschaftspolitik. Themen u.a. Maßstäbe wirtschaftlichen
Handelns, Wirtschaftskreislauf und Sozialprodukt, Konjunktur und
Wirtschaftspolitik, Grundlagen der Europäischen Union und Aspekte
der Globalisierung.
Deutsch (DaF) DSH – Vorbereitung C1
Reinhard Werner
S, 4 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 14.15 – 15.45 h | C 12.010
wöchentlich | Mittwoch | 16.15 – 17.45 h | C 12.010
In diesem Seminar sollen die Studierenden lernen, wie sie auf das
Studium bezogene, wissenschaftsorientierte schriftliche Texte verstehen und sich mit diesen Texten so auseinandersetzen können, wie es
im Studium notwendig ist. Die Aufgaben beziehen sich also einerseits
auf das inhaltliche Verstehen, andererseits auf studienrelevante
Bearbeitungstechniken wie Notizen machen (Stichpunkte), Gliedern,
Zusammenfassen etc. Zusätzlich sollen die Studierenden lernen, wie
sie mit bestimmten sprachlichen Strukturen umgehen können. Es
werden Regeln erarbeitet, um wissenschaftliche Texte verstehen und
bearbeiten zu können. Zu den Strukturen gehören komplexe Rechts-
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Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Deutsch als Fremdsprache
und Linksatttribute, Aktiv/Passiv und Passivumschreibung, logische
Verknüpfungen (Konnektoren), Nominalisierung/ Verbalisierung,
Infinitstrukturen (Infinitive/Partizipien), indirekte Rede, innertextliche
Beziehungen (Proformen), Lexik (inklusive Wortbildung), Idiomatik.
Deutsch (DaF) Akademische Schreibwerkstatt B2/C1
Reinhard Werner
S, 4 SWS
wöchentlich | Dienstag | 8.15 – 9.45 | C 5.124
wöchentlich | Dienstag | 10.15 – 11.45 | C 5.124
Schreiben – hier: in der Fremdsprache – ist eine wesentliche
Schlüsselfertigkeit zur Erlangung der sprachlichen Studierfähigkeit.
Vor diesem Hintergrund beinhaltet Schreibkompetenz die relative
Beherrschung des zu erlernenden Sprachgebiets „Deutsch als Fremdsprache“. Dazu zählen u.a. orthographische, lexikalische, idiomatische und stilistische Kenntnisse sowie ein Wissen über Textstrukturen
und gültige Schreibkonventionen, die in dem Seminar schrittweise
erarbeitet werden. Die Student_innen erarbeiten sich ein Spektrum
von grundlegenden Schreibhandlungen (u.a. Beschreiben; Definition;
Stellungnahme) bis zu komplexen Schreibhandlungen (Verfassen eines
Textes nach wissenschaftssprachlichen Kriterien).
Deutsch (DaF) B1
Sabine Laborn
S, 4 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 14.15 – 15.45 | C 12.006
wöchentlich | Mittwoch | 16.15 – 17.45 | C 12.006
Gerade am Anfang des Erlernens einer Sprache sind sowohl gut fundierte Kenntnisse der formellen Aspekte wie Grammatik und Vokabular
als auch das stetige Kommunikationstraining ausschlaggebend für
den Lernerfolg. Wichtig für die Lernenden ist es, zu wissen auf welche
Weise Kenntnisse langfristig beibehalten werden können. Zu dem
Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen gehört es daher auch, eigene
Strategien zu entwickeln, um neue Kenntnisse mittel- und langfristig
anwendbar zu behalten.
Deutsch als Fremdsprache. Semi-autonomes
Sprachenlernen für Promovenden B1/B2
Dr. Ines Brünner
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 10.15 – 11.45 | C 5.111
This course is intended for international students, PhD students and
international staff with basic knowledge of German. The course meets
once a week for two hours. We will focus on grammar, vocabulary, and
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Digitale medien
conversation. To improve your German you can also use the “Selbstlernzentrum” which is the language learning center at Leuphana.
Digitale Medien
Unter der Oberfläche. Zur Geschichte, Ästhetik und
Algorithmik digitaler Bilder
Prof. Dr. Frieder Nake
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 24.10.2014, 14.15 – 18 h | C 11.308
Einzeltermin | Sa, 25.10.2014, 10 – 17 h | C 11.308
Einzeltermin | Fr, 7.11.2014, 14.15 – 18 h | C 11.308
Einzeltermin | Sa, 8.11.2014, 10 – 17 h | C 11.308
Einzeltermin | Fr, 28.11.2014, 14 – 18 h | C 11.308
Einzeltermin | Sa, 29.11.2014, 10 – 17 h | C 11.308
Ausgangspunkt wird die Theorie sein, dass die Dinge auf dem
Computer eine doppelte semiotische Existenz führen. Sie sind
algorithmische Zeichen, die eine Oberfläche und eine Unterfläche
aufweisen. Die Oberfläche ist für den Menschen sichtbar und wird von
ihm interpretiert; die Unterfläche wird vom Computer (einem Hard-
13
ware-Software System) berechnet. In dieser Verdoppelung liegt die
Besonderheit und Neuigkeit aller Computerdinge. In der algorithmischen und interaktiven Kunst wird sie sinnfällig.
Wir studieren in ausgewählten Beispielen historische Aspekte der
„Computerkunst“, also der mit ästhetischem Anspruch auftretenden
digitalen Bilder. Dem wird vor allem die Exkursion zur Kunsthalle
Bremen dienen, wo wir uns der „Kunstbetrachtung vor Originalen“
widmen.
Fortran – eine lebendige Programmiersprache
Dr. Wolf-Ulrich Palm
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 17.10.2014, 12 – 16 h | C 14.201
Einzeltermin | Fr, 31.10.2014, 12 – 16 h | C 14.201
Einzeltermin | Fr, 14.11.2014, 12 – 16 h | C 14.201
Einzeltermin | Fr, 28.11.2014, 9 – 19 h | C 14.201
Einzeltermin | Fr, 16.1.2015, 9 – 19 | C 14.203
Fortran ist eine alte, jedoch noch heute grundlegende Programmiersprache z.B. in der Klimamodellierung, Wetterforschung, in den Ingenieurwissenschaften oder der theoretischen Chemie. Fortran hat sich demnach in den letzten Jahrzehnten immer wieder erneuert und es lohnt,
14
Grundzüge dieser (recht einfach zu erlernenden) Programmiersprache
anzuwenden. Die grundlegenden Sprachelemente der heutzutage sehr
populären Sprachen wie C++ oder JAVA finden sich in der Ursprungssprache Fortran wieder und werden in der Veranstaltung vermittelt. Die
Veranstaltung behandelt demnach grundlegende, anwendungsorientierte Sprachelemente der Programmiersprache Fortran.
From Architecture, Computer Science to Medicine – study
anything at Harvard, MIT or anywhere in the world with
Open Online Education resources (FSL)
Jeanne Charlotte Vogt
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 17.10.2014, 14.15 – 15.45 h | W 106
Einzeltermin | Fr, 24.10.2014, 10.15 – 17.45 h | W 106
Einzeltermin | Fr, 7.11.2014, 14.15 – 15.45 h | W 106
Einzeltermin | Fr, 30.1.2015, 14.15 – 17.45 h | W 106
Als Ort der globalen Wissensvernetzung bietet das Internet heute
neben scheinbar unendlichen Informationsquellen eine große Vielfalt
an aufwendig gestalteten und didaktisch durchdachten Bildungsangeboten. Von Architekturtheorie über Programmierung wird im Netz
das Wissen zu unterschiedlichsten Bereichen meist gratis vermittelt.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Digitale medien
Von der Kunst des Programmierens
Prof. Dr. Helmut Faasch
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 10.15 – 11.45 h | C 5.019
Unsere heutige Welt ist mehr denn je geprägt durch digitale Systeme.
Die zugrunde liegende Hardware entfaltet ihre Bedeutung allerdings
erst durch die implementierte Software. Im Seminar werden z.B.
folgende Fragen behandelt: Wie „funktioniert“ Software??, Was
passiert in einem Laptop oder Smartphone?, Wie „ticken“ Menschen,
die Software programmieren?, Was ist das eigentlich für eine Sprache:
eine Programmiersprache?, Was ist eigentlich Programmierung?
Welche Voraussetzungen sind notwendig für die Konzeption, Gestaltung und technische Umsetzung von Softwareanwendungen,
Webseiten, Datenbanken, etc.?
Datenbanken für Muggles
Prof. Dr. Eckhard C. Bollow, Prof. Dr. Helmut Faasch
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 11.117
Dieses Seminar baut grundlegendes Wissen über Strukturen und
Funktionsweisen von Datenbanksystemen auf. Wir werden exemplarisch Datenbanken generieren sowie Abfragen, Verarbeitungen und
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Digitale medien
Speicherungen implementieren. – Unsere verfügbaren Kommunikationsmedien gestatten einen quasi ubiquitären Zugriff auf „Wissen“,
das in Datenbanken gespeichert ist. – Insbesondere werden auch
technologische Folgen und Pfadabhängigkeiten der IT-Entwicklung mit
Datenbanken analysiert und kritisch untersucht.
Die Teilnehmer lernen die Grundlagen der Datenbanktechnologie,
Einsatzgebiete von Datenbanksystemen und die Modellierung von
Datenbanken anhand praktischer Übungen kennen. Exemplarische
Entwürfe werden geübt.
Arduino
Prof. Dr. Andreas Möller
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 1.005
Heute steht Arduino für ein Hardware/Software-Paket, das es erlaubt,
sehr einfach einen Microcomputer um Sensoren (Temperatur, Bewegung, Energieverbrauch etc.) auszustatten, Aktoren wie Leuchtdioden
oder Relais (z.b. als Schalter zu Ein- und Ausschalten von 240V-Leitungen) zu ergänzen und zu programmieren. Im Vordergrund stehen
kreative computerbasierte Lösungen für verschiedenste Lebensbereiche wie Wohnen, Arbeit, Mobilität, Kunst. Das fängt an bei einfachen
15
Blincklichtern, Energieverbrauchsmessungen, Master/Slave-Schaltern,
einfachen Robotern... Im Internet finden sich zahlreiche Beispiele, was
man alles mit diesen kleinen Microcomputern machen kann
(vgl. » www.arduino.cc/en/).
Open Source
Prof. Dr. Andreas Möller
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 10.15 – 11.45 h | R 115
Die Veranstaltung greift die technischen Grundlagen von Open Source
auf (Was meint man mit „Source“?). Weitere Grundlagen beziehen
sich auf Hintergründe. Was sind die Beweggründe für Menschen, sich
in Open-Source-Projekten zu beteiligen? Warum stellen Systementwickler ihre Software-Entwicklungen „frei“ zur Verfügung? Wir versuchen, die der Open-Source-Bewegung auf drei Ebenen zu (er-)
klären, wobei uns in diesem Semester, wie die Fragen schon zeigen,
vor allem die dritte der gesellschaftlichen Ebene interessiert:
1. Ebene: Entwicklung, 2. Ebene: Nutzungseffekte und 3. Ebene:
Gesellschaftliche Effekte. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie
es dazu kommt und was dies für die Gesellschaft und soziale
Zusammenhänge bedeutet. Dazu werden verschiedene sozialwissen-
16
schaftliche Theorien herangezogen. Diese müsse die Frage abdecken,
wie sich gesellschaftliche Ordnung herausbildet und wie die Ordnungen einen Nutzen für alle stiften. Schließlich sollen sie in der Lage
sein, Erklärungen für das soziale Phänomen „Open-Source“ zu liefern.
WEB Sciences, WEB X.O
Prof. Dr. Eckhard C. Bollow, Prof. Dr. Helmut Faasch,
Prof. Dr. Andreas Möller
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.45 h | C 11.117
In dieser Veranstaltung werden die wesentlichen Merkmale des Web
2.0 theoretisch und an Hand von Beispielen und Anwendungen
vorgestellt. Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den
gesellschaftlichen Wirkungskontexten. Die folgenden Aspekte sollen in
dieser Veranstaltung bearbeitet werden: Paradigmenwechsel von Web
1.0 auf Web 2.0, Charakteristika des Web 2.0: aktive Anwender-Beteiligung, dynamische Inhalte, Metadaten, Web-Standards, Skalierbarkeit, Offenheit, Freiheit, kollektive Intelligenz, „Soziale Netzwerke“,
Exkurs: „Die Technik dahinter“, Wirkungskontexte auf die Gesellschaft,
Beispiele: (politisches) Campaigning, Mobilisierung, Flash-Mobs,
Chancen, Risiken und Perspektiven der neuen Techniken.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Geographie
Geographie
Einführung in die Geomorphologie
Prof. Dr. Martin Pries
V, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | C 14.027
Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Erklärung der Oberflächengestalt der Erde und deren dynamische Veränderung. Dazu werden
beispielsweise die allgemeine Tektonik, Vulkanismus, glaziale, fluviale
und äolische Formenbildung sowie die Morphologie der Küsten
thematisiert.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen folgende Fachkompetenzen
erwerben: Befähigung zur Interpretation von Karten / Geländeaufnahmen im Hinblick auf die Prägung des Raumes und die Bedeutung für
aktuelle politische und planerische Fragen der Raumgestaltung.
Einführung in die Stadtgeographie
Prof. Dr. Martin Pries
V, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 12.15 – 13.45 h | C 12.105
Bei der Vorlesung handelt es sich um eine Einführung in die Stadtgeographie. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden die theoreti-
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Geographie
schen Grundlagen des Stadtbegriffes, der Stadtgestalt, der Stadtgenese sowie verschiedener Stadttypen erläutert. Weitere Themen sind
die Konzepte des städtischen Wohnungsbaus, der Flächennutzung, der
Stadtsysteme sowie die sozialräumliche Gliederung von Städten.
Abschließend werden Aspekte der Stadtplanung und Stadtsanierung
thematisiert. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich den Städten in
verschiedenen Kulturerdteilen. Dazu werden die grundlegenden
Unterschiede zwischen europäischen Städten, denen in Lateinamerika,
Afrika, dem islamischen Kulturraum, Asien sowie Nordamerika
vorgestellt.
Klima und Wetter
Prof. Dr. Peter Pez
V, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 8.15 – 9.45 h | C 3.120
Die Vorlesung „Klima & Wetter“ führt in die Grundbegriffe und
Messmethoden der Meteorologie sowie in die Abläufe der allgemeinen
Zirkulation der Atmosphäre ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der
klimatischen Einteilung der Erde. Ferner werden Fragen der Paläoklimatologie, der anthropogenen Klimabeeinflussung sowie der Wirkung
des Wetters bzw. lokaler Klimate auf den Menschen (Stadt- und
17
Bioklima) eingegangen. Teilnehmende erlangen die Fähigkeit zur
Interpretation von klimastatistischen Daten im Hinblick auf klimatische Prägungen des Raumes und die Bedeutung für aktuelle
politische und planerische Fragen der Raumgestaltung.
Geographisches Kolloquium
Prof Dr. Peter Pez, Prof. Dr. Martin Pries
14-täglich | Dienstag | 18.15 – 19.45 h | 11.11.2014 – 27.1.2015 |
C HS 4
Aktuelle Beiträge aus der geographischen Forschung und Lehre,
hochschulöffentlich, eingeladen sind auch die Bewohner/innen von
Stadt und Region.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Geschichte
18
Geschichte
Die „Stasi“: Mythos und Realität eines Geheimdienstes
Prof. Dr. Dagmar Bussiek
S, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 12.15 – 13.45 h | C 14.102b
Die „Stasi“ – Kurzform für den Staatssicherheitsdienst der 1949
gegründeten, 1989/90 untergegangenen DDR – ist in Wissenschaft
und Medien ein viel diskutierter Komplex. Ein besonderes Merkmal des
ostdeutschen Geheimdienstes war die Fokussierung auf die eigene
Bevölkerung als Objekt von Ausspähung und Psychoterror. Das
Seminar gibt Einblicke in die Geschichte der DDR-Staatssicherheit
und ihre Methoden, insbesondere im Kampf gegen den tatsächlichen
oder mutmaßlichen „Feind“ im eigenen Land.
‚Alles zerfällt‘ oder ‚Can the Subaltern Speak?‘: Einblicke in
kritische Perspektiven des Postkolonialen
Simone Beate Borgstede
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 9.102
Zum tieferen Verständnis von Widerstand gegen Rassismen und
koloniale Kontinuitäten setzen wir uns mit Philosophie, Literatur und
postkolonialer Theorie und – je nach Wunsch der Studierenden – Musik oder Film auseinander. Wir beginnen mit Frantz Fanons klassischem antirassistischen und -kolonialistischen Text ‚Schwarze Haut,
weiße Masken‘ und Chinua Achebes Roman ‚Alles zerfällt‘ zu den
Anfängen der Kolonialisierung Nigerias. Wir untersuchen Edward
Saids Konzept des ‚Orientalismus‘, Stuart Halls ‚Europa und der Rest
der Welt‘ und Paul Gilroys ‚Schwarzen Atlantik‘. Wir setzen uns weiter
mit postkolonialer Theorie auseinander anhand von Gayatri Chakravorty Spivaks klassischem Text ‚Can the subaltern speak?‘ und lassen
uns von bell hooks‘ Verbindung von Antirassismus mit Antisexismus
und Antiklassismus inspirieren. Zum Abschluss lesen wir Andrea
Levys literarische Verarbeitung der Erfahrungen ihrer 1948 aus
Jamaika in London eingewanderten Eltern und Gedichte der Afrodeutschen May Ayim zu ihren Erfahrungen als Schwarze Deutsche. Durch
Treffen mit Aktivist_innen der Flüchtlingsgruppe ‚Lampedusa in
Hamburg‘ und der Solidaritätsbewegung wird versucht, diese zeitgeschichtliche Theorie‘reise‘ in aktuelle Auseinandersetzungen zur
Entwicklung von Handlungsstrategien gegen Rassismus und Neokolonialismus einzubetten und theoretische Ansätze auf ihre ‚Tauglichkeit‘ zu hinterfragen.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Geschichte
Stereotyping Down Under – Class, Gender, Nation & Race in
Colonial and Postcolonial Australia
Stefanie Affeldt
S, 2 SWS
14-täglich | Freitag | 14.15 – 17.45 h | erste Sitzung 17.10. | C 11.307
The course will investigate into the construction of ›Australian
stereotypes‹ which have shaped the societal memory and the selfconception of the Australian population and are still present in today‘s
discussion. From the first settlement at the end of the 18th century via
the end of the ›white Australia policy‹ in the 1970s to the present
discourse on asylum policy, patterns of social inclusion and exclusion
are at the basis of the processes of identity formation: while the one
are declaring themselves to be brave conquerors of an inhospitable
country, the original inhabitants are discriminated against, so-called
minorities are forcibly assimilated or excluded, and disagreeable
immigrants are rejected.
19
Die Kreuzzüge und ihre Präsenz im kollektiven Gedächtnis
des Westens und der islamischen Welt
Dr. Annette Wiesheu
S, 2 SWS
Einzeltermin | Sa, 25.10.2014, 8.30 – 16 h | C 5.019
Einzeltermin | Fr, 14.11.2014, 14 – 18 h | C 11.308
Einzeltermin | Sa, 15.11.2014, 8.30 – 15 h | C 5.310
Einzeltermin | Sa, 6.12.2014, 8.30 – 16 h | C 5.019
Die Kreuzzüge gelten heute vielfach als eine der größten historischen
Untaten der westlichen Welt, die späteren Negativentwicklungen und
Verbrechen – wie dem Kolonialismus des 19. Jahrhunderts oder dem
Holocaust an den Juden – den Boden bereiteten. In gleicher Weise sind
die Kreuzzüge und die über 200jährige Präsenz der christlichen
Kreuzfahrer im syrisch-palästinensischen Raum tief im kollektiven
Gedächtnis der islamischen Welt verankert – als Ausdruck der
Anmaßung und des ungerechtfertigten Überlegenheitsgefühls des
Westens. Schließlich faszinieren die Kreuzzüge durch die mit ihnen
verbundene Begegnung Europas mit der islamischen Welt. Nicht
zuletzt zahlreiche Filme, literarische und populärwissenschaftliche
Werke sind Zeugnis des anhaltenden Interesses an der Geschichte der
Kreuzzüge – oder was man dafür hält.
