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con moto
A k a d e m i e M u s i k t h e a t e r h e u t e 2 014 / 2 015
Was ist normal?
Erfahrungsbericht Edinburgh
Das biographische Intervall
des Künstlers Über sich ändernde
Bedingungen
Der Alumnibeirat Neu gegründet
Inhalt
4
Gesehen und Gehört /
Überblick 2013 / 2014
22
14
Biographien der
Stipendiaten 2014 – 2016 /
2013 – 2015
Kurz und
Knapp
Das biographische
Intervall
des Künstlers
Was ist normal?
Erfahrungsbericht
Edinburgh
27
24
Ob fünfter Balkon oder
erste Reihe: Musiktheater
mittendrin
„LoveAffairs“
13
10
6
Vorstellung
Alumnibeirat
Bild Titelseite: „LoveAffairs“ – Liebesszenarien von
Birke J. Bertelsmeier und Dariusz Prybylski,
30
28
Schön war die Zeit
Unsere Alumni und ihre
aktuellen Wirkungsstätten
Die Akademie im
Überblick
Deutsche Oper Berlin, Premiere am 20. Juni 2014
Bild oben links: Szene aus „Skandal in Baden-Baden“,
Osterfestspiele Baden-Baden, Regie Alexander Fahima
Bild oben rechts: Gruppenbild der AMH beim Festakt
in der Oper Frankfurt, Oktober 2013
2 // 3
Editorial
Liebe Freunde und Partner der
„Akademie Musiktheater heute“,
nicht eine Sekunde waren wir abergläubisch und haben bezweifelt,
die Weiterentwicklung vorantreiben. Daher stellen wir Ihnen auf
dass das 13. Akademiejahr spannend wird und viele anregende
Seite 27 unseren ersten Alumnibeirat vor. Das Gremium besteht
Ereignisse birgt. Unser Optimismus wurde bestätigt, denn hinter
aus Vertretern aller Sparten der AMH und wird künftig die Entwick-
uns liegen zwölf Monate geprägt durch unterschiedlichste Produk-
lung der Akademie aktiv mitgestalten.
tionen, Eindrücke und Erlebnisse. Die Reise ging von Basel über
Madrid, Mannheim und Edinburgh bis nach Duisburg und Essen.
Apropos Weiterentwicklung: Unserer Alumna Karola Obermüller
Einen Rückblick auf die Workshops 2013 / 2014 sowie einen Aus-
(AMH 2006 –2008) gratulieren wir zum Kompositionsauftrag. Ihr
blick auf das kommende Akademiejahr finden Sie auf den nächs-
Stück wird am 27. April 2015 im Großen Saal der Alten Oper in
ten beiden Seiten.
Frankfurt uraufgeführt. Die langjährigen Partnerschaften zwischen
der Deutsche Bank Stiftung und verschiedensten Kulturinstitutio-
Beim Besuch ausgewählter Häuser, Festivals und ihrer Produk-
nen haben sich bewährt. So fördert die Stiftung die Frankfurter
tionen gewähren uns Produzenten, Regisseure, Bühnenbildner,
Bachkonzerte seit vielen Jahren. Wir freuen uns im Rahmen dieser
Komponisten und andere Persönlichkeiten aus der Musiktheater-
Zusammenarbeit über die Vergabe des ersten Kompositionsauf-
welt Einblick in ihren Alltag. Dieser ist auch geprägt durch
trages.
nicht zufriedenstellende Arbeitsbedingungen. Professor Thomas
Schmidt, Ausbildungsleiter des Masterstudiengangs „Theater-
Als Schlussakkord und zugleich Auftakt eines neuen Akademie-
und Orchestermanagement“ an der Hochschule für Musik und
jahres dürfen wir beim diesjährigen Festakt auf einen Abend unter
Darstellende Kunst Frankfurt am Main, befasst sich damit, wie in
dem Motto „Eiszeit und Erinnerung“ gespannt sein. Die scheiden-
Forschung und Lehre auf die veränderten Situationen an Theatern
den Stipendiaten geben einen Einblick in ihr Konzept, inspiriert
reagiert werden kann. Seinen Beitrag können Sie auf den Seiten
von Peter Verhelsts Roman „Tonguecat“.
10 –12 lesen.
Begeben Sie sich nun mit dieser Lektüre auf eine Erkundung der
Nicht nur die aktuellen Stipendiaten haben viel im Rahmen der
„Akademie Musiktheater heute“ – wir wünschen Ihnen viel Ver-
AMH erlebt. Erinnern Sie sich noch an den Festakt vom vergan-
gnügen dabei! Darüber hinaus laden wir Sie auch herzlich ein,
genen Jahr? Dort präsentierte der Jahrgang 2011– 2013 erste Aus-
sich auf unserer Webseite über die Akademie auf dem Laufenden
schnitte seines Musiktheaterkonzepts „LoveAffairs“. Am 20. Juni
zu halten. Abschließend möchten wir nicht versäumen, Ihnen für
2014 wurde der gemeinsam produzierte Abend erfolgreich in der
Ihre Begleitung und Unterstützung zu danken!
Tischlerei der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt. In dieser Ausgabe der „con moto“ geben Ihnen die vier Regisseure einen
Eindruck von ihrer Arbeit.
Im Rahmen der Uraufführung fand auch das alljährliche Alumnitreffen der AMH statt. Mit rund 90 Teilnehmern haben wir sehr
deutlich gemerkt, dass die Treffen mittlerweile zu einer Institution
Dr. Clemens Börsig
Michael Münch
geworden sind. Wir sind stolz auf das Netzwerk und möchten
Vorstandsvorsitzender
Vorstandsmitglied
Gesehen und Gehört
Die Workshops der Akademie bilden das Herzstück des Programms – gemeinsam werden ausgewählte
Inszenierungen in Deutschland und im europäischen Ausland besucht und Gespräche mit Künstlern,
Intendanten und Kritikern geführt.
30. Oktober 2013:
Festakt im Holzfoyer / Wolkenfoyer der Oper Frankfurt
Einblicke in die Abschlussarbeit des Stipendiatenjahrgangs
2011–2013 „LoveAffairs“: Ausstellung – Liebe – Zufall. Aufnahme
der Stipendiaten 2013–2015, Verabschiedung der Stipendiaten
2011– 2013
15. – 17. November 2013:
Workshop in Basel
Inszenierungsbesuch: Richard Maxwell: „Isolde“ (UA),
ML: Daniel Ott, R: Richard Maxwell, B: Sascha van Riel, K: Romy
Springsguth, D: Stephanie Gräve, Theater Basel; Giacomo Puccini:
„Tosca“, ML: Enrico Delamboye, R: Jette Steckel, B: Florian
Lösche, K: Pauline Hüners, V: Alexander Bunge, L: Roland Edrich,
D: Dr. Carl Hegemann, Jonas Zipf, Theater Basel Gesprächspartner:
Stephanie Gräve und Nicholas Elliott (Dramaturgen „Isolde“),
Sylwia Zytynska (Musikerin „Isolde“), Georges Delnon (Operndirektor), Simon Berger (Dramaturg „Tosca“), Svetlana Ignatovic
(Sängerin „Tosca“) und Clara Stadler (Regieassistentin „Tosca“)
Museumsbesuch: Kunstmuseum und Museum für Gegenwartskunst Basel
31. Januar – 2. Februar 2014:
Workshop Madrid
Inszenierungsbesuch: Richard Wagner: „Tristan und Isolde“,
ML: Marc Piollet, R: Peter Sellars, K: Martin Paklenidaz, V: Bill Viola,
Teatro Real; Charles Wuorinen: „Brokeback Mountain“, ML: Titus
Engel, R: Ivo van Hove, B: Jan Versweyveld, K: Wojciech Dziedzic,
D: Jan Vandenhouwe, V: Tal Yarden, Teatro Real Gesprächspartner: Marc Piollet (Dirigent „Tristan und Isolde“), Titus Engel
(Dirigent „Brokeback Mountain“), Charles Wuorinen (Komponist
„Brokeback Mountain“) Museumsbesuch: Museo del Prado
30. Mai – 1. Juni 2014:
Workshop Mannheim
Inszenierungsbesuch: „Theater der Welt 2014“: Philippe Quesne:
„Next day“ (UA), R/Konzept: Philippe Quesne, KM: Pol Heyvaert,
Léo Gobin, PA: Phéline Thierens, TL: Philippe Thierens, Produktion
CAMPO/Gent, Montagehalle Werkhaus, Mannheim; Kim Noble:
„You are not alone“, Co-Regie: Gary Reich, zeitraumexit Mannheim;
Adriana Hölszky: „Böse Geister“ (UA), ML: Roland Kluttig,
R: Joachim Schloemer, B: Jens Kilian, K: Heide Kastler, D: Anselm
Dalferth, CL: Tilman Michael, Nationaltheater Mannheim
Gesprächspartner: Tilman Michael (Chorleiter „Böse Geister“),
Anselm Dalferth (Dramaturg „Böse Geister“), Matthias Lilienthal
(Kurator „Theater der Welt“, Mannheim)
20. – 21. Juni 2014:
Alumni- und Stipendiatentreffen in Berlin
Inszenierungsbesuch: Liebesszenarien von Birke J. Bertelsmeier
und Dariusz Przybylski: „LoveAffairs“ (UA), Texte von Katinka
Deecke, Nina Dudek, Felix Seiler, Amy Stebbins, Wislawa
Szymborska, Uldis Berzins nach Oscar Wilde, Jean Genet u. a.,
4 // 5
Abseits von Teatro Real
und Prado …
Workshop Madrid,
Januar / Februar 2014
Überblick 2013 / 2014
ML: Martin Nagashima Toft, R: Nina Dudek / Felix Seiler / Tilman
Hecker / Margo Za¯lı¯te, B: Lars Unger, PM: Nele Tippelmann,
M: Birke J. Bertelsmeier / Dariusz Przybylski, D: Curt A. Roesler /
Amy Stebbins / Katinka Deecke, Deutsche Oper Berlin Interne
Diskussion „Akademie am Morgen“ zu Themen aus dem
Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters
8.–12. August 2014:
Sommerworkshop in Edinburgh
Inszenierungsbesuch: „Edinburgh International Festival“ (EIF):
Eröffnungskonzert: Schönberg / Skrjabin / Debussy, ML: Oliver
Knussen, Royal Scottish National Orchestra, Edinburgh Festival
Chorus, Usher Hall; Vladimir Pankov: „The War“ (UA), ML: Artem
Kim / Sergei Rodyukov, R: Vladimir Pankov, Libretto: Irina Lychagina,
B / K: Maxim Obrezkov, L: Nicolai Surkov, Kings Theatre; Rona
Munro: „James I–III“ (UA), R: Laurie Sansom, B: Jon Bausor,
L: Philip Gladwell, S: Christopher Shutt, Festival Theatre; „Ganesh
versus the Third Reich“, R / B: Bruce Gladwin / Back to Back Theatre,
Royal Lyceum Theatre; „Edinburgh Festival Fringe“: „iWitness /
Special Edition“, Group: Vincent E Thomas / VTDance and Scottish
Ballet Dancers, Dance Base Gesprächspartner: Jackie Westbrook
(Marketing Communications Director „EIF“), Roy Luxford (Planning
Director „EIF“)
22. – 24. August 2014:
Workshop Ruhrtriennale
Inszenierungsbesuch: Louis Andriessen: „De Materie“, ML: Peter
Rundel, R: Heiner Goebbels, B / L: Klaus Grünberg, K: Florence
von Gerkan, KG: Norbert Ommer, D: Matthias Mohr, Kraftzentrale
Duisburg; Romeo Castellucci: „Le Sacre du Printemps / Choreografie für 40 Maschinen mit Musik von Igor Strawinsky“ (UA),
ML: Teodor Currentzis, R: Romeo Castellucci, KG: Scott Gibbons,
Prog: Hubert Machnik, Gebläsehalle Duisburg; Boris Nikitin: „Sänger
ohne Schatten“, R: Boris Nikitin, B: David Hohmann / Boris Nikitin,
K: Anna Sofia Röpcke, KG / L: Matthias Meppelink, D: Stefan
Buchberger, Maschinenhalle Zweckel, Gladbeck Gesprächspartner: Heiner Goebbels (Künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale
und Regisseur „De Materie“), Peter Rundel (Dirigent „De Materie“),
David Hohmann (Bühnenbildner „Sänger ohne Schatten“), Marlies
Pillhofer (Projektleitung Forschungsformate, PACT Zollverein),
Swantje Stephan (Geschäftsführerin, PACT Zollverein), Janne
Terfrüchte (Assistentin der Künstlerischen Leitung, PACT Zollverein),
Tillmann Wiegand (Künstlerischer Betriebsdirektor Ruhrtriennale),
André Schallenberg, (KBB / Produktionsbüro „Kultur Ruhr GmbH“)
Vorschau 2014 / 2015:
November 2014: Workshop Köln // Januar 2015: Workshop
Kopenhagen // April 2015: Workshop Berlin // Mai 2015: Workshop Hamburg // Mai 2015: Alumni- und Stipendiatentreffen
Mannheim // Juli 2015: Sommerworkshop Aix-en-Provence
A: Arrangements, B: Bühne, C: Choreografie, CL: Chorleitung,
D: Dramaturgie, K: Kostüme, KG: Klanggestaltung, KL: Künstlerische
Leitung, L: Licht, M: Musik, ML: Musikalische Leitung, PA: Produktionsassistenz, PM: Produktionsmanagement, R: Regie, S: Sound,
TL: Technischer Leiter, V: Video
„Was ist normal?“
Erfahrungsbericht Edinburgh
Von Hersilie Ewald, AMH 2013– 2015
TAG
1
Basel. Abflug. Sonne. 25 °C. Edinburgh. Ankunft.
Das Edinburgh Festival Fringe ist das zweite große Festival der
Regen. Gefühlte zehn Grad kälter. Vom Airport zum
Stadt, neben dem EIF. Beide Festivals wurden im Jahre 1947
Airlinkbus. In der Innenstadt an der Princess Street
gegründet. Das Programm des Fringe besteht aus einer großen
angekommen. Auf der gegenüberliegenden Straßen-
künstlerischen Bandbreite von Shakespeare bis zum experimen-
seite ein Dudelsackspieler im Kilt. Erkenntnis: Ich bin in Schott-
tellen Theater und hat die Besonderheit, dass die Auswahl der
land. Nach einem Treffen der Stipendiaten und einer kurzen
Stücke ohne Jury geschieht. In diesem Rahmen schauten wir uns
Einführung machten wir uns auf den Weg in das Konzerthaus.
eine Tanzvorstellung an, bei der der Tänzer die Zuschauer auffor-
Auf dem abwechslungsreichen Programm des Eröffnungskonzerts
derte, über die Rolle des Einzelnen in der Welt nachzudenken.
vom Edinburgh International Festival (EIF) standen Werke von
“As a citizen of this world, what do you pledge?”
