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Lichtblick für den Monat Januar 2014 Sag mir, was dich trägt. Erzähl

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Lichtblick
für den Monat Januar 2014
von Sr. Maria Reinhildis Gehring SND, Kloster Mülhausen
Sag mir, was dich trägt.
Erzähl mir von dem, was dich hält,
dich nicht verzweifeln lässt.
Zeig mir den Grund deines Vertrauens
die Quelle deiner Kraft.
Berichte mir von deinem Weg in die Tiefe,
damit ich meinen Weg zu gehen wage,
den Grund finde und die Quelle
und Vertrauen schöpfe bei dem,
dem du vertraust.
Rede mit mir von Gott,
damit er lebendig wird
in uns und zwischen uns.
(Verfasser unbekannt)
Liebe Lichtblick-Freunde,
wie die Jahre dahin gehen! Wenn ein neues Jahr beginnt, werden wir uns dessen
immer wieder neu bewusst. „Unsere Tage zu zählen lehre uns, dann gewinnen
wir ein weises Herz“( Ps.90,13). Mahnt der Psalmist.
Für manche Menschen mag es erschreckend sein, Jahr um Jahr zu registrieren,
dass man alt und älter wird. Und was dann, mögen manche fragen?
„Sag mir, was dich trägt.
Erzähl mir von dem, was dich hält,
dich nicht verzweifeln lässt.
Zeig mir den Grund deines Vertrauens,
die Quelle deiner Kraft.“
Im Allgemeinen ist es sehr schwer, einem anderen Menschen auf diese Bitte eine
ehrliche Antwort zu geben. Vielleicht ist es uns selbst nicht immer bewusst, aus
welchen Quellen wir die Kraft zum Durchhalten und Weiterleben schöpfen,
wenn die Situation schwer geworden ist, dass wir eher verzweifeln möchten.
Und doch, der Glaube, der uns aufrichten kann, lebt vom Hören und
Weitersagen.
In einem bekannten Lied singen wir „Herr, gib uns Mut zum Hören, auf das,
was du uns sagst.“ Oft bedient sich Gott der Menschen, die mir im Leben nahe
stehen oder mir begegnen. Wir sind es im nicht gewohnt, in religiöser Hinsicht
über unseren Glauben zu sprechen. Darin sind wir eher zurückhaltend.
Warum eigentlich? Fehlt uns ein entsprechendes Sprachvermögen? Wollen wir
lieber bei uns sein und bleiben, weil Religion Privatsache ist?
Und doch haben wir wahrscheinlich alle schon mal die Erfahrung machen
dürfen, dass in einem vertrauten Kreis ungewollt das Gespräch den tieferen
Grund
meines Vertrauens und Glaubens berührte.
Im 1 .Kapitel des Johannes-Evangeliums wird von einer wunderbaren
Begegnung erzählt (Joh. 1,35-51) Die ersten Jünger des Jesus von Nazareth
wurden von Johannes dem Täufers auf Jesus aufmerksam gemacht. „Als Jesus
vorüberging richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht das Lamm
Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte und folgten Jesus. Jesus wandte
sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie
sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt Meister -, wo wohnst du?“ Er
antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte und
blieben an jenem Tag bei ihm. Es war die 10. Stunde.“ Joh.1,36 – 39.
Wir dürfen davon ausgehen, dass es spät am Abend um existenzielle Fragen
ging: „Zeig mir den Grund deines Vertrauens, die Quelle deiner Kraft“ und
„Berichte von deinem Weg in die Tiefe, damit ich den Grund finden und die
Quelle und Vertrauen schöpfe bei dem, dem du vertraust.“
Der Glaube lebt und bleibt lebendig, wenn wir im vertrauten Kreis oder in der
Familie einfach von Gott reden, wenn wir die Einladung annehmen, die uns
immer wieder erreicht, mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn Tischgemeinschaft zu halten. Ohne große Worte leben wir vom Glauben derjenigen,
die auch der Einladung zum Mahl gefolgt sind. Darum ist es notwendig, dass
wir immer wieder zusammen kommen und miteinander feiern: Danksagen und
den Austausch in Gemeinschaft suchen, hören, wo Hilfe gebraucht wird,
miteinander teilen und uns unterstützen. So verstanden sich die ersten Christen.
(Apg. 2,43-47)
Für das neue Jahr 2014 möchte ich Euch und Ihnen allen Gottes Segen
wünschen, Gesundheit, gutes Auskommen und gute Freunde, mit denen wir den
Glauben teilen können.
Ihre und Eure Sr.M.Reinhildis
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Seele and Geist
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