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Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er

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Vermittlungs- und Beratungsstelle für Freiwilligenarbeit
Geschäftsstelle Ringstrasse 17, 4601 Olten, Tel. 062 212 26 45
www.benevol-so.ch info@benevol-so.ch
No. 22 - August 2013
Liebe Freundinnen und Freunde von Benevol
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was
er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
(Jean-Jacques Rousseau, franz. Philosoph, 1712-1778)
Das aktuelle Stelleninserat
Wir bilden Sie zum Bewegungscoach aus
Möchten Sie eine ältere Person begleiten?
- bei Spaziergängen, Kurzwanderungen, Walking, Radfahren etc.
- bei Alltagsbewegungen wie z.B. Treppensteigen oder zum Einkaufen
- bei geselligen Aktivitäten
Wir bilden Sie zum Bewegungscoach aus!
- kostenlose eintägige Schulung
- jährliche Weiterbildung
- Spesenentschädigung und Versicherungsschutz
- Sozialzeitausweis
Durch Ihren freiwilligen Einsatz bereichern Sie den Alltag eines älteren
Menschen. Sie setzen Ihre Fähigkeiten und Ihr Wissen sinnvoll für
für andere Menschen ein.
Kontakt: Pro Senectute Kanton Solothurn, Tel. 032 626 59 56,
julia.linder@so.pro-senectute.ch
Nächste Schulung: im Herbst 2013
Freiwilligenarbeit ist nicht nur ein Geben, sondern auch ein Nehmen, und manchmal
auch viel Spass
Interview mit Frau Brigitta Küry-Albisser, seit August 2012 im Vorstand
von BENEVOL Kanton Solothurn
Salü Brigitta, Du bist Sozialarbeiterin in der Sozialregion Dorneck. Was gefällt Dir an dieser Tätigkeit?
Der Beruf ist unsäglich vielfältig und erfordert ein
grosses Wissen. Man hat es täglich mit Menschen und ihren Schicksalen zu tun, man ist im
Sandwich zwischen Behörden und Klientel, das
ist einerseits faszinierend, kann anderseits auch
eine grosse emotionale Belastung werden.
Was hast Du beruflich mit Freiwilligenarbeit zu tun?
Im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes (vormals Vormundschaft)
vermitteln wir auch private Beistände/innen: sie kümmern sich um das persönliche Wohl anderer Menschen, regeln deren Finanzen und sind als ‚Aussenstelle‘ für alle Fragen da. Die privaten Beistände/innen setzen wir natürlich nur
für ‚einfache Fälle‘ ein. Sobald es komplex wird, müssen Profis ran.
Dann motiviere ich arbeitslose Sozialhilfe-Bezüger/innen, sich für FreiwilligenArbeit, z.B. bei den Kirchen, zu melden. Das braucht oft viel UeberzeugungsArbeit, damit sie zur Einsicht gelangen, dass sie mit Freiwilligenarbeit auch für
sich sehr viel ‚Gfröits‘ erfahren dürfen.
Was sind Deine Erfahrungen mit den Freiwilligen?
Mit den privaten Mandatsträgern habe ich wirklich nur gute Erfahrungen
gemacht. Sie haben einfach viel mehr Zeit für die zu betreuenden Menschen und können sich deren An liegen umfassender annehmen.
Du arbeitest seit einem Jahr im Vorstand von BENEVOL Kanton Solothurn
mit. Das zeigt mir Dein spezielles Interesse an der Freiwilligenarbeit.
Ich bin seit meiner Gymnasialzeit selber immer
wieder freiwillig tätig, und ich weiss gar nicht, in
wie vielen Vorständen ich bereits mitgearbeitet
habe, aber jeder Vorstand, in welchem ich vertreten war, hat mich auf menschlicher und auch auf
fachlicher Ebene immer ein Stück weiter gebracht und mir gezeigt, wie wichtig die Freiwilligenarbeit ist.
Freiwilligen-‚Arbeit‘ an der Fasnacht
Zudem gehört Freiwilligenarbeit für mich einfach zu meinem Leben. Es gibt
doch nichts Schöneres, als wenn ich z.B. in einer Gruppe an einem Fest mithelfe und zum Gelingen etwas beitrage (siehe auch Fotos). Ich habe auf diese
Weise ganz viele wunderbare Menschen kennengelernt.
Und nicht zuletzt möchte ich, ennet dem Berg wohnhaft, wo vieles
nach Basel ausgerichtet ist, mit meiner Mitarbeit in kantonalen Gruppen meinen kleinen Teil zum Zusammenhalt des Kantons Solothurn beisteuern.
Wie läuft die Arbeit bei BENEVOL Kanton Solothurn?
Die läuft meines Erachtens sehr gut. Die Hauptarbeit im Vorstand erledigt
der Präsident. Die Geschäftsführerin Rosmarie Wyss leistet eine tolle Arbeit
und wir können von dem breiten Netz, das sie bereits gespannt hat, sehr viel
profitieren.
