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Juli/August 2009 - Rieder Kommunikation

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Juli–August 2009 | Nr. 10
Was darf’s
denn sein?
Die jungen Aktiven in Sport und Verein
«Kräfte freilegen.»
Gestaltungstherapeutin Inge Löschmann Bongers
Hofleben rund um Liestal
Ihr Druckauftrag –
unser Heimspiel!
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5/7 Aufgefallen: News und Trends
8 Was darf’s denn sein?
Die jungen Aktiven in Sport und Verein
Aktive sinnvolle Freizeit
Liestal zählt rund 160 Vereine, in denen
5000 Mitglieder organisiert sind. Alt
und Jung engagieren sich hier für ihre
Hobbys und für einen sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt. Vereine sind
somit ein wesentliches Bindemittel für
unser gemeinschaftliches Lebens, bieten
eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und
leisten unentgeltlich wertvolle Dienste
zur Verbesserung unserer Lebensqualität.
Im vorliegenden LiMa stellen wir
Sportvereine in Liestal und Umgebung,
die sich für Kinder und Jugendliche
einsetzen, in den Mittelpunkt: die Palette
ist breit und vielseitig. Da ist etwa der
Schwingerclub, der Unihockey Club
oder das Kampfsportcenter. Das Liestaler Vereinsleben mit Sport gleichzusetzen, wäre aber zu kurz gegriffen. Zwei
Drittel der Vereine haben einen kulturellen oder sozialen Zweck.
Wie wichtig es ist, dass Kinder und
Jugendliche ihre Freizeit aktiv und
sinnvoll gestalten, zeigt das Gespräch
mit der Gestaltungstherapeutin Inge
Löschmann Bongers. Sie betont, dass die
Gefahr bei Jugendlichen, die einfach nur
chillen, grösser ist, gewalttätig zu werden,
als bei solchen, die wissen, was sie nach
der Schule oder nach der Arbeit machen.
Ich wünsche Ihnen beim Durchblättern und Verweilen in unserem fröhlichfarbigen LiMa viel Freude, Unterhaltung
und überraschende Entdeckungen und
grüsse Sie sonnig-sommerlich.
Andreas Baumeister
Mitglied des LiMa-Impulsteams
LiMa Juli-August 2009
«Kräfte freilegen,
die eine Entwicklung vorantreiben.»
18 Inge Löschmann Bongers:
22/25 Die Seiten der Stadt Liestal
26 Hofleben in und um Liestal
eine Entdeckungsreise
34 35 Chrispi’s Erinnerungen
Lesespass für den Sommer
36 Liestal Live:
Leidenschaftlich beobachten
36 ­
LiMa-Kreuzworträtsel
Impressum 2. Jahrgang, Nr. 10
Herausgeberin und Redaktion: Rieder PR+Verlag,
Rathausstrasse 66, 4410 Liestal, 061 923 05 15,
lima@riederpr.ch, www.riederpr.ch.
Mitarbeitende Autor/innen dieser Ausgabe:
Andreas Baumeister, Bea Rieder, Marc Schaffner,
Marion Tarrach, Meta Zweifel. ­Gestaltung: Denise
Vanne. Gestaltungs­konzept: Patrick Meier, ­Design
Consult, Liestal. Foto­grafie: Guido Schärli, FotoGrafik Schärli, ­Hölstein; Lithos: Lac AG, Basel.
Produktionsleitung: Karin Jeitziner. Druck: Lüdin
Liestal. Distribution: Post.
Impulsteam der Redaktion: Claudia Aufdereggen,
Andreas Baumeister, Salvatore Romano, Andreas
­Ruegg, Martin Waibel.
Inserate: Karin Jeitziner und Bea Schmidt,
Rieder PR+Verlag, R
­ athausstrasse 66, 4410 Liestal,
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Tarife, jeweils farbig: 1/1 Seite 1433.00, 1/2 Seite 717.00,
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/4 Seite 385.00 1/8 Seite 220.00.
Details unter www.riederpr.ch.
LiMa erscheint 6 x pro Jahr: Januar, März, Mai, Juli,
September, November. Erscheinungstermin jeweils am
Ende des Vormonats. Auflage: 19‘000 Ex. kostenlos an
alle Haushaltungen in Liestal, Seltisberg,
Bubendorf, Lausen, Frenkendorf und Füllinsdorf.
Abonnement: LiMa kann zu einem Versandkosten­
beitrag von CHF 24.00 abonniert werden.
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Tag der offenen Türe
10.00 – 16.00 Uhr
LiMa Juli-August 2009
AUFGEFALLEN
News & Trends
von der LiMa-Redaktion entdeckt
Mit anderen Augen
sehen
In naher Zukunft werden im Stedtli
Liestal öfters Blindenführhunde zu
sehen sein. Die Tiere absolvieren ihre
Ausbildung in der neuen Blindenhundeschule, die im Weideli am Entstehen
ist. Das Land ist eine Schenkung von
Bruno Heinis, die mit exakt dieser
Zweckbindung überlassen wurde. Dank
eines weiteren Gönners konnte der
Verein für Blindenhunde und Mobilitätshilfen VBM nun auch den Bau
realisieren. «Die Bedingungen sind
ideal!» freut sich Regula Fischer vom
VBM. «Die erste Ausbildungsstufe
erfolgt in der ruhigen Umgebung des
Weideli. Im Stedtli lernen die Hunde,
Hindernisse wie Trottoir­ränder und
parkierte Autos anzuzeigen oder
Fussgängerstreifen zu erkennen.
Anschliessend stellen sie ihr Können
in der Stadt Basel unter Beweis und
absolvieren in Zürich die Abschlussprüfung.» Im Bild die Instruktorin
Allison Avery mit Gael und Zora.
Liestaler
Pellets aus
Schöftland
Zwei- bis dreihundert Tonnen Holz wird
die Liestaler Bürgergemeinde künftig an
das Pelletwerk Mittelland liefern. Dessen
Verwaltungsratspräsident ist der frühere
Liestaler Stadtpräsident Marc Lüthi.
Retour kommt das Holz sackweise in
Form von Pellets. Die Bürgergemeinde
will so ihre bisherige Palette an Holz­
produkten – frisches Stückholz, ofen­­
fertige Schittli und Hackschnitzel – um
diesen zukunftsträchtigen Energieträger
erweitern. In Schöftland werden 24’000
Tonnen Pellets pro Jahr hergestellt, es
sollen dereinst doppelt so viele werden.
Das Holz stammt aus den Kantonen Solo­thurn, Aargau und dem oberen Baselbiet.
Die Liestaler «Pellet-Produktionskette»
wird hier virtuell präsentiert von Stadt­
oberförster Reto Sauter, Marc Lüthi und
Bürgergemeindepräsident Peter Siegrist.
Tummelfeld mitten im Quartier
Wasserrad, Rutschbahn, Nestschaukel, Natursteine – Tummelfelder à discretion bietet der
neue Langhag-Spielplatz, der auf Initiative von
Doris Kehl und Natacha André zu neuem Leben
erweckt worden ist. Dank dem Lotteriefonds und
weiteren Sponsoren konnte eine Kletteranlage
angeschafft werden. Die Betriebe Liestal mit
Stadträtin Marion Schafroth setzten sich für die rasche Realisierung ein und schufen dank
optimaler Nutzung des Geländes eine wahre Spieloase. Seither herrscht reges Treiben auf dem
neuen Quartier-Highlight, das bereits zum Treffpunkt geworden ist.
Tischlein deck dich
Ein gedeckter Tisch sollte für alle
möglich sein, sagten sich die Initianten
des Vereins Tischlein deck dich, der
1999 in Winterthur gegründet wurde.
Lebensmittel werden bei Grossverteilern
abgeholt und an Bedürftige abgegeben.
Ab November wird es auch in Liestal
eine Abgabestelle geben, dank der
gemeinsamen Trägerschaft der kathoLiMa Juli-August 2009
lischen und der reformierten Kirch­
gemeinde. Barbara Scheibler (l.) und
Christin Thomann sind als Projektleiterinnen dafür besorgt, dass die regelmässige Übergabe der Lebensmittel an
Personen, die im Besitz einer Bezugskarte sind, bedürfnisgerecht und gut
organisiert starten kann.
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LiMa Juli-August 2009
AUFGEFALLEN
News & Trends
von der LiMa-Redaktion entdeckt
Skulpturen bis
zum Ausichtsturm
Der Weg vom tiefsten bis zum höchsten
Punkt Liestals wird ab dem Spätsommer
während eines Jahres eine Stätte künstlerischen Schaffens sein. Bei der Cheddite
beginnt und beim Aussichtsturm endet
ein Skulpturenweg von 47 Baselbieter
und Basler Künstlerinnen und Künstlern.
In den Werken – alle neu und ortsbezogen erstellt – werden alle vier Jahres-
Frischer Wind
und junge Mode
Marie-Claire Siegenthaler heisst die
neue Geschäftsinhaberin der Boutique
Young Fashion an der unteren Rathaus-
zeiten erlebbar sein. Die Initianten
Peter Thommen (l.) und Christian
Kessler sehen das Projekt als Ergänzung
zum bestehenden regionalen Kulturbetrieb. Ihre letzte Tat in Liestal war die
Aus­stellung «Kunstrapport» 2007 im
Cheddite-Areal.