Schönberg, Scrjabin und Debussy. Anschließend die erste Übernachtung in den Pollock Halls. Schlicht besticht!
Anschließend, nach einem gemeinsamen Abendessen, besuchten
wir die Uraufführung von „The War“, einer Koproduktion des EIF
mit dem Chekhov International Theatre Festival. Ein bedrückendes
TAG
2
Der erste Ausflug des zweiten Tages führte uns zur
Werk über den ersten Weltkrieg und dessen Folgen für die
Rosslyn Chapel. Die Fahrt dorthin in einem doppel-
Menschheit – aufgeführt in russischer Sprache. Inhaltlich geht es
stöckigen Bus – Achtung, der Fahrer sitzt auf der
in dem Stück um eine Gruppe junger Menschen in Paris, die
falschen Seite – ließ uns ein wenig mehr von der
1913 Weihnachten feiert. Hauptthema ihrer Gespräche ist der Krieg.
schottischen Landschaft erhaschen. Entworfen wurde die Kapelle
Einige bezeichnen ihn als Katastrophe, andere als notwendiges
von William Sinclair (1410 – 1484), Baron von Rosslyn. In der
Übel, mit der Argumentation, dass nur durch Krieg das Alte zerstört
Kapelle befinden sich 213 sogenannte musische Steinkuben mit
werden kann und somit Platz für Neues geschaffen wird. Weniger
unterschiedlichen Mustern an den Säulen und Bögen. Erst 2006
als ein Jahr später ist der Krieg schließlich eine schmerzhafte
wurden sie als solche interpretiert. Zuvor gab es zahlreiche andere
und erschreckende Realität. Durch die Musik, Technik, Bewegung
Bedeutungsansätze. Thomas und Stuart Mitchell, zwei schottische
und den Rhythmus wird die dramatische Handlung erhöht und
Komponisten und Pianisten, haben die Muster mit Noten interpre-
die düstere Geschichte des Krieges für den Zuschauer nah emp-
tiert und umgeschrieben, sodass eine Melodie entstand. Seither
findbar gemacht. Die Musiker spielen nicht, wie üblich, in einem
wird dieses Kunstwerk in der Rosslyn Chapel von Stuart Mitchell
Orchestergraben, sondern sind Teil des Bühnenbildes und der
„Rosslyn Motette“ genannt. Für mich besonders faszinierend waren
Handlung. Manche schweben zeitweise wie Todesengel über
an einer Säule die Darstellung der sieben Todsünden und auf der
dem Bühnengeschehen. Der russische Regisseur Vladimir Pankov
anderen Seite die sieben Tugenden. Nur war die Tugend der Be-
zeigt die tiefen psychischen und physischen Auswirkungen des
scheidenheit vermutlich versehentlich mit der Sünde der Habgier
Krieges zutiefst schmerzhaft und ergreifend auf.
vertauscht worden. Ein Zeichen der Lebendigkeit und Menschlichkeit des Steinmetzes.
6 // 7
TAG
3
Nach einer vormittäglichen Diskussionsrunde der
Stipendiaten über das gehörte „Opening Concert“
sowie die gesehenen Produktionen „The War“
und iWitness / Special Edition führte unser Weg
bereits mittags ins Festival Theatre. 12.00 – 22.45 Uhr James I,
James II und James III: eine spannende Schauspiel-Trilogie über
drei schottische im Mittelalter und der frühen Neuzeit regierende
Könige der Stuart-Familie, alle mit dem Namen James. James V.
war der Vater Maria Stuarts. Im ersten Teil der Trilogie, traditionell
mit viel Witz und in klaren Bildern inszeniert, wurde zunächst
ein Teil der Vorgeschichte von James, rechtmäßiger König von
Schottland ab 1406, dargestellt. Seinen königlichen Pflichten
konnte er erst ab 1424 nachkommen, da er als Gefangener des
englischen Königs auf dem Schloss Windsor festsaß. Als er endlich seine Regentschaft in Schottland antreten konnte, musste er
zunächst das Land aus dem Chaos befreien. Erst zu Beginn des
zweiten Teils erfuhren die Zuschauer von der Ermordung James I.
Der Sohn James II., der bereits mit sieben Jahren den Thron
besteigen musste, besaß in seinem Königreich nicht allzu viel
Macht. Im Mittelpunkt des 2. Teils steht daher die Geschichte der
Douglas-Familie, die sich durch Diplomatie viel Macht erschlich.
In James II wurde die Form der Inszenierung aus Teil I nicht stringent fortgeführt. Der Realismus wurde durch die 20-minütige
Darstellung eines Traums des Königs aufgebrochen. Sowohl
der erwachsene König als auch der Kinderkönig, der durch eine
Marionette verkörpert wurde, wurden von demselben Schauspieler gesprochen. Die Marionette als eindeutiges Symbol der
Bild oben: Panorama von Edinburgh, Sommerworkshop
eingeschränkten Herrschaft des Königs. James III, gezeigt
im August 2014
ganz im Stile der beginnenden Moderne (der Neuzeit), hatte als
nächsten Feind seinen erstgeborenen Sohn. Dass, wie geschichtlich fundiert, der König unbeliebt und unsympathisch war, wurde
eindeutig dargestellt, und dass seine Frau, Margarethe von
Bilder rechts von oben nach unten: Probe von „James
Plays“ – „James I“, „Edinburgh International Festival“ (EIF)
Szene aus „Ganesh versus the Third Reich“, EIF
Dänemark, politisch die Überlegene war, deutlich herauskristallisiert.
etc.), wobei vor allem digitale Formate wie Live-Streams und die
Insgesamt war der dritte James-Teil sehr humorvoll und äußerst
sogenannte „Digital Opera“ – angelehnt an die Übertragungen der
überspitzt dargestellt im Stile des typischen schottischen Humors.
Metropolitan Opera New York – in Zukunft verstärkt eingesetzt
Alle drei doch unterschiedlichen Teile wurden von demselben Re-
werden sollen. Am Abend folgte dann der Besuch der Produktion
gisseur inszeniert: Laurie Sansom. Wir waren uns alle einig: span-
„Ganesh Versus the Third Reich“. Es ging um einen Mann, der
nend und unterhaltend wie ein Kinotag Harry Potter Teil I bis III.
mit einer Theatergruppe ein Stück über Ganesh, den Hindu-Gott
Wir hätten gerne die Fortsetzung gesehen: James IV bis VI. So haben
mit dem Elefantenkopf, probt, der im Nazi-Deutschland das
wir uns abends beim Bier Geschichten ausgedacht und überlegt,
Symbol des Hakenkreuzes wieder zurückfordern möchte. Auf-
wie es weitergehen könnte. „The James Plays“-Trilogie hat uns
geführt wurde das Stück vom „Back to Back Theatre“. Das „Back
süchtig gemacht wie eine Soap Opera es kann, und wir konnten
to Back Theatre“ schafft neue Formen des zeitgenössischen
einen Teil der schottischen Geschichte mit auf den Weg nehmen.
Theaters aus der Perspektive von einem einzigartigen Ensemble
von Schauspielern und stellt die Frage: „Was ist normal?“ Ganesh
Versus the Third Reich war ein ergreifendes, herzerwärmendes
TAG
4
Einen schönen Tag in gemeinschaftlicher Runde ver-
Stück voller Verletzlichkeit und klugem Humor. Die Frage, wer
brachten wir im Konferenzraum des Novotels. Die
das Recht hat, gehört zu werden, stand im Vordergrund.
Jahresplanung für das kommende Akademiejahr und
die Weitererarbeitung unseres gemeinsam entste-
henden Stückes standen an. Außerdem hatten wir die Gelegenheit,
mit Jackie Westbrook und Roy Luxford, jeweils Marketing und
Planning Direktoren des „EIF“, zu sprechen. Unter anderem kam
die Frage nach den Marketingformaten während der Festspielzeit
TAG
5
Nach dem Gespräch über das Gesehene und einer
Feedback-Runde zum Workshop ging jeder wieder
seines eigenen Weges. Abflug Edinburgh. Regen.
Ankunft Basel. Sonne. Die ausgefüllten Tage in
auf. Hier erfuhren wir, dass die Marketingabteilung von Jahr zu
Edinburgh und der Workshop waren beeindruckend – zwei Festi-
Jahr immer größer wird. Ein Grund hierfür ist auch die Entwick-
vals, Kunst in diversen Facetten, spannende Theaterformen, schot-
lung neuer Kommunikationswege (Social Media, Podcasts, Filme
tische Kulturgeschichte und ein Stück schottischen Alltags kennenzulernen war sehr spannend und bereichernd. Für das heutige
Musiktheater sind beide Festivals von großer Bedeutung, da beide
auf unterschiedlichste Weise klassische Theaterstrukturen aufzeigen, diese aufbrechen und die Vielseitigkeit und Kreativität diverser
Kunstformen demonstrieren. ///
Bilder von oben nach unten: Gemeinsames Abendessen
in Edinburgh
Blick über die Schottische Hügellandschaft
Bild rechts: Louis Andriessen: „De Materie“ Musiktheater
mit dem Ensemble Modern Orchestra, Regie Heiner Goebbels
Kraftzentrale Landschaftspark Duisburg-Nord, 2014
8 // 9
Das biographische
Intervall des Künstlers
von Prof. Thomas Schmidt
Dass sich die Bedingungen in den künstlerischen Institutionen, Theatern, Orchestern,
Festivals und Ensembles in den kommenden Jahren mit deutlich schnellerer Taktzahl
ändern werden, ist längst kein Geheimnis mehr.
Beratungsfirmen, deren Schwerpunkte be-
bedrohte Sparten, eine sinkende Legitima-
triebliche, nicht kulturwirtschaftliche oder
tion und die momentan sehr hohe Krisen-
Allein der Blick in die Feuilletons, Blogs
künstlerische Betrachtungen der einzelnen
anfälligkeit der Theater belegen, wie dring-
und Fachzeitschriften genügt. Mehrere
Institutionen sind. Auch die Theater und
lich tief greifende strukturelle und künst-
Meldungen vom Juni dieses Jahres machen
Orchester entwickeln keine ausreichend
lerische Reformen sind, um die wertvolle
die Krisensituation insbesondere öffentlich
durchschlagskräftigen und durchsetzungs-
Theatersubstanz und die Ensembles
finanzierter Theater, die allgemeine Hilflosig-
fähigen Lösungen. Damit gehen kulturelle
zu erhalten, und wie wichtig es ist, diese
Die Gesichter der schwelenden Krise
keit der Politik, aber auch die wenig reflek-
Hoheit und Entscheidungsgewalt in Krisen-
Aspekte in der Ausbildung viel stärker zu
tierten Maßnahmen zur Gegensteuerung
situationen zunehmend an externe Berater
berücksichtigen.
deutlich:
über, was kulturelle Institutionen und
Standorte gefährdet.
Die Wirklichkeit der Arbeitsbedingungen:
Brodkorb entscheidet sich nach einer mehr-
Dies ist nur eines von zahlreichen Beispie-
Überproduktion
jährigen Dauerkrise der Theater und Or-
len, die deutlich machen, welche Gesichter
chester in Mecklenburg-Vorpommern für
die schwelende Krise hat und zu welchen
die Zusammenlegung und Fusion mehrerer
zum Teil unkoordinierten Gegenmaßnah-
rung der Arbeitsbedingungen in der The-
Theater (Pressemitteilung des Kultusminis-
men sie führen kann. Wir müssen uns dar-
ater- und Orchesterlandschaft. Davon sind
teriums am 18.06.2014). Grundlage hierfür
auf einstellen, dass aus der Not geborene
selbst die staatlich geförderten Institutio-
ist das Gutachten einer Consultingfirma,
Entwürfe immer mehr zur Wirklichkeit
nen nicht ausgenommen, die ihren jungen
die das Ministerium seit einigen Monaten
werden, anstatt die Theater und Orchester
Mitarbeitern zunehmend immer problema-
berät. Es macht drei Dinge deutlich: Die
in gut durchdachten Prozessen nachhaltig
tischere Arbeitsverträge anbieten. Der so-
Kulturpolitik und ihre Administrationen
zu reformieren und weiterzuentwickeln.
genannte Normalvertrag Bühne (NV-Bühne),
sind nicht bereit und nicht in der Lage,
Viele der kleineren und größeren Kultur-
der die Bedingungen der künstlerisch
die Theater und Orchester langfristig
institutionen, für die Musik- und Kunsthoch-
mit dringend notwendigen Finanzmitteln
schulen bisher ausgebildet haben, befin-
auszustatten. Sie sind zudem überfordert,
den sich in akuten Krisensituationen oder
eigene Reformszenarien zu entwickeln
werden Reformen unterzogen. Stagnie-
Bild oben: Diskussion mit Heiner Goebbels
und bedienen sich zunehmend externer
rende Zuschauerzahlen und Subventionen,
während der Ruhrtriennale 2014
prekäre Gehälter, Vertragsunsicherheit,
Mecklenburg-Vorpommern: Kultusminister
Ein wesentlicher Aspekt ist die Verände-
10 // 11
Beschäftigten an den Theatern verbessern
nicht existiert. Die miteinander wetteifern-
sollte, hat so viele Schlupflöcher, dass
den Domänen des Künstlerischen und des
viele der fest angestellten Bühnenkünstler
Ökonomischen haben in ihren Überlegun-
und Assistenten bei einem – oft lange
gen den wichtigsten Faktor, nämlich die
Jahre gehaltenen beschämend niedrigen –
kreative Arbeits- und Wirkungskraft der
Einstiegslohn von 1.650 EUR brutto in pre-
Mitarbeiter, nahezu völlig ausgeblendet.
käre Situationen geraten. Der Vertrag
garantiert weder eine partielle Sicherheit
Das Dilemma besteht darin, dass Spiel- und
des Arbeitsplatzes noch eine halbwegs
Produktionspläne nicht auf die tatsächlich
vernünftige Regulierung der Arbeitszeit.
