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Interview
Der Reinheimer Gewerbeverein veranstaltet die Deutsch-Italienische
Woche. Was halten Sie von dieser Idee?
Bereits 2003 war die Deutsch-Französische Woche ein guter Erfolg, an dem
auch die Stadt Reinheim ihren Anteil hatte. Immerhin haben wir bestehende
hervorragend funktionierende Partnerschaften nach Cestas/Frankreich und
Licata/Italien. Deutsche und Italiener gehören zu den Gründern der
Europäischen Union. Sie arbeiten seit Jahrzehnten vertrauensvoll
zusammen. Viele Italiener arbeiten und leben teils seit mehreren
Generationen in Deutschland, Millionen Deutsche lieben Italien als
Urlaubsland und die italienische Lebensweise. Deutschland und Italien
haben enge wirtschaftliche Beziehungen, es besteht ein reger
Kulturaustausch. Die Kulturen und Gesellschaften profitieren in jeder
Hinsicht voneinander. Der Reinheimer Gewerbeverein bestätigt diese Realität
eindrucksvoll mit der Deutsch-Italienischen-Woche 2004.
Was kann die Stadt für die Deutsch-Italienischen Beziehungen tun?
Seit 2001 besteht eine formelle Partnerschaft mit der italienischen Kommune
Licata auf Sizilien. Jugendgruppen und Vereinen haben Anteil an einem
regen Austausch der Bevölkerung. Junge Menschen begegnen sich,
diskutieren über ihre Zukunft und wollen zusammenarbeiten wie z.B. letztes
Jahr zum Thema „Klimawandel – Hochwasser und Wassermangel“, Künstler
und Gewerbetreibende knüpfen Kontakte. Regionale Produkte aus Licata
und Sizilien werden auch während der Deutsch-Italienischen Woche
angeboten. Dazu zählt pikanter Käse ebenso wie erntefrisches Obst und
Gemüse. Sie ergänzen das hervorragende Angebot der einheimischen
Händler.
Erleben wir 2004 noch mehr Italien in Reinheim?
Aber ja. Licata wird auf dem Reinheimer Markt am 5. und 6. Juni mit einem
Stand regionaltypischer Erzeugnisse vertreten sein. Devise: „Frischer Genuss
aus dem Land der Sonne“. Eine Woche später tritt die Band RGS, eine junge
spontane Gruppe aus der Stadt am Meer, bei den Reinheimer Musiktagen in
Georgenhausen auf. Also bitte den 12. und 13. Juni vormerken für alle Fans
von Italo-Pop, Ramazotti usw. Im September gastiert ein Theaterensemble
aus Licata in Reinheim, Darmstadt und Frankfurt und natürlich sind die
Insulaner auch beim Reinheimer Weihnachtsmarkt wieder dabei.
Umgekehrt erreichen uns im Internationalen Büro der Stadt regelmäßig
Anfragen für Reiseplanungen nach Sizilien und speziell Licata. Bürger und
Künstler suchen Kontakte ebenso wie Jugendgruppen und Schulen.
Können Städtepartnerschaften zwischen so weit entfernt liegenden
Städten wie Cestas (1200 Km), Sanok und Licata (2400 Km) überhaupt
funktionieren?
Die Realität zeigt, es ist möglich und zwar sogar sehr gut. Ja, unsere
Kontakte haben eine Dynamik, die ihren Niederschlag findet in den
Jugendbegegnungen, im Austausch von Bürgern und Vereinen. Hier wird
Europa gelebt. Und im Zeitalter von Universal Mobile Telecommunications
System (UMTS), Internet und E-Mail, Fax und Telefon kann es keine
ernsthaften Kommunikationsprobleme geben. Schon Goethe zeigte vor 150
Jahren, wie man entfernt liegende Ziele erreicht und das mit wahrlich
schlechteren Transportmitteln wie heute. Wo die Bereitschaft von
Bürgerinnen und Bürgern zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit
vorhanden ist, funktionieren Städtebündnisse auch über weite Distanzen.
24. März 2004/LL
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Bildung
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