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to B
Das Magazin für Geschäftsreisen
Nach Deutschland
per Bahn, Auto oder
Flugzeug – machen
Sie den Vergleich!
Jacando vermittelt
Helfer für alle
Arbeitslagen.
Mit besten
Verbindungen
Remo Lütolf ist mit seiner
ABB Schweiz international
ausgezeichnet vernetzt.
3 / 2014
3 / 2014
Inhalt
4
Kurz und bündig
6 Fokus
Geschäftsreisen
Deutschland
ABB Schweiz
Remo Lütolf im Chef-Interview
6
Bernhard Trummer über die mobile ABB
9
Mehrwert
Per Bahn, Auto und Flugzeug von Frankfurt nach Zürich: Wer hat die Nase vorn? 10
Unternehmen und Mobilität
Uwe E. Jocham lenkt den Plasma-Riesen
CSL Behring wie ein Patron 13
Fokus Bahn
Produktiv und entspannt nach Deutschland 15
Persönlich
Unterwegs mit Arnold Furtwaengler,
CEO Wander AG
15
Business Case
Jacando – eine Cloud der Arbeitskraft
16
Leserangebot
Nach Deutschland jetzt besonders günstig! 18
Selection
Citytrip nach Köln
Remo Lütolf:
Mit hoch
entwickelter
Technologie
die Herausforderungen der
Energiewende
im Griff.
Abonnemente und
Adressänderungen:
sbb.ch / toB
19
Editorial
10
3
Stefan Haas,
Leiter Geschäftskunden
SBB Personen­verkehr
Liebe Leserin, lieber Leser
Geld und Zeit. Die Abwägung dieser beiden Werte
gewinnt für mich immer dann an Bedeutung,
wenn ich beruflich unterwegs bin. Nicht der Preis
alleine gibt den Ausschlag für die Wahl des Ver­
kehrsmittels – immer wichtiger wird für mich, was
ich letztlich mit der Reisezeit machen kann.
13
Fotos: Thomas Kern (Cover); Marion Bernet (Editorial);
Patric Sandri (Illustration); Michael Sieber.
Impressum
Herausgegeben von der SBB,
Stefan Haas, Personenverkehr
Geschäftskunden.
Erscheint dreimal jährlich in Deutsch
und Französisch.
ISSN 2296-6765
Realisation: Infel Corporate Media,
Zürich. Redaktion: Andreas Turner
(Chefredak­tor), Bruno Habegger (Stv.).
Gestaltung: Guido Von Deschwanden
(Creative Director), Laetitia Buntschu
(Art Director).
Bildredaktion: Diana Ulrich (Leitung),
Matthias Jurt, Yvonne Schütz.
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Redaktionsrat SBB:
Fabienne Bernet, Jonathan Keller,
Rahel Meile, David Brunnschweiler.
Redaktionsadresse:
Schweizerische Bundesbahnen SBB
Personenverkehr Geschäftskunden
Redaktion «toB»
Wylerstrasse 123 /125
3000 Bern 65
toB @ sbb.ch
So möchte die Mehrzahl der Geschäftsreisenden
beispielsweise ein mobiles «Büro» einrichten und
nutzen können – inklusive Internetzugang. Dabei
schätzen sie besonders die Bequemlichkeit, die
Musse und das Ungestörtsein. Aktuelle Medien und
die Möglichkeiten zum Arbeiten sind Annehm­lich­
keiten, die man nicht mehr missen möchte.
Und eines wünschen sich alle, die auf Reisen sind:
möglichst kurze Wartezeiten.
In diesem Heft haben drei Geschäftsreisende
die Probe aufs Exempel gemacht. Sie reisten unab­
hängig voneinander zeitgleich per Auto, Flugzeug
und Bahn von Frankfurt nach Zürich. Wer dabei am
besten abgeschnitten hat, lesen Sie ab Seite 10.
Gute Reise nach Deutschland und anderswo!
Übersetzungen:
UGZ Übersetzer Gruppe Zürich GmbH,
Zürich
Druck:
Hertig + Co. AG, 3250 Lyss
Lithografie:
Ast & Fischer AG, Wabern
Stefan Haas
Kurz und bündig
5
Fast
In Bewegung mit ...
Simona De Silvestro
Für 2015 habe ich mir einen Schritt vorgenommen, der für
eine Frau vielleicht ungewöhnlich anmutet: Ich werde mich
um eines der raren 22 Cockpits in der Formel 1 bemühen.
Natürlich hätte ich meine Racing-Karriere auch in der ame­
rikanischen Indycar-Serie weiterverfolgen können, doch für
mich war immer die Formel 1 das Ziel. Und nun sehe ich
den richtigen Zeitpunkt gekommen. Jetzt will ich es packen.
In der Formel 1 denkt ja mancher Teamchef bis heute, dass
Frauen eigentlich in die Küche gehören. Doch wie schnell
ich bin, konnte ich bereits zeigen, als ich beispielsweise Tony
Kanaan, dem gefeierten Indianapolis-Sieger von 2013, in einer
Trainingsrunde zwölf Hundertstelsekunden abnahm.
Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich im Rennauto sitze.
Am Limit unterwegs zu sein, finde ich nicht gefährlicher, als
Velo zu fahren oder die Strasse zu überqueren. Mein Vater
ist Garagist. Entsprechend hat alles sehr früh bei mir begon­
nen – zuerst mit einem Gokart, den ich bei einer seiner
Ausstellungen entdeckte. Ich gab keine Ruhe, bis ich endlich
als Sechsjährige mit den Füssen das Gaspedal erreichte. Von
da an war mir klar, was ich wirklich wollte.