20
Spurensuche: Humanität in Zeiten des Terrors? –
Vernichtung jüdischen Lebens in der Stadt Lüneburg
und in der Lüneburger Heide
Prof. Dr. Christa Cremer-Renz, Dr. Sigrid Vierck
S, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 12.15 – 13.45 h | R 210
Das Seminar beabsichtigt, durch die Abfolge der forschenden und
suchenden Schritte „Enteignung – Vertreibung – Vernichtung“ der
Strategie des Terrors zwischen 1933 und 1945 auf die Spur zu
kommen. Gedacht ist die Vorstellung von ermittelnden Arbeitsgruppen,
die in ihren Wirkkreisen dem jeweiligen Phänomen im regionalen
Umfeld nachgehen. Diese sind 1) die Stadt Lüneburg und ihre
jüdischen Bewohner, 2) das Umland, das teilweise dem heutigen
Landkreis entspricht, 3) die Stätten der Vernichtung wie Bergen-Belsen und die sogenannten „Heidelager“ Oerbke, Wietzendorf (Zwangsarbeitslager), 4) medizinische „Versorgung und Behandlung“,5)
militärische Einrichtungen, 6) Widerstand. Das konzeptionelle
Vorgehen will erreichen, dass eine ungefähre Vorstellung der
planvollen und systematischen Vernichtung von Menschen am Ort
entsteht und auf der anderen Seite auch Spuren von Gegenwehr,
Widerstand und Humanität erkennbar werden.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Geschichte
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Geschichte
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Das Wesen des NS-Staates
Dr. Thomas Bryant
S, 2 SWS
Einzeltermin | Sa, 18.10.2014, 14 – 18 h | C 5.019
Einzeltermin | Sa, 1.11.2014, 14 – 18 h | C 1.312
Einzeltermin | Sa, 22.11.2014, 14 – 18 h | C 5.019
Einzeltermin | Sa, 13.12.2014, 14 – 18 h | C 11.117
Einzeltermin | Sa, 20.12.2014, 14 – 18 h | C 1.312
Einzeltermin | Sa, 10.1.2015, 14 – 18 h | C 1.312
Einzeltermin | Sa, 24.1.2015, 14 – 18 h | C 1.312
Das Seminar beschäftigt sich einführend und überblicksartig mit der
Frage, wie der NS-Staat charakterisiert bzw. interpretiert werden kann.
Dabei werden sowohl Charakterisierungsversuche und Interpretationsansätze aus Sicht der damaligen Zeitgenossen (z.B. Adolf Hitler, Carl
Schmitt, Max Weber) als auch entsprechende Überlegungen jüngerer
Forschungen (z.B. Götz Aly, Daniel Goldhagen, Ernst Nolte) analysiert,
um auf diese Weise zu einem besseren Verständnis des komplexen
Phänomens „Nationalsozialismus“ zu gelangen. Diesbezüglich geht es
darum, sowohl das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse als auch
entsprechende Forschungsansätze sowie Forschungsfragen und
-probleme zu thematisieren.
„Helden“ im Dritten Reich
Prof. Dieter Friedrichs
S, 2 SWS
Gruppe 1: wöchentlich | Freitag | 14.15 – 15.45 h | C 12.015
Gruppe 2: wöchentlich | Freitag | 16.15 – 17.45 h | C 12.015
„Wohl dem Land, das keine Helden nötig hat“, sagt B. Brecht; wohl
wissend, dass Heldenmythen und sakrale Diesseitigkeiten immer nur
ein schwacher Abglanz jener geheiligten Tradition sein können, die
nicht mehr gelten soll, auf deren Wirkung allerdings genau dann nicht
verzichtet werden kann, wenn göttliche Weihen abhanden gekommen
sind. Den Vordenkern der Großen Französischen Revolution erging
dies, ebenso wie den Schöpfern der Nationen im 19. Jh. Helden kannte
der erste Weltkrieg – allerdings insbesondere bevor er richtig losging.
Die beschämende und demütigende Niederlage des Kaiserreichs und
der unbedachte „Friede“ von Versailles brachten die nächsten
„Helden“ hervor. Man musste sie wiederum erfinden und fand sie in
einem imaginären Kosmos aus germanischer Gefolgschaftstreue und
charismatischem Führertum. All das sollte historisch erledigt sein –
ist es aber nicht! Wir erleben heute erneut „heroische Mentalitäten“,
zumeist in anderen als europäischen Regionen. Hier, bei uns, stellt
man sich allerdings auf den Standpunkt, dass das Zeitalter des
Heroismus vorbei sei – selbst die Armee versteht sich als zivile
Organisation von „Bürgern in Uniform“. Müssen wir also jetzt nach
neuen Helden Ausschau halten, oder haben wir wirklich und endgültig
genug davon?
Widerstand und Widerstehen im Nationalsozialismus
Prof. Dr. Dagmar Bussiek
S, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 12.15 – 13.45 h | C 14.201
Im Zentrum steht der politische Widerstand in der Zeit der NS-Herrschaft, wobei der Bogen von dem frühen Widerstand der Kommunisten
und Sozialdemokraten über Ausdrucksformen kirchlichen Widerstands
bis hin zum Attentat auf Hitler durch deutsche Offiziere am 20. Juli
1944 gespannt wird. Auch die aufopferungsbereiten Aktivitäten von
Einzeltätern und den Angehörigen der „Weißen Rose“ um die
Geschwister Scholl werden thematisiert. Von besonderem Interesse ist
die Frage, ob es unterhalb der Ebene eines alles riskierenden, das
eigene Leben bewusst aufs Spiel setzenden Widerstandes Formen von
Opposition und Widerstehen gab und wie diese begrifflich zu fassen
sind: Waren die – wenn auch nur gelegentliche – Verweigerung des
22
Hitler-Grußes, das demonstrative Grüßen des jüdischen Nachbarn oder
das Abhören eines so genannten Feindsenders im Krieg nicht auch
bereits ein Ausdruck des Widerstehens? Die theoretischen Diskussionen, die in der Geschichtswissenschaft über diese Fragen geführt
worden sind, finden ebenso Berücksichtigung wie konkrete Einzelfälle.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kulturwissenschaften
Kulturwissenschaften
Paradigmen der Kulturwissenschaften
Dr. Steffi Hobuß, Prof. Dr. Ulf Wuggenig
V, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 14.15 – 15.45 h | C HS 1
In der Vorlesung werden zentrale Paradigmen der Kulturwissenschaften einführend erarbeitet: Kulturwissenschaften und der Begriff der
Kultur bzw. des Paradigmas, Kulturwissenschaften und Kulturphilosophie, Kultursoziologie und -anthropologie, die Rolle der Sprache
– linguistic turn – (Post)Strukturalismus, Interkulturelle Theorie und
Post Colonial Studies, Cultural Studies, interpretatives Paradigma und
Paradigma der sozialen Kräfte u.a.m.
Kulturorganisation
Prof. Dr. Volker Kirchberg
V, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 12.15 – 13.45 h | C HS 4
Eine Einführung in das kulturwissenschaftliche Gebiet der Kulturorganisation bedarf einer Positionierung in das gesamte System aus
Produktion (Kreation), Distribution (Vermittlung) und Rezeption (Konsum) von Kultur. Dies geschieht in den ersten beiden Sitzungen zur
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kulturwissenschaften
„kulturellen Raute“ und zu Howard Beckers Art World-Konzept. Zentral
für das heutige, internationale Verständnis von Kulturorganisationen
ist weiter Petersons Production-of-Culture-Theorie – ebenfalls noch
eine Einführung in das Thema.
Supporting Wikipedia: Begriffe aus der auditiven Kultur
Prof. Dr. Rolf Großmann
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 14.15 – 15.45 h | C 5.325
Nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Wikimedianern (Wikimedia ist die Betreibergesellschaft von Wikipedia) in einem Seminar
2011 werden wiederum ausgewählte Wikipedia-Einträge aus dem Feld
auditiver Kultur überarbeitet bzw. neue Items erarbeitet und eingestellt. Dabei werden sowohl Fachtermini als auch Biographien durchgesehen und auf den neuesten Forschungsstand gebracht. Neben den
fachlichen Aspekten wird auch die medienbedingte Veränderung der
Aneignung und Verbreitung von Wissen thematisiert. Das Seminar
versteht sich als Beitrag zur offenen Wissenskultur im Netz.
23
Tabuisierte Körper – Selbst- und Fremderleben
auSSerhalb der Norm
Dennis Krämer
S, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | C 14.201
Fernab der gewohnten Deutungsschemata erlebt sich ein Teil der
Menschen als fremd, unstimmig und nicht für eine auf Vitalität
und Schönheit hin ausgerichtete Leistungsgesellschaft geschaffen.
Empirische Einblicke und theoretische Überlegungen sollen für die
Gedankenwelt und das Selbsterleben dieser Menschen sensibilisieren.
Ein Themenschwerpunkt wird hierbei das Geschlechtserleben intersexueller Menschen sein.
Medienkulturanalyseseminar: Geld als Medium
Gottfried Schnödl
S, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 10.15 – 11.45 h | C 14.102a
Über kaum ein Medium wurde so oft und so früh geschrieben wie
über das Geld. Schon die Versuche, die Erfindung des Münzgeldes
um 680 v. Christus zu erklären, sind in ihrer Heterogenität kaum zu
überblicken. So wurde die Emergenz des Geldes etwa aus dem Tausch
abgeleitet, aus der Schuldverschreibung, oder es wurde als Opfer an
24
die Götter definiert. Den unterschiedlichen Deutungen seiner Entstehung entspricht die Vielzahl der Charakteristika und Funktionen, die
dem Geld zugeschrieben wird: Symbol soll es sein und Werte repräsentieren, gleichzeitig aber selbst einen Wert darstellen (denn immerhin
wird nicht nur mit Geld gehandelt, sondern auch Geld gehandelt). Geld
ist Zeichen und Seiendes zugleich, es funktioniert als Wertmaßstab
und Wertspeicher und kann doch nur seinen Zweck erfüllen, sofern es
zirkuliert.
Theorien, Konzepte und Anwendungsfelder der
Intersektionalitäts- und Diversityforschung
Katharina Fritsche
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 17.10.2014, 12 – 15 h | C 6.317
Einzeltermin | Fr, 21.11.2014, 11 – 16 h | C 11.319
Einzeltermin | Fr, 28.11.2014, 11 – 16 h | C 7.320
Einzeltermin | Fr, 5.12.2014, 11 – 16 h | C 11.319
Einzeltermin | Fr, 12.12.2014, 11 – 16 h | C 11.319
Einzeltermin | Fr, 9.1.2015, 11 – 16 h | C 14.203
Im Grundlagenseminar „Theorien, Konzepte und Anwendungsfelder der
Intersektionalitäts- und Diversityforschung“ stehen sowohl bedeutsame
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kulturwissenschaften
gesellschaftliche Strukturkategorien, z.B. Gender, Ethnizität, Ability,
soziale Herkunft, Gesundheit und Alter, als auch deren Verschränkung
und Überlappungen im Mittelpunkt. Wann dabei auf das Konzept der
‚Intersektionalität‘ und wann auf ‚Diversity‘ zurückgegriffen wird,
ist von der wissenschaftlichen Disziplin, der Fragestellung und der
Perspektive abhängig; das Spektrum reicht hier von der Analyse und
Reflexion alltäglicher Diskriminierungserfahrungen und Machtverhältnisse bis hin zur Ökonomisierung der sozialen Phänomene im Sinne
einer Nutzbarmachung von ‚Vielfalt‘.
Methoden kultureller Kommunikation: Sprache, Zeichen,
Schrift, Bild
PD Dr. Elize Bisanz
S, 2 SWS
Einzeltermin | Mi, 22.10.2014, 12.15 – 13.45 h | C 7.320
Einzeltermin | Mi, 29.10.2014, 12.15 – 13.45 h | C 11.319
Einzeltermin | Mi, 5.11.2014, 12.15 – 13.45 h | C 11.319
Einzeltermin | Fr, 14.11.2014, 9 – 18 h | W 216
Einzeltermin | Sa, 15.11.2014, 9 – 18 | W 216
Sprache, Zeichen, Schrift, Bild sind die Grundlagen alltäglicher und
öffentlicher Kommunikation. Sie sind Medien, die Kommunikationssi-
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kulturwissenschaften
tuationen und Diskurse strukturieren und speichern. Die Semiologie
als die Lehre der Sinnproduktion erklärt sie als dynamische Strukturen,
die mehr als linguistische Kategorien darstellen.
Bilderbuch interkulturell
Ekhard Ninnemann
S, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | W 201
Die Studierenden erarbeiten in Tandems interkulturell geprägte
Entwürfe für Kinderbücher (Bilderbücher). Im Regelfall akzentuiert
eine PartnerIn eher den bildlichen, der/die Andere eher den sprachlichen Teil im Sinne eines gemeinsamen Ganzen. Ziel und zugleich
Prüfungsleistung ist ein für Verlage einreichfähiger Teamentwurf,
dessen Konzept in einem Portfolio begründet und dessen Werden dabei
reflektiert wird. Die Entwürfe rekurrieren auf dem im Seminar vermittelten Knowhow beim Entwickeln und Ausgestalten von Entwürfen
(Storyboards) sowie auf vermittelte Kompetenzen bei sprachlicher und
bildlicher Detailarbeit.
25
Paul Cézannes „Rettung der Dinge“
Kristin Drechsler
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 14.30 h | W 310
An der Schwelle zum 20. Jahrhundert gipfeln industriekulturelle
Entwicklungen in einer zunehmenden Beschleunigung des alltäglichen
Lebens und eine nie zuvor da gewesene Mannigfaltigkeit an massenhaft
produzierten Dingen weitet sich aus. Die Vorstellung einer wissenschaftlich fassbaren Welt findet eine weitreichende Ausprägung, die sich auch
in einem universellen Fortschrittsglauben äußert. Lange vorbereitete
Prozesse der Säkularisierung, Industrialisierung und Urbanisierung formen das Umfeld, in dem sich die zunehmend als abstrakt und flüchtig
charakterisierte Begegnung des Menschen mit seiner Umgebung ereignet. Der französische Maler Paul Cézanne (1839 – 1906) blickt diesem
Wandel mit Sorge entgegen: „Es steht schlecht. Man muss sich beeilen,
wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet“.
Praxisworkshop qualitative Interviewtechniken
Dr. Annegret Schmalfeld
Einzeltermin | Fr, 24.10.2014, 14 – 20 h | C 11.319
Einzeltermin | Sa, 13.12.2014, 10 – 19 h | C 6.316
S, 2 SWS
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Einzeltermin | Sa, 31.01.2015, 10 – 19 h | C 6.316
Dieses Seminar richtet sich an Studierende des Komplementärstudiums im Leuphana Bachelor. In einem einführenden Teil lernen die
Studierenden unterschiedliche Interviewtechniken und mögliche
Auswertungsmethoden kennen. Im weiteren Verlauf des Seminars setzen sich die Studierenden aktiv mit der Forschungsmethode Interview
im interdisziplinären Kontext auseinander, indem sie im Team kleine
eigene Fragestellungen bearbeiten. Außerdem soll die Lust und Freude
am wissenschaftlichen Denken der Studierenden beim forschenden
Lernen gefördert werden.
Forschung als Erzählung
Prof. Dr. Martina Leeker
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 16.1.2015, 12 – 20 h | C 14.202
Einzeltermin | Sa, 17.1.2015, 10 – 20 h | C 12.105
Einzeltermin | So, 18.1.2015, 10 – 18 h | C 12.105
Die Studierenden werden im Seminar auf der Grundlage von eigenen
wissenschaftlichen Arbeiten sowie von paradigmatischen historischen
Beispielen und zeitgenössischen Analysen zur Ästhetizität von Wissenschaft (Vgl. Hans-Jörg Rheinberger, Bruno Latour, Wolfgang Hagen,
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kulturwissenschaften
Joseph Vogl) eine Präsentation zu „Forschung als Erzählung“ erarbeiten. Grundlage für diesen Vorschlag ist, dass sich Wahrheit, Wirklichkeit oder die „richtige“ Erkenntnis in wissenschaftlicher Forschung
nicht finden lassen werden, da diese aus Epistemen, Diskursen sowie
aus konkurrierenden wissenschaftlichen Schulen entsteht. Wissen und
Forschung sind mithin in höchstem Grade konstruiert, prekär und mit
Macht durchsetzt.
Gesprächsstile
Dr. Martha Kuhnhenn
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 24.10.2014, 12.15 – 17.45 | W 307
Einzeltermin | Sa, 25.10.2014, 9.15 – 15.00 | W 307
Einzeltermin | Fr, 28.11.2014, 12.15 – 17.45 | W 307
Einzeltermin | Sa, 29.11.2014, 9.15 – 15.00 | W 307
„Was für ein Stil!“ – die meisten von uns haben ihre subjektive Vorstellung, was mit den Begriffen Stil und Gesprächsstil gemeint ist. Aber
an welchen Merkmalen lässt sich der Gesprächsstil festmachen? Der
Gesprächsstil ist zunächst die individuelle Art und Weise des Sprechens
und Interagierens eines Kommunikators in Interaktionskontexten. Mit
seinem Gesprächsstil kann ein Sprecher kommunikative Variation
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kulturwissenschaften
realisieren, was ihn identifizierbar macht: „Geht es um Identifikation, so
kann daher der Stil zu einer Hauptfrage werden“ (Goffman 1980: 319).
Debatten der französischen Kunstsoziologie
Séverine Marguin
S, 2 SWS
Einzeltermin | Sa, 25.10.2014, 10 – 17.00 | C 7.319
Einzeltermin | So, 26.10.2014, 10 – 17.00 | C 7.319
Einzeltermin | Sa, 29.11.2014, 10 – 17.00 | C 7.319
Einzeltermin | So, 30.11.2014, 10 – 17.00 | C 7.319
Das Seminar soll einen Überblick über die französische Kunstsoziologie geben, die – von Bourdieu abgesehen – in Deutschland bislang
nur wenig Beachtung findet. Die französische Kunstsoziologie, deren
Ursprung am Anfang des 20. Jahrhunderts liegt, hat in den 1980er
Jahren einen Aufschwung erlebt und entwickelt sich seitdem zu einem
dynamischen eigenständigen akademischen Feld. Das Seminar soll
sowohl die Thesen der wichtigsten Autoren (Pierre Bourdieu, Raymonde Moulin, Pierre-Michel Menger, Nathalie Heinich, Bernard Lahire,
Antoine Hennion, Bruno Pequignot, Olivier Donnat) vorstellen und
kritisch diskutieren als auch die wissenschaft-historische Entwicklung
kunstsoziologischer Debatte nachzeichnen.
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Postmedialität: Félix Guattaris Kritik der zeitgenössischen
Subjektivität
Prof. Dr. Erich Hörl
S, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 10.15 – 11.45 | C 5.019
Der Begriff des „postmedialen Zeitalters“, der in der zeitgenössischen
kritischen Theoriebildung in den letzten Jahren ein gewisse Karriere
gemacht hat, stammt von Félix Guattari. Mit diesem Begriff hat der
Begründer der sog. Schizoanalyse und Maschinentheoretiker 1990, kurz
vor seinem vergleichsweise frühen Tod, das Zeitalter nach dem Ende
der Massenmedien bezeichnet, das er infolge der digitalen Kommunikations- und Informationstechnologien heraufziehen sah. Guattari war
insbesondere an der Untersuchung der neuen Subjektivierungsweisen
interessiert, die mit postmedialen Praktiken einhergehen und sich den
kapitalistischen Desubjektivierungsmodi entgegensetzen könnten.
Fotografie als Zeitzeuge
Christoph-Robin Hinsch, Jeanne Charlotte Vogt
S, 2 SWS
14-täglich | Freitag | 10.15 – 11.45 h | erste Sitzung 17.10.2014 | R 210
Einzeltermin | Fr, 21.11.2014, 12.15 – 17.45 h | P 06
Einzeltermin | Sa, 22.11.2014, 10.15 – 17.45 h | R 18
28
Das Seminar “Fotografie als Zeitzeuge – Dokumentarische Fotografie
und die Rolle des Fotografen in Zeiten der Neuen Medien” beleuchtet
die Rolle der Fotografie für aktuelle, gesellschaftspolitische Debatten,
als Zeitzeuge, realitätsbildendes Dokument und Träger politischer
Information. Gemeinsam werden medientheoretische Positionen zu
den Fragen beleuchtet, welche Rolle die Fotografie, die Dokumentation
und der Apparat auf die Konstruktion von Meinungen, Weltbildern und
Realität hat. Die Auseinandersetzung bezieht aktuelle Beispiele aus
der Berichterstattung zu jüngsten politischen Krisen in der Ukraine,
Ägypten aber auch zu lokalen Ereignissen, wie den Ausschreitungen
um das Hamburger Gefahrengebiet, mit ein.
Blutgeld, Zombies und moderner Konsum: das Erfolgsrezept
der Videofilme in Nigeria und Ghana
Dr. Ilsemargret Luttmann
S, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 10.15 – 11.45 h | C 14.102b
Die nigerianische Filmproduktion ist die drittgrößte der Welt. Dieses rein quantitativ umwerfende Phänomen Nollywood hat in den
letzten drei bis fünf Jahren auch in der wissenschaftlichen Debatte
einen entsprechenden Output hervorgebracht, der nur noch schwer
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kulturwissenschaften
zu übersehen ist. Das große Interesse seitens der Wissenschaft an
diesen Videofilmen rührte ursprünglich einmal daher, dass sich dieses
Medienformat kulturell, ästhetisch und finanziell völlig unabhängig vom westlich geprägten Kino – im Gegensatz zum anerkannten
frankophonen Kinofilm in Westafrika – entwickelt hatte. Die Videofilme
wurden als reine kommerzielle Unterhaltungsprodukte konzipiert, die
wirtschaftlich rentabel sein mussten und dem Geschmack der breiten
Masse entsprechen sollten.
