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Deutsche Handwerks Zeitung
Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald
Kompetenz feststellen – dann
Qualifizierungsplan erstellen
Eine starke Nummer
BMW übergibt Fahrzeug für Ausbildung
Da stand er nun, der BMW 335i Active
Hybrid 3, den After-Sales-Manager
Thorsten Kalle-Uhlmann von der
BMW-Niederlassung Mannheim an die
Bildungsakademie für die Aus- und
Weiterbildung an Hauptgeschäftsführer Dieter Müller und Geschäftsführer
Hans-Fred Herwehe, dem Leiter der
Bildungsakademie, übergab.
Mit seinen 350 PS und einem maximalen Drehmoment von 450 Nm
bei 1.200 U/min ist er eine „starke
Nummer“, die nun in der Bildungsaka-
demie zur Verfügung steht. Egal, ob es
sich um ein Head-up-Display, um
Active Protection, um den Blow-­
­
by-Heizer oder die Lenkradheizung
handelt: „Das Fahrzeug hat eine absolute Vollausstattung“, so Hans-Fred
Herwehe – und damit können die
Nachwuchskräfte im Kfz-Handwerk an
den neuesten Modellen geschult werden. Aber auf der Straße wird man dieses Fahrzeug nicht sehen: Denn es ist
ein Schulungsfahrzeug und daher nicht
für den Straßenverkehr zugelassen.
Gleich nach der Ankunft nahm die erste Gruppe von Auszubildenden den BMW 335i in Beschlag. Zuvor hatte After-Sales-Manager Thorsten Kalle-Uhlmann (2.v.re.) Hauptgeschäftsführer Dieter Müller (3.v.re.) und Geschäftsführer Hans-Fred Herwehe (re.) den Schlüssel für die
Aus- und Weiterbildung in der Bildungsakademie übergeben.
Foto: Handwerkskammer
Türkische Azubis auf der Walz
Internationales Projekt bereichert Handwerk in Mannheim
Für zwei Wochen tauschen 30 angehende türkische Flugzeugmechaniker
eines Berufsgymnasiums der Stadt Eskisehir ihre Arbeitsplätze mit den
Werkstätten der Metallabteilung der
Bildungsakademie Mannheim.
Mit Projekten im Metall- und Hydraulikbereich können die jungen Teilnehmer nicht nur ihre praktischen
Kompetenzen weiterbilden. In der Bil-
dungsakademie lernen sie auch mehr
über die deutsche Berufsbildung im
Handwerk. „Diese Erfahrungen und
viele persönliche Bereicherungen können sie mit in die Türkei nehmen“, erläutert Bernd Zürker, Bildungskoordinator der Bildungsakademie Mannheim. „Es freut uns, dass wir erneut ein
interessantes internationales Projekt
bei uns in Mannheim zu Gast haben.“
Großes Interesse an „Betrieblicher individueller Qualifizierung“ (BiQ)
Nachwuchs sichern
Ausbildungspreis für Breer Gebäudedienste Heidelberg
Am letzten Tag der Branchenmesse
CMS (Cleaning Management Services)
in Berlin überreichte der Bundesinnungsverband des GebäudereinigerHandwerks Deutschland (BIV) den
Ausbildungspreis. Aus den 2.500 Mitgliedsbetrieben wurde die Breer
dienste Heidelberg GmbH
Gebäude­
ausgewählt. Damit ging der Preis dieses
Mal an ein mittelständisches Familienunternehmen mit einer über vier Generationen währenden Tradition.
In der Bewerbung und Präsentation
wurde das Engagement der Firma Breer
im Bereich Ausbildung anhand von zwei
Projektbeispielen dargelegt. Wie viele
hatte auch der Heidelberger Karl Breer
über die Jahre hinweg zunehmend mit
Nachwuchsmangel zu kämpfen. Man nahm sich der Sache mit einer
neuen Idee an, geboren im Urlaub in
Spanien. Bereits im September 2013
unterschrieben fünf Spanier einen Ausbildungsvertrag. So möchte die Firma
Breer den Fachkräfteanteil durch Ausbildung im Betrieb langfristig sichern.
Das zweite Beispielprojekt handelt
von Integration auf verschiedenen Ebenen – ein Thema, das in einem Unternehmen mit 750 Mitarbeitern aus 58
Nationen bereits gelebt wird.
