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Der Bewegungsraum Wasser sraum Wasser

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Der Bewegungsraum Wasser
Dipl.-Päd.
Päd. Carolin Ingelmann, wiss. Mitarbeiterin
Der Bewegungsraum Wasser – Kinder entdecken, erleben, erkunden
Kinder spielen und erforschen das Element Wasser auf ihre eigene Art. Mit Wassern
Wassernudeln, Brettern und anderen Hilfsmitteln bewegen sie sich und tun gleichzeitig etwas für
ihre Gesundheit. Die Balance,
lance, die Koordination, das Gleichgewicht und sämtliche Mu
Muskeln werden beansprucht, ohne dass Langeweile auftritt.
Wasser an sich besitzt bereits einen hohen Aufforderungscharakter, speziell im Tiefwa
Tiefwasser können eine Art Schwerelosigkeit und zugleich ein mehrdimensional wirkender Wa
Wasserwiderstandsraum hergestellt
gestellt werden, welche nicht austauschbare Erfahrungen e
ermöglicht und Effekte erzielt. Der Einsatz von Musik erhöht dazu den Spaßf
Spaßfaktor. Neben
den gesundheitsfördernden Eigenschaften des Wassers,
Wassers, eignen sich Elemente Aquafi
Aquafitness gut für ein spielerisches, ganzheitliches Training der Kinder und Jugendlichen ohne
unmittelbare Verletzungsgefahr. Übergewichtige Kinder und Jugendliche ha
haben im Wasser ihre ‚Privatsphäre‘ und können sich durch Entlastung des aktiven und passiven B
Bewegungsapparates
gungsapparates besser bewegen als in Situationen außerhalb des Wassers (vgl.
Grimminger et al., 2009). Vielfältige Bewegungen im Wasser bieten eine optimale M
Möglichkeit der Gleichgewichts-- und Koordinationsschulung. Daneben kann auf einfache,
aber abwechslungsreiche Art und Weise die allgemeine
allgemeine Grundlagenausdauer verbessert
werden. Die Bewegungsformen aus dem modernen Wassertraining können dementspr
dementsprechend durch
h ihr breites Spektrum einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitserziehung
leisten. Bezüge, die zum Aquafitness unter Verwendung aktueller Fachcurricula herge
hergestellt werden können, lassen sich wie folgt zusammenfassen (vgl. Laspo, 2008):
- Kenntnisse über den Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und Körpe
Körperreaktionen, da das Wasser mit seinen speziellen physiologischen Grundeige
Grundeigenschaften bestimmte Trainingseffekte
Trainings effekte besonders anschaulich verdeutlicht (vgl.
Tab. 1),
- Einsichten und Eigenverantwortung für eine
eine gesunde Lebensführung,
- Stärkung des Selbstbewusstseins, da Bewegungsaufgaben im Wasser auch von
sportschwächeren
ren Kindern und Jugendlichen einfacher zu bewältigen sind,
- vor allem Übergewichtigen wird ein erleichterter, nahezu barrierefreier Bew
Bewegungsraum geboten,
- ein unabhängig von schwimmtechnischen Anforderungen altersangepasstes und
leistungs-adäquates
quates Ganzkörpertraining für jeden, woraus Bewegungsmotivation
für alle resultieren
tieren kann.
Die Bewegungsformen aus dem modernen Wassertraining können durc
durch ihr breites
Spektrum
rum einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitserziehung leisten. Neben den in
Tabelle 1 erwähnten Effekten werden folgende gesundheitserzieherische Aspekte durch
ein Aquatraining erzielt:
- die durchblutungsfördernde Wirkung und Stützfunktion
Stützfunktion des Wassers tragen zur
Lockerung und Entspannung der Muskulatur bei,
- Muskelrelaxation wird unterstützt,
- die taktile Wahrnehmungsfähigkeit wird verbessert und der Gleichgewichtssinn
gefördert,
- effektives Training (vor allem im Ausdauerbereich) auch ohne
ohne schwimmerische
Fähigkeiten,
- Stärkung der Haltemuskulatur und damit ein Entgegenwirken von Haltung
Haltungsschwächen,
- Stoffwechselanregung und Stärkung des Immunsystems.
Tab. 1: Übersicht der physiologischen Grundeigenschaften des Wassers und deren speziellen
Übungseffekte (zusammengestellt nach Legahn, 2007; Laspo, 2008; Grimminger et al., 2009)
Umgebungseigenschaften an Land
Eigenschaften
des Wassers
Übungseffekte
hoher
Wasserwiderstand
(~25x höher als der
Luftwiderstand
Jede Bewegung wird gegen den Wasserwiderstand
durchgeführt. Je nach Intensität (Geschwindigkeit und
Krafteinsatz) und Widerstandsfläche ist der Übungseffekt um ein Vielfaches höher als an Land.
Schwerkraft
Auftrieb
Bewegungsapparat wird stark entlastet, d.h. auch intensive Bewegungsausführungen sind ohne hohe Belastung für Gelenke und Wirbelsäule durchführbar. Bewegung gegen den Auftrieb fordert vor allem diejenige
Muskulatur, die bei Übungen an Land wenig gebraucht
werden > Ausgleich muskulärer Dysbalancen.
neutrale
hältnisse
Wasserdruck (bis
zu 10x höher als
Luft-druck, je nach
Tiefe)
Der den Körper gleichmäßig umgebende Wasserdruck
regt das Herz-Kreislaufssystem, unterstützt den venösen Rückfluss des Blutes zum Herzen, was eine effektivere Herztätigkeit hervorruft. Gleichzeitig wird durch die
Erschwerung der Atmung die Lungenmuskulatur trainiert.
Wasserträgheit
Die Trägheit des Wassers führt dazu, dass Wechsel der
Bewegungsrichtung nicht sofort ausgeführt werden können (Energie wird noch kurz in die alte Richtung weitergeleitet), was allerdings auch als Trainingseffekt genutzt
werden kann. Die Muskulatur wird isokinetisch belastet
hohe
Wärmeleitfähigkeit des Wassers
(schnelleres
Auskühlen bei Inaktivität)
Die Wassertemperatur für Stunden im Wasser sollten
bei 30-32°C liegen, was gewährleistet, dass die Muskulatur warm und gut durchblutet ist und ohne lange Aufwärmphase arbeiten kann. Außerdem ist der Energieumsatz des Körpers deutlich erhöht. Allerdings kann es
auch schnell zur Auskühlung des Körpers kommen,
wenn zu wenig Bewegungsaktivität gefordert ist.
Achtung: Temperaturunterschiede können Kreislaufprobleme verursachen.
geringer
stand
Luftwider-
Druckver-
Temperaturausgleich über die Haus
durch
Schwitzen/Zittern
Warum sind eine spielerische Wassergewöhnung und unterschiedlichste Angebote zur
Wasserbewältigung als Einstieg ins Schwimmen zu bevorzugen?Warum wird nicht sofort
mit dem Erlernen der verschiedenen Schwimmtechniken begonnen?
