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Die besten Wasser- Projekte - bmlfuw.gv.at

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„Wasser ist unsere
wichtigste Lebensgrundlage.
Für die Landwirtschaft, den
Freizeit- und Tourismusbereich
sowie die Energiewirtschaft
ist Wasser eine unverzichtbare
Ressource. Der verantwortungsbewusste Umgang mit unseren Gewässern
ist daher die Basis für eine gesicherte Zukunft.
Mit dem Neptun Wasserpreis zeigen
wir, wie wichtig der Schutz der heimischen
Wasservorkommen ist, wie die österreichischen Antworten auf die globalen
Herausforderungen auf dem Wassersektor
lauten und zeichnen innovative Beiträge
aus. Die große Resonanz auf den Neptun
Wasserpreis 2013 zeigt, dass Wasser die
Menschen bewegt und dass in Österreich viele
spannende Wasser-Projekte entstehen.“
Niki Berlakovich
Landwirtschaft- und Umweltminister
„Die nachhaltige Nutzung
der österreichischen Wasserressourcen bringt uns zahlreiche Vorteile. So ist die
Wasserkraft nicht nur solide
Basis der österreichischen
Stromversorgung, sondern
gleichzeitig auch angewandter Klimaschutz.
Darüber hinaus spielen heimische Unternehmen in vielen Bereichen der Wassertechnologie eine internationale Vorreiterrolle,
Die TrägerInnen des Neptun Wasserpreis:
die uns besonders im Exportbereich
neue Wachstumschancen eröffnet. Umso
wichtiger sind Initiativen wie der Neptun
Wasserpreis: Die öffentliche Auszeichnung
vorbildlicher Projekte unterstützt die
Innovationsstrategie der GewinnerInnen
und motiviert zusätzliche Unternehmen
zu eigenen Anstrengungen.“
Reinhold Mitterlehner
Wirtschaftsminister
Der Neptun Wasserpreis ist der österreichische Umwelt- und Innovationspreis zu Themen rund ums Wasser. 1999 gegründet, wird er seither
alle zwei Jahre vergeben und zeichnet Innovationen, kommunikative
und bewusstseinsbildende Maßnahmen sowie kreative Projekte rund
ums Wasser aus. 2013 konnte in vier Fachkategorien – WasserSCHUTZ,
WasserWELT, WasserKOMMUNIKATION und WasserKREATIV – und in
der Publikumskategorie zum Motto WasserBEWEGT eingereicht werden.
Getragen wird die Initiative vom Lebensministerium, dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, der Österreichischen
Vereinigung für das Gas- und Wasserfach und dem Österreichischen
Wasser- und Abfallwirtschaftsverband. Unterstützt wurde der Neptun
Wasserpreis 2013 von Kommunalkredit Public Consulting, den Österreichischen Lotterien, Verbund AG und Wiener Wasser.
Die Publikumskategorie, bei der Österreicherinnen und Österreicher
mit Bildern und Texten zum Motto WasserBEWEGT teilnehmen konnten,
wurde in Kooperation mit den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien als jeweils
landesweiter Bewerb sowie in einem übergreifenden Bundesbewerb
durchgeführt. Das in Summe beste und nachhaltigste Projekt wurde mit
dem Neptun Hauptpreis ausgezeichnet.
Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 39.000 Euro vergeben.
> www.wasserpreis.info
> www.facebook.com/neptun.wasserpreis
1
WasserSCHUTZ
16 Einreichnungen
DIE KATEGORIE FÜR PROJEKTE
ZU NACHHALTIGEM ÖKOLOGISCHEN SCHUTZ
DER RESSOURCE WASSER
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NOMINIERUNG:
SANIERUNG EINES DONAUALTARMS
IM WIENER PRATER MITTELS NEPTUN-ANLAGE
EINGEREICHT VON: DWS HYDRO-ÖKOLOGIE GMBH UND STADT WIEN (MA 45)
SIEGERPROJEKT:
Bodenfilter spielen heute eine zentrale Rolle
in der Wasseraufbereitung. Die NEPTUNAnlage wurde speziell für die Gewässersanierung und für den Einsatz in Naturfreibädern
konzipiert. Sie kombiniert den Bodenfilter mit
einer Phosphor-Fällung im Rücklauf. Dies entzieht dem Gewässer Schwebstoffe und Algen,
verbessert die Sauerstoffversorgung und
baut den bereits angelagerten Schlamm ab.
LEBENSGRUNDLAGE
ALPINE KARSTQUELLWÄSSER:
NEUE WEGE ZUM
UMFASSENDEN VERSTÄNDNIS,
SCHUTZ UND MANAGEMENT
EINGEREICHT VON:
ANDREAS FARNLEITNER,
Seit dem Jahr 2007 wird der Donaualtarm
Unteres Heustadelwasser mit einer NEPTUNAnlage saniert. Vor der Sanierung war das
TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN
Alpine Karstquellwässer sind eine wichtige
Trinkwasserressource: In Österreich wird die Hälfte
der Bevölkerung mit Trinkwasser aus alpinen
Karstquellwässern versorgt. Weltweit liegt der
Anteil bei 20%–25%. Der fl ächendeckende Schutz
des Quell-Einzugsgebietes ist daher höchst bedeutend. Ziel dieses Projektes war es, die notwendige
wissenschaftliche Grundlage der Mikrobiologie
alpiner Karstquellwässer erstmals zu etablieren
und darauf aufbauend Konzepte zum nachhaltigen
Quellschutz und der optimierten Wassergewinnung
zu schaffen. Dies wurde im Jahr 2011 erreicht!
Alpine Karstquellwässer können nun bestmöglich
geschützt und optimal genutzt möglichst naturbelassen zum Konsumenten gelangen. Das Wissen
wird in Form von Schulungen an das Fachpersonal
weitergegeben und findet Einzug in nationale
Regelwerke und Fachgremien. Die Erkenntnisse
werden bereits bei der Wiener Wasserversorgung
praktisch umgesetzt.
2
Heustadelwasser
in den Praterauen
stark eingetrübt, und
durch Algenblüten
im Sommer unansehnlich grüngefärbt.
Durch die NEPTUNAnlage sind folgende Sanierungseffekte
eingetreten: Verbesserung der Sauerstoffversorgung, niedrigere Phosphor- und
Algenbiomasse-Wert, Wegfall der Blaualgenblüten, Förderung von Unterwasserpfl anzen als Konkurrenten der Algen.
Aus der Jurybegründung:
NOMINIERUNG:
„Alpine Karstquellwässer stellen als
Trinkwasserressource eine entscheidende Lebengrundlage dar … Ziel dieses
Projektes war es, die notwendige
wissenschaftliche Grundlage der Mikrobiologie erstmals zu etablieren und
darauf aufbauend neue Analysenmethoden und Konzepte zum nachhaltigen
Quellschutz und der optimierten Wassergewinnung zu schaffen … Das Projekt
ist wissenschaftlich exzellent … und
hat eine ganz konkrete Umsetzungsrelevanz – nicht nur in diesem speziellen
Fall, sondern es kann auch auf andere
Regionen übertragen werden.“
DEFINITION EINES SPÜLVORGANGES
FÜR GESCHLOSSENE HYDRAULISCHE ANLAGEN
EINGEREICHT VON: CHRISTOPH BURANICH
Christoph Buranichs Diplomarbeit „Definition
eines Spülvorgang für geschlossene
hydraulische Anlagen“ hat zum Ziel, einen
möglichst praxistauglichen Spülvorgang zu
definieren, der für die breite Masse verständlich ist. Dadurch soll es zu einer technischen
Funktionsverbesserung und in Folge zu
einem sparsameren Einsatz der Ressource
Wasser kommen.
Zum Einsatz kommen diese Spülvorgänge
nach dem Einbau von gebäudetechnischen
Anlagen, bei denen Hersteller eine Spülung
empfehlen. Buranich definiert den
Spülvorgang erstmalig. Zur Eingrenzung
und Erfassung der Verunreinigungen führte
er einen praxisnahen Feldversuch durch.
Dieser erlaubt Rückschlüsse auf das Verhalten der Verunreinigungen in einem geschlossenen System und bildet die Grundlage
zur computergestützten Modellbildung.
3
WasserWELT
17 Einreichnungen
DIE KATEGORIE FÜR PROJEKTE ZU
SORGSAMER GLOBALER WASSERNUTZUNG
3.E0UR0O0
NOMINIERUNGEN:
MAJI AFRICA – WASSER FÜR AFRIKA
EINGEREICHT VON: EINE WELT GRUPPE SCHLINS|RÖNS, LUKAS TOMASELLI
SIEGERPROJEKT:
VERBESSERTES MONITORING
LANDWIRTSCHAFTLICHER DÜRREN
DURCH SATELLITENDATEN
Im südöstlichen Hochland von Tansania ist
das Wasser in der Regel mit Fäkalkeimen verunreinigt, was zu Durchfallerkrankungen führt,
die tödliche Folgen haben können. Mitglieder
der Eine Welt Gruppe Schlins|Röns und der
ortsansässigen NGO „rural development organization“ suchten nach einer technisch einfachen
und nachhaltigen Lösung für dieses Problem.
Über Workshops wurde
Wissen vermittelt, eine
Quelle gemeinsam fachgerecht und kostengünstig
gefasst. Seither wurden
vor Ort auf Eigeninitiative weitere Quellfassungen errichtet. Die Bewirtschaftung
liegt in Händen der lokalen Bevölkerung.
EINGEREICHT VON:
MARKUS ENENKEL,
TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN
GUABULIGA – WELL BY THE THORN TREE
EINGEREICHT VON: [APPLIED] FOREIGN AFFAIRS
(UNIVERSITÄT FÜR ANGEWANDTE KUNST WIEN) UND NGO BRAVEAURORA
Humanitäre Hilfsorganisationen und regionale
Entscheidungsträger sind auf verlässliche
Informationen angewiesen, wenn es um
landwirtschaftliche Dürren in Entwicklungsländern geht. 2011 wurde von den Vereinten
Nationen ein Dürre-Index für Ostafrika
entwickelt, das Projekt von Markus Enenkel
überarbeitet den Index durch die Integration
satellitengestützter Informationen über
Niederschlag, Temperatur, Vegetation und
Bodenfeuchtigkeit. Dabei werden die
Bedürfnisse regionaler Entscheidungsträger
berücksichtigt. Der Dürre-Index funktioniert
auch in Gegenden mit schlechter Datengrundlage, ermöglicht die Kopplung mit Ernteund Bewässerungsmodellen und soll in einer
künftigen Ausbaustufe direkt aufs Endgerät,
etwa das Mobiltelefon, des Entscheidungsträgers vor Ort gesendet werden.
4
Aus der Jurybegründung:
„Das Projekt „Verbessertes Monitoring
landwirtschaftlicher Dürren durch Satellitendaten“ ermöglicht es, die Entscheidungsgrundlage im Falle landwirtschaftlicher Dürren
zu verbessern. Es unterstützt humanitäre
Hilfsorganisationen und regionale Entscheidungsträger mit verlässlichen und zeitgerechten Informationen … Dieses Projekt hat
damit nicht nur einen hervorragenden
Praxisbezug, sondern ist auch ausbaufähig, da
geografisch ungebunden. Der Ausbau ist geplant und unterstützungswert. Das Projekt ist
in seiner Gesamtheit betrachtet ein würdiger
Gewinner der Fachkategorie WasserWELT.“
Das Leben in Guabuliga, einem Dorf im Norden Ghanas, ist geprägt von einer Regenzeit,
die Subsistenzwirtschaft ermöglicht, und
einer Trockenzeit, die für bauliche Maßnahmen genutzt wird. Durch die Kooperation der
österreichisch-ghanaischen NGO Braveaurora
und dem Dorf-Chief Salifa
Mahama Tampurie wurde ein Konzept für eine
zukunftsorientierte, ökologische Dorfentwicklung entworfen. Zentrales Element war
ein Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wissenstransfer gelang für Hilfe zur Selbsthilfe.
DER HOMO AQUAMPORTANS – WASSERTRÄGER,
WASSERVERKÄUFER, WASSERSCHENKER
EINGEREICHT VON: ANDREAS RAUCHEGGER
Die umfangreiche Dissertation von Andreas
Rauchegger beschreibt die Rolle der Wasserträger, Wasserverkäufer, Wasserhändler
und -schenker im europäischen Kulturraum.
Personen, die Trink- und Nutzwasser tragen
und herankarren müssen, bilden eine Schnittstelle zwischen Wasserversorgung, -ver-
schwendung und folglich
Wasserrecht(en), -besitz,
-verkauf, Hygienemaßnahmen und Entwicklungsprojekten.
Die Thematik steht in
engem Zusammenhang
mit aktuellen Diskursen
um Trinkwasser.
5
WasserKOMMUNIKATION
3.0R0O0
35 Einreichnungen
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DIE KATEGORIE FÜR INFORMATION UND
WISSENSVERMITTLUNG ZUM THEMA WASSER
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NOMINIERUNG:
QUELLEN DES LEBENS. RESSOURCE WASSER
EINGEREICHT VON: MATTHIAS HAYDN
Matthias Haydn lädt mit seinem Radioprojekt
„Quellen des Lebens. Ressource Wasser“
zu einer akustischen Entdeckungsreise in die
Welt des Wassers. In vier je 22 Minuten
langen Sendungen wird ein Thema in seiner
Komplexität erfasst und so aufbereitet,
dass es sowohl für ZuhörerInnen mit wenig
Vorwissen als auch für ExpertInnen interessant ist. Die Sendereihe entstand im Rahmen
des Ö1 Radiokollegs. Im ersten Teil wird die
Problematik der ungleichen Verteilung des
Wassers thematisiert; im zweiten Teil geht es
um den Kreislauf des Wassers und die
SIEGERPROJEKT:
TAL DER QUELLEN –
KRISTALLKLARES WASSER
RAURISERTAL
EINGEREICHT VON:
GEMEINDE RAURIS
Die Lebensqualität der Bevölkerung erhöhen
und das Besuchserlebnis der Gäste zu steigern:
Das ist Ziel des Projekts „Tal der Quellen –
kristallklares Wasser Raurisertal“. All jene, die
durch die Natur des Raurisertal wandern, sollen
für das Thema Wasser sensibilisiert werden.
Das Projekt wird seit Herbst 2010 in enger
Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und
Almen, Tourismus und Gemeinde realisiert; das
gesamte Raurisertal wird dabei mit einbezogen.
Bereits realisiert ist der 2,5 Kilometer lange
Wasserinformationsweg. Er bietet wissenschaftliche Information und erklärt lokale Gegebenheiten. An besonderen Plätzen wie dem Urquell
oder dem Waldgeheimnis wurden Erholungsplätze geschaffen. Für Kinder wurde ein ErlebnisWasserspielplatz gebaut. Weitere Projektmodule – wie die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens – sind in Vorbereitung.
6
Besonderheiten des Wassermoleküls; im
dritten Teil wird die Selbstreinigungskraft des Wassers erklärt; im vierten Teil
geht es schließlich um Zukunftsfragen.
NOMINIERUNG:
Aus der Jurybegründung:
WALD-WASSER-WEINVIERTEL
„Das Projekt „Tal der Quellen – kristallklares Wasser Raurisertal“ rückt das
Thema Wasser ins Bewusstsein der
Menschen. Es zielt dabei auf ein breites
Publikum jeglicher Altersgruppe ab,
und versucht, das gesamte Raurisertal
mit einzubeziehen ... Es widmet sich der
breiten Information sowie der Sensibilisierung der Menschen für die wichtige
Thematik … und hebt die Wertigkeit der
heimischen Wasserressourcen in den
Mittelpunkt. Der Vorsatz weitere Projektmodule umzusetzen, scheint spannend
und damit unterstützungswürdig.“
EINGEREICHT VON:
MICHAEL GRABNER, UNIVERSITÄT FÜR BODENKULTUR
„WALD-WASSER-WEINviertel“ ist ein Sparkling Science Projekt, das die Zusammenarbeit von WissenschafterInnen und SchülerInnen in Forschungsprojekten fördert. Von
September 2010 bis August 2012 analysierten
Wissenschafter der Universität für Bodenkultur gemeinsam mit Weinviertler SchülerInnen vergangene und zukünftige Trockenzeiten
im Weinviertel, einem der trockensten Gebiete
Österreichs. Ziel war es, Trockenphasen im
Weinviertel in der Vergangenheit über den
Zeitraum meteorologischer Messungen hinaus
zu rekonstruieren. Dies gelang mit Jahrringen
und historischen Aufzeichnungen über Wein
und Wetter. Mithilfe von Klimaszenarien wurde
ein Blick in die Zukunft bis ins Jahr 2100 geworfen. Laut den Ergebnissen war es im Weinviertel schon feuchter, aber auch trockener als
heute. In Zukunft ist vor allem mit trockenen
Sommern zu rechnen.
7
WasserKREATIV
63 Einreichnungen
DIE KATEGORIE FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST,
DIE SICH MIT WASSER AUSEINANDERSETZT
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NOMINIERUNGEN:
FISHBAG – ART AND SCIENCE OUT OF THE RIVER BELLY/2012
EINGEREICHT VON: CORINNE STUDER
Corinne Studer lässt die Fische tanzen. Ihr
Projekt „fishbag“ steuert auf Grundlage von
Messdaten zur Wasserqualität der Donau
eine künstlerische Visualisierung. Durch die
künstlerische Transformation der wissenschaftlichen Messwerte werden Veränderungen in der Wasserqualität und die Reaktion
der Fische darauf visuell wahrnehmbar.
Die physische Erfahrbarkeit steht dabei im
Vordergrund.
SIEGERPROJEKT:
BLACK_BLUBA
EINGEREICHT VON:
MARTIN MUSIC
Der Fluss wird zum Datenfluss, der an Land
in eine symbolisch gestaltete Wasserskulptur
fließt und diese belebt.
DIANCHI –
GREETING FROM THE REAL LAKE
Martin Music lässt Menschen untertauchen und
auf Fotopapier wieder auftauchen. Der Künstler
hat für sein Projekt „BLACK_BLUBA“ ein fotografisches Setup an unterschiedlichen, öffentlichen
Orten in Städten Europas aufgebaut und Passanten dazu aufgefordert, ihren Kopf in ein mit
Wasser gefülltes Aquarium zu tauchen, um sich
porträtieren zu lassen. „BLACK_BLUBA“ lebt
von der besonderes Interaktion zwischen Wasser
und Mensch: Zuerst nähert sich der Mensch
seinem Spiegelbild an der Wasseroberfl äche,
taucht aber dann in das Medium Wasser ein, um
sein Abbild – das Foto – zu gestalten, obwohl
er sich selbst nicht mehr sieht. Das Gesamtergebnis ist eine Bilderserie der Wildheit und Stille,
von Komik und Morbidität, von verschiedensten
Gesichtern und damit Abbildern der Gesellschaft.
Die Bilder sollen Lust machen, selbst den Kopf
ins Wasser zu stecken, um abzutauchen.
8
EINGEREICHT VON: LETIZIA WERTH
Aus der Jurybegründung:
„Das Projekt BLACK_BLUBA verschränkt
konzeptuelle Ansätze mit Partizipationsmöglichkeiten im öffentlichen Raum.
Es lebt von der besonderen Interaktion
von Wasser und Mensch… Es geht in
diesem Projekt auch um das Bild des
Einzelnen in globalisierten Zeiten – im
Wasser und durch Wasser kreativ zum
Ausdruck gebracht. Das ist kreativ, die
Umsetzung gelungen und das Projekt
trägt darüber hinaus zur Bewusstseinsbildung bei – alles in allem ist BLACK_
BLUBA damit ein würdiger Preisträger
für die Fachkategorie WasserKREATIV.“
Die Künstlerin Letizia Werth inspirierte ein
Aufenthalt in der chinesischen Stadt Kunming
am See Dianchi zu ihrem Projekt. Der See
ist extrem verschmutzt, doch sein Wasser
eignet sich ironischerweise zum Malen: die
hohe Algenkonzentration macht das Wasser
zähflüssig und leuchtend grün! Werth bemalte
damit eine Serie von 178 Postkarten. Das
Projekt wurde auf der Kunstmesse in Kunming
vorgestellt und 2012 auch in Wien präsentiert.
PROCESS51
EINGEREICHT VON: JULIA HARTIG
Das Kunstprojekt „process51“ zeigt den
Entstehungsprozess eines schwimmenden
Orientteppichs aus 13.000 gebrauchten Weinkorken. Ziel war es, ein Objekt aus recyceltem
Material zu kreieren, das zu leben beginnt,
sobald es ins Wasser gesetzt wird, und auf
Wasser als Inspirationsquelle künstlerischer
Arbeiten hinzuweisen. „process51“ ist ein
Langzeitprojekt von Julia Hartig und Alex de
las Heras. Der Name „process51“ spielt auf
die Recyclingnummer von Kork an: 51.
9
3.E0UR0O0
NEPTUN Hauptpreis
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NEPTUN Hauptpreis
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DER PREIS FÜR DAS PROJEKT,
DAS DEN NACHHALTIGEN UMGANG MIT WASSER
AM BESTEN THEMATISIERT
SIEGERPROJEKT:
MAJI AFRICA –
WASSER FÜR AFRIKA
EINGEREICHT VON:
EINE WELT GRUPPE SCHLINS|RÖNS,
LUKAS TOMASELLI
Mdabulo ist eine dicht besiedelte, hügelige
Region im südöstlichen Hochland von Tansania,
sie umfasst 20 Dörfer mit rund 45.000 Einwohnern. Das hier verfügbare Wasser ist in
der Regel mit Fäkalkeimen verunreinigt, was zu
Durchfallerkrankungen führt, die gerade
für Kinder und für ältere oder geschwächte
Menschen tödliche Folgen haben können.
Im Dorf Ibwanzi in der Region haben Mitglieder
der „Eine Welt Gruppe Schlins|Röns“ gemeinsam mit der ortsansässigen NGO „rural
development organization (RDO)“ im Rahmen
des Projekts nach einer technisch einfachen
und nachhaltigen Lösung für dieses Problem
gesucht. Mit dem Ziel, dass es der Dorfbevölkerung künftig möglich ist, an der Verbesserung
ihrer Wasserqualität selbst zu arbeiten.
10
Aus der Jurybegründung:
„Das Projekt ist richtungsweisend für bewusstseinsbildende Maßnahmen zur Selbsthilfe der
Bevölkerung. Es besticht durch eine gelungene
und äußerst relevante Entwicklungszusammenarbeit, es zeigt viel Engagement und wird
professionell umgesetzt. Hervorzuheben sind
auch einzelne Bemühungen der Projektverantwortlichen, zum Beispiel einfache und vor
Ort beschaffbare Baumaterialien für die
Quellfassungen zu verwenden. So gelingt Hilfe
zur Selbsthilfe. Die Jury vergibt den Neptun
Hauptpreis auch in der ausdrücklichen Hoffnung,
dass das Preisgeld für weitere Aktivitäten
verwendet wird.“
Der Weg dahin wurde einerseits über Workshops erreicht, die über die gesundheitlichen
Risiken aufklärten, den Quellschutz erklärten
und die Bewirtschaftung einer Quellfassung
lehrten. Andererseits wurde gemeinsam
mit der Dorfbevölkerung die örtliche Quelle Mshikajembe fachgerecht gefasst, damit
sauberes Trinkwasser gewonnen werden kann.
Vorrangiges Ziel war es, mit einfachen
technischen Hilfsmitteln und Bewusstseinsbildung der Dorfbevölkerung die Möglichkeit
zu bieten, in Zukunft selbst an der Verbesserung ihrer Wasserqualität zu arbeiten.
Beim Bau wurde daher darauf geachtet,
möglichst viele Baumaterialen vor Ort zu besorgen und die Kosten gering zu halten,
damit die Hemmschwelle für die selbstständige Nachahmung möglichst gering bleibt.
Die bewusstseinsbildenden Maßnahmen zur
Selbsthilfe der Bevölkerung haben gegriffen:
Die WorkshopteilnehmerInnen haben nach
erfolgreichem Wissenstransfer seither auf
Eigeninitiative weitere Quellfassungen errichtet. Unterhalt und Bewirtschaftung liegt in
Händen der lokalen Bevölkerung. Alle Schritte
werden gemeinsam mit dem Dorfkomitee
und der ortsansässigen NGO geplant und
durchgeführt.
Unter dem Motto „Selbstbestimmt und Nachhaltig“ konzentriert sich die „Eine Weltgruppe
Schlins|Röns“ auf integrierte ländliche
Entwicklungsprojekte. ProjektpartnerInnen bei
„Maji Africa – Wasser für Afrika“ sind Hannes
Rauch, Freie Montessori Schule Altach bzw.
das Schulaustauschprogramm Comensius und
die „rural development organization (RDO)“.
11
WasserBEWEGT
2.364 Einreichnungen gesamt
DER BILD- UND TEXTWETTBEWERB FÜR ALLE WASSERBEGEISTERTEN
NIEDERÖSTERREICH
SALZBURG
203 EINREICHUNGEN, PREISGELD GESAMT: 3.000 EURO
167 EINREICHUNGEN, PREISGELD GESAMT: 3.000 EURO
1. PLATZ
2. PLATZ
1. PLATZ
2. PLATZ
GERTRUDE PORTISCH
SONJA SIWEK
IRENE KROMBHOLZ
HERMANN SARKA
3. PLATZ
3. PLATZ
GREGOR ZAPANTIS
CHRISTA KRAMER
OBERÖSTERREICH
STEIERMARK
216 EINREICHUNGEN, PREISGELD GESAMT: 3.000 EURO
712 EINREICHUNGEN, PREISGELD GESAMT: 3.000 EURO
2. PLATZ
2. PLATZ
1. PLATZ
1. PLATZ
FLORIAN KEHRER
ENGELBERT WEIDHOFER
SIEGFRIED DOLLENTZ
12
MARIO MAINDL
3. PLATZ
SONDERPREIS
3. PLATZ
MATHILDE
FEICHTENSCHLAGER
WSV
OTTENSHEIM
RAIMUND DALONZO
13
WasserBEWEGT
3.E0UR0O0
2.364 Einreichnungen gesamt
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DER BILD- UND TEXTWETTBEWERB FÜR ALLE WASSERBEGEISTERTEN
TIROL
WIEN
400 EINREICHUNGEN, PREISGELD GESAMT: 3.000 EURO
445 EINREICHUNGEN, PREISGELD GESAMT: 3.000 EURO
1. PLATZ
2. PLATZ
1. PLATZ
2. PLATZ
STEFAN HAMERLE
MATTHIAS BRUNTHALER
ALFRED LEITGEB
ERWIN GRAF
3. PLATZ
JOSEF KAINZNER
SONDERPREIS
3. PLATZ
WOHNGEMEINSCHAFT KIM,
JUGENDLAND INNSBRUCK
HELMUT EBNER
VORARLBERG
BUNDESWEIT
123 EINREICHUNGEN, PREISGELD GESAMT: 3.000 EURO
2.364 EINREICHUNGEN, PREISGELD GESAMT: 3.000 EURO
1. PLATZ
2. PLATZ
DANIELA KÖHLE
CHRISTINE HAMMERLE
1. PLATZ
GABRIELE ZENZ
(Steiermark)
3. PLATZ
WILFRIED DÜR
14
15
WasserBEWEGT
2.364 Einreichnungen gesamt
DER BILD- UND TEXTWETTBEWERB FÜR ALLE WASSERBEGEISTERTEN
DIE JURYS
BUNDESWEIT
2.364 EINREICHUNGEN
WasserSCHUTZ
NOMINIERUNGEN:
ANDREAS GAUL,
ÖWAV
WALTER KLING,
Wiener Wasser
VERENA RESSEL,
Lebensministerium
MATTHIAS ZESSNER,
Technische Universität
Wien
HELMUT EBNER
Wien
HANNES KOWATSCH
Steiermark
CHRISTIAN NIEDERWOLFSGRUBER
Tirol
WasserWELT
Wasser
KOMMUNIKATION
UTE BOCCIOLI,
ÖVGW
SAMIRA BOUSLAMA,
Forum Umweltbildung
DORITH BREINDL,
Lebensministerium
ROMAN DAVID-FREIHSL,
ÖkoStandard
ALEXANDER SOMER,
Kommunalkredit
Public Consulting
GERALD EDER,
hydrophil iC GmbH
HANNAH RINNHOFER,
Kindernothilfe
HERMANN SARKA
Salzburg
OTHMAR PÖTSCH
Oberösterreich
16
JOSEF KLEINHAPPEL
Steiermark
PAUL DEFLORIAN
Wien
CLAUDIA HÖLBLING
Kärnten
ELMAR GUBISCH
Steiermark
Österreich
REGINA SOMMER,
Medizinische Universität
Wien
GERHARD URBAN,
austria wirtschaftsservice GmbH/ERP-Fonds
WasserKREATIV
MICHAEL ASCHAUER,
Neptun-
WasserKREATIVGewinner 2011
SUSANNE BRANDSTETTER,
Lebensministerium
MIKI MARTINEK,
Universität für
angewandte Kunst Wien
FLORIAN SEIDL,
Verbund AG
KARIN WOLF,
Institut für Kulturkonzepte
HAUPTPREIS
DORITH BREINDL
GERHARD URBAN,
austria wirtschafts-
service GmbH/ERP-Fonds
MATTHIAS ZESSNER,
Technische Universität
Wien
WasserBEWEGT
Die PreisträgerInnen wurden
über eine Online-Publikumsabstimmung aus je zehn
Nominierungen gewählt
bzw. in Salzburg über eine
Länderjury ermittelt.
NOMINIERUNGS-JURY
BUNDESWEIT:
HANNES KÖCHER,
conceptual art
technologies
TEAM DER TATWORT GMBH
EVELINE STRNAD,
Österreichische
Lotterien GmbH
IMPRESSUM: Text und Redaktion: tatwort – nachhaltige projekte, www.tatwort.at
Grafik: B. Juni, Barbara Jaumann, www.b-juni.com;
Bildernachweis: Cover ©Neptun Wasserpreis/Mariola Bednar; alle weiteren Abbildungen
© Neptun Wasserpreis bzw. bei den als EinreicherInnen Genannten; Wien, März 2013
TrägerInnen:
Länder:
PartnerInnen:
> www.wasserpreis.info
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Kunst und Fotos
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