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Flyer (PDF) - Universität Bern

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Vollstationäre Pflege
Wenn Pflegebedürftige nicht mehr zu Hause gepflegt werden können, besteht die Möglichkeit der Versorgung in einer vollstationären Pflegeeinrichtung.
Leistungsvoraussetzungen
Aufwendungen für vollstationäre Pflege in zugelassenen Pflegeeinrichtungen sind grundsätzlich beihilfeund erstattungsfähig, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder wegen der Besonderheit des einzelnen Falles nicht in Betracht kommt.
Die Zulassung von Pflegeeinrichtungen erfolgt durch Abschluss eines Versorgungsvertrags mit den Trägern der sozialen Pflegeversicherung. Fragen Sie die Einrichtung Ihrer Wahl nach der Zulassung.
Die Notwendigkeit vollstationärer Pflege wird in der Regel durch den medizinischen Dienst der privaten
Pflegepflichtversicherung festgestellt. Bitte informieren Sie uns daher rechtzeitig, wenn der Umzug in
eine Pflegeinrichtung konkret geplant ist.
Übernahmefähige Kosten
Die pflegebedingten Aufwendungen, Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie der medizinischen
Behandlungspflege können bis zum monatlichen Höchstbetrag der jeweiligen Pflegestufe anerkannt
werden - insgesamt jedoch nicht mehr als 75 % des Gesamtbetrages aus Pflegesatz, Entgelt für Unterkunft und Verpflegung sowie gesondert berechenbaren Investitionskosten.
Pflegestufe
Monatlicher Höchstbetrag
Monatlicher Höchstbetrag ab
01.01.2015
1
1.023 Euro
1.064 Euro
2
1.279 Euro
1.330 Euro
3
1.550 Euro
1.612 Euro
3 - in Härtefällen
1.918 Euro
1.995 Euro
Zugelassene Pflegeeinrichtungen ohne vertragliche Regelung der Pflegevergütung (Pflegesatzvereinbarung) können den Preis für die allgemeinen Pflegeleistungen unmittelbar mit Ihnen vereinbaren. In diesem Fall werden jedoch höchstens 80 % des monatlichen Höchstbetrages der jeweiligen Pflegestufe
erstattet.
Pflegebedingte Aufwendungen, die über die oben genannte pflegestufenabhängige Pflegepauschale
hinausgehen, und Aufwendungen für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten sind grundsätzlich
nicht anerkennungsfähig. Dies gilt auch für Zusatzleistungen nach § 88 SGB XI, z. B. für eine besondere
Größe oder Ausstattung des Zimmers, sowie sonstige Kosten (z.B. Telefon, Wäsche, Frisör etc.).
Beihilfezuschuss bei vollstationärer Pflege
Beihilfeberechtigte haben Anspruch auf Ersatz der verbleibenden pflegebedingten Aufwendungen sowie
Aufwendungen für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten, die nach Einsatz des Einkommens
unter Berücksichtigung eines individuellen Mindestbehaltes (Freibetrag) verbleiben. Daneben muss der
Pflegebedürftige mindestens in die Pflegestufe 1 eingestuft sein.
PBeaKK │ Oktober 2014
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Als Einkommen werden bei der Berechnung das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen des
Beihilfeberechtigten und ggf. seines/seiner Ehegatten/in (oder eingetragenen Lebenspartners/in) des
Vorjahres angesetzt, in 2013 also monatlich 1/12 des Gesamteinkommens des Jahres 2012.
Um eine finanzielle Überforderung des/der Beihilfeberechtigten zu verhindern, verbleiben dabei jedoch
jeweils die unten genannten Freibeträge zur Bestreitung des Lebensunterhaltes.
Monatlicher Freibetrag
Nr.
Für wen?
Freibetrag ab 01.03.2014
.
1
▪
jede/n Beihilfeberechtigte/n,
▪
jede/n berücksichtigungsfähige/n Angehörige/n,
▪
jede/n Ehegatten/in und jede/n Lebenspartner/in
399,72 Euro
mit Anspruch auf Beihilfe nach § 39 Abs. 1 BBhV oder
Leistungen nach § 43 SGB XI (= im Pflegeheim)
.
2
▪
eine/n Beihilfeberechtigte/n,
▪
eine/n Ehegatten/in oder
▪
eine/n Lebenspartner/in
1.498,95 Euro
ohne Anspruch auf Beihilfe nach § 39 Abs. 1 BBhV
oder Leistungen nach § 43 SGB XI (= zu Hause)
.
3
▪
jedes berücksichtigungsfähige Kind
149,69 Euro
ohne Anspruch auf Beihilfe nach § 39 Abs. 1 BBhV oder
Leistungen nach § 43 SGB XI (= zu Hause)
.