Keine Frage, ich bin eine Auto-Frau, doch es bereitet mir
keine Schwierigkeiten, mich an die Gegebenheiten anzupas­
sen. Um zum Beispiel in der Schweiz von Stadt zu Stadt
zu fahren, ist die Bahn fast immer die intelligenteste Wahl.
Und wenn ich aus dem Zug steige, mache ich eine interes­
sante Feststellung: Ich bin nach der Fahrt meist entspannter
als davor.
Die gebürtige Thunerin
Simona De Silvestro (26)
ist die beste Rennfahrerin
der Welt. Nach erfolgreichen
Indycar-Jahren in den
USA gilt sie als weibliche
Zukunftshoffnung in der
Königsklasse des Motorsports.
Mio.
Zugreisen wurden
2013 zwischen der
Schweiz und Deutsch­
land unternommen
(4 919 139 genau).
Staufrei und bequem
an die
EXPO 2015 Milano
So nah wie nächstes Jahr wird die Welt­
ausstellung lange nicht mehr sein:
Packen Sie die Gelegenheit beim Schopf und
besuchen Sie die EXPO 2015 Milano
vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015 mit Ihren
Kunden oder Mitarbeitenden!
Es stehen täglich über 2000 zusätzliche
Sitzplätze in Extrazügen zur Verfügung,
die Sie direkt zum Expogelände
und zurück bringen. Tagesausflüge wie auch
mehrtägige Gruppenausflüge sind also
problemlos möglich. sbb.ch/expo2015
Roter Doppelpfeil
«Churchill» – seit 75 Jahren
unterwegs
Schweizer Wertarbeit auf Schienen:
Der 1939 an der Landesausstellung
präsentierte Rote Doppelpfeil rollt
heute noch. Mit dem Zug bereiste
Winston Churchill einst die Schweiz.
Heute ist die Legende auf Schienen
ein Extrazug mit exklusivem Ambi­
ente – auch für geschäftliche Anlässe.
Für eine rollende Konferenz bei­
spielsweise, einen Firmenausflug,
eine Incentive-Reise oder den Weih­
nachtsanlass.
Weitere Informationen auf sbb.ch/jubilaeum.
Buchungen unter Tel. 051 222 11 22 oder charter@sbb.ch.
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Illustration: Grafilu. Fotos: 4plus architektinnen,
SBB/CFF/FFS, werkstattatlas.info, zVg.
4
Kurz und bündig
Wohin in ...
Murten
Im Centre Loewenberg wird Lernen
und Arbeiten zum Erlebnis.
Ein paar Gehminuten vom
Murtensee entfernt, inmitten
eines ruhigen Parks, liegt das
Centre Loewenberg. Hier lässt
es sich angenehm im Team
lernen und arbeiten. Das Centre
Loewenberg bietet helle
Seminarräume und eine Aula
mit 128 Sitzplätzen. Neben
Standards wie Flipchart & Co.
stehen weitere Hilfsmittel
wie Übersetzungsanlagen zur
Verfügung. WLAN ist gratis.
Noch mehr Pluspunkte: Fitnessraum, Vitaparcours, Mietvelos,
ein Restaurant und ein Clubraum. Sogar ein «eigener» Bahnhof: die Haltestelle «Muntelier-Löwenberg» in Gehdistanz.
Coop-Werbelok
rollt durch
die Regionen
18,5 Meter lang, 84 Tonnen
schwer und über 200 km/h
schnell: Das ist das Werbe-Zug­
pferd von Coop. Die vierachsige
SBB-Lok des Typs Re 460 mit
dem auffällig rot-weiss karier­
ten Dekor legt als fahrende Bot­
schafterin des grossen Schwei­
zer Detailhandelsunternehmens täglich
rund 1000 Kilometer zurück. CoopCEO Joos Sutter: «Mit der SBB arbei­
ten wir sowohl im Personen- als auch im
Güterverkehr eng zusammen. Die CoopLokomotive soll als Botschafterin für die
Kampagne die Verbundenheit von Coop
mit allen Regionen der Schweiz zeigen.»
Für Geschäftsreisen bezieht Coop rund
29 000 Tickets, Abos, Mehrfahrtenkarten
oder Klassenwechsel pro Jahr.
An einer Werbelok für Ihre Firma
interessiert? sbb.ch/werbelok
Mehr Informationen:
sbb.ch/centre-loewenberg
Zug oder Flug?
Zürich HB – Köln Hbf
sbb.ch/businesspoint
Ihr Auto ist auch am
Bahnhof gut aufgehoben.
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Flugzeug: 104,5 kg
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120 kg
Bahn/ÖV: 19,6 kg
Als XING-Premium-Mitglied
dürfen Sie Einzelarbeitsplätze
im «Think pod» sowie den
Lounge-Bereich der SBB
Businesspoints Bern und Genf
täglich für zwei Stunden kostenlos
nutzen. WLAN-Zugriff sowie
Kaffee und Früchte sind inklusive.
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Flugzeug: 44,8 l
Vorteil XING CO2 (Kohlendioxid)
Treibhausgas, in kg
pro Person und Fahrt
Bahn/ÖV: 13,4 l
Gut
zu
WISSEN
Energieverbrauch
Primärenergie, umgerechnet
in Liter Benzin pro Person
und Fahrt
Differenz
rund 5 Mal weniger CO2
Mehr Beispiele finden Sie hier: sbb.ch /umweltrechner
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
5
6
Fokus – Geschäftsreisen Deutschland
«Sorgfältiger mit
Energie umgehen!»
