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... wissen, was mir ein Coaching bringt

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WIENERINjob
Was ist coaching?
Ich will ...
Wegweiser in die Zukunft
Wer sich coachen lässt, will sich verändern. Zu einem neuen Menschen macht
Coaching allerdings niemanden. Idealerweise arbeitet man in den 10–15 Stunden,
auf die ein Coaching in der Regel angelegt
ist, einen „Blumenstrauß im Verhalten“
heraus, sagt Ursula della Schiava-Winkler,
Coachin und Gründerin der Wiener Academy4socialskills. Denn wer für eine Situation mehrere Verhaltensalternativen an
der Hand hat, kann flexibler reagieren.
Ziel eines Coachings ist nicht, Sie zu
optimieren oder gar „auf Linie“ Ihrer Firma zu bringen. „Das funktioniert auch
nicht“, sagt die Expertin. Coaching ist
Hilfe zur Selbsthilfe – und keine Therapie. Der Unterschied: „Coaching handelt
aus der Gegenwart mit einem Ziel in der
Zukunft. Therapie hingegen arbeitet stark
mit der Vergangenheit, wodurch es zur
persönlichen Reife kommt.“
... wissen, was mir ein
Coaching bringt
wann ist coaching sinnvoll?
Sparringpartner finden
Sie wollen Ihr Netzwerk erweitern, Ihre
Potenziale rausarbeiten, sind zur Führungskraft aufgestiegen oder wollen Ihre
Karriere planen? Hier kann Ihnen ein
Coach beistehen. Und auch negative Situationen – etwa, wenn Sie in Meetings
nicht mit Ihren Ideen durchdringen oder
ein Kollege mit seinem Verhalten das
Team blockiert – können mit seiner Hilfe
aufgelöst werden. Vorteil des Coachs: Er
sieht sich das Geschehen neutral und von
außen an. „Der Coach ist Ihr Sparringpartner, der den Prozess steuert. Er steht
als ermutigendes Gegenüber zur Verfügung und hilft, Ihre eigenen Ressourcen
zu aktivieren“, sagt della Schiava-Winkler.
waS LERNE ICH IM COACHING?
„ICh werde gecoacht.“ Was für manche Menschen nach einem Makel klingt –
ist der / die etwa zu schwach für Herausforderungen?! –, sehen andere
durchweg positiv. Weil sie wissen, dass Coaching Hilfe zur Selbsthilfe ist und
keine Therapie. Im Job gibt es viele Situationen, in denen der objektive Rat
eines Außenstehenden wertvoll sein kann: etwa bei der Karriereplanung,
bevor man zur Führungskraft aufsteigt oder wenn es im Team bei der
Zusammenarbeit hakt. Sie denken über ein Coaching nach – oder haben
von Ihrer Firma eines „verordnet“ bekommen? Dann fühlen Sie sich sicher
wohler, wenn Sie wissen, was Sie erwartet. Nämlich das:
124 august 2013
Text Mareike Steger foto Getty Images
Alternativen sehen
„Im Coaching geht es um Perspektivenwechsel“, sagt die Expertin. „Als Coach
spielt man mit dem Klienten ­Prozesse
durch. Dabei lernt der Coachee, seine
Konflikt-, Entscheidungs- oder Perspektivenfähigkeit sowie seine Durchsetzungskraft zu verbessern.“ Heißt: Ein
Coaching beginnt damit, dass Sie Ihr Anliegen beschreiben und Fragen oder Konfliktfelder nennen, die besprochen werden sollen. Sie sprechen über Ihre Ängste
oder Schwachstellen, aber auch über
Ihre Wünsche und Erwartungen an den
Coach. Er hat Methoden an der Hand, die
er Ihnen vermittelt, um Ihr gewünschtes
Ziel zu erreichen – sei es, dass Sie für spezielle Jobsituationen gewappnet sind, Ihr
Verhalten reflektieren können oder Ihren
Handlungs- und Entscheidungsspielraum
erweitern. Beliebt sind etwa Was-wärewenn-Szenarien, die der Coach mit Ihnen
durchspielt. Er kann mit Ihnen auch die
Teamdynamik erarbeiten, damit Ihnen
Muster im Arbeitsablauf klar werden.
wie lange dauert coaching?
Selbst (weiter-)denken
Zum Dauerprozess sollte Coaching nicht
werden. Es stößt eine (Persönlichkeits-)
Entwicklung an, sollte aber enden, sobald
das erwünschte Ziel erreicht ist. „Sonst
besteht die Gefahr, dass man als Coach
die Rolle des Coachees übernimmt und
man gemeinsam denkt. Der Klient aber
soll Gedankengänge selbst entwickeln“,
betont Ursula della Schiava-Winkler.
braucht jeder ein coaching?
Freiwillig & anlassbezogen
„Coaching muss freiwillig sein. Und das,
was Sie sich als Ziel setzen, muss aus Ihnen kommen.“ Verordnetes Coaching
funktioniert also nicht. Was aber, wenn
Chef oder Vorgesetzte darauf bestehen,
obwohl es für den potenziellen Coachee
gar keinen Anlass gibt, oder wenn gar ein
bestimmtes Verhalten als Ziel erwartet
wird? „Gibt es Vorgaben, wie ein Mitarbeiter funktionieren soll, ist das Anpassungscoaching – das leider im Kommen
ist“, warnt die Expertin. „Doch das widerspricht dem Coachinggedanken. Coaching
hat kein fixes Ergebnis vor Augen!“
Wie finde ich meinen coach?
Rat und Tat
In Österreich arbeiten rund 8.000 Coaches – in einer Sparte ohne geregelte Ausbildung und geschützte Berufsbezeichnung! Klar, dass es da auch
Schaumschläger am Markt gibt. Den
richtigen Coach zu finden, ist also nicht
leicht. Empfehlungen können helfen.
„Viele Coachs bieten Ihnen zudem ein
Kennenlerngespräch kostenlos an, ohne
dass Sie sich für eine Zusammenarbeit
verpflichten“, sagt della Schiava-Winkler. „Schauen Sie, ob Ihnen der Coach
sympathisch ist, ob er sich in Ihre Situation hineinversetzen kann und Kompetenz ausstrahlt.“ Und: „Je vielfältiger ein
Coach in s­ einem Methodenrepertoire
ist, desto mehr ­Perspektiven kann er Ihnen aufzeigen.“ 
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Bildung
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