vorhandenen Ressourcen abgestellt werden,
sondern dass aufgrund tendenziell weiter
Hierfür gibt es zwei Ursachen: den Druck der
sinkender Besucherzahlen gegen den Trend
Intendanten, sich innerhalb kürzester Zeit
immer mehr und schneller – mit zugleich
bei einem Fachpublikum künstlerisch zu
kürzerer Halbwertszeit der Produktionen
beweisen, um zügig, am besten nach oder
in den Repertoires – und mit vielen zusätz-
noch vor Ablauf einer regulären Intendanz-
lichen Formaten (Liederabende, Soloabende,
periode von fünf Jahren an das nächste
szenische Lesungen) produziert wird – auf
größere und renommiertere Theater wech-
Kosten der wichtigsten Ressource eines
seln zu können. Von Nachhaltigkeit kann
Theaters: des Personals.
bei solchen kurzen künstlerischen Zyklen,
die mit einem Wechsel von bis zu 80 % des
Biographische Intervalle
künstlerischen Personals einhergehen, nicht
gesprochen werden. Der andere Aspekt
Der amerikanische Soziologe Richard
betrifft die permanente Überproduktion, das
Sennett hat in seinem bereits 1988 erschie-
heißt die steigende Zahl von Neuproduk-
nenen Buch „Der flexible Mensch“ auf die
tionen und kleineren, aber aufwendigen
Auswirkungen eines immer mehr Flexibilität
Nebenformaten bei Überausbeutung der
des Einzelnen einfordernden Kapitalismus
tendenziell geringer werdenden Ressourcen
auf die wachsende Arbeitsunsicherheit hin-
(Personal, Geld, Zeit, Räume). Insbesondere
gewiesen. Ulrich Beck hat kurz zuvor
die jungen Künstler und Assistenten, die
ähnliche Aspekte in seinem 1986 veröf-
die Hauptlast tragen, bekommen Vor- oder
fentlichten Buch „Die Risikogesellschaft“
Einstiegsverträge mit Zusatzklauseln, die
aufgegriffen.
eine schnelle Kündigung erlauben, oder
werden rechtswidrig weit über die gesetz-
Diese Prognose hat sich mehr als erhärtet –
Künstlerkarriere an einem oder mehreren
lich erlaubte Arbeitszeit hinaus beschäftigt.
und die Kulturbetriebe sind von diesen
Häusern mit durchgängigen Festverträgen
oder kontinuierlichen Gastengagements auf
Wir sprechen hier nicht von regulären 48
Phänomenen bereits seit Längerem struktu-
Wochenstunden, sondern von Arbeitszeiten
rell und chronisch betroffen. Die Arbeitsun-
auskömmlichem finanziellem Niveau wird
bis zu 80 Wochenstunden über ganze Spiel-
sicherheit im Theater korreliert mit einem
es auf absehbare Zeit nicht mehr geben.
zeiten hinweg, die sich weder im Gehalt noch
Phänomen, das ich als „biographische
Darauf müssen die Studenten bereits in der
in einem Freizeitausgleich niederschlagen.
Intervalle“ bezeichne. Der Lebenslauf eines
Ausbildung vor allem mental vorbereitet
Institutionen, die ihre kreativsten Mitarbeiter
Künstlers ist nach der Ausbildung durch
werden und ein Handwerkszeug auf den
in einem solchen Maße in die Zange neh-
eine Vielzahl von Optionen, aber auch
Weg bekommen, mit dem sie im Selbst-
men und dabei so schlecht bezahlen, haben
Brüche und Zäsuren geprägt. Festengage-
management ihre eigene Karriere realistisch
gelinde gesagt den strukturellen Überblick
ments, Arbeitslosigkeit, Überbrückung
einschätzen und auf dieser Basis gestalten
über ihre eigenen Kapazitäten und ihr Hand-
durch berufsfremde Jobs, Werk- und Kurz-
können.
lungsvermögen verloren. Dies kann auch
zeitverträge, Weiterbildung und Neuenga-
nicht immer nur auf die prekäre finanzielle
gements, der Wechsel zwischen institutio-
Situation geschoben werden.
nellen Einrichtungen und freien Gruppen,
zwischen Bühne und Film – all das kann
Hinzu kommt, dass ein – zumindest partielle
sich in unterschiedlichen Abfolgen und zeit-
Bilder: Stipendiaten während
Abhilfe schaffendes – Personalmanagement
lichen Abständen in der Biographie eines
der Diskussion
an den meisten Theatern und Orchestern
Künstlers abwechseln. Die durchgängige
Prof. Thomas Schmidt
ist Dekan für Darstellende Künste
bei Festivals und freien Ensembles berich-
Damit einher ginge auch die Veränderung
und Direktor des Masterstudien-
tet und diese Erfahrungen in einen Diskus-
und Anpassung der Inhalte der grundstän-
gangs Theater- und Orchester-
sionsprozess mit Dozenten und Studenten
digen Studiengänge und dort, wo notwen-
management an der Hochschule
einfließen lassen. Im Ergebnis führt dies zu
dig, auch die Konzentration auf Zukunfts-
für Musik und Darstellende Kunst
Korrekturen in der Ausbildung, mit denen wir
felder und neue Berufsbilder, die zum einen
Frankfurt am Main und Gastpro-
einen stärkeren Realitätsbezug herstellen.
die wachsende Interdisziplinarität reflek-
Arts an der Harvard University
Ein mir persönlich wichtiger und eigent-
friedigen wie den wachsenden Bedarf an
sowie am Masterstudiengang für
lich selbstverständlicher Aspekt der Ausbil-
Produzenten und Produktionsleitern im
Advanced Theater Studies des
dung ist das Coaching der Studenten. Es
Bereich der Theater, Festivals und freien
American Repertory Theater in
beginnt bereits beim Auswahlprozess der
Gruppen, oder von interdisziplinär arbeiten-
Boston. Zuvor war Schmidt meh-
für eine sich verändernde Institutionenland-
den Performern. Das heißt auch, die
fessor am Department for Dramatic
tieren, zum anderen reale Bedürfnisse be-
rere Jahre als Autor, Dramaturg,
schaft besten und geeignetsten Studenten
Studiengänge und die Fachbereiche in der
Produzent und Leiter einer freien
und setzt sich fort, sie im Zuge der Aus-
Ausbildung und in der Projektarbeit durch-
Gruppe, später als Geschäftsfüh-
bildung kontinuierlich an diese Themen
lässiger zu machen und Künstlern unter-
render Direktor und schließlich als
heranzuführen und beim Berufseinstieg be-
schiedlicher Fachrichtungen zu erlauben,
Intendant des Deutschen National-
ratend zu begleiten. Für mich ist es normal,
sich zeitweise in anderen Klassen ausbilden
theaters Weimar tätig. Seine Publi-
mit meinen ehemaligen Studenten bis
zu lassen sowie neue Ausbildungsprofile
kationen kreisen um die Themen-
weit über ein Jahr nach dem eigentlichen
zu entwickeln.
komplexe Theatermanagement,
Masterabschluss hinaus einen engen Kon-
Krisen- und Reformprozesse, Zu-
takt und Austausch zu pflegen und als
kunft des Theaters und Reform in
Mentor in der weiteren beruflichen Ent-
der Ausbildung in künstlerischen
wicklung zu agieren. Das Lehrer-Studenten-
Das Bild des Künstlers hat sich in den
Berufen.
Verhältnis darf nicht mit der Abschluss-
letzten Jahrhunderten deutlich gewandelt.
prüfung enden.
Ein neues Künstlerbild?
Der Mime im antiken griechischen Theater
ist nicht vergleichbar mit dem zeitgenössi-
Wirklichkeitsnahe Ausbildung, der
Zukünftig müssen die Kunsthochschulen
schen Schauspieler, der Barocksänger nicht
Professor als Coach und Mentor, neue
zudem verstärkt Programme für einen
mit dem performativ arbeitenden Sänger,
Masterprogramme und Interdisziplinarität
zweiten und dritten Ausbildungszyklus
wie wir ihn in vielen neuen Musiktheater-
anbieten. Dies kann durch die Einrichtung
produktionen sehen. Auch die Rolle des
Wichtig ist vor allem, und daran arbeiten
interdisziplinärer Masterprogramme erfol-
Regisseurs, des Dramaturgen und die des
wir bereits eine längere Zeit, die Kenntnisse
gen, in denen zum Beispiel interessierte
immer wichtiger werdenden Produzenten
der Studenten über die Institutionenland-
Tänzer, Schauspieler, Sänger, Musiker, Per-
hat sich allein in den letzten dreißig Jahren
schaft und deren Entwicklung wie auch
former, Regisseure, Dramaturgen, Bühnen-
extrem weiterentwickelt. Diese Verände-
über ihre künftigen rechtlichen und sozia-
und Kostümbildner, Produzenten und
rungen müssen in der Ausbildung aufge-
len Bedingungen an potenziellen neuen
Theatermanager nach einigen Jahren Be-
nommen und antizipiert werden. Der
Arbeitsplätzen zu erweitern. Dies kann
rufserfahrung mit ihren spezifischen Fertig-
Unterricht an den Kunsthochschulen, ins-
durch praxisbezogene Projekte, durch eine
keiten und Erfahrungen zurück an ihre
besondere im Bereich der Darstellenden
enge Zusammenarbeit mit den Theatern,
Hochschule kommen können. In einem
Künste und der Musik, muss auf Basis
wie wir sie mit der Hessischen Theater-
ein- oder mehrjährigen ausbildungs- und
eines neuen Künstlerbildes erfolgen – eines
akademie pflegen, durch eine verstärkte
projektorientierten Masterprogramm kön-
Künstlers, der universaler ausgebildet ist,
Einbindung von Dozenten aus der Berufs-
nen sie nicht nur eine Auffrischung ihrer
die Fähigkeit besitzt, interdisziplinär zu
praxis und die Einrichtung fächerübergrei-
Kenntnisse erfahren, sondern interdiszipli-
arbeiten, sich selbst zu managen, und hier-
fender Informations- und Diskussionsforen
när arbeiten, neue Entwicklungen verar-
für auch die in der Ausbildung erarbeitete
sowie durch Ausbildung im Selbstmanage-
beiten, selbst unterrichten und mit diesem
mentale Stärke einsetzen kann. ///
ment erfolgen. Ein sehr gutes Beispiel
neuen Erfahrungsschatz zurück in die
hierfür ist das Symposium „Das erste Jahr
Institutionen gehen oder freie Gruppen
Wirklichkeit“, das wir im Mai 2014 im
gründen. Dabei darf auch das Thema der
Masterstudiengang Theater- und Orchester-
künstlerischen Forschung nicht zu kurz
management abgehalten haben. Die
kommen, deren Ergebnisse im Rahmen
Berufseinsteiger haben mit ihren Diskus-
solcher Ausbildungszyklen erarbeitet und
sionsbeiträgen über ihre Erfahrungen im
später in die Grundstudiengänge einge-
ersten Berufsjahr in Theatern, Orchestern,
speist werden.
12 // 13
Kurz und Knapp
… was aus der „Akademie
Musiktheater heute“ erwächst
Die Deutsche Bank Stiftung (DBS) ist bemüht, den Mitgliedern der „Akademie Musiktheater
heute“ (AMH) und anderen jungen Künstlern die Möglichkeit zu bieten, sich beruflich
weiterzuentwickeln. Regelmäßig stößt sie deshalb Initiativen an, die dem Nachwuchs eine
Plattform bieten, um Erfahrungen auf und hinter der Bühne zu sammeln. Hier stellen wir
Ihnen eine Auswahl aktueller Kooperationen vor:
Intermezzo – Oper am
Mittag
Frankfurter
Bachkonzerte
Deutscher Buchpreis
(dbp)
Internationale Bachakademie Stuttgart /
Meisterkurs Dirigieren
Partner: Oper Frankfurt
Partner: Frankfurter
Bachkonzerte e.V.
Partner: Börsenverein des
Deutschen Buchhandels Stiftung
Partner: Internationale
Bachakademie Stuttgart
Projekt: Die Frankfurter Bachkonzerte verfolgen das Ziel, die
Musik von Johann Sebastian
Bach, seiner Vorgänger, Zeitgenossen und Nachfahren
lebendig zu halten. In der Spielzeit 2014 / 2015 vergeben die
Deutsche Bank Stiftung und die
Frankfurter Bachkonzerte einen
Kompositionsauftrag.
Projekt: Der Deutsche Buchpreis (dbp) ist der renommierteste deutsche Literaturpreis.
Der dbp orientiert sich an
Vorbildern wie dem englischen
„Man Booker Prize“ und dem
französischen „Prix Goncourt“
und wird jährlich zum Auftakt
der Frankfurter Buchmesse
verliehen.
Projekt: Die Internationale Bachakademie Stuttgart umfasst
sowohl die Musikfest-Akademie
als auch das MUSIKFEST
STUTTGART. Im Jahr 2013 gab
es mit der Vergabe eines Kompositionsauftrags an einen
Alumnus erste Berührungspunkte mit der AMH.
Rahmen: Die Nachwuchsförderung ist den Frankfurter Bachkonzerten und der Deutsche
Bank Stiftung ein wichtiges Anliegen. Seit der vergangenen
Spielzeit besteht deshalb
auch eine Kooperation mit der
HfMDK.
Rahmen: Im Rahmen von Lesungen und mit der AMH verknüpften Veranstaltungen soll
Autoren ein Forum gegeben
und einem breiten Publikum
der Zugang zur Gegenwartsliteratur ermöglicht werden.
Projekt: Musikinteressierte
sind bei diesem LunchkonzertFormat eingeladen, während
der Mittagszeit ein abwechslungsreiches musikalisches
Programm zu genießen.
Rahmen: Die Oper Frankfurt
erweitert, auf Initiative der
Deutsche Bank Stiftung, das
bestehende Vermittlungsprogramm „Jetzt – Oper für dich“
um das Projekt „Intermezzo –
Oper am Mittag“.
Rolle der DBS: Initiator
der seit 2013 bestehenden
Veranstaltungsreihe.
Beteiligte: Opernstudio der
Oper Frankfurt; Kooperation
mit der Hochschule für Musik
und Darstellende Kunst
(HfMDK) geplant.
Nächste Termine: 27.10.2014,
15.12.2014, 16.02.2015,
04.05.2015, Holzfoyer, Oper
Frankfurt
Rolle der DBS: Kompositionsauftrag an Karola Obermüller
(AMH 2006 – 2008) und Förderer
der Projekte im Bereich der
Nachwuchsförderung.
