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04 Strandbad Zeulenroda Umweltbericht - Anlage 1

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NUB Antrag 2014/2015
Molekularpathologische Diagnostik bei
bösartiger Neubildung von Kolon und
Rektum
Haben Sie externe Hilfestellungen in Anspruch genommen? Wenn ja, bitte geben Sie an, welche Hilfestellung Sie in Anspruch genommen haben?
Dieser Antrag wurde durch die deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. vorformuliert.
1.1 Angefragte Untersuchungs- und Behandlungsmethode (Kurzbezeichnung)
Molekularpathologische Diagnostik bei bösartiger Neubildung von Kolon und Rektum
1.2 Alternative Bezeichnung(en) der Methode
KRAS und NRAS Diagnostik
1.3 Beschreibung der neuen Methode
Die Leitliniengerechte Therapie von kolorektalen Karzinomen (KRK) erfordert heute den Nachweis oder Ausschluss definierter Mutationen im Tumormaterial, da sich die Therapieentscheidung für den individuellen Patienten nach dem Ausfall dieser Diagnostik richtet.
Die Antikörper Cetuximab und Panitumumab stellen eine zielgerichtete Therapie des KRK dar. Für beide Medikamente hat sich jedoch gezeigt, dass sie nur wirksam sind wenn keine Mutation in KRAS und NRAS vorliegt, also der Wildtyp vorhanden ist.
Daher ist der molekulardiagnostische Nachweis des Wildtyps Bedingung für den Einsatz der Medikamente und in
der Zulassung beider Medikamente so auch festgeschrieben.
Für die aktuelle molekulare Diagnostik sind die folgenden Tests zwingend notwendig: KRAS Exon 2 und bei
Nachweis eines WT-Status die weitergehende Bestimmung des Mutationsstatus für KRAS Exon 3 und 4 sowie
NRAS Exon 2, 3, 4.
.
1.4 Mit welchem OPS wird die Methode verschlüsselt?
Der OPS-Code 1-992 kodiert die Durchführung von Genmutationsanalysen und Genexpressionsanalysen bei soliden bösartigen Neubildungen. Eine spezifische Kodierung der oben erläuterten Methoden ist damit allerdings
nicht möglich. In der Fallkostenkalkulation kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass eine präzise Identifikation (und damit Bewertung) von Fällen mit erforderlicher Diagnostik möglich ist.
2.1 Bei welchen Patienten wird die Methode angewandt (Indikation)?
Die Methode wird bei Patienten mit bösartiger Neubildung des Kolons und des Rektums (dokumentiert mit der
Kodegruppe ICD C18.-, C19.- und C20.-) in fortgeschrittenem Stadium (IV) angewendet. Bei einer Mortalität dieser Patienten von 80-85% innerhalb von 5 Jahren ist es dringend erforderlich, die Vorgehensweise zur Erkennung von Patienten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf spezifische Therapien ansprechen, zu verbessern.
2.2 Welche bestehende Methode wird durch die neue Methode abgelöst oder ergänzt?
NUB Melekularpathologische Diagnostik KRK
Arbeitskreis DRG und Gesundheitsökonomie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und
Medizinische Onkologie e.V.
www.dgho.de
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NUB Antrag 2014/2015
Molekularpathologische Diagnostik bei
bösartiger Neubildung von Kolon und
Rektum
Diese Methoden kommen ergänzend zu der histopathologischen Tumortypisierung und hinzu und definieren einen neuen Standard bei der pathologischen Differenzialdiagnostik des KRK. Die neuen molekularpathologischen
Methoden sind Grundvoraussetzung für die Verordnung von o.g. Antikörpern.
2.3 Ist die Methode vollständig oder in Teilen neu und warum handelt es sich um eine neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode?
Die Methode ist eine neue Diagnostikoption bei KRK.
2.4 Welche Auswirkungen hat die Methode auf die Verweildauer im Krankenhaus?
Hierzu sind keine Daten bekannt
3.1 Wann wurde diese Methode in Deutschland eingeführt?
Die Zulassung des Antikörpers Cetuximab erfolgte 2004, die des Antikörpers Panitumumab 2007.
Die Bedingungen für den Einsatz gemäß des KRAS und NRAS-Wildtypstatus wurden 2014 geändert. Der Nachweis eines RAS-Wildtypstatus ist seit 2014 vor Beginn der Behandlung erforderlich.
3.2 Bei Medikamenten: Wann wurde dieses Medikament zugelassen?
3.3 Wann wurde die Methode in Ihrem Krankenhaus eingeführt?
Vom Antragsteller zu ergänzen
3.4 In wie vielen Kliniken wird diese Methode derzeit eingesetzt (Schätzung)?
In Kliniken mit einer Fachabteilung für Hämatologie/Onkologie, ca. 200
3.5 Wie viele Patienten wurden in Ihrem Krankenhaus in 2013 oder in 2014 mit dieser Methode
behandelt?
In 2013
Vom Antragsteller zu ergänzen
In 2014
Vom Antragsteller zu ergänzen
3.6 Wie viele Patienten planen Sie im Jahr 2015 mit dieser Methode zu behandeln?
Vom Antragsteller zu ergänzen
4.1 Entstehen durch die neue Methode Mehrkosten gegenüber dem bisher üblichen Verfahren?
Wenn ja, wodurch? In welcher Höhe (möglichst aufgetrennt nach Personal- und Sachkosten)?
KRAS Diagnostik:
NUB Melekularpathologische Diagnostik KRK
Arbeitskreis DRG und Gesundheitsökonomie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und
Medizinische Onkologie e.V.
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NUB Antrag 2014/2015
Molekularpathologische Diagnostik bei
bösartiger Neubildung von Kolon und
Rektum
KRAS Exon 2 Codon 12 und 13:
Personalkosten: 129,63 €
Sachkosten: 106,73 €
KRAS Exon 3 Codon 59 und 61
Personalkosten: 113,66 €
Sachkosten: 59,73 €
KRAS Exon 4 Codon 117 und 146
Personalkosten: 113,66 €
Sachkosten: 59,73 €
NRAS Diagnostik
NRAS Exon 2 Codon 12 und 13
Personalkosten: 113,66 €
Sachkosten: 59,73 €
NRAS Exon 3 Codon 59 und 61
Personalkosten: 113,66 €
Sachkosten: 59,73 €
NRAS Exon 4 Codon 117 und 146
Personalkosten: 113,66 €
Sachkosten: 59,73 €
Gesamtkosten für die Diagnostik: 1103,31 €.
4.2 Welche DRG(s) ist/sind am häufigsten von dieser Methode betroffen?
G 60 B und G 60 A
4.3 Warum ist diese Methode aus Ihrer Sicht derzeit im G-DRG-System nicht sachgerecht abgebildet?
Die Kosten für die Diagnostik des RAS-Status belaufen sich auf 1103,31 siehe Pkt 4.1 des vorliegenden NUB Antrags. Diese sind in den DRGs nicht abgebildet. Ohne adäquate Vergütung der Kosten der Diagnostik ist eine
verminderte Behandlungsqualität der Patienten mit KRK in Deutschland zu befürchten.
4.4 Wurde für diese Methode bereits eine Anfrage gem §6 Abs. 2 KHEntgG beim InEK gestellt?
Nein
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Medizinische Onkologie e.V.
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