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Kolleg für Gemeindedienst- was bringt mir das? - Bodelschwingh

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Kolleg für Gemeindedienst- was bringt mir das?
Der Name sagt es schon: hier geht
es um eine Ausbildung, die Christen
befähigen soll, in ihrer Gemeinde Gott
fundierter zu dienen. Und ich bin mit
unter den Teilnehmern. Einige von
uns haben schon eine konkrete Vorstellung, für welche Aufgaben sie sich
ausbilden lassen möchten. Bei mir
gibt es bisher kein spezielles Projekt.
Aber ich möchte etwas lernen über
Gott, die Auslegung der Bibel und
Gemeindearbeit. Im Kolleg erhalte
ich dabei „Orientierung im Dschungel“: Im kleinen Einheiten gibt es hier
die Übersicht, um sich in Themen,
Büchern und Programmen zurechtzufinden. Vor allem jedoch stehen
die Seminare des Kollegs unter dem
Thema Praxishilfen für die Bibelauslegung. An unterschiedlichen Bibeltexten möchten wir die Auslegung lernen
und einüben.
Ich merke, wie ich beim persönlichen
Bibellesen einen genaueren Blick auf
die Bibeltexte und ihre Details werfe.
Die Mühe lohnt sich, das habe ich
im Kolleg gesehen. Hier heißt es: wir
müssen uns zum Text nichts ausdenken, lediglich genau hinsehen und mit
geeigneten Hilfsmitteln, die wir im einzelnen kennen lernen und erproben,
auslegen. Dazu gehören Fragen wie:
Was wissen wir über den Autor des
Textes? Unter welchen Umständen lebten die ersten Empfänger? Was waren
ihre Fragestellungen und zu welchem
Zweck also wurde der Text vermutlich
geschrieben? Das vermehrt nicht nur
das Wissen und übt das Gedächtnis,
sondern stärkt auch den eigenen Glauben. Neben der Wissensvermittlung
geht es dann auch um die Praxis: Wie
geht es mir mit diesem Text? Wie können wir sog. „schwierige Stellen“ in der
Bibel verstehen oder Texte für andere
verständlich machen? Wie gehe ich
vor, wenn ich eine Kurzandacht oder
eine Bibelarbeit halten soll?
Die fröhliche und offene Gemeinschaft unter den Teilnehmern tut gut.
In einer besonderen Runde können
auch Fragen, die unter „den Nägeln
brennen“, im Plenum besprochen
werden. Im schönen Ambiente der
Unterkünfte und bei gutem Essen bin
ich dankbar für die intensiven Wochenenden, bei denen wir unseren
Geist, Seele und Körper stärken können.
Kerstin Wendtland ist Teilnehmerin im
Kolleg-Programm in Mecklenburg-Vorpommern und kommt aus Wolgast.
Impressum:
Herausgeber: BODELSCHWINGH-STUDIEN-
Kolleg: www.das-kolleg.de
STIFTUNG
Studienleitung: Pastor H.Bernick, Marburg,
Vorstand: Karsten Vehrs (Vors.), Jochen Tel.: 06421-617982. , Mail: bernick@das-kolleg.de
Roth, Udo Zansinger
Studienassistentin:C. Schaak, Marburg
Anschrift: Schwanallee 53 ,35037 Marburg
Tel.: 06421-270735 Mail: christine.schaak@gmail.
Tel: 0 64 21–2 13 37 , Fax: 0 64 21–1 59 11 Mail: com
bshmarburg@gmx.de
Bankverbindung: Konto 377 000 501,
Studienstiftung: www.bshmarburg.de
BLZ 670 400 31
B O D EL S CH W I N G H
S T U D I ENS T I F T U N G
FREUNDESBRIEF
BODELSCHWINGH-STUDIENSTIFTUNG
NR. 68 | APRIL 2013
Liebe Freunde der Bodelschwingh-Studienstiftung!
Kein Gott der Toten,
sondern der Lebenden!
Sie finden es zum Totlachen. Eine Auferstehung der Toten, überhaupt: ein Leben
nach dem Tod – das glauben die Pharisäer, aber sie nicht. Und wahrscheinlich
kann man das Schmunzeln auf ihren Gesichtern sehen, als die Sadduzäer Jesus
die ausgeklügelte Geschichte erzählen:
Meister, wie ist das mit der Auferstehung? Stell dir vor, eine Frau wird Witwe, bevor sie Kinder bekommen hat.