Die Vernissage findet am 22. August statt. Mit dem Bus
ist der Skulpturenweg via Windentaler Höhe erreichbar.
strasse. Sie führt eine grosse Auswahl
aktueller Teile der Trendmarken Marc
Cain – sportlich-elegant mit viel Klasse
– und Roccobarocco – verspielt und sehr
italienisch – und wird ihrer künftigen
Kundschaft ab 30 plus eine massgeschneiderte Beratung bieten. Wozu auch
eine Tasse Kaffee oder ein Cüpli gehört.
Das Geschäft wird neu über Mittag
geöffnet sein, und auch abends sind
Kundinnen für eine indi­viduelle Beratung will­kommen. Offen ab 4. August,
für den 14. August ist ein Eröffnungsanlass geplant.
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Büro mit Anschluss
Als das Planungsbüro Eicher + Pauli ins
Futuro zügelte, schwebte Hans Pauli vor,
aus dem vorherigen Firmenstandort «zur
Quelle» ein Bürohaus für kleine Unternehmen zu schaffen. Im Nu sprach sich das
Vorhaben herum und waren die Räume
vermietet. Die zwölf einge­zogenen Unter­
nehmerinnen und Unternehmer teilen die
gemeinsame Infrastruktur wie Sitzungsraum, Kopierer und Sekretariatsdienste.
Doch Pauli bietet mehr als das: Die Gemeinschaftsräume sind nach Feng Shui-Farbkonzept
gestaltet, ein grosses Aquarium empfängt die Besucher beim Eingang, alles ist modern und
funktional möbliert, die begrünte Loggia lädt zur Pause ein. Das einstige Restaurant an der
Kaser­­nenstrasse ist heute ein Lieb­haberobjekt, bei dem sogar das Blumengiessen durch den
Vermieter persönlich inbegriffen ist.
LiMa Juli-August 2009
Ein offenes Ohr
«Den Alltag meistern» heisst ab August ein
neues Angebot von Frauenplus Baselland.
Wer schwierige Situationen in Familie und
Beruf zu meistern hat, kann sich für eine
Stunde an die Gesprächs- und Traumatherapeutin Dagmar Härle wenden. Frauen und
Männer finden bei ihr die Möglichkeit,
Gedanken zu ordnen, Ziele zu formulieren
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bei frauenplus, 061 921 60 20, www.frauenplus.ch.
Sich dem Holz
­verschrieben
Im Tessin, ihrer zweiten Heimat, geht
Regula Gsell an den Ufern der Maggia
auf die Pirsch nach ausgeschwemmten
Holzstücken. Stellenweise ergänzt mit
Blattgold, entstehen daraus eigenwillige
Skulpturen. Diese stehen jetzt zum
Verkauf, ergänzt mit Holzschalen, die nach
ihren eigenen Skizzen gedrechselt sind.
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–7–
–8–
LiMa Juli-August 2009
JUNGE AKTIVE
Was darf’s
denn sein?
Kinder und Jugendliche, die sich im Einzugsgebiet
von LiMa ein Hobby im Verein suchen, stehen vor der
lustvollen Qual der Wahl. LiMa hat einige Aktive beim
Ausüben ihrer Leidenschaft besucht.
Text: Marion Tarrach, Fotos: Guido Schärli
Liebt die Körperbeherrschung:
Jungschwinger Benny Widmer.
LiMa Juli-August 2009
Weit suchen muss man nicht, um in
Liestal und Umgebung fündig zu
werden: Vereine gibt es viele. LiMa
hat sich vor allem in der Sportszene
umgehört um herauszufinden, welchen
Stellenwert das Clubleben für die
Frei­zeit­­­gestaltung der jungen Generation
hat. Und durfte mit Vergnügen erleben,
mit welcher Leidenschaft die Inter­
viewpartner erzählen.
So zum Beispiel der 14-jährige
Benny Widmer, der als Jungschwinger
nicht gerade eine Trendsportart ausübt.
Das bekommt er immer mal wieder zu
hören und reagiert gelassen. «Ich bin
stolz aufs Schwingen. Das ist ein einzig­artiger Sport, den nicht einfach so Jeder
machen kann.» Bereits seit sieben Jahren
stellt er sich in den Ring und mag die
Körperbeherrschung, die es braucht, um
einen Gegner besiegen zu können. Auf
die Fussarbeit komme es an, auf koordinative Fähigkeiten, viel Technik, gute
Reflexe und Finten. «Wenn mich die
Kollegen anfeuern, während ich im Ring
darum kämpfe, auf den Beinen zu
bleiben... Das ist schon toll. Und es ist
auch ein schönes Gefühl, dem anderen
nach einem fairen Kampf das Sägemehl
vom Rücken zu putzen.»
Das Schwingen muss live erleben,
wer die spezielle Ambiance in diesem
Sport erfassen will. Benny’s Vereins­
präsident Manuel Rüttimann erzählt von
der Gänsehaut, die ihm ein packender
Schlussgang an einem Schwingfest
bereitet. Das lässt sich über Flugblätter
oder eine Website kaum vermitteln.
Nachwuchs ist deshalb am besten über
den Kollegenkreis der Jungschwinger zu
finden. So war es auch bei Benny, der
sich zu einem Schnuppertraining animieren liess und beim Schwingen blieb,
obwohl er auch noch Unihockey spielt.
Präsident Manuel Rüttimann kriegt
Gänsehaut an Schwingfesten.
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LiMa Juli-August 2009
JUNGE AKTIVE
Unihockeyaner Joël Maurice Salathe möchte
einmal in der Profiliga spielen.
Über den Sport hinau
s
Das Liestaler Vereinsleben
mit Sport gleichzusetzen, wäre allzu kurz
gegriffen. Zwei
Drittel der Vereine haben
einen kulturellen,
sozialen oder ökologischen
Zweck. Die
Fasnacht mischt natürlich
kräftig mit. Anja
Madörin (16 Jahre) pfeift
seit sechs Jahren
in der Rotstab-Clique. «Ei
ne Kollegin und
ich entschieden in der Pri
marschule, ein
Instrument zu spielen. Wi
r fanden Piccolo
lässig, vor allem nach der
Probestunde. Es
ist schon ein spezielles Ins
trument. Meine
Clique hat eine gute Jugend
förderung. Man
lernt viele Leute im gleich
en Alter kennen,
macht alles in der Gruppe
. Das gefällt mir.
Ein Highlight ist natürlich
unsere Vorfasnachtsveranstaltung, das
Rotstab-Cabaret.
Zudem nehmen wir an me
hreren Preis­
pfeifen teil.» Und sportliche
Betätigung liegt
auch noch drin: Gerätetu
rnen im TV Liestal
und ab und zu ein Ausritt
hoch zu Pferd.
Ein Steilpass auf den Stock
Das ideale Stichwort für Joël Maurice
Salathe, der mit seinen zehn Jahren
bereits auf seine vierte Saisonrunde
trainiert. Er spielt beim Unihockey
Club Frenkendorf-Füllinsdorf. «Uni­
hockey ist spannend, kreativ, schnell
und sehr intensiv. Daran habe ich den
Plausch.» Ist es nicht furchtbar unbequem, nach vorne gebeugt zu rennen?
«Nein, der Stock darf nicht höher
reichen als bis unter das Brustbein,
LiMa Juli-August 2009
sonst stimmt die Kraft- und Führungs­
übertragung nicht.» Alles klar. Klar
sind auch Joëls Ziele: «Ich möchte in die
Profiliga. Mit den D-Junioren haben
wir schon einmal einen Pokal gewonnen.
Das fand ich toll.» Mit dabei war
Trainerin Siri, die ein dickes Lob
bekommt, da er von ihr sehr viel gelernt
habe. Bleibt die Frage: Weshalb Uni­
hockey und nicht Eishockey, Joël?
«Weil ich nicht so gut Schlittschuhlaufen
kann.»
– 11 –
Im Training sind alle beisammen, egal
welches Niveau und Alter. Das gefällt
Nicolas Bühler (ganz vorne).
Sicher auf Rollen bewegt sich
Nicolas Bühler. Die Inline Skates passen
wie angegossen an seine Füsse. Vor zwei
Jahren stieg der inzwischen 13-Jährige
beim Rollsportclub Liestal ein. Dort
hat er es mit grossen Namen zu tun, denn
sowohl Alain Gloor als auch seine
Schwester Nadine gehören zum Trainerstab. Deren Niveau peilt Nicolas allerdings nicht an. «Es ist toll, sie als
Vor­bilder zu haben. Ich selber möchte
mich aber einfach bewegen. Die
­Geschwindigkeit beim Inline Skaten
fasziniert mich. In der Gruppe üben wir
vor allem die Technik, den Start zum
Beispiel oder Slalom fahren. Ich finde es
lustig, dass wir im Training alle zusammensein können: Ältere und Jüngere,
Bessere und Schlechtere, Mädchen und
Jungs. Inline Skating ist sicher nicht
nur ein Männersport.»
– 12 –
Schlagkräftig und flink
auf den Beinen
Beim Boxen würde man das eher so
sehen. Irrtum. Eliana Pileggi beweist,
dass auch Mädchen Spass haben am
gezielten Schlag. Die Zehnjährige
schlüpft ein Mal pro Woche bei
NobleArtBoxing in die dicken Handschuhe. Jetzt gerade fängt das Training
für die grüne Bandagenprüfung an.