Psychiatrie im Film
Prof. Dr. Wulf Rössler
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 4.215
Eine der wichtigsten Massenkommunikationsmittel unserer Zeit ist
der Film. Filme können auf sublime Weise unsere Einstellungen,
Haltungen, Meinungen und Gefühle nachhaltig beeinflussen. Filme
können helfen sowohl unseren Erfahrungshorizont über unsere eigene
Lebenswelt hinaus zu erweitern wie auch latent vorhandene Ängste
und Befürchtungen aktivieren. Vermutlich gibt es gegenwärtig kein
anderes Kunstmedium, das unserern Alltag in dieser Hinsicht mehr
durchdringt.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kulturwissenschaften
„Ways to Their Ears“: Konzeption und Realisation des
Festivals „EXPearIENCE“
Mara Khadidja Pelt, Melanie Ptatscheck
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 16.15 – 17.45 h | C 16.310
Wenn Beatboxer auf Balletttänzer treffen, wenn Orchestermusiker
Poetry-Slammer musikalisch begleiten und wenn Graffiti-Sprayer Chorgesang untermalen, dann ist das für die meisten Ohren und Augen
nicht nur eine ganz besondere (neue) Erfahrung, dann ist es „EXPearIENCE“. „EXPearIENCE“ bringt die Idee mit sich, verschiedenste
Musikgenres auf andere unterschiedliche Kunstformen treffen zu lassen und sie dem Publikum auf eine Art und Weise zu präsentieren, die
nicht nur neue Hör- und Sehgewohnheiten ermöglicht, sondern auch
untypische/unkonventionelle Klang- und Aufführungsräume schafft.
Festivalkommunikation und -organisation Sommerliche
Musiktage Hitzacker
Dorothee Kalbhenn
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 17.10.2014, 14.15 – 19.45 h | C 12.112
Einzeltermin | Sa, 18.10.2014, 9.15 – 14.45 h | C 5.325
Einzeltermin | Mo, 3.11.2014, 19.15 – 22.15 h | extern | Exkursion
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Einzeltermin | Fr, 07.11.2014, 14.15 – 19.45 h | C 5.326
Einzeltermin | Sa, 08.11.2014, 9.15 – 14.45 h | C 5.325
Die Sommerlichen Musiktage Hitzacker sind ein anerkannter „Leuchtturm“ in der Festivalszene des „Musikland Niedersachsen“. Wir bieten
ein Praxisfeld mit mehreren Bereichen der Kulturkommunikation und
-organisation. Auf die in Hitzacker durchgeführte Projektarbeit bereitet
das Seminar vor: Dabei liegt der Fokus auf einer kritischen Auseinandersetzung bzgl. der Anwendung von (realitätstauglichen?) Theorien
auf die Praxis – am Beispiel der Sommerlichen Musiktage Hitzacker,
aber auch weiterer Kulturinstitutionen. Praktische Übungen und die
Begegnung mit professionellen Kulturschaffenden im Rahmen des Seminars als auch einer Exkursion zu einem professionell durchgeführten
Orchesterkonzerts in der Laeiszhalle Hamburg sind weitere Inhalte.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kunst
30
Kunst
Klezmer and Jewish Music (Gruppenunterricht)
Prof. Dr. Ofer Ben Amots
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 28.11.2014, 14 – 18 h | C 16.207
Einzeltermin | Sa, 29.11.2014, 9 – 13 h | C 16.207
Einzeltermin | Sa, 6.12.2014, 14 – 18 h | C 16.310
Einzeltermin | So, 7.12.2014, 9 – 18 h | C 16.310
The Klezmer and Jewish Music Workshop will give students the opportunity to explore the basics of Klezmer, Hassidic, Synagogue, and Jewish
Chamber Music from the practical and theoretical viewpoints. We will
examine how Jewish prayer modes have developed into other genres such
as of folk-songs and dances while learning how to use these modes in
performance and improvisation. The learning method of this class will
be twofold: on the one hand, small groups will be working and preparing several fascinating treasures of chamber music based on Jewish
folklore. On the other hand, the class will become a large Klezmer band
to perform the traditional Jewish Wedding repertoire, also known as
Klezmer Music. *** The class is open to instrumentalists (wind, brass,
string, percussion, piano, etc.) as well as vocalists of all levels.
Kunst: Entstehung, Verwendung, Form
Prof. Dr. Bernd Lindemann
S, 2 SWS
14-täglich | Freitag | 12 – 16 h | erste Sitzung 17.10.2014 | C 14.006
Das Seminar wird sich mit der bildenden Kunst vom späten Mittelalter
bis in die Jahre um 1800 beschäftigen. In diesen Epochen haben sich
wiederholt die Bedingungen radikal gewandelt, unter denen Kunstwerke entstanden. Sind die Jahre um 1500 durchgehend von städtisch
(und das heißt: in der Regel zünftisch) organisierten Werkstätten
geprägt, so ändert sich dies zunächst einmal in Richtung einer mehr
und mehr ausdifferenzierten Hofkunst, mit unmittelbar beim Hof
bestallten oder von Steuer- und Zunftzwang „hofbefreiten“ und somit
mit Privilegien ausgestatteten Künstlern.
Einführung in die Buchkunst
Dr. Thomas Gilbhard
S, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | C 5.109
Buchkunst ist ein mitunter vernachlässigtes Genre der künstlerischen
Produktion. Das mag an der Ambivalenz des Buches selber liegen, das
zum einen Gegenstand des alltäglichen Umgangs ist und andererseits
auch Objekt einer besonderen künstlerischen Gestaltung werden kann.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Kunst
Auf letztere zu reflektieren ist Ziel des Seminars. Dabei soll zunächst
ein Überblick über die Geschichte des Buches und seiner Gestaltungskriterien erarbeitet werden von der Frühgeschichte des Buchdruckes
bis zum modernen Künstlerbuch. In der Kombination von kunsthistorischen und medientheoretischen Aspekten werden Kenntnisse anhand
von einzelnen Objekten erprobt und vertieft.
Geplant sind im Laufe des Semesters kleinere Exkursionen zu Bibliotheken und Museen in Lüneburg und Hamburg, um ausgewählte
Beispiele von buchkünstlerischen Originalwerken zu studieren.
„Kultur unternehmen“ – Theorie trifft Praxis auf der AnSCHub Konferenz 2015
Prof. Dr. Jantje Halberstadt
S, 2 SWS
Einzeltermin | Mi, 22.10.2014, 10.15 – 13.45 h | C 11.320
Einzeltermin | Mi, 5.11.2014, 10.15 – 11.45 h | C 11.320
Einzeltermin | Fr, 21.11.2014, 14 – 19 h | extern | Exkursion
Einzeltermin | Sa, 22.11.2014, 10 – 19 h | extern | Exkursion
Einzeltermin | Fr, 16.1.2015, 14.15 – 17.45 h | C 6.320
Cultural Entrepreneurship, kulturelles Engagement und soziale Unternehmungen sind Themenfelder, denen Sie sich gerne wissenschaftlich
31
nähern möchten? Das Schreiben von Essays und wissenschaftlichen
Texten macht Ihnen Spaß, Begriffe wie „Call for Paper“ oder „Literature Review“ spielten in ihrem bisherigen Studium aber bis dato
keine Rolle? Das Forschungsfeld Cultural Entrepreunership, das sich
aktuell innerhalb der Social Entrepreneurship-Debatte in Wissenschaft
wie Praxis neu formiert, möchten wir (die Plattform SCHub – Social
Change Hub) gemeinsam mit Ihnen erkunden.
Stereoskopie – 3D in Film und Fotografie
Dr. Uwe Mylatz
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.45 h | C 4.318 Edulab
Es sollen zuerst die Grundlagen der optischen Wahrnehmung behandelt werden, dabei vor allem, wie es zur stereoskopischen Wahrnehmung kommt, sowie die Geschichte der Stereoskopie bis zu den
heutigen Kassenschlagern an der Kinokasse oder wissenschaftlichen
Darstellungen. Danach werden Techniken und Anwendungen der
Stereoskopie in Film, Fotografie und 3D-Animation behandelt. Es sollen
stereoskopische Fotos und Filme von den Studierenden produziert
werden.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Literatur
32
Literatur
Life Writing: Irish Autobiographies
Prof. Dr. Emer O‘Sullivan
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 8.15 – 9.45 h | C 11.308
Autobiography is commonly defined as “the biography of a person narrated by that person”, or “the story of a person’s life as told by him or
herself”. In this seminar we will look at the Irish autobiographical tradition, examining key trends and themes of autobiographies published
in the last and the present centuries, and placing them in their historical, cultural, literary and ideological contexts. Authors and works may
include James Joyce’s A Portrait of the Artist as a Young Man (1916),
Tomás O‘Crohan‘s An t-Oileánach (The Islandman) (1929), Nuala
O’Faolain: Are You Somebody? (1995), Frank McCourt’s Angela‘s Ashes
(1996), and Hugo Hamilton’s The Speckled People (2003). We will also
examine the generic features of autobiographies in terms of ‘life writing’ and ask why the genre has moved, during the last four decades,
from the peripheries to the centre of the literary canon.
Lecture Series: Maple Leaf & Stars and Stripes
Maryann Henck, PD Dr. Maria Moss, Dr. Sabrina Völz
V, 4 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 16.15 – 19.45 h | C 14.006
This interdisciplinary lecture series will offer a variety of historical,
political, ethnographic as well as literary perspectives on contemporary
events and topics from the neighboring North American countries that
meet at the 49th parallel: Canada and the United States. Scholars from
North America as well as Germany will take a critical look at a varitey
of issues. Each lecture lasts roughly 1 hour and is either interactive or
followed by a lively question-and-answer session. For an overview of
the various topics, please download the poster in the Material section of
myStudy. Goals are to foster the dissemination of scholarly knowledge
from interdisciplinary approaches in the field of North American studies
and to provide a forum for academic discussion with repected scholars
and authors from Germany and North America.
Literatur und Intertextualität
Prof. Dr. Sven Kramer
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 14.15 – 15.45 h | C 14.102a
Literatur entsteht nicht aus dem Nichts heraus, sondern ist auf viel-
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Literatur
fältige Art und Weise mit vorgängigen Texten verbunden: Literatur
setzt sich immer auch mit anderer Literatur auseinander, sie zitiert
und plagiiert, kommentiert und kritisiert, und spannt auf diese Weise
ein Netz der Bezüge. Mit diesen bewusst oder unbewusst angelegten
Spuren in literarischen Texten setzen sich die verschiedenen Ansätze
der Intertextualitätstheorie auseinander.
— Einblick in verschiedene Themengebiete der kulturwissenschaft lichen Literraturwissenschaft
— Einarbeitung in verschiedene Theorien der Intertextualität
— praktische Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse in der
konkreten Textanalyse
Kritik aktueller Romane: LiteraTour Nord
Prof. Dr. Sven Kramer
S, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 10.15 – 11.45 h | C 12.006
Die LiteraTour Nord ist ein Literaturwettbewerb, an dem jährlich sechs
Autorinnen und Autoren teilnehmen, die in norddeutschen Städten aus
ihren Neuerscheinungen vorlesen. Das Seminar wird die Auftritte von
Sabrina Janesch, Lutz Seiler, Peter Rosei, Robert Seethaler, Michael
Köhlmeier sowie Eberhard Rathgeb in Lüneburg begleiten. Es wird
33
Seiler, Rosei, Seethaler und Köhlmeier analysieren und literaturkritisch
kommentieren. Alle Teilnehmer_innen müssen diese Texte durchlesen.
Das Seminar bietet die Möglichkeit, Maßstäbe für Literaturkritik und
literarische Wertung kennenzulernen und auf neueste Texte anzuwenden. Durch den direkten Kontakt mit den Veranstalter_innen und den
Autor_innen werden ungewohnte Einblicke in den aktuellen Literaturbetrieb ermöglicht.
Ökologie und Literatur
PD Dr. Caroline Lüderssen, Dr. Heinrich Schneider
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 31.10.2014, 14 – 19 h | C 11.320
Einzeltermin | Sa, 1.11.2014, 10 – 14 h | C 11.320
Einzeltermin | Fr, 28.11.2014, 14 – 19 h | C 5.326
Einzeltermin | Sa, 29.11.2014, 10 – 14 h | C 5.326
Einzeltermin | Fr, 30.1.2015, 15 – 19 h | C 5.326
Einzeltermin | Sa, 31.1.2015, 10 – 13 h | C 5.326
Das Verhältnis von Mensch und Natur ist in der Moderne beginnend
mit Defoes „Robinson Crusoe“ (1719) über Melvilles „Moby Dick“
(1851) und Thoreaus Utopie „Walden“ (1854), die Naturdichtung der
Romantik bis zur Gegenwart von Andrea De Carlo („Zwei von Zwei“,
34
1989), Ian McEwan („Solar“, 2010), T.C. Boyle („Wenn das Schlachten
vorbei ist“, 2011) ein Topos der Literatur. Das seit den 1970er Jahren
von den USA ausgehende „Ecocriticism“ analysiert die Diskurse, die
hier interagieren.
„Der Umbau des Universums“ – Ein Seminar zur literarischen
Avantgarde
Dr. Katja Stuckatz
S, 2 SWS
Einzeltermin | Sa, 18.10.2014, 10 – 17 h | C 5.311
Einzeltermin | Fr, 9.1.2015, 12 – 18 h | C 4.215
Einzeltermin | Fr, 16.1.2015, 10 – 17 h | C 14.204
Einzeltermin | Sa, 17.1.2015, 10 – 17 h | C 5.019
Mit abstrakten Kompositionen, zersplitterten Körpern und gewaltigen
Maschinen führte die internationale Avantgarde einen Angriff auf die
ästhetischen und gesellschaftlichen Ordnungen des frühen 20. Jahrhunderts. Die Künstler aus Italien, Russland und auch Deutschland
wollten die Energie der Gegenwart dazu einsetzen, die bestehenden
Weltordnungen auseinanderzunehmen und neu zusammenzufügen.
Im Seminar widmen wir uns ausgewählten literarischen Texten, ohne
dabei programmatische Filme und Kunstwerke aus den Augen zu
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Literatur
verlieren. Als Ausgangs- und Orientierungspunkte werden uns jeweils
drei poetologische Texte internationaler Dichter dienen: Filippo Tommaso Marinettis „Manifest des Futurismus” (1909), Gertrude Steins
„Komposition als Erklärung“ (1926) und Ernst Jandls „Voraussetzungen, Beispiele und Ziele einer poetischen Arbeitsweise“ (1969). Unsere
Leitfragen sind: Warum ist es eine internationale Bewegung? Was
bedeutet experimentell? Wie gestaltet sich das Verhältnis von Kunst
und Politik?
Odysseus Empowered
Margo Shohl Rosen, Dr. Sigrid Vierck
S, 2 SWS
Einzeltermin | Sa, 18.10.2014, 10 – 18 h | C 5.326
Einzeltermin | So, 19.10.2014, 10 – 18 h | C 5.326
Einzeltermin | Sa, 25.10.2014, 10 – 18 h | C 5.326
Einzeltermin | So, 26.10.2014, 10 – 18 h | C 5.326
Er war Abenteurer, Seemann und Herrscher. Die Heldenfigur Odysseus
ist eine der großen Gestalten der Antike, deren Wirkung bis heute ungebrochen ist. Doch worin besteht seine Größe? Warum ist er Vorbild?
Oder sollte nicht vielmehr kritisch hinterfragt werden, inwieweit er tatsächlich Großes geleistet hat, wie es die antiken Tragiker bereits tun.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Mathematik, Statistik und Technik
Der Workshop geht dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit mit einem
neu angelegten Konzept nach. Beim Lesen des Textes wird gleichzeitig
mit dem Blick auf Fakten und Objekte, die im Text genannt werden,
ein unmittelbareres Verstehen ermöglicht. Die Dozentinnen kommen
unmittelbar vor Beginn des Workshops von Kephalonia nach Lüneburg
und es wird erläutert, wo die Odyssee beheimatet ist. Dies ist nicht das
moderne Ithaka, sondern die westlich gelegene Insel Kephalonia. Dort
lässt sich die Odyssee an den Schauplätzen des Geschehens erleben:
den geographischen Gegebenheiten, der Landschaft, dem Hafen etc.
35
Mathematik, Statistik und Technik
Vorlesung Mathematik (Gruppe 1)
Prof. Dr. Dörte Haftendorn
V, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 14.15 – 15.45 h | C HS 2
Codierung begegnet uns im Barcode, in der Iban, im QR-Code, dem
gescheckten Quadrat. Die Graphentheorie löst Probleme der Planung
und Logistik, sie steckt in den Routenplanern. Analysis als tragendes
Konzept wird in einer visuell unterstützten Form verständlich gemacht. Rechnungen kommen nicht vor. Mathematische Modellierung
von Prozessen – wie dem Wetter – runden dieses unübliche Bild von
Mathematik ab. Motto: Verstehen ohne Rechnen statt Rechnen ohne
Verstehen. Nähere Informationen erhalten Sie unter: www.mathematik-sehen-und-verstehen.de
Vorlesung Mathematik (Gruppe 2)
Prof. Dr. Dörte Haftendorn
V, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 10.15 – 11.45 h | C HS 2
Codierung begegnet uns im Barcode, in der Iban, im QR-Code, dem
gescheckten Quadrat. Die Graphentheorie löst Probleme der Planung
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Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Mathematik, Statistik und Technik
und Logistik, sie steckt in den Routenplanern. Analysis als tragendes
Konzept wird in einer visuell unterstützten Form verständlich gemacht. Rechnungen kommen nicht vor. Mathematische Modellierung
von Prozessen – wie dem Wetter – runden dieses unübliche Bild von
Mathematik ab. Motto: Verstehen ohne Rechnen statt Rechnen ohne
Verstehen. Nähere Informationen erhalten Sie unter: www.mathematik-sehen-und-verstehen.de
Lineare Algebra
Dr. Jörg Neunhäuserer
V, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 12.108
Diese Vorlesung gibt eine Einführung in wichtige mathematische Konzepte der Algebra und der Linearen Algebra. Den Schwerpunkt bilden
Vektorräume. Die schulische Vektorrechnung wird weitergeführt, Matrizen, Determinanten und Abbildungen geben anschauliche Deutungen.
Die Bedeutung von Eigenwerten und Eigenvektoren wird herausgearbeitet und die Normalformen linearer Abbildungen bestimmt.
Kryptografie
Dr. Jörg Neunhäuserer
V, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | C 12.108
In Zeiten erhöhter Erwartungen an Datensicherheit wird die Kryptografie
zu einem zentralen Gebiet der angewandten Mathematik. In der Vorlesung
werden sowohl klassische als auch zeitgenössische Verfahren der Verschlüsselung behandelt. Darüber hinaus sollen in der Vorlesung Themen
der Algebra und Zahlentheorie anwendungsbezogen erlernt werden. In der
Kryptografie führen große Primzahlen und algebraische Methoden zu Verschlüsselungen mit öffentlichen Schlüsseln (public-key), zu Prüfcodes usw.
Analysis 3
Dr. Jörg Neunhäuserer
V, 4 SWS
wöchentlich | Dienstag | 10.15 – 11.45 h | C 12.108
wöchentlich | Donnerstag | 12.15 – 13.45 h | C 12.108
Die Veranstaltung beinhaltet folgende Themen: Weiterführung der
Analysis, Differenzialrechnung im R^n,
Extrema, Integralrechnung im R^n, Länge, Fläche, Volumen, Differenzialgleichungen, Anwendungen der Analysis in Wirtschafts-, Sozialund Naturwissenschaften. Die Teilnehmenden sind vertraut mit allen
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Mathematik, Statistik und Technik
Funktionenklassen, verknüpfen Funktionen zu verschiedenen Klassen
von höherdimensionalen Funktionen und sind in der Lage solche Funktionen analytisch zu untersuchen. Darüber hinaus sind sie mit dem
Modellierungskreislauf vertraut und beurteilen fachlich kompetent die
Reichweite der analytischen Methoden.