Auch darin, wie der Preis entgegengenommen wurde, spiegelt sich die Firmenphilosophie und Familientraditi-
Bei der Preisverleihung in Berlin freuten
sich (v.li.n.re.): Ayse Seegmüller, Fredi Zimmermann, Ralph Biedermann, Mario Gómez
Pajares und Klaus Fromm. Foto: Breer, Heidelberg
on: Nicht der Geschäftsführer Karl
­ reer stand auf der Bühne, sondern die
B
beiden Betriebsleiter Fredi Zimmermann und Ralph Biedermann. Sie wurden begleitet von Ayse Seegmüller, die
an dem Integrationsprojekt teilnahm
und dies nun ihrerseits weitervermittelt, und Mario Gómez Pajares, der
stellvertretend für die spanischen Auszubildenden mit auf der Bühne stand.
Eine besondere Auszeichnung ist
der Ausbildungspreis des BIV auch
durch die Tatsache, dass das Gebäudereiniger-Handwerk zu den beschäftigungsstärksten in Deutschland zählt.
Rund 600.000 Beschäftigte sind im Gebäudereiniger-Handwerk tätig, dies
entspricht einem Prozent aller Beschäftigten in Deutschland.
Extra aus Stuttgart angereist kam Peter
Hofelich zur Überreichung des Bundesverdienstkreuzes an Margot Preisz.
Fotos: Susanne Naber
In Würdigung des 150-jährigen
Bestehens des Betriebes
Zeller Christian, Orthopädieschuhmachermeister, Mannheim
Leonard Rack GmbH, Stuckateurbetrieb,
Heidelberg
In Würdigung des 75-jährigen
Bestehens des Betriebes
1. Weinheimer Bestattungsunternehmen
eG, Weinheim
In Würdigung des 50-jährigen
Bestehens des Betriebes
Großes Interesse zeigten die Teilnehmer des Workshops am Projekt „Betrieblicher individueller Qualifizierung“ (BiQ).
Foto: Peter Himsel, Förderprogramm „IQ“
Jobcenter. Alle genannten Komponenten fügt Sandra Taubert für jeden Einzelnen zu einem individuellen Qualifizierungsplan zusammen. Hier nutzt sie
ihr seit 2011 hervorragend ausgebautes
Netzwerk und erschließt immer wieder
Ergänzungen zu dem vorhandenen
Portfolio der Qualifizierung. Beeindruckt waren die Zuhörer auch über
die Teilnehmer im BiQ und die ersten
Erfolge in der Gesellenprüfung. Die
zahlreichen Teilnehmer des Workshops hatten detaillierte Fragen zur
Vorgehensweise und zur Finanzierung,
die von den Referenten kompetent und
erschöpfend beantwortet wurden. Mario Skoko von der Skoko Bautenschutz
GmbH in Weinheim berichtete von der
Qualifizierung seiner zwei ehemaligen
Helfer in seinem Betrieb.
Er schilderte die Schwierigkeiten,
aber auch ebenso die Chancen, die sich
für seine Mitarbeiter und ihn ergeben
haben. Laut Skoko ist der Mehrwert der
Mitarbeiter für seinen Betrieb durch
die Qualifizierungsmaßnahme enorm
gestiegen. Die Nachfrage der Workshopteilnehmer nach der Präsentation
von BiQ und die Gespräche am Rande
des IQ-Kongresses bestätigten die Konzeption der Handwerkskammer Mannheim.
iq-kongress-2014.html
Gruppenbild mit Dame: Aus der Hand des Mittelstandsbeauftragten der Landesregierung
von Baden-Württemberg, Peter Hofelich, MdL (rechts), erhielt die Ehrenkreishandwerksmeisterin von Heidelberg, Margot Preisz, das Bundesverdienstkreuz, worüber sich auch Heidelbergs
Oberbürgermeister Eckart Würzner (links) freut.
sie in der ersten Reihe in einem – natürlich selbstgeschneiderten – marineblauen Maßanzug Platz genommen
hat.
Hofelich betont auch ihre Selbstständigkeit. Und Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner nennt sie
„eine herausragende Persönlichkeit
unserer Stadt“, die sich „mit Leib und
Seele dem Handwerk verschrieben
hat“. Alle Redner betonen ihre Fähigkeit als Netzwerkerin.