Die beste Energie ist jene, die man gar nicht erst verbraucht:
Remo Lütolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung von ABB Schweiz, über
die Chancen der Energie­wende, die Wichtigkeit des freien Arbeitsmarkts
und die Annehmlich­keiten von Geschäftsreisen mit der Bahn.
Tradition
verpflichtet:
ABB-Sitz in
Baden AG.
Text: Andreas Turner
Fotos: Thomas Kern
Herr Lütolf, gibt es ein Ritual,
mit dem Sie in den Arbeitstag starten?
Ich trinke jeden Morgen meine Ovo zum
Frühstück, verschaffe mir einen Überblick
in der Tagespresse, höre Nachrichten und
komme gut informiert im Büro an. Da ich
häufig unterwegs bin, gestalten sich meine
Tagesabläufe ansonsten sehr unterschied­
lich.
Sie arbeiten seit 15 Jahren für die ABB
und sind seit eineinhalb Jahren Leiter von ABB Schweiz. Konnten Sie noch
etwas lernen in dieser neuen Rolle?
Der Lerneffekt besteht primär darin, dass
der Zuständigkeitsbereich breiter wurde
und sich mehr nach aussen orientiert. Denn
die Verantwortung für den Schweizer Markt
liegt bei mir.
In welchem Zustand haben Sie ABB
Schweiz von Ihrer Vorgängerin Jasmin
Staiblin übernommen?
Dass ABB in einer spannenden Branche
tätig ist, wusste ich. Dass sie auch weltweit
zu den Topfirmen gehört, bekam ich bei
meinem Einstieg als Chef von ABB Schweiz
bestätigt. Die Aufgabe motiviert mich. Ich
kann direkt auf dem aufbauen, was meine
Vorgängerin geleistet hat, und ich denke,
wir haben weitere schöne Erfolge vor uns.
Sehen Sie Ihre Aufgabe eher als Aufbauarbeit denn als Richtungskorrektur?
ABB ist immer irgendwie in Veränderung.
Märkte und Strategien verändern sich.
Neue Geschäftsfelder kommen hinzu, man
tätigt Akquisitionen, es gibt auch mal einen
Entscheid, etwas zu verlagern oder nicht
mehr weiterzuführen. Das sind spannende
Führungsaufgaben.
Zwar sind wir eingebettet in einen Kon­
zern und klar reguliert. Gewisse Entscheide
werden entlang der weltweiten Divisio­
nen gefällt. Auf der anderen Seite haben
wir die Verantwortung für das ganze lokale
Geschäft. Auch das Thema Talentmanage­
ment ist stark im Land verankert – darin
stecken unsere Ressourcen, unsere Manpower, unser Know-how und unsere Kom­
petenzen.
Was beschäftigt Sie zurzeit am meisten?
Die aktuellen Herausforderungen kommen
vom Markt. Dass die globale Weltwirtschaft
eher ins Stottern geraten ist, dass viele Pro­
jekte nicht so laufen, wie man es gerne
hätte. Längst geplante Vorhaben werden
aufgeschoben, die Investitionsbereitschaft
ist verhalten. Es geht um Grossprojekte, bei
denen wir auch die Kompetenzen haben, sie
erfolgreich umzusetzen.
Ist die konsequente Umsetzung der
Masseneinwanderungsinitiative eine
Facts & Figures
ABB ist in 100 Ländern
aktiv. Wie gross ist der Entscheidungsspielraum
eines einzelnen Länderverantwortlichen?
Firma
ABB
Gründung 1988
Niederlassungen weltweit
100
Umsatz 2013
41,848 Mrd. USD
Mitarbeitende
145 000
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Fokus – Geschäftsreisen Deutschland
Zur Person
Gefahr für die Schweizer Wirtschaft
und für die ABB?
Wir machen uns darüber tatsächlich grosse Sorgen. Denn knapp die Hälfte unse­
rer Mitarbeitenden sind keine Schweizer.
Besonders in unseren Entwick­
lungsabteilungen, aber auch für
Projektmanagement oder Beschaf­
fung brauchen wir mehr Fach­
leute, als auf dem Schweizer Markt
zu finden sind. Auch die Gefähr­
dung der bilateralen Verträge mit
der EU wäre für uns Anlass zu
grössten Bedenken.
ABB ist ein wichtiger Player
bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes.
Wo leistet ABB diesbezüglich
den wichtigsten Beitrag?
ABB ist auf der ganzen Linie gut
aufgestellt, um die Energiestrate­
gie mitzuprägen. Wir alle müssen
sorgfältiger und haushälterischer
mit Energie umgehen. Da sind
wir mit unse­
rem Portfolio
energieeffizi­
«Wir werden die
enter Motoren
Energiestrategie und Antriebs­
2050 mitprägen.» systeme, die
den grössten
Teil des Ver­
brauchs ausmachen, sehr gut auf­
gestellt. Eine weitere Herausforde­
rung ist es, erneuerbare Energien
besser ins Netz einzubinden. Hier
braucht es Umrichter­, wie sie ABB
mit hoher Technologiekompetenz
anbietet. Und die Energie kommt
von immer weiter her, das ver­
langt nach hocheffizienten Über­
tragungssystemen. Auch bei den
Stromspeicherlösungen – ob Bat­
terie- oder Pumpspeicher – sind
wir an vorderster Front dabei.
Wo kann ABB in der Schweiz und in
Deutschland noch zulegen?