Theoretische Informatik
Prof. Dr. Ulrich Hoffmann
V, 4 SWS
wöchentlich | Montag | 10.15 – 11.45 h | N 00.112
wöchentlich | Donnerstag | 12.15 – 13.45 h | C 14.006
Die Veranstaltung vermittelt Grundkenntnisse aus folgenden Teilgebieten: Modelle der Berechenbarkeit (Turingmaschinen, Registermaschinen), Churchsche These, Entscheidbarkeit, Aufzählbarkeit und Grenzen
der Berechenbarkeit, Komplexität von Algorithmen, Zeitkomplexität,
Platzkomplexität, Das P-NP-Problem, Theorie der NP-Vollständigkeit, Probabilistische Berechnungmodelle und Komplexitätsklassen,
Elemente der Theorie Formaler Sprachen und der Automatentheorie,
Chomsky-Hierarchie mit Schwerpunkt auf kontextsensitive, kontextfreie
und reguläre Sprachen, Verbindung der Sprachklassen mit speziellen
Automatentypen, Entscheidungsprobleme für formale Sprachen sowie
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Aktuelle Themen der Theoretischen Informatik. Nähere Informationen
erhalten Sie unter: www.leuphana.de/ulrich-hoffmann/lehrangebot
Mathematik/Statistik für Wirtschaftsinformatiker/innen
Prof. Dr. Ulrich Hoffmann V, 4 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 12.105
wöchentlich | Dienstag | 14.15 – 15.45 h | C 12.105
Die Veranstaltung beinhaltet folgende Themen: Ausgewählte Themen
der Analysis (spezielle Funktionen, Wachstumsverhalten, Interpolation,
Taylorentwicklung), Ausgewählte Fragestellungen der Integralrechnung
(Diskrete Mathematik, Lösung rekursiver Gleichungen, Erzeugende
Funktionen), Ausgewählte Themen der Linearen Algebra (Vektorräume,
Lösung von Gleichungssystemen), Schließende Statistik (Parametertests, Konfidenzintervalle, Hypothesentests, Normalverteilung und
deren Verwandte). Die Teilnehmenden erwerben Grundkenntnisse bezüglich wesentlicher Gebiete, die praktische Relevanz für die Informatik besitzen sowie der Beurteilung der Anwendbarkeit mathematischer
Methoden und Denkweisen für Problemstellungen aus der Informatik.
Nähere Informationen erhalten Sie unter: » www.leuphana.de/ulrichhoffmann/lehrangebot
38
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Mathematik, Statistik und Technik
Stochastik
Dr. Tilman Pehle
V, 4 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 8.15 – 9.45 h | C 12.108
wöchentlich | Dienstag | 10.15 – 11.45 h | C 12.013
Diese Veranstaltung umfasst die Themen Explorative Datenanalyse,
Wahrscheinlichkeitsrechnung und Beschreibende Statistik.
Statistik mit SPSS
Bettina Scherg
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 16.1.2015, 10 – 19 h | C 6.026 (Edulab I)
Einzeltermin | Sa, 17.1.2015, 10 – 19 h | C 6.026 (Edulab I)
Einzeltermin | Fr, 23.1.2015, 10 – 19 h | C 6.026 (Edulab I)
Die Software SPSS stellt aufgrund Ihrer Anwendungsfreundlichkeit in
vielen nationalen/internationalen Unternehmen und Organisationen das
Standardinstrument zur statistischen Datenanalyse dar.
Die Veranstaltung „Statistik mit SPSS“ wendet sich in erster Linie an
Teilnehmende, die bereits über Statistikkenntnisse verfügen, jedoch
werden keine Vorkenntnisse in dem Programm vorausgesetzt. Zunächst
werden in einem kurzen Theorieteil die statistischen Grundlagen
aufgefrischt bevor grundlegende Routinen wie Dateneingabe und
Datentransformation vorgestellt und eingeübt werden. In einem zweiten
Teil sollen Methoden der deskriptiven Statistik mit Hilfe des Programms
und die Erstellung einer graphischen Präsentation der Ergebnisse
vorgestellt werden. Den Abschluss bilden Anwendungen des Programms
aus dem Bereich der schließenden Statistik. Die Studierenden lernen,
verschiedene Testverfahren, lineare und logistische Regressionen sowie
Faktorenanalyse mit Hilfe von SPSS durchzuführen.
Softwaretechnik
Thomas Slotos
V, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 8.15 – 9.45 h | C 9.102
wöchentlich | Montag | 8.15 – 9.45 h | C 12.006
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die grundlegenden Probleme
und Lösungsstrategien bei der Entwicklung, der Wartung und beim
Einsatz großer kommerzieller Softwaresysteme. Der Blickwinkel ist
dabei konsequent objektorientiert. Besondere Schwerpunkte bilden:
Anforderungsanalyse und Spezifikation sowie UML und der Einsatz
eines CASE-Tools. Überblicksartig werden andere Themen wie Architektur- und Detailentwurf, Vorgehensmodelle, Softwareergonomie,
Aufwandschätzung behandelt.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Mathematik, Statistik und Technik
Integration von JEE-Technologien
Thomas Slotos
S, 4 SWS
wöchentlich | Dienstag | 10.15 – 13.45 h | C 4.318 Edulab
Wie große, verteilte Geschäftsanwendungen, die sich aus mehreren
Subsystemen zusammensetzen, miteinander kommunizieren können,
wird mit Hilfe von Technologien aus der Java Enterprise Edition (JEE)
sowie dem Spring-Framework an Hand eines konkreten Beispiels
gezeigt. Teilnehmende sollen folgende Fähigkeiten erlangen: Einordnung der JEE im Hinblick auf Softwarearchitektur, Kenntnis des
Konnektor-Begriffs, Überblick über die wesentlichen Technologien der
JEE sowie Realisierung mehrerer Konnektoren mit Hilfe von JEE.
Komponenten-orientierte Softwarearchitektur
Thomas Slotos
S, 2 SWS
Einzeltermin | Sa, 15.11.2014, 8.15 – 17.45 h | C 4.308b Edulab
Einzeltermin | So, 16.11.2014, 8.15 – 17.45 h | C 4.308b Edulab
Einzeltermin | Sa, 22.11.2014, 8.15 – 17.45 h | C 4.308b Edulab
Einzeltermin | So, 23.11.2014, 8.15 – 17.45 h | C 4.308b Edulab
Der Begriff der Softwarearchitektur soll in seinen wesentlichen Facetten veranschaulicht werden um dann seine elementaren Elemente
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wie Komponente, Konnektor, Konfiguration und Interface anhand eines
Praxisbeispiels anschaulich umzusetzen.
Technische Optik
Dr. Andreas Zedler
V, 4 SWS
wöchentlich | Dienstag | 12.15 – 15.45 h | 13.10.2014 – 25.11.2014 |
N 00.117 | 1. Semesterhälfte
wöchentlich | Dienstag | 12.15 – 15.45 h | 2.12.2014 – 30.1.2015 |
N 01.101 | 2. Semesterhälfte
wöchentlich | Donnerstag | 16.15 – 17.45 h | N 00.115
Die Vorlesung umfasst folgende Themen: Geometrische Optik, Wellenoptik, Anwendungsbeispiele (Fernrohr, Kamera etc.), Phasenraumtransformation, Strahlungsgesetze, Technik der Wellenlängenmessung,
Strahlungsphysikalische Größen, Strahler, Wechselwirkung von Licht
und Atomen, Prinzip des Lasers, Optische Elemente sowie industrielle
Anwendung optischer Systeme und Sensoren. Es werden Kenntnisse zu
Themen der Technischen Optik inklusive der in der Optik und Naturwissenschaften üblichen Methoden vermittelt. Begleitend sollen die entsprechenden Fachbegriffe der englischen Sprache vermittelt werden.
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Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Mathematik, Statistik und Technik
Lasermaterialbearbeitung
Prof. Dr. Hans-Dieter Sträter
S, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | A M-LAB
In dem Modul werden Grundkenntnisse der Wechselwirkung von
Licht mit Materie vermittelt. Dabei werden die optischen Grundlagen
zu Beginn der Veranstaltung konzentriert dargestellt. Der Bereich
der Materialbearbeitung wird weit gefasst, von der Belichtung von
Offset-Druckplatten über die klassischen Bereiche wie Schneiden,
Schweißen, Bohren, Löten, Beschriften, Oberflächenmodifikation,
Wärmebehandlung bis hin zu Mikro-Strukturierungen, Rapid Prototyping und medizinischen Behandlungen mit Licht. Ziel des Moduls
ist es, einen Überblick über die mit Licht erzielbaren Modifikationen
der Materie zu vermitteln. Die Begriffe Leistung, Leistungsdichte und
Absorptionswahrscheinlichkeiten als Funktion der Wellenlänge sollen
in Bezug gesetzt werden zur Auswirkung der Strahlung auf Materie.
Teilnehmende sollen insbesondere erkennen, wie Exponentialfunktionen über ihre charakteristischen Konstanten den Ablauf statistischer
Prozesse weitestgehend bestimmen.
Werkstoffkunde 2
Dr. Norbert Hort
V, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 8.15 – 9.45 h | N 00.115
In der Vorlesung werden Grundlagen der Eigenschaften und Verarbeitung von Stählen, Nichteisenmetallen (Al, Mg, Ti) und metallischen
Verbundwerkstoffen vermittelt. Teilnehmende erhalten die Fähigkeit
zur Auswahl und Beurteilung von Werkstoffen anhand theoretischer
und praktischer Kriterien.
Künstliche Intelligenz
Dr. Uwe Mylatz
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 10.15 – 11.45 h | C 4.308b Edulab
Es sollen Ansätze der KI (Künstliche Intelligenz) vorgestellt werden.
Dazu gehören die symbolische KI, die gedankliche Prozesse nachahmt,
der Konnektionismus, der die Arbeit des Gehirns technisch zum Vorbild
nimmt, phänomenologische Verfahren, bei denen es hauptsächlich auf
die Resultate ankommt, und Simulationen, in denen reale Vorbilder möglichst adäquat nachgeahmt werden sollen. Einzelne Themen sind Suchstrategien (Suche einer Lösung in einem Suchraum), Spiele, Semantische Netze und Spracherkennung, Logik und Expertensysteme, Neuronale
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Mathematik, Statistik und Technik
Netze. Es sollen auch philosophische und kritische Texte zu dem Thema
erörtert werden (z.B. von Dreyfus, Searle, Weizenbaum, Turing, Kurzweil
und anderen). Vor allem in der Philosophie des Geistes wurde diskutiert,
ob Intelligenz auch ein mentales oder ein rein physikalisches Phänomen
ist. Im ersten Fall stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang von
Geist und Körper. Im zweiten Fall drängt sich der Gedanke auf, dass
sich intelligente System mit technischen Mitteln konstruieren lassen.
Teilnehmende sollen Methoden und Ziele der KI kennenlernen. Es sollen
Fragen der Möglichkeiten und Grenzen der KI an Textbeispielen diskutiert
werden und einige Methoden praktisch erprobt werden.
Forschungskolloquium Mathematikdidaktik K, 1 SWS
Michael Besser, Dr. Giorgi Goguadze, Dr. Klaus-Ulrich Guder,
Prof. Dr. Dominik Leiss, Prof. Dr. Silke Ruwisch, Dr. Stephan Schreiber
14-täglich | Montag | 16.15 – 17.45 h | C 12.108
Die Lehrenden, Gäste und an Projekten mitarbeitende Studierende
und Promovierende stellen ihre Forschungen und Weiterentwicklungen
in der Mathematikdidaktik vor. Die Teilnehmenden können sich ein
Bild machen, welchen Fragen sich mathematikdidaktische Forschung
widmet und wie sie an unserem Institut etabliert ist.
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Forschungskolloquium „Freie Berufe, Mittelstand und empirische Wirtschaftsforschung“
Prof. Dr. Albert Martin, Prof. Dr. Joachim Merz
K, 1 SWS
wöchentlich | Dienstag | 16.15 – 17.45 h | C 6.320
Das Forschungskolloquium ‚Freie Berufe, Mittelstand und empirische
Wirtschafts- und Sozialforschung‘ soll Themen der Forschung über
Freie Berufe und den Mittelstand mit Methoden und Ergebnissen der
empirischen Wirtschafts- und Sozialforschung zum gegenseitigen
Nutzen verbinden und vertiefen. Dieses Forum zur Vertiefung des
Gedankenaustauschs und Intensivierung der Kontakte zwischen Universität und Praxis bietet Prof. Dr. Joachim Merz gemeinsam mit Prof.
Dr. Albert Martin im Rahmen der universitären Lehre und Forschung
auch mit externen Referenten in jedem Semester an.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Naturwissenschaften
42
Naturwissenschaften
Grundlagen der Ethologie und Evolution
Dr. Thorsten Buck-Dobrick
V, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 16.15 – 17.45 h | C 13.107 | 1. Semesterhälfte
Einleitung und Literaturübersicht, Geschichte der Ethologie, Konzepte
und Forschungsmethoden, proximate und ultimate Ebenen, Teilgebiete
der Ethologie, Grundbegriffe und Kategorien des Verhaltens, Komplexe
Verhaltensreaktionen, Motivationsanalyse, Verhalten und Umwelt,
Verhaltensontogenese, Verhaltensgenetik, Lernverhalten, Aspekte der
Ethoökologie Kenntnis grundlegender Termini dieser Wissenschaft.
Überblick zu den Arbeitsmethoden und Forschungsgebieten der Ethologie. Verständnis tierischen und menschlichen Verhaltens und seiner
phylogenetischen Entstehung und Modifizierung.
Einführung in die grundlegenden Bereiche
der Humanbiologie
Dr. Thorsten Buck-Dobrick
V, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 12.15 – 13.45 h | C 13.107
Überblick zur Anatomie, Physiologie und Pathologie der Organe und
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Naturwissenschaften
Organsysteme des menschlichen Körpers mit Bezügen zur unterrichtlichen Umsetzung. Basiswissen der Humanbiologie als Grundlage für
humanbiologische Veranstaltungen des Hauptstudiums.
für humanbiologische Veranstaltungen des Hauptstudiums. Erwerb
grundlegender fachwissenschaftlicher und methodischer Kompetenzen
im Bereich humanbiologischer Fragestellungen.
Einführung in die grundlegenden Bereiche der
Humanbiologie – Kurs 1
Dr. Thorsten Buck-Dobrick
S, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 14.15 – 15.45 h | C 13.107
Überblick zur Anatomie, Physiologie und Pathologie der Organe und
Organsysteme des menschlichen Körpers mit Bezügen zur unterrichtlichen Umsetzung. Basiswissen der Humanbiologie als Grundlage für
humanbiologische Veranstaltungen des Hauptstudiums
Einführung in die grundlegenden Bereiche
der Humanbiologie – Kurs 2
N.N.
S, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 16.1 – 17.45 h | C 13.120
Überblick zur Anatomie, Physiologie und Pathologie der Organe und
Organsysteme des menschlichen Körpers mit Bezügen zur unterrichtlichen Umsetzung. Basiswissen der Humanbiologie als Grundlage für
humanbiologische Veranstaltungen des Hauptstudiums.
Einführung in die grundlegenden Bereiche
der Humanbiologie – Kurs 1
Dr. Thorsten Buck-Dobrick
S, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 16.15 – 17.45 h | C 13.107
Überblick zur Anatomie, Physiologie und Pathologie der Organe und
Organsysteme des menschlichen Körpers mit Bezügen zur unterrichtlichen Umsetzung. Basiswissen der Humanbiologie als Grundlage
Einführung in die grundlegenden Bereiche
der Humanbiologie – Kurs 2
N.N.
S, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 14.15 – 15.45 h | C 13.120
s. Seminarbeschreibung oben „Einführung in die grundlegenden
Bereiche der Humanbiologie – Kurs 2“
43
Grundlagen der Physikalischen Chemie
Dr. Wolf-Ulrich Palm
S, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 8.15 – 9.45 h | C 12.0090
In der Vorlesung werden grundlegende Konzepte der Physikalischen
Chemie begleitend zu den Versuchen im Praktikum angesprochen. Im
Besondern sollen zu den einzelnen Themen konkrete Übungsaufgaben
gelöst werden. Nach einer Einführung zu physikalischen Größen und
deren Einheiten und den notwendigen mathematischen Grundlagen
werden die folgenden Themen behandelt: Si-Einheiten, Basisgrößen
(z.B. Avogadro-Konstante), Gasgesetze (ideales und reales Gas, Thermodynamik (Wärmekapazität, Gleichgewichte, Dampfdruck, Hauptsätze, Thermochemie), Kinetik (Begriff der Ordnung, Katalysator (Enzymkinetik), Temperaturabhängigkeit), Elektrochemie (galvanische Zellen,
Elektrolyse, Spannungsreihe, Zusammenhang der EMK mit der Freien
Enthalpie), Aufbau der Materie (Atom-Modelle) und Grundlagen zur
Spektroskopie Ziel ist es, grundlegende Konzepte der Physikalischen
Chemie zu verstehen und auf konkrete Fragestellungen anwenden zu
können.
44
Grundlagen der Biologie – Organismische Aspekte
Dr. Heinrich Terlutter, Dr. Eva Völler
V, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 12.15 – 13.45 h | C HS 5
Grundlagen des Baus und der Struktur von Lebewesen. Überblick über
die Vielfalt des Lebendigen. Kenntnis grundlegender Strukturen und
Organisationsformen der Biologie.
Themenauswahl: Aufbau der Zelle, Gewebe, Organe, Organsysteme,
Grundbaupläne von Pflanzen und Tieren.
Ecology and Environmental Chemistry 2
Dr. Wolf-Ulrich Palm, Sabrina Schultze
S, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | C 12.010
Dieses Seminar umfasst folgende Themenbereiche: Einführung in die
Chemie der Pestizide, Wirkung von Pestiziden, Grundlagen der Meereschemie, Marine Organismen und Lebensgemeinschaften, Makronährstoffe, Eutrophierung, Pops, Wirkung von POPs unter populationsökologischen Aspekten, Pops, neue Problemstoffe, Xeno-Östrogene und
metallorganische Verbindungen, Belastung durch Schwermetalleinträge und Ölverschmutzung sowie Wirkung von Schwermetallen und
Ölverschmutzung auf Ökosysteme. Zudem wird es Exkursionen geben.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Naturwissenschaften
Sachstruktur der Physik (Grundlagen)
Dr. Carsten Lemmen
V, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 16.15 – 17.45 h | C HS 5
In der Vorlesung werden Fragen aus der Physik (Akustik, Elektrizität,
Mechanik und Optik) so aufbereitet, dass sie ausgehend von den
Phänomenen einige Gesetzmäßigkeiten aufzeigen, woraufhin dann die
Anwendungsmöglichkeiten im Alltag thematisiert werden. Die Vorlesung integriert Versuche, die die Phänomene bzw. Gesetzmäßigkeiten
verdeutlichen sollen.
Environmentally friendly and sustainably current
innovations in natural science (FSL)
Holger Rammelberg, Beatriz Amanda Watts
S, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 10.15 – 11.45 h | C 6.316
The concepts of „sustainability“ and „environmentally friendly“ applied to current applications of natural sciences would be analyzed in
order to frame the content of the course. Practical knowledge in Energy
environmentally friendly and sustainability as selected examples
would be presented and offered to students of any discipline in the
first 4 weeks of the course. The first 3 sessions aim is to serve as a
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Pädagogik und Bildung
model of how to transmit the scientific ideas from a scientific format
into a more digestible format. The framework of the topics analyzed in
this course is innovations that are sustainable and environmentally
friendly, focusing in on: Energy and New materials.
45
Pädagogik und Bildung
Aktuelle Theorien und Diskurse in der Allgemeinen
Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Cornelie Dietrich
V, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 12.15 – 13.45 h | C 1.005
Die Vorlesung dient der Selbsverständigung über und Vertiefung von
bekannte/n und neue Theorieansätze in der Allgemeinen Erziehngswissenschaft; wir werden dies anhand zentraler Begriffe und Fragestellungen (wie z.B. Bildung, Erziehung, Subjekt, (Un)gleichheit) in
klassischen und aktuellen Texten vornehmen. Dabei soll auf Vorwissen
und Wünsche der Teilnehmenden Rücksicht genommen werden.
Einführung in die Sozialpsychologie
Prof. Dr. Roman Trötschel
V, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 16.15 – 17.45 h | C HS 1
Konkrete Informationen zu Inhalten und Zielsetzungen dieser Veranstaltung erhalten Sie zu Beginn des Semesters in myStudy. Wir bitten
um Ihr Verständnis.
46
Sozialpsychologie im Schulkontext
Prof. Dr. Roman Trötschel
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.45 h | C 12.013
Die Sozialpsychologie beschäftigt sich mit der Erklärung des Erlebens
und Verhaltens von Menschen in sozialen Situationen. Die Teilnehmer
bekommen in dieser Veranstaltung die Möglichkeit sich aktiv mit
aktuellen Theorien und Erkenntnissen aus der Sozialpsychologie zu
beschäftigen. Ziel jeder Sitzung ist gleichermaßen eine theoretisch
fundierte Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen, als auch den praktischen Anwendungsbezug für den Schulkontext
interaktiv zu entwickeln.
Organisationspsychologie im Schulkontext
Corinna Peifer
S, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | C 1.005
Fokus der Veranstaltung liegt auf dem Themen Stress, Stressbewältigung und Flow-Erleben im Kontext der Organisation Schule. Es werden
etablierte und aktuelle Modelle und Theorien aus den Bereichen Stress
und Flow-Erleben vorgestellt, sowie empirische Befunde aus diesen
Bereichen referiert. Einen großen Stellenwert nehmen hierbei die Dis-
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Pädagogik und Bildung
kussion und der Anwendungstransfer ein. U.a. werden Möglichkeiten
des sozialen Flow-Erlebens in Lerngruppen, sowie Flow-Erleben in der
Lehrer-Schüler-Interaktion thematisiert.
