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Belästigung durch eine betriebs- externe Person Was - ADMB

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2013
Gefahrenverhütung und Schutz gegen Gewalt,
Belästigung und unerwünschtem
sexuellem Verhalten am Arbeitsplatz
Haben Sie noch Fragen, so setzen Sie sich
mit dem Team für psychosoziales Wohlbefinden
in Verbindung
Krisentelefon 078 150 888
www.provikmo.be
Belästigung durch eine betriebsexterne Person
1. Dritter als Kläger
Die Praxis hat gezeigt, dass es nicht immer möglich ist, die
internen Verfahren für Dritte, bzw. Außenstehende (Kunden,
Lieferanten, sporadische externe Arbeitnehmer …) anzuwenden, wenn sie eine Beschwerde wegen Gewalt, Belästigung
oder unerwünschtem sexuellem Verhalten am Arbeitsplatz
durch die Arbeitnehmer des eigenen Unternehmens einlegen. Diese außerhalb des Arbeitsverhältnisses stehenden
Personen können sich auf das externe Verfahren der jeweiligen Gerichte berufen. ‚Gleichgestellte‘ Arbeitnehmer dritter
Unternehmen (und zwar die Arbeitnehmer, die ‚anhaltend’
(mindestens einmal pro Woche) im Unternehmen beschäftigt sind, wie zum Beispiel Reinigungspersonal oder externe
Informatiker) können sich fortan ebenfalls auf das interne
Verfahren des Unternehmens, in dem sie beschäftigt sind,
berufen, wenn sie von einem Arbeitnehmer aus diesem
Unternehmen belästigt werden.
Regionalbüros
Rue Mabîme 58 - 4432 Alleur (Lüttich)
Tel. 04 222 16 55 - Fax 04 223 58 42
Rue Emile Tumelaire 69 - 6000 Charleroi
Tel. 071 31 34 82 - Fax 071 31 35 42
Aachenerstrasse 7 - 4700 Eupen
Tel. 087 59 35 20 - Fax 087 55 76 81
Place des Jardins de Baseilles 4 - 5101 Erpent (Namen)
Tel. 081 22 94 49 - Fax 081 23 04 84
2. Dritte als Beschuldigte
Der Arbeitgeber muss sich nach Kräften bemühen, seine
Arbeitnehmer vor Gewalt, Belästigung und unerwünschtem
sexuellem Verhalten am Arbeitsplatz durch dritte Parteien zu
schützen.
Alle von seinen Arbeitnehmern (oder Arbeitnehmern
gleichgestellten Personen) dargelegten Handlungen sind im
Register der Handlungen festzuhalten.
Sind individuelle Vorbeugungsmaßnahmen gegen
Arbeitnehmer eines dritten Unternehmens zu ergreifen,
setzt sich der Arbeitgeber mit dem anderen betroffenen
Arbeitgeber in Verbindung, damit dieser die angemessenen
Vorkehrungen treffen kann.
Auf der Grundlage dieser Analyse trifft er die notwendigen (Vorbeugungs-)maßnahmen. Dazu kann er beispielsweise beschließen, künftig keine Verträge mehr mit einem
Dienstleistungsanbieter, der sich Belästigung oder unerwünschter Intimitäten schuldig gemacht hat, abzuschließen.
Was finden Sie bei Provikmo?
1. Bereitstellung eines Gefahrenverhütungsberaters, der für die
psychosozialen Aspekte der Arbeit sowie für den Bereich
Gewalt, Belästigung und unerwünschtes sexuelles Verhalten
am Arbeitsplatz zuständig ist.
Psychosoziale Belastung, u.a. Gewalt,
Belästigung und unerwünschtes
sexuelles Verhalten
2. Für eine akute psychische Betreuung infolge von Gewalt,
Belästigung und unerwünschtem sexuellem Verhalten am
Arbeitsplatz kann ein Arbeitnehmer eines bei uns angeschlossenen Unternehmens unser ‚Krisentelefon‘ anrufen.
3. Auch Zeugen oder Opfer emotional traumatisierender
Geschehnisse innerhalb der Arbeitssituation können unser
Krisentelefon in Anspruch nehmen.
Gesellschaftssitz
Rue Royale 75/3 - 1000 Brüssel
Tel. 02 250 00 57 - Fax 02 223 72 87
Andere Büros
Antwerpen - Brügge - Gent - Hasselt Herentals - Puurs - Roeselare
www.provikmo.be - info@provikmo.be
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3. Spezifische Risikoanalysen bei Kontakten zu
Dritten
Der Arbeitgeber muss gemeinsam mit dem zuständigen Gefahrenverhütungsberater eine Risikoanalyse in
Bezug auf die Formen der psychosozialen Belastung, die
Dritte (Außenstehende und Arbeitnehmer ‘gleichgestellte‘
Personen) verursachen können, sowie eine Vorfallsanalyse
der gemeldeten Handlungen von grenzüberschreitendem
Verhalten und aller anderen wiederholten Vorfälle psychosozialer Belastung durchführen.
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3. Internes formelles Verfahren
Formen grenzüberschreitenden
Verhaltens
Der Ankläger entscheidet letzten Endes selber, ob er eine
‚offizielle Beschwerde‘ einreicht oder nicht. Diese offizielle Beschwerde kann er unter Angabe der dargelegten
Handlungen und Anschuldigungen (‚mit Gründen versehen‘) einreichen. Dies erfolgt entweder gegenüber der
Vertrauensperson, die dies direkt an den zuständigen
Gefahrenverhütungsberater weiterleitet, oder unmittelbar
gegenüber dem zuständigen Gefahrenverhütungsberater.