Aufholpotenzial sehe ich in der Schweiz
ins­besondere bei der Gebäudeinstallations­
technik. ABB Deutschland ist ja Markt­
führerin im Geschäft mit Schaltern, Steck­to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Remo Lütolf (58) ist
seit 2013 Landeschef
ABB Schweiz. Der
dipl. Elektroingenieur
und ehemalige Leiter
der Geschäftseinheit
Leistungselektronik
ist verheiratet, Vater
von zwei Kindern und
wohnt in Meggen LU.
dosen sowie in der Haus- und Gebäudeauto­
matisierung. In der Schweiz war dieses Ge­schäft bisher wenig im Fokus. In der
zukunftsträchtigen Sparte «Smart Home»
haben wir deshalb jüngst ein neues Sorti­
ment lanciert – einfach zu installierende
intelligente Lösungen für mehr Energie­
effizienz und Komfort.
Remo Lütolf:
«Wir bieten
intelligente
Lösungen für
mehr GebäudeEnergieeffizienz.»
7
8
Fokus – Geschäftsreisen Deutschland
«Umweltfreundlichkeit
spielt auch in meiner
privaten Mobilität eine
grosse Rolle.»
Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Geschäftsverlauf?
Unter den schwierigen Bedingungen, wie
sie gegenwärtig vielerorts herrschen, kön­
nen wir unser Volumen halten und in eini­
gen Bereichen auch ausbauen, insbeson­
dere mit den Chancen, die sich uns im Zuge
der Energiewende oder vor allem auch im
Bahnbereich bieten.
Wie oft sind Sie selbst beim Kunden vor Ort?
In der Regel ein bis zwei Mal pro Woche.
Wie wichtig ist der direkte Kundenkontakt für einen Landeschef?
Dieser gehört zu meinen zentralen Aufga­
ben, einerseits um die Bedürfnisse und das
Geschäft unserer Kunden kennenzulernen.
Andererseits um persönliche Beziehungen
aufzubauen. Oder um zur Akquisition eines
wichtigen Auftrages direkt beizutragen.
CEOs sind oft geschäftlich unterwegs.
Empfinden Sie Geschäftsreisen als Pflicht
oder als Genuss?
Ich reise gern. Auch wenn dies einiges an
Zeitaufwand erfordert, kann man mit den
heutigen Mitteln unterwegs gut arbeiten
und vielerlei Aufgaben erledigen.
Welches Verkehrsmittel wählen Sie
für Geschäftsreisen im Allgemeinen und
speziell nach Deutschland?
Ich reise für mittlere und längere Strecken
bevorzugt mit der Bahn – zu unserem regi­
onalen Hauptsitz in Mannheim etwa sogar
ausschliesslich. In der Schweiz ist das mit
den tollen Verbindungen einfach möglich.
Welche Vorteile der Bahn schätzen Sie
am meisten?
Die Verbindungen sind zuverlässig, beim
Autofahren muss man stets mehr Zeitre­
serve einkalkulieren. Der Zug ist für mitt­
lere Distanzen meistens die schnellste und
pünktlichste Verbindung – gerade auch bei
schlechtem Wetter oder hohem Verkehrs­
aufkommen. Deutschland hat hier etwas
Aufholbedarf. Dafür bringt einem dort der
Zugchef Getränke an den Sitzplatz.
This or that ...
Herr Lütolf?
Windpark Wasserschloss
Für die Energiewende
benötigen wir beides.
Baden
Welcher Komfort ist für Sie während
einer Geschäftsreise unabdingbar?
Ich fahre normalerweise erste Klasse und
schätze den gehobenen Komfort und die
meist vorhandene Ruhe zum Arbeiten.
Wichtig ist auch eine durchgehend funkti­
onierende Mobilfunkverbindung inklusive
Internetzugang.
Wie bewegen Sie sich in der Freizeit fort?
In der Regel nutze ich mit der Familie unser
Elektroauto, doch wenn wir zum Beispiel
in den Bergen Ferien machen, fahren wir
häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln
und nehmen auch das Postauto. Umwelt­
freundlichkeit spielt auch in meiner priva­
ten Mobilität eine grosse Rolle.
ABB Schweiz Umweltbilanz
Mitarbeitende von ABB Schweiz haben
2013 allein durch Bahnreisen gespart:
800 Tonnen CO2
300 000 Liter Diesel
Duschen
In Baden arbeite
ich, zu Hause
dusche ich.
Eintopf
Schon eher
Hausmannskost.
Molekularküche
Champagner
Bier
Meistens ein
kühles Helles.
Chalet Loft
Ich träume von einem
Nullenergiehaus.
Buch
Analoges Blättern
ist unschlagbar.
E-Reader
Jazzclub Opernhaus
Sowohl als auch
Tesla
Ganz klar Tesla.
Meeresküste
E-Smart
Seepromenade
Vierwaldstättersee
Über die Onlineplattform «mobitool» erhalten
Unternehmen Informationen zu Energie­
verbrauch, CO2-Emissionen, Kosten und Zeit­
bedarf ihres betrieblichen Verkehrs sowie
wertvolle Tipps zur nachhaltigen Mobilität.
sbb.ch /umweltrechner
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Fokus – Geschäftsreisen Deutschland
«Die Bahn hat Vorfahrt»
Zug, Mobility, Flugzeug, Privatwagen – das Reisereglement
der ABB ist klug austariert. Geschäftsreisen sind darum
sowohl effizient wie auch umweltfreundlich organisiert, sagt Bernhard
Trummer, Zuständiger für Geschäftsreisen bei ABB Schweiz.
