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20. Qualitätsforum 2010 Qualitätsmanagement vs. Hygieneskandal

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20. Qualitätsforum 2010
Qualitätsmanagement vs. Hygieneskandal
- was haben wir aus der Krise gelernt -
November 2010
Kurzvorstellung SHS
Junges Unternehmen mit einer langen Tradition in der Aufbereitung
wiederverwendbarer Medizinprodukte (seit 1992) mit den Leistungsschwerpunkten:
 Consulting
 Planung
 Qualitätssicherung
 Interimsmanagement
 Betrieb von zentralen Sterilgutversorgungsabteilungen
In unseren Vorstellungen ist die zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) ein
„Center of excellence“ für die Leistungsempfänger (OP) als Dienstleister innerhalb
der Klinik.
Folie 2
Historie der „Krise“
Anfang Juli 2010 wurde mit Bescheid des RGU die Aufbereitung von wiederverwendbaren
Medizinprodukten der Gruppe „kritisch c und b“ in der ZSVA des Klinikums Bogenhausen von
heute auf morgen mit folgenden Auswirkungen untersagt:
 Keine Aufbereitung für das Klinikum Bogenhausen
 Keine Aufbereitung für das Klinikum Neuperlach
 Gesamtkapazität der ZSVA betrug ca. 70.000 STE
 keine nennenswerte Möglichkeit in den anderen ZSVA´s (STKM ) aufzubereiten
 Umstellung der internen bisherigen Versorgungsstrukturen
 Beauftragung externer Beratungsfirmen bis zur Restrukturierung der ZSVA
Trotz der vorgenannten Maßnahmen musste die OP-Auslastung über mehrere Monate
erheblich gesenkt werden.
Folie 3
Wie konnte es soweit kommen?
Die Anforderungen an eine ZSVA sind in den letzten 10 Jahren durch die veränderten gesetzlichen und
normativen Bestimmungen erheblich gestiegen
Zeitgleich wurden die aufzubereitenden Instrumente auf Grund der veränderten Operationsmethoden (z. B.
minimalinvasive Techniken, Robotertechnologien etc.) wesentlich anspruchsvoller
Der „Leistungsdruck“ im OP-Bereich steigt und somit auch auf alle „zuliefernde Bereiche“
Die ZSVA galt jahrzehntelang als „Kellerkind“ innerhalb einer Klinik. Die Qualifikation der ZSVA Mitarbeiter
wird oftmals dem benötigten Anspruch nicht gerecht. Somit ging die Schere zwischen Anspruch und
Wirklichkeit immer weiter auseinander.
 Keine ausreichende Ausbildung der Mitarbeiter, fehlendes QM-System und IT
 Fehlende Dokumentation, Herstellerangaben, aktuelle Sieb/Packlisten, Schulungen, SOP, VA, AA
 baulich- technische Mängel, Validierungsbericht fehlerhaft
Folie 4
Eingeleitete Maßnahmen
 Sofortige Einberufung eines Krisenstabs
 Beauftragung von externen Beratungsfirmen
 Beauftragung eines Interimsmanagement zur Restrukturierung der ZSVA
 Erstellung eines Maßnahmenkataloges in enger Abstimmung mit der Behörde
 Priorisieren der Aufgaben
 Festlegung der benötigten Ressourcen
Versorgungssicherung durch externe Kliniken
 Aufbau eines Notfallkonzeptes
 Mitarbeitersuche für Basispersonal und Leitungsaufgaben
 Bsp. 600 Bewerber > 2-3 mit Fachkunde I haben sich gemeldet)
Als eine der wichtigsten - jedoch auch die langfristigste Aufgabe - war und ist die
Personalqualifikation.
Folie 5
Status Quo
Seit Mitte September (rd. 10 Wochen nach der Schließeung) wird wieder im Klinikum
Bogenhausen für das Klinikum Bogenhausen Medizinprodukte der Gruppe „kritisch b „
aufbereitet
Klinikum Neuperlach im Januar 2011 wieder über Bogenhausen versorgt
Personalsuche ist abgeschlossen, Qualifizierung erfolgt kontinuierlich
Kontinuierliche Abarbeitung der nachrangigen Aufgaben aus dem Maßnahmenplan
Aufbau eines Qualitätsmanagementsystem für alle ZSVA´s innerhalb der StKM
Benötigter Zeitraum bis zur vollständigen Umsetzung; Ende 2011
Folie 6
Problemfelder in der Bewältigung der „Krise“
- Kommunikation  Fehlende Strukturen in der Vergangenheit
 Zwischen ZSVA und den Leistungsempfängern, Verwaltung, Betriebsleitung, ZSVA
 Viele Aufgaben zeitgleich durchführen
 Verschiedenste Abteilungen/Firmen, Einkauf, Technik, Beschaffung etc.
Der Aufbau von Regelungen zur Verantwortlichkeiten / Zuständigkeit , müssen im
laufenden Betrieb für fast alle Bereiche neu definiert werden.
Folie 7
Was haben wir daraus gelernt?
Die ZSVA sollte die Bedeutung innerhalb der Klinik erhalten, die Sie als
„Herzstück“ des operativen Betriebs benötigt.
Einführung eines Qualitätsmanagementsystemen für alle ZSVA´s in der
STKM.
Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter ist die beste
betriebswirtschaftliche Lösung, um dem Kostendruck in den
Krankenhäusern entgegen zu treten und eine gesicherte Qualität zu
gewährleisten. Hier kann auch eine Systempartnerschaft mit Externen
sinnvoll sein.
Folie 8
Ausblick und Einschätzung „ZSVA“
Meine persönliche These:
Die sogenannte „Hygienekrise“ in der Aufbereitung wiederverwendbarer
Medizinprodukte ist sicherlich kein Einzelfall.
Ein nicht unerheblicher Anteil der deutschen Kliniken ist in vergleichbaren
Situationen.
Die ZSVA wird in der Zukunft - auf Grund der steigenden OPAnforderungen - und den damit verbundenen, betriebswirtschaftlichen
Auswirkungen einer höheren Stellenwert erhalten.
Folie 9
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Folie 10
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Bildung
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