Eliana erwarten beeindruckende Auf­
gaben, unter anderem 220 Mal Seil­
springen in zwei und 300 Schläge
Sandsackboxen in sechs Minuten. Wer
das gerne nachmachen möchte...? Aber
auch Eliana weiss, was lahme Arme sind,
trotz Boxsack, der im Zimmer des
Bruders zur Verfügung steht. Wie fühlt
sich das an, gegen jemanden zu boxen?
«Wenn man jemand gerne hat, schlägt
man nicht so fest», meint sie. «Wir
kämpfen auch gegen Jungs. Denen
Fusstritte, Salti und Schrauben
Die «Extreme martial arts» haben es dem 18-jährigen Benjamin Rutz vom Kampfsportcenter
Kun-tai-ko in Füllinsdorf angetan. Dieser neuen Sportart liegt die östliche Kampfkunst zugrunde,
in die der «American way of life» eingeflossen ist. Entstanden ist eine explosive akrobatische
­Mischung. Eine der Wettkampfarten nennt sich «Musical Forms». Ganz ohne Gegnerkontakt geht
es hier darum, die Elemente zu einer Choreografie mit Musik zu verbinden. Rutz schwärmt von
der Kreativität seine Sportart: «Wir können nach Lust und Laune experimentieren. Neue Tricks
und Kombinationen werden in eine offene, internationale Tricksammlung aufgenommen – und es
kann durchaus sein, dass der Trick dann deinen eigenen Namen trägt.»
LiMa Juli-August 2009
JUNGE AKTIVE
«Wenn man jemanden gerne hat, schlägt man
nicht so fest.» Eliana Pileggi
macht es nichts, wenn ein Mädchen mal
stärker ist.»
Eine andere beeindruckende Zahl:
24 Stunden Training absolviert die
12-jährige Stephanie Remischberger
wöchentlich. Sie ist Kadermitglied der
Kunstturnerinnen, gehört dem NKL
Nordwestschweizerisches Kunst- und
Geräteturnzentrum Liestal an und
besucht in Pratteln die Sportklasse.
Das ist weit mehr als ein Hobby –
LiMa Juli-August 2009
­ tephanie betreibt Leistungssport und
S
braucht ein angemessenes Umfeld.
«Man muss schon Spass dran haben.
Kunstturnen ist eine schöne Sportart –
es gefällt mir. Und untereinander haben
wir’s auch lustig.» Nach dem letzten
Saisonwettkampf beginnt nun eine
Trainingsphase, in der es ums Erlernen
neuer Elemente geht. Balkenübungen
werden zum Beispiel zuerst auf der
Linie geübt, dann auf einem tiefen
Balken, bevor es auf Wettkampfhöhe
geht.
Schneller, als die Polizei erlaubt
Trainingsfleiss ist auch Joshua Panier
(14 Jahre) vertraut. Er bringt es auf neun
Einheiten pro Woche. Als kleiner Junge
sei er schon herumgeflitzt – ein schneller
Sport musste also her. Den hat er nun.
Im Profibereich fliegen die Bälle («Shuttles») mit bis zu 300 Stundenkilometern
– 13 –
Mehr als ein Hobby:
Kunstturnerin Stephanie Remischberger.
Joshua Panier spielt bereits
auf internationalem Badmington-Parkett.
– 14 –
durch die Gegend. «Wir schauen manchmal nur noch auf den Schläger des
Gegners. Das hat etwas Intuitives.» Und
wie profitiert er von seinem Verein?
«Der Badminton Club Bubendorf ist
wahnsinnig gut organisiert. Ich freue
mich auch, hier meine Kollegen zu
treffen. Und dann vergesse ich sicher
nicht, dass ich in diesem Club auf­
gewachsen bin.» Seine Trainer haben
ihm bis jetzt den Gewinn eines interna­
tionalen Turniers und des Schweizer
Meistertitels im Herren-Einzel U15
ermöglicht.
Ganz so hoch hängen die sportlichen
Ziele von Renato Schäfer nicht. Genau
genommen sind sie klein, recht weit
entfernt und schwer zu treffen. Renato
LiMa Juli-August 2009
JUNGE AKTIVE
Legende
Bei Renato Schäfer ist die ganze Familie
schiessbegeistert.
reine
Ein Dach für die Ve
ist Schütze, Mitglied einer schiessbegeisterten Familie und der Schützen­
gesellschaft Liestal. Die Mutter kann
man am Sturmgewehr antreffen, den
Vater an der Pistole, den 12-jährigen
Renato und seine Schwester am Klein­
kaliber (50 Meter Distanz) und Luft­
gewehr (10 Meter). Eine Sportart, bei
der sich Renato zwar nicht viel bewegt,
aber umso mehr auf Konzentration
und Haltemuskulatur angewiesen ist.
Die Bewegung holt er sich dann beim
Unihockey- und Fussballspiel im Turn­verein. Wo er, wie alle Befragten in
diesem Artikel, gerne um Gleichgesinnte
herum ist, die Kameradschaft spürt und
die Geselligkeit pflegt.
LiMa Juli-August 2009
eine, denen
Liestal zählt rund 160 Ver
stal und Umgebung
5000 Mitglieder aus Lie
eine machen bei der
angehören. Gut 100 Ver
meinschaft der
IGOL mit, der Interessenge
versteht sich als
Ortsvereine Liestal. Sie
tützt die Vereine und
Dachorganisation, unters
ber Politik und
tritt als Bindeglied gegenü
Stefan ­Saladin freut
Verwaltung auf. Präsident
einsleben in Liestal
sich darüber, wie das Ver
Jahren hat Jeder
funktioniert: «Noch vor 20
Heute unterstützt
primär für sich geschaut.
eine Verein serviert
ön zu sehen, dass
man sich gegenseitig, der
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In der Wohngenossenschaft Munzach wurden unter Federführung von Bützberger Haustechnik alle Badezimmer saniert.
Immer einen Schritt voraus
Seit zehn Jahren gibt es Bützberger
Haustechnik in Füllinsdorf. Wer sie kennt,
denkt zunächst an aktuellste Badezimmer­
trends aus London, Paris und New York.
Denn: Robert Bützberger ist immer einen
Schritt voraus. Die Vorstellungen seiner
Kundinnen und Kunden sind nicht selten
inspiriert von Designerhotels dieser Welt.
Im gemeinsamen Austausch werden sie
weiterentwickelt. Die Liebe zum Detail, eine
hohe Kenntnis verschiedener Materialien
und Qualitäten und langfristiges Denken
fliessen in die Beratung mit ein. Und wenn
es dann losgeht: Das Einhalten des verein­
barten Termins gilt als oberste Maxime.
Planung und Umbau
Weniger bekannt ist, dass Bützberger auch
für die Planung und Ausführung von Sanierungen in Mehrfamilienhäusern und Über­
bauungen steht. Dort rückt die Exklusivität
etwas in den Hintergrund, dafür sind BudgetEinhaltung, termingerechte Ausführung und
ein sauberes Arbeiten gefragt. Das ganze
Bützberger-Team kann dabei auf eine lang­
jährig eingespielte Zusammenarbeit zählen.
Für grössere Aufträge greift man auf ein
Netzwerk von Partnerunternehmen mit ähnlich
hohen Qualitätsstandards zurück.
Weiss sich auf individuelle Bedürfnisse einzustellen:
Robert Bützberger
«Die Zusammenarbeit mit Bützberger Haustechnik verlief
hervorragend. Das ganze Projekt ist rundum gelungen.
Alle Mitarbeitenden arbeiteten zuverlässig und sauber,
Herr Bützberger begleitete den Umbau intensiv und war jeden
Tag präsent. Die Abrechnung war transparent und exakt im
Budgetrahmen. Ich kann diese Firma nur weiterempfehlen.»
Werner Kunz, Präsident der Wohngenossenschaft Munzach.
LiMa Juli-August 2009
Bützberger Haustechnik GmbH, Hauptstrasse 51
Füllinsdorf, 061 902 18 03, buetzberger-hat.ch
www.buetzberger-hat.ch
– 17 –
«Kräfte freilegen, die eine
Entwicklung vorantreiben»
«Ein Bild wirkt wie ein Spiegel und
bereichert den Dialog.»
Bea Rieder sprach mit der Gestaltungstherapeutin Inge Löschmann Bongers
Die Menschen stehen immer
stärker unter Druck, weil zu viel
in immer weniger Zeit gemacht
werden muss. Sie glauben, auf
eine bestimmte Art funktionieren zu müssen. Wie zeigt sich
dieses Phänomen in Ihrer therapeutischen Arbeit?
Dieser Druck wird durch die persönlichen und die gesellschaftlichen Ansprüche verstärkt, weil alles machbar zu
sein scheint. Ich erlebe zum Beispiel
häufig, dass die schöpferischen Kräfte
von Frauen im Betreuen und Versorgen
der Kinder, der Haushaltsführung und
dem Beruf gebunden sind. Gleichzeitig
besteht der Anspruch, im eigenen
Leben mehr Kreativität umsetzen, und so
entsteht ein Gefühl des Mangels. Hier
geht es darum zu verstehen, dass manche
Dinge nacheinander kommen, und an­zu– 18 –
erkennen, dass auch das, was man im
Moment tut, positive Kräfte fordert und
diese gut eingesetzt sind. Vielleicht reicht
dies für jetzt und die Zukunft kann wie­der Neues und Schöpferisches bringen.