Text: Andreas Turner
Foto: Thomas Kern
Die ABB organisiert die Mobilität
ihrer Mitarbeitenden nach klaren Richt­
linien. Das weltweit agierende Unterneh­
men hat dafür die «Group Instruction Tra­
vel» geschaffen – eine Art globalen Überbau
mit Grundsätzen, welche die verschiedenen
regionalen Reisereglemente berücksichti­
gen müssen. Bernhard Trummer, Supply
Manager bei ABB Schweiz: «Klare Regeln
verhindern Wildwuchs. In Europa setzen
wir uns beispielsweise für alle Flüge unter
fünf Stunden grundsätzlich in die Eco­
nomy-Klasse. Reisen zum Hauptsitz von
ABB Deutschland in Mannheim
dürfen aber nicht per Flugzeug
unternommen werden. Ein ande­
Das Mobilitätskonzept von ABB
rer Grundsatz: Privatautos nutzen
Schweiz beruht auf einer Parkplatzwir nur, wenn keine öffentlichen
bewirtschaftung. Mitarbeitende,
Verkehrsmittel oder Mietfahrzeuge
die auf einen Parkplatz verzichten,
zur Verfügung stehen. Die Einhal­
erhalten einen Ökobonus in Form
tung dieser Regelungen wird peri­
von Reka-Rail-Checks im Wert von
odisch überprüft.»
Mobilitätskonzept
bis zu 600 Franken. 2013 nutzten
ABB-Mitarbeitende für die Reise
zwischen der Schweiz und Mannheim rund 1000 Mal den Zug.
Wer mit dem ÖV pendelt,
erhält den «Ökobonus»
Im lokalen Mobilitätsmanagement
sind der ABB Umwelt- und Nach­
haltigkeitsaspekte besonders wichtig. Das
beschränkte Parkplatzangebot beispielsweise
im Raum Baden verlangt nach neuen Lösun­
gen. So haben nur Mitarbeitende, die ausser­
halb eines Radius von 30 Minuten Fahrzeit
wohnen, Anspruch auf einen kostenpflichti­
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
gen Abstellplatz für ihr Auto.
Alle Mitarbeitenden, die ohne
Auto zur Arbeit kommen,
erhalten einen Ökobonus in
Form von Reka-Rail-Checks.
Das System funktioniert: Im
Jahr 2012 bezahlte ABB an
rund 2800 Mitarbeitende den
Ökobonus. Das sind etwa
40 Prozent der Beschäftigten.
Geschäftsreisen: Die
Kombination bringt’s
Für Geschäftsreisen sucht die
ABB die Balance zwischen
Effektivität und Nachhaltig­
keit. Oft lässt sich beides ideal
kombinieren. «Beispielsweise mit dem Auto von Baden nach Genf zu
fahren, macht keinen Sinn angesichts der
exzellenten Zugverbindung. Die lange Reise
nutzen unsere Mitarbeiter dann oft zum
Arbeiten. Dafür steht ihnen die erste Klasse
zur Verfügung», sagt Bernhard Trummer.
Die letzten Kilometer bis zum Standort –
etwa im Tessin – legen sie bequem mit dem
Mobility-Fahrzeug zurück.
Gebucht werden übrigens sämtliche Rei­
sen im ABB-internen Reisebüro, so auch
die Zugreisen. Hier kommt das OnlinePortal SBB Businesstravel zum Einsatz. Wer
bei ABB viel reist, dem bezahlt die ABB – je
nach Strecke, die jährlich zurückgelegt wer­
den muss – ein Halbtax-Abo, das natürlich
auch privat genutzt werden kann. Ähnliche
Regeln gelten für den GA-Bezug.
Bernhard Trummer:
«Klare Regeln ver­
hindern Wildwuchs.»
9
Mehrwert – Geschäftsreisen Deutschland
Der Zug
spielt seine Vorteile
souverän aus
Der direkte Vergleich einer Geschäftsreise
per Bahn, Auto und Flugzeug auf der Strecke
Frankfurt–Zürich zeigt: Das Angebot auf der
Schiene ist nicht das allerschnellste, punktet aber bei
Preis, Komfort, Nutzzeit und Umweltfaktor.
Text: Andreas Turner
Illustration: Patric Sandri
Frankfurt, Römer
Treffpunkt Frankfurt Römer um
6:30 Uhr morgens an einem ganz nor­
malen Arbeitstag. Drei Geschäftsleute
treten eine Reise nach Zürich an – jeder
mit einem anderen Verkehrsmittel.
Bernhard Telge, Travelmanager bei Als­
tom, wählt den Zug. Michael Günther,
Travelmanager bei UBS Deutschland,
setzt sich ins Auto. Und Werbekaufmann
Till Sivkovich startet seine Reise mit der
Fahrt zum Flughafen.
Als Destination wurde – fünf Stunden
später – der Paradeplatz in Zürich ver­
einbart. Nachdem der Flugpassagier sich
mehr als zwei Stunden die Zeit vertrei­
ben musste und der Autofahrer mit
zwanzig Minuten Verspätung eingetrof­
fen war, konnte das Interview mit den
drei Reisenden beginnen.
Auto: Fr. 166.–
Flugzeug: Fr. 303.–
Zug: Fr. 119.–
Zürich, Paradeplatz
Wie war die Reise?
Bernhard Telge: Sehr angenehm. Ich
konnte die Zeit gut nutzen, um in Ruhe
ein Frühstück zu geniessen. Das konnte
ich mir im Hotel somit sparen, was ja
immer Zeit kostet. Ich hatte schon sehr
früh am Morgen eine Zeitung zur Hand,
so konnte der Tag entspannt beginnen.
Michael Günther: Ich hatte einen
nicht ganz so guten Start in Frankfurt
und musste schon nach wenigen hun­
dert Metern unplanmässig halten, weil
ein LKW entladen wurde. Das hat zehn
Minuten gedauert. Danach kam ich auf
der Autobahn zügig durch den Verkehr,
bis ich bei Offenburg in einen längeren
Stau geriet.
