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Branchenzuschläge bei Arbeitnehmerüberlassungen Was - p2b

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Branchenzuschläge bei Arbeitnehmerüberlassungen
Was ändert sich für Sie ab 01.11.2012?
p2b erklärt es an einem Fallbeispiel:
Step 1:
Ein Betrieb der Metall- und Elektroindustrie
sucht über die Arbeitnehmerüberlassung einen
Produktionshelfer.
Step 2:
Vor einem geplanten Einsatz ist der Betrieb verpflichtet, dem Zeitarbeitsunternehmen (z.B. p2b
GmbH) den vergleichbaren, regelmäßig gezahlten Stundenlohn
für einen Produktionshelfer in vergleichbarer Festanstellung
mitzuteilen.
Wir nehmen einmal an, der Betrieb zahlt seinem
festangestellten Produktionshelfer 11 Euro / h.
Step 3:
Das Zeitarbeitsunternehmen muss nun gewährleisten, dass der Leiharbeiter durch die
stufenweise Zahlung von Branchenzuschlägen nach einer bestimmten Zeit nur 10% unter dem
Stundenlohn eines festangestellten Mitarbeiters liegt.
In diesem Fall muss der Produktionshelfer vom
Zeitarbeitsunternehmen mindestens folgenden
Stundenlohn bekommen:
11 Euro – 1,10 Euro (10%) = 9,90 Euro.
Step 4:
Diesen Stundenlohn erhält der Leiharbeitnehmer nicht von Beginn an. Das
Zeitarbeitsunternehmen muss den Anfangslohn des Produktionshelfers gemäß
Tarifentgeltgruppe bezahlen. Mit Hilfe der zeitlich festgesetzten gestaffelten
Branchenzuschlagsstufen wird der Stundenlohn solange erhöht bis der Lohn von 9,90 Euro
erreicht ist. Also hat der Leiharbeitnehmer den Stundenlohn von 9,90 Euro schon nach etwas
mehr als 5 Monaten erreicht.
Der Branchenzuschlag auf den Stundenlohn des
Leiharbeiters erfolgt je nach der Einsatzdauer im
Betrieb wie folgt:
-
nach der sechsten Woche 15%
nach dem dritten vollendeten Monat 20%
nach dem fünften vollendeten Monat 30%
nach dem siebten vollendeten Monat 45%
nach dem neunten vollendeten Monat 50%
In unserem Beispiel würde das wie folgt aussehen:
Der Produktionshelfer würde mit dem gesetzlichen Mindestlohn beginnen und im Laufe der Zeit
die festgelegten Zuschläge erhalten:
Mindestlohn zu Beginn des Einsatzes:
8,19 Euro/h
15%iger Zuschlag nach 6 Wochen: 1,23 Euro  9,42 Euro /h
20%iger Zuschlag ab 4. Monat:
1,64 Euro  9,83 Euro/h
30%iger Zuschlag ab 6. Monat:
2,46 Euro  10,65 Euro/h
Step 5:
Wenn ein Leiharbeitnehmer bereits schon mindestens vor dem 01.11.2012 in einem
Kundenbetrieb gearbeitet hat, dann bekommt er die erste Stufe schon an
diesem Tag bezahlt.
Da eine Branchenzuschlagsstufe aber für den Kundenbetrieb bedeutet,
dass ein Leiharbeitnehmer mehr Geld bekommt, wird es öfter
vorkommen, dass der Kundenbetrieb sich die Leistung der
Zeitarbeitnehmer genauer anschaut und prüft ob die Arbeitsleistung eine
Kostenerhöhung rechtfertigt.
Step 6:
Über eine Veränderung des vergleichbaren, regelmäßig gezahlten Stundenlohns muss das
Zeitarbeitsunternehmen durch den Einsatzbetrieb informiert werden.
Bekommt z.B. der festangestellte Produktionshelfer eine Lohnerhöhung auf 12 Euro/h, müssen
die Branchenzuschläge beim Leiharbeitnehmer fortgeführt werden, bis er einen Stundenlohn
von 10,80 Euro erhält (=12 Euro – 1,20 Euro, entspricht 10%).
Die Branchenzuschläge sind bezogen auf den jeweiligen Einsatz. Endet der Einsatz, dann endet
auch die Zahlung der Branchenzuschläge und die Vergütung
soll sich wieder am Grundlohn orientieren.
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