Mir liegt natürlich speziell am Herzen, BENEVOL im Schwarzbubenland
besser bekannt zu machen.
Wo siehst Du noch Potential für Freiwilligenarbeit?
Vielerorts. Aber zuerst das Positive: Im Bereich
der freiwilligen Jugendarbeit gibt es immer sehr
viele Interessierte, die sich engagieren möchten.
Meistens haben auch die Vereine keine grosse
Mühe, neue Mitglieder zu finden, zumindest bei
uns auf dem Land.
Wir Sozialarbeitende sollten Menschen, die
durch alle Netze gefallen sind und Sozialhilfe beziehen müssen, durch die Motivation zur FreiwilliFreiwilligentag bei der freiwilligen Feuerwehr
genarbeit Selbstvertrauen vermitteln. Dies wiederum kann ihnen zu neuen Ressourcen verhelfen, um durch diese Kontakte ev. später wieder eine Arbeitsstelle zu finden.
Ich denke, dass hier auch die Gemeinden etwas mehr gefordert wären,
denn ein erfolgreiches Gemeinwesen könnte ohne die unzähligen Arbeitsstunden der Freiwilligen gar nicht funktionieren.
Viele Pensionierte geniessen ihren arbeitsfreien Lebensabend, suchen
aber noch eine sinnvolle Aufgabe. Hier liegt noch ein riesiger Fundus
an Fachwissen und Lebenserfahrung zum Nutzen der Freiwilligenarbeit.
Dann könnten die Freiwilligen auch noch mehr geschult und betreut werden,
wie es z.B. einige Alters- und Pflegeheime bereits vorbildlich praktizieren.
Wow, das gibt aber viel Arbeit für BENEVOL
Nicht unbedingt. Zunächst kommt/käme die Familie, dann die Nachbarschaftshilfe, bzw. die Hilfe im Quartier oder im Dorf, wo das noch funktioniert.
Es gibt immer Leute, die freiwillig helfen wollen,
auch bei Unterstützung für überlastete Eltern,
Hilfe im Haushalt, usw.
Ich glaube, ohne Freiwilligenarbeit kann sich
unsere Gesellschaft gar nicht weiter entwickeln.
Die familiäre Freiwilligenarbeit müsste aber
meiner Meinung nach nochmals speziell in den
Fokus gerückt und damit auch gewürdigt werden.
Tolle Stimmung im Jubla-Lager, auch dank
vorzüglichem Küchen-Team Küry
BENEVOL kann/soll nicht direkt überall intervenieren, aber indirekt durch die Motivation für und
die Vermittlung von Freiwilligenarbeit wirken.
‚Vision 2020‘ nenne ich Deine Idee, wo Du für BENEVOL eine neue Aufgabe
siehst. Wir sind gespannt, was Du meinst?
Wie ich schon gesagt habe, gibt es viele einfache Fälle, sei es alters- oder
psychisch bedingt, wo eine Betreuung erwünscht, aber keine Profis notwendig sind (und die Profis auch keine Zeit dazu haben). Da geht es um den
Bereich von temporärer Begleitung bis zur Beistandschaft.
Meine Vision ist nun: BENEVOL schult lebenserfahrene Freiwillige entsprechend, bildet einen Pool solcher Menschen, die relativ sofort einsatzbereit wären. Die Sozialämter könnten auf diesen Pool zurückgreifen und wären so
von einfachen Fällen entlastet.
Natürlich würde meine Idee die gegenwärtigen Strukturen von BENEVOL
Kanton Solothurn überfordern. Ebenso ist mir klar, dass die Organisation,
Ausbildung und Vermittlung an BENEVOL bezahlt werden müsste und dass
das Projekt nur in enger Zusammenarbeit mit den Sozialregionen realisiert
werden könnte.
Vielleicht greift jemand die Idee auf und diskutiert sie weiter.
Liebe Brigitta, ich danke für Deine offenen Worte, aus denen Dein Engagement für Hilfsbedürftige und für Dein Schwarzbubenland spricht.
Interview: Alois Wirth
Fotos:
Umfeld Küry und A. Wirth
BENEVOL-Jobs.
Freiwilligeneinsätze in der ganzen Schweiz finden Sie hier
.
Schauen Sie mal rein, die Website hat ein neues Outfit.