Wie schnell konnten Sie fahren?
Michael Günther: Wo es die Verkehrs­
situation zuliess, erhöhte ich die Reise­
geschwindigkeit auf maximal 180 km/h.
Im Durchschnitt stellte sich aufgrund
diverser Baustellen und Limiten eine
Ge­schwindigkeit von ca. 100 km/h ein.
Da waren Sie schneller unterwegs,
Herr Sivkovich ...
Till Sivkovich: Ja, der Flug von Frank­
furt nach Zürich dauert nur eine Stunde.
Das Unangenehme daran ist der ganze
Sicherheitscheck vor dem Abflug: Schuhe
ausziehen, Gürtel und Tasche öffnen, das
ist schon sehr nervtötend.
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Bahn realisiert.
10
Mehrwert – Geschäftsreisen Deutschland
11
Michael Günther,
Travelmanager bei UBS:
«Da ich selbst gefahren
bin, konnte ich nicht
viel tun ausser Telefonate
führen.»
Start: Frankfurt,
Römer, 6:30 Uhr
Till Sivkovich,
selbständiger Werbekaufmann: «Im Flieger fühlt
man sich stark eingeengt,
ist dafür nur kurze Zeit
unterwegs.»
Bernhard Telge,
Travelmanager bei Alstom:
«Ich konnte auch mal
aufstehen und mir die
Füsse vertreten.»
Wie haben Sie den Komfort auf der
Reise empfunden?
Telge: In der 1. Klasse hat man viel
Bein- und vor allem Seitenfreiheit, das
ist angenehm.
Sivkovich: Im Flieger fühlt man sich
stark eingeengt, ist dafür nur kurze Zeit
unterwegs.
Ist denn der Vergleich mit der 1. Klasse
bei der Bahn statthaft?
Sivkovich: Business Class bei der Luft­
hansa heisst, dass auf der Kurzstrecke
lediglich der Mittelplatz frei bleibt.
Wie nutzten Sie die Reisezeit?
Günther: Da ich selbst gefahren bin,
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
konnte ich nicht viel tun. Immerhin
habe ich im Auto einen Raum, in dem
ich vertrauliche Telefonate führen kann.
Das geht im Zug eher schlecht und im
Flugzeug überhaupt nicht. Mails lesen
oder beantworten kann ich im Auto
nicht, auch keine Notizen zu den Telefo­
naten machen – aber das vermisse ich
auch nicht.
Telge: Ich hab’ mir heute Morgen
eine Präsentation durchgelesen. Manch­
mal sitze ich aber auch nur mit meinem
Kaffee da und schaue aus dem Fenster.
Mir gefällt, dass man mal abschweifen
kann, da kommt einem oft ein guter
Gedanke. Ausserdem kann ich mal auf­
stehen und mir die Füsse vertreten.
Wie erlebten Sie Ihre Autofahrt?
Günther: Durch die Landschaft zu
fahren, kann auch für den Job inspirie­
rend sein. Man hat die Möglichkeit,
Abstand zu gewinnen und Dinge neu zu
durchdenken.
Sivkovich: Das gilt leider
auf Kurzstrecken beim Fliegen
nicht. Den Stress mit dem
Drumherum, die langen Wege,
die Sicherheitschecks nimmt
man mit bis zum Ziel.
«Der Zug
hat die Nase
vorn.»
Welche Rolle spielt der Faktor Zeit
für Sie?
Telge: Das hängt vom Zweck der
Reise ab. Meetings kann man so ansetzen,
Reisemittelvergleich:
S.12
Mehrwert – Geschäftsreisen Deutschland
Zürich, Paradeplatz, 11:30 Uhr:
Bernhard Telge, Michael
Günther und Till Sivkovich (v. l.)
sind am Ziel.
wie es den Teilnehmern am besten passt
und sie bequem mit der Bahn anreisen
können. Ist aber ein technischer Support
in einem Kraftwerk gefragt, müssen die
Mitarbeiter umgehend vor Ort sein. Dann
sind Flugzeug und Auto die erste Wahl.
Sivkovich: Zeit ist wichtig, aber sie
muss in Relation zu den Kosten stehen.
Ein Flug ist teuer, da kalkuliere ich
genau, ob er sich rechnet. Oder ob ich
die Bahn nehme, wo ich auch arbeiten
kann.
Günther: Das sehe ich ähnlich,
wobei es in unserem Unternehmen vor­
kommt, dass wir mit mehreren Kollegen
gemeinsam nach Zürich reisen. Dann
nutzen wir das Auto auch zur Vorberei­
tung auf ein Meeting und tauschen uns
zu Themen aus.
Wie setzen Sie bei der Reiseplanung
die Prioritäten, Herr Sivkovich?
Sivkovich: Als Selbständigerwerben­
der habe ich vor allem die Kosten im
Blick. Fliegen ist eher die Ausnahme;
Autofahren ist für mich vielleicht die
emotionalste Sache, eine Fortbewe­
gungsart, die mir trotz aller Einschrän­
kungen noch ein gewisses Gefühl von
Verkehrsmittelvergleich
Reisekosten:
Fr. 119.–
Fr. 303.–
Reisezeit:
4:40 Std.
3:00 Std.
Nutzzeit:
3:50 Std. (82 %)
0:40 Std. (22 %)
CO2-Emission:
12 kg
62 kg
Komfort:
hohe Bein- und eingeengt; Sicher-
Bewegungsfreiheit; heitskontrollen sind Serviceleistungen
unangenehm
Befindlichkeit:
entspannt, gestresst,
bestens versorgt
reglementiert und kontrolliert
Lizenz zum
Reisen:
Tickets und
Autoschlüssel.