Ihr Mann hatte sechs Brüder. Nach
unserem Recht muss dann einer von
ihnen sie heiraten, damit es Erben
gibt. Wenn der nun auch kinderlos
stirbt, und der nächste auch und so
alle Brüder sterben – sag uns: Wenn
sie die Frau aller sieben Männer war,
wessen Frau wird sie in der Auferstehung sein?
steigen werden; dass es ein Gericht vor
dem heiligen Gott geben wird; und dass
es ein ewiges Leben geben wird, in dem
Gott unter seinen Menschen wohnt. Niemand kam je auf das, was Gott in der
Bibel über die Auferstehung sagt. Und
niemand ist bis heute darauf gekommen. Im Gegenteil: alle Vernunft streitet
dagegen – auch meine und vermutlich
Ihre. Und Theologen glauben ihr bisweilen mehr als der Bibel.
ist der letzte Feind, der vernichtet wird.
Dazu genügt keine Idee, dazu braucht es
Gottes Macht-Tat.
Schließlich: Die Auferstehung ist keine Wiederbelebung eines Toten. Es
war nicht wie bei Lazarus, der nach der
Auferweckung weiter alterte und eines
Tages doch sterben musste. Die Auferweckung Jesu war keine Lebensverlängerung, sondern der Durchbruch durch
den Tod.
Gott hat in die Tiefe des Todes gegriffen – dort, wo der Teufel seine grausame Macht mit der Gewalt des Todes
ausübt. Dort hat Gott Jesus herausgeholt. Er hat die Wand des Todes durchbrochen. Darum spricht Jesus von der
anderen Seite des Todes zu uns. Er ist
drüben. Und er ist bisher der Einzige.
Die Auferweckung Jesu ist ohne Analogie. Man kann sie mit nichts, was wir
kennen, vergleichen.
Vermutlich sieht man jetzt den Triumph in ihren Augen, die sagen: Einen auswählen kann er nicht. Sagt er
aber: „Alle!“, ist es eine Vielmännerei
im Himmel. Nein, das kannst du nicht
wollen, Jesus! Siehst du, denken sie,
die Auferstehung der Toten widerspricht der Logik grundsätzlich. Es
kann sie nicht geben.
Seit der Auferstehung von Jesus hat
das Gelächter der Spötter nicht aufgehört. Aber es gibt jetzt das Osterlachen,
das zeigt: Wir haben die Nachricht vom
Sieg erhalten und wissen:
Es hat ausgetötet.
Es grüßt Sie Ihr
Jesus hält ihnen genau ihre Logik entBild: Das Kreuz mit Blitzableiter auf dem Nebelgegen: Ihr schließt aus euren Büchern horn bei Obersdorf.
auf die Auferstehung? Von Kirchengesetzen auf den Himmel?
Von der Auferstehung wissen wir nur aus
Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, dem Wort Gottes. Da steht:
sondern der Lebenden – deshalb irrt ihr
grundsätzlich! (Mk. 12,27). Wenn man
über den Himmel denken will, muss
man bei Gott anfangen. Wenn man beim
Menschen anfängt, endet man auch
beim Menschen.
Zunächst: Wir haben kein ewiges Leben
in uns – etwa als unsterbliche „Substanz“. Die Lehre von der Unsterblichkeit
der Seele ist eine griechische Idee. In
der Bibel finden wir sie nicht.
Sodann: Der Tod ist eine Macht. Er ist
Die Auferstehung kann man nur von Gott der Angriff auf Gottes Schöpfung. Er
wissen. Niemand ist je darauf gekommen: dass die Toten aus den Gräbern
Harm Bernick
B O D EL S CH W I N G H
S T U D I ENS T I F T U N G
FREUNDESBRIEF | 1
INTERN | APRIL 2013
Rückblick auf das Wintersemester 2012/13
TheoTalks: Themen, Menschen und Ideen, die uns weiterbringen
Markus Heide, Leiter der HochschulSMD, im TheoTalk. Heide, Jahrgang
1973, Theologiestudium in Bielefeld,
Heidelberg und Greifswald, Pastor in der
Pommerschen Evangelischen Kirche,
war zum Thema „Mit Jesus an der Uni“
im Studienhaus.