Der aktuelle Anlass, weshalb sich
jemand Unterstützung holt, ist oft eine
Übergangsphase im Leben. Die Adoleszenz, die Menopause, eine schwere
Erkrankung, eine Entwicklung, die ins
Stocken kommt, Konflikte mit dem
Umfeld - im Grunde alles Themen, die
die Menschheit schon immer beschäftigt
haben. Es gilt dann, einen Umgang mit
den Veränderungen zu finden und Kräfte
freizulegen, welche die Entwicklung
vorantreiben.
Kräfte freilegen?
Bestimmte alte Themen stellen sich
als zu schwer und allein nicht zu bewäl-
tigen dar. So werden sie aus dem aktuellen Leben, Erleben und Empfinden
ausgeklammert. Man verharrt in einer
nicht lösbaren Situation, anstatt das
Wagnis einzugehen, Neues zu entdecken.
Es kostet viel Kraft, an alten Strategien
festzuhalten und sich blockiert zu fühlen
mit depressiven oder Versagens-Gefühlen. Da ist zwar Energie, aber sie ist
negativ gepolt und dient nur dazu, den
Status quo aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig stört man sich daran, dass die
Entwicklung nicht weitergeht, es Entscheidungsschwierigkeiten gibt. Wenn
sich jemand entschliesst, diese Themen
zu bearbeiten, ist die Gestaltungstherapie
eine gute Form vorhandene Ressourcen
zu entdecken. Im spielerischen Umgang
mit Farben, Formen und Materialien
werden festgefahrene Vorstellungen in
Fluss gebracht. Die Symbolik der Farben
LiMa Juli-August 2009
PORTRAIT
und der Bildinhalte kann gemeinsam
erkundet werden, man schaut sozusagen
in den eigenen Spiegel und erweitert und
bereichert mit dem Bild den Dialog. So
gibt es auch die Möglichkeit, Momente
der Freude gestalterisch auszudrücken
und den inneren Blickwinkel auf lebensbejahende Aspekte zu richten.
Sie arbeiten auch mit gewaltbereiten jungen Männern und
waren früher im Arxhof tätig. Was geschieht in solchen
­Prozessen?
Diese jungen Menschen haben Einschränkungen in der Fähigkeit Gefühle
zu spüren oder sich auszu­drücken. Die
Sozialisation von Männern ist noch
heute so, dass sie Weiblich-mütterliches
ablehnen. Sie lernen früh, mit Empfindungen von Verlassenheit, Trauer,
Hoffnungslosigkeit so umzu­gehen, dass
sie versuchen gar nicht mehr zu fühlen.
Physiologisch wird
dies auch mit Medienkonsum unterstützt. Der schöpferische
Prozess beginnt oft
mit einer Lieblingsfarbe, häufig schwarz.
Weitere Far­ben
kommen nach und
nach hinzu, und im
Gespräch erweitert sich langsam der
Wort­schatz. Im ge­schützten Raum darf
der Panzer für kurze Zeit aufgeweicht
werden. Je länger der Prozess dauert,
desto stärker kann sich das neue Empfinden auch im Aussen zeigen. Es ist sehr
berührend zu erleben, wie ein gewaltbereiter junger Mensch, der viel dafür
getan hat, entsprechend auszusehen –
muskel­bepackt, tätowiert, kahlgeschoren
– mit einem Aquarellpinselchen eine
Blumenwiese malt.
LiMa Juli-August 2009
Nimmt Gewalt von jungen
­Menschen zu?
Dieser Aussage würde ich so nicht
zustimmen. Die Sensibilität und die
moralischen Werte der Gesellschaft
haben sich verändert: Wie lange ist es
her, dass die Prügelstrafe in der Schule
legitim war? Viele Eltern sind über­for­
dert und reagieren auf die Selbst­
behauptung und
Abweisung ihrer
Adoleszenten nicht
begleitend und be­grenzend, sondern
hilflos und über­lassen
sie sich selbst. Hier
kann grosse Einsamkeit entstehen. Die vielen Möglichkeiten,
sich über Medien zu unterhalten, ersetzen nicht eine angeleitete und Kontaktvolle Freizeitbeschäftigung. Manche
Junge sind aktiv in Sportvereinen.
Andere haben viel Zeit, die sie «chillend» verbringen.
Man hat nichts zu
tun, verabredet sich,
streift durch Strassen und Einkaufszentren, braucht
irgend­wann einen
Adrenalinkick, um
sich wieder lebendig
zu fühlen. An dieser
Stelle kommen Impulse und Phantasien,
dass eine gute Prügelei genau das Richtige wäre. Der Alkohol- und Drogenkonsum spielt dabei auch eine grosse Rolle.
Weshalb die fehlende Distanz
zum Opfer?
Die meisten haben keine Einfühlung
in sich selbst und darum keine Einfühlung in den anderen. In dieser Altersgrup­
pe wird Einfühlung als unmännlich abgelehnt, sonst macht man sich angreifbar.
Oder man hat Angst, dass sich die darun-
ter liegenden Gefühle wie Unsicherheit,
Trauer oder Einsamkeit zeigen.
Wie setzen Sie sich in diesem
Umfeld durch als Frau?
Das hat viel damit zu tun, wie ich
dem anderen begegne. Die jungen
Erwachsenen wollen wahrgenommen
werden, wie sie sind, samt allen Schwierigkeiten, aber auch
Ressourcen, die sie
haben. Samt ihrer
ganzen Ener­gie, die
sie darauf verwenden, sich nicht
liebenswert zu
gestalten, nur um
Distanz zu halten. Unter diesem Verhalten gibt es eine starke Sehnsucht, als
ganzer Mensch wahrgenommen zu
werden. Alle, die mit jungen Männern
arbeiten, wissen, dass sie sie nur erreichen, indem sie sie ernst nehmen mit all
dem was sie bieten. Ich bin nie bedroht
worden und habe nie eine Respektlosigkeit unter der Gürtel­linie erlebt.
Wie kann ein gestalterischer
Prozess selbständig in Gang
gesetzt werden?
Schwierige Lebensabschnitte, die es
in jedem Leben gibt, können auch als
notwendige Entwicklungsphasen
verstan­den werden. Dabei hilft eine
vermehrte Wahrnehmung und Gewichtung von positiven Lebensenergien, und
damit meine ich nicht die Spassgesellschaft. Wann gelingt mir etwas, wann
fühle ich mich auch einmal wohl, wann
sind bestimmte Gedankenkreisläufe
einmal stumm? Kann ich diese Momente
benen­nen und sie ausdehnen? Mit dieser
ver­änderten inneren Haltung kann schon
vieles in Bewegung gesetzt werden.
Als Lektüre empfehle ich die Kinder­
geschichte «Die Maus Frederick».
– 19 –
Altbausanierung und Wärmedämmung
Das Holinger-Team denkt langfristig, berät sorgfältig und baut nachhaltig.
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LiMa Juli-August 2009
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Auf die innere Haltung kommt es an
«Hast Du den schwarzen Gurt schon?» lautet
oft die Frage, wenn jemand eine asiatische
Kampfkunst betreibt. Willi Zimmermann,
zusammen mit Elidio Moraglia Betreiber des
Goshindokan Liestal, meint dazu: «Beim
schwarzen Gurt fängt der Weg erst an.
Asiatische Kampfkünste sind nicht Leistungssport, sondern ein Weg der Kultivierung
von innerer Energie und Selbstbetrachtung.»
Beim Budo (Kampfkunst) gehören
Gesundheit, Beweglichkeit, Vitalität und
Flexibilität des Geistes untrennbar zusammen. Deshalb wird im Dojo (Trainingslokal)
des Goshindokan, das sich neu an der
Industriestrasse befindet, weit mehr als
körperliche Bewegung betrieben. Am Anfang
des Lernens stehen die Freude und der
Respekt, das gegenseitige Helfen und
Verstehen, das Bewusstsein für eine aus­-
LiMa Juli-August 2009
ge­glichene Lebensführung. Dazu gehört das
Erkennen, dass Fortschritte nur mit der Hilfe
eines Partners und des richtigen Lehrers
erzielt werden können – was oft dazu führt,
dass egoistische Gefühle von Stolz, Recht und
Anspruch abgelegt werden können.
Vor diesem Hintergrund beurteilt der
Budolehrer seine Schüler nicht nur nach ihrem
technischen Fortschritt, sondern genauso
nach ihrer inneren Haltung beim Ausüben der
Kampfkunst.
Goshindo, Karate, Judo, Ju-Jitsu,
Aikido, Kobudo, Iaido-Free-Style, Qi-Gong
werden angeboten. Kinder werden spielerisch
eingefürt, nach dem Motto: Man IST nicht
Budoka, man WIRD es!
Goshindokan, Industriestrasse 15, Liestal
061 921 16 42, 079 322 24 71
willi.zimmermann@bluewin.ch, www.goshindokan.ch
– 21 –
Foto z.V.g.