Freiheit vermittelt. Allerdings überlege
ich mir bei Terminen in Grossstädten
angesichts der Verkehrsprobleme immer,
ob ich nicht besser den ÖV nehme.
Wie steht es mit dem Faktor Umweltbelastung – wie wichtig ist Ihnen ein
möglichst geringer CO2-Ausstoss?
Telge: Als Energie- und Transport­
konzern schauen wir intern natürlich
ganz genau, in welchen Bereichen wir
den Schadstoffausstoss und den Energie­
verbrauch verringern können. Zum Bei­
spiel fahren auf dem Werksgelände fast
ausschliesslich Elektrofahrzeuge. Wir
appellieren an die Mitarbeitenden, bei
der Wahl des Verkehrsmittels die Umwelt
im Blick zu haben.
Günther: Auch für die UBS ist dieser
Punkt relevant. Analog zu unserer welt­
weiten ISO-14001-UmweltmanagementZertifizierung haben wir die Mietwagen­
kategorien auf Klassen mit geringem
Schadstoffausstoss begrenzt und den
Fuhrpark sukzessive auf schadstoffarme
Fahrzeuge umgerüstet bis hin zu
vollelektrischer Mobilität. CO2Effekte durch Flugreisen kom­
pensieren wir mittels Investitionen in nachhaltige Umwelt­
projekte.
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guter Sitzkomfort,
klimatisiert; Pausen
nach Belieben
konzentriert,
autonom
Was würden Sie sich für Ihre
Reise künftig wünschen?
Sivkovich: Attraktivere Flug­
preise. Die Strecke von Frank­
furt nach Zürich ist einfach
unter 250 Euro kaum zu haben.
Günther: Weniger Baustel­
len – und gepflegte öffentliche
Toiletten an den Autobahnen.
Telge: Wir wollen unseren
Mitarbeitern das Reisen so ein­
fach wie möglich machen. Was ich mir
wünsche, ist eine lückenlose Mobilitäts­
kette, die ich komplett bei der Bahn
buchen kann – also Zugfahrt kombi­
niert mit Auto oder Fahrrad, je nach
Bedarf.
Fotos: zVg.
12
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Unternehmen und Mobilität
13
Die Rettung kommt
aus dem Plasma
Die CSL Behring AG ist Teil eines globalen Konzerns,
der Medikamente aus Blutplasma entwickelt, herstellt und weltweit
vertreibt. Das Biopharma-Unternehmen fördert die ÖV-Mobilität
und neue Arbeitsmodelle.
Text: Bruno Habegger
Fotos: Michael Sieber
Uwe E. Jocham
sieht sich als
Patron der
CSL-BehringFamilie am
Standort Bern.
«Ich habe mich am
Anfang auch immer verirrt.»
Uwe E. Jocham, 51, lacht.
Der Direktionspräsident von
CSL Behring lässt einen
Scherz über die langen Stre­
cken fallen, die sein Personal
täglich zurücklegt und die
sich aus der Weitläufigkeit sowie den
verwinkelten Gängen des Gebäudes
unweit des Messezentrums von Bern
ergeben. Der gebürtige Bayer und
Schweizer Bürger sieht sich als klassi­
schen Patron, als Vorstand der CSLBehring-Familie: «Diese Haltung versu­
che ich auch vorzuleben – ich kümmere
mich um meine Familie.» Mit Erfolg.
Identifikationsstiftende Tätigkeit
Vor 14 Jahren noch vom damaligen Zen­
trallaboratorium des Schweizerischen
Roten Kreuzes angestellt, das Medika­
mente aus Blutplasma herstellte, ist
Jocham heute Chef eines Unternehmens,
das zur CSL-Behring-Gruppe mit Sitz in
den USA gehört und am Standort Bern
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
knapp 2 Milliarden Franken Umsatz erzielt.
Über 1300 Mitarbeitende sind in Bern in
der Produktion sowie in der Forschung und
Entwicklung tätig – doppelt so viele wie
noch vor zehn Jahren. Ein eindrücklicher
Herstellung von
Medikamenten
Leistungsausweis, wenn man berücksich­
aus Blutplasma:
tigt, dass CSL Behring Wirkstoffe nicht ein­
das Kerngeschäft
fach synthetisch herstellen kann.
von CSL Behring.
Es braucht ökonomisches Geschick: CSL
Behring entwickelt aus dem «flüssigen
Gold», dem Blutplasma, Medikamente für
Menschen mit seltenen und schweren
Krankheiten, etwa Blutge­
rinnungs- und Immunsys­- Facts & Figures
temstörungen. Aus dem Firma
CSL Behring AG
(Teil des Konzerns CSL Limited)
bis zu 200 Dollar pro Liter teuren biologischen Aus­ Umsatz Gruppe 5,0 Mrd. CHF
gangsmaterial ein Spitzen- Mitarbeitende
Schweiz (Bern): >1300
Weltweit (26 Länder): >12 000
medikament herzustellen, das können nur wenige Anzahl Halbtaxabos
700
spezialisierte Unterneh­ Bezogene Tickets 2013
3387 (+6%*)
men auf der ganzen Welt. CO2-Einsparung 2013
110 Tonnen
Das macht die Therapien *gegenüber Vorjahr
zudem kostspielig. Dafür
sei der Nutzen jedoch gross, sagt Uwe E.
Jocham. «Es ist sehr bewegend, dass wir mit
unseren Produkten Leben retten und die
Lebensqualität von Menschen entscheidend
verbessern.»