Mit dem Wasser vertraut werden heißt, die Grundeigenschaften von Wasser am eigenen
Körper zu erfahren und zu erleben. „Wasser ist ein faszinierendes Element. Faszinierend, weil sich im Umgang mit dem Wasser eine neue Welt darbietet. Eine Welt, welche
die Schwerkraft praktisch ausschließt und in der Bewegungen in einem nahezu schwerelosen Raum möglich werden.“ (Bissig et. al, 2004, S. 13)
Neben dieser Faszination kann aber auch die Angst ein ständiger Begleiter sein.
Schwimmen-Können beinhaltet nämlich weitaus mehr, als sich-Überwasser-haltenkönnen. Sicherheit kann nur gewährleistet werden, wenn Schwimmanfänger lernen, sich
im und unter Wasser aufzuhalten. Positive Erfahrungen durch kleine Könnenserlebnisse
im Umgang mit Wasser erhöhen das Selbstvertrauen und bilden so optimale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Schwimmen lernen (vgl. ebd.)
Schwimmanfänger gewöhnen sich durch Spiele und Übungsformen an das Medium
Wasser. Auf Auftriebshilfen sollte möglichst gänzlich verzichtet werden. Es geht keineswegs darum, möglichst schnell die einzelnen Schwimmtechniken zu erlernen, sondern
darum, Grundlagen zu schaffen,vielfältige Wassererfahrungen zu ermöglichen, Materia-
2
lien im Wasser zu erproben und gemeinsam mit anderen Kindern am, im und mit Wasser
zu spielen
Die „physikalische Andersartigkeit“ des Wassers beeinflusst die Wahrnehmung des
Menschen und führt zu einer Erweiterung der senso-motorischen Erfahrung und Erkenntnis (vgl. Durlach, 2000, S.20). Folgende Aspekte sind bei der Wassergewöhnung häufig
Auslöser neuer Erfahrungen und Erkenntnisse:
- Auftriebskraft (Körper bewegt sich fast schwerelos),
- Wasserdruck und Wasserwiderstand,
- Gleichgewichtssinn erfährt andere und neue Reize,
- Hören und sehen ist im und vor allem unter Wasser verändert.
Bei Berücksichtigung folgender Prinzipien ist der Weg für einen erfolgreichen AnfängerSchwimmunterricht geebnet:
1. Anknüpfen an Bekanntes: Schwimmanfänger müssen dort abgeholt werden, wo
sie stehen. Kein Kind darf überfordert oder unterfordert werden. Zunächst können
bekannte Spiele oder Bewegungsformen, die man von außerhalb des Wassers
kennt, in der neuen Umgebung Wasser erlebt werden.
2. Erfolgserlebnisse ermöglichen eine Stärkung des Selbstvertrauens und positive
Lernerfahrungen.
3. Eine „Methodik der kleinen Schritte“ (Rheker, 2009, S. 63) garantiert auch kleine
Erfolge, vor allem bei ängstlichen Kindern.
4. Individuelle Lernerfahrungen lassen (zunächst) auch individuelle Schwimmtechniken vor.
5. Der Einsatz von Spiel- und Hilfsgeräten sowie Musik machen den Schwimmunterricht spaßig und abwechslungsreich.
Eine ganzheitlich ausgelegte Konzeption des Anfängerschwimmens, wie sie beispielsweise auch Rheker vertritt, verfolgt die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit und
orientiert sich nicht vorschnell an komplexen, sportlichen Techniken. Vielmehr stehen
vielseitige Bewegungserfahrungen neben Spaß an Bewegung, Spiel und Sport im Vordergrund. Vorrangige Ziele sind die Selbstständigkeit im Lernprozess, intrinsische Motivation und eine lebenslange, gesunde sportliche Betätigung. Die daraus resultierende
und im Folgenden auch mit praktischen Beispielen vorgestellte Methodik des Anfängerschwimmens umfasst demnach:
(1)
Spielerische Wassergewöhnung
Es gibt unterschiedliche Spielformen,
die jedoch die gleichen Ziele haben. Im
Vordergrund steht das Kennenlernen
der Schwimmkameraden, Orientierung
imSchwimmbecken, Widerstand und
Tragfähigkeit des Wassers erfahren
sowie denKindern die Angst vor dem
Wasser zu nehmen.
Folgende Übungen können für die
spielerische Gewöhnung an den Bewegungsraum Wasser verwendet werden:
3
Regentunnel
Die Gruppe bildet eine Gasse, immer 2 Kinder stehen sich gegenüber. Jedes Kind bekommt einen Plastikbeutel, der mit Wasser gefüllt wird und in
den kleine Löcher gepikst werden. Die Wasserfontänen werden in unterschiedlichen Höhen gehalten, sodass zuerst nur die Füße, dann die Beine,
Bauch/Rücken und schließlich der Kopf mit Wasser in Kontakt kommt. Ein
Kind nach dem anderen muss nun durch den Wassertunnel gehen.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-10 min.
Hilfsmittel: Plastikbeutel (z.B.
Gefrierbeutel), Nadel
Ziel: spielerische Gewöhnung
an Wasser auf der Haut, im
Gesicht
Duschlied
1-2-3 im Sauseschritt, alle Kinder kommen mit,
heut, da woll‘n wir duschen gehn,
glaubt mir, das wird wunderschön!
Nun duschen wir:
- Füße
- Beine
- Hände
- Arme
- Bauch
- Rücken
- Po
- Kopf
- Gesicht
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5 min.
Hilfsmittel: Ziel: spielerische Gewöhnung
an Wasser auf der Haut, im
Gesicht, Hygieneerziehung
Alle Kinder gehen nun zum Beckenrand und setzen sich so, dass die Beine
ins Becken hängen. Jedes Kind erhält jetzt einen Becher, einen Schwamm
oder einen Waschlappen und lässt Wasser über:
- Hände und Arme
- Füße und Beine
- Bauch und Rücken
- Schultern und Hals
- Ohren, Nase und Kinn
- Gesicht, Haare und den Kopf laufen.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5 min.
Hilfsmittel:Becher,
Schwämme, Waschlappen
Ziel: spielerische Gewöhnung
an Wasser auf der Haut, im
Gesicht
Danach gehen alle hintereinander ins Becken hinein, am Beckenrand entlang und singen:
1-2-3 im Sauseschritt, alle Kinder gehen mit.
Jetzt gehen wir mit großen Schritten durch das Wasser.
1-2-3 im Sauseschritt alle Kinder stampfen mit. (Alle Kinder stampfen jetzt
durch das Wasser.)
1-2-3 im Sauseschritt, alle Kinder hüpfen mit. (Alle Kinder hüpfen jetzt
durch das Wasser).
1-2-3 im Sauseschritt, alle Kinder klatschen mit. (Alle Kinder klatschen mit
den Händen aufs Wasser).
1-2-3 im Sauseschritt, alle Kinder machen mit. (Alle Kinder spritzen mit
dem Wasser)
1-2-3 im Sauseschritt, alle Kinder blubbern mit. (Alle Kinder legen den
Mund auf die Wasseroberfläche und blubbern.)
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-10 min.
