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DGAUMI
DGAUM
Deutsche Gesellschaft für
Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.
Aktuelles aus der Fachgesellschaft
Änderung der Weiterbildungsordnung „Arbeitsmedizin“
und „Betriebsmedizin“ in Rheinland-Pfalz
Vor dem Hintergrund der Novellierung der (Muster)Weiterbildungsordnung für Ärzte und Ärztinnen in Deutschland
durch die Bundesärztekammer hat die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz sich entschlossen, die Weiterbildungsordnungen zu ändern.
Die Bundesärztekammer bereitet derzeit die
Novellierung der (Muster)Weiterbildungsordnung für Ärzte und Ärztinnen in Deutschland vor. Ursprünglich war bereits für den
117. Deutschen Ärztetag, der vom 27. 05. bis
30. 05. 2014 in Düsseldorf stattfand, die Verabschiedung einer neuen (Muster)Weiterbildungsordnung geplant. Diese wurde jedoch
zurückgestellt. Nunmehr ist frühestens für
das Jahr 2015 oder sogar erst 2016 mit einer
Novellierung der (Muster)Weiterbildungsordnung zu rechnen.
Bei der Komplexität des Vorgangs und
den erforderlichen Abstimmungsprozessen
zwischen den einzelnen Landesärztekammern, Berufsverbänden und wissenschaftlichen Fachgesellschaften ist eine entsprechende Verzögerung zwar gut nachvollziehbar, aber eine zeitlich verzögerte Anpassung
der (Muster)Weiterbildungsordnung an aktuelle Entwicklungen in einzelnen Fächern
wird dadurch jedoch verzögert.
Vor diesem Hintergrund hat sich die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz dazu entschlossen, mit Wirkung zum 02. 07. 2014 die
Weiterbildungsordnungen für das Gebiet
„Arbeitsmedizin“ [1] und die Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ [2] zu ändern.
Die Änderungen betreffen die Anpassung
an die novellierte Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) sowie
die Voraussetzungen zum Erwerb der Gebietsbezeichnung.
Eine wesentliche Änderung der ArbMedVV besteht u. a. darin, dass die Vertrauensstellung des Betriebsarztes gegenüber den
von ihm zu betreuenden Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmern sowie das informationelle Selbstbestimmungrecht der Klienten
selbst gestärkt wurde und man entsprechend
den Beratungsaspekt als wichtigen Bestandteil der arbeitsmedizinischen Vorsorge besonders hervorgehoben hat. Um dies deutlich zu machen, wurden die Untersuchungsanlässe umbenannt. Im Einzelnen betrifft
dies die Umbenennung der „Pflichtuntersuchung“ in „Pflichtvorsorge“ (ArbMedVV
§ 4), der „Angebotsuntersuchung“ in „Angebotsvorsorge“ (ArbMedVV § 5) und der
„Wunschuntersuchung“ in „Wunschvorsorge“ (ArbMedVV § 5a). Um dieser Änderung
Rechnung zu tragen, wurden in der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer
Rheinland-Pfalz jeweils die Begriffe „Vorsorgeuntersuchung“ in „Vorsorge“ umbenannt. Hiermit wurde die Weiterbildungsordnung also der aktuellen Rechtslage angepasst.
Bei der Diskussion zu den erforderlichen
klinischen Grundkenntnissen im Fach „Arbeitsmedizin“ hat sich in den vergangenen
Jahren gezeigt, dass sich sowohl das Fach
selbst als auch die erforderlichen klinischen
Kenntnisse stark verbreitert haben. Es ist
daher nicht mehr zeitgerecht, als Voraussetzung für die Weiterbildungszeit ausschließlich „24 Monate im Gebiet Innere
Medizin oder in der Allgemeinmedizin“ zu
fordern, wie dies noch in der bisherigen Version der (Muster)Weiterbildungsordnung
der Bundesärztekammer [3] sowie in den
Weiterbildungsordnungen der einzelnen
Landesärztekammern vorgesehen ist. Die
Landesärztekammer Rheinland-Pfalz hat
diesen Punkt aufgenommen und die bis
dahin gültige Voraussetzung für die Weiterbildung in dem Gebiet Arbeitsmedizin von
„24 Monate im Gebiet Innere Medizin oder
in der Allgemeinmedizin“ auf „24 Monate in
einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung“ abgeändert [3].
Die Änderungen der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz passen die Weiterbildungsordnung den aktuellen rechtlichen
Vorgaben der ArbMedVV an und verbreitern die Zugangsmöglichkeiten zum Facharzt „Arbeitsmedizin“, ohne die Qualitätsstandards des Faches zu senken.