Aktivitäten und Kurse
Samstag, 14. September 2013
2-Stunden-Lauf Olten – BENEVOL ist als Gruppe dabei
Mehr dazu hier
16. Oktober – 13. November 2013
4-teiliger Einführungskurs in die Freiwilligenarbeit,
Mehr dazu siehe Artikel unten und im Flyer hier
Mittwoch, 30. Oktober 2013
Kurs ‚Gerechtes Sprechen‘ mit Cornelia Schinzilarz
Mehr dazu siehe Artikel unten und hier
Mittwoch, 20. November 2013
Fachtagung in Olten vom ‚Netzwerk freiwillig engagiert‘
Mehr dazu hier
Donnerstag, 5. Dezember 2013
‚Wie finden wir erfolgreich einsatzfreudige Freiwillige?‘
BENEVOL-Forum in Olten
Weitere Informationen folgen im September
Weiterbildung für Freiwillige – Einführungskurs in die Freiwilligenarbeit
Für Freiwillige, die einen Teil ihrer Zeit anderen Menschen schenken und dabei jemandem kompetent beistehen und ihn/sie begleiten möchten, bietet
BENEVOL Kanton Solothurn im Herbst dieses Jahres einen vierteiligen Einführungskurs in die Freiwilligenarbeit an.
Diesen Kurs empfehlen wir vor allem dort, wo ein freiwilliger Einsatz im direkten Austausch mit Menschen aller Altersgruppen und Lebenssituationen stattfindet.
An den vier Kursnachmittagen setzen sich die Teilnehmenden unter anderem
auseinander mit der eigenen Motivation zum Helfen, mit dem Themen
Macht/Ohnmacht, Nähe/Distanz, Mitleid/Mitgefühl. Ein halber Tag ist der
Kommunikation gewidmet; dem Zuhören und Verstehen, Reden und Verstanden werden.
Sie lernen Bewältigungsstrategien kennen bei schwierigen Situationen. Gesellschaftliche Aspekte kommen ebenso zur Sprache wie die Standards der
Freiwilligenarbeit oder die Rechte und Pflichten von Freiwilligen. Zu guter
Letzt werden Einsatzmöglichkeiten im Kanton Solothurn vorgestellt.
Mehr Informationen finden Sie im Flyer hier
und bei unserer Geschäftsstelle in Olten.
Es sind noch Plätze frei.
Anmeldeschluss ist der 15. September 2013
Gerechtes Sprechen – Kursangebot von BENEVOL Kanton Solothurn
Gerechtes Sprechen mit Menschen –
Ich sage, was ich meine
Ein Kommunikationskurs der speziellen Art
Datum:
Kursort:
Mittwoch, 30.10. 2013, 13,15 h bis 16.30 h
Volkshochschule Olten(VHS), Aarauerstr. 31
Kosten:
Fr. 70.-- für Freiwillige/ Mitarbeitende
von Mitgliedern
Fr. 90.-- für andere
Kursleiterin: Cornelia Schinzilarz, Philosophin, Humorcoach, Buchautorin,
Inhaberin vom Kick Institut, Institut für Coaching und Kommunikation,
www.kick.dich.ch
Menschen besuchen und begleiten ist eine spannende Herausforderung.
Eine stimmige Kommunikation spielt dabei eine wesentliche Rolle. Verschiedenste Menschen treffen in den unterschiedlichsten Situationen aufeinander.
Dann gilt es so zu kommunizieren, dass alle Beteiligten verstehen, um was
es geht; und sich auch alle trauen, dass zu sagen, was sie sagen möchten.
Und das gilt es noch so zu gestalten, dass sich dabei alle Anwesenden wohl
fühlen.
An diesem Nachmittag gibt Cornelia Schinzilarz einen Einblick in Gerechtes
Sprechen. Sie hat dieses Kommunikationsmodell entwickelt, mit dem ein
wertschätzender Umgang mit andern Menschen leichtfüssig und humorvoll
gelingt. Anhand von konkreten Beispielen zeigt sie auf, wie Menschen so
miteinander sprechen, dass sie einander verstehen und einen respektvollen
Umgang pflegen können. Konkrete Übungen runden diesen Vormittag ab.
Lassen Sie sich überraschen!
Anmeldung bis spätestens 15. Oktober 2013
bei Benevol Kanton Solothurn.
Anmeldeformular mit Ortsplan finden Sie hier
Aus der Geschäftsstelle
Unser Büro in Olten ist sicher besetzt jeweils montags, dienstags und donnerstags von 8.30 – 11.30 Uhr.
Scheuen Sie sich nicht, zu anderen Zeiten zu telefonieren und allenfalls
das Band zu besprechen. Rosmarie Wyss wird Sie so schnell als möglich
zurückrufen.
Besprechungen mit interessierten Freiwilligen sind in Solothurn und Olten
möglich. Bitte vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.
.
Schlusspunkt
Aus der Geschichte lernt man immer wieder, dass man nichts lernt.
Willi Ritschard, Solothurner Bundesrat, 1918-1983)
Verantwortlich für diesen Newsletter: Benevol Kanton Solothurn
Redaktion in Freiwilligenarbeit: Alois Wirth, Grenchen
Rückfragen zu diesem Newsletter bitte an newsletter@benevol-so.ch
Alle übrigen Kontakte bitte an unsere Geschäftsstelle info@benevol-so.ch
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