Dienstleistungen rund ums Velo
Arbeitslose bewachen Velos und betreiben Hauslieferdienst
Nach dem Vorbild von Burgdorf will Liestal im Januar 2010 eine Velostation am Bahnhof
eröffnen. Dank der bewachten Abstellplätze soll der Bahnhofplatz ordentlicher und sicherer
werden – und nebenbei erhalten bis zu 20 Arbeitslose eine Beschäftigung.
Am Bahnhofplatz, einer «Visitenkarte» von Liestal, sind
­Ordnung und Sicherheit besonders wichtig – ein Argument,
das für das Projekt Velostation spricht. Auch der Einwohnerrat
liess sich davon überzeugen und bewilligte den Kredit für
die geplante Velostation ohne Gegenstimmen.
Nachdem 1997 in Burgdorf die erste Velostation eröffnet
wurde, hat sich das Konzept wie ein Lauffeuer in der ganzen
Schweiz ausgebreitet. Ähnliche Anlagen sind heute in rund
20 Städten und Gemeinden in Betrieb, beispielsweise am
Bahnhof Aarau. Die Liestaler Projektgruppe unter der Leitung
von Stadtrat Lukas Ott hat sich von den Betreibern der Velo­
station Burgdorf beraten lassen und ein eigenes Projekt
entwickelt, das im Januar 2010 in Betrieb gehen soll. Als einziger
geeigneter Standort hat sich nach langen Abklärungen die
Postterrasse ­herausgestellt. Auf der Südseite des Postgebäudes
sollen die Velos hinter einem Gitterzaun versorgt werden.
Wer sein Velo parkieren oder abholen will, muss eine Schiebetür
oder ein Drehkreuz passieren, die sich nur mit einer Schlüssel­
karte öffnen lassen.
– 22 –
Neben dem bewachten, kostenpflichtigen Bereich, in
dem 107 Velos Platz finden, stehen auf der West- und Nordseite
­weitere 93 unbewachte Abstellplätze zur Verfügung. Zudem
wird ein Büro-Container aufgestellt, der zwar nicht rund um
die Uhr, aber während längerer Zeit besetzt ist – ein Sicherheits­
faktor für die gesamte Umgebung rund um den Bahnhof.
Einsatzplätze für Arbeitslose
Das Projekt Velostation hat auch eine soziale Komponente:
Ihr Personal wird aus Erwerbsuntätigen im Rahmen eines
­Beschäftigungsprogramm sowie aus Langzeitarbeitslosen
­zusammengesetzt. Zwölf bis 20 Einsatzplätze könnten so
Leiter/innen gesucht!
Der Verein Velostation Liestal sucht eine/n Geschäfts­leiter/in und eine/n
Betriebsleiter/in für die Velostation, die voraussichtlich im Januar 2010
eröffnet wird. Stellenprofile können bestellt werden bei: Verein Job Club,
Reinacher­strasse 261, 4053 Basel, 061 339 90 00, info@jobclub.ch.
LiMa Juli-August 2009
STADT LIESTAL
Die geplante Velostation Liestal wird auch einen
Haus­lieferdienst anbieten. Übernommen wurde diese
Idee von der Velostation Burgdorf.
Lohnend aus sozialer Sicht
Die Infrastrukturkosten für den Bau der Velostation betragen­
320’000 Franken, dazu kommen jährlich 24’000 Franken
Mietkosten. Der Einwohnerrat hat zusätzlich 170’000 Franken
gesprochen, um im stadteigenen «Haus zur Allee», das ohnehin
saniert werden muss, Büro- und Pausenräumlichkeiten für die
Mitarbeitenden einzurichten.
Vorerst ist das Projekt auf eine zweijährige Pilotphase
befristet. Das Ziel ist, dass die Velostation nach der Pilotphase
kostendeckend betrieben werden kann. Marco Avigni, Leiter
Soziales der Stadt Liestal, ist überzeugt, dass die Rechnung auch
aus sozialer Sicht aufgeht. An die Betreuungs- und Lohnkosten
des Job-Clubs zahlen Stadt und Kanton je zur Hälfte einen
Beitrag pro Teilnehmer/in. Zusätzlich zur ALV-Unterstützung
erhielten diese einen M
­ otivationsbeitrag von 250 Franken
pro Monat. «Wir investie­ren zwar zusätzlich etwas zum Sozial­
hilfebeitrag, den die Teilnehmenden erhalten», bemerkt Marco
Avigni, Leiter Soziales der Stadt Liestal. Aber es sei ein Gegen­
LiMa Juli-August 2009
Nur Gewinner
Für Stadtrat Lukas Ott setzt das Projekt im Zeichen der
Klima- und Gesundheitsdiskussion ein Signal zu Gunsten des
Fahrrad­verkehrs: «Bewachte und überwachte Veloabstellplätze
am Bahn­hof stellen im Sinne einer Basisinfrastruktur sicher,
dass das Velo der Pendler vor Vandalismus geschützt ist. Wer
sein Velo täglich am Bahnhof parkiert, weiss, wovon ich spre­
che.» Mit dem Hauslieferdienst werde zudem ein Beitrag zur
Attraktivität des Detailhandels im Stedtli geleistet. Gleichzeitig
verstärke die Stadt Liestal ihre Massnahmen zur beruflichen
Eingliederung. «Diese haben eine zentrale Bedeutung, um
Menschen aus der Sozalhilfe herauszubringen und in die
Selbständigkeit zu führen.» Lukas Ott ist überzeugt: «Die
Velostation ist ein Projekt, bei dem es nur Gewinner gibt.»
Und so funktionierts: Wer im Stedtli einkauft, lässt die Waren
im Laden zurück und nimmt sie später zu Hause in Empfang –
angeliefert durch den Velo-Hauslieferdienst.
Foto z.V.g.
Einkäufe nach Hause geliefert
Ein weiteres Standbein ist ein Hauslieferdienst: «Der Vorteil
ist, dass man vermehrt zu Fuss in Liestal einkaufen kann, weil
man keine schweren Taschen schleppen muss», erklärt Doris
Jost vom Job Club. Die Kundinnen und Kunden können ihre
Einkäufe tätigen und im Laden zurück lassen; später holt der
Hauslieferdienst die Waren ab und liefert sie mit dem Veloan­
hänger direkt nach Hause. Der Detailhandel sei dabei ein
wichtiger Partner, betont Doris Jost: «Die Erfahrung von Burg­
dorf zeigt, dass die meisten Läden mitmachen.»
Die Velokuriere nehmen als weitere Dienstleistung an der
Haustüre auch Recyclingstoffe wie PET-Flaschen, Altglas oder
Metall entgegen und entsorgen sie fachgerecht. Geplant ist
ausserdem ein Schuhputzdienst; später könnten ein Nähservice
oder Mietvelos hinzu kommen.
leistungsmodell: «Dafür stellen sie der Stadt Liestal ihre
Ressourcen, ihre Arbeitskraft zur Verfügung.» Ihre Tätigkeit habe
aber auch für sie selber einen Nutzen, indem sie ihnen eine
Tagesstruktur, Perspektiven und Motivation bringe. Begleitend
biete ihnen der Job Club ein Coaching und Bewerbungstraining.
Als Standort für die Velostation ist die Postterrasse vorgesehen.
Foto: Guido Schärli
­ eschaffen werden. Verantwortlich für den Betrieb ist der
g
­Verein Job Club mit Sitz in Basel und langjähriger Erfahrung in
der Begleitung von Arbeitslosen. Gegenwärtig wird eine
Leistungsvereinbarung mit dem Trägerverein Velostation Liestal
ausge­arbeitet, der bei dem Projekt die Federführung hat.
Die Mitarbeitenden sind nicht nur für die Überwachung
zuständig, sondern putzen auch Velos, pumpen Reifen auf und
verkaufen Kleinmaterial wie Velo-Lichter. Aus Rücksicht auf das
Gewerbe verzichtet die Velostation Liestal auf eine Reparatur­
werkstatt. Dafür bietet sie den Benützenden eine Schuhputz­
maschine sowie eine Toilette mit Spiegel.
– 23 –
Für ein unverbindliches Beratungsgespräch sind wir gerne für Sie da:
Foto: Beispiel für Bad-Architektur von Bützberger Haustechnik.
Weitere Impressionen unter: www.buetzberger-ht.ch
– 24 –
Ihre Bad-Architekten: Bützberger Haustechnik GmbH • Hauptstrasse 51 • 4414 Füllinsdorf • Tel. 061 902 18 03
Fax: 061 902 18 01 • Email: info@buetzberger-ht.ch • Web: www.buetzberger-ht.ch
LiMa Juli-August 2009
STADT LIESTAL
Welche Annahmen sollen getroffen werden?
Entwicklungsplan 2010–2014
Jede Woche gibt es vom Bund neue (schlechtere) Einschät­
zungen der wirtschaftlichen Situation für die nächste Zeit.
Die Region Basel ist davon nicht ausgenommen, wie öffentliche
Stellungsnahmen der Stadt Basel und Allschwil zeigen.
Das Ausmass dieser Entwicklung liegt in Liestal zur Zeit
noch knapp unter dem kantonalen Durchschnitt – daraus lässt
sich aber nur ablesen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung
über kurz oder lang auch auf unsere Finanzen auswirken wird.