Beteiligte: U. a. Hochschulensembles der HfMDK.
Termin: 27.04.2015,
20.00 Uhr: „Eine italienische
Reise“, Alte Oper Frankfurt
Rolle der DBS: Seit 2014
Hauptförderer des dbp.
Beteiligte: Diskussion „Erzählstrukturen in Musik und Literatur“ im Rahmen des Festaktes
der AMH mit zwei für die
Longlist nominierten Autoren
und Hannah Dübgen (AMH
2003 – 2005).
Termin: 16. Oktober 2014,
Oper Frankfurt
Rahmen: Durch die Unterstützung des Dirigier-Meisterkurses wird die Nachwuchsförderung gestärkt.
Rolle der DBS: Die Deutsche
Bank Stiftung ist langjähriger
Förderpartner.
Beteiligte: Die Deutsche Bank
Stiftung ermöglicht zwei
Mitgliedern der AMH nach
bestandener Aufnahmeprüfung
die kostenfreie Teilnahme am
Meisterkurs.
Termin: 3.– 6. September
2014 Dirigier-Meisterkurs.
7. September Abschlusskonzert
im Kursaal Bad Cannstatt,
Stuttgart
Stipendiaten
2014 – 2016
Jana Beckmann
Seit der Spielzeit 2013 / 2014
Sparte: Dramaturgie
Musikdramaturgin am Theater
Pforzheim, wo sie die Produktionen des Musiktheaters
und des Balletts sowie die
Sinfoniekonzerte betreut. Zuvor Studium im Hauptfach
Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Musiktheater und in
den Nebenfächern Theaterwissenschaft und World Arts
an der Universität Bern. Am
2014 / 2015 Musiktheaterstück-
Institut für Musikwissenschaft
entwicklung für Musiker ohne
der Universität Bern Hilfsassis-
Grenzen e.V. in Ecuador. Bis-
tentin sowie Mitarbeiterin der
her Dramaturgie und Regie in
Schweizerischen Musikfor-
Produktionen u. a. am Goethe
schenden Gesellschaft. Praktika
Institut Buenos Aires, auf
im Bereich Dramaturgie am
Kampnagel sowie am Tanzhaus
Opernhaus Zürich und am
Zürich. 2013 / 2014 Drama-
Theater Biel Solothurn; dort ab
turgische Mitarbeit bei „Rein
der Spielzeit 2011 / 2012 Drama-
Gold“ (UA), Staatsoper Berlin
turgieassistentin für Musik-
(Regie: Nicolas Stemann), „Das
theater. 2011– 2013 Assistentin
Mädchen mit den Schwefel-
Künstlerisches Betriebsbüro /
hölzern“ von Helmut Lachen-
Werbung & Kommunikation
mann, Oper Frankfurt u. a.
für die Bachwochen Thun.
(Regie: Benedikt von Peter).
Geboren 1989 in Bern.
2012 / 2013 Dramaturgieassistenzen am Theater Bremen;
Jesse Broekman
Künstlerische Leitung von
Sparte: Komposition
„Spur/дорожка“, Raum-KlangInstallation, Zeisehallen Hamburg. Übersetzungen für das
Goethe-Institut Buenos Aires
Masterstudium Musik und Philosophie in Oldenburg, Angewandte Theaterwissenschaft /
Choreographische Komposition
in Buenos Aires und Dramaturgie an der HfMT Hamburg.
Geboren 1984 in Bremen.
Freischaffender Komponist.
Isabelle Bischof
er Philosophie an der Univer-
Sparte: Dramaturgie
sität Amsterdam, Komposition
Von 2005 bis 2013 studierte
und Musiktechnologie an der
Hogeschool voor Kunsten
Utrecht bei Barbara Woof und
Jorrit Tamminga. An der Musikhochschule Stuttgart studierte
er Komposition bei Marco
Stroppa. Seit mehreren Jahren
arbeitet er als Komponist mit
dem Asasello Streichquartett,
14 // 15
dem Ensemble Proton, Blind-
Irene Galindo Quero
Concert Orchestra und der
baren Städte“. 2011 Cobühnen-
man Ensemble, dem Gamelan
Sparte: Komposition
Nordwestdeutschen Philharmo-
bild für „Der Verschwender“
Ensemble Gending, dem
nie. 2014 war er Stipendiat
am Stadttheater in Baden, Re-
Insomnio Ensemble, dem
des renommierten Aspen Mu-
gie: Jérôme Savary. 2007– 2012
Ensemble Garage sowie dem
sik Festivals, wo er den „Robert
Studium der Szenografie an
IEM in Graz zusammen. Seine
J. Harth Dirigierpreis“ erhielt.
der Akademie der Bildenden
Musik wird als akustische
Internationale Aufmerksamkeit
Künste Wien bei Prof. Erich
Geofiktion umschrieben, bei
erregte er, als er mit dem ORF
Wonder. 2002 – 2007 Ausbil-
der sowohl instrumentale
Radio Sinfonieorchester sein
dung an der Modeschule Wien
als auch elektronische Mittel
Debut am Wiener Musikverein
Hetzendorf zur Ledergalante-
eingesetzt werden, um neue
gab. Er dirigierte das London
ristin. Geboren 1988 in Wien.
Klangwelten zu entdecken. Ge-
Symphony Orchestra, das BBC
2014 – 2015 Stipendiatin an der
Scottish Symphony Orchestra
Wolfgang Nägele
historischen Residencia de
und die „George Enescu“ Phil-
Sparte: Regie
Benjamin David
Estudiantes, Madrid. Studium
harmonic. Arbeit mit Bernard
Sparte: Regie
bei Johannes Schöllhorn (HfMT
Haitink, Kurt Masur und David
Köln), Cornelius Schwehr und
Robertson. Studium an den
Mathias Spahlinger (MHS Frei-
Hochschulen Wien, Weimar
burg). Zusammenarbeit mit
und Trinity College Dublin.
hand werk ensemble, Ensem-
Preisträger des internationalen
ble Surplus, Ensemble Modern,
„Jeunesses Musicales“ Diri-
Aleph Gitarrenquartett, ensemble
gierwettbewerbs. Geboren 1987
aisthesis, Ensemble Reconsil.
in London.
boren 1985 in Zaandijk.
Aufführungen bei Klangspuren
Schwaz, Akademie der Künste
Hannah König
Freischaffender Regisseur.
Berlin, Wittener Tagen für Neue
Sparte: Bühnenbild
Projekte u. a. 2014 „nimmer-
Seit August 2014 freischaf-
Kammermusik, new talents
satt. eine dialyse“ in halle6,
fender Regisseur und Gründer
biennale Köln, e-Werk Freiburg,
München. 2013 „Unsre Jungs“,
einer Opern Compagnie in
Concertgebouw Brugge, Acht
Pathos Theater München.
Lausanne. Regisseur, u. a.:
Brücken Festival Köln. Mehrfach
2012 „Komm, wir machen eine
2013 George Gershwins „Blue
Stipendiatin, u. a. der Alexander
Revolution!“, Auftragswerk
Monday“ an der Bayerischen
von Humboldt Stiftung (Ward-
Stadt Landsberg am Lech.
Staatsoper und 2012 Ralph
well Stipendium 2007 – 2008),
2009 Produktionsdramaturg
Vaughan Williams’ „Songs of
La Caixa-DAAD (2008 – 2011),
Musiktheaterstück „Autland“
Travel“ am Theater Basel.
NRW Kunststiftung (Mumbai
Ruhrtriennale. Seit 2007 Mit-
2011– 2014 Regieassistent und
2012), Künstlerdorf
arbeiter des Regisseurs Hans
Spielleiter an der Bayerischen
Schöppingen (2014). Geboren
Freischaffende Bühnenbild-
Staatsoper. Assistent u. a.
1985 in Granada, Spanien.
nerin und Lehrende für Design
Essen „Tannhäuser“, Schwet-
und Ledergalanterie an der
zinger Festspiele „Proserpina“,
von C. Bieito, O. Py und A.
Neuenfels, u. a. Aalto-Theater
Kriegenburg sowie Leitung von
George Jackson
Modeschule Hetzendorf in
Bayerische Staatsoper „Medea
mehreren Wiederaufnahmen.
Sparte: Dirigieren
Wien. 2014 Semifinalistin beim
in Corinto“, Bayreuther Fest-
2004 – 2010 Studium „Bio-
Ring Award für eine Konzep-
spiele „Lohengrin“, Staatsoper
technology and Bioenginee-
tion von „Der Freischütz“,
Berlin „La finta Giardiniera“,
ring“ an der Eidgenössischen
Regie: Daniela Kerck. 2012
Oper Frankfurt „Oedipe“,
Opernhaus Zürich. Assistenzen
Technischen Hochschule
Bühnenbild für „Die Ballade
Lausanne und ein Jahr
von El Muerto, eine Drogen-
am Bayerischen Staatsschau-
Forschung an der Berliner
oper“ bei den Wiener Fest-
spiel und Theater Stuttgart.
Charité; währenddessen
wochen, Regie: Hannan Ishay.
Studium der Literaturwissen-
Hospitanz am Théâtre du
2012 Würdigungspreis der
schaften und Philosophie in
Châtelet in Paris. Geboren
Akademie der Bildenden Künste
München. Stipendiat Studien-
1985 in Lausanne.
Wien für ihre Diplomarbeit,
stiftung des deutschen Volkes.
In der Spielzeit 2014 / 2015
eine Raum-Modellinstallation
Geboren 1983 in Landsberg.
debütiert er mit dem RTÉ
mit dem Titel „Die Unsicht-
Stipendiaten
2014 – 2016
Lukas Onken
Mahler (Bruxelles, London,
Sparte: Kulturmanagement
Genf, Stavanger); „Oresteia“,
Oper von Iannis Xenakis,
Video zur Produktion an der
Deutschen Oper. 2013 / 2014:
„IRRSAL – Triptychon einer
verbotenen Liebe“, Film zu
Musik von Hugo Wolf (Düsseldorf, Rotterdam, Chemnitz).
2010 / 2011 „Schwanengesang“, Theaterstück mit Videoinstallation zu Musik von
Kulturvermittler und -manager.
Franz Schubert (Théâtre de
Seit 2011 Organisatorischer
La Monnaie, Bruxelles; Ko-
Leiter des Bundesjugendballetts
mische Oper, Berlin, Theater
von John Neumeier: Aufbau
an der Wien, Norske Opera,
und Entwicklung der Compag-
Oslo). Freiberufliche Regieas-
nie, Planung und Durchfüh-
sistenzen u. a. bei der Ruhr-
rung von internationalen Tour-
triennale, der Oper Frankfurt,
neen, Outreach-Projekten (z. B.
dem Theater Basel. 2001–
„Rap auf Ballett“ in der JVA
2008 Studium Philosophie
Rottenburg) und diversen Ko-
(Université libre de Bruxelles)
produktionen. Zuvor Junior
und Klavier (Koninklijk Con-
Projektmanager bei der Konzert-
servatorium van Brussel).
direktion Schmid in Hannover.
Geboren 1983 in Namur,
Vorher u. a. Mitarbeit im Bun-
Belgien.
desjugendorchester, im südafrikanischen MIAGI-Jugend-
Helena Schindler
orchester und bei Jeunesses
Sparte: Kulturmanagement
Musicales International. 2010
Bachelor of Arts in Communication and Cultural Management
an der Zeppelin Universität.
Jungstudent im Fach Kontrabass an der Robert-SchumannMusikhochschule Düsseldorf
und bis heute als Musiker tätig.
Geboren 1985 in Wuppertal.
Clara Pons
2014 International Summer
Sparte: Regie
Program in Robert Wilsons
Watermill Center sowie Diplom
im Studiengang Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis
an der Universität Hildesheim,
Schwerpunkt Theaterwissenschaft, Popkultur und Kulturmanagement. Abschlussarbeit
über Social Media an Opernhäusern im internationalen Vergleich. Während des Studiums
2014 / 2015: „Wunderhorn“,
Produktionsleitungen bei Dorotty
Film zu Musik von Gustav
Szalmas „Die Entführung aus
16 // 17
Annika Juliane
Tritschler
Seit der Spielzeit 2014 / 2015
Frankfurt, Regiehospitanz bei
Laubach) bzw. „BAJAZZO 2.0“
Solorepetitorin mit Dirigierver-
David Freeman an der Folkwang
(Camerata Nuova e.V.). Seit
Sparte: Bühnenbild
pflichtung am Theater Hagen.
Universität sowie Praktika in
2008 mehrfach Inszenierungs-
Davor Repetitorin der
der Presse- und Öffentlichkeits-
dem Serail“ (Oper Schloss
doubel für Robert Wilson, z. B.
Siegfried-Partie aus Richard
arbeit des Konzerthauses Dort-
„Monsters of Grace II“ (2013),
Wagners „Götterdämmerung“
mund und in der Education-Ab-
Agathe in „Der Freischütz“
bei den Tiroler Festspielen in
teilung des Klavier-Festivals Ruhr.
(2008). Praktikum in der Abtei-
Erl. Als Dirigentin leitete sie
Geboren 1988 in Ehringshausen.
lung Kulturelle Angelegenhei-
mit der „Internationale Paul
ten, Senatskanzlei Berlin. Vor
Hofhaymer Gesellschaft“
Studienbeginn Regieassistenzen
mehrere Uraufführungen. Sie
am Jungen Schauspielhaus
studierte Klavier, Orchesterdirigieren und Komposition am
Hamburg. Geboren 1987 in
Freiburg.
Freischaffende Szenografin mit
Konservatorium in Palermo und
Liebe zum Musiktheater. 2014
am Mozarteum in Salzburg.
Regina Stöberl
Lehrende an der HfK Bremen.
Ihre Lehrer waren u. a.:
Sparte: Kulturmanagement
Davor „Internship Programme“
Prof. H. Graf, Prof. J. Faber
bei Hotel Pro Forma in Kopen-
und Prof. R. Davies. Teilnahme
hagen, Mitarbeit an „Rach-
an Meisterkursen im Fach
maninov Troika“ für das Opern-
Dirigieren und Klavier bei
haus La Monnaie in Brüssel.
B. Haitink, P. Bellugi, V. Balzani
2013 Diplom „Herr Schwarz –
und S. Perticaroli. Geboren
Ordne und Finde“, Entwicklung
1990 in Palermo.
eines eigenen Musiktheaterstücks in Kooperation mit den
Janina Zell
Komponisten Alexander F.