Hilfsmittel: Ziel: spielerische Beckenerkundung
Wassergasse
Kinder bilden eine Gasse (wie beim Regentunnel) und spritzen unterschiedlich stark mit dem Wasser. Immer ein Kind nach dem anderen
durchquert die Gasse.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5 min.
Hilfsmittel: Ziel: spielerische Gewöhnung
an (viel) Wasser im Gesicht
Stern bilden
Die Kinder teilen sich in 2 oder mehr Kleingruppen (6-8 Kinder) ein und
bilden einen Kreis. An den Händen angefasst setzen sie sich im Uhrzeigersinn in Bewegung. Jedes 2. Kind hebt nun die Füße ab und schwebt durch
die Fortbewegung der anderen im Wasser. Danach schweben die anderen
Kinder.
Variationen: in Rückenlage > Fußspitzen in die Mitte
in Bauchlage > Fußspitzen nach außen + Gesicht ins
Wasser
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5 min.
Hilfsmittel: Ziel: Gewöhnung an das
Schweben, Füße lösen sich
vom Boden, Sozialverhalten
4
Der Lahme und der Blinde
Immer 2 Kinder befinden sich zusammen im Wasser. Der ‚Blinde‘ nimmt
den ‚Lahmen‘ huckepack, der ‚Lahme‘ führt den ‚Blinden‘ durch leichtes
Ziehen an den Ohren durch das Wasser.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5 min.
Hilfsmittel: Ziel: Beckenerkundung, Vertrauen zum Partner
Schieben und ziehen
Paarweise gehen die Kinder zusammen, P1 zieht P2 zunächst in Rückenlage an den Armen durchs Wasser, danach wird an den Füßen geschoben.
Nach dem Partnerwechsel wird in Bauchlage gezogen, sodass das ‚Luft
anhalten‘ bzw. ‚Ausatmen unter Wasser‘ dazu kommt.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 10-15 min.
Hilfsmittel: Ziel: Beckenerkundung, Vertrauen zum Partner
(2)Atmen
Atmung Die Atmung ist für den Anfänger schwierig zu erlernen, da er einerseits nur zur
Einatmung den Mund vom Wasser freimachen soll und andererseits gegen den höheren
Wasserwiderstand ausatmen muss. Grundsätzlich neigen Schwimmanfänger dazu, die
Luft anzuhalten und im eingeatmeten Zustand zu verharren. In Bezug auf die Ausatmung
muss der Schwimmschüler daher zunächst lernen, durch Mund und Nase in das Wasser
hinein auszuatmen und sich an die dabei in das Gesicht aufsteigenden Luftblasen zu
gewöhnen; während es bei der Einatmung darum geht, das übertriebene Anheben des
Kopfes oder des ganzen Oberkörpers mit zunehmender Übung und Sicherheit der Atmung allmählich einzuschränken.
Wettpusten mit TT-Bällen/Korken
Alle Kinder bekommen einen TT Ball/Korken, den sie von einer Beckenseite zur andern pusten müssen. Zwischendurch wird das Material gewechselt, sodass alle mal einen TT Ball bzw. Korken hatten.
Entenjagd
Je 3-5 Kinder sitzen am Beckenrand, alle anderen halten sich im
Nichtschwimmerbereich auf. Ein Jäger schlägt (schießt mit einem Softball)
Enten ab > Ente ist in Sicherheit, wenn der Kopf unter Wasser ist. Wird die
Ente getroffen, muss sie einen anderen Mitspieler vom Beckenrand ablösen.
Ein ‚Loch‘ ins Wasser pusten
So kräftig pusten, dass Wasser hochspritzt.
Variation:
• Gemeinsam (zu zweit, zu dritt, etc.) ein Riesenloch pusten.
Sprudeln/Blubbern
Ausblubbern von Luftblasen an der Wasseroberfläche
Variationen: wer sprudelt am lautesten?
wer sprudelt am längsten?
wer kann ein Lied sprudeln?
wer kann durch die Nase sprudeln?
wer kann durch Mund und Nase sprudeln?
Schiffchen im See
Die Kinder stehen um einen Gymnastikreifen herum und versuchen, das
Schiffchen (TT Ball) aus dem See hinaus zu pusten
Feuerwehrpumpe
Zwei Kinder halten sich an den Händen. Einer geht unter Wasser atmet
aus, kommt er hoch, geht der andere unter Wasser.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-8 min.
Hilfsmittel: TT Bälle
Ziel: rhythmisches Ausatmen
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-8 min.
Hilfsmittel: 2-4 Softbälle
Ziel: Kopf unter Wasser,
Spaß
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: rhythmisches Ausatmen
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-8 min.
Hilfsmittel: Ziel: rhythmisches, dosiertes
Ausatmen
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5 min.
Hilfsmittel: Gymnastikreifen,
TT Bälle
Ziel: rhythmisches, dosiertes
Ausatmen
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: rhythmisches Ausatmen
5
Zwerg und Riese
Wie ‚Feuerwehrpumpe‘ nur alleine. Beim Ausatmen unter Wasser in die
Hocke gehen > klein machen; beim Ausatmen hochspringen > groß machen
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3 min.
Hilfsmittel: Ziel: rhythmisches Ausatmen
Liegestütz am Beckenrand
Kinder halten sich am Beckenrand fest und stützen sich (ähnlich wie bei
Liegestütz) aus dem Becken raus > kurzes Einatmen > Auflösen des Stützstandes , sodass Körper ins Wasser zurückgleitet > langes ausatmen unter
Wasser
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3 min.
Hilfsmittel: Ziel: rhythmisches Ausatmen
Schwimmnudeltaxi
Immer 3 Kinder benutzen 2 Schwimmnudeln. Die Kinder stehen zwischen
den Schwimmnudeln, das mittlere Kind hockt die Beine an und lässt sich
ziehen. Variationen: Bauchlage, Atmung ins Wasser, Purzelbäume
Poolnudelgasse
Kinder bilden eine Gasse und halten die Nudeln zunächst wie einen Torbogen nach oben. Alle Kinder gehen nacheinander durch den Tunnel. Nach
und nach wird der Torbogen immer niedriger, bis er schließlich fast an der
Wasseroberfläche aufliegt. Alle Kinder müssen auch hier durchgehen >
kurzes, tiefes einatmen, beim Gang durch den Tunnel ausatmen
Atmen in der Bewegung
 Ziehen:Schwimmer liegt in Bauchlage im Wasser > Partner zieht ihn an
den Händen > regelmäßig aus- und einatmen > Steigerung: beim Ausatmen den Kopf ins Wasser legen, seitlich einatmen
 Schieben:Schwimmer liegt in Bauchlage im Wasser > Partner steht in
den gegrätschten Beinen und schiebt > regelmäßig aus- und einatmen
> Steigerung: beim Ausatmen den Kopf ins Wasser legen, seitlich einatmen
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5 min.
Hilfsmittel: Poolnudeln
Ziel: rhythmisches Ausatmen,
Vertrauen zu den Partnern
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-8 min.
Hilfsmittel: Poolnudeln
Ziel: rhythmisches, dosiertes
Ausatmen
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-8 min.