Psychische Gesundheit – Prävention und Gesundheitsförderung in der Schule
Prof. Dr. Peter Paulus
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.45 h | W 301
Prävention psychischer Störungen und Förderung psychischer Gesundheit (Resilienz, Kohärenz, Positive Jugendentwicklung, Capability
Approach) sind wichtig Strategien vor dem Hintergrund einer Zunahme
psychischer Belastungen auch in schulischen Settings. Dies betrifft
nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrkräfte und
anderes nicht-unterrichtendes Personal. Im Seminar wird als Einstieg
ein Überblick über die aktuellen Enwicklungen gegeben Anhand wichtiger aktueller nationaler und internationaler Projekte und Programme
werden Praxiszugänge erarbeitet, die Schulen dabei unterstützen,
wie sie das Thema der psychischen Gesundheit nachhaltig wirksam
aufgreifen und umsetzen können.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Pädagogik und Bildung
47
Umgang mit schwierigen Schülern im Unterricht
Prof. Dr. Kurt Czerwenka
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 18.15 – 19.45 h | C 3.121
Schulschwierigkeiten von Schülern werden von unterschiedlichen
Aspekten her beleuchtet und theoretisch begründet. Studierende sollen
Verhaltensweisen von Schülern besser verstehen und Reaktionsmöglichkeiten kennen lernen.
bearbeitet. Anhand der Didaktischen Rekonstruktion werden fachliche,
zukunftsgerichtete und schülerrelevante Perspektiven zur Erarbeitung
von Lernangeboten miteinander verknüpft. Die Studierenden können
lebenswelt- und nachhaltigkeitsrelevante Themen für den Unterricht
bestimmen. Die Studierenden können Unterrichtssequenzen aufbauend
auf den Lernerpotentialen wie auch entlang von fachlichen und nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten planen, durchführen und evaluieren.
Die Wiederentdeckung der Liebe in der Sozialpädagogik
Prof. Dr. Herbert E. Colla
S, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 14.15 – 15.45 h | C 14.110
Konkrete Informationen zu Inhalten und Zielsetzungen erhalten Sie zu
Beginn des Semesters in myStudy. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Naturwissenschaften des Alltags
Sybille Hüfner
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 14.15 – 15.45 h | C 13.120
Exemplarisch werden lebensweltliche und nachhaltigkeitsrelevante
Themen mit konkretem Bezug zum Alltag der Schüler und Schülerinnen
bearbeitet. Anhand der Didaktischen Rekonstruktion werden fachliche,
zukunftsgerichtete und schülerrelevante Perspektiven zur Erarbeitung
von Lernangeboten miteinander verknüpft. Die Studierenden können
lebenswelt- und nachhaltigkeitsrelevante Themen für den Unterricht
bestimmen. Die Studierenden können Unterrichtssequenzen aufbauend
auf den Lernerpotentialen wie auch entlang von fachlichen und nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten planen, durchführen und evaluieren.
Naturwissenschaften des Alltags
Bente Ohrt
S, 2 SWS
Gruppe 1: wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.45 h | C 13.107
Gruppe 2: wöchentlich | Donnerstag | 12.15 – 13.45 h | C 13.120
Exemplarisch werden lebensweltliche und nachhaltigkeitsrelevante
Themen mit konkretem Bezug zum Alltag der Schüler und Schülerinnen
48
Philosophie
Anthropologie & Anthropologiekritik
Dr. Kerstin Andermann S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 10.15 – 11.45 h | R 119
„Wir leben nicht mehr im Zeitalter der Repräsentation, sondern im
Zeitalter der Anthropologie“, so lautet eine weithin bekannte These
Foucaults aus Les mots et les choses von 1966. Foucault bestimmt
eine „Anthropologisierung“ der Philosophie im Ausgang des 19.
Jahrhunderts und sieht diese als Gefahr für die Wissenschaften, weil
sie die divergenten Formen der menschlichen Existenz an wesensanthropologischen Idealen ausrichtet. So gesehen wäre das Wissen der Anthropologie als ein Fundierungswissen anzusehen, das den Menschen
im Durchgang durch seine Natur versteht und die Möglichkeiten ihn zu
denken damit vorgibt. Das Ende des Menschen bedeutet dementsprechend für Foucault eine „Wiederkehr des Anfangs der Philosophie“ und
die Entfaltung eines Raums in dem es möglich wird, den Menschen
neu zu denken.
Wir wollen uns in diesem Seminar kritisch mit den Bedingungen der
Möglichkeit der Frage nach dem Menschen beschäftigen. Dazu werden
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Philosophie
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Philosophie
wir uns zuerst einen historischen Überblick über die Begriffsgeschichte der Anthropologie verschaffen, um dann mit Kant den Einsatzpunkt
der modernen Frage nach dem Menschen kennenzulernen, und mit
Foucault direkt einen ihrer prominentesten Kritiker auf den Plan zu
rufen. Die Auseinandersetzung Foucaults mit Kants Anthropologie wird
im Mittelpunkt des Seminars stehen, denn von hier aus, und mit Blick
auf weitere Schriften Foucaults, lässt sich eine gewichtige Kritik am
anthropologischen Denken aufzeigen, die bis in die aktuellen Diskussionen um den Posthumanismus reicht.
dem Ursprung, sie will das Denken in Kontinuitäten zerstreuen und Geschichte aus der reduzierenden Totalität überhistorischer Perspektiven
befreien. Sie sucht die Ereignisse in ihrer Einzigartigkeit, die „kleinen
unscheinbaren Wahrheiten“, wie Foucault schreibt, und gewinnt damit
eine enorme Bedeutung für die Frage nach dem Subjekt zwischen Natur und Geschichte. Wir wollen uns in diesem Prjojektseminar mit den
beiden großen Denkern der Genealogie beschäftigen und untersuchen,
welchen theoretischen Sinn und welchen methodischen Nutzen dieser
Begriff bei Nietzsche und bei Foucault verliehen bekommt.
Genealogie als Kritik
Dr. Kerstin Andermann S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 16.15 – 17.45 h | C 6.321
Gewöhnlich bezeichnet man mit dem Begriff der Genealogie die
Erforschung und die Dokumentation von Abstammungsverhältnissen,
und gerade mit diesen wird regelmäßig der Anspruch auf die legitime
Übernahme von Rechten, von Besitz und Geltung verbunden. Umso
deutlicher gewinnt vor diesem Hintergrund der Begriff der Genealogie
die Konturen eines Konzepts, das auf Kritik zielt und das Denken der
Identität konterkariert. Genealogie ist das Gegenteil einer Suche nach
Performativität und Diskurs
Dr. Steffi Hobuß
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 10.15 – 11.45 h | C 12.105
Sprachphilosophische Grundlagen und Voraussetzungen für die Begriffe Performativität und Diskurs sowie aktuelle Debatten. Einzelnes
siehe Seminarplan. In intensiver gemeinsamer Textarbeit werden sowohl theoretische Texte zur Performativitätstheorie als auch materiale
Gebiete als Beispiele erarbeitet. Erstens erschließt das Seminar mit
dem Begriff der Performativität ein zentrales kulturwissenschaftliches
Themenfeld in theoretischer Hinsicht. Zweitens bezieht es diese the-
49
oretische Perspektive auf materiale Felder (Feminismus, sprachliche
Verletzung, Geschlechtertheorie u.a.).
Laokoon 2016: Lessings „Laokoon“ als klassische und aktuelle Positionsbestimmung in Philosophie, Literatur und Kunst
Dr. Steffi Hobuß
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 5.109
Vor fast 250 Jahren (1766) erschien Gotthold Ephraim Lessings
Laokoon oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie. Mit dieser
Schrift über die Laokoon-Skulptur aus dem vatikanischen Museum und
die klassizistische Antiken-Rezeption in Deutschland griff Lessing in
zeitgenössische Debatten zum Kunst- und Kulturverständnis ein und
lieferte entscheidende Stichworte für die bis heute andauernde Diskussion. Abgesehen von seiner kunst- und philosophiegeschichtlichen
Bedeutung stellt Lessings Text Fragen, mit denen Künstler_innen und
Kunsttheoretiker_innen, Philosoph_innen und Kulturwissenschaftler_innen und jede Art von Darstellungspraxis immer konfrontiert sind.
Mit seinen Überlegungen zu den „Grenzen der Poesie und Malerei“ unterminierte Lessing ein idealisiertes Bild des antiken Helden mit seiner
edlen Einfalt und stillen Würde. Stattdessen richtete er die Aufmerk-
50
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Philosophie
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Philosophie
samkeit auf die unterschiedlichen Kunstgattungen mit ihren jeweiligen
Formgesetzen. Damit stellte er Fragen, die in den letzten 250 Jahren
vielfach aufgegriffen und weiterentwickelt wurden – Fragen über die
Gegenstandskonstitution durch unterschiedliche Darstellungsformen,
über das Verhältnis von Darstellung und Ausdruck, Leib und Schmerz,
über die produktive Einbildungskraft.
in öffentlichen Debatten zurückgegriffen wird. Lebensweltlich dominieren oftmals emphatische Bekenntnisse und wohlwollender Moralismus.
Das Seminar soll einen Beitrag liefern, dieses Missverhältnis zu korrigieren. Dazu sollen zunächst grundlegende, im tierethischen Fachdiskurs entwickelte Rechtfertigungsmodelle vorgestellt und diskutiert
werden. Fragen nach der Rechtfertigungsfähigkeit tierethischer Normen, nach dem moralischen Wert und Status nichtmenschlicher Tiere
sowie nach dem Umfang entsprechender moralischer Pflichten sollen
im Mittelpunkt des Seminars stehen. Eine besondere Aufmerksamkeit
soll der Reichweite tierethischer Argumente gelten, um möglichst
präzise die Grenzen rationaler konsensorientierter Verständigung über
tierethische Belange zu markieren. Die wichtigsten Positionen im Feld
der Tierethik werden anhand einschlägiger Texte vorgestellt. Im Verlauf
des Seminars wird sich der Fokus von ethischen Grundlagenproblemen
zu exemplarischen tierethischen Anwendungsfragen verschieben.
Vertiefungsseminar zur Vorlesung „Wissenschaftstheorie“:
Der Positivismusstreit
Prof. Dr. Dieter Friedrichs
S, 2 SWS
Gruppe 1: wöchentlich | Donnerstag | 14.15 – 15.45 h | C 14.202
Gruppe 2: wöchentlich | Donnerstag | 16.15 – 17.45 h | C 14.202
Gruppe 3: wöchentlich | Donnerstag | 18.15 – 19.45 | C 14.202
Es handelt sich um ein textbasiertes Seminar, das sich in exemplarischer
Form auf die Inhalte der Vorlesung zur Wissenschaftstheorie bezieht. Insbesondere beschäftigt sich die Veranstaltung mit dem Positivismusstreit
als eine der folgenreichsten wissenschaftstheoretischen Auseinandersetzungen der deutschen Wissenschaftsgeschichte des vorigen Jahrhunderts
– zwischen Vertretern der empirisch-analytischen Wissenschaftsposition
(auch „Positivismus“ genannt) und der dialektischen Gesellschaftstheorie
(auch „Kritische Theorie der Gesellschaft“ genannt). Auf „positivistischer“
Seite traten hauptsächlich K.R. Popper und H. Albers, auf „dialektischer“
Seite Th. W. Adorno und J. Habermas hervor. Nach empirisch-analytischer
Auffassung sind nur solche Sätze wissenschaftlich sinnvoll, die einer
Überprüfung durch Erfahrung zugänglich sind. Demgegenüber weisen die
Vertreter der dialektischen Wissenschaftstheorie darauf hin, dass ohne
die Betrachtung erkenntnisleitender Interessen, bereits bei der Wahl und
Menschen und andere Tiere: Grundlagen und Anwendungen
der Tierethik
Dr. Ulrich Steckmann S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 17.10.2014, 14 – 18 h | R 18
Einzeltermin | Sa, 8.11.2014, 10 – 18 h | R 210
Einzeltermin | Sa, 6.12.2014, 10 – 18 h | R 210
Einzeltermin | Sa, 10.1.2015, 10 – 18 h | R 210
Im Hinblick auf das Mensch-Umwelt-Verhältnis zählt der moralisch
angemessene Umgang mit Tieren zu den zentralen praktischen Problemen. Die wachsende Sensibilität für das Leiden von Tieren sowie die
steigende Bereitschaft, moralische Verpflichtungen gegenüber Tieren
anzuerkennen, stehen allerdings in einem manchmal sogar eklatanten
Missverhältnis zu den unsicheren argumentativen Ressourcen, auf die
51
auch bei der Bewertung von Forschungsgegenständen der Anspruch von
Objektivität und Werturteilsfreiheit nicht begründbar ist.
Ibn Tufail: Der Philosoph als Autodidakt
Dr. Andreas Fritzsche
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 8.15 – 9.45 h | C 5.019
Ziel dieses philosophischen Inselromans „Der Philosoph als Autodidakt“
(Hayy ibn Yaqzan) ist die Verteidigung der Philosophie als rationale
Form der Erkenntnis. Abu Bakr ibn Tufail (+1185) antwortet auf die
Angriffe der islamischen Orthodoxie, welche die philosophische Methodik
bzw. deren Vereinbarkeit mit dem Islam in Frage stellte. Der Philosoph
aus Cordoba zeigt die vernünftige, der natürlichen Veranlagung des
Menschen angemessene Struktur der Philosophie auf und führt den
Nachweis, dass die natürliche Erkenntnis sehr wohl mit den Inhalten
der Offenbarungsreligion übereinstimmt, viel besser sogar als die bloß
symbolhafte Religion der breiten Masse der Gläubigen. Das Lektüreseminar befasst sich exemplarisch mit der Philosophie im Dar al Islam (in
der Welt des Islams), denn der „Philosophus Autodidactus“ beeindruckte
westeuropäische Aufklärer und inspirierte Daniel Defoe zu seinem Inselroman „Robinson Crusoe“.
52
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Politik
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Politik
Metaphysik. Die Frage nach der Wirklichkeit
Dr. Andreas Fritzsche
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 10.15 – 11.45 h | C 3.121
Wir wachsen in eine Welt hinein, die wir entdecken und verstehen
wollen. Was passiert um uns herum und warum? Wie hängt alles
zusammen? Was ist das da und warum ist es da? Was hat es mit dem
Da-Sein auf sich? Gibt es die Dinge um uns herum wirklich oder sind
das nur unsere Vorstellungen? Was ist Realität? Was ist Wirklichkeit?
Dasjenige Gebiet der Philosophie, das sich mit diesen Fragen beschäftigt, heißt „Metaphysik“ oder auch „Erste Philosophie“. Es geht um
die Frage der Wirklichkeit, wie wir sie verstehen und was wir über die
Wirklichkeit wissen können. Was ist das da? Was ist Realität? Was
ist Wirklichkeit? Warum ist überhaupt etwas, denn es könnte ja auch
nichts sein? Gibt es eine Weltformel? Was hält die Welt im Innersten
zusammen? Soll das schon alles sein? Was können wir sicher wissen?
Wie kommt es, dass ich überhaupt etwas verstehen kann und der
Andere mich versteht? Im Seminar werden wir anhand der Texte verschiedener Autoren unsere eigene Wahrnehmung schärfen.
Politik
fügung gestellt. Mit der Vorlesung ‚Politikevaluation’ werden zur Wirkungsanalyse alternativer Maßnahmen neue und innovative Ansätze
vorgestellt und in praktischen Übungen angewendet und vertieft
erarbeitet.
Politikevaluation
Prof. Dr. Joachim Merz
V/Ü, 3 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 10.15 – 11.45 h | C 16.222 | Vorlesung
14-täglich | Donnerstag | 14.15 – 15.45 h | C 12.009 | Übung
Beginn: 2. Semsterwoche
Die Beurteilung der Wirkungen alternativer Politiken/Maßnahmen – in
der Planungsphase oder nach Durchführung – ist für einen zielgenauen Einsatz besonders wichtig. Beispiele alternativer Politiken sind
arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, Maßnahmen zur Familiensituation
(z.B. Kinderbetreuung), BAFöG-Ansätze, Betriebliche Maßnahmen etc.
Mit der Analyse von (möglichen) Gewinnern und Verlierern und den
Verteilungswirkungen einer Politik wird dabei besonderer Wert auf die
Situation der einzelnen Mikroeinheiten (Personen, Familien/Haushalte,
Unternehmen, Organisationen) gelegt. Die Themen werden mit aktuellen Aufsätzen aus wissenschaftlichen Zeitschriften erarbeitet.
Hands on: Mit eigenen Computerübungen werden die Ansätze praxisnah umgesetzt und verständlich. Dafür gibt es eine Stata-Einführung
und es werden Stata-Studierendenlizenzen für das Semester zur Ver-
Das deutsche Regierungssystem im europäischen Kontext
Prof. Dr. Ralf Tils
V, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | A GHS
Die Vorlesung bietet eine systematische Einführung in das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland. Mithilfe einschlägiger
Konzepte und Theorien der Vergleichenden Politikwissenschaft werden
die Struktur und Funktionsweise der politischen Institutionen, der Prozess der politischen Willensbildung und Entscheidung sowie zentrale
Felder der Staatstätigkeit analysiert. Zudem wird die Frage erörtert,
inwieweit angesichts der fortschreitenden europäischen Integration
noch von „deutscher Innenpolitik“ gesprochen werden kann. Die
Veranstaltung zielt auf die Vermittlung empirisch-analytischer Grundkenntnisse zum Regierungssystem der Bundesrepublik. Vor allem
sollen die TeilnehmerInnen in die Lage versetzt werden, die Spezifika
der deutschen Innenpolitik mit dem analytischen Instrumentarium
53
der Politikwissenschaft systematisch zu erfassen und zu erklären.
Dabei bildet das Konzept des „Regierens im Mehrebenensystem“ einen
besonderen Schwerpunkt.
Einführung: Politikwissenschaft
N.N.
V, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 8.15 – 9.45 h | C 12.013
Die Vorlesung gibt einen systematischen Überblick über die wichtigsten Teilgebiete des Faches (Politische Theorie und Ideengeschichte,
Regierungslehre, Vergleichende Politikwissenschaft, Internationale
Beziehungen, Politische Soziologie, Politikfeldanalyse). Zentrale Konzepte, theoretische Ansätze und methodische Zugänge werden anhand
exemplarischer Problem- bzw. Fragestellungen erläutert.
Human Rights
Prof. Dr. Joachim Sanden
S, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 18.15 – 19.45 h | C 12.009
This course focuses on the protection of human rights within the
International, European and German law. After a brief analysis of the
history of human rights protection and the underlying concepts, the
54
course presents the rules of Human Rights on an international level,
in the EU and in Germany. Element are the key UN institutions involved
in protecting and enforcing human rights. We discuss some of the key
global treaties concerned with protecting and enforcing human rights.
In this context, e.g. the European Convention on Human Rights and
the EU Charter of Fundamental Rights will be analysed. Furthermore,
we will discuss the civil rights concept for EU citizens. Analysis in the
course will be based on the jurisprudence of the International Courts,
the European Court for Human Rights, the European Court of Justice
and also on the cases of the German Federal Constitutional Court
(BVerfG) as a national court.
In the second part, the course enables the students to write essays in
human rights as well as case studies dealing with leading HR cases.
This is to prepare the final essays which are an element of the course
goal.
The third part of the course will be devoted to activities undertaken by
Germany in order to promote human rights‘ protection. The doctrines
of general constitutional rights and namely different protection functions are dealt with, as well as single constitutional rights and their
coverage through the constitutional complaint procedure at the
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Politik
BVerfG. The special emphasis will be put on the scope and impact of
specific human rights relevant for the economy as profession, property,
residence etc.
The Theory and Practice of Human Rights (FSL)
Dr. Juan J. García Blesa
S, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 12.15 – 13.45 h | C 14.001
In this course, we are going to critically examine what writer Micheline
Ishay (2004, p. 2) calls ‘humankind’s noblest aspirations’ – universal
human rights. To do so, we will examine: from when and where human
rights have emerged; the theory and philosophy that underpins human
rights; the full extent of human rights in the present; the documents,
treaties, agreements and institutions on which they are based; and
crucially, how human rights are employed in practice. When looking
in detail at all of these areas, we will also be touching on some of the
key controversies that surround human rights and their application:
poverty, the fight against terrorism and cultural relativism. This indepth approach is intended to equip students with a full and detailed
understanding of both the theory and practice of universal human
rights.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Politik
The learning outcomes of this seminar will be:
1. An overview of the development of international human rights
politics before and since the signing of the 1948 Universal
Declaration of Human Rights;
2. An understanding of the ideas, theories, and practical implica tions of human rights in a rapidly globalizing world;
3. An understanding of the politics of human rights through global
issues and country-based case studies with specific regard to
areas related to each student‘s field of interest.