4
▪
zusätzlich für die/den Beihilfeberechtigte/n
3% des Grundgehalts der letzten
Besoldungsgruppe / Stufe
Zur Verdeutlichung, wie sich der Beihilfezuschuss im einzelnen Fall zusammensetzt, werden im Folgenden verschiedene Fallkonstellationen dargestellt. Je nach individueller Situation werden die einzelnen
Freibeträge addiert, woraus sich abschließend die Höhe des Zuschusses berechnen lässt:
Beispiel 1
Der Beihilfeberechtigte ist alleinstehend und lebt im Pflegeheim. Er erhält dafür den Freibetrag nach Nr. 1
(399,72 Euro) und einen individuellen Betrag nach Nr. 4 (bei A9 Stufe 8 = 3% vom Grundgehalt,
d.h. 95,51 Euro).
Insgesamt verbleibt somit ein Freibetrag von 495,23 Euro.
PBeaKK │ Oktober 2014
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Beispiel 2
Der Beihilfeberechtigte ist im Pflegeheim, dafür erhält er den Freibetrag nach Nr. 1 (399,72 Euro) und einen individuellen Betrag nach Nr. 4 (bei A9 Stufe 8 = 95,51 Euro).
Sowohl ein berücksichtigungsfähiges Kind als auch die berücksichtigungsfähige Ehefrau leben zu Hause. Das
Kind erhält den Freibetrag nach Nr. 3 (149,69 Euro), die Ehefrau den Freibetrag nach Nr. 2 (1.498,95 Euro).
Insgesamt verbleibt somit insgesamt ein Freibetrag von 2.143,87 Euro.
Beispiel 3
Der Beihilfeberechtigte lebt im Pflegeheim, er erhält dafür den Freibetrag nach Nr. 1 (399,72 Euro) und einen
individuellen Betrag nach Nr. 4 (bei A9 Stufe 8 = 95,51 Euro).
Die berücksichtigungsfähige Ehefrau lebt zu Hause, sie erhält dafür den Freibetrag nach Nr. 2 (1.498,95 Euro).
Insgesamt verbleibt somit beiden gemeinsam ein Freibetrag von 1.994,18 Euro.
Beispiel 4
Leben sowohl der Beihilfeberechtigte als auch dessen Ehefrau im Heim, erhält der Beihilfeberechtigte den Freibetrag nach Nr. 1 (399,72 Euro) und einen individuellen Betrag nach Nr. 4 (bei A9 Stufe 8 = 95,51). Die Ehefrau
erhält zudem den Freibetrag nach Nr. 1 (399,72 Euro).
Insgesamt verbleibt gemeinsam ein Freibetrag von 894,95 Euro.
Berechnung des Beihilfezuschusses und des Gesamterstattungsbetrages
Formel
-
Einnahmen (1/12 des Vorjahreseinkommens)
individueller Freibetrag (siehe Freibetrag aus Beispiel 3)
= einzusetzende Einnahmen (Selbstbehalt)
-
monatliches Heimentgelt
Pflegepauschale je nach Pflegestufe
einzusetzende Einnahmen
= Beihilfezuschuss
Beispiel Pflegestufe 1
2.209,00 Euro
- 1.994,18 Euro1
= 214,82 Euro
2.680,00 Euro
- 1.023,00 Euro2
- 214,82 Euro
= 1.442,18 Euro
Wird der/dem Beihilfeberechtigten oder einer/m berücksichtigungsfähigen Angehörigen Pflegewohngeld
(oder ein anderer individueller Zuschuss zu den Unterkunfts-, Verpflegungs- und Investitionskosten nach
Landesrecht) gezahlt, sind die beihilfefähigen Aufwendungen (= monatliches Heimentgelt) zunächst um
diesen Betrag zu mindern. Bitte senden Sie uns den entsprechenden Anerkennungsbescheid zu.
1
2
1.498,95 Euro + 399,72 Euro + 95,51 Euro (siehe Beispiel auf Seite 2)
monatliche Pflegepauschale bei Pflegestufe 1
PBeaKK │ Oktober 2014
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Zur Beantragung dieses Beihilfezuschusses ist einmalig ein besonderer Antrag erforderlich. Das Antragsformular finden Sie auf unserer Internetseite www.pbeakk.de unter der Rubrik „Formulare“ und dem
Thema „Pflegepflichtversicherung“. Auf Wunsch senden wir Ihnen dieses auch gerne zu.
Die private Pflegepflichtversicherung sieht für die Kosten, die über die pflegestufenabhängige Pflegepauschale hinausgehen, keine Leistungen vor.
Weitere Hinweise
Hilfe und Unterstützung kann Ihnen auch unsere private Pflegeberatung COMPASS bieten. Gerne
können Sie sich unter der bundesweit gebührenfreien Servicenummer 0800 101 88 00 direkt an die qualifizierten Mitarbeiter/innen in der telefonischen Pflegeberatung von COMPASS wenden. Auf Wunsch
berät Sie COMPASS auch bei Ihnen zu Hause. Dieser Service ist für Sie kostenlos.
Weitere Infos
Weiterführende Informationen erhalten Sie bei unserer Kundenberatung und auf unserer Internetseite
unter www.pbeakk.de.
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