Hilfsmittel: Ziel: rhythmisches Ausatmen
in Bewegung, gemäß der ersten Schwimmtechnik
(3)Auftreiben/ Schweben/ Gleiten
Schwimmen kann nur in Verbindung mit Schweben und Sinken betrachtet werden, wobei
zwangsläufig auf ein aktives Abtauchen physikalisch ein Auftreiben des Körpers erfolgt.
Im Wasser kann man entweder je nach Übungsform nur Teile des Körpers oder den gesamten Körper frei schweben lassen. Das Auftreiben sollte man möglichst in der waagerechten Lage in ein Gleiten an der Wasseroberfläche umsetzen, da dies später dem Antrieb der Schwimmbewegungen dient. (vgl. Wilke& Daniel, 2007)
Der statische Auftrieb sorgt dafür, dass gewisse Körper auch ohne Bewegungen im
Wasser schwimmen können. Archimedes stellt schon zu seiner Zeit fest, dass die Größe
des statischen Auftriebs mit dem Gewicht der verdrängten Wassermasse gleichgesetzt
werden kann. Das heißt Personen können im Wasser schweben/ auftreiben, wenn ihre
Körperdichte gleich/geringer ist, wie die des Wassers und wenn sie somit so viel Wassermasse verdrängen, dass die eigene Gewichtskraft mit dem statischen Auftrieb ausgeglichen wird (vgl. Ungerechts, 2002).
Das Gleiten ist die Fähigkeit, auf und unter der Wasseroberfläche in Brust-, Rücken- und
Seitenlage gestreckt und damit widerstandsarm zu gleiten und sie ist ein wichtiges Element jeder guten Schwimmtechnik. Die Gleitfähigkeit beeinflusst unsere Schwimmlage,
den Start und die Wenden (vgl. Hahn, 2009). Als einen „gleitenden Körper“ bezeichnet
man einen einmal angestoßenen formstarren Körper, der sich im Wasser eine Zeitlang
weiterbewegt. Auf ihn wirken gleichermaßen statischer Auftrieb (hebend) und Widerstand (bremsend) (vgl. Ungerechts, 2002). Gleiten und Schweben sind zudem eng aneinander gekoppelt, denn Gleiten ist Schweben in der Fortbewegung. Als Leitsatz gilt:
„Wer schwimmen will, muss gleiten können!“
6
Beim Gleiten ist hierbei Nachfolgendes zu beachten:
-
der Körper ist gestreckt
der Kopf befindet sich im Wasser
die Handflächen zeigen in der Bauchlage unter der Wasseroberfläche zum Beckenboden
das Gleiten in Rückenlage erfolgt mit gestreckten Armen in Bewegungsrichtung
der Kopf liegt so im Wasser, dass die Ohren umspült werden
Übungsauswahl:
Nudelakrobatik
Jeder versucht auf einer Schwimmnudel zu stehen, zu gehen oder zu hüpfen. Danach soll die Poolnudeln mit dem Partner getauscht werden, ohne
dass die Nudel aus dem Wasser springt.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Schwimmnudeln
Ziel: Auftrieb erfahren
An der Schwimmnudel turnen
Jedes Kind behält seine Schwimmnudel und ‚turnen‘ daran: Schwimmnudel
vor der Brust halten, unter den Rücken legen oder unter den Achseln halten. Beine anziehen und schweben. Knie zur Wasseroberfläche. Zehen
über die Wasseroberfläche bringen, ein/zwei Beine anhängen, um die Nudel Rollen machen (wer schafft die meisten Rollen?) etc.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Schwimmnudeln
Ziel: Auftrieb erfahren
Motorboot fahren
Sowohl Auftrieb als auch Antrieb erzeugen durch einen Beinschlag.
Schwimmnudel wird unter den Achseln gehalten.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 2 min.
Hilfsmittel: Schwimmnudeln
Ziel: Auftrieb erfahren
Flugzeug
2 Kinder üben zusammen: Kind 1 legt sich wie ein Flugzeug auf das Wasser (Gesicht taucht unter). Zuerst hält Kind 2 am Bauch fest, sodass mit
Partnerhilfe geschwebt wird, dann lässt Kind 2 los und ohne Hilfe wird geschwebt.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 2 min.
Hilfsmittel: Ziel: Auftrieb erfahren
Aus verschiedenen Positionen auftreiben
Kinder atmen tief ein und tauchen unter Wasser in die Hocke (Paket), in
Bauchlage, in Rückenlage. Ohne Abstoßen vom Beckenboden soll das
Auftreiben erfahren werden.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: Auftrieb erfahren
Auftrieb spüren mit Partnerhilfe
2 Kinder üben zusammen: Kind 1 schwebt im Wasser in der Hocke, Kind 2
schiebt oder tunkt Kind 1 durchs Becken
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3 min.
Hilfsmittel: Ziel: Auftrieb erfahren
Wasserschlafen
Kinder legen sich auf die Wasseroberfläche, atmen ein und atmen dann so
viel Wasser aus, dass sie zwischen der Wasseroberfläche und dem Beckenboden schweben
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 2 min.
Hilfsmittel: Ziel: Schweben, dosiertes
Ausatmen
Schleppschiff
Immer 3 Kinder üben zusammen. In Bauch- und später in Rückenlage werden die beiden Partner durch das Wasser gezogen.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3 min.
Hilfsmittel: Ziel: Schweben, Vertrauen
zum Wasser und zum Partner
Gleiten durch Abstoß von der Wand
Jedes Kind sucht sich einen Platz an der Wand, stößt sich so kräftig wie
möglich mit beiden Füßen von der Wand ab und gleitet in Strecklage an der
Wasseroberfläche. Zuerst mit Hilfe des Schwimmbretts, dann ohne.
Variation:
 Arme seitlich,
 Arme gestreckt, Beine gespreizt
 Hechtschießen
 Superman
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-8 min.
Hilfsmittel: Ziel: Widerstand erleben, optimale Körperposition entdecken, wider-standsarm gleiten
7




Arme angelegt am Körper
in Rückenlage an der Wasseroberfläche
unter Wasser
als Wettbewerb – wer gleitet am weitesten (Mädchengruppe und
Jungsgruppe)
Gleiten durch Anschieben vom Partner
Immer 2 Kinder üben zusammen. Kind 1 schiebt Kind 2 in Bauchlage an
der Wasseroberfläche an, sodass Kind 2 nach vorne schießt. Zuerst mit
Hilfe des Schwimmbretts, dann ohne
Variation: in Rückenlage an der WOF
als Wettbewerb – wer schiebt am kräftigsten an (Mädchengruppe und Jungsgruppe)
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-8 min.
Hilfsmittel: evtl. Schwimmbrett
Ziel: Widerstand erleben, optimale Körperposition entdecken, wider-standsarm gleiten, Vertrauen zum Partner,
Wettbewerb
Fallender Ring
2 Kinder üben zusammen. Im Abstand von 2m stehen sich die Kinder gegenüber. Kind 1 lässt einen Tauchring fallen, welcher von Kind 2 aufgefangen werden muss, bevor er den Beckenboden berührt.