Sparte: Dramaturgie
Müller und Sebastian Peter,
Seit 2013 / 2014 Leitung des
(1. Platz Hochschulpreis).
Chorbüros der Bayerischen
2012 Praktikum an der Opéra
Staatsoper. Zuvor Mitarbeit im
National de Paris. Ab 2007 Stu-
Chorbüro sowie Vertretung der
dium des Integrierten Designs
Administration des Bayerischen
an der Hfk Bremen. Während-
Staatsballetts. 2010 – 2012
dessen vierfache Teilnahme am
Masterstudium Kultur- und
dortigen interdisziplinären Opern-
Musikmanagement an der Hoch-
projekt, zuletzt bei „L’Orfeo“
schule für Musik und Theater
von Monteverdi 2011 unter der
München. 2010 Mitarbeit in der
Regie von Gregor Horres.
Seit der Spielzeit 2013 / 2014 als
Administration der LUCERNE
Stipendiatin der deutschen
Dramaturgin am Aalto-Theater
FESTIVAL Academy. 2006 – 2010
Studienstiftung. Geboren 1987
Essen tätig. Von 2007 bis 2013
Regieassistenz / Spielleitung,
in Waldshut.
Studium der Musikwissen-
Soufflage, Inspizienz an den
schaften, Schwerpunkt Konzertund Musiktheaterdramaturgie,
burg. 2003 – 2006 Diverse Prak-
Silvia Vassallo
Paleologo
tika (in den Bereichen Musik-
Sparte: Dirigieren
der Folkwang Universität der
Theatern Augsburg und Regens-
sowie Gesangsausbildung an
theater / Schauspiel administrativ
Künste Essen. Masterarbeit über
und künstlerisch, in Kommu-
die Inszenierung von Richard
nen, im universitären Rahmen).
Wagners „Der Ring des Nibe-
2001 – 2006 Magister-Studium
lungen“ am Aalto-Theater
der Musikwissenschaften,
Essen 2008 – 2010, ausgezeich-
Soziologie und Europäischen
net mit dem Folkwang-Preis
Ethnologie an der Universität
2014. Studienbegleitende
Augsburg. Geboren 1982 in
Dramaturgiehospitanz bei Prof.
Eggenfelden.
Dr. Norbert Abels an der Oper
Stipendiaten
2013 – 2015
Sophie Borchmeyer
Seit September 2014 zuständig
Sparte: Kulturmanagement
für die Festival Akademie in
den Bereichen Lied, Kammermusik und Komposition beim
„Heidelberger Frühling“. Zuvor
Stationen in Paris als koordinierender Mitarbeiter der Konzertreihe „Les Lundis Musicaux
du Théâtre du Palais-Royal“
und an der Kölner Philharmonie
als Assistent der Konzertplanung. 2011–2012 Mitarbeiter
Ab der Spielzeit 2013 / 2014
im Bereich Brand Manage-
Orchester- und Konzert-
ment und Corporate Communi-
management beim Münchener
cation bei der Unitymedia
Kammerorchester. Zuvor
Group. Weitere Tätigkeiten
Orchestermanagement der
für das Dirigentenforum des
Cappella Aquileia unter GMD
Deutschen Musikrats als
Marcus Bosch. 2012 / 2013
Assistent der Projektleitung
Praktikum im Opernstudio der
und im Management des WDR
Bayerischen Staatsoper. 2011–
Rundfunkorchesters Köln.
2013 Studium „Musik- und Kul-
2009 –2014 Studium Medien-
turmanagement" an der Hoch-
kulturwissenschaft / Manage-
schule für Musik und Theater
ment an der Universität zu Köln
München. Abschluss mit dem
und der Sorbonne Nouvelle
Master. 2009 – 2011 Stipendiatin
Paris. Alumnus der Studienstif-
im Fach „Master of Music –
tung des Deutschen Volkes.
Violin” am College-Conservatory
Geboren 1989 in Riesa.
of Music in Cincinnati. 2005 –
2009 „Künstlerische Instrumen-
Sven Daigger
talausbildung – Violine“ in
Sparte: Komposition
Düsseldorf und München mit
dem Abschluss Diplom bei Prof.
Ingolf Turban. Mitglied der
Jungen Deutschen Philharmonie.
2003 – 2005 Studium „Neue
Deutsche Literatur“, „Spanische
Philologie“ und „Geschichte“
an der FU Berlin. Geboren 1984
in Recklinghausen.
Manuel Bust
Aufführungen u. a. mit ensem-
Sparte: Kulturmanagement
ble recherche, earplay ensemble, Badische Staatskapelle,
Orchester des Staatstheaters in
Cottbus, bei Salzburg Biennale,
San Francisco International
Arts Festival, ARD Musikwettbewerb, Festspiele Mecklenburg Vorpommern, im Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus
Berlin, Bayerischer Rundfunk
u. ORF Österreich. Stipendiat
18 // 19
u. a. der Studienstiftung des
Manuel Durão
Ostern 2015 Regie bei „Der
Vincenzo Bellinis auf Richard
deutschen Volkes, des Caspar-
Sparte: Komposition
kleine Rosenkavalier“ am
Wagner. 2011– 2012 Auslands-
David-Friedrich-Stipendiums,
Festspielhaus Baden-Baden im
aufenthalt an der Universität
und der ad infinitum foundation.
Rahmen der Osterfestspiele.
Bologna, dort Studium der
Erste Preise u. a. beim „Earplay
Inszenierungen 2014: „The
Musikwissenschaften. Während
Donald Aird Memorial Composer
Boatswain`s Mate“(Ethel
des Studiums Dramaturgie-
Competition“ und „recherche“
Smyth) am Luzerner Theater;
hospitant bei Anselm Webers
(Österreich). Kompositions-
„From room to room“ (Maren
„Siegfried“ sowie Regiehospi-
studium bei Prof. Peter Manfred
Kessler) an der Hochschule
tant bei Barrie Koskys „Götter-
Wolf, Prof. Adriana Hölszky und
Luzern; „Die Schulmeisterkan-
dämmerung“, beides am Aalto-
Prof. Wolfgang Rihm. Musik-
tate“ (Telemann) am Luzerner
Theater Essen. Des Weiteren
theoriestudium bei Prof. Dr.
Theater. Seit 2012 Regieassis-
Praktika bei der Neuen Ruhr
Birger Petersen und Dr. Jan
Komponist und Dirigent. Preise
tentin am Luzerner Theater.
Zeitung (NRZ) sowie in der
Philipp Sprick. Geboren 1984
u. a. beim MDR-Kompositions-
Zuvor Regieassistentin und
Subkoordination Musik von
wettbewerb Wagner 2013,
Spielleitung am Staatstheater
3sat / ZDFkultur. Geboren 1990
Förderpreis des Sächsischen
Wiesbaden. 2011 szenische
in Hamburg.
Anna Drescher
Musikbundes 2013, MDR-Kom-
Mitarbeit bei „Orlando furioso“
Sparte: Regie
positionspreis 2011, DAAD-Preis
(Opernfestival Gut Immling).
Änne-Marthe Kühn
für ausländische Studierende.
2009 –2011 Regiehospitanzen,
Sparte: Dramaturgie
2009 – 2011 DAAD-Stipendium,
Assistenzen u. a. am Opern-
2011 Stipendium der Gulben-
haus Zürich, Wiener Staatsoper,
in Eberbach.
kian-Stiftung für Workshop der
Staatsoper Berlin. Studium:
ENOA (Verona). 2013 Meister-
Germanistik, Philosophie in
klassenexamen, 2011 Diplom
Jena. 2007 Inszenierung
an der HMT Leipzig bei Prof.
von „Hänsel und Gretel“ und
Pfundt (Komposition) und Dr.
Szenenabende auf kleinen
Rucha (Dirigieren). Bachelor
Bühnen in Weimar. Geboren
in Komposition an der Hoch-
1986 im Allgäu.
Freischaffende Regisseurin. Im
schule für Musik Lissabon.
Juni 2013 Regie bei „Tauffest
Meisterkurse in Dirigieren bei
für Georg Daniel Speer“ bei den
Jean-Sébastien Béreau. Lehr-
Maximilian Anton
Hagemeyer
aterwissenschaft an der Freien
Ludwigsburger Schlossfest-
tätigkeit Tonsatz an der HMT
Sparte: Dramaturgie
Universität Berlin mit Anknüp-
spielen. April 2013 Inszenierung
Leipzig. Aufführungen u. a.
fung an die bisherige künst-
von Dea Lohers „Blaubart –
an der Oper Leipzig („Tagebuch
lerische Forschung zu neuen
Hoffnung der Frauen“ am
eines Wahnsinnigen“), mit dem
Musiktheaterformen im virtuel-
Schauspiel Stuttgart. 2010– 2013
MDR-Sinfonieorchester, mit
len und urbanen öffentlichen
Regieassistentin am Staats-
dem Orquestra XXI (Förder-
Raum. 2007– 2013 B.A. Musik-,
theater Stuttgart. In dieser Zeit
projekt der Gulbenkian-Stiftung,
Medienwissenschaft, Ameri-
mehrere szenische Einrichtungen
Portugal). Geboren 1987 in
kanistik und M. A. Medienwis-
und Texte für Weihnachtsmär-
Lissabon.
senschaft an der Humboldt
chen. Während ihrer Ausbildung
Seit 2013 Masterstudium The-
Universität zu Berlin. Parallel
leitete sie die Theatergruppe
Hersilie Ewald
„hArt times“ in Hannover (Thea-
Sparte: Regie
u. a. Idee, Produktion, DramaSeit der Spielzeit 2012 / 2013
turgie des Projekts „X Tage bis
ter mit Psychiatrieerfahrenen).
an der Komischen Oper Berlin
zum Wunder – eine Alternate
Bereits während des Studiums
unter der Intendanz von Barrie
Reality Opera“ zur praktischen
war sie wiederholt Regieassis-
Kosky als Dramaturgieassistent
Erforschung transmedialer
tentin an der Staatsoper Stuttgart
tätig. Von 2009 bis 2012 Stu-
Musiktheaterformen. Regie-,
u. a. bei „Judith“, einer Koproduk-
dium der „Kulturwissenschaften
Produktions-, und Redaktions-
tion mit den Salzburger Fest-
und ästhetischen Praxis“ an
assistenzen an der Staatsoper
spielen. 2005 –2010 Studium
der Universität Hildesheim,
Unter den Linden Berlin, den
der „Kulturwissenschaften und
Schwerpunkt Musik- und The-
Donaueschinger Musiktagen,
ästhetischen Praxis“ in Hildes-
aterwissenschaften. Abschluss-
Bregenzer Festspielen und
heim. Geboren 1983 in Basel.
arbeit über den Einfluss
radioeins. 2005 – 2007 Hospi-
Stipendiaten
2013 – 2015
tanzen an der Staatsoper Unter
den Linden und der Komischen
Oper Berlin in Regie, Dramaturgie und Presse. Geboren
1987 in Berlin.
Antonella Mazza
Sparte: Bühnenbild
Pianist und Korrepetitor im
Jungen Ensemble der Dresdner Semperoper. Auftritte als
Dirigent u. a. mit der Jenaer
Philharmonie, den Thüringer
Symphonikern SaalfeldRudolstadt und der Lautten
Compagney Berlin. 2005 – 2011
Diplomstudium OrchesterFreischaffende Bühnen- und
dirigieren in Weimar (G. Kahlert
Kostümbildnerin. Seit 2013
und A. Bramall). 2008 / 2009
Bühnenbildassistentin an
Gastverträge als Korrepetitor
der Staatsoper Hannover und
an den Theatern Karlsruhe,
2011– 2013 am Theater Dort-
Gera und Fürth. Gelegentlich
mund. Dort Bühnen- und Kos-
Engagements als Korrepetitor
tümbildnerin für „Die Agonie
bei Dirigierkursen. Geboren
und die Ekstase des Steve
1986 in Hamburg.
Jobs“ (Regie: J. Whigham),
„Der Klöng ist kaputt“ (Regie:
Natalie Schramm
K. Voges), „Der Live Code:
Sparte: Regie
Krieg und Frieden im globalen
Dorf“ (Regie: D. Hengst).
2010 Stipendiatin der Maggio
Fiorentino Formazione. 2011–
2009 Theaterprojekt „Der
Mund der Wahrheit“. Studium
in Neapel und Florenz. 2008 –
2010 Berufserfahrung an verschiedenen Theatern, u. a. in
Florenz (Maggio Musicale
Fiorentino, La Pergola, Teatro
Freischaffende Regisseurin. Im
Verdi), Livorno (Teatro di
Mai 2015 Regie bei „For a look
Campiglia Marittima), Monte-
or a touch“ von Jake Heggie
catini / Pistoia (Teatro Verdi),
am Staatstheater Braun-
Prato (Teatro Metastasio),
schweig. Seit 2012 / 2013 Re-
Cannes (Palais des Festivals).
gieassistentin am Staatsthe-
Geboren 1985 in Salerno.
ater Braunschweig. Bisherige
Nikolai Petersen
Eigenproduktion, 2. Preis
Regiearbeiten u. a.: haymatlos:
Sparte: Dirigieren
träger Iranisches Theaterfestival / Heidelberg, 1. Preisträger
Seit 2012 Solorepetitor und
Secondo Festival / Luzern; „Die
musikalischer Assistent an
Verwandlung“, „Ein Sommer-
der Oper Frankfurt. 2010 – 2012
nachtstraum“, „intravenös“. Bis
20 // 21
2011 Musik- und Germanistik-
Steven Walter
Freischaffende Tänzerin und
am GTA. 2010 „Die Drei von
studium (Magister / Staatsexa-
Sparte: Kulturmanagement
Wissenschaftlerin. Arbeitet als
der Tankstelle“ am GTA und
men) an der Hochschule für
Choreographin, Dramaturgin,
Assistent bei Hartmut Meyer
Musik und Darstellende Kunst
und Lehrerin. 2014 Doktorandin
für „Mutter Courage“ am Schau-
Frankfurt / Goethe-Universität
an der Graduate School of the
spiel Frankfurt. 2010 Diplom
Frankfurt. Während des Studi-
Arts / Unversität Bern. 2014 Vor-
über H. H. Jahnns „Medea“
ums Assistenzen in unter-
tragsreihe „DANCE|Speak to
mit Auszeichnung an der UdK
schiedlichen Opern-, Schau-
Me“ am Künstlerhaus Mouson-
Berlin. 2008 „Schumann im
spiel- und Performanceproduk-
turm, Frankfurt. Choreographie
Liegen“ mit Regisseurin Beate
tionen in den Bereichen Regie,
von „Hommage an Ruvina“
Baron (Neuköllner Oper Berlin)
Dramaturgie und Produktions-
am Theater Rigiblick Zürich
und Bühnenbild für „The Tele-
leitung im In- und Ausland.
