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Geo_Didaktik B Was S_026-049.qxp - Aulis

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Geo_Didaktik B Was S_026-049.qxp
22.04.2009
10:30 Uhr
Seite 32
Was?
32
Methoden der Regionalen Geographie
In der Regionalen Geographie geht es um die
spezielle Betrachtung individueller Räume
unterschiedlicher Größe, Struktur und Entwicklung.
Wichtigste Betrachtungsweisen
der Regionalen Geographie
Vergleichend: In der ‚Vergleichenden Länderkunde‘ nach Krebs (1951) geht es nicht
um den Vergleich ganzer Länder, sondern um
Raumtypen daraus: z. B. Vergleich von Tiefländern (Amazonas- und Kongobecken) oder
Hochgebirgen (Alpen und Himalaya).
Die Vergleichsformen räumlich (hier – dort,
hoch – tief, maritim – kontinental, nördlich
– südlich), zeitlich (früher – heute, alt – neu),
quantitativ (weniger – mehr) oder qualitativ
(natürlich – künstlich) zielen auf das Erkennen von Gleichheit und Verschiedenheit.
Das geographische Vergleichen ist von hoher Bedeutung im Unterricht.
Dynamisch: Spethmann (1928) kritisierte das
‚länderkundliche Schema‘ als enzyklopädisch
und statisch und setzte ihm die ‚dynamische
Länderkunde‘ entgegen. Es geht um Dominanten, die bestimmenden Wesenszüge im
Raum und um das Erkennen gestaltender
Kräfte, der Dynamen.
In den 1960er Jahren wurde die ‚Länderkunde nach dominanten Faktoren‘ zum Prinzip
des exemplarischen Unterrichts. Themenbeispiel: ‚Paris, das Herz Frankreichs‘.
Problemorientiert: Im Mittelpunkt der Betrachtung des Raumes steht ein Problemfeld, z. B. eines aus dem Bereich der Umwelt
oder der wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Konflikte. Birkenhauer (1970) forderte, die ‚Problemländerkunde‘ stärker zum
Prinzip des Unterrichts zu machen. Didaktisch betrachtet ist dies ein fruchtbarer Ansatz, da die Lernenden sich auch mit Möglichkeiten zur Problemlösung beschäftigen.
mg
Itinerarisch: Die Betrachtung des Raumes
erfolgt entlang einer Reiseroute: Forschungsgeschichtlich bedeutsam sind die Reisen der
großen Entdecker der Erde. Diese können
auch heute im Unterricht genutzt werden.
Es eignen sich auch aktuelle Reiseberichte
des Lehrenden.
Schematisch: Nach der Lehre des ‚länderkundlichen Schemas‘, vertreten vor allem
durch Hettner (1927), wird der Raum in der
festen Reihenfolge der Geofaktoren betrachtet, v. a.: Lage – Gestein – Relief – Klima –
Gewässer – Böden – Vegetation – Tierwelt –
Mensch – Siedlungen – Wirtschaft – Verkehr – Gesellschaft und Politik. Das Schema
dient als Prinzip in wissenschaftlichen Landes- und Länderkunden, ist aber im Unterricht nicht anwendbar.
Kategorial: Nach der Lehre des ‚geographischen Formenwandels‘ (Lautensach, 1953)
ändert sich die geographische Substanz eines Raumes nach vier Richtungstypen, den
Kategorien planetarisch, west-östlich, peripher-zentral und hypsometrisch. Alle Kategorien auf den Gesamtraum angewandt, ergeben im ‚Interferenzbild‘ von Zonen, Streifen, Ringen und Stufen einen gegliederten
Raum, dessen Teilgebiete sich in typischer
Weise voneinander unterscheiden und beschreiben lassen. Die Methode eignet sich für
wissenschaftliche Werke der Länderkunde. ➙ Borsdorf 2007
Geo_Didaktik B Was S_026-049.qxp
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Was?
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Geographie
Allgemeine Geographie
1. Fachbezug
(Spezielle) Regionale
Geographie
2. Raumbezug
Dimension
lokal – regional – national – kontinental – global
Definition,
Begrenzung
– naturräumlich
– kulturräumlich
Zb
?
Y
Sc
Sb
3. Betrachtungsweisen
Sd
Zc
Se
Zd
itinerarisch
!
Reiseroute
Y–Z
Rb
A
Z
Rc
Rd
B
C
Ze
dynamisch (!)
vergleichend
– Dyname
– Dominante
– räumlich:
intern A mit B
extern A mit C
– zeitlich:
früher – heute
problemorientiert (?)
– Fragen
– Probleme
schematisch
– Lage
– Relief
– Klima
– Böden
– Vegetation
– Tierwelt
– Bevölkerung
– Siedlungen
– Wirtschaft
–…
kategorial
– Zonen Zb – Ze
– Zonen Sb – Se
– Zonen Rb – Rd
– Stufen
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Bildung
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