besonderen Lebenssituation von Studenten wurde der Auftrag für Christen
mehrfach plausibel: Das Studium sei
eine Zeit großer Offenheit, in der sich
die Weltanschauung bilde. Dies sei Prägezeit. Darin könne sowohl bei Christen
der Glaube verflachen – ebenso aber
ein Student, der „nichts von Jesus weiß,
An diesem Abend gab es überraschende
kommen, zuhören, sein Leben ändern
Ein-Sichten in die Bibel, zum Beispiel: Das
und beginnen, Jesus nachzufolgen“, sagZeugnis von Christen an der Universität
te Heide.
ist Verpflichtung aus der Erwählung, und
die wurde dann ausführlich einschließ- Ein Abend, der Mut machte, in der Szene
lich einiger tiefschürfender Erkenntnisse von Hörsaal, Mensa, Wohngemeinschafaus der hebräi- ten und Partys Jesus zu bezeugen.
schen und griechischen Sprache lebendig.
Heide zeigte
mit einer elementaren Bi- Ein spannender Abend aus dem Fachbelauslegung bereich „Alte Geschichte“: Schon an den
die Dringlich- falschen Abbildungen könne man erkenkeit des Zeug- nen, wie unwissenschaftlich für Bücher
nisses: Wenn von Dan Brown recherchiert worden sei
Jünger
nicht – der das sagte, muss es wissen. Dr.
reden, werden Martin Heide, Privatdozent am Centrum
die
„Steine für Nah- und Mittelost-Studien der PhilMarkus Heide, Marburg war
schreien“ (Lk. ipps Universität Marburg im Fachgebiet
mit dem Thema „Mit Jesus
19,39f.). An- Semitistik hat so ziemlich sein ganzes
an der Uni“ im BSH.
gesichts der Leben lang alte Schriften analysiert.
Sein Spezialgebiet sind die semitischen
– die im Orient beheimateten – Sprachen. Heide zeigte die Entstehung des
neutestamentlichen Kanons von den ältesten Papyri aus dem zweiten Jahrhundert bis zum Codex Sinaiticus und führte
Dr. Martin Heide, Privatdozent an der PhilippsUniversität Marburg, referierte im Studienhaus
zur Überlieferungsgeschichte biblischer Texte.
in die unterschiedlichen Ausgaben ein.
Er berichtete von Zufallsfunden in Ägypten – nicht selten auf Müllhaufen – und
der mühsamen Entzifferung antiker Texte. Heide wandte sich „gegen das Hochspielen von Differenzen im Text“ und
betonte, in Bibel-Handschriften seien
„sinnverändernde Varianten minimal“.
Das Bodelschwingh- Studienhaus im Sommersemester 2013
Seminar: „Theologie zwischen den Fronten“
Theologie heißt „Lehre von Gott“. Dabei
kümmert sie sich darum, dass diese
Lehre auch auf Fragen der Zeit antwortet. Nicht selten aber wurde sie auch
zu einer Reaktion auf den Mainstream.
Welche Herausforderungen gab es für
die Theologie und wie reagierte sie darauf? Dieser Frage geht das Seminar im
kommenden Semester nach.
Dazu gibt es Konvente und TheoTalks.
Gäste werden Pfarrer Frank Knausenberger (jetzt Döhlau b. Hof), Prof. W.-F.
Schäufele (Theologische Fakultät Marburg), Stefan Loß (Redaktionsleiter im
Evangeliums-Rundfunk Wetzlar) und
Pastor Karsten Vehrs (Vorsitzender der
Studienstiftung, Lintorf).
2 | FREUNDESBRIEF
Die TheoTalks finden nach Termin dienstags um 20.15 Uhr statt.
Folgende Themen stehen im Sommersemester auf den Programm:
• Theologie zwischen Historizität und Wahrheit
• Theologie zwischen Vernunft und Offenbarung
• Theologie zwischen Glaube und Wissenschaft
Die Marburger Tagung zieht jährlich Theologiestudenten aus vielen Universitätsstädten an. Schon jetzt
bereiten Studierende des AgO die nächste Veranstaltung vom 22.-24. November 2013 vor.
Termine der Studienstiftung:
22.-23.3. Kolleg: „Wunder II“ (MVP)
(Bernick)
6.4.
Kolleg: Studientag „Missionarische Diakonie“ (Bernick, Quittkat)
12.-13.4. Kolleg: „Warum unbedingt Jesus?“
Puschendorf (Bernick, Dluzak)
12.-14.4. Semester-Anfangs-Rüste
(Schaak)
15.4.
Beginn des Sommersemesters in Marburg (Schaak)
19.-21.4. Kolleg: „Warum das Kreuz?“
Krelingen (Bernick)
26.-27.4. Kolleg: „Warum unbedingt Jesus?“
MVP (Bernick)
30.4.