Abstand nach und nach vergrößern.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Tauchring
Ziel: widerstandsarm, schnell
gleiten, Augen unter Wasser
öffnen
Torpedoschießen
In einer Dreiergruppe fassen sich 2 Kinder an den Händen an. Das dritte
Kind legt sich auf die Hände der Mitschwimmer. Durch Hin- und Herschwingen der Arme wird das liegende Kind wie ein Torpedo nach vorne
rausgeschleudert. Variation: Bauchlage, Rückenlage, mit geschlossenen
Augen…
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: Schnelligkeit erleben,
Vertrauen zur Gruppe
Baumstammflößen
Alle Kinder stellen sich zu einer Gasse auf. Nacheinander gleitet jedes Kind
einmal durch die Gasse, indem es von den anderen Kindern angeschoben
wird.
Reißverschluss
Nacheinander stoßen sich die Kinder einer 3er Gruppe von der Wand ab
und fassen sich dann nacheinander an die Füße, sodass die Gruppe immer
weiter gleitet. Schaffen wir auch den Reißverschluss in Großgruppen (alle
Kinder)?
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-8 min.
Hilfsmittel: Ziel: über längere Distanz
passiv gleiten, Vertrauen zur
Gruppe
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: über längere Distanz
gleiten, Koordination der
Gruppe
Kletteraffe
An einem durch das Becken gespannten Seil ziehen sich die Kinder nacheinander entlang. Zuerst in Rückenlage, dann in Bauchlage. Variation:
zwei Seile spannen, Wettbewerb veranstalten.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Seil
Ziel: über längere Distanz
gleiten, aktiver Armeinsatz
(4)Tauchen/ Springen
Für Schwimmanfänger scheinen Springen und Tauchen zunächst sehr gegensätzlich, doch ihre Verknüpfung wird im Lernverlauf deutlich.
Und zwar liegt die Gemeinsamkeit von Springen mit dem Tauchen in der Endphase.
„Aus einer Situation, die ins Wasser hineinführt, wird plötzlich ein Handeln unter
Wasser.“ (Wilke & Daniel, 2009, S.46)Spätestens hier wird klar: Kein Springen ohne Tauchen!
Zu Beginn werden Tauchen und Springen als elementare Fertigkeiten für die Wasserbewältigung und -vertrautheit definiert.Sowohl im sportlichen als auch im freizeitlichen Schwimmen sind Springen und Tauchen regelmäßig enthalten, beispielsweise
im Startsprung, der Wende, oder jeglichem Schwimmen mit Gesicht im Wasser, da
bei jeder dieser Handlungen eine bestimmte Atemregelung notwendig ist. Zudem bilden Tauchen und Schwimmen auch eine Lernvoraussetzung für sicheres und
8
zweckmäßiges Schwimmen lernen. So wird dadurch die Orientierung, Lage- und Haltungsempfinden, Körperbewegungen undBewegungsrichtungen mit dem Kopf zu
steuern, sowie die Atmung situationsgerecht zu regulieren, geschult.
Des Weiteren stärken Tauchen und Springen das Selbstbewusstsein der Schwimmer, da hierbei das Wasser nicht nur physisch zu bewältigen ist, sondern eine „Mutsituation“ verursacht wird. Der Schwimmanfänger muss sich erst einmal überwinden
in das Wasser zu springen. Das heißt hierbei werden die volitiven Aspekte geschult.
Neben diesen werden aber auch affektive Aspekte, also Spaß und Erfolg erleben, die
kognitiven Aspekte, das heißt Risiken erkennen und einschätzen lernen, sowie die
sozialen Aspekte, wie Verantwortung übernehmen durch gegenseitige Aufsicht und
partnerschaftliche Kontrolle, geschult. Auch „Leistungsprüfungen“ wie das Schwimmabzeichen beinhaltenSprünge vom Beckenrand bis hin zum Sprung vom 3m-Brett.
AuchTauchen spielt hier eine Rolle, so wird hier beispielsweise geprüft, ob
Tauchringe aus schultertiefen bis hin zu 2m tiefem Wasser geborgenwerden können
oder ob eine bestimme Strecke (bis zu 15m) am Stückgetaucht werden kann.
Aus pädagogischer Sicht steht die Intention im Vordergrund, dass dieSchwimmanfänger durch verschiedene Spielformen undAufgabenverbindungen Erfahrungen im
Medium „Wasser“ sammelnkönnen. Hierfür sind Übungen mit Partnerbezug oder in
Kleingruppen von Vorteil,da diese die motorischen, kognitiven, sozialen und affektive
Lernzielemiteinander verbinden.
Übungsformen zum Tauchen
Poolnudelgasse: alle TN stellen sich mit einer Schwimmnudel gegenüber
auf und bilden aus diesen einen Bogengang. Die ersten beiden TN in der
Gasse schwimmen durch den Tunnel, vorher haben sie ihre Schwimmnudeln
an den Nachbarn abgegeben, sodass alle TN eine Position aufrücken und
am Ende 2 Schwimmnudeln für die Tunnelschwimmer zum Aufnehmen bereit liegen. Nach jedem Durchgang aller TN wird der Tunnel etwas flacher,
bis beim letzten Durchgang getaucht werden muss.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 8-10 min.
Hilfsmittel: Schwimmnudeln
Ziel: Hinführung zum Tauchen
Zahlenzauber: 2 TN stehen sich gegenüber und tauchen gemeinsam unter.
Einer der TN zeigt eine Zahl mit den Fingern, der andere versucht sie zu erkennen. Es wird beliebig oft gewechselt. Es sollten keine Schwimmbrillen
verwendet werden.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: Augen unter Wasser
öffnen
Liederquiz: wie vorherige Übung, es soll jetzt ein Wort/ein Satz/ ein Lied unter Wasser gehört oder von den Lippen abgelesen werden. Unterschiedliche
Paare bilden.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: wie verhalten sich Geräusche unter Wasser
Streckentauchen 1: Es werden Kleingruppen gebildet (5-8 TN), die sich im
Abstand von 1m hintereinander aufstellen. Der letzte der Schlange taucht
nun durch die gegrätschten Beine der TN durch, stellt sich vorne wieder auf,
der nächste darf lostauchten. Variationen: ohne/mit Abstoß von der Wand,
mit Kraulbeinschlag oder Delfinbeinschlag, als Wettbewerb
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-8 min.
Hilfsmittel: Ziel: Tauchen, Augen öffnen, Orientieren
Slalomtauchen: Es werden Kleingruppen gebildet (5-8 TN), die sich im Abstand von 1m hintereinander aufstellen, diese Mal allerdings mit geschlossenen Beinen. Der letzte der Schlange taucht nun im Slalom möglichst schnell
um die stehenden TN herum, stellt sich vorne wieder auf, der nächste darf
lostauchten.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 5-8 min.
Hilfsmittel: Ziel: Tauchen, Augen öffnen, Orientieren, Richtungswechsel
Streckentauchen 2: 2 TN üben zusammen mit 1 Ring. TN 1 wirft den Ring
in einem bestimmten Abstand ins Wasser, TN 2 taucht danach, bevor der
Ring den Boden berührt. Abstand vergrößern, vom Flachwasser ins Tiefwasser tauchen, Tieftauchen.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 3-6 min.