14
Unternehmen und Mobilität
Bis zu
200 $
kostet ein Liter
Blutplasma als
Ausgangsmaterial
für die Herstellung
eines Spitzen­
medikamentes.
ÖV-Förderung ohne Zwang
Die gemeinsame Mission fördert das
Gemeinschaftsgefühl innerhalb der CSLBehring-Familie. Es scheint überall durch –
sei es durch Unterstützung und Vermitt­
lung von Krippenplätzen, die Förderung
von Home-Office-Modellen oder die För­
derung des ÖV. Letztere ohne eigentliche
Mobilitätsstrategie, was aber durch die
Rund-um-die-Uhr-Produktion erklärbar
ist: Das Unternehmen bezahlt häufig rei­
senden Mitarbeitenden ein Halbtaxabo und
vergütet die Spesen für 1.-Klasse-Tickets,
leistet sich nur wenige Fir­
menparkplätze, einen Fahr­
zeugpark mit acht Autos
und für die innerstädtische
Mobilität zwei Stromvelos.
CSL Behring beschäftigt weltweit über
«Die neue S-Bahn-Station
12 000 Mitarbeitende in 26 Ländern und betreibt
Wankdorf kommt uns sehr
Fertigungsstätten, Plasma-Sammelzentren
gelegen», sagt Jocham, der
sowie global vernetzte Forschungs- und
wie seine Kollegen häufig
Entwicklungsstandorte. In Bern arbeiten über
nach Marburg zum deut­
1300 Mitarbeitende; CSL Behring ist einer
schen Produktionsstandort
der grössten industriellen Arbeitgeber Berns.
reist. «Die meistgebuchte
Hergestellt werden Plasmaprodukte für
Destination», sagt er.
eine Vielzahl von Krankheiten und Therapien.
Der Individualverkehr mache nur noch etwa 35 Pro­
zent aus, sagt er. Den Wert
will er weiter senken. Ohne Zwang. «Eine
ökologisch orientierte Grundhaltung ist
Bestandteil unseres Unternehmens!» Zudem sei die ÖV-Förderung gerade für junge
Fachkräfte wichtig: «Da müssen wir uns als
Arbeitgeber positionieren.» Seit 20 Jahren
lebt Jocham in der Schweiz und ist zum
Bahnfahrer geworden. «Ich kann mich
blind auf die Bahn verlassen.»
CSL Behring
Komplexes Gebäude:
Sitz von CSL Behring
in Bern.
Grosse Herausforderungen warten
Sich auf die Standortstärken Berns und der
Schweiz zu verlassen, werde dagegen immer
schwieriger, sagt Uwe E. Jocham. Zwar ent­
steht ab 2015 in Lengnau bei Bern ein neuer
Produktionsstandort mit mehr als 300
neuen Arbeitsplätzen, womit Singapur im
weltweiten Evaluationsverfahren aus dem
Feld geschlagen wurde. Die jüngsten politi­
schen Ereignisse wie die Annahme der Mas­
seneinwanderungsinitiative hätten jedoch
einen Imageschaden verursacht.
Sein Blick ist nun sorgenvoll: «Die Glaub­
würdigkeit der Schweiz ist erschüttert.» Auf
Jocham kommen viele neue Herausforde­
rungen zu. Er freut sich darauf, bezeichnet
sich selbst als ehrgeizig und leidenschaftlich
mit dem Unternehmen und seinen Produk­
ten verbunden. Ausserdem kennt er inzwi­
schen jeden Winkel seines Hauses.
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Fokus Bahn | Persönlich
«Gut vorbereitet nach
Deutschland»
Tanja Wurow,
seit 2011 Senior Key
Account Manager
bei Vertrieb
Geschäftskunden
(DB Vertrieb GmbH)
am Standort
Frankfurt.
Unterwegs mit ...
Arnold Furtwaengler
CEO Wander AG, Neuenegg BE
Sie sind Account Manager der beiden Bahnunternehmen, die eng zusammenarbeiten, um Deutschland und
die Schweiz zu verbinden. Was wird den Geschäftsreisenden
in Sachen Komfort geboten?
Tanja Wurow: Die Sitzplätze in den Fernverkehrszügen der
Deutschen Bahn (DB) sind individuell verstellbar
und bieten viel Beinfreiheit.
Daniel Brenner: In der 1. Klasse finden Sie zudem
Leder- und Einzelsitze, und es liegen Tageszeitun­
gen aus. Auf Bestellung werden dem Gast zudem
Getränke und Mahlzeiten direkt am Platz serviert.
Sie reisen nie ohne …
… mein Halbtax-Abo.
Reisezeit ist Arbeitszeit. Was tut die Bahn, um
mobiles Arbeiten optimal zu ermöglichen?
Tanja Wurow: Wer die 1. Klasse der DB als rollendes
Büro nutzen möchte, hat den Tisch am Sitzplatz
für geschäftliche Aktivitäten. Steckdosen am Platz
ermöglichen das Aufladen der technischen Geräte.
Zugbereiche mit Verstärkern sorgen für guten
Handyempfang. Bis Ende 2014 rüstet die DB den grössten Teil
der ICE-Züge mit Internet-Hotspots aus. Der ICE bietet
alternativ auch einen Ruhebereich, in dem Telefonieren nicht
erwünscht ist.
Der beste Ort der Welt?
Die gibt es fern und nah. Immer hoch im
Kurs bei mir: San Francisco, aber auch
die Kleine Scheidegg im Berner Oberland.
Wie sieht es mit Sitzplatzreservierungen