Theo-Talk mit Prof. Schäufele
Marburg (Bernick/ Schaak)
14.5.
Theo-Talk mit Stefan Loß (ERF)
(Schaak)
24.-26.5. Kolleg: „Wunder: Botschafter einer neuen Welt“; Puschendorf (Bernick)
31.5.-2.6. Studienhäuser- Treffen
Hann. Münden (Schaak, AgO)
2.6.
Gottesdienst Ströhen/Han.
(Bernick)
7.-9.6.
Kolleg: „Himmel & Hölle“
Krelingen (Bernick)
14.-15.6. Kolleg: „Warum das Kreuz?“
MVP (Bernick)
14.-15.6. Studienhäuser- Leitertreffen
Leipzig (Schaak)
18.6.
Theo-Talk mit Pastor Karsten Vehrs, Lintorf (Bernick, Schaak)
21.-23.6. Kolleg: „Gleichnisse“; Puschendorf
(Bernick, Dluzak, Janz)
25.6..
Theo-Talk mit Pastor Frank
Knausenberger, Döhlau (Bernick, Schaak)
Das Kolleg: Neues Programm im Norden,
Osten und Süden
Seminare in Krelingen b. Hannover, MecklenburgVorpommern und Puschendorf b. Nürnberg
Das Neue Kolleg bietet in
diesem
Jahr
Wochenenden
unter dem Thema „Wie legen
wir die Bibel
aus?“ an.
Dabei werden
ganz
unterschiedliche
Texte – Gleichnisse, Wunder,
Weisheitsbücher der Bibel und Themenreihen in unterschiedlichen Formen ausgelegt. Die Teilnehmer lernen exempla-
rische Schritte vom Bibeltext bis zur
fertigen Bibelarbeit und erlangen auf
diese Weise eine Zurüstung für die
Mitarbeit in unterschiedlichen Gruppen ihrer Gemeinden und für die Predigt. Themen sind unter anderem:
Warum unbedingt Jesus?
Warum das Kreuz?
Himmel & Hölle
Was ist das Besondere an der Bibel?
Hiobs Botschaften
Werkstatt: Psychologie und Seelsorge
Ziemlich beste Feinde - Streit in der
Bibel
Das Neue Kolleg tagt auch auf der Wasserburg Turow/MVP. Dort wird Bibelstudium unter ehrwürdigen Häuptern getrieben.
Kolleg mit Pfarrer Ulrich Parzany
“Lazarus, komm heraus!” – Zu diesem
Thema sprach Pfarrer Ulrich Parzany
(Kassel). „Wenn wir die Bibel verstehen
wollen, kommt es zuerst darauf an, den
Sehakt zu üben.“ Mit diesem Satz begann Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel) ein
Seminar zum Thema „Wie legen wir die
Wunder der Bibel aus?“ und führte vor,
wie das geht: „Genau hinsehen, was da
steht…“.
Die Bekehrung eines Menschen zu Jesus müsse man mit der Auferweckung
eines Toten vergleichen, sagte er anlässlich eines Seminars des Kollegs für Gemeindedienst und der Kurzbibelschule
Krelingen im Geistlichen Rüstzentrum.
In einer Auslegung zur Auferweckung
des Lazarus sagte er, ein Mensch könne
zu seiner Bekehrung etwa so viel tun wie
ein Toter, und verwies darauf, dass nicht
der Mensch seinen Glauben „machen”
könne, sondern Gott ihn vor Grundlegung der Welt erwählt habe. Gott selbst
sei die rettende Kraft. Dann aber sei die
Bekehrung als Hinkehr zu Jesus Christus
und Umkehr von Sünden dran, die der
Mensch nach Tod und Auferweckung
Jesu tun dürfe.
Parzany referierte in weiteren Seminaren über die Grundlagen der Evangelisation und betonte, es gehe elementar
um die Verkündigung des Wortes Gottes.
Die Tat der Christen sei wichtig und stets
normaler Begleiter der christlichen Gemeinde gewesen, sie ersetze aber nicht
das Wort, das dem Suchenden gesagt
werden müsse. Hier habe die Evangelisation – darunter auch die Großveranstaltung – einen bleibend wichtigen
Platz.
Pfarrer Ulrich Parzany, Redner bei ProChrist,
hielt das Seminar „Wunder“ im Kolleg in Krelingen.
FREUNDESBRIEF | 3
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