Auch der Landrat des Rhein-NeckarKreises, Stefan Dallinger, würdigte ihre
Verdienste. Sie habe dem Handwerk
Gesicht und Stimme gegeben. Der Vizepräsident der Kammer, Alois Jöst, der
in Vertretung des erkrankten Präsidenten Walter Tschischka ein kurzes Grußwort sprach, zeigte sich fast sprachlos
angesichts der großen Liste des Engagements der Geehrten. Große Fußstapfen sah ihr Nachfolger im Amt des
Kreishandwerksmeister, Norbert Menges. Und verwies auf seinen Terminkalender, der zwischenzeitlich enorm angewachsen sei.
Margot Preisz selbst dankte in bewegenden Worten den zahlreichen Wegbegleitern, aber auch ihrer Familie, die
sie sehr oft mit der Frage konfrontierte:
„Kannst du? Oder ist was in der Kreis-
Michael Brecht, Maler- und Lackierermeister, Edingen
Körber GmbH, Dachdeckerbetrieb, Mannheim
Schwarzer GmbH, Sanitärtechnik, Mannheim
Kurt Steinbrenner, Fleischermeister, Sinsheim
In Würdigung des 40-jährigen
Bestehens des Betriebes
Heinrich Fisch, Friseurmeister, Hirschberg
In Würdigung des 25-jährigen
Bestehens des Betriebes
Hartmut Miksch, Fliesen-, Platten-, Mosaik­
legermeister, Waldhilsbach
Giuseppe Cuneo, Friseurmeister, Mannheim
Astrid Bauer, Damenschneidermeisterin,
Nußloch
Mehtap Saban, Friseurmeisterin, Weinheim
Michele Vetere, Friseurmeister, Weinheim
www.iq-kongress.netzwerk-iq.de/
Heidelberger Kreishandwerksmeisterin Margot Preisz erhält das Bundesverdienstkreuz
Für zwei Wochen war die Bildungsakademie ihr (berufliches) Zuhause: Zusammen
mit Bildungskoordinator Bernd Zürker (ganz links) stellten sich die jungen türkischen Flugzeugmechaniker dem ­Fotografen vor dem Haupteingang der BiA. Foto: Handwerkskammer
Die Handwerkskammer Mannheim konnte anlässlich einiger Firmenjubiläen an folgende
Handwerksbetriebe eine Ehren-Urkunde vergeben:
In Würdigung des 100-jährigen
Bestehens des Betriebes
„Kannst du? Oder ist was
in der Kreishandwerkerschaft?“
Sie ist das Gesicht des Heidelberger
Handwerks. Seit 1994 war sie Kreishandwerksmeisterin und nach dem
Ausscheiden von Wilhelm Krämer die
erste Frau in dieser Funktion bundesweit: Margot Preisz, Damenschneidermeisterin und Unternehmerin. Darauf
wiesen alle Redner hin, als sie vom Mittelstandsbeauftragten der baden-württembergischen Landesregierung, Peter
Hofelich, MdL, das von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Bundesverdienstkreuz überreicht bekam.
Ihr Einsatz für das Handwerk beschränkte sich dabei nicht nur auf Heidelberg und Umgebung, sozusagen ihr
Sprengel als Kreishandwerksmeisterin.
Auch auf Landes- und Bundesebene
brachte sie ihr Wissen und ihren Erfahrungsschatz ein, konnte vermitteln und
vorantreiben. In der Vollversammlung
der Handwerkskammer Mannheim
sitzt sie seit 1989 – und dort wird ihre
Stimme gehört und beachtet.
Zahlreiche Gäste aus Politik und
Handwerk verfolgen die Übergabe und
lauschen den zahlreichen Rednern.
„Herausragend“ und „außergewöhnlich“ sind Vokabeln, auf die sich Peter
Hofelich stützt. „Mit hoher Kompetenz
und großem Fachwissen haben Sie sich
für ein gut funktionierendes und zukunftsfähiges Handwerk engagiert“:
Margot Preisz hört es wohl im Großen
Saal des Heidelberger Rathauses, wo
Handwerkliche
Firmenjubiläen
Karl-Hans Bernauer, Bäckermeister, Wilhelmsfeld
D
ie Handwerkskammer Mannheim
arbeitet seit August 2011 mit dem
Teilprojekt Qualifizierung im „IQ“(Integration-durch-Qualifizierung-)Netz­
werk Baden-Württemberg.