2014, „Don‘t Play!“ an der
phone“ für Regisseurin Karoline
Cellist, Programmmacher und
Schaubühne Leipzig 2014 /
Gruber (Teatro Nacional de
Kulturmanager. 2009 Gründer
2013, Produktion des Fonds
Sao Carlos Lissabon). Geboren
Gabriel Venzago
und seitdem Künstlerischer
Experimentelles Musiktheater
1981 in Rüdersdorf.
Sparte: Dirigieren
Geschäftsführer des PODIUM
„Josefine“ an der Oper Krefeld
Festival Esslingen, ein u. a. mit
2012. Dramaturgin für „Eifo
Geboren 1981 in Fulda.
dem ECHO Klassik und Trend-
Efe“ der Gruppe MaMaZa 2013
marken Award ausgezeichnetes
und für die Forsythe Company
Musikfestival. Dort zuletzt ver-
Produktion „Sider“ 2011. Mit-
antwortlich für das multime-
glied der Forsythe Company
diale Musiktheater „Strawinsky:
2005 –2012. Gibt Workshops
animated – Die Geschichte
und Masterclasses europaweit.
vom Soldaten“. Aufgrund sei-
Ausbildung als Physikerin an
nes unternehmerischen Musik-
der Harvard University und
schaffens einer von drei Nomi-
als Tänzerin an der Ohio State
Seit 2012 Student bei Prof. Per
nierten zum „Kulturmanager
University. Geboren 1981 in
Borin (Stuttgart). 2013 Korre-
des Jahres 2011“. 2010 Aka-
New York.
petitor „Cendrillon“ Osterfest-
demist bei der Sommerakade-
spiele Baden-Baden sowie
mie Concerto 21 der Toepfer
Matthias Winkler
Leitung der Bühnendienste am
Stiftung FVS. Publizierte mehr-
Sparte: Bühnenbild
Stadttheater Heidelberg bei
fach zu künstlerischen und
Wolfgang Rihms „Dionysos“.
managerialen Themen. Als Kam-
Im Rahmen des Studiums
mermusiker im In- und Aus-
Konzerte mit dem Stuttgarter
land tätig. Mitgründer der
Kammerorchester und der
Badischen Kammerphilharmo-
Württembergischen Philhar-
nie sowie der PODIUM Kam-
monie Reutlingen. 2012 Dirigat
merOper. Studierte Cello in
der Uraufführung „Tohuwa-
Oslo und Detmold sowie Kul-
bohu“ von Anna Korsun und
turmanagement in Hamburg.
Aushilfe im Philharmonischen
Geboren 1986 in Nürtingen.
Orchester Heidelberg unter
Freischaffender Bühnen- und
Cornelius Meister. 2010 –2012
Elizabeth Waterhouse
Kostümbildner. 2014 Bühnen-
musikalischer Leiter des Stu-
Sparte: Dramaturgie
bild „La Cage aux Folles“
dentenorchesters „StOrch
(Hans Otto Theater Potsdam),
München“. 2009 –2012 Dirigier-
2012 „Company“ (Kehrwieder
studium in München bei
Theater Hamburg), Freilicht-
Prof. Bruno Weil. 2008 –2009
bühne Altusried „My Fair Lady“
Musikwissenschaftsstudium
und Grenzlandtheater Aachen
LMU München. Mehrfache
(GTA) „La Cage aux Folles“
Assistenzen sowie „Jugend
und „Sommernachtstraum“ für
musiziert“-Preisträger. Geboren
Regisseur Ulrich Wiggers. 2011
1990 in Heidelberg.
„Der Mann von La Mancha“
„LoveAffairs“
Liebesszenarien von Birke J. Bertelsmeier
und Dariusz Przybylski.
Texte von Katinka Deecke, Nina Dudek,
Felix Seiler und Amy Stebbins
nach Oscar Wilde, Jean Genet u. a.
Am 20. Juni 2014 fand in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin
die Uraufführung von „LoveAffairs“ statt – eine Produktion des
Stipendiatenjahrgangs 2011– 2013 der „Akademie Musiktheater
Anzahl der vier Stücke stark eingeschränkt, da jeder einmal pro-
heute“. Die vier Regisseurinnen und Regisseure Nina Dudek,
bieren musste, und auch in Hinsicht auf die personellen und
Tilman Hecker, Felix Seiler und Margo Za¯lı¯te haben mit ihren
finanziellen Mittel waren klarerweise Grenzen gesetzt.
Teams vier unterschiedliche Stücke als freies Produktionsteam an
einem öffentlich-rechtlich subventionierten Opernhaus inszeniert.
Margo Za¯lı¯te: Meiner Meinung nach ist der Mensch am kreativsten,
So haben sie aus „Die Nachtigall und die Rose“, „Musical-Land“,
wenn er einen klaren Gegenspieler hat. Wir haben gerade ein groß-
„Querelle“ und „Fall“ einen gemeinsamen Musiktheaterabend
artiges Phänomen erlebt: Die Deutsche Oper hat sich so tiefgründig
geschaffen, der das Thema Liebe aus verschiedenen Blickwinkeln
etabliert, dass sie nun fähig ist, sich auf die Reise zum Antipol –
und mit verschiedenen Erfahrungshorizonten beleuchtet.
das Experiment – zu begeben. Und ich sage absichtlich „Antipol“,
weil es sich selbstverständlich um einen Planeten handelt. Die
Im Folgenden sprechen sie über Höhen und Tiefen, Herausforde-
Bedingungen dort und an anderen Häusern sind perfekt: Die
rungen, Möglichkeiten, Risiken, Stärken und Schwächen eines
gegenseitig sichtbaren und unsichtbaren Hassausbrüche der pola-
solchen Vorhabens.
risierten Kunstformen haben und werden für weiteres gesundes
Musiktheater sorgen.
1. Inwiefern war es euch möglich, unter diesen Bedingungen,
euer Verständnis von experimentellem zeitgenössischem
2. Unter welchen Voraussetzungen würdet ihr einen ähnlichen
Musiktheater umzusetzen?
Abend eventuell noch einmal auf die Beine stellen?
Tilman Hecker: Die Bedingungen für die konzeptionelle Ent-
Felix Seiler: Bei aller Unterschiedlichkeit denke ich, dass dem
wicklung waren ausgezeichnet. Wir hatten gute Voraussetzungen,
Abend eine Gesamtdramaturgie gefehlt hat. Das ist für mich kein
eine ungewöhnliche Form und Arbeitsweise zu erfinden. Von der
Widerspruch zu der nach wie vor starken Entscheidung, vier völlig
ersten konzeptionellen Skizze über den Kompositions- bis hin
unterschiedliche Stücke zu zeigen, gewesen. Ganz im Gegenteil
zum Einstudierungs- und letztendlich Probenprozess haben
hätte dadurch jeder einzelne Teil wertvolle Chancen wahrnehmen
wir frei experimentiert. Das wurde einerseits, besonders zu den
können, sich durch das bewusste Abgrenzen oder Aufgreifen aus
Endproben, durch die Gleichzeitigkeit unserer vier Produktionen
den Einflüssen der anderen Stücke über seinen Stand im Gesamt-
in einem Repertoirebetrieb, die Doppelbesetzungen, das gemein-
abend bewusst zu werden. So hat jeder „sein eigenes Süppchen
same Bühnenbild und nicht zuletzt unsere technischen Anforde-
gekocht“, wo ich mich als Zuschauer am Ende berechtigt fragen
rungen zu einer großen Herausforderung. Andererseits war es
würde: Wer hat Lust hintereinander vier Suppen zu essen?
jedoch vor allem aufregend und beglückend – umso mehr weil
es eben anspruchsvoll und nicht immer leicht war.
ND: Ich persönlich hätte große Lust dazu, einen solchen Abend in
ähnlicher Form zu wiederholen. Was die Gesamtdramaturgie anbe-
Nina Dudek: Es war großartig, die Möglichkeit zu haben, eine
langt denke ich jedoch, dass man von Anfang an hätte versuchen
Uraufführung auf die Beine stellen zu können: angefangen von
sollen, die Stücke klarer miteinander zu verbinden – entweder inhalt-
der ersten Idee über das Schreiben des Librettos bis hin zur
lich oder thematisch. So gab es einen Titel, der in den vier Stücken
eigentlichen Umsetzung auf der Bühne. Dass wir unsere Stücke
mehr oder weniger seine Berechtigung fand.
dann auch noch an der Deutschen Oper Berlin zeigen konnten,
war besonders aufregend. Natürlich mussten wir dennoch einige
Abstriche machen. So waren die Probenzeiten etwa durch die
TH: Besser geht immer, dennoch könnte ich unter denselben Bedingungen noch einmal arbeiten, wobei unsere Kommunikation,
besonders auch die detaillierte Probenplanung im Vorfeld, bestimmt
Bild oben und Bild rechte Seite: Szenen aus
verbesserungswürdig ist. Vor allem aber wünsche ich mir, gerade
„LoveAffairs“, Uraufführung in der Tischlerei der
für experimentelle Arbeit und gerade wegen der Komplexität der
Deutschen Oper Berlin im Juni 2014
Form Oper, mehr Zeit, insbesondere mehr Zeit mit den Sängern.
22 // 23
Das Abschlussprojekt des Stipendiatenjahrgangs 2011 –
2013 „LoveAffairs“ war die fünfte Kooperation mit
einem Theater. Vorab gab es bereits Zusammenarbeiten mit dem Theater Bielefeld (zweimal), dem Oldenburgischen Staatstheater und der Oper Frankfurt.
2016 wird es zu einer Kooperation mit der Staatsoper
nach zu stark durch die Punkte Disposition und Finanzierung. Am
Hamburg kommen. Unter professionellen Bedingun-
Ende bleibt der eigentliche Sinn des Ganzen, das Schaffen von
gen eines Theaters kommt im Rahmen dieser Koope-
etwas Künstlerischem, zu stark auf der Strecke. Ich würde es befür-
ration eine Oper zur Uraufführung, die im Laufe
worten, eine faire Ausschreibung auf der Suche nach der stärksten
des 2-jährigen Stipendiums im besten Falle von den
Idee zu machen, um diese dann nicht mit voller Mannschaft, aber
15 Stipendiaten eines Jahrgangs entwickelt wird. Das
den dafür erforderlichen und gerechtfertigten Mitteln voll zu reali-
„LoveAffairs“-Team, bestehend aus 12 Stipendiaten,
sieren. Nicht populär, aber auf der Suche nach „Musiktheater
hat unter diesem gemeinsamen Titel vier einzelne
heute“ letztendlich ehrlicher und sicherlich ergiebiger.
Opern in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin produziert. Die Tischlerei ist für ein solches Uraufführungsprojekt der optimale Raum: ein Laboratorium,
auch für „Neues Musiktheater“, auf hohem Niveau. Für
ein Theater sind diese Uraufführungen eine Herausforderung. Die technische Apparatur und die künstlerischen Abteilungen werden um ein Vielfaches mehr
gefordert, um dieser Uraufführung einigermaßen gerecht zu werden. Im Repertoirebetrieb müssen Zeit
und Raum gefunden werden für die Einstudierung der
Sänger, für die Vielzahl der kompositorischen Handschriften mit ihren Notwendigkeiten / Bedürfnissen der
4. Was waren eure persönlichen Highlights und was hat euch
Umsetzung. Es ist ein Spagat zwischen künstlerischem
bei anderen Teilen des Abends überrascht?
Experiment und dem so viel gewünschten „Neuen
Musiktheater“. Es bietet den Häusern allerdings auch
ND: Mein Highlight war, dass der Abend in seiner Heterogenität
die Möglichkeit, aus dem Alltag des Betriebes auszu-
und trotz der fehlenden Gesamtdramaturgie die Zuschauer so zu
brechen und Arbeitsweisen zu hinterfragen. Junge Ta-
begeistern vermochte. Besonders dankbar bin ich dafür, dass die
lente werden gefördert und gegebenenfalls entdeckt.
Instrumental-Solisten des Orchesters der Deutschen Oper Berlin
Wir danken unseren bisherigen Kooperationspartnern
so offen und interessiert daran waren, sich als Charaktere in die
für ihre Bereitschaft und den Mut, dieses Experiment
Inszenierung mit einbeziehen zu lassen. Bei einer Oper, die haupt-
mit zahlreichen jungen Künstlern gewagt zu haben.
sächlich von einem einzelnen Sänger getragen wird, ist es natürlich unabdingbar, dass sich dieser ganz auf das Stück einlässt,
und ich bin glücklich darüber, dass wir mit Gideon Poppe eine so
3. Welche Entscheidungen, bezogen auf das Gesamtprojekt,
wunderbare und passende Besetzung gefunden haben.
würdet ihr im Nachhinein anders treffen?
FS: Mein persönliches Highlight ist der leidenschaftliche und gut geTH: Das ist eine heikle Frage: Ehrlich gesagt könnte ich mir im
launte Einsatz all derer, die über Monate vollwertige Arbeitsstellen
Nachhinein die Entwicklung des Einheits-Bühnenbildes und den
(vom Kostüm bis zur Koordination der Abläufe hinter der Bühne) aus-
Bezug zu den Stücken intensiver vorstellen, als wir das betrieben
geführt haben – und dafür wenig bis gar kein Geld bekommen
haben. Wir hätten vielleicht mehr in gemeinsame Treffen mit
haben. Durch den Abend hindurch überrascht haben mich in den
spezifischem Fokus auf das Bühnenbild investieren können.
Bereichen Komposition, Bühne und Regie die sehr unterschiedlichen
Gleichzeitig ist diese Einschätzung sehr individuell – der Prozess
Auffassungen von Inhalt: Für wen, warum überhaupt und wieso dann
hat sicher für einige besser, für andere weniger gut funktioniert.
auf diese Weise schreibe, inszeniere oder gestalte ich (m)ein Stück?