Die (Muster)Weiterbildungsordnung für
Ärzte stellt eine Empfehlung der Bundesärztekammer für die einzelnen Landesärztekammern dar und versucht, die Facharztausbildung in Deutschland zu harmoni-
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sieren. Die Verantwortung für die Weiterbildungsordnung der Ärzte und Ärztinnen
im Einzugsgebiet der jeweiligen Landesärztekammer liegt jedoch bei dieser und
nicht bei der Bundesärztekammer. Dies führt
zwar dazu, dass die jeweiligen Weiterbildungsordnungen sehr ähnlich sind, aber
auch in einzelnen Punkten voneinander abweichen können. Da sich die Novellierung
der (Muster)Weiterbildungsordnung verzögert, wäre den jeweiligen Landesärztekammern zu empfehlen, die Änderungen
zur Weiterbildung im Gebiet Arbeitsmedizin der Landesärztekammer RheinlandPfalz aufzugreifen und ebenfalls für ihren
Kammerbereich umzusetzten.
Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Stephan Letztel
Präsident DGAUM
Dr. phil. Thomas Nesseler
Hauptgeschäftsführer DGAUM
Literatur
[1] http://www.laek-rlp.de/downloads/wbo.ge04.pdf
[2] http://www.laek-rlp.de/downloads/wbo.zw05.pdf
[3] http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/20130628-MWBO_V6.pdf
ASU Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 49 | 10.2014
Versorgung und Vorsorge an der Schnittstelle zwischen kurativer und präventiver
Medizin
DGAUM-Jahrestagung 2015: Online-Einreichung von Abstracts bis 2. November 2014
„Versorgung und Vorsorge an der Schnittstelle zwischen kurativer und präventiver
Medizin“ sowie „Herausforderung psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“ sind die
beiden Schwerpunktthemen der 55. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) e. V., die von Mittwoch, 18., bis Freitag, 20. April 2015, im Hörsaalgebäude Großhadern am Klinikum der
Ludwigs-Maximilians-Universität München
stattfindet. Kongress-Präsidentin ist Frau
Prof. Dr. med. Monika Rieger, Mitglied im
Vorstand der DGAUM und Direktorin des
Instituts für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin
und Versorgungsforschung der EberhardKarls-Universität Tübingen. Die DGAUM
erwartet wieder mehr als 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz zu ihrer wissenschaftlichen Tagung. Wie beim Kongress
2014 in Dresden, so erhalten Mitglieder der
Fachgesellschaften aus Österreich und der
Schweiz, ÖGA und SGARM, wie DGAUMMitglieder wieder attraktive Preisnachlässe
bei den Teilnehmergebühren.
Auch bei der Jahrestagung in München
2015 wird die DGAUM an den in Dresden
eingeführten Veränderungen und Neuerung
festhalten: Die Tagung beginnt bereits am
Mittwoch, 18. März, mit der Eröffnungsveranstaltung, auf den Samstag wird als Kongresstag verzichtet. Diese Konzentration
des Kongress-Programms auf drei Tage ist
der allgemein zu beobachtenden Entwicklung geschuldet, dass die Samstage als Kongresstage für Tagungsbesucher zunehmend
unattraktiv werden. Die vorliegenden Rückmeldungen bei den Kongressgästen und
den ausstellenden Industrieunternehmen in
Dresden haben die Fachgesellschaft in dieser Politik bestätigt. Darüber hinaus werden
im Programm wieder attraktive Angebote
für den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie für das arbeitsmedizinische Assistenzpersonal als neue Zielgruppen für die Tagung angeboten. Die DGAUM will damit
sowohl den wissenschaftlichen Nachwuchs
stärker fördern als auch die Schnittstelle
zwischen arbeitsmedizinischer Forschung
und den unterschiedlichen Praxisfeldern
stärker im Programm berücksichtigen.
Interessierte können online via Homepage
der DGAUM unter http://www.dgaum.de
Vorschläge zum wissenschaftlichen Programm anmelden und auch ihre Abstracts
für Vorträge oder Poster einreichen. Bis zum
2. November 2014, 24 Uhr, können Abstracts
sowohl zu den beiden Schwerpunkthemen
der Tagung als auch zu anderen relevanten
arbeitsmedizinischen Themen eingereicht
werden: Gefahrstoffe und Biomonitoring,
Berufsdermatosen, Physikalische Faktoren,
Ergonomie, Arbeitsphysiologie, Arbeitspsychologie, evidenzbasierte Arbeitsmedizin, betriebliche Gesundheitsförderung und
Prävention, Versorgungsforschung, Lehre,
Fort- und Weiterbildung. Damit spiegelt die
Vielfalt dieser Themen die gesamte Breite
der modernen, wissenschaftlichen Arbeitsmedizin bzw. Umweltmedizin.
Die Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees und in der Organisationsgruppe zur
Vorbereitung der DGAUM-Jahrestagung
2015 freuen sich auf Ihre Ideen und Vorschläge!
Dr. phil. Thomas Nesseler
Hauptgeschäftsführer DGAUM
Weitere Infos
Online-Einreichung der Abstracts
für die DGAUM-Jahrestagung in
München 2015
http://www.dgaum.de/dgaumjahrestagung
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Seele and Geist
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