Annahmen im Entwicklungsplan 2010–2014
Ein Anliegen des Stadtrates ist, keinen Finanzplan mit versteckten
politischen Zielen zu präsentieren, also weder Schönfärberei
noch Panikmache zu betreiben, sondern auf der Basis nachvoll­
ziehbarer Annahmen eine mögliche Entwicklung aufzuzeigen.
Gegenüber dem letztjährigen Entwicklungsplan wurden
die Annahmen über die Einnahmen nach unten korrigiert.
Es wird davon ausgegangen, dass die Steuereinnahmen von den
Juristischen Personen konstant bleiben und diejenigen der
Natürlichen Personen sich auf tieferem Niveau als noch letztes
Jahr angenommen stabilisieren werden.
Bei den Aufwändungen ist die grosse Frage, wie sich die
Ausgaben für die Sozialhilfe entwickeln. Verlässliche Informa­
tionen, die eine Prognose erlauben würden, sind noch nicht
vorhanden, deshalb wird im Entwicklungsplan 2010–2014 keine
Steigerung antizipiert. In einem Jahr werden die neuen Zahlen
zeigen, wie stark die Aufwändungen für die Sozialhilfe von der
wirtschaftlichen Situation beeinflusst werden.
Entwicklung Arbeitslosenzahlen
in der Zeit vom
31.12.2008 bis 30.04.2009
Aufgrund dieser neuen Einschätzung werden die Aus­
wirkungen des neuen Finanzausgleichsgesetzes nicht mehr
so positiv eingeschätzt wie noch vor drei Monaten.
Ausblick 2010–2014
Aufgrund des heutigen Informationsstandes ergibt sich
folgender Ausblick für die Finanzen in den kommenden Jahren:
• Die Laufende Rechnung wird in den kommenden Jahren
immer positiv abschliessen.
• Eine Selbstfinanzierung (Saldo der Laufenden Rechnung ohne
Abschreibungen) von 4 Mio. CHF wird nur erreicht, wenn
– das neue Finanzausgleichsgesetz per 1. Januar 2010 in Kraft
gesetzt wird, und
– die Steuersätze in Liestal für Natürliche Personen unverän­
dert bleiben
• Auf dieser Basis sollen auch in den nächsten Jahren die aus
der Laufenden Rechnung resultierenden Mittel (Selbstfinan­
zierung) wie bisher verwendet werden:
– Netto-Investitionen von 2.5 Mio. CHF
– Reduzieren der Schulden um 1.5 Mio. CHF
Und was ist, wenn sich wichtige Eckwerte (Einnahmen, Sozial­
hilfe) viel negativer entwickeln als jetzt angenommen? In
diesem Fall soll das Ausgleichsgefäss der Schuldenabbau sein.
Steuern, Netto-Investitionen und Dienstleistungen sollen
auf dem heutigen Niveau stabilisiert bleiben.
Schweiz
Kanton BL
Bezirk Liestal
Stadt Liestal
Ende Dez. 2008118’7623’7531’137 268
Ende April 2009136’7094’3431’250 303
Wachstum in %
+ 15%+ 16%+ 10%
+ 13%
Quellen: Kantonales Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit BL, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Impressum Die Seiten der Stadt Liestal. Redaktionsverantwortung: Stadt Liestal.
LiMa Juli-August 2009
– 25 –
– 26 –
LiMa Juli-August 2009
HOFLEBEN
Hofleben in und um Liestal:
eine Entdeckungsreise
Jeder Bauernhof muss heute flexibel auf die Marktlage
reagieren und einen möglichst vielseitigen Erwerbsbereich pflegen. Praktisch übereinstimmend sind jedoch
die Grundstrukturen: Ohne eine tüchtige Frau geht’s
nirgendwo, und oft leben und arbeiten zwei Generationen
Glücklich daheim im Röserental.
Im Hof Grosstannen Bubendorf gehen viele
fröhliche Feste über die Bühne.
LiMa Juli-August 2009
im gleichen Betrieb.
Text: Meta Zweifel, Fotos: Guido Schärli
Herzlich Willkommen grüsst eine
riesige Inschrift über dem Restaurant des
Hofguts Grosstannen in Bubendorf,
eine (ausgestopfte) Kuh macht freundlich die Türwächterin. Beim LiMa­Augenschein sitzt eine vergnügte
Gesellschaft von etwa 50 Personen nach
dem Mittagsmahl beim Kaffee und ist im
Begriff, in das von einer Ländlerkapelle
intonierte Lied «s Ramseiers wei go
grase» einzustimmen. Die kleinen
Kinder unterhalten sich derweil in der
Spielecke, die grösseren tollen auf dem
schönen Grosstannen-Spielplatz umher.
Der Restaurant-Raum, der bis zu
200 Gäste aufnehmen kann, lässt sich
aber auch als Tagungsort nutzen, alle
technischen Gerätschaften wie Beamer
oder DVD sind verfügbar. «Vor Jahren
haben wir in einer Scheune mit einem
Hochzeits-Apéro begonnen», berichtet
Dolores, die Frau von Hansueli Handschin, gelernte Köchin und Gastgeberin.
Danach habe Mundpropaganda dazu
beigetragen, dass im Jahre 2000 ein
Hofrestaurant eröffnet werden konnte,
ergänzt Schwiegermutter Handschin:
«Und heute sind wir auf ein Jahr im
voraus ausgebucht, sehr beliebt ist
auch unser ‹Buurezmorge›.»
– 27 –
Publireportage
Spürnase als Markenzeichen: Roger Meier
Mit Leib und Seele, Bits und Bytes: Dilip Zulian, Roger Meier, Elias Buff
Wirkt Wunder
Betreuung von KMU
Nicht nur das: Das Rorotec-Team betreut
Unternehmen aus der ganzen Region Nordwestschweiz. Es installiert Server und Netz­werke, kennt die geeigneten Methoden zur
Datensicherung, erstellt Websites und bietet
seiner Kundschaft persönlichen und tele­
fonischen Support. Wer sich ganz entlasten
möchte, schliesst einen Support­vertrag
ab und legt den regelmässigen Check seiner
Rechner in die Profi-Hände von Rorotec.
*PE+
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Rorotec, Bahnhofstrasse 3, Lausen
061 923 34 00, www.rorotec.ch
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EINKERAMISCHES:AHNIMPLANTAT
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«Wir lösen jedes Problem!» lautet die Devise
des Rorotec-Teams. Tatsächlich: Wer einen
Blick in Roger Meiers Computerwerkstatt
wirft, zweifelt keinen Augenblick daran, dass
sich hier jemand in Hardware und Software
auskennt wie in seiner eigenen Hosentasche.
Seine feine Spürnase ist sein Markenzeichen,
und so landen nicht selten Patienten bei ihm,
die andernorts bereits aufgegeben wurden.
Mit Erfolg – die Bits und Bytes werden alle
wieder an ihren richtigen Platz gestellt.
lt.
ahr e a
J
0
1
c ist
st
Rorote Jubiläumsfe
es
Gr oss
er.
Oktob
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1
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SW I S S M
A
7iHREND )MPLANTATE AUS -ETALL OFT iSTHETISCH NICHT ~BERZEUGEN IST EIN )MPLANTATSYSTEM AUS :IRKONOXID WIE
:,OOK DURCH DEN VERWENDETEN 7ERKSTOFF NAT~RLICH WEISS UND METALLFREI $IE DAF~R VERWENDETE +ERAMIK
:IRKONOXID 4:0! ")/()0‡ IST GEPR~FT UND SEHR GUT VERTRiGLICH $AS -ATERIAL HAT SiMTLICHE "IOKOMPATI
BILITiTSTESTS BESTANDEN %S VERF~GT ~BER EINE RUND DREIMAL HyHERE "IEGEFESTIGKEIT ALS4ITAN UND IST NACH
ALLENERFORDERLICHENDEUTSCHENEUROPiISCHENUND53AMERIKANISCHEN2ICHTLINIENZERTI½ZIERTUNDZUGE
LASSEN&~RDIEMEDIZINISCHE!NWENDUNGWERDENDIEHOHECHEMISCHE"ESTiNDIGKEITUNDDIEEXZELLEN
TE+yRPERVERTRiGLICHKEITVON+ERAMIKEBENSOGESCHiTZTWIEAUCHiSTHETISCHE'ESICHTSPUNKTE
-ANMUSSSICHDAR~BERIM+LARENSEINDASSJEDES-ATERIALDASMANINDIE-UNDHyHLEEINBRINGT
EINEN&REMDKyRPERDARSTELLTUNDDERMENSCHLICHE/RGANISMUSDARAUFREAGIERENKyNNTE$AS
:IELSOLLTEALSOSEINEIN-ATERIALZU½NDENAUFDASDER+yRPERMyGLICHSTNEUTRALINKEINEM
&ALLABERNEGATIVREAGIERT"ESONDERSBEI!LLERGIKERNUNDELEKTROSENSIBLEN-ENSCHENSIND
KERAMISCHE:AHNERSATZVERSORGUNGENDIEBEVORZUGTE7AHL
)NFORMIEREN3IESICH~BERDEN+ERAMIKSPEZIALISTENMITJAHRELANGER%RFAHRUNGUNTER
WWWZSYSTEMSBIZODERNUTZEN3IEDIE-yGLICHKEITSICHBEIEINEMPERSyNLICHEN'ESPRiCH
MIT )HREM :AHNARZT ODER UNSEREM !USSENDIENSTMITARBEITER DIE6ORTEILE DIESES KERAMI
SCHEN3YSTEMSNiHERVORZUSTELLEN7IRSINDGERNE)HR!NSPRECHPARTNERINDER0RAXIS
:3YSTEMS!'
