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Lebensläufe der neuen Aufsichtsratsmitglieder

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Die
Fachtagung
zum Thema Bürgerbeteiligung
Dienstag
18. November 2014
Lessingtheater Wolfenbüttel
Präsentiert von der Stadt Wolfenbüttel und der
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Inhaltsverzeichnis
Begrüßung des Fachtagungsteams........................................................... 3
Grußworte ................................................................................................ 4
Thomas Pink, Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel
TAG-meine SZitty: Mutige Stunden
Biografien der Referenten ......................................................................... 6
Wolfgang Hesina
Dr. Birgit Böhm
Kira Breuhammer
Petra Türke
Prof. Reiner Schmidt
Programm ................................................................................................ 8
Sponsoren und Kooperationspartner ........................................................ 9
Workshops ............................................................................................... 10
Kommunale Zusammenschlüsse
Einzelbaumaßnahmen
Stadtentwicklung und Sanierung
Die Region als Campus: neue Formate in der Kommunikations- und Kooperationskultur
Biografien der Workshop-Moderatoren ..................................................... 12
Prof. Dr. Brigitte Wotha
Jens Nussbaum
Klaus Grupe
Biografien der Workshop-Referenten......................................................... 13
Thomas Rolf
Dr. Thomas Grammel
Bernd Hausmann
Moderation der Veranstaltung ................................................................... 14
Vertiefung des Themas Bürgerbeteiligung ................................................. 15
Impressum
Herausgeber:
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Karl -Scharfenberg-Fakultät
Karl-Scharfenberg-Str. 55-57
38229 Salzgitter
Ansprechpartner:
Yannick Castilho-Marcao (Projektleitung)
Prof. Dr. Andreas Jain
Felix M. Kempf, MBA
Satz und Layout: Fabian Piekert
Druck: LIT-Verlag, Münster
Stand: November 2014
Begrüßung des Fachtagungsteams
Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,
im Namen des gesamten Fachtagungsteams möchte ich Sie ganz herzlich auf unserer Fachtagung
„Vom Wut zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung“ im Lessingtheater Wolfenbüttel begrüßen.
Mit dieser Fachtagung möchten wir Ihnen Anregungen und Ratschläge für eine erfolgreiche
Bürgerbeteiligung aufzeigen. Heute werden Fragen gestellt und beantwort: Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen für Kommunen, wenn vehemente Proteste gegen Bauvorhaben, innerstädtische Leerstände und kommunale Zusammenschlüsse keine Einzelfälle mehr darstellen?
Warum erzielen Beteiligungsverfahren häufig nicht die gewünschten Effekte und wie wird Bürgerbeteiligung im Verwaltungshandeln verankert?
Dazu erwarten Sie Workshops mit zahlreichen Praxisbeispielen aus der Region. Sie sind herzlich
eingeladen, Ihre Anregungen in diese Workshops einzubringen und aktiv daran teilzunehmen.
Hinter uns liegt eine lange Vorbereitungszeit, in der wir an einem spannenden und abwechslungsreichen Programm gearbeitet haben. Wir konnten im Rahmen dieses Hochschulprojekts erste
Praxiserfahrungen sammeln. Dazu gehörten Aufgaben wie beispielsweise Sponsorenakquise,
Referentensuche oder Besuchermanagement.
Ein großes Dankeschön gilt unseren Referentinnen und Referenten, die ihr Wissen und ihre
Erfahrungen heute mit uns teilen sowie unseren Sponsoren die diese Fachtagung erst
ermöglichen.
Das Fachtagungsteam wünscht Ihnen spannende Vorträge und einen angenehmen Tag mit
vielen interessanten Gesprächen und Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen.
Im Namen des Fachtagungsteams
Yannick Castilho Marcao
Projektleiter der Fachtagung
3 | Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung
Grußwort des
Bürgermeisters der Stadt Wolfenbüttel
Sehr geehrte Damen und Herren,
die engere und aktivere Bürgerbeteiligung an öffentlichen Projekten
oder Planungen ist seit einigen Jahren fester Bestandteil des politischen
Handelns vieler Städte und Gemeinden.