Hilfsmittel: Ringe
Ziel: Reaktion,eigene Fähigkeiten einschätzen
Gruppengröße: bis 8 TN
9
Streckentauchen 3: mit Abstoß von der Wand wird so weit wie möglich getaucht. Als Wettbewerb möglich, Vergleich Mädchen/Jungs etc.
Spieldauer: 2 min.
Hilfsmittel: Ziel: eigene Fähigkeiten
einschätzen
Tieftauchen: Im Tiefwasser wird der Ring fallen gelassen, zunächst wird
fußwärts, dann kopfwärts, einmal ohne Sprung, einmal mit Sprung vom Beckenrand getaucht.
Gruppengröße: bis 8 TN
Spieldauer: 2 min.
Hilfsmittel: Ziel: Tieftauchen, Druckausgleich üben, Geschwindigkeit dosieren, Unterschiede kennenlernen
Übungsformen zum Springen
Zielspringen: 2 TN üben zusammen, TN 1 hält auf der Wasseroberfläche
den Gymnastikreifen fest, TN 2 springt vom Beckenrand ab durch den Reifen. > Streckung von den Fußspitzen bis zu den Fingerspitzen, ganz gerade
eintauchen. Abstand zum Beckenrand wird immer weiter vergrößert, um
auch das Weitspringen zu fördern. Variation: Fußwärts, dann auch im Reifen
wieder auftauchen, kopfwärts, ohne Armschwung, mit Armschwung, ohne/mit
anschließendem Gleiten
Gruppengröße: bis 25 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Gymnastikreifen
Ziel: Spannungszustände
spüren, weit Springen, Ziel
treffen, Hinführung Startsprung
Fantasiesprünge vom Startblock: es werden beliebige Sprünge vom Startblock durchgeführt. Fußwärts, Kopfwärts, Drehungen, Arschbomben etc.
Gruppengröße: bis 25 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: Annäherung an den
Startblock, Kreativität
Hindernissprünge vom Startblock: Es wird ein Seil quer durchs Becken
gespannt, über das vom Startblock aus zunächst fußwärts, dann mit Seemannsköpfer und schließlich mit normalem Startsprung gesprungen werden
muss. Der Abstand wird nach jedem Sprung etwas vergrößert.
Gruppengröße: bis 25 TN
Spieldauer: 8 min.
Hilfsmittel: Tau
Ziel: kräftiger Absprung, eigene Fähigkeiten einschätzen, Mut
Zielspringen vom Startblock: wie vom Beckenrand, nur jetzt von der Erhöhung aus. Wieder zuerst Fußsprünge, dann Kopfsprünge
Gruppengröße: bis 25 TN
Spieldauer: 5 min.
Hilfsmittel: Gymnastikreifen
Ziel: Körperspannung halten,weit Springen, Ziel treffen, Hinführung Startsprung
Synchronspringen: Vom Startblock aus wird zu 2./3. oder mehr synchron
gesprungen. Es werden beliebige Sprünge ausgeführt
Gruppengröße: bis 25 TN
Spieldauer: 3-5 min.
Hilfsmittel: Ziel: Absprache, Kreativität,
Timing
Sprünge vom 1m/3m Brett: beliebige Sprünge vom Turm
Gruppengröße: bis 25 TN
Spieldauer: 3 min.
Hilfsmittel: Ziel: Mut, Überwindung
(5)Elementare Bewegungen
Kinder bewegen sich im Alltag, beim Spielen, beim Toben und auch bei Sport fast
ausschließlich mit wechselseitigen Bewegungsmustern. Das heißt, die Extremitäten
bewegen sich zueinander immer in die entgegengesetzte Richtung. Wenn das rechte
Bein nach vorn geführt wird, wird das linke Bein nach hinten geführt. Bewegungsmuster, bei denen beide Extremitäten zeitlich und räumlich absolut synchron bewegt
werden, kommen selten vor. Das Brustschwimmen beispielsweise beinhaltet solch
synchrone Bewegungsmuster und bietet sich unter entwicklungspsychologischen
Gesichtspunkten eigentlich überhaupt nicht als erste Schwimmart an. Nichtdestotrotz
ist es die am häufigsten zuerst gelehrte Schwimmart im Anfängerbereich.
Kinder führen als Nichtschwimmer instinktiv wechselseitige „Strampelbewegungen“
mit Armen und Beinen durch. Das intuitiv angewendete „Hundekraulen“ wird den
10
Kindern in der Vermittlung des Brustschwimmens mühevoll abgewöhnt, um die synchronen Bewegungsmuster zu erlernen.
Das Kraulschwimmen ist die schnellste und auch ökonomischste Schwimmart. Für
das Langstreckenschwimmen, z.B. bei Triathlonwettkämpfen, wird meist die Kraultechnik gewählt. Der ökonomische Aspekt ist im Wechselschlagprinzip und in der
Wasserlage begründet. Die Rückholphase der Arme läuft ohne Wasserwiderstand,
der gesamte Körper wird, bis auf den vorschwingenden Arm, vom Wasser getragen.
Die Unterwasserarbeit der Arme findet im biomechanischen günstigen Bereich vor
dem Rumpf statt. Neben dem Rückenschwimmen hat das Kraulschwimmen den
größten gesundheitlichen Wert.
Im Freistilschwimmen wird meist das Kraulschwimmen als schnellste Technik gewählt. Der Hauptvortrieb beim Kraulschwimmen resultiert aus der Armarbeit. Der
Armzug teilt sich wie bei den anderen Schwimmarten in eine Unterwasserphase
(Wasserfassen, Zug- und Druckphase) und eine Überwasserphase (Rückholphase)
auf.
Hinführung zum Kraulschwimmen
Lage des Körpers im Wasser:
Die richtige Wasserlage sollte bei möglichst geringem Frontalwiderstand (geringer
Anstellwinkel) den optimalen Auf- und Vortrieb erzeugen. Die Haltung des Kopfes im
Zusammenwirken mit der Strömungsgeschwindigkeit steuert den Anstellwinkel und
die Körperhaltung. Die Rollbewegung um die Körperlängsachse ermöglicht das Anheben der Schultern für das Vorbringen des Armes in der Rückhohlphase.
>Superman (Abb. 1): Kraulbeine in Seitlage, jeweils der obere Arm liegt am Oberschenkel an,
der andere ist in Schwimmrichtung an der Wasseroberfläche ausgestreckt, sodass der Kopf aufliegen kann. Je 12 Beinschläge auf der rechten, danach 12 auf der linken Seite. Auf den
Schwerpunkt (nach vorne, eher unten gerichtet, damit die Beine oben bleiben) und die
Strecklage achten. Konzentration liegt auf gerader Wasserlage parallel zur Wasseroberfläche.
Abb.1
>Pendeln (Abb. 2): in der Strecklage wird ein effektiver,
kontinuierlicher Kraulbeinschlag durchgeführt und die
Hand in der Rückholphase bis zur Taille zurückgeführt,
wobei der Ellbogen spitz nach oben steht (Haifischflosse, vgl. auch Abb. 22). Zum Atmen wird unter Beibehaltung der Rumpfspannung und Absinken des vorderen
Armes der Körper in Seitlage gebracht. Diese Position
wird 3 sec. gehalten, ohne mit dem vorderen Arm Vortrieb zu erzeugen. Danach wird die Haifischflosse aufgelöst, der Arm wird locker nach vorn geführt und die
gleicheÜbung auf der anderen Seite durchgeführt.