In einem Workshop konnten nun
Ausbildungsberater Rainer Kettner und
Projektmitarbeiterin Sandra Taubert in
Kooperation mit Daniel Schreiber vom
Bundesinstitut für Berufsbildung sowie
Martina Gürkan von der Agentur für
Arbeit Mannheim und Birgit Rebholz
vom Jobcenter Mannheim die Konzeption „Betriebliche individuelle Qualifizierung“ (BiQ) vorstellen.
Das Konzept hat das Ziel, ungelernte
Mitarbeiter oder arbeitslose Personen
in einem staatlich anerkannten Beruf
zum Berufsabschluss zu führen.
Nach einer Kompetenzfeststellung
der Bewerber wird ein individueller
Qualifizierungsplan anhand der entsprechenden Ausbildungsordnung erstellt. Gleichzeitig beginnt die Suche
nach einem geeigneten Betrieb, in dem
die praktische Qualifizierung stattfinden kann. Die praktische Ausbildung
wird oft durch Kurse in der Bildungsakademie unterstützt.
Die theoretischen Kenntnisse werden meist in Kooperation mit der jeweiligen Berufsschule vermittelt. Zur
Unterstützung werden hier oft weiterbildungsbegleitende Hilfen und berufsbezogene Deutschkurse angeboten.
Für die Finanzierung sorgt in aller
Regel die Agentur für Arbeit oder das
Ausg. 8 | 19. April 2014 | 66. Jahrgang
handwerkerschaft?“ Mit Ruhe blicke sie
nunmehr in die Zukunft. Denn: „Jetzt
kann ich, wenn ihr wollt, sicher auch
öfter mal mit Philipp zum Fußball oder
mit Paul ‚Bob der Baumeister‘ spielen“,
mit ihren „zwei tollen Enkelkindern“
freute sich Preisz über gewonnene Freiräume für die Familie.
Lebensstationen Margot Preisz
Geboren 1947, verheiratet, zwei Töchter.
Gesellenprüfung 1968, Meisterprüfung
1971 mit Bestnote.
Selbstständig seit 1973.
Mitarbeit in Gesellenprüfungs- und Meisterprüfungsausschüssen.
Stellvertretende Landesinnungsmeisterin (1984 bis 2009).
Kreishandwerkerschaft Heidelberg: Vorstandsmitglied (seit 1985), stellvertretende Kreishandwerksmeisterin (1988)
und seit 1994 Kreishandwerksmeis­
terin.
Bundesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften: Mitglied seit
1996, seit 2005 Vizepräsidentin.
Auszeichnungen: goldene Ehrennadel
der Handwerkskammer; goldene Ehrennadel der Bundesarbeitsgemeinschaft
der Kreishandwerkerschaften; silberne
Ehrennadel der Kreishandwerkerschaft
Heidelberg.
Energiewende
muss gelingen
Energetische Gebäudesanierung
„Wenn die Landesregierung Nachbesserungsbedarf an Minister Gabriels
Entwurf zur Reform des ErneuerbareEnergien-Gesetzes anmeldet, dann
sind wir da einer Meinung“, sagte der
Präsident der Handwerkskammer
Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald,
Walter Tschischka. Erneut vermisse er
aber einen wesentlichen Aspekt in der
Diskussion: „Die energetische Gebäudesanierung.“
Die Handwerkskammer Mannheim
Rhein-Neckar-Odenwald stimme der
Kritik der Landesregierung am fehlenden Konzept zur Reduzierung der Industrierabatte und der Stichtagsregelung bei der Windkraft zu. „Dass es bei
dem Großprojekt Energiewende nicht
nur kurzfristig um eine angemessene
Kostenverteilung geht, sondern auch
um einen nachhaltigen Umgang mit
den vorhandenen Ressourcen, scheint
allerdings leider aus dem Blick geraten
zu sein.“ Die Energiewende warte derzeit mit so vielen verschiedenen Baustellen auf, da könne man tatsächlich
leicht den Überblick verlieren, räumte
Tschischka ein. Er erinnerte daran,
dass rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland in Raumheizung und -beleuchtung fließen. Da
könne es doch so schwer nicht zu verstehen sein: „Damit die Energiewende
gelingen kann, muss endlich energetisch saniert werden.“
„Wer die Wende will, muss sie antreiben“, zitierte der Kammerpräsident
Tschischka Umweltminister Franz Untersteller. Tschischka: „Der beste Anschub wäre doch, die steuerliche Absetzbarkeit der energetischen Gebäudesanierung endlich wieder vom Abstellgleis zu holen.“
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