Auch die Stadt Wolfenbüttel hat diesen neuen Weg beschritten und in
zahlreichen Workshops mit vielen interessierten Einwohnerinnen und
Einwohnern einen Maßnahmenkatalog zur künftigen Stadtentwicklung erstellt. Hierbei war ganz klar
festzustellen, dass es den teilnehmenden Akteuren in hohem Maße eine Herzensangelegenheit war,
sich einzubringen. Dies zeigt die Verbundenheit der Menschen zu ihrer Stadt und erfüllt mich mit
Freude und Stolz.
Natürlich gab es über manche Punkte kontroverse Diskussionen und man konnte feststellen,
dass es auch Menschen gibt, die von ihrer Meinung nicht abrücken wollen und selbst sachlichen
Argumenten gegenüber nicht zugänglich sind. Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass mit der
Fachtagung „Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung“ einmal ausführlich die Thematik
und die Vor- und Nachteile abgewogen werden.
Fakt ist schon jetzt – und das muss ich auch deutlich unterstreichen: Nicht für jede Maßnahme
der Verwaltung kann eine Bürgerbefragung durchgeführt werden, auch wenn sich Mancher dies
wünschen würde. Es sollte daher im Sinne einer handlungsfähigen Verwaltung geboten sein, das
überwiegende öffentliche Interesse zu bedienen und nicht die persönlichen Vorlieben Einzelner zu
befriedigen.
Vor allem muss es Ziel von Politik und Verwaltung sein, noch stärker das Vertrauen der Menschen
zu gewinnen und Entscheidungen transparent und nachvollziehbar zu vermitteln.
Es liegt in der Natur der Sache, dass man es hierbei niemals allen recht machen kann. Was für den
einen großartig und notwendig ist, würde ein enderer als überflüssig und nutzlos erachten. Diese
Kontroversen ziehen sich durch alle Lebensbereiche und jeder kennt sie sicher auch aus dem
eigenen Familien- und Bekanntenkreis. Wichtig ist in erster Linie, dass wir die Menschen, die sich
aktiv und mit großem Engagement an der Fortentwicklung unseres Gemeinwesens beteiligen, nicht
mit der kleinen Zahl der „Berufsnörgler“ auf eine Stufe stellen.
Es ist meine feste Überzeugung, dass wir auch in Zukunft viel erreichen können und werden – und
zwar gemeinsam! Gerade deswegen sehe ich der Fachtagung „Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege
der Beteiligung“ mit großem Interesse entgegen und danke einmal mehr der Ostfalia für die vertrauensvolle Kooperation.
Mit den besten Grüßen
Ihr
Thomas Pink
Bürgermeister Stadt Wolfenbüttel
4 | Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung
TAG-meineSZitty: Mutige Stunden
Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung,
sehr geehrte Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte
Wissenschaften,
wir alle haben das große Glück, in einem Land leben zu können, dass
uns sämtliche Möglichkeiten und Freiheiten bietet, unsere Meinung
offen zu sagen und uns in die politischen Prozesse einbinden zu
können – überall und jederzeit.
Das ist keineswegs selbstverständlich und den meisten Menschen auf
dieser Welt verwehrt. Macht man sich diese Tatsache klar, bleibt es oft unverständlich, warum die
Verantwortung von den Bürgerinnen und Bürgern im Grunde nur vereinzelt wahrgenommen wird.
Vielfach erleben wir stattdessen, dass man sich an politischen Wahlen nicht beteiligt oder sich bei
solchen mit Protestwahlverhalten bemerkbar macht. Es ist also nicht selbstverständlich, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Interessen deutlich artikulieren und sich gemeinsam engagiert einbringen.