Afrikanische Metropolen zwischen kolonialer Vergangenheit und dynamisch-kreativer Neuerfindung
Dr. Ilsemargret Luttmann
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 16.222
Die großen afrikanischen Städte wie Dakar, Abidjan, Lagos, Douala,
Kinshasa/Brazzaville, Johannesburg, Kapstadt, Mombasa etc. stehen
in dem Ruf, völlig an der Aufgabe einer geordneten städtischen Entwicklung zum Wohl der Bevölkerung gescheitert zu sein. Horrorszenarien von Slums, Arbeitslosigkeit, Gewalt, unzulänglichen Dienstleistungen, Überbevölkerung, Korruption etc. werden in immer neuen
55
Varianten gezeichnet und in allgemeinen Umlauf gebracht. Diese
Bilder halten sich standhaft bis heute – und nicht nur bei Journalisten, sondern auch in der wissenschaftlichen Literatur. Die postkolonialen Städte Afrikas werden dabei immer – so auch bei Modernisierungstheoretikern und Entwicklungsplanern – unter Zuhilfenahme
binärer Oppositionspaare, die sich aus den kolonialen formalistischen
Unterscheidungskriterien herleiten, beurteilt: städtisch – ländlich,
traditionell – modern. Formell – informell, authentisch – nicht-authentisch, chaotisch – geordnet.
Es geht auch nicht darum, die katastrophalen Lebensbedingungen
in den meisten afrikanischen Megastädten zu bagatellisieren oder zu
leugnen, aber es ist wichtig zu erkennen, dass sie nur einen Teil der
Wirklichkeit darstellen und vor allem einer differenzierten historischen Erklärung bedürfen. In dem Seminar versuchen wir, uns diesem
anderen Blick aus der Perspektive der Betroffenen zu nähern und
unsere eigenen Werte von Ordnung, Effizienz und Sicherheit als relative
Maßstäbe zu begreifen.
Die SeminarteilnehmerInnen verschaffen sich einen Einblick in
wissenschaftsspezifische (ökonomisch und entwicklungspolitisch ausgerichtete, historische, ethnologische, soziologische) und theoretische
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Ansätze (funktionalistische, strukturanalytische, post-koloniale) zur
Untersuchung afrikanischer Metropolen, die sie mit Bezug auf empirische Fallstudien unterscheiden lernen und kritisch reflektieren.
Sie erarbeiten sich Wissen über die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe der afrikanischen Metropolen, die z. T. vorkoloniale Ursprünge
haben, z. T. koloniale Schöpfungen sind, und machen sich über den
Akteure-Ansatz vertraut mit Ängsten, Potenzialen, Leistungen der
urbanen Bevölkerung..
Jerusalem, Du Schöne: Perspektive der Geschichte, Kunst und
Politik auf die Stadt
Dr. Barbara Breysach
S, 2 SWS
14-täglich | Montag | 14 – 18 h | N 00.114
In Israel steht die (völkerrechtlich nicht anerkannte) Landeshauptstadt
im Zentrum israelisch-palästinensischer politischer Debatten und
Konflikte. In europäischen Debatten steht Jerusalem nicht im Zentrum,
doch häufig im Hintergrund, wenn es um die Frage der Aktualität
religiöser Identität geht. Vor allem ist Jerusalem ein beliebtes Reiseziel
und begehrtes Objekt des Massentourismus. Hier gibt es eine Ballung
von Journalisten und internationalen Organisationen wie in kaum
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Politik
einem anderen Land. Diese teils explizite, teils implizite religiöse
Aufmerksamkeit, aber eben auch das enorme mediale Interesse ist der
Ausgangspunkt des Seminars.
Die Konflikte um Jerusalem können nicht abgetrennt werden von
der Entstehungsgeschichte Israels nach der Erfahrung des Zweiten
Weltkriegs und der Shoah. Deswegen vor allem werden politikwissenschaftliche Perspektiven integriert. Vor allem soll das Thema anhand
von anschaulichem Material (Film, Literatur, Kunst) beleuchtet werden
und hiervon ausgehend eine kultur- und religionswissenschaftliche
Sicht entwickelt werden.
Besondere Beachtung wird den folgenden Aspekten gewidmet:
1. Jerusalem ist von sich teils ergänzenden, teils widersprechenden Traditionen überlastet bzw. prädeterminiert.
2. Die aktuelle Geschichte des Staates Israels ist nicht von der des
europäischen Antisemitismus und der Emigrationsgeschichte
während des Nationalsozialismus abzutrennen.
3. Eine Anknüpfung an die in Literatur und Kunst gespiegelten
Traditionen kann ebenso hilfreich wie hinderlich für die Zukunft
des Zusammenlebens in Jerusalem sein, da neue kreative Denk ansätze gefragt sind.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Politik
Die SeminarteilnehmerInnen sollen ein komplexes Thema mittels eines
interdisziplinären Zugangs erarbeiten. Vor allem ihre analytischen
Fertigkeiten werden angesprochen und ausgebildet. Konkret werden
diese Fähigkeiten anhand von Filmen, Texten und künstlerischen
Darstellungen erarbeitet.
Demographic changes: How to deal with upcoming challenges in our society? (FSL)
Ulrike Fasbender, Jan-Bennet Voltmer
S, 2 SWS
Einzeltermin | Mi, 15.10.2014, 8.15 – 9.45 h | W 202
Einzeltermin | Fr, 31.10.2014, 12 – 20 h | W 202
Einzeltermin | Fr, 21.11.2014, 12 – 20 h | R 119
Einzeltermin | So, 23.11.2014, 9 – 17 h | R 119
In this course, we are going to critically examine what demographic
changes are and how we can deal with upcoming challenges in our society. In order to do so, we will analyze the demographic changes and
the resulting (benefits and) problems from an individual, economic
and societal perspective. The seminar gives an overview on scientific
theories, models, and methods of research including different disciplines, such as politics, economics, psychology, sociology and medicine.
57
Participants will prepare presentations on selected topics to combine
those different disciplines and finally enable a comprehensive understanding of its interplay. Under investigation of the legal and political
situation in Germany and the European Union, we will develop ideas,
which address potential solutions to pressing population concerns in
the 21st century.
In addition to comprehensive literature study, we will use facts and
figures to underlie the argumentation (e.g., OECD statistics). Further,
we discuss actual debates on demographic changes, such as the
“Demografiegipfel der Bundesregierung”, which was initiated from the
Federal Ministry of the Interior.
Ambient Assisted Living (AAL) – Der demografische Wandel als
gesamtgesellschaftliche Herausforderung
Björn-Helge Busch
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 8.15 – 9.45 h | C 5.310
Das noch junge Forschungsgebiet Ambient Assisted Living – AAL
vereint zur Beantwortung gesamtgesellschaftlich relevanter Fragestellungen, die durch den demografischen Wandel aufgeworfen werden,
Akteure aus unterschiedlichsten fachlichen Disziplinen.
58
Die Teilnehmer sollen im Rahmen der Veranstaltung einen umfassenden Überblick über das Forschungsgebiet Ambient Assisted Living
gewinnen, um aufgrund des interdisziplinären Charakters Bezüge zum
eigenen, fachlichen Hintergrund herstellen zu können.
1. Ursachen und begleitende Phänomene des demografischen
Wandels – Gesellschaftliche Umbrüche seit 1945 am Fallbeispiel
Deutschland.
2. Auswirkungen des demografischen Wandels und innerdeutscher
Migration auf Versorgungs-infrastrukturen, soziale Netzwerke
und Unternehmen mit dem Fokus auf rurale Regionen und Gebiete
des Strukturwandels.
3. Unmittelbare Folgen des demografischen Wandels für das Indi viduum – Die Anthroposphäre des alternden Menschen
4. Nutzerrestriktionen und Bedarfe – Der Prozess des Alterns aus
psychologischer, physiologischer und pflegerischer Perspektive
5 Die Politik als Regulator – Förderinstrumentarien, Forschungs und Produktförderungen auf nationaler und europäischer Ebene
6. Technische Lösungen – Autonome Assistenzsysteme und Agenten systeme auf Basis der Analyse von Massendaten, innovative
Sensoren, GST-Ansätze
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Politik
7. Dienstleistungsmodelle zur Optimierung der Pflege, Kommunika tion und Versorgung
8. Ethische Fragestellungen im Kontext AAL – Eigenverantwortung
vs. Überwachung und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
9. Rechtliche Aspekte im Kontext AAL – Datenschutzrichtlinien und
das Medizinproduktegesetz
10. Wer bezahlt es? Potentielle Geschäftsmodelle und mögliche
Kostenträger zur Etablierung von technischen AAL-Lösungen und
AAL-Dienstleistungen.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Psychologie
Psychologie
Sensorik
Prof. Dr. Friedrich Müller
V, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 8.15 – 9.45 | W 301
Die Sensorik befasst sich mit der Quantifizierung menschlichen Erlebens
mit Hilfe wissenschaftlich fundierter sensometrischer und phänometrischer Mess- und Skalierungsmethoden. Sensorische Messungen sind
Grundlage für Entwicklung und Optimierung von Produkten und Dienstleistungen an die Bedürfnisse der Kunden. In der Lebensmittelindustrie und
bei der Herstellung Geruch tragender Produkte sind sensorische Prüfungen
ebenso unverzichtbar wie bei der Entwicklung optischer oder akustischer
Geräte, dem Design und der benutzerfreundlichen Gestaltung etwa von
Geräten und Websites. Theoretische Grundlagen und Voraussetzungen für
zuverlässige und valide sensorische Messungen werden vorgestellt. Die
Teilnehmenden lernen unterschiedliche Mess- und Skalierungsverfahren
kennen und wenden sie an. Sie sollen Wissen und Verständnis erwerben,
um sensorische Messungen sinnvoll zu interpretieren, die für unterschiedliche Anwendungen passenden Verfahren zu wählen und Messverfahren
zur Beantwortung eigener Fragestellungen anzupassen und zu nutzen.
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Einführung in die Sozialpsychologie
Prof. Dr. Roman Trötschel
V, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 16.15 – 17.45 h | C HS 1
Informationen zu Inhalten und Zielsetzung der Vorlesung erhalten Sie zu
Beginn des Semesters in myStudy. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Psychologie der sozialen Interaktion und Kommunikation
Benjamin Höhne
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 23.1.2015, 14 – 19 h | C 1.312
Einzeltermin | Sa, 24.1.2015, 9 – 17 h | C 1.005
Einzeltermin | So, 25.1.2015, 9 – 15 h | C 1.005
In der Veranstaltung wird ein Fokus auf dyadische und gruppale
Kommunikations- und Interaktionsprozesse in der Organisation Schule
gelegt. Dabei werden sowohl klassische Theorien der Gruppenforschung, aber auch anwendungsbezogene Ansätze der interessengeleiteten Konfliktlösung aufgegriffen. Teilnehmende sollen einerseits einen
Einblick in die wichtigsten psychologischen Prozesse in der Interaktion
zwischen Dyaden und Kleingruppen in Organisationen erhalten und
andererseits praktische Kompetenzen im Umgang mit schwierigen
Interaktionen im Schulalltag zu entwickeln.
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Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Psychologie
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Theologie
Theorien der Sozialpsychologie (A)
Dr. Thomas Petzel, Prof. Dr. Bernhard Sieland
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | W 216
Die Sozialpsychologie beschäftigt sich mit der Erklärung des Erlebens
und Verhaltens von Menschen in sozialen Situationen. Teils stützen
sozialpsychologische Theorien und empirische Erkenntnisse das
alltagspsychologische Verständnis, teils widersprechen sie ihm. In
dieser Veranstaltung werden grundlegende Gebiete und Theorien der
Sozialpsychologie vorgestellt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für den
Alltag und die berufliche Praxis diskutiert.
Videos) werden wir die körperlichen, kognitiven und sozialen Übergänge des Jugendalters behandeln, immer im Bezug zur Haupt- und
Realschule.
Den Teilnehmenden sollen die vielen Facetten des Jugendalters nahe
gebracht werden, die sie vielleicht auch selbst nicht erlebt haben,
damit sie ihre Schülerinnen und Schüler besser verstehen und professioneller mit ihnen umgehen können.
und Psychologie) kennenlernen und verstehen lernen, auf welchen
Prozessstufen ein Gender Bias auftreten kann. Die Teilnehmer werden
hierdurch in die Lage versetzt, empirische Studiendesigns hinsichtlich
eines vorliegenden Gender Bias sowie anderer methodischer Denkfehler zu analysieren. In praktischer Hinsicht werden die Teilnehmer im
Anschluss an das Seminar die Auswirkungen von Geschlechterstereotypen auf menschliches Verhalten im Gesundheitssystem differenziert
diskutieren können.
Theorien der Sozialpsychologie (B)
Dr. Thomas Petzel, Prof. Dr. Bernhard Sieland
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.45 h | R 119
s. Seminarbeschreibug oben „Theorien der Sozialpsychologie (A)“
Entwicklung im Jugendalter 1
Prof. Dr. Maria von Salisch S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 3.120
Mit Hilfe eines guten Lehrbuchs und weiteren Materialien (inklusive
Gender in Gesundheitssystem und gesundheitsbezogener
Forschung
Sarah Rohlfing
S, 2 SWS
Einzeltermin | Sa, 25.10.2014, 13 – 19 h | C 5.311
Einzeltermin | Sa, 22.11.2014, 10 – 19 h | C 11.008
Einzeltermin | So, 23.11.2014, 10 – 19 h | C 11.008
Im Rahmen des Seminars sollen sich die Teilnehmer mit den Konzepten
Gender/Geschlecht als medizinischen und psychologischen Variablen
auseinandersetzen. Das Seminar wird anleiten, geschlechterstereotype
und heteronormative Konzeptanteile in psychologischen und medizinischen Theorien zu erkennen. Die Seminarteilnehmer werden den
empirischen Forschungsprozess (anhand von Beispielen aus Medizin
61
Theologie
Dogmatik
Prof. Dr. Markus Mühling
V, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 10.15 – 11.45 h | C 16.110
Diese Vorlesung bietet eine Einführung in die Darstellung des christlichen Wirklichkeitsverständnisses auf Basis der christlichen Hoffnung.
Themen wie Gotteslehre, Soteriologie und Anthropologie werden im
Rahmen eschatischer, d.h. letztgültiger Hoffnung über den Tod hinaus
behandelt.
Einführung in die Ethik
Prof. Dr. Markus Mühling
V, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 11.45 h | C 14.001
Grundlagenfragen der Ethik als Theorie des christlichen Handelns
werden vorgestellt. Dabei werden die besonderen Bereiche ethischer
Argumentation wie natürliche Ethik, naturalistische Ethik, deontische
Ethik, teleologische Ethik, Verantwortungsethik, Tugendethik, etc. aus
dem Handlungsbegriff abgeleitet und auf Grundlagen der christlichen
Ethik bezogen.
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Prolegommena (Glaube und Theologie)
Prof. Dr. Markus Mühling
V, 2 SWS
wöchentlich | Freitag | 8.15 – 9.45 h | C 16.129
Das Verhältnis von Glaube und Theologie wird in den Blick genommen
und dabei Selbstklärungen der (Systematischen) Theologie vorgenommen. Themen sind: Theologie und ihr Gegenstand, Wahrheit, Logik und
Wissenschaftlichkeit der Theologie, natürliche Erkenntnis Gottes und
die Frage nach dem Leiden (Theodizee), die Möglichkeit und Wirklichkeit von Offenbarung, das Glaubensverständnis des Christlichen
Glaubens, Theorien des Zustandekommens von Glauben, die Rolle der
Schrift, Rechtfertigung und Glaube sowie das Verhältnis zu anderen
Religionen.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Umweltwissenschaften
Umweltwissenschaften
Einführung in die Umweltwissenschaften
Prof. Dr. Andreas Möller, Dr. David Walmsley
V, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 8.15 – 9.45 h | C HS 3
Die Veranstaltung umfasst in einem ersten Teil naturwissenschaftliche
Grundlagen der Umweltwissenschaften, in einem zweiten Teil sozialwissenschaftliche Grundlagen der Umweltwissenschaften
Vorlesung organische Grundlagen der Umweltchemie und
nachhaltigen Chemie
Prof. Dr. Klaus Kümmerer
V, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 12.15 – 13.45 h | C HS 5
Es werden Grundlagen der organischen Chemie (Stoffgruppen, Eigenschaften, Reaktionen) und Grundlagen für das Verhalten organischer
Chemikalien in der Umwelt vermittelt, die an Inhalte der Vorlesung
Allgemeine und Anorganische Chemie (2. Semester) anknüpfen.
Im Teil „Organische Chemie“ werden also auch ausgewählte, umweltund ressourcenrelevante Themen mit Bezug zur „Organischen Chemie“
sowie Aspekte der neuen Richtung „Nachhaltige Chemie“ behandelt.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Umweltwissenschaften
Die Veranstaltung umfasst folgende Themen: Eigenschaften und
Verhalten organischer Stoffe allgemein, Eigenschaften (auch für
die Beurteilung umweltchemischer Prozesse und des Verbleibs und
Verhaltens organischer Umweltschadstoffe), beispielhafte Reaktionsmechanismen, funktionelle Gruppen, Bedeutung chemischer Produkte
sowie ausgewählte Aspekte organischer Ressourcen (Naturstoffe,
fossile Energieträger).
Chemische, soziale und nachhaltige Aspekte der Wasserforschung
Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Dr. Oliver Olsson
V, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 14.15 – 15.45 h | C 13.107
In der Veranstaltung wird Wasser als Ressource unter verschiedenen Gesichtspunkten entlang seines Nutzungszyklus betrachtet. Die
Hauptthemenblöcke beschäftigen sich u.a. mit der Verfügbarkeit von
(sauberem) Wasser (Mengen, Gesundheit), der Nutzung und Bewirtschaftung von Wasser (Bedarf), den Möglichkeiten von Modellierung
(Wassermengen, Wasserqualität), den sozialen (Gender) und politischen Implikationen von Wasser (Kriege um Wasser, Grundrecht auf
Wasser u.a.).
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Diese Veranstaltung baut auf die Lehrinhalte der Veranstaltung „Experimente zum biochemischen Abbau umweltrelevanter Substanzen“ auf
und geht vertiefend auf Bewertung, Wirkung und mögliche Maßnahmen von Schadstoffeinträgen in die aquatische Umwelt ein.
Betriebliche Umweltinformationssysteme (BUIS)
Prof. Dr. Andras Möller
V, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 8.15 – 9.45 h | C 11.307
Diese Veranstaltung konkretisiert des Themenfeld der betrieblichen
Standardsoftware in Bezug auf den Umweltschutz und eine nachhaltige Entwicklung. Als betriebliche Umweltinformationssysteme (BUIS)
werden die Software-Systeme bezeichnet, die das leisten (sollen). BUIS
sind bereits seit Anfang der 1990er Jahre Forschungsgegenstand in
der Wirtschaftsinformatik. Das Feld entwickelt sich zunehmend zu
einem Standard-Forschungs-“Track“ der WI. Dennoch ist längst noch
nicht alles erforscht; es gibt noch keine Bibel, die man lesen muss.
Das sind ideale Voraussetzungen, weil es eben noch die Möglichkeit
gibt, eigene Schwerpunkte zu setzen und auszuleuchten. In der Veranstaltung werden folgende Inhalte behandelt: Konzepte des betrieblichen Nachhaltigkeitsrechnungswesens, aktuelle internationale Be-
64
strebungen zur Standardisierung (im weiteren Sinne): Product Carbon
Footprinting, Corporate Carbon Footprinting, CO2-Neutralität, Life Cycle
Assessment und Life Cycle Management, Nachhaltigkeitsberichterstattung etc.), Systemdefinition und Entwurf integrierter betrieblicher
Informationssysteme, die von vornherein Aspekte von Nachhaltigkeit
und Umweltschutz abdecken (Motto: So müsste es idealweise sein!),
Möglichkeiten und Formen der Integration in vorhandene Standardsoftware sowie Internetbasierte Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Entwicklungen
Prof. Dr. Eckhard C. Bollow, Prof. Dr. Andreas Möller
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 10.15 – 11.45 h | C 14.102a
Kaum ein Bereich hat einen stärker verändernden Einfluss auf die
moderne Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts wie jenes Themenspektrum, das sich mit den Begriffen Wissensgesellschaft und Informationsgesellschaft verbindet. Es werden die Chancen und Risiken
für eine nachhaltige Entwicklung der damit verbundenen Technologien
erarbeitet. Während Begriffe wie Wissens- und Netzwerkgesellschaft
aus den Wissenschaften stammen (Drucker, Castells etc.) geht es uns
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Umweltwissenschaften
aber auch um „phänomenologische Beobachtungen“ (Erinnerung:
Berger und Luckmann) der heutigen Wirklichkeit: Social Networks,
Open Hardware und Maker-Szene, Bildung und soziale Netzwerke,
Neue Reperaturgesellschaft usw. Es geht uns nicht so sehr um das
Virtuelle allein, eher darum, wie das Virtuelle (eher Symbolumwelt des
Menschen und der Gesellschaft, heute mehr und mehr IT-basiert) und
das Materielle neu arrangiert werden. Wenn wir also (auch) Hardware
einbeziehen, dann ist nicht das Erkenntnisziel das Wissen um ihre
Herstellung und Programmierung, sondern hier Bedeutung und ihre
Wirkungen. Gerade hieraus ergeben sich erhebliche Konsequenzen in
Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung: der „Footprint“ wird durch
die Herstellung, Nutzung und Entsorgung der Hardware festgelegt.