"ITTERTENSTRASSE#(/ENSINGEN4EL
&AX-AILSUPPORT ZSYSTEMSBIZWWWZSYSTEMSBIZ
– 28 –
LiMa Juli-August 2009
Einkaufen auf dem Bauernhof: Der neue Laden
von Carmen und Peter Handschin auf Grosstannen.
Auf Wunsch bringt Senior-Bauer
Peter Handschin Kuhglocken so kunstvoll zum Klingen, dass man sich an
einem Alpaufzug wähnt. 15 Kühe vom
Hofgut Grosstannen erleben denn auch
tatsächlich Jahr für Jahr einen Alpaufzug
– einen motorisierten allerdings. Sie
sömmern auf Alpen im Berner Oberland
und im freiburgischen Charmey: Das
Alpkäse-Angebot, das Peter und Carmela Handschin-Bühlmann im Grosstannen-Hofladen anbieten können, ist eine
Reise nach Reigoldswil oder den Besuch
des Freitag-Buure-Märts in Sissach
wert. Weine vom Eigenanbau, delikate
Schnäpse, köstliche Konfitüren und
Dauerwürste – ein kulinarisches Dorado.
Delikat sind auch die Bauernhof­
glacen vom Schillingsrain in Liestal.
«Für die Direktvermarktung von Früchten, Bauernbrot, Zopf und Glace sind
mein Mann und ich verantwortlich»,
erklärt Gertrud Rupp. «Unser Sohn ist
für Milchwirtschaft und Ackerbau zu­ständig. Er hilft uns bei Bedarf aus – und
wir packen an, wenn Martin und die
Schwiegertochter helfende Hände benöti­gen.» Jeweils am Mittwochnachmittag
kommt Gertrud Rupps Schwester aus
dem Wallis ange­reist, sie hilft auf den
Blumenfeldern mit, die zum Selberpflücken einladen und am Donnerstag steht
sie am Stand auf dem Basler Marktplatz.
Die Glace-Produktion eignet sich
vorzüglich für die Verwertung von
Milch, Rahm, hofeigenen Früchten oder
solchen aus der Region: «Da weiss man,
was man hat», sagt Gertrud Rupp mit
berechtigtem Stolz: Wer am Automaten
vor dem Hof Schillingsrain Eiscreme
oder Sorbet bezieht, kann sich auf ein
LiMa Juli-August 2009
Frische Milch, Rahm und Früchte aus der Region
­stecken in der Glace vom Hof Schillingsrain.
grundehrliches Produkt freuen, das frei
ist von Farb- und Konservierungsstoffen.
Um Erdbeeren, ebenso um Heidelbeeren und Johannisbeeren geht es auf
den Feldern, auf denen Felix Haumüller
in Füllinsdorf und seine Familie Früchte
zum Selberpflücken anbieten. «Bei
den Erdbeeren haben wir drei Sorten
angebaut. ‹Sinfonie›, die auf Kiesboden
wächst, macht den Start, etwas später
kommt in leichter Hanglage eine andere
Sorte zur Reifung und ‹Clary› macht
– 29 –
AUFGEFALLEN
– 30 –
LiMa Juli-August 2009
HOFLEBEN
Am Nachmittag gibt es Ausgang ins Freie für
die Legehennen auf dem Neuhof Liestal.
Selbst gepflückt! Prächtige Beerenkulturen
der Familie Haumüller, Füllinsdorf.
LiMa Juli-August 2009
je nach Wetterlage Ende Juni den
Schluss.» Was sicher nicht jeder Laie
weiss: Nach zwei Jahren sind die
Erdbeerpflanzen ermattet und müssen
ersetzt werden.
Auf dem Haumüller-Hof wird auch
Ackerbau betrieben. Die Beerenkulturen
hat Felix Haumüllers Vater aufgebaut,
nachdem 1974 der Hof in Brand geraten
war. «Meine Eltern sind damals vor dem
Nichts gestanden», weiss Felix Haumüller. Die Anschaffung von Kühen war aus
finanziellen Gründen nicht möglich, so
wurde denn Vater Haumüller wenige
Jahre nach dem Brand mit seiner Erd­
beerenpflanzung für Selbstpflücker im
Kanton zum Pionier. «Wer selbständig
ist, muss eben auch Enthusiasmus
aufbringen», lautet Felix Haumüllers
Kommentar.
Selbständigkeit auf anderer Ebene
geniessen auch die rund 750 Freilandhühner der Familie Weber auf dem
Neuhof in Liestal. «Unsere Legehennen
haben täglich Zugang zum Wintergarten
und am Nachmittag halten sie sich im
Freien auf der Weide auf», berichtet
Werner Weber. Ernährt werden die
Hühner mit so genanntem «Alleinfutter»,
mit einer Körnermischung.
Frische Eier sind etwas ganz besonders Feines. Werner Weber muss aber
immer wieder Eierkunde vermitteln:
«Gekochte Eier lassen sich dann praktisch nicht schälen, wenn die Eier frisch
gelegt worden sind, es ist eine gewisse
Lagerdauer notwendig – und haben dann
allerdings den Vorteil, dass sie auch nach
Wochen noch gut sind.» Vorausgesetzt,
man bewahrt sie bei einer Lagertemperatur von 10 –15 Grad auf. Bei Webers
gibt’s aber viel mehr als Eier: Im Hof­laden werden Kartoffeln, Mehl, und
feiner Süssmost von Hochstammbäumen
verkauft und jeden Samstag duftet es
nach frischem Zopf.
Die Milch vom Familienbetrieb
Schauenegg nahe Bad Schauenburg in
Liestal wird abgeholt und kommt in
die Regiomolkerei in Frenkendorf, die
ursprünglich aus dem «Milchhüsli»
Liestal hervorgegangen ist. Milchwirtschaft... ein Thema, das derzeit von allen
möglichen Gremien diskutiert wird.
Für Bauer Heinz Zimmermann ist das
Problem vielschichtig. «Die Schwierig– 31 –
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« Und abends
wieder zu Hause bei
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– 32 –
LiMa Juli-August 2009
Kurze Wege: Die Schauenegg-Milch
wird täglich in der Regiomilch Frenkendorf
verarbeitet.
keiten sind zum Teil haus­gemacht und
ein Schweizer Problem, zum anderen
drängt das Ausland mit Milch zu tiefen
Preisen auf den Markt. In ganz Europa
stehen die Milchbauern heute vor einer
schwierigen Situation.» Wichtig ist
Zimmermann der Hinweis, dass die
Schauenegg-Milch nicht kilo­meterweit
durchs Land gekarrt wird, bis sie
schliesslich zum Konsumenten gelangt.
«Der Kreislauf bewegt sich nicht nur
vom Milchbauern bis zum die Milch
verarbeitenden Produzenten, sondern er
schafft in der Region auch Arbeits­
plätze», gibt er zu bedenken.
Wer nach Glück in flüssiger Form
sucht, wird bei Susanne und Franz
Kaufmann im Uetental ob Liestal fündig.
Ihr Vin mousseux aus der Traubensorte
Johanniter mit dem schönen Namen
«Baselbieter Glückstropfen» ist reine
Gaumenwonne. Für glückhaften Genuss
sorgen auch die anderen Wein im
Angebot, so der Liestaler Kerner oder
der Blauburgunder. Glück und Kost­
barkeit in einem sind der Rebberg, der
Landwirtschaftsbetrieb im Nebenerwerb
und das Grasland, auf dem Milchschafe
weiden: All das befindet sich auf
­unbebauten Naturraum von seltener
Ursprünglichkeit. Hochstammbäume mit
alten Obstsorten, Schmetterlinge, der
Gartenrotschwanz und andere, selten
gewordene Vogelarten, weiter Blick
hinaus ins Land: Die Kaufmanns geniessen ihre Naturoase mit respektvoller
Liebe – davon kann man sich auch dann
überzeugen, wenn ab Ende August
und bis Anfang Oktober in der Eigen­
gewächswirtschaft Gäste empfangen
werden.
LiMa Juli-August 2009
Besonderes Eigengewächs im Uetental:
Susanne und Franz Kaufmann
Mit Liebe wird auch der «Liestaler
Schnäggebärgler» produziert: «Ein Wein,
der auf seine Weise Bezug nimmt zur
Themenausstellung ‹Spurwechsel/
Schnecken erzählen globale Geschichten›
im Dichter- und Stadtmuseum Liestal»,
sagt Franz Kaufmann, Stiftungsrats­
präsident des Museums. Und seine naturverbundene Frau Susanne macht darauf
aufmerksam, dass im Bann Liestal
105 Schneckenarten leben.
Vielfalt und Ästhetik von 105 Liestaler
Schneckenarten lassen sich im Dichter­
museum erfahren. Strecken auch Sie Ihre
Fühler aus! «Spurwechsel», noch bis im
Frühling 2010. www.dichtermuseum.ch
– 33 –
C hrispi ’ s E rinnerungen
Crispinus Strü
bin
Späne fliegen lassen und Arrest erlassen
«Aufgewachsen bin ich in der Schreinerei am Obergestadeck. Oben am Dachgiebel war in ­
grossen Buchstaben angeschrieben ‹Mechanische Schreinerei›. Unsere Familie bestand aus zwei
Schwestern – beide während des ersten Weltkriegs geboren – aus mir und einer weiteren
Schwester, dem Selmi, das heute beim Törli oben wohnt. Im Haushalt hatte ich nichts verloren.