MZ: Nächstes Mal würde ich versuchen zu gewährleisten, dass
TH: Meine Highlights waren zu allererst unsere Sängerinnen und
beim Aufeinandertreffen eines externen Produktionsteams mit
Sänger. Wir hatten unwahrscheinliches Glück und durchgehend
einem Repertoirebetrieb nicht Informationen verloren gehen bzw.
eine wunderbare Besetzung! Dieselben Darsteller an einem Abend
aneinander vorbei kommuniziert wird, weil beide Systeme unter-
in unterschiedlichen Produktionen zu sehen war aufregend. Da
schiedlich ticken. Man will gerne experimentieren und womöglich
lohnt sich das ganze logistische Chaos im Nachhinein eben doch.
gemeinsam etwas entwickeln, aber die Hälfte der schon so wenigen Probenzeit vergeht, indem Missverständnisse aus dem Weg
geräumt werden müssen.
MZ: Die größte Überraschung war, dass es ein gelungener Abend
geworden ist. Unser explosiver Jahrgang hat wieder einmal bewiesen, dass Kunst jegliche Kompromisse verachtet. Im Gegenteil –
FS: Der idealistische Gedanke, alle Stipendiaten in ein künstlerisches
wir haben uns gemocht und verabscheut und daraus pure nukle-
Abschlussprojekt einzubinden, entkernt dieses meines Erachtens
are Energie erzeugt. ///
Ob fünfter Balkon oder erste
Reihe: Musiktheater mittendrin
von Maximilian Anton Hagemeyer, AMH 2013 – 2015
Oper „Brokeback Mountain“ führte uns ins
Teatro Real und damit hinauf in die schier
unermessliche Anzahl an Rängen im Auditorium. Um die Weite der Berge Wyomings
zu erahnen, in der sich die beiden Protagonisten finden und verlieren, brauchte es in
Es ist ein milder Novemberabend in Basel,
Ivo van Hoves Inszenierung dafür nicht
als die Stipendiaten der „Akademie Musik-
einmal die eingespielten Videos. Live-Video-
theater heute“ in ihren ersten Workshop
Übertragungen im Zuschauerraum ließen
starten. Die Akademisten des neuen Jahr-
einen trotzdem das Geschehen aus der
Nähe verfolgen.
gangs sind in etwas angespannter Stimmung. Denn trotz des Festakts zuvor, den
Das zweite Werk des Workshops, Jette
zahlreichen Schilderungen und nächtlichen
Steckels „Tosca“-Inszenierung – endlich
Phantasien vom Kern des Musiktheaters
große Oper? – entfacht zum ersten Mal im
weiß man trotzdem nicht ganz, was einen
noch jungen Akademie-Jahr eine hitzige
erwarten wird. Um unsere Erwartungen
Diskussion zwischen den Stipendiaten, ob
noch etwas durcheinanderzubringen steht
das nun große Kunst oder schlechtes Hand-
als erste Vorstellung ein Schauspiel von
werk sei. Damit eröffnet sich direkt zu Be-
Richard Maxwell auf dem Programm. Kein
ginn, dass Begriffe wie Schauspiel, Oper
Verdi oder Wagner, Schönberg oder Riehm?
oder Musiktheater durchaus auch in die
Das Stück „Isolde“ entpuppt sich jedoch
falsche Richtung weisen können.
Auch bei Peter Sellars ebenfalls von Video-
musikalischer, als man vorher annehmen
wollte, nicht nur wegen seiner Schauspiel-
Wärme und Weite
Einsatz geprägter Inszenierung „Tristan
und Isolde“ kreisten unsere Diskussionen
musik und seiner inhaltlichen Inspiration
bei „Tristan und Isolde“. Die Intensität und
wieder um die Begrifflichkeiten „Insze-
pointierte Vortragsform des Textes, die mit
nierung“ und „Musiktheater“. Denn seine
der Präzision eines Schweizer Uhrwerks
strenge minimalistische Arbeit mit den
komponiert ist, bleibt noch lange nach
Sängerinnen und Sängern wurde ergänzt
dem Workshop ein Richtwert, was andere
durch eindrucksvolle Videos von Bill Viola.
Produktionen betrifft.
Dieser Umstand führte zu spannenden
Diskussionen, u. a. auch mit dem Dirigenten Marc Piollet als Gesprächsgast, ob
dieses Werk Wagners nicht ebenso gut in
Bilder oben links und rechts:
Szene aus „Next Day“ (UA) von Philippe
Quesne, „Theater der Welt“, Mannheim 2014
Schon zwei Monate später, das Wetter in
einer konzertanten Aufführung zur Geltung
der Heimat hatte von mildem Winter auf
kommen würde. Denn Sellars Herange-
sibirische Kälte umgeschlagen, erlaubte uns
hensweise und die Tatsache, dass seine
der Auslandsworkshop in Madrid mitten
Inszenierung zuerst als halbszenische
Szene aus „Skandal in Baden-Baden“,
im Januar einen Ausflug in wärmere Gefilde.
Konzertaufführung gedacht war, ließen
Osterfestspiele Baden-Baden, 2014
Die Uraufführung von Charles Wuorinens
eine solche Denkweise durchaus zu. Neben
Kleine Bilder im Text von links oben nach rechts unten
24 // 25
linke Seite: Louis Andriessen: „De Materie“ Musiktheater mit
dem Ensemble Modern Orchestra, Regie Heiner Goebbels
KraftzentraleLandschaftspark Duisburg-Nord, 2014 // Szene
aus „Brokeback Mountain”, Teatro Real Madrid, Tom Randle
(JackTwist) / Hilary Summers (camarera) / Daniel Okulitch
(Ennis Del Mar) // Szene aus „Tristan und Isolde”, Teatro Real
Madrid, Robert Dean Smith (Tristan) / Violeta Urmana (Isolde)
rechte Seite: Entspannung im Prado, Madrid 2014 //
Kim Noble: You are not alone, zeitraum exit, Mannheim 2014 //
Willkommen beim „Theater der Welt“, Mannheim 2014 //
Romeo Castellucci: Le Sacre du Printemps, Gebläsehalle
Duisburg, 2014 // Präsentation des Bühnenmodells von
Sänger ohne Schatten, Werkhalle Gladbeck 2014
mit Kindern (Quesne), Performance mit
des Publikums. Denn bei der Ruhrtriennale
Einbeziehung des Publikums (Noble) und
macht es keinen Unterschied, ob man als
musikalischer Mammut-Leistung (Hölszky)
Zuschauer in der 170 Meter langen Kraft-
war einerseits für jeden Stipendiaten etwas
zentrale im Landschaftspark Duisburg-
Spannendes dabei, andererseits mündete
Nord sitzt oder ein paar wenige Kilometer
die schiere Breite an künstlerischen Ansät-
weiter in einer engen, nachgebauten
zen in ebenfalls sehr unterschiedlichen Diskussionen. Denn ob man es gut fand oder
nicht, die Geschichten, die Kim Noble in
diesen beiden sehr unterschiedlichen
Inszenierungen hinterließ auch die Stadt
mit all ihrer Vielfalt zwischen Prado, Paella
und Plaza Mayor viele lebendige Erinnerungen. Auch das Abschlussprojekt des
AMH-Jahrgangs 2013 – 2015 fand in dieser
Konstellation und unter den Einflüssen
der Stadt seinen ersten Funken.
Probebühne: Weit entfernt vom heutigen
Musiktheater, was immer das auch genau
Mannheim International
ist, fühlt es sich nicht an. Sei es Louis
seiner Performance erzählte, irgendwo zwi-
Andriessens Werk „De Materie“ mit seinen
schen Facebook-Dokumentation und kran-
atmosphärischen Klängen und meditativen
kem Voyeurismus, ließen keine Distanz zu:
Bildern von Heiner Goebbels, die nicht
mittendrin im Kaleidoskop der Emotionen.
mehr den Menschen in den Mittelpunkt
Unbestritten ist ebenso die Tatsache, dass das
setzten, sondern sich vielmehr assoziativ
Festival mit seinen sehr unterschiedlichen
mit Materie beschäftigte; oder Romeo
Stücken auch den Blick für andere Formen
Castelluccis Choreographie „Le sacre du
schärfte und damit einen enorm wichtigen
printemps“ für 40 Maschinen und Knochen-
Bestandteil der Akademie-Workshops bildete.
staub. Auch wenn am Ende möglicherweise
Nach einer Pause von rund vier Monaten,
170 Meter und ganz nah dran
heute weiter ausbleibt, kann man jeden-
die allerdings mit Arbeitstreffen und
Zum Glück war es nicht der letzte Festival-
falls behaupten, dass man an seinen unter-
Kommunikationsworkshop gut überbrückt
Besuch in diesem Jahr, denn uns erwar-
schiedlichen Enden die Fährte aufgenom-
wurden, ging es als eine Art inoffizieller
tete abschließend noch die Ruhrtriennale
men hat … Auf ins neue Jahr! ///
„Auslands“-Workshop zum Festival „Theater
in Duisburg, Essen und Gladbeck. Und tat-
der Welt“ nach Mannheim: Eine belgisch-
sächlich beschleicht einen das Gefühl des
französische Produktion von Philippe
„mittendrin Seins“ im Musiktheater heute,
Quesne, das Programm „You are not alone“
wenn Heiner Goebbels inmitten des licht-
des britischen Performers Kim Noble sowie
durchfluteten Folkwang Museums vor den
die Uraufführung von Adriana Hölszkys
Stipendiaten über seine Vision der Oper
„Böse Geister“, basierend auf dem russi-
spricht. Von seiner Abkehr vom Repertoire-
schen Roman „Die Dämonen“ von
theater, von der Vorliebe für assoziative
Dostojewski standen auf der Agenda. Bei
Inhalte, von überflüssigen Deutungsvorga-
dieser explosiven Mischung aus Theater
ben und von künstlerischen Erfahrungen
eine genaue Definition von Musiktheater
Szene aus „Die kleine Manon“,
Osterfestspiele Baden-Baden
2014
26 // 27
Vorstellung Alumnibeirat:
… was tut sich noch: Ehemalige Stipendiaten werden in dem neu
gegründeten Alumnibeirat die Weiterentwicklung der AMH begleiten.
Johannes Erath
Sebastian Hannak
Bernhard F. Loges
Katharina Ortmann
Regie (2005– 2007)
Bühnenbild (2005 – 2007)
Dramaturgie (2008 –2010)
Dramaturgie (2007 – 2009)
Violinstudium in Freiburg und
Wien. Orchestererfahrung u. a. an
der Volksoper Wien. Wechsel ins
Regiefach. 2005 – 2007 Stipendiat
der AMH. 2008 Götz-FriedrichRegiepreis für „Cendrillon“. Seit
2014 Dozent an der UdK Berlin.
Zukünftige Inszenierungen in
Graz, Oslo, Frankfurt, Dresden,
München und den Bregenzer
Festspielen.
Arbeit für Schauspiel, Musikund Tanztheater u. a. mit Christof
Nel, Tim Plegge, Martin Nimz,
Hansgünther Heyme, Florian
Lutz, Michael v. z. Mühlen an
Häusern im deutschsprachigen
Raum. Nominierung zum Raum
des Jahres, Ausstellung im
deutschen Pavillon der Prager
Quadriennale. Studium in
Stuttgart bei Jürgen Rose und
Martin Zehetgruber.
Seit 2009 ist Bernhard F. Loges
Dramaturg an der Deutschen Oper
am Rhein Düsseldorf Duisburg.
Seit 2011 ist er im Kulturbeirat
Tanz und Theater der Stadt
Düsseldorf tätig. Loges studierte
an der Ruhr-Universität Bochum
Theaterwissenschaft, Komparatistik und Geschichte. Lehraufträge
führten ihn an die Universitäten
in Bochum und Düsseldorf. Er
war Promotionsstipendiat der
Studienstiftung des Deutschen
Volkes, Stipendiat der RichardWagner-Stipendienstiftung.
Katharina Ortmann ist Musikdramaturgin im Bereich Konzert
und Musiktheater mit besonderen
Schwerpunkt auf zeitgenössischem Repertoire und Projektentwicklung (derzeit u. a. Zusammenarbeit mit den Komponisten
Gordon Kampe und David
Fennessy). Weitere Zusammenarbeiten u. a. mit der Jungen
Deutschen Philharmonie und dem
Ensemble Megaphon, Hannover.
Von 2008 bis 2011 war sie Dramaturgin am Oldenburgischen
Staatstheater sowie von 2011 bis
2014 an der Staatsoper Hannover.
Prof. Dr. Barbara
Rucha
Anno Schreier
Elisabeth Stöppler
Tillmann Wiegand
Dirigieren (2005 – 2007)
Komposition (2008 –2010)
Regie (2001 – 2003)
Kulturmanagement (2009 –2011)
Dirigentin und Komponistin.
Professorin für Ensembleleitung
an der Musikhochschule Hamburg. Dirigierstudium sowie
Studium der Musikethnologie in
London, Paris, St. Petersburg,
Cambridge, Dresden und Berlin.
Seit 2007 unterrichtet sie Dirigieren und Partiturspiel an der
Hochschule für Musik in Leipzig.
Geboren 1979 in Aachen. Studium u. a. bei Manfred Trojahn und
Hans-Jürgen von Bose. Lehrt seit
2008 Musiktheorie in Karlsruhe.
Zahlreiche Preise und Stipendien,
u. a. Villa Massimo, NRW-Förderpreis, Akademie der Künste
Berlin. Opern u. a.: „Die Stadt der
Blinden“, „Mörder Kaspar Brand“,
„Prinzessin im Eis“.
Studium Klavier und MusiktheaterRegie. Inszenierungen u. a. an den
Staatsopern Hamburg, Hannover,
Dresden, Berlin, am Staatstheater
Oldenburg, dem Musiktheater im
Revier Gelsenkirchen und an der
Oper Frankfurt. Götz-FriedrichPreis und Förderpreis NRW. Ab
2014 / 2015 Hausregisseurin am
Staatstheater Mainz.
Seit 2011 künstlerischer Betriebsdirektor bei der Ruhrtriennale. Ab der Saison 2015 / 2016
wechselt Tillmann Wiegand
in derselben Funktion an die
Hamburgische Staatsoper. Parallel
dazu ist er Dozent an der RuhrUniversität in Bochum und an der
Karlshochschule. Stipendiat der
AMH von 2009 bis 2011.
Schön war die Zeit
Unsere Alumni ...