Es geht dabei in erster Linie nicht um gleichwohl wichtige globale Themen wie Armut, Hunger,
Krieg und Umwelt. Vielmehr ist es das nähere Umfeld, die Umgebung in der man aufwächst oder
wohnt.
Verantwortung zu übernehmen für die Lebensbedingungen des täglichen Lebensraums würde uns
alle schon weiter bringen. Wir haben es in der Hand, unsere Lebensbedingungen, unsere Gesellschaft so zu formen, dass sich lebenswerte Bedingungen einstellen.
Gerade die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dürfen dabei im Alltagsbetrieb nicht
so viele Enttäuschungen verbreiten. Es muss die Erkenntnis im Vordergrund stehen, dass alle hier
lebenden Menschen ein Teil der Lösung sind. Das Problem sind wir!
Es liegt an uns, wie weit wir die Kooperationsbereitschaft der Menschen belohnen. Es liegt an uns,
die Gesellschaft in unserem Sinne zu ändern. Das kann man nicht per Gesetz vorschreiben oder
verordnen.
Ein Gesellschaftsvertrag beginnt damit, dass Menschen entscheiden, in welchem Klima sie leben
wollen. Dabei stellt Stéphane Hesselin seiner Schrift „Empört Euch – Indignez-Vous!“ richtig und
treffend fest: „Gleichgültigkeit ist die schlimmste Haltung“. Peter Sloterdijk sagt, ein Gesellschaftsvertrag beginnt damit, dass die Menschen entscheiden, in welchem Klima sie leben wollen.
Und Albus Dumbledore sagt in Harry Potter: „Wichtig sind nicht unsere Fähigkeiten, sondern die
Entscheidungen, die wir fällen“. Genau darauf kommt es an.
Ich wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fachtagung „Vom Wut- zum Mutbürger:
Wege der Beteiligung“ mutige Stunden, dass sie Mut im anschließenden Alltag verbreiten und viele
gute und umsetzbare Erkenntnisse gewinnen.
Ihr
Rolf Elgeti
Vorstandsvorsitzender
TAG Immobilien AG
Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung | 5
Biografien der Referenten
Wolfgang Hesina
Herr Dipl.-Ing. Wolfgang Hesina studierte Raumplanung an der
Technischen Universität in seiner Heimatstadt Wien. Seinen Master of Science machte er in Project und Business Mediation.
Als selbstständiger Mediator tritt er seit 2007 auf dem Gebiet
der Umwelt- und Wirtschaftsmediation mit dem Schwerpunkt
Verkehrsinfrastruktur auf.
Seit 2006 leitet er geschäftsführend den Verein „Dialogforum
Flughafen Wien“. Im Rahmen dieser Tätigkeit begleitete er die
Bürgerbeteiligung zum Flughafenausbau.
Darüber hinaus ist er Experte auf dem Gebiet der Regionalentwicklung, z. B. als Geschäftsführer der ARGE „Innovationsorientierte nachhaltige Regionalentwicklung“ und langjähriger
Wissenschaftler am Österreichischen Institut für Raumplanung.
Des Weiteren ist er seit 2003 Geschäftsfeldleiter Regionalforschung am Austrian Institute of Technology.
Dr. Birgit Böhm
Frau Dr. Böhm ist Dipl.-Psychologin und seit 2007 am „nexus
Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre
Forschung“ in Berlin tätig und leitet die „Akademie für partizipative
Methoden des Instituts“.
Sie hat zahlreiche Beteiligungsverfahren wie z. B. Zukunftswerkstätten, Bürgergespräche, Planungszellen/Bürgergutachten,
Bürgerausstellungen und partizipative Jugendprojekte durchgeführt und verschiedene Beteiligungsprojekte geleitet.