Geschirr abwaschen, abstauben und Teppich klopfen war Meitliarbeit. Dafür half ich in der
Schreinerei. Ich musste festhalten, wenn etwas zusammengeschreinert worden ist, oder Holzstücke
auf der anderen Seite der Hobel­maschine abnehmen. Es gab keine Späne-Absaugvorrichtung
wie heute, alles ist in die Luft g­eflogen und wenn man die Nase geschneuzt hat, kam alles grau.
Die Werkstatt nannte man ­Buttig, aus dem Französischen. Am Samstag Nachmittag musste
ich sie immer mit dem Lehrbub zusammen putzen.
Fünfundzwanzig Jahre später habe ich als Lehrer Knabenhandarbeit erteilt. Dort hatte ich
einen Schüler, den Sohn eines Schreinermeisters. Einmal verknurrte ich ihn am Freitag nach
Schulschluss dazu, die Schul-Werkstatt zu putzen. Darauf schaute er mich fast weinerlich an und
sagte: ‹Das muss ich schon daheim machen heute Abend›. ‹Also dann hau ab,› antwortete ich ihm.
‹Die Strafe ist erlassen.›» Aufgezeichnet von Bea Rieder
– 34 –
LiMa Juli-August 2009
Foto z.V.g.
Foto: Karin Jeitziner
Lesestoff für den Sommer
Was packen wir dieses Jahr in die Strandtasche ein?
Monika Neuenschwander, Leiterin der Papeterie und
­Buchhandlung Lüdin, hat drei prima Vorschläge:
Die Kultgeschichten aus den Sechziger Jahren. Der kleine
Nick ist auf Reisen und schildert seine Erlebnisse auf eine
Weise, dass «die Erwachsenen beim Vorlesen so viele
Tränen lachen, dass die zuhörenden Kinder sich beschweren.» (Basler Nachrichten). Wunderbar illustriert von
Jean-Jacques Sempé.
Der kleine Nick auf Reisen, Goscinny Sempé, Diogenes, CHF 13.90
Christine will mit ihrem Mann auf Sylt einen erholsamen
Urlaub verbringen. Doch da taucht Tante Inge auf, und mit der
Ruhe ist es vorbei. Weshalb ist sie ohne ihren Mann gekommen? Weshalb sucht sie verschiedene Ärzte auf und trifft sich
mit einem charmanten Unbekannten? Mit ihrer Geheimniskrämerei versetzt sie alle in helle Aufregung. Als dann auch
noch ihr Mann Walter eintrifft, ist das Chaos perfekt. Eine
herrliche Familienkomödie.
Tante Inge haut ab, Dora Heldt, dtv, CHF 22.60
Der gewaltsame Tod ihres Mannes ist für Karen Friedman ein
ungeheurer Schock. Doch der wahre Alptraum beginnt erst,
als sie nach seinem Tod die Wahrheit über sein Leben wissen
will. Der perfekte Ferienthriller.
Treu und Glauben, Andrew Gross, Scherz-Verlag, CHF 26.90
LiMa Juli-August 2009
Die Australierin Georgia ist Austauschstudentin und lebt
bei einer Gastfamilie in Lausen. Sie berichtet regelmässig für LiMa über ihre Erlebnisse. Zum ersten Mal hat
sie sie in Deutsch verfasst. Wir verfolgen gespannt ihre
Fortschritte.
Globetrotterin
in Europe
Vor zwei Wochen bin ich von Liestal nach
Lausen zu meiner zweiten Gast Familie gazogen. Aber ich gehe immer noch in Liestal zur
Schule. Und meine nexste Gast Familie wird
auch in Liestal sein.
Ich habe viel gemacht in die letzte
2 monaten einschliesslich zu Frankreich with die
Peugeot club gefahren. Ich war mit ein member
von dem club und wir zusammen treffen in
Basel und dann wir haben durch Frankreich gefahren zu eine Peugeot museum. Es war mein
erste mal in Frankreich so ich war glücklich zu
Frankreich gesehen und auch die alte Peugeot’s
autos gesehen. Es war sehr schoen zu fahren,
sehr gruen und ‹picture perfect›. Die Peugeot
museum war auch interressant. Ich habe die
sehr alte peugeot’s gesehen.
Ein andere hoehepunkt war Graubunden
in dem Sommer. Die auto park platz fuer die
Winter ist jetzt ein ‹lake› fuer die Sommer!
Ich denke das erstaunlich das es war ein
park platz und jetzt es ist ein shoenes ‹lake›
fuer schwimmen und chillen! Und jetzt bin ich
bereit fuer die Europe Reise mit Rotary am
dieses Samstag. Wir gehen zu Deutschland,
Czech Republik, Oesterrich und Italia fuer 12
tagen. Ich freue mich!
– 35 –
LIESTAL LIVE
Leidenschaftlich
beobachten
«Schau mal, dort drüben hat es junge
Schwanzmeisen!» «Gehen wir etwas
weiter weg. So können wir, ohne zu stören, beobachten, wie sie von ihren Eltern
gefüttert werden.» Barbara Mächler
(rechts) ist Präsidentin des Natur- und
Vogelschutzvereins Liestal, Edith Kühnis
plant das Jahresprogramm.
Beide Frauen beobachten leidenschaftlich gerne Vögel und engagieren
sich für sie. Edith organisiert Anlässe
wie den Vogelzugtag auf dem Aussichtsturm, hilft an den Pflegeeinsätzen beim
Heckenweiden schneiden oder Heuen
in der Tugmatt. Barbara leistet ebenfalls
– 36 –
Naturschutzarbeit und leitet Exkursionen
und Kurse.
«Wenn man einen Vogel entdeckt,
ruhig sein und mit langsamen Bewegungen den Feldstecher hochheben,
sonst ist der Vogel weg, bevor man ihn
gesehen und bestimmt hat», meint Edith.
Mit etwas Glück und Geduld kann man
im Uetental einen Gartenrotschwanz
(Vogel des Jahres 2009!) beobachten
oder am Schleifenberg einen Waldlaubsänger. «Während der Brut- und Setzzeit
sollte man die Wege nicht verlassen und
Hunde an die Leine nehmen», betont
Barbara, «viele Vögel brüten in Bodennähe.»
Der NV Liestal bietet für Schul­
klassen naturkundliche Exkursionen an.
Ein besonderer Tag wird der Baselbieter
Naturschutztag am 31. Oktober sein.
Zusammen mit der Bürgergemeinde
Liestal pflanzt der Natur- und Vogelschutzverein eine Hecke auf der Sichtern. Alle, die mithelfen wollen, sind
herzlich willkommen. (www.nvliestal.ch)
Andreas Baumeister
LiMa Juli-August 2009
RÜCKSPIEGEL
Friedlich unterwegs
An einem Sonntag im Mai
erreichte die 30-köpfige
Gruppe, die «für eine
­Zukunft ohne Atomkraft»
von Genf nach Brüssel
­wandert, den Etappenort
Liestal. Sie wurde von den
Grünen Liestal empfangen
und ­bewirtet.
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Der König und sein Wattebäuschchen
Wer hätte das
gedacht. Ich trete
gegen einen Schwingerkönig an. Den Nöldi
Forrer. Wir kämpfen
nicht etwa um einen
Titel, wahrschein­lich
Regula Wenger,
steigt er deshalb so
Journalistin und Autorin
entspannt in die
Schwingerhosen, während ich erst mal
über deren diverse Öffnungen staune.
Dann stehen 120 Kilogramm Mann vor
mir. Puhhh! Ich denke an meinen breit­
LiMa Juli-August 2009
schultrigen Onkel: Er nennt mich seit jeher
«Goldschatz», schliesst mich zur Begrüssung
immer so fest in die Arme, dass sich meine
Lungenflügel erst nach Tagen wieder ent­
falten. Und ich erinnere mich an früher, als
meine Geschwister und ich meinen Vater
in die Knie zwingen wollten. Dieser lächelte
mitleidig, beugte sich zu uns hinunter und
erkundigte sich fürsorglich, ob wir denn
wirklich an einem Felsen rütteln wollten.
Wir wollten. Immer. Aber ein Fels ist ein
Fels. Und jetzt steht dieses Bergmassiv
von einem Menschen vor mir.
Rückspiegel: senden Sie uns ein Bild Ihrer
Veranstaltung an lima@riederpr.ch
KOLUMNE
Wir schwingen. Ich korrigiere: Nöldi
schwingt mich. Wirbelt mich durch die Luft,
als wäre ich ein untergewichtiges Wattebäuschchen. Schliesslich stellt er mich auf
die Füsse, tut schwach und lässt sich von
mir niederringen, um nur Zentimeter vor
meinem Sieg grinsend zu verharren. Ich
mühe mich damit ab, den Schwingerkönig
in rein sportlichem Sinne flach zu legen.
Er amüsiert sich prächtig.
Früher hielten sich Könige Narren zu
ihrer Unterhaltung...
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