Hier sind Inputs der Teilnehmenden sehr willkommen.
Grundlagen der Umweltplanung (Kurs 1)
Prof. Dr. Sabine Hofmeister
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 16.15 – 17.45 h | C 14.001
In dieser Veranstaltung geht es um die Grundlagen ökologisch orientierter Planung anhand der kritischen Reflexion des Beitrags formeller
und informeller Planung in ausgewählten Handlungsfeldern, anhand
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Umweltwissenschaften
der Herausforderungen „Klimawandel“ im urbanen Raum und „Energiewende“ im ländlichen Raum.
Grundlagen der Umweltplanung (Kurs 2)
Sebastian Heilmann
S, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 8.15 – 9.45 h | C 9.102
In dieser Veranstaltung geht es um die Grundlagen ökologisch orientierter Planung durch die kritische Reflexion des Beitrags formeller und
informeller Planung in ausgewählten Handlungsfeldern, am Beispiel
der Herausforderungen „Klimawandel“ im urbanen Raum und „Energiewende“ im ländlichen Raum.
Grünräume in der Stadt – Entwicklungsperspektiven für die
Lüneburger Innenstadt
Matthias Fabian, Sebastian Heilmann
S, 4 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 8.15 – 11.45 | C 11.117
Die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ schreibt den
Grünräumen in Innenstädten eine besondere Funktion zum Erhalt der
Biodiversität sowie zur Klimaanpassung zu. Zudem tragen Grünräume
maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung innerstädtischen Wohnens
65
sowie zur Lebensqualität der Innenstädte bei. Auch die Hansestadt ist
Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und will
hier vor Ort im Sinne der nationalen Strategie aktiv werden. Eine Frage
des Seminars ist es daher, die notwendigen Anforderungen an eine
nachhaltige Grünraumplanung in Lüneburg zu erarbeiten – vor dem
Hintergrund der Fragen: Warum ist Stadtgrün wichtig und welche
Funktionen und Nutzungsansprüche bestehen? Die Beschäftigung mit
dieser Frage soll einen Beitrag für die Aktualisierung des Landschaftsplans darstellen. Es wird hierzu die Möglichkeit geben, mit Vertretern
der Hansestadt Lüneburg (Grünflächenamt), der Naturschutzverbände
(BUND und NABU) sowie den im Rahmen der Landschaftsplanung
beauftragten Büros ins Gespräch zu kommen. Der Fokus der Zugänge wird ein planungswissenschaftlicher (insb. im Kontext von
Landschaftsplanung und Naturschutz, politischen Strategien) sowie
rechtswissenschaftlicher (insb. mit Blick auf BNatSchG, NAGBNatSchG
und BauGB) sein. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Sitzung
des Grünflächen- und Forstausschusses der Hansestadt Lüneburg
präsentiert und ggf. in der Schriftenreihe Nachhaltigkeit und Recht
veröffentlicht.
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machmehrwert – Fliegende Bauten nachhaltig gestalten
Jun.-Prof. Dr. Jantje Halberstadt, Oliver Thomas
S, 2 SWS
Einzeltermin | Mi, 22.10.2014, 10.15 – 13.45 h | R 115
Einzeltermin | Mi, 5.11.2014, 10.15 – 11.45 h | R 115
Einzeltermin | Fr, 21.11.2014, 14 – 19 h | extern | Exkursion
Einzeltermin | Sa, 22.11.2014, 10 – 19 h | extern | Exkursion
Einzeltermin | Mi, 10.12.2014, 10.15 – 13.45 h | R 115
Einzeltermin | Fr, 16.1.2015, 14.15 – 17.45 h | R 18
Fliegende Bauten nachhaltig gestalten – ein Widerspruch? Dieses
Parodoxon greift die Plattform Leuphana SCHub (Social Change Hub)
als Fragestellung im Rahmen einer Case Study auf, gemeinsam mit
Praxispartner Oliver Thomas (Gründer MEHRBLICK, Hamburg) und
einem studentischen Projektteam.
Ziel des Seminars ist zunächst die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für das Praxisvorhaben „machmehrwert – Fliegende Bauten
nachhaltig gestalten“. Idee ist, langfristig ein Projekt zu initiieren, das
den Bau eines mobilen Raumes („Fliegende Baute“) aus upgecycleten
Büro- und Werkstoffen aus dem Bestand des öffentlichen Dienstes und
Gewerbetreibenden vorsieht.
Hierbei geht es darum, bereits abgeschriebene Materialien umzunut-
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Umweltwissenschaften
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Umweltwissenschaften
zen und gleichzeitig einen mobilen Raum zu schaffen, welcher der
Lüneburger Kreativ- und Initiativlandschaft zur Verfügung gestellt
werden könnte. Im Rahmen des Seminars möchten wir gemeinsam mit
dem Praxispartner und den Studierenden ergebnisoffen analysieren
und diskutieren, ob die Idee Potential hat. Im Dialog mit Akteuren der
Universität, Studentischen Initiaitven und Kulturschaffenden möchten
wir den tatsächlichen Bedarf für das Vorhaben untersuchen. Zudem
möchten wir uns theoretisch wie praktisch mit Produktkreisläufen
und Themen wie Upcycling und Cradle to Cradle beschäftigen. Nähere
Informationen erhalten Sie unter:
www.leuphana.de/schub und www.mehrblick.de
werke müssen die großen zeitlichen und räumlichen Schwankungen
des natürlichen Wasserdargebots ausgleichen, vor Überflutungen
und Dürre schützen und gleichzeitig die Wasseransprüche der Natur
gewährleisten. Wie dienen Wasserprojekte einer entsprechenden Sicherung und Nachhaltigkeit, die wirtschaftlich ist und den Schutz der
Umwelt und die Minderung von Konflikten einschließt? Grundlagen und
Fallstudien aus allen Erdteilen werden von den Teilnehmern in kleinen
Gruppen be- und erarbeitet. Die Seminare dienen dabei wesentlich zur
Diskussion von Zwischenergebnissen und gegen Ende des Semesters
zum Vortrag der Referate. Der Dozent ist Berater bei internationalen
Wasserprojekten.
Wasserprojekte und nachhaltige Entwicklung
Prof. Dr. Hartmut Wittenberg
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 10.15 – 11.45 h | R 18
Ein Mensch nimmt täglich etwa drei Liter Wasser mit Speisen und
Getränkem auf. Der Trinkwasserverbrauch liegt in Deutschland jedoch
bei gut 120 l pro Tag und Einwohner. Wesentlich größere Wassermengen sind erforderlich für Landwirtschaft, Industrie, Nahrungs- und
Energieerzeugung sowie Verkehr. Wasserprojekte und Wasserbau-
Case Studies in Sustainability Management
Dr. Dimitar Zvezdov
S, 2 SWS
14-täglich | Montag | 14 – 18 h | 20.10.2014 – 30.1.2015 | R 16
Against the background of omnipresent global crises and concrete
social and ecological challenges entrepreneurs have to integrate economic, environmental and social/societal issues into their businesses.
Formulas like sustainability management and corporate social responsibility need to be realized based on specific entrepreneurial skills
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that are often not provided in general economic curricula. Therefore,
management schools are increasingly integrating such issues into
their teaching and research.
Future managers as well as members of private and public organizations will increasingly face topics like climate change, poverty,
labour standards and human rights. Hence, education needs to reflect
these tasks methodically and has to create a broad understanding of
creating value in terms of the creation of economic capital, developing
social and preserving natural capital. Case studies can be adequate
tools to learn on different levels and from different perspectives. Using
case study approaches as research and teaching methods confronts
participants with complex and multi-faceted problems that have to
be identified, analysed and possibly solved. Concentrating on specific
real-life cases helps to understand the complexity of entrepreneurial
tasks in the context of sustainability challenges.
Main objectives are: Introduction to and overview of case study
research and learning methods, introduction to and overview of
concepts and theories of sustainable entrepreneurship and analyses
and discussion of real-life cases that deal with sustainability issues
in business contexts.
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Biodiversity conservation: an introduction
Joern Fischer
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.45 h | C 3.121
Biodiversity conservation is one of the central challenges for humanity
in the 21st century. This seminar will be a mixture of lectures and
discussion sessions to introduce key issues related to biodiversity
conservation to a non-specialist audience. Topics covered will include
background on the science of conservation biology; key drivers of
biodiversity decline; and challenges of biodiversity conservation in
the real world. Examples from around the world are used to cover a
wide range of issues pre-occupying conservation biologists today,
including habitat loss, habitat fragmentation, the effects of climate
change, and the introduction of species to locations where they did not
originally occur. In addition, the human dimension of biodiversity conservation will be considered, including how the socioeconomic context
affects how biodiversity conservation might be best implemented. The
material will be general enough to require no formal background in
science or ecology. By the end of the course, participants will have a
clear understanding of key challenges facing conservationists around
the world.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Umweltwissenschaften
Alternative Energy in Transportation
Prof. Dr. Michael Palocz-Andresen
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 17.10.2014, 8 – 12 h | C 11.117
Einzeltermin | Fr, 24.10.2014, 8 – 12 h | C 11.117
Einzeltermin | Fr, 14.11.2014, 8 – 12 h | C 11.117
Einzeltermin | Fr, 28.11.2014, 8 – 12 h | C 11.117
Einzeltermin | Fr, 12.12.2014, 8 – 12 h | C 11.117
Einzeltermin | Fr, 9.1.2015, 8 – 12 h | C 11.117
Einzeltermin | Fr, 23.1.2015, 8 – 12 h | C 11.117
Developing sustainable mobility is an important aim of many governments around the World. Environment and climate protection requires
the introduction of alternative propulsion technologies.
The course considers passenger cars and public buses, ships and
airplanes. Elements of alternative propulsion are: Electric and hybrid
engine; Electric battery and fuel cell as storage system; Hydrogen,
natural gas and methanol as fuel.
Alternatively driven transportation means emit less CO2 than fossil
fuel driven vehicles, airplanes and ships, however they have the own
disadvantages. Currently, the most important alternative energy carriers such as electric energy for battery and hydrogen for fuel cell are
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Umweltwissenschaften
produced from fossil fuels or in fossil fuel combusted energy plant and
in nuclear energy power plants. The production of renewable energy
carriers at sustainable way in renewable energy plants is one of the
most important targets of the next decades.
Not only technology, but also traffic organization and financing and
investment, mobility management, and social and education aspects
also belong to the course topics.
There are more important problems – What contributes to
acting or non-acting towards sustainable development
Dr. Horst Rode
S, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 8.15 – 9.45 h | C 12.101 a
Vor über 20 Jahren wurden Forschungsergebnisse veröffentlicht, die
darauf hindeuteten, dass Aktivitäten für einen schonenden Umgang
mit der Umwelt am ehesten eine Umsetzungschance hatten, wenn
sie mit einem möglichst geringen wahrgenommenen Aufwand für die
Handlung verbunden waren. Das Seminar wird sich unter anderem
mit der Frage auseinandersetzen, ob sich diese „Low-Cost-Hypothese“
noch immer anwenden lässt, auch auf Handeln im Sinne nachhaltiger
Entwicklung. Vor diesem Hintergrund werden folgende Fragen disku-
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tiert: Welche Faktoren begünstigen oder erschweren Handeln im Sinne
nachhaltiger Entwicklung?
Welche Priorität hat nachhaltige Entwicklung im Vergleich zu anderen
Bereichen, etwa Ausbildung, Alterssicherung und Arbeitsplätzen?
Wie lässt sich nachhaltiges Handeln überhaupt beschreiben?
Kann Bildung die Menschen dazu anregen, sich stärker im Sinne
nachhaltiger Entwicklung zu engagieren?
Auf der Grundlage empirischer Forschungsergebnisse werden diese
Fragen angesprochen. Als gemeinsames Produkt des Seminars soll
ein Modell erarbeitet werden, das die verschiedenen Faktoren pro und
contra nachhaltiges Handeln miteinander in Beziehung setzt. Dieses
Modell wird dann einem ersten Test im Rahmen einer Befragung
unterzogen.
Food security under climate change
Torsten Sprenger
Einzeltermin | Fr, 17.10.2014, 16 – 18 h | C 12.101 a
Einzeltermin | Sa, 18.10.2014, 10 – 16 h | C 12.101 a
Einzeltermin | Fr, 7.11.2014, 16 – 18 h | C 12.101 a
Einzeltermin | Sa, 8.11.2014, 10 – 16 h | C 12.101 a
S, 2 SWS
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Einzeltermin | Fr, 12.12.2014, 16 – 18 h | C 12.101 b
Einzeltermin | Sa, 13.12.2014, 10 – 16 h | C 12.101 b
This seminar focuses on sustainable food production under a climate
change regime within four different country examples, naming Swaziland, North Korea, Indonesia and Mexico.
Food security is one of the outstanding aims within the millennium development goals (MDGs). Climate Change is in this manner
identified for rising problems according to its growing significant
impact along the different IPCC climate development scenarios. This
comprises many changes e.g. within temperature, precipitation and
water availability or soil degradation. In this seminar, every participant
is asked to deal with the fundamental data and information given
by scientific research about global change as well as with data and
information given by NGOs, UN organisation and the experiences of the
lecturer. Participants should aim towards a deeper understanding of
the connection between the environment, policy as cultural and social
constructs as well as economic linkages.
Within a cooperative working environment, main targets and research
questions have to be identified, where the students will go into a
self-defined and detailed review of the scientific state of the art. All
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // umweltwissenschaften
topics will combine sustainability aspects and go into detail about
environmental development, social responsibilities and economic
functions. The participants will be especially encouraged to integrate
gender aspects within this review.
The overall aim of this seminar is to use these consultants’ insights
into local situations with global change aspects to specify the students own role within global change, starting a self-reflecting process.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
Wirtschaftswissenschaften
IT-gestütztes Marktmanagement
Prof. Dr. Kerstin Brockelmann, Prof. Dr. Burkhardt Funk
S, 4 SWS
Einzeltermin | Do, 16.10.2014, 8.15 – 11.45 h | W 223
Einzeltermin | Do, 23.10.2014, 8.15 – 11.45 h | W 223
wöchentlich | Dienstag | 8.15 – 11.45 h | C 12.006
am 14./21.und 28.10. jeweils nur von 8.15 Uhr bis 9.45 Uhr
Die Veranstaltung betrachtet das IT-gestützte Marktmanagement
aus einer betriebswirtschaftlichen und einer methodischen/ modellorientierten Perspektive. Die betriebswirtschaftlichen Grundlagen
werden anhand des Kundenlebenszyklusses und -wertes (Akquisition,
Ausschöpfung, Retention, Churn) erörtert. Zentrale Erfolgsfaktoren und
Handlungsalternativen im Customer Relationship Management (CRM)
werden herausgearbeitet.
Die mit dem Nutzer- und Kundenmanagement verbundenen Aufgaben
und Entscheidungen bilden den Zugang zu den methodischen Inhalten
der Veranstaltung. Hierbei wird ausgehend von Entscheidungsproblemen die Bedeutung von Modellen erläutert und am Beispiel von ausgewählten wissenschaftlichen Arbeiten und praktischen Problemstellun-
71
gen (Kundenaktivität und -bewertung) verdeutlicht. Zur Berechnung
der Modelle werden Grundlagen der Bayesschen Datenanalyse (z.B.
Metropolis-Algorithmus, Markov Chain Monte Carlo Verfahren, Gibbs
Sampling, hierarchische lineare Modelle) vermittelt und mit Hilfe des
Statistikprogramms R umgesetzt.
Vertriebsmanagement
Prof. Dr. Jürgen Lürssen
V/Ü, 3 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 8.15 – 9.45 h | C 14.102b | Vorlesung
14-täglich | Mittwoch | 10 – 11.30 h | C 14.102b | Übung
Das Ziel der Veranstaltung besteht darin, Ihnen einen umfassenden
Überblick über die aktuellen Herausforderungen des Vertriebsmanagements zu geben. Wie Sie sicher wissen, hat der Vertrieb eine herausragende Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens im Markt. Noch so
gute Marketingpläne verpuffen, wenn sie im Vertrieb nicht richtig umgesetzt werden. Deshalb ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Marketing
und Vertrieb so wichtig – auch für Ihren persönlichen Erfolg, wenn Sie
später im Marketing arbeiten wollen. Und je besser Sie die aktuellen
Themen und Herausforderungen des Vertriebs kennen, desto besser
werden Sie mit Ihren Vertriebskollegen zusammenarbeiten können.
72
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
Auch verlangen viele Unternehmen von Mitarbeitern, die im Marketing
Karriere machen wollen, Vertriebserfahrung – meist in Form einer
beruflichen „Station“ im Vertriebsaußendienst oder Key Account
Management. Bedauerlicherweise leidet der Vertrieb in Deutschland
immer noch unter dem Image „Klinken putzen“. Dabei sorgen der
immer schärfer werdende globale Wettbewerb und die zunehmende
Bedeutung von IT und Internet dafür, dass Vertriebsthemen heutzutage zu spannenden Herausforderungen für Unternehmen geworden
sind. Deshalb wird Vertrieb heute und in Zukunft in fachlicher und vor
allem strategischer Hinsicht eine immer anspruchsvollere Aufgabe:
Informationsmanagement, Vertriebscontrolling, Multikanalvertrieb,
strategische Kooperationen, E-Commerce, Kundenbindungsmanagement – diese und weitere Themen brennen der Praxis auf den Nägeln
und sind Gegenstand der Veranstaltung.
Dienstleistungsmarketing
Prof. Dr. Edgar Kreilkamp
V, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 10.15 – 11.45 h | C 3.120
Theoretische Grundlagen des Dienstleistungsmarketings
Das Modul „Kernkompetenz Dienstleistungsmarketing“ beschäftigt
sich mit den wesentlichen theoretischen Grundlagen des Dienstleistungsmarketings und Fallbeispiele aus verschiedenen Dienstleistungsbranchen. Zusätzlich werden Dienstleistungsprozesse und entsprechende Anforderungen an die Marketinginstrumente vertieft.
Durch die Auseinandersetzung mit dem Zielen und Methoden im
Dienstleistungsmarketing werden die Studierenden befähigt, entsprechende Managementaufgaben in Unternehmen und Organisationen
wahrzunehmen. Durch die Konfrontation mit aktuellen Problemstellungen lernen die Studierenden, Managementmethoden zu verstehen und
auf Probleme der Praxis anzuwenden.
Touristische Märkte I – Destinationsmanagement und
Tourismusplanung
Prof. Dr. Edgar Kreilkamp
V, 2 SWS
wöchentlich | Dienstag | 12.15 – 13.45 h | C 14.102b
Destinationmanagement: Touristische Servicekette und die Aufgabe von Destinationen, Tourismuspolitik und Leitbildentwicklung,
Marketingstrategien und Marketinginstrumentarium, Tourismus- und
Organisationskonzepte, Fallstudien
Im Einzelnen werden folgende Aspekte behandelt:
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
—— Der Begriff Destination und praktische Gestaltungsmöglichkeiten
—— Touristische Servicekette und die Aufgabe von Destinationen
—— Tourismusplanung, Marketingstrategien und Marketinginstrumentarium
—— Branding und Positionierung touristischer Destination
—— Destinations-, Zielgruppen- und Themenmarketing
—— Produktpolitik touristischer Destinationen
—— Kommunikationspolitik touristischer Destinationen
—— Vertriebspolitik
—— Organisation touristischer Destinationen
—— Stadtmarketingprozess und Events
Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, internationale Forschungsergebnisse zum Destinationsmanagement auf einem fortgeschrittenen
Niveau zu interpretieren und auf die Aufgabenstellungen in der Praxis
anzuwenden.
73
Touristische Märkte I – Destinationsmanagement und
Tourismusplanung
Nele Marisa von Bergner
Ü, 1 SWS
14-täglich | Donnerstag | 16.15 – 17.45 h | C 6.321
Fallstudien zum Thema Destinationsmanagement
Die Übung verfolgt das Ziel der vertiefenden Erarbeitung der Themenstellungen der Vorlesung und der Auseinandersetzung mit den Fragestellungen des Fachs. Durch die Konfrontation mit aktuellen Problemstellungen aus der Praxis erfolgt ein anwendungsorientierter Transfer der
theoretische Erkenntnisse auf Problemstellungen aus der Praxis.
Touristische Märkte II – Reiseveranstalter/Reisemittlermarkt und Unternehmensstrategien
Prof. Dr. Edgar Kreilkamp
Ü, 1 SWS
14-täglich | Donnerstag | 16.15 – 17.45 h | C 6.321 |
Beginn: 2. Semesterwoche
Fallstudien zum Thema Freizeitmarkt- und Freizeithotellerie und zum
Reiseveranstalter-/Reisemittlermarkt
Die Übung verfolgt das Ziel der vertiefenden Erarbeitung der Themenstellungen der Vorlesung und der Auseinandersetzung mit den
74
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
Fragestellungen des Fachs. Durch die Konfrontation mit aktuellen
Problemstellungen aus der Praxis erfolgt ein anwendungsorientierter
Transfer der theoretischen Erkenntnisse auf Problemstellungen aus der
Praxis.
