close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

In Bonn feierte zusammen, was zusammen gehört - Forum Russische Kultur

EinbettenHerunterladen
In Bonn feierte zusammen, was zusammen gehört
Das Forum Russische Kultur
auf dem Sommerfest zum deutsch-russischen Jahr
Forum-Gruppe mit Husaren -- Franz Kiesl, Prof. Dr. Helmut Steiner, Heinz Pastel, Maria Sawazki, 4 Husaren,
Thomas Fischer, Klaus Peter Jantos, Heinz Schaefer, Josef Stickling (von links).
Ausgerechnet eine Abordnung des Husarenregiments "Zar
Nikolaus II. von Russland" aus dem ostwestfälischen
Altenbeken begrüßte mit ihren Fanfaren am 25. August
2012 die geschätzten 1200 Gäste des Sommerfestes im
Russischen Generalkonsulat in Bonn-Bad Godesberg
anlässlich des laufenden, in der breiten Öffentlichkeit leider
noch viel zu wenig beachteten deutsch-russischen Jahres.
Für die achtköpfige Delegation des Forum Russische
Kultur Gütersloh mit ihrem Vorsitzenden Franz Kiesl an der
Spitze waren die "Husaren" keine Unbekannten. Das
Museum des westfälischen Traditionsregiments auf Schloss
Rheder bei Brakel war nämlich vor nicht allzu langer Zeit
unter anderem Ziel einer gemeinsamen Veranstaltung mit
dem deutsch-russischen Verein in Paderborn.
Die beachtliche Präsenz des Forum auf der Einladungsliste
des Generalkonsulats kann als Wertschätzung der russischen Vertretung am Rhein für die Aktivitäten des Vereins
im Sinne der Schaffung und Erhaltung gut nachbarschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschen und Russen in den
letzten 20 Jahren angesehen werden. In seiner
Begrüßungsansprache stellte Generalkonsul Jewgenij
Schmagin genau diese, für das friedliche Zusammenleben
nicht hoch genug einzuschätzende Aufgabe als eigentlichen
Sinn des deutsch-russischen Jahres heraus. Mit diplomatischem Geschick verglich er das Verhältnis zwischen den
beiden Ländern mit dem mitteleuropäischen Wetter: Mal
heiter, mal wolkig, aber in seiner Wechselwirkung im
Grunde gesund. Er zeigte sich sichtlich erfreut über die
Entwicklung in den beiden letzten Jahrzehnten, die immer
deutlicher erkennen ließen, dass die beiden Länder zusammen gehörten. Die Grüße des Landes Nordrhein-Westfalen
und der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft überbrachte
die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und
Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren.
Bild oben:
Generalkonsul Jewgenij Schmagin bei seiner inhaltsreichen Begrüßungsrede.
Bild unten:
Forum-Mitglieder lauschten dem Vortrag des Herrn
Generalkonsuls.
Bereits die Begrüßung fand in festlichem Rahmen statt.
Besonders drei Gesangssolisten des weltberühmten
Marinskij-Theaters und ein Instrumental-Quartett in der
interessanten Besetzung Bass-Balalaika, Akkordeon und
zwei Dombra-Spieler aus St. Petersburg, Prof. Igor Epstein
von der Musikhochschule Köln mit seiner "Wundergeige"
und eine Vokalgruppe des Ensembles "Kasaken Russlands"
aus Lipetzk boten neben anderen russische Musikkultur auf
ganz hohem Niveau. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ dabei der bekannte Kinderchor "Domisolka" aus
Moskau, der die beiden Nationalhymnen in der jeweiligen
Landessprache vortrug.
An die feierliche Eröffnung schloss sich fast nahtlos ein
buntes Unterhaltungsprogramm an acht verschiedenen
Plätzen auf dem weitläufigen, landschaftlich abwechslungsreichen Gelände der ehemaligen sowjetischen
Botschaft an. Neben dem repräsentativen Säulen- und
Wappensaal des Generalkonsulats stand dabei der erste
Amtssitz des ersten Bundespräsidenten, Prof. Theodor
Heuss, der zum jetzigen Gebäudeensemble der Anlage
gehört, im Mittelpunkt des Geschehens.
An mehreren Stellen boten Buffets berühmte
Köstlichkeiten der russischen Küche an. Im Programm
angekündigte
Vorspeisen wie Ketelachskaviar,
Räucherforelle, Stör, "Hering im Pelzmantel", Sea-FoodSpezialitäten aus Fernost, die berühmten Piroshki und
Bliny, aber auch Suppen und Hauptgerichte wie beispielsweise Soljanka und Borscht, Kohlrouladen aus Lipetzk,
eingelegte Weinblätter aus Rostow am Don und Pelmeni
aus Sibirien hielten, was sie versprochen hatten und zeigten
die ganze Bandbreite der "Geschmäcker" des
Vielvölkerstaates. Daneben gab es auf zwei zünftigen
Grillplätzen Steaks, Schaschlik und Würstchen. Aus dem
überaus reichlichen Getränkeangebot wurde offensichtlich
deutsches Bier und russisches "Wässerchen" bevorzugt.
Die hervorragende Stimmung sprang spürbar auf die
Künstler über, die das mehrstündige Unterhaltungsprogramm bestritten. Die drei Solisten des Marinskij-Theaters,
Sopran, Alt und Bass, verbanden ihr breites Repertoire aus
Oper, Musical und internationalen Evergreens in der aufgelockerten Atmosphäre mit ihren schauspielerischen
Fähigkeiten, mit der Folge, dass sie sich schließlich nur mit
äußerster Mühe den Zugabewünschen entziehen konnten.
Ähnlich erging es Prof. Igor Epstein, der mit den schier
unerschöpflichen Variationsideen auf seiner Geige das
Publikum in Begeisterung versetzte. Ihm gelang es sogar,
Generalkonsul Schmagin zu seinem Violindebüt zu bewegen, indem dieser den Geigenbogen hielt, Prof. Epstein
seine Geige über den Bogen strich und dabei eine passable
Melodie hervorzauberte. Der mitreißende Gesang der
"Kasaken" aus Lipetzk veranlasste den russischen Teil der
Gäste zu spontanen Volkstänzen.
Geiger Prof. Igor Epstein mit FORUM-Gruppe
Die Mitglieder des Forum nutzten die Gesprächsgelegenheiten zum Anknüpfen neuer Bekanntschaften, wobei - wie
immer - die Darstellung der Aktivitäten des Vereins in
Deutschland und Russland auf großes Interesse und
Anerkennung stieß, oder zum Gedankenaustausch mit alten
Bekannten. Dabei fiel besonders Franz Kiesls beachtlicher
Bekanntheitsgrad auf, der in seinen vielfältigen und langjährigen Kontakten mit den Vertretern der verschiedensten
Organisationen begründet ist.
Bleibt noch zu erwähnen, dass im Rahmen des
Sommerfestes eine der großen internationalen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften ein mehrstündiges,
gut besuchtes Unternehmer-gespräch über Investitionsbedingungen deutscher Unternehmen in Russland und russischer Unternehmen in Deutschland anbot.
Wenn auch ein angekündigter besonderer Gast, die erste
Frau im Weltraum, Valentina Tereshkova, wegen Krankheit
nicht anwesend sein konnte, eines muss man den Russen
lassen: Auch in ihrer Feierkultur sind sie kaum zu überbieten.
Generalkonsulat in Bonn-Bad Godesberg, früher Botschaft der UdSSR und dann der Russischen Föderation.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
5
Dateigröße
2 786 KB
Tags
1/--Seiten
melden