1. Gewalt am Arbeitsplatz
‚Jeglicher Umstand, bei dem ein Arbeitnehmer (oder
eine einem Arbeitnehmer gleichgestellte Person) bei der
Ausführung der Arbeit psychisch oder physisch bedroht
oder angegriffen wird.‘
2. Belästigung am Arbeitsplatz (‚Mobbing‘)
Worum handelt es sich bei einer
psychosozialen Belastung?
Jegliche Belastung psychosozialer Art, die ihren
Ursprung in der Ausführung der Arbeit findet oder
anlässlich der Arbeit entsteht und sich schädlich
‚Mehrere ähnliche oder unterschiedliche unrechtmäßige
‚Verhaltensweisen‘ von bestimmter Dauer außerhalb oder
innerhalb des Unternehmens, die darauf abzielen oder sich
dahingehend auswirken, die Persönlichkeit, Würde oder
aber die physische oder psychische Unversehrtheit eines
Arbeitnehmers (oder einer einem Arbeitnehmer gleichgestellten Person) bei der Ausführung seiner Arbeit anzutasten,
sein Arbeitsverhältnis zu gefährden oder ein bedrohliches,
feindliches, kränkendes, erniedrigendes oder verletzendes
Klima zu schaffen und die sich insbesondere in Worten,
Drohungen, Handlungen, Gesten oder einseitigen Schriften
äußern können.
Diese Verhaltensweisen können sich insbesondere auf die
Religion oder Anschauung, eine Behinderung, das Alter, die
sexuelle Neigung, das Geschlecht, die Rasse oder die ethnische Herkunft (Diskriminierung) beziehen.‘
auf die körperliche oder psychische Gesundheit der
Person auswirkt.
Gewalt, Belästigung und unerwünschtes sexuelles
Verhalten am Arbeitsplatz sind spezifische Formen
psychosozialer Belastung, die zusammengenommen
auch als grenzüberschreitendes Verhalten bezeichnet
werden. Alle Formen psychosozialer Belastung
sind zu erfassen, zu analysieren und zu beurteilen.
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3. Unerwünschtes sexuelles Verhalten am
Arbeitsplatz
‚Jegliche Form von unerwünschtem (verbalem, nicht verbalem oder körperlichem) Verhalten mit sexuellem Unterton,
das darauf abzielt oder sich dahingehend auswirkt, die
Würde einer Person anzutasten oder ein bedrohliches,
feindliches, kränkendes, erniedrigendes oder verletzendes
Klima zu schaffen’.
An welche Stelle kann man sich dazu
wenden?
1. Meldung oder Bitte um Information
Der betroffene Arbeitnehmer kann sich dazu streng vertraulich sowohl an die Vertrauensperson, den zuständigen
Gefahrenverhütungsberater oder den Arbeitsarzt (wenn
sein Gesundheitszustand beeinträchtigt wird) wenden. Eine
Meldung entspricht nicht der Einreichung einer Beschwerde.
2. Internes informelles Beschwerdeverfahren
Gemeinsam mit der Vertrauensperson und/oder dem zuständigen Gefahrenverhütungsberater kann man oftmals auf
informelle Weise zu einer Lösung gelangen, so zum Beispiel
über eine Intervention gegenüber der Leitung oder über
Vermittlungsbemühungen mit dem Beschuldigten.
Sinn und Zweck ist es in dieser Hinsicht, allen Parteien – sowohl
dem Arbeitgeber als auch allen betroffenen Arbeitnehmern –
die Gelegenheit zu bieten, im Rahmen eines konstruktiven
und erwachsenen Dialogs über die Angelegenheit zu reden,
damit das störende Verhalten eingestellt wird.
Dieses informelle Verfahren ist in vielen Fällen das
Mittel der Wahl und ist aus gesetzlicher Sicht stets
mit der Ver trauensperson oder dem zuständigen
Gefahrenverhütungsberater formell in Erwägung zu ziehen.
Sobald eine offizielle Beschwerde eingereicht wird, muss der
Arbeitgeber vom zuständigen Gefahrenverhütungsberater
über diese Tatsache informier t werden, und zu diesem
Zeitpunkt ist das Opfer vor einer Kündigung oder einer
einseitigen Änderung der Arbeitsbedingungen geschützt, es
sei denn, es liegen Gründe vor, die nichts mit der formellen
Beschwerde zu tun haben.
Der zuständige Gefahrenverhütungsberater untersucht völlig
unparteiisch die mit Gründen versehene Beschwerde, beurteilt die Handlungen und die Anschuldigen und schlägt dem
Arbeitgeber die angemessenen individuellen und kollektiven
(Vorbeugungs-)Maßnahmen vor.
Vom Arbeitgeber wird erwar tet, dass er die ‚angemessenen Maßnahmen‘ ergreift, um den vom zuständigen
Gefahrenverhütungsberater objektiv beurteilten Handlungen
von Gewalt, Belästigung und unerwünschtem sexuellem
Verhalten ein Ende zu bereiten.
4. Externes Gerichtsverfahren
Der Ankläger und seine betroffenen Parteien können ebenfalls eine Beschwerde bei den Inspektionsdiensten für das
Wohlbefinden am Arbeitsplatz oder beim Arbeitsgericht
einreichen (über eine Bittschrift oder Beschwerde beim
Arbeitsprüfer) oder im Falle von Strafhandlungen (Stalking, einigen Formen von Aggressionen …) beim Strafgericht Anklage
erheben (über eine Anklage bei der Staatsanwaltschaft). Über
die Polizei erstattete Anzeigen werden an das Arbeitsauditorat
oder die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Das Arbeitsgericht und die Inspektion entscheiden in vielen
Fällen, dass zunächst die internen Verfahren in Anspruch zu
nehmen sind.
27/02/13 09:28
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Kategorie
Seele and Geist
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