Zusätzlich hat sie umfassende Beteiligungsprozesse konzipiert,
u. a. die „Partizipationsstrategie zur Tempelhofer Freiheit“, den
Partizipationsprozess zur Entwicklung des „Konzepts BürgermitWirkung Wolfsburg“, die „Fachdialoge Deliberative Demokratie“,
die „Studie zur Rolle von Unternehmen bei Bürgerbeteiligung“ und
die „Planungszellen/Bürgergutachten zur Kommunal- und
Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz“.
Zu ihrer Tätigkeit gehört auch das Coaching von Akteuren, die
partizipative Prozesse durchführen, sowie die Vermittlung partizipativer Methoden in Schulungen.
Aktuell befasst sie sich zudem im Projekt „EUREF-Forschungscampus Mobility2Grid“ der Technischen Universität Berlin auch
mit partizipativen Methoden in der Forschung.
6 | Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung
Kira Breuhammer
Frau Breuhammer ist seit Juli 2012 als Projektkoordinatorin im
Beteiligungsprojekt „Zukunftsprofil – Innenstadt Wolfenbüttel“ bei
der Stadt Wolfenbüttel angestellt. Zuvor begleitete sie ein halbes
Jahr das Projekt „Relaunch der städtischen Internetseite
www.wolfenbuettel.de“.
Nach der der Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus & Freizeit
bei der Stadtmarketing Wolfenbüttel GmbH studierte sie an der
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften „Stadt- und
Regionalmanagement“.
Petra Türke
Frau Türke ist Diplom-Verwaltungswirtin und arbeitet für die Stadt
Wolfsburg. Dort ist sie in den verschiedensten Einsatzfeldern der
klassischen Verwaltung tätig: Integration, Polizeiverwaltung,
Gebäudemanagement sowie Personalentwicklung.
Ebenso tritt sie als Moderatorin für die Stadt Wolfsburg auf.
Seit 2011 ist Frau Türke die Leiterin der Geschäftsstelle
Wolfsburg 2020plus und begleitet den Prozess zum „Konzept
BürgermitWirkung Wolfsburg“, welches sie in ihrem Vortrag
präsentiert.
Darüber hinaus wirkt sie an der Erarbeitung des KGST-Berichts
„Leitbild Bürgerkommune“ mit.
Prof. Reiner Schmidt
Herr Prof. Dipl.-Ing. Reiner Schmidt , geboren 1957 in Wolfsburg,
arbeitet, lehrt, forscht und publiziert in der
und zur
aktivierenden Stadtentwicklung.
1983 war er Gründungsmitglied der Abteilung Planung und
Forschung von URBANES WOHNEN E.V. MÜNCHEN.
Seit 1994 lehrt er im Fachgebiet Stadt- und Freiraumentwicklung
an der Hochschule Anhalt; 2008 gründete er dort ein
campus.office, um Forschung, Lehre und Praxis miteinander zu
verbinden.
Als Ergebnis eines Aktionsforschungsprojektes zur Nationalen
Stadtentwicklungspolitik initiierte er 2013 zusammen mit Sally
Below und Klaus Habermann-Nieße das Netzwerk STADT ALS
CAMPUS e.V.
Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung | 7
Programm
ab
08:30
Akkreditierung
09:00
Grußworte
09:30
Großprojekt Flughafenerweiterung Wien-Schwechat
10:30
KAFFEEPAUSE
11:00
Innovative Formate für Bürgerbeteiligung in Deutschland
11:30
“Zukunftsprofil - Innenstadt Wolfenbüttel”
Der Wolfenbütteler Weg zur Bürgerbeteiligung
Thomas Pink, Bürgermeister Stadt Wolfenbüttel
Prof. Dr. Rosemarie Karger, Präsidentin der Ostfalia Hochschule für angewandte
Wissenschaften
Vortrag von Dipl.-Ing. Wolfgang Hesina,
Geschäftsführer Dialogforum Flughafen Wien
Dr. Birgit Böhm, Leiterin der Akademie für Partizipative Methoden.