Übersicht der Sparten
Bühnenbild
Komposition
Dirigieren
Dramaturgie
Kulturmanagement
Regie
2012 – 2014
2011 – 2013
2010 – 2012
2009 – 2011
2008 – 2010
2007 – 2009
Verena Billinger
Hauke Jasper
Aurélien Bello
Anisha Bondy
Minou Arjomand
Max-Philipp
Saskia Bladt
Berheide
Aliénor Dauchez
Reyna Bruns
Dorka Batizi
Aschenbrenner
Koen Bollen
Birke Jasmin
Bettina Geyer
Alexander Fahima
Alexander Charim
Christof Belka
Christoph Breidler
Bertelsmeier
Christian Grammel
Evan Gardner
Nelly Danker
Johannes Bergmann
Matiss Druvins
Katinka Deecke
Martin Grütter
Patrick Hahn
Lennart Dohms
Alexandre Corazzola
Sarah Grahneis
Nina Dudek
Johannes Keller
Evelyn Hriberšek
Thomas Eisenträger
Leo Dick
Torsten Herrmann
Tilman Hecker
Michael E. Kleine
Yordan Kamdzhalov
Agnes Fabich
Nikolaus Frinke
Tobias Heyder
Irène Kaiser
Michael Langemann
Barbara Kler
Anja Kerschkewicz
Andreas Hotz
Clemens Jüngling
Alexander Keil
Claudia Isabel
Ulrich Kreppein
Eunsun Lee
Timo Kreuser
Dimana Lateva
MartinNagashimaToft
Martin
Katharina Mohr
Dr. Bernhard F. Loges
David Maiwald
Catherine Leiter
Magnus Piontek
Janine Ortiz
Michael Pelzel
Kami Manns
Katja Nawka
Martha Teresa
Dariusz Przybylski
Judith Pielsticker
Julia Schnittger
Volker Perplies
Ulrike Niehoff
Münder
Felix Seiler
Julia Rommel
Gerda Strobl
Calogero Scanio
Katharina Ortmann
Daniel Pfluger
Amy Stebbins
Jonathan Spindler
Martina Stütz
Anno Schreier
PRASQUAL
Fabian Schäfer
Nele Kathlen
Alexander
Tillmann Wiegand
Sophia Simitzis
Veronica Rignall
Sammy Van den
Tippelmann
Stockinger
Lena-Lisa
Jonas Zipf
Heuvel
Lars Unger
Vito Žuraj
Wüstendörfer
Margo Za¯lı¯te
2006 – 2008
2005 – 2007
2004 – 2006
2003 – 2005
2002 – 2004
2001 – 2003
Christin Bahnert
Rose Bartmer
Alexander G. Adiarte
Cordula Däuper
Andreas Bode
Masayuki Carvalho
Michael Dühn
Brett Alan Austad
Hannah Dübgen
Dr. Stefan Brandt
Annika Haller
Alexander
Kevin John Edusei
Jörg Behr
Ferenc Gábor
Christian Carsten
Maren Hofmeister
Hollensteiner
Johannes Erath
Thomas Ellenberger
Kristina Gerhard
Maria Fitzgerald
Raik Knorscheidt
Tobias Kratzer
Simon Gaudenz
Dr. Christoph Gaiser
Heribert
Dr. Julia Glesner
Dr. Swantje
Florian Lutz
Iris Geigle
Marcelo Cardoso
Germeshausen
Vladislav Karklin
Köhnecke
Mark Moebius
Sebastian Hannak
Gama
Nicola Gess
Liis Kolle
Malte Krasting
Janina Moelle
Eva-Maria Höckmayr
Dorothea Hartmann
Anna Malunat
Andreas Leisner
Peter Krause
Carolin Nordmeyer
Daniel Kunz
Dr. Tina Hartmann
Hendrik Müller
Markus Neumeyer
Judith Kubitz
Karola Obermüller
Dr. Ann-Christine
Pavel B. Jiracek
Christoph Helge
Dr. Matthias Nöther
Cornelius Meister
Maria-Christina
Mecke
Dr. Katharina Kost-
Rehders
Isabel Ostermann
Daniel Montané
Plieschke
Susanne Gjesdal
Tolmein
Olaf A. Schmitt
Premil Petrovic
Vera Nemirova
Lucas Reuter
Øglænd
Tilman Michael
Anna Shefelbine
Robert Sollich
Alexander Radulescu
Juliane Scherf
Dr. Barbara Rucha
Alessandro Ratti
Peter Tilling
Ester Szabó †
Rebecca Rosenthal
Elena Tzavara
Wolfgang
Mathilde Reichler
Constantin Trinks
Ronny Unganz
Elisabeth Stöppler
Witolf Werner
Wengenroth
Benjamin Sahler
Martin Witkowski
Martin Wolter
Brigitte Witzenhause
Verena Thole
Kristina Wuss
Dr. Sarah Zalfen
Karsten Wiegand
Askan Geisler
Klaus Stefan Vogel
28 // 29
Den Norske Opera
Oslo
... und ihre aktuellen
Wirkungsstätten
The Royal Danish Opera
Kopenhagen
Theater Kiel
Theater
Lübeck
Oldenburgisches
Staatstheater
Hamburgische Staatsoper
Kunsthalle Hamburg
Thalia Theater
Theater
Bremen
Staatsoper
Hannover
Theater
Osnabrück
Deutsche Oper
am Rhein
Staatstheater
Braunschweig
Theater
Bielefeld
Musiktheater
im Revier
Deutsche Oper Berlin
Komische Oper Berlin
Staatsoper im Schillertheater
Theater
Magdeburg
Aalto-Theater Essen
Tonhalle Düsseldorf
Theater
Aachen
Kinderoper der
Oper Köln
Klassik Stiftung
Weimar
Hessisches
Staatstheater
Wiesbaden
Staatstheater
Mainz
Theaterhaus
Jena
Oper Frankfurt
Staatstheater Darmstadt
Nationaltheater
Mannheim
Staatstheater
Nürnberg
Winter in
Schwetzingen
Badisches
Staatstheater
Karlsruhe
Forum am Schlosspark
Ludwigsburg
Oper
Stuttgart
Theater
Ulm
Bayerische
Staatsoper
Theater
Augsburg
Wiener
Festwochen
Morningside Opera
Byrd Hoffman Water Mill
Foundation New York
Schauspielhaus
Zürich
Verbier
Festival
Tiroler Festspiele Erl
Bregenzer
Festspiele
Steirischer
Herbst
Ungarische
Staatsoper
Budapest
Kuratorium / Jury
Ein hochkarätig
besetztes Kuratorium
der „Akademie
Musiktheater heute“
trägt mit seinem
Engagement wesentlich zum Erfolg des
Programms bei:
Sebastian Baumgarten
Regisseur
Titus Engel
Dirigent, musikalischer und
künstlerischer Leiter des
„ensemble courage“ in Dresden
Prof. Heiner Goebbels
Künstlerischer Leiter der
Enno Poppe
Komponist, Dirigent,
Leiter des „ensemble mosaik“
in Berlin
Viktor Schoner
Künstlerischer Betriebsdirektor
der Bayerischen Staatsoper in
München
Die Stipendiatenauswahl erfolgt durch
eine jährlich wechselnde Fachjury. Der
Jury 2014 gehören an:
Prof. Johannes Schütz
Eva Wagner-Pasquier
Bühnenbildner und Regisseur,
Künstlerische Gesamtleitung
Professor für Bühnenbild an
der Bayreuther Festspiele
der Kunstakademie Düsseldorf
Prof. Klaus Zehelein
Markus Poschner
Präsident der Bayerischen
Sparte: Dirigieren
Theaterakademie
Generalmusikdirektor der
August Everding im
Bremer Philharmoniker und
Prinzregententheater
der Oper Bremen
München
Chefdirigent Orchestra della
Honorarprofessor an der
Universität Bremen
Justus-Liebig-Universität
Gießen
Sparte: Dramaturgie
Seit August 2014 Dramaturg
der Bregenzer Festspiele
und ab 2016 Künstlerischer
Komponist, Dirigent, Pianist,
Leiter der Kasseler Musiktage
Chefdirigent der Sinfonietta
AMH 2003 – 2005
Prof. Dr. Sidney Corbett
Christian Jost
Sparte: Komposition
Komponist und Dirigent
Komponist, Professor für
Bernd Loebe
Intendant der
Oper Frankfurt
Sergio Morabito
Sparte: Regie
Freischaffender Regisseur
Olaf A. Schmitt
Johannes Harneit
Leipzig
David Hermann
Svizzera Italiana
Komponist, Regisseur,
Theaterwissenschaft an der
Intendant der
Deutschen Oper Berlin
Sparte: Bühnenbild
Ruhrtriennale 2012 – 2014,
Professor für Angewandte
Dietmar Schwarz
Sparte: Kulturmanagement
Komposition an der
Hochschule für Musik und
darstellende Kunst Mannheim
Bild oben links: Louis
Andriessen: „De Materie“
Musiktheater mit dem
Ensemble Modern Orchestra,
Regie Heiner Goebbels
Kraftzentrale Landschaftspark
Duisburg-Nord, 2014
und Leiter des dortigen
Bild oben rechts:
Forums für Neue Musik
„LoveAffairs“ – Liebesszenarien
Opernregisseur,
von Birke J. Bertelsmeier
Chefdramaturg der
und Dariusz Prybylski, Deutsche
Staatsoper Stuttgart
Oper Berlin, Premiere am
20. Juni 2014
Bild Rückseite: Ausleuchtung
des Festaktes 2013
30 // 31
Bewerbung / Infos
Fragen
Bewerbung
Impressum
Fragen zur „Akademie Musik-
Sie interessieren sich für
theater heute“ beantworten
das zweijährige Stipendium
wir gern:
der „Akademie Musiktheater
Herausgeber
Deutsche Bank Stiftung
Oktober 2014
heute“?
Telefon: +49 69 24 75 259-30
Fax: +49 69 24 75 259-99
Bewerben können sich
akademie.musiktheater-
Studenten und Berufseinsteiger
heute@db.com
aus den Bereichen Bühnenbild,
Dirigieren, Dramaturgie, Kompo-
Nina Koch
nieren, Kulturmanagement und
Jean-Sébastien Stengel
Regie. Außerdem zugelassen
Catherine Sondermann
zum Bewerbungsverfahren sind
Kirsten Uttendorf
Quereinsteiger anderer Fach-
Projektmanagement
bereiche. Bewerben können sich
Teilnehmer bis einschließlich
www.deutsche-bank-stiftung.de
Jahrgang 1983.
Akademie Musiktheater heute
Eine Bewerbung für den
der Deutsche Bank Stiftung
Förderzeitraum 2015 – 2017
ist von Mitte Januar bis zum
Michael Münch
31. Mai 2015 möglich.
Stellvertretender
Weitere Informationen finden
Vorstandsvorsitzender
Sie auf unserer Website unter
www.deutsche-bank-stiftung.de
Jörg Eduard Krumsiek
Geschäftsführer
Postadresse
Akademie Musiktheater heute
der Deutsche Bank Stiftung
Börsenplatz 5
60262 Frankfurt
Redaktion
Nina Koch
Jean-Sébastien Stengel
Gestaltung
Weigand Design und
Kommunikation GmbH
Druck
C. Adelmann GmbH, Frankfurt
Bildnachweise
Titelseite: © Deutsche Oper Berlin,
Thomas Aurin
Seite 2: oben: © Jochen Klenk
Bilder Inhaltsverzeichnis zeilenweise,
von links nach rechts: © Dimana Lateva;
© Matthias Winkler; © Maximilian
Hagemeyer; © Wolfgang Runkel;
© Deutsche Oper Berlin, Thomas
Aurin; © Martin Argyroglo; © Wonge
Bergmann für die Ruhrtriennale, 2014
Seite 3: © Thomas Aurin
Seite 4 / 5: © Dimana Lateva
Seite 6: © Matthias Winkler
Seite 7: von oben nach unten:
© Eoin Carey; © Jeff Busby
Seite 8: © Matthias Winkler;
© Dimana Lateva
Seite 9: © Wonge Bergmann für die
Ruhrtriennale, 2014
Seite 10: © Maximilian Hagemeyer
Seite 11: © Dimana Lateva
Seite 13: von links nach rechts:
© Wolfgang Runkel; Jury dbp v. l. n. r.:
Katrin Hillgruber, Manfred Papst,
Susanne Link, Annemarie Stoltenberg,
Wiebke Porombka, Jens Bisky, Frithjof
Klepp, © Claus Setzer; Gächinger
Kantorei & Bach-Collegium Stuttgart
September 2013; Stiftskirche Stuttgart
© Holger Schneider
Seite 22 / 23: © Thomas Aurin
Seite 24: von oben links nach rechts
unten: © Martin Argyroglo; © Wonge
Bergmann für die Ruhrtriennale, 2014;
© Javier del Real / Teatro Real; ©
Javier del Real / Teatro Real
Seite 25: von oben links nach rechts
unten: © Jochen Klenk; © Dimana
Lateva; © Kim Noble; © Matthias
Winkler; © Maximilian Hagemeyer;
© Maximilian Hagemeyer
Seite 26: © Manolopress_Bode
Seite 30: © Wonge Bergmann für
die Ruhrtriennale, 2014
Seite 31: © Thomas Aurin
Rückseite: © Thomas Aurin
Porträtbilder Stipendiaten:
Hannah König: © Atelier 9
Alumnibeirat:
Bernhard Loges: © Klaudia Taday
Sebastian Hannak: © Klenk
© 2014 Deutsche Bank Stiftung
Nachdruck, auch auszugsweise,
nur mit schriftlicher Genehmigung
des Herausgebers und mit Bildund Textverweis Deutsche Bank
Stiftung
Redaktionelle Anmerkung
Alle Angaben in dieser Broschüre
erfolgten mit bestem Wissen und
wurden mit Sorgfalt und Umsicht
aus unterschiedlichen Quellen
zusammengestellt. Eine Haftung für
die Richtigkeit oder Vollständigkeit
der Angaben kann dennoch nicht
übernommen werden. Wenn bei
bestimmten Begriffen, die sich auf
Personengruppen beziehen, nur
die männliche Form gewählt wurde,
so ist dies nicht geschlechtsspezifisch gemeint, sondern geschah ausschließlich aus Gründen der besseren
Lesbarkeit. Allen Beteiligten, die an
der Erstellung der Publikation
mitgewirkt haben, danken wir für
die Unterstützung.
www.deutsche-bank-stiftung.de
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Kunst und Fotos
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