International Marketing
Prof. Dr. Jürgen Lürssen
V/Ü, 3 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 8.15 – 9.45 h | W HS 4 | Vorlesung
14-täglich | Donnerstag | 10 – 11.30 h | W HS 4 | Übung
—— Globalization and evolution of marketing
—— Global economic and cultural environment
—— Global competitive analysis and strategy development
—— International marketing research
—— Market entry strategies
—— Global product policy and branding strategies
—— Global pricing decisions
—— Global communications
—— Sales management in international companies
—— Import/export management
—— Organization of global marketing efforts
Die TeilnehmerInnen sollen lernen, wie sich die Problemstellungen
des Marketing im internationalen Kontext ändern – im Verhältnis zum
Marketing für einen einzelnen (nationalen) Markt, kulturelle Einflüsse
auf das Marketing-Management erkennen und Chancen und Probleme
der Globalisierung einschätzen lernen.
Eventtourismus
Karlheinz Wöhler
S, 2 SWS
wöchentlich | Donnerstag | 12.15 – 13.45 h | C 14.202
Wo nichts los ist und nichts passiert, warum sollte man dort hinfahren?
Ist es nicht langweilig, wenn man z. B. in einer mittelalterlichen Burg
herumgeführt wird und dabei Vorträge über historische Ereignisse zu
hören bekommt? Kann man diese Ereignisse besser und empfindsamer
nachvollziehen, wenn sie aufgeführt werden – als Reenactments? Ob
man nun passiv oder aktiv bei solchen und anderen Ereignissen und
deren Aufführungen teilnimmt: Hier handelt es sich um Events, die ein
Thema oder Produkt attraktiv und damit marktfähig machen.
Im Verlauf des Seminars wollen wir all dem auf die Spur kommen,
indem in den Sitzungen Folgendes behandelt wird:
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
1. Erlebnis-/Eventgesellschaft
2. Eventisierung der Kultur
3. Charakteristische Merkmale von Events
4. Gemeinschaftsbildung durch Events
5. Marketing von Events
Anhand ausgewählter Beispiele wird dann geprüft bzw. analysiert, ob
und inwieweit das in 1. bis 5. Thematisierte vorliegt.
Die SeminarteilnehmerInnen sollen Rahmenbedingungen der Entstehung von Eventkulturen sowie deren Inszenierung und Vermarktung
erfassen und kritisch reflektieren. Darüber hinaus sollen sie nachvollziehen bzw. darlegen, was sozioemotional beim Konsumieren von
Events passiert und wie sich Events auf Räume/Orte auswirken.
Network, Crowds and Markets
Prof. Dr. Burkhardt Funk, Prof. Dr. Peter Niemeyer
Projekt, 4 SWS
wöchentlich | Montag | 14.15 – 17.45 h | W 106
wöchentlich | Montag | 14.15 – 17.45 h | C 4.308b Edulab
The course discusses the „connectedness of the modern society“ and
its theoretical foundation. There are two streams of research that will
serve as the theoretical underpinning of the course: (1) graph theory,
75
(2) game theory – both presented by the course leaders (lectures).
Students will then take over and discuss topics like Matching Markets,
Link Analysis/ Sponsored Search, and Network Effects (in-class
presentation).
Rechtsfragen aus dem Bereich Banken und Versicherungen
Prof. Dr. Eduard Zenz
V, 2 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 10.15 – 12.45 h | W 202
Bankvertragsrecht, zivilrechtliche Rechtsbeziehungen zwischen Banken
und ihren Kunden (ohne Kredit- und Vermögensanlagerecht). Die TeilnehmerInnen lernen die wichtigsten privatrechtlichen Rechtsbeziehungen
zwischen Banken und Kunden kennen. Das Kreditvertrags- und Kreditsicherungsrecht ist Gegenstand einer eigenständigen Veranstaltung.
Messung von Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität und Glück
Steven A. Brieger, Pepe Strathoff
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 24.10.2014, 14 – 16 h | C 5.311
Einzeltermin | Sa, 6.12.2014, 10 – 16 h | C 1.312
Einzeltermin | So, 7.12.2014, 10 – 16 h | C 1.312
Einzeltermin | Fr, 12.12.2014, 14 – 18 h | C 6.317
76
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
Einzeltermin | Sa, 13.12.2014, 10 – 16 h | C 1.312
Einzeltermin | So, 14.12.2014, 10 – 16 h | C 1.312
Der wichtigste Wohlstandsindikator Indikator zur Wohlstandsmessung ist
nach wie vor das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Wird die Wirtschaftsleitung
erhöht, steigt die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger eines Staates. Auf dieser Annahme, nämlich dass Wachstum, gemessen am BIP,
automatisch den gesellschaftlichen Wohlstand vergrößert, beruht die
Forderung nach einer ständigen Steigerung des BIP. Problematisch ist
allerdings, dass das BIP die Wohlfahrt lediglich aus rein monetärer Sicht
beleuchtet. Eine steigende Wirtschaftsleistung kann letztlich nichts über
die Lebensqualität aussagen, da dieser Indikator keine Informationen
darüber bereithält, ob Menschen zufrieden sind, und sich sicher und fair
behandelt fühlen. Die Kritik am BIP führte in der Wissenschaft und in der
politischen Debatte zu der Suche nach anderen Wohlstandsindikatoren
wie dem Human Development Index, dem Human Poverty Index oder
dem OECD Better Life Index. Im Seminar sollen diese Wohlstandsindikatoren analysiert werden. Dafür soll in einem ersten Schritt erarbeitet
werden, warum Wirtschaftswachstum als Wohlstandindikator dient, wie
Wirtschaftswachstum entsteht, und welche positiven wie auch negativen
Konsequenzen mit Wirtschaftswachstum einhergehen. In einem zweiten
Schritt werden wir dann das BIP als Wohlstandsindikator kritisch
beleuchten, und uns anschließend alternative Wohlstandmesskonzepte
erschließen, um die Frage beantworten zu können, welches Messkonzept
eine ernstzunehmende Alternative zum BIP darstellt.
Projektmanagement für Nonprofit-Projekte
Michael Koeppen
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 14.15 – 15.15 h | A 111
Projekte sind eine wesentliche Organisationsstruktur für die Analyse
(Forschungs- und Studienprojekte) und die Erprobung und Implementierung neuer Ergebnisse (Pilotprojekte). Die Arbeit in Projekten
eröffnet im Non-Profit-Bereich Chancen für den Einstieg in die
berufliche Karriere. Das Seminar vermittelt die klassische Struktur
des Projektmanagements in Anlehnung an die international akzeptierten Standards des Project Management Institute: Projektinitiierung,
Planung, Durchführung und Steuerung, Projektabschluss mit den
Bereichen Zeit-, Ressourcen-, Kosten-, Arbeitsplanung, -organisation
und -controlling. Das Seminar erweitert die klassischen Inhalten um
Methoden und Instrumente, denen in der Arbeit in Non-Profit-Projekten
spezifische Relevanz zukommt: Dazu gehört die Strukturierung von
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
Sachverhalten zur logischen Prozessstruktur, die Akquisition von Drittmitteln und Fundraising, Führungsstile und Öffentlichkeitsarbeit.
Methoden und Theorien zur Erklärung aktueller
ökonomischer Probleme
PD Dr. Patrick Velte
S, 2 SWS
14-täglich | Montag | 12.15 – 15.45 h | R 18 |
Beginn: 2. Semesterwoche
Die wesentlichen Inhalte der Veranstaltung sind an die Methoden und
Theorien der Wirtschaftswissenschaft gerichtet.
Die nachfolgenden Themenfelder werden behandelt:
1. Abriss der Geschichte der Wirtschaftswissenschaften
2. Leitbilder (Methoden) in der Wirtschaftswissenschaft
2.1. Leitbild des vernünftigen (wertrationalen) Gestaltens
2.2. Leitbild des Marktgleichgewicht
2.3. Leitbild der unumkehrbaren Handlungsfolgen
3. Wirtschaftswissenschaftliche Theorien und ihre Entwicklung im
Lichte der Leitbilder
3.1. Die Ausübung von Unternehmerfunktionen
3.2. Markt und Unternehmung als Organisation
77
3.3. Marktprozesse und -zufuhr
3.4. Investition und Finanzierung
3.5. Rechnungswesen
3.6. Wissenschaftlicher Fortschritt und Theorienbildung nach den
Leitbildern des Forschens
4. Übertragung der Methoden und Theorien auf aktuelle ökonomische
Problemfelder in Deutschland
Allgemeine zivil- und vertragsrechtliche Grundlagen des
Medienrechts
Prof. Dr. Hartwig Ahlberg, Dr. Hermann Lindhorst
S, 2 SWS
14-täglich | Montag | 8.15 – 11.45 h | C 1.209
Die TeilnehmerInnen sollen in dieser Veranstaltung lernen, wie ein
Gesetz, vor allem aus dem Bereich des Medienrechts, systematisch
richtig angewendet wird. Nach wie vor befindet sich die Medienlandschaft in einem Umbruch: Zeitungen und Zeitschriften, Rundfunk und
Fernsehen konvergieren mit dem Internet, das über mobile Smartphones und günstige Flatrates einfacher und schneller zugänglich ist als
je zuvor. Jedermann kann publizieren, wobei zuweilen der Eindruck
entsteht, dass journalistische Sorgfalt und die Beachtung von Rechten
78
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
Dritter, insbesondere von Urheber- und Persönlichkeitsrechten, nicht
immer gewährleistet sind.
Ziel ist es, den Teilnehmern eine systematisch-logische Disziplin zu vermitteln, wie Juristen Gesetze anwenden und damit medienrechtliche Fälle in der Praxis lösen, sei es im urheber- oder presserechtlichen Bereich.
lichen Fragestellungen im Bereich des Urheber-, Veranstaltungs- und
Musikrechts vermittelt und anhand von Beispielfällen gemeinsam erörtert. Ein weiterer Schwerpunkt ist somit das Urheberrecht, insbesondere
im Hinblick auf jüngere Veränderungen bei der GEMA und im Hinblick
auf die Diskussion, ob Kulturgüter nicht allgemein „frei“ sein sollten.
Rechtliche Probleme in der Musikveranstaltungswirtschaft
– Is it only Rock ´n´ Roll? Wem gehört er? Und wie verträgt
man sich?
Anna Konerding
S, 2 SWS
14-täglich | Montag | 10.15 – 13.45 h | N 00.114
Auch die Musikveranstaltungsbranche bewegt sich nicht in einem rechtsfreien Raum. Allgemeine Rechtsfragen, aber auch speziellere, „musikrechtliche“ Probleme, stellen sich den Beteiligten. Der Inhalt des
Seminars ist die Vermittlung eines Grundwissens für diese rechtlichen
Tücken im Alltag der Veranstaltungs- und Musikwirtschaft. Es sollen die
verschiedenen Rechtsgebiete, auf die man treffen kann, kennengelernt
und besprochen werden. Dazu gehört natürlich auch das Urheberrecht
und der damit verbundende Konflikt zwischen Musikschaffenden und der
musiknutzenden Industrie. Es werden dabei die Grundlagen der recht-
Visionäre, Innovatoren, Entrepreneure – Unternehmerpersönlichkeiten im Wandel der Zeit
Sebastian Wollin
S, 2 SWS
wöchentlich | Montag | 12.15 – 13.45 h | C 14.202
Einzeltermin | Sa, 25.10.2014, 10 – 18 h | C 5.310
Zunächst verfolgt das Seminar eine differenzierte und kritische Analyse
des Lebens und Wirkens aber auch wesentlicher Charaktereigenneigenschaften ausgewählter unternehmerischer Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart. Durch das Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten und Unterschieden werden grundlegende, über die Zeit hinweg
gültige unternehmerische Kernprinzipien deutlich. Darauf aufbauend
wird unter besonderer Berücksichtigung des gegenwärtig stattfindenden
Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft sowie der hierbei stark ansteigenden Komplexität nach grundlegenden Möglichkeiten eines nachhaltig
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
erfolgreichen, auf eine aktive Mitgestaltung der Zukunft gerichteten
unternehmerischen Agierens gefragt. Die Auswahl der zu untersuchenden Unternehmer erfolgt durch die TeilnehmerInnen selbst. Das Seminar
sucht nach wesentlichen, auch unter zunehmender Komplexität gültigen
Grundprinzipien unternehmerischen und dabei auf eine nachhaltige
Entwicklung der Gesellschaft gerichteten Handelns. Die Ableitung dieser
allgemeinen Betrachtung ergibt sich aus der vorab in Arbeitsgruppen
erfolgten Fallstudienanalyse ausgewählter Unternehmerpersönlichkeiten.
Dabei wird eine stark disziplinübergreifende Betrachtung verfolgt. So
ermöglicht das Seminar sowohl die eigene Disziplin einmal aus einer
anderen Perspektive zu betrachten als auch grundsätzlich andere Disziplinen aus der gemeinsamen Perspektive des Seminars kennenzulernen.
lunatic Festival 2015 – Organisation eines nachhaltig
orientierten Musikfestivals (Projektmanagement) I
Axel Bornbusch, Sarah Kociok
Projektseminar, 4 SWS
wöchentlich | Mittwoch | 12.15 – 13.45 h | C 3.121
wöchentlich | Mittwoch | 16.15 – 17.45 h | C 3.121
Einzeltermin | Fr, 24.10.2014, 14 – 18 h | Exkursion
Einzeltermin | Sa, 25.10.2014, 10 – 18 h | Exkursion
79
Einzeltermin | So, 26.10.2014, 10 – 16 h | Exkursion
Der gemeinnützige lunatic e.V. ist seit 2003 als Social Entrepreneur im
Bereich Service Learning aktiv. Jährlich organisieren und veranstalten
Studierende der Leuphana Universität unter der Marke “lunatic” ein
Musik- & Kulturfestival mit Live-KünstlerInnen aus dem popkulturellen Spektrum. Im Rahmen der Seminararbeit findet die praxis- und
zielorientierte Planung des Open-Airs, unter Berücksichtigung von
Aspekten einer nachhaltigen Entwicklung statt. Dabei erlernen Sie eine
Bandbreite von Fertigkeiten aus der Praxis der Veranstaltungs- und
Festival-Organisation und setzen diese – teils innerhalb von Führungspositionen – um. Durch ein ausgefeiltes Mentoring-Programm
mit PraxispartnerInnen und WissenschaftlerInnen wird die praktische
Arbeit dabei stets reflektiert und weiterentwickelt. Das Seminar wird
im Sommersemester 2015 basierend auf der Vorarbeit des Wintersemesters fortgesetzt. Dabei werden die relevanten Aufgaben der
Festivalorganisation für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung
zielgerichtet erarbeitet. Nach der Veranstaltung findet anhand von
Feedbackrunden und Erfahrungsberichten eine Reflexion der bisherigen Arbeit statt. Dabei werden von den TeilnehmerInnen die Grundlagen für eine Nachbereitungs– und Überleitungsphase gelegt.
80
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
Leuphana Enterprise Academy
Dr. Mark Euler, Adalbert Pakura
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 17.10.2014, 12.15 – 13.45 | P 06
Einzeltermin | Fr, 31.10.2014, 12.15 – 17.45 | P 06
Einzeltermin | Sa, 01.11.2014, 9 – 15 h | P 06
Einzeltermin | Fr, 14.11.2014, 12.15 – 17.45 h | P 06
Einzeltermin | Sa, 15.11.2014, 9 – 15 h | P 06
Einzeltermin | Fr, 28.11.2014, 12.15 – 17.45 h | P 04
Einzeltermin | Sa, 29.11.2014, 9 – 15 h | R 102
Einzeltermin | Fr, 12.12.2014, 12.15 – 17.45 h | P 06
Einzeltermin | Sa, 13.12.2014, 9 – 15 h | P 06
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um ein Weiterbildungsprogramm für potentielle Gründerinnen und Gründer eines wissensbasierten Unternehmens. Über 9 immer tiefer in die Unternehmensfunktionen
vordringende Lerneinheiten wird das hierfür relevante Wissen und die
unternehmerische Kompetenz vermittelt. Hierzu zählen Themen wie
Strategie, Gründungsmanagement, Kommunikation und soziale Kompetenz, Einführung in die ökonomische Theorie, Finanzplanung, Human
Ressources, Marketing, operatives Geschäft, Risikomanagement und
Business Plan Analyse.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // Veranstaltungen // Wirtschaftswissenschaften
Neben theoretischem Input soll durch handlungsorientierte Methoden
wie Rollenspielen, Planspiele, Kreativitätstechniken, Projektarbeiten
oder auch Fallstudienbearbeitungen konkret erfahrbar werden, was
unternehmerisches Handeln bedeutet. Unterstützt wird die Veranstaltung durch ein E-Learning Angebot, optionale Treffen mit erfolgreichen
Gründerteams und individuelles Coaching.
Aufbauend auf den neuesten Erkenntnissen der internationalen Forschung im Bereich der sog. Entrepreneurship Education und eigener
theoretischer Arbeiten soll unternehmerische Kompetenz entwickelt
und Grundlagenwissen zur Gründung eines Unternehmens vermittelt
werden. Unternehmerische Kompetenz wird hierbei verstanden als das
selbständige, selbstbestimmte Planen und Realisieren eigener Ziele,
das in Form der eigenen Karriereplanung (Selbst GmbH), Intrapreneurship oder eine Unternehmensgründung erfolgen kann.
Innovation in der Produktion
Esra Karaman, Alexandra Mironova
S, 2 SWS
Einzeltermin | Fr, 31.10.2014, 14 – 18 h | N 00.112
Einzeltermin | Sa, 29.11.2014, 8 – 16.30 h | N 00.112
Einzeltermin | Sa, 6.12.2014, 8 – 16.30 h | Raumangabe fehlt
81
Vermittlung von Grundkenntnissen über Produktionsverfahren (nach DIN
8580 und darüber hinaus) und Innovationen und ihre Ausprägungen.
Vorstellung einiger Produktionsverfahren (und ggf. praktische
Anwendung) in der eigenen Werkzeugmaschinenhalle am Standort
Volgershall.
Der technologische Fortschritt in der Produktionstechnik ist eine
wichtige Stellgröße für das Wachstum der nationalen sowie globalen
Wirtschaft. Innovative Fertigungsverfahren haben zum Ziel Produktionsprozesse nicht nur zu beschleunigen sondern zudem den stetig
wachsenden Qualitätsanforderungen zu entsprechen. Produkte müssen
neben geringen Herstellkosten ein Höchstmaß an Standards erfüllen,
vor allem im Hinblick auf die Null-Fehler-Produktion.
Die Lernziele des Seminars bestehen unter anderem darin, eine
Sensibilisierung der Teilnehmer für das Thema zu schaffen und ein
fundiertes Verständnis zu vermitteln, welche Rolle die Produktion in
der heutigen Gesellschaft einnimmt. Es wird ein Spektrum aktueller
Produktionsverfahren mit Anwendungsbezug vorgestellt.
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // lagepläne
82
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // lagepläne
83
Lagepläne
4
Rotenbleicher
Rotenbleicher
Weg Weg
RW
Sozialwesen
P
Biotop
5600
5605
5700
Mensa
Wirtschaftsrecht
5001
P1
Cafeteria
W
AStA
Hörsaal
5011, 5012
Campus
Scharnhorststraße
P
Mensa
Aula
P
Wirtschaftspsychologie
B4
P
Uelzen
5011, 5012
28
Teilbibliothek
Hörsaal
randt-
Sportanlage
Straße
Kefersteinstraße
Kefersteinstraße
Willy-B
zukünftiges
Zentralgebäude
Weg
WilschenbrucherWilschenbrucher
Weg
5600
5601
5605
5700
Bibliothek
Studio 21
Kulturhalle
Hamb
u rg
Campus ScharnhorststraSSe
Scharnhorststraße 1
21335 Lüneburg
Campus Rotes Feld
Wilschenbrucher Weg 69 & 84/Rotenbleicher Weg 67
21335 Lüneburg
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // lagepläne
84
Campus Volgershall
P
Salzhausen
VN (Volgershall Neubau)
VA (Volgershall Altbau)
V
Automatisierungstechnik
traß
e
Cafeteria
er-S
Mensa
VA
il lm
Vor dem Neuen Tore
W il
5015
Biotop
5013
5200
Impressum
Wirtschaft
Jägerstraße
m
5015
5013
5200
Z e n tr u
Volgershall 1
21339 Lüneburg
-H
h e lm
CAMPUS Volgershall
Offener Hörsaal Wintersemester 2014/15 // impressum
P
Vo lg er sh
al l
Herausgeber: Dr. Andreas Fritzsche, Programmverantwortung Offener Hörsaal | Redaktion:
Marie Schulte | Redaktionsende: 13. August 2014 | Druck: Altstadt-Druck Altenmedingen |
Auflage: 3.000 Exemplare
85
Leuphana Universität Lüneburg
Scharnhorststraße 1
21335 Lüneburg
Offener Hörsaal
Dr. Andreas Fritzsche
andreas.fritzsche@leuphana.de
Fon 04131.677-2787
Regina Graß
offener-hoersaal@leuphana.de
» www.leuphana.de/offener-hoersaal
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