nexus - Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung, Berlin
Thomas Pink, Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel und
Kira Breuhammer, Projektbeauftragte
12:00
“Konzept BürgermitWirkung Wolfsburg”
BürgermitWirkung von Beginn an
Petra Türke, Leiterin der Geschäftsstelle Wolfsburg 2020plus
12:30
MITTAGSPAUSE
13:30
“Gemeinsam Stadt machen - neue Allianzen”
14:00
Beginn der Workshops
16:00
KAFFEEPAUSE
16:15
Ergebnispräsentation & Schlussworte
17:00
Ende der Veranstaltung
Prof. Reiner Schmidt, campus.office Hochschule Anhalt /
Vorstand STADT ALS CAMPUS e.V.
durch die Moderatoren der Workshops
Get Together
8 | Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung
Großer Dank ...
gilt unseren Sponsoren und Kooperationspartnern für die
Realisierung der Veranstaltung:
Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung | 9
Workshops
Workshops bieten auf Fachtagungen ideale Vorrausetzungen, sich intensiv in kleinen Gruppen
mit der Materie tiefgründiger zu beschäftigen. Die Leitung und Organisation übernimmt ein
Moderator. Besonders in der kommunikationsintensiven Thematik „Bürgerinitiative“ eignen sich
Workshops als Instrument der Konfliktlösung. Hierbei kommen kooperative Formen wie das
Plenum oder World-Cafés zum Einsatz. Die heutigen Workshops werden von interessanten
Einführungsvorträgen eingeleitet, die eine ideale Diskussionsgrundlage bieten.
Kommunale Zusammenschlüsse
Bürgerinitiativen richten sich in der Regel gegen die örtliche Verwaltung. Herr Dr. Thomas Grammel stellt sich dabei die Frage, ob die öffentlichkeitsstarken Bürger und die handlungsstarke Verwaltung auf gleicher Höhe agieren oder eine Chancenungleichheit vorliegt. Im Plenum wird Herr
Klaus Grupe die Effektivität von kommunalen Zusammenschlüssen diskutieren, die besonders
im südlichen Niedersachsen von aktueller Thematik sind.
Einführender Vortrag: Dr. Thomas Grammel
„Gibt es eine Waffengleichheit zwischen Bürger und Verwaltung?“
Moderation eines Plenums: Klaus Grupe
Effektivität einer Fusionierung von Städten/ Kommunen
Einzelbaumaßnahmen
Shoppingcenter sorgen auf der einen Seite für neue zentrierte Einkaufmöglichkeiten, können
aber auf der anderen Seite den vorhandenen Einzelhandel schaden oder auf der „Grünen
Wiese“ einen Einschnitt in den Naturraum vornehmen. Herr Jens Nußbaum wird durch verschiedene Akteursgruppen alle Sichtweisen interaktiv aufzeigen, wodurch eine Pro- und Kontra-Debatte entsteht.
Szenarioeinführung zum Thema: Jens Nussbaum, M.A.
Moderation einer Debatte: Jens Nussbaum, M.A.
Pro- und Kontra-Debatte zum Bau eines Shoppingcenters
10 | Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung
Stadtentwicklung und Sanierung
In ganz Deutschland sind im Umstrukturierungsprozess der Bundeswehr eine Vielzahl von
Kasernen geschlossen worden. Nach dem Abzug der Soldaten fehlt es nicht nur an Kaufkraft
in den Regionen, sondern auch große, meistens intensiv genutzte militärische Anlagen und
Flächen bleiben zurück. Herr Thomas Rolf zeigt am Beispiel Osnabrück auf, wie eine so
genannte Konversion, also die Revitalisierung militärischer genutzter Infrastruktur, für den
öffentlichen oder privaten Raum genutzt werden kann. Frau Prof. Dr. Brigitte Wotha wird hierfür
in einem World Café verschiedene intensive Diskurse anbieten.