Abb.2
11
Armzug
Mit einer weit ausholenden, alternierenden Kraularmzugbewegung sind Schwimmer
in der Lage, die potenziell höchste Geschwindigkeit aller Schwimmarten zu erzeugen. Um eine effiziente Kraultechnik zu entwickeln, sind vor allem 3 Punkte wichtig:
(1) die korrekte Körperlage im Wasser, um den Zug aus einer krafterzeugenden Position heraus beginnen zu können. (2) Beibehalten einer hohen Ellbogenposition, um
den Wasserkontakt (Wassergefühl) und größtmöglichen Vortrieb zu erzielen. (3) Eine
kontinuierliche Beschleunigung vom Wasserfassen bis zum Ende der Druckphase,
um aus der Zugbewegung maximalen Nutzen zu ziehen. Der Armzug sorgt zu 80%
für den Vortrieb beim Kraulschwimmen.
Abb.3
> Wechselzug/Einholen (Abb.3): Abstoß vom Beckenrand,
Blickrichtung nach vorne unten, beide Arme in Vorhalte, Strecklage, Körperspannung, konstanter effektiver Beinschlag. Während der rechte Arm in Vorhalte gespannt liegen bleibt und nicht
arbeitet, führt der linke Arm den Kraularmzug von Anfang bis Ende durch. Die Konzentration liegt dabei auf einer kontinuierlichen
Bewegungsausführung, dynamischer Zug-Druckphase mit hohem Ellbogen und einer lockeren Rückholphase. Sowohl die lange Zugbewegung, als auch die Beschleunigung des Armes unter
Wasser soll bewusst wahrgenommen werden.
Nach der Ausführung des einarmigen Kraularmzugs erfolgt vor
dem Kopf ein Abschlagen mit den Händen und der andere Arm
führt die beschriebene Bewegung aus.
>richtige Handstellung: Beim Einsetzen der Hand am Ende der
Rückholphase sollte der Daumen in Richtung des entfernten Beckenendes zeigen, die Fingerspitzen zeigen dabei leicht nach außen (Abb.4a:
richtige Handstellung). So wird die Hand
auch in das Wasser eingetaucht. Diese
Handstellung ermöglicht die direkte Einleitung der krafterzeugenden Position des Armes und verhindert ein Übergreifen mit der Hand über die Körpermittelachse und damit eine Schlängelbewegung des Körpers (Abb. 4b:
falsche Handhaltung).
>scullen: beim Scullen vor dem Körper befindet sich dieser in völliger Strecklage (um
Konzentration auf Armbewegung zu erhöhen besser die Beine ‚ausschalten‘ und mit Pullbouy
schwimmen). Die Arme sind gestreckt vor dem Kopf positioniert, die Ober- und Unterarme
sowie die Handgelenke sind angespannt. Zunächst zeigen die Handflächen nach außen
(Daumen nach unten), von einander weg, die Arme werden gestreckt ca. 60cm nach außen
bewegt. Hier werden die Handflächen zueinander
gedreht (Daumen dreht nach oben) und es erfolgt eine
Einwärtsbewegung
der
Arme.
Die
EinwärtsAuswärtbewegung beschreibt jeweils eine liegende acht
(Abb. 5). Durch diese Übungs soll das Wassergefühl
weiterentwickelt und Fähigkeit erlernt werden, am
Wasser Halt zu finden.
Abb.5
Variationen: mit oder ohne Beineinsatz (dann mit
Pullkick oder Pullbouy), vor dem Körper mit gestreckten Armen, unter dem Körper
(Scheibenwischer), nur Druckphase (Entenpaddeln), beidseitig oder wechselseitig.
>Schleifzug: In der Rückholphase wird der Arm nicht frei nach vorn geschwungen, sondern die
Fingerspitzen über die Wasseroberfläche ‚geschleift‘, die Hand wird ansonsten locker gehalten.
Übung für den hohen Ellbogen.
12
Abb.6
>Schultertippen (Abb.6): In der Rückholphase wird 1x mit den Fingerspitzen auf die Schulter getippt, die Hand wird dabei locker nach
vorn geführt. Übung für den hohen Ellbogen.
>Haifischflosse (Abb.7): In der Rückholphase wird die Hand
bis zur Taille zurückgeführt, der Ellbogen zeigt dabei so weit
wie möglich nach oben zur Decke. So wird über der Schulter ein Dreieck, ähnlich einer Haifischflosse gebildet. In dieser Position kurz innehalten, 6 Beinschläge in Seitlage
durchführen und erst dann die Vorwärtsbewegung des Armes fortsetzen. Wechselseitige Wiederholung der Übung,
um beide Seiten zu schulen.
>Faustschwimmen (Abb.8): Sowohl in der Über- als auch
in der Unterwasserphase wird mit den Händen eine Faust
gebildet, der Bewegungsablauf ist ansonsten der gewöhnliche des Kraulschwimmens mit durchgehendem 6er Beinschlag,
Körperspannung und Blickrichtung nach vorne unten. Die Konzentration liegt auf einer stabilen, hohen Ellbogenhaltung unter
Wasser, ansonsten ist der Vortrieb stark eingeschränkt. Ziel ist
es außerdem, an den Unterarmen das Gefühl für den Wiederstand zu erlangen.
Abb.7
Abb.8
>gespreizte Finger: Kontrastübung für das richtige Wassergefühl. Während des Kraulschwimmens werden ständig die Finger so stark wie möglich gespreizt. Variation: abwechseln (Bahnoder Zugweise) zwischen Faust, gespreizten Fingern und normaler Handstellung
Beinschlag
Ein kontinuierlicher, effektiver Beinschlag ist ein fester Bestandteil einer guten
Kraultechnik. Er sorgt für konstanten Antrieb, vor allem aber für das Einhalten der
richtigen Wasserlage. Da die Beine einen unverhältnismäßig großen Energieanteil benötigen, ist es wichtig, einen entspannten, lang durchzuhaltenden Beinschlag zu entwickeln. Die aufgezeigten Übungen können einen ökonomischen
Beinschlag entwickeln, der die restliche Kraulbewegung positiv unterstützt.
> richtige Fußhaltung: in der gestreckten Körperhaltung (mit oder ohne Brett) werden Kontrastübungen zur Fußstellung durchgeführt = angezogene Füße, extrem gestreckte Füße, lockere Füße, mit großer, mittlerer oder kleiner Beinschlagamplitude etc. Hierdurch wird ein
zentralisierter, dynamischer Beinschlag entwickelt und das Bewusstsein für
die richtige Fußhaltung geschult.
>Zwölferbeinschlagwechsel: Kraulbeine in Seitlage, jeweils der obere Arm liegt am Oberschenkel an, der andere ist in Schwimmrichtung
an der Wasseroberfläche ausgestreckt, sodass
der Kopf aufliegen kann. Je 12 Beinschläge auf
der rechten, danach 12 auf der linken Seite. Konzentration liegt im Gegensatz zur SupermanÜbung auf der Amplitude des Beinschlags (durch
Draufsicht für den ÜL gut zu erkennen), welcher
direkt in Verlängerung zum Körper, nicht zu weit
vorn (Radfahren) oder hinten durchgeführt werden
soll.
Abb.25
13
> Vertikaler Beinschlag: Im Tiefwasser vertikale Körperposition einnehmen und den Körper,
vor allem die Rumpf-Becken-Region anspannen. Dazu einen Kraulbeinschlag durchführen,
durch den mindestens der Kopf, besser noch die Schultern über
die Wasseroberfläche geschoben werden. Variation vom Leichten
zum Schweren (Abb. 26): zunächst die Arme an den Oberschenkeln scullen lassen (bewirkt zusätzlichen Auftrieb), dann die Arme
vor dem Körper verschränken und zuletzt aus dem Wasser herausheben. Diese Übung verdeutlicht die Wichtigkeit der Fußschnelligkeit, aktiviert die richtigen Muskeln für den Kraulbeinschlag und macht das Wasser besser spürbar.
> Kraul einbeinig (Abb. 9): unter Zuhilfenahme eines Schwimmbrettes wird der Beinschlag durchgeführt. Um den Oberkörper
Abb.26
richtig abzustützen möglichst weit vorn am Brett anfassen und den
Kopf die ganze Übung über aus dem Wasser heraushalten. Der
Beinschlag wird bei dieser Übung lediglich mit einem Bein durchgeführt, das andere wird locker treiben gelassen. Die Übung entAbb.9
wickelt einen effektiven, bewussten Beinschlag und fördert die
Konzentration auf das Abdruckverhalten am Fuß. Bahn- oder
Schlagweise abwechseln, als Erschwernis kann das
‚nicht-arbeitende‘ Bein aus dem Wasser herausgehoben
werden (Abb. 10).
Abb.10
Atmung
>Einatmungsarm/Ausatmungsarm: Zunächst wird immer auf
die ‚bessere‘ Seite geatmet, der Arm auf dieser Seite ist der
Einatmungsarm. Der andere ist der Ausatmungsarm. Im hüfttiefen Wasser wird der Oberkörper nach vorn gebeugt, die
Füße bleiben am Boden. Mit den Armen wird die Kraulbewegung durchgeführt. Während der Einatmungsarm nach hinten
zieht, denkt der Schwimmer ans Einatmen, der Kopf dreht zur
Seite und bei Vollendung der Druckphase beginnt die EinatAbb.11a
mung. Während der Ausatmungsarm zieht, denkt der
Schwimmer ans
Ausatmen, nach der Rückholphase zu Beginn der Zugphase wird das Ausatmen begonnen.
Variation: oben beschriebene Übung nicht im Stehen, sondern in der Schwimmbewegung mit
Beinschlag durchführen.
Abb.11b
Ziel: korrektes Timing für die Atmung erlernen, regelmäßigen Atemrhythmus angewöhnen, Beibehalten eines entspannten, rhythmischen Zugs während der Atmung.
>schwereloser Arm: In völliger Strecklage
stößt man sich vom Beckenrand ab. Während der Atmung darf der ‚nicht-arbeitende‘
Arm nicht schwer nach unten sinken, sondern
muss leicht an der Wasseroberfläche liegen bleiben, damit die Atmung entspannt ausgeführt
werden kann. Um dies zu überprüfen wird nach einigen Kraulzügen der Oberkörper und der
vordere Arm während der Atmung fixiert, der Beinschlag läuft
Abb.12
weiter, die Rückholphase wird in Zeitlupentempo durchgeführt.
Der Mund sollte das Wasser zur Atmung gerade verlassen ha-
14
ben, der untere Arm in vollständiger Strecklage sein und nicht unter den Oberkörper sinken
(Abb. 12).
Koordination
> Wasserballkraul: Es wird ein normaler Kraularmzug gemeinsam mit einem kontinuierlichen Beinschlag ausgeführt. Der
Schwimmer hebt allerdings die ganze Strecke über den Kopf aus
dem Wasser, als ob er zwischen den Armen einen Ball transporAbb.13
tieren müsste. Hierdurch wird ein Gefühl für das Wasserfassen
angebahnt und vor allem die Druckendphase geübt. Dazu Entwickelt sich der kontinuierliche Armzug und ein darauf rhythmisierter Beinschlag.
> Kombinationsübungen zwischen Arm- und Beinschlag
Arme:
Beine:
Kraul
Delfin (Abb. 14)
Kraul
Brust
Delfin
Doppelarmzug (+ Rückholphase
unter Wasser)
Doppelarmzug (+ Rückholphase
unter Wasser)
Brust
Kraul
Kraul
Kraul
Delfin
Abb.14
> beidseitige Atmung: auf der Hinbahn wird nur nach rechts, auf der
Rückbahn nur nach links geatmet. Danach kann zwischen 2er und 3er
Atmung variiert werden, sodass sich eine symmetrische Rollbewegung und ein koordinierter Beinschlag zur Rollbewegung entwickelt.
Abb.15
Partner- und Gruppenübungen
> Zwei Übende nebeneinander, die inneren Hände halten fest. Mit beiden Armen wird die
Kraulbewegung durchgeführt.
> Synchronschwimmen: zwei Schwimmer nebbeneinander (aber mit genübend Abstand
zwischeneinander). Nun sollen sich beide so abstimmen, dass Armzug, Atmung und
Beinschlag genau synchron verlaufen.
> Tandemschwimmen: P1 fasst P2 an den Füßen fest. P1 führt nur den Beinschlag, P2 nur
den Armzug durch. Wichtig: Körperspannung. Nach 25m Positionswechsel.
15
Weiterführende Literatur
Beck, C., Kraus, M., Schmitt, P., Unger, P. & Weiß N. (2008). Schwimmen unterrichten. Donauwörth:
Auer.
Bissig, M. & Göbli, C. (2004). Schwimm Welt. Schwimmen lernen – Technik optimieren. Bern:
Schulverlag.
Durlach, F.-J. (1994). Erlebniswelt Wasser – Spielen, Gestalten, Schwimmen. (3. unverän. Aufl.).
Schorndorf: Hofmann.
Grimminger, T., Epp, M., Bohnacker, N. &Glatz C. (2009). Aquafitness in der Schule.Aqua Nordic
Walking. Norderstedt: Books on Demand.
Laspo [Bayrische Landesstelle für den Schulsport] (2008). Schwimmen unterrichten. Grundwissen und
Praxisbausteine. Donauwörth: Auer.
Legahn, U. (2007). Aquapädagogik – früh, sicher und vielseitig schwimmen! Norderstedt: Books on
Demand.
Rehker, U. (2011). Alle ins Wasser. Spielend schwimmen – schwimmend spielen. Aachen: Meyer &
Meyer.
Ungerechts, B., Volck, G. & Freitag, W. (2002). Lehrplan Schwimmsport. Band 1: Technik. Schorndorf:
Hofmann Verlag.
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