Einführender Vortrag: Thomas Rolf
„Beteiligung der Bürger bei der Konversion militärischer Anlagen in Osnabrück“
Moderation eines World Cafés: Prof. Dr. Brigitte Wotha
Die Region als Campus:
neue Formate in der Kommunikations- und Kooperationskultur
Der Workshop rückt neue Formate für eine aktivierende Stadt- und Regionalentwicklung in den
Blick. Talk-Gäste diskutieren mit dem Publikum und Vertretern aus beispielgebenden Projekten
über Perspektiven für die Kommunikations- und Kooperationskultur in Stadt und Region. Die
Veranstaltung will neugierig machen und Impulse geben. Sie wird mit Videobegleitung durchgeführt und zielt darauf ab, weiterführende Diskurse, konkrete Projekte und lokale Initiativen
anzustoßen.“
Einführungstalk: Lars Betzner, Falk-Martin Drescher
Moderation einer Paneldiskussion: Prof. Dipl.-Ing. Reiner Schmidt
Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung | 11
Biografien der Workshop-Moderatoren
Prof. Dr. Brigitte Wotha
Frau Prof. Dr. Wotha, Geografin, ist Inhaberin eines Büros für
Stadt- und Regionalentwicklung in Strande. Schwerpunkte ihres
Büros sind inklusive Stadt- und Gemeindeentwicklung, nachhaltige Regionalentwicklung und sozio-ökonomische Fragestellungen.
2012 wurde sie zur Honorarprofessorin am Geographischen Institut der Universität Kiel berufen.
Derzeit hat sie eine Verwaltungsprofessur an der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften für die Bereiche Stadtund Regionalmanagement inne.
Mit dem Bereich Konversion war sie während ihrer Tätigkeit für
die Landeshauptstadt Kiel befasst.
Jens Nussbaum
Jens Nußbaum hat an der RWTH Aachen Wirtschaftsgeographie, Volkswirtschaftslehre, Stadtbauwesen/Stadtverkehr sowie
Architektur studiert und sein Studium 2010 mit einem Magister
Artium abgeschlossen.
Seitdem ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für
Tourismus- und Regionalforschung der Ostfalia tätig.
Seit 2014 arbeitet er in einem Drittmittelprojekt zur Erforschung
von Steuerungsmöglichkeiten kreativ-urbaner Milieus in der
strategischen Stadtentwicklungsplanung.
Nebenbei ist er Lehrbeauftragter für planungsrelevante Themen
im Studiengang Stadt- und Regionalmanagement sowie Mit-Gesellschafter des Büros stadt.land.raum.
Klaus Grupe
Klaus Grupe ist Mitglied des ersten Stadtrates und
Fachbereichsleiter der Stadt Pattensen aus der Region Hannover.
Neben seiner Nebentätigkeit als Lehrbeauftragter an diversen
Hochschulen der Region, u.a. auch an der Ostfalia Hochschule
für angewandte Wissenschaften, betätigt er sich weiterhin
ehrenamtlich als Vorsitzender des “Kulturverein bauhof e.v.
hemmingen”.
12 | Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung
Biografien der Workshop-Referenten
Thomas Rolf
Herr Dipl.-Ing. Thomas Rolf arbeitet im Fachbereich Städtebau für
die Stadt Osnabrück und ist dort als Projektleiter der Konversion
tätig.
In diesem Projekt wird die Umwandlung ehemals militärisch genutzter Flächen und Gebäude in städtebaulich integrierten Lagen
umgesetzt.
Dr. Thomas Grammel
Dr. Grammel ist praktischer Tierarzt und führt eine tierärztliche
Klinik in Osterode. Er ist Mitglied im Rat der Stadt Osterode und
seit 2011 ist er in der Bürgerinitiative„Für Osterode“ aktiv.
Bernd Hausmann
Herr Hausmann arbeitet als Händler für Elektrogeräte in Gittelde.
Er wurde in den Rat der Gemeinde Bad Grund gewählt und ist
intensiv an der Bürgerinitiative „Für Osterode“ beteiligt.
Moderation der Veranstaltung
Felix M. Kempf
Felix Kempf, MBA, studierte Marketing Ostasien mit Studienschwerpunkt China an der Fachhochschule Ludwigshafen am
Rhein. Aufbauend absolvierte er das MBA-Programm der Oxford
Brookes University, England.
Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Tourismusund Regionalforschung der Ostfalia. Zuvor arbeitete er in
verschiedenen Positionen in der Tourismusbranche, u. a. als
Produktmanager eines Reiseveranstalters.
Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung | 13
Vertiefung des Themas Bürgerbeteiligung
Die Anzahl von Bürgerbeteiligungen und Bürgerinitiativen wächst stetig. Partizipation ist in aller
Munde. Das wachsende Interesse ist in beiden Konsensgruppen ersichtlich:
Die Bürger sehen eine Chance der aktiven Mitgestaltung bei Themen, die sie unmittelbar treffen. Die Entscheidungsträger profitieren von einer mündigen Bürgerschaft, in dem sie direkte
Einblicke in die Bedürfnisse erhalten.
Nanz/Fritsche (2012) entwickelten daraus folgende Vorteile und Chancen für alle Beteiligten:
· Die Modernisierung der administrativen Strukturen führt zu einer Wiederbelebung lokaler
Gemeinschaften und demokratischer Prinzipien
· Die Beteiligung von Bürgern und Bürgerinnen sorgt für eine Rückgewinnung politischer
Handlungsspielräume und die Schaffung neuer Orte deliberativer Mitbestimmung
· Das dialogorientierte Verfahren bringt zivilgesellschaftliche Akteure und
Entscheidungsträger im politischen Prozess zusammen
· Politische Entscheidungsträger verabschieden sich von der reinen Top-down Politik
· Konkrete partizipative Verfahren sind fragile Prozesse, die oft von den intendierten
idealen Verläufen abweichen
Für Hannah Ahrendt bieten Bürgerbeteiligungsverfahren in komplexen Gesellschaftsordnungen
einen „Raum des Politischen“, indem vorher vielleicht kein Raum war. Bürgerinitiativen dürfen
nicht als Ideallösung angesehen werden.
Einige erfolgreiche Bürgerinitiativen/-Beteiligungsverfahren aus der Region möchten wir Ihnen
hier gerne vorstellen:
„Zukunftsprofil – Innenstadt Wolfenbüttel“
Ein historisches Stadtbild allein reicht nicht aus, den Einzelhandel der Innenstadt zu stärken und
die Kundenfrequenz zu erhöhen. Diese Problemstellung gab die Stadt Wolfenbüttel in Form des
Projekt „Zukunftsprofil – Innenstadt Wolfenbüttel“ an ihre Bürger weiter:
„Wie sieht für uns die Wolfenbütteler Innenstadt im Jahr 2020 aus?“.
Insgesamt arbeiteten 130 Bürger intensiv in den Beteiligungsphasen mit, in denen 500 Ideen
gesammelt und woraus letztendlich 29 konkrete Projekte formuliert wurden. Als Beispiel ist das
Tourismuskonzept „Garnisionstadt“ zu nennen. Ab 2015 soll weiterhin mit Hilfe der Bürger die
Umsetzung der Projekte beginnen.
Weitere Informationen: www.zukunftsprofil.wolfenbuettel.de
Bürgerinitiative Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
Die Bürgerinitiative Flughafen Braunschweig-Wolfsburg gegen die Folgen der Startbahnverlängerung des Flughafens in Braunschweig-Waggum fordert die “Wiederherstellung / Unterführung der Grasseler Straße!”, die “Renaturierung der ruinierten Flächen!” sowie die
“Bestrafung der Schuldigen!”
Weitere Informationen: www.flughafen-braunschweig.info
14 | Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung
Forum Grundeinkommen Braunschweig/Peine/Berlin/Düsseldorf
Das Forum Grundeinkommen ist eine Bürgerinitiative, welche die Idee eines bedingungslosen
Grundeinkommens als voraussetzungslose Anerkennung jedes Bürgers öffentlich zur Diskussion zu stellen will. Dazu werden Vorträge, Gesprächsrunden, Kreativwerkstätte und weitere
Aktionen veranstaltet. Dabei werden Fragen wie „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“
oder „Wem oder was dient eigentlich Arbeit?“ erörtert.
Weitere Informationen: www.forum-grundeinkommen.de
Mein Hannover 2030
Das Projekt „Mein Hannover 2030“ soll Bürger dazu motivieren, sich aktiv an der Stadtentwicklung zu beteiligen. Bei zahlreichen Veranstaltungen können Bürger ihre Vorschläge darlegen.
Auch online wird zum Dialog aufgerufen. Leitthema des Projektes ist die Frage: Wie wird sich
Hannover in den kommenden 15 Jahren entwickeln?
Es geht um Wachstum, Bildung, Kultur, Hannover als zu Hause und Haushaltsfragen.
Weitere Informationen: www.meinhannover2030.de
FreiwilligenZentrum Salzgitter
Das FreiwilligenZentrum Salzgitter versteht sich als Kontaktstelle für ehrenamtlich engagierte
Menschen. Der Verein ist Ansprechpartner für alle Fragen zum bürgerschaftlichen Engagement
und Freiwilligenarbeit. So befasst sich beispielsweise die Projektgruppe „Salzgitter wird schön“
mit der Bepflanzung von kahlen und tristen Stellen. Pflanzaktionen wurden bereits in Reppner,
Lebenstedt und Bad durchgeführt.
Weitere Informationen: www.fz-sz.de
Zukunftsbüro Kassel
Kassel: Das Zukunftsbüro Stadt Kassel ist Anlaufstelle und Plattform für eine bürgerbeteiligte
Zukunftsgestaltung und trägt dazu bei, Chancen und Risiken in der Entwicklung von Stadt und
Region frühzeitig zu erkennen.
Es geht u.a. um demographiebezogene Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kassel, sowie
Entwicklung und Förderung neuer Initiativen und Projekte, insbesondere in den Arbeitsfeldern
„Bürgerengagement“, „demografischer Wandel“ und „Integration“.
Weitere Informationen: www.kassel.de/miniwebs/zukunft
Der „Bremer Stadtdialog”
Der „Bremer Stadtdialog“ geht auf eine Initiative des b.zb (Bremer Zentrum für Baukultur)
zurück und wird seit September 2005 rund achtmal jährlich am letzten Dienstag eines Monats
im „Roten Salon“ ausgetragen. Das Prinzip des Stadtdialogs besteht darin, dass jeweils ein
aktuelles Thema der Bremischen Baukultur (ein wichtiger Wettbewerb, ein interessantes und/
oder umstrittenes Projekt, eine spezielle Problemlage, eine wichtige, aber zu wenig beachtete
Fragestellung) erörtert wird.
Weitere Informationen: www.facebook.com/BremerZentrumfuerBaukultur
Vom Wut- zum Mut-Bürger: Wege der Beteiligung | 15
Vielen Dank für Ihren Besuch!
Das Fachtagungsteam
Studierende des Fünften Semesters im Studiengang Stadt- & Regionalmanagement der
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.
Auf dem Foto von links nach rechts:
Yannick Castilho-Marcao, Dane Durmus, Simon Hardwick, Maroua Jehabi, Frederick Dippe,
Ulrike Eggelsmann, Fabian Piekert, Astrid Nienaber, Tim Benke, Ina Eichler, Jil Breuer
Mit freundlicher Unterstützung von:
Prof. Dr. Andreas Jain
Sabrina Wiegand, B.A.
Felix M. Kempf, MBA
Carmen Fehse, M.A.
Dipl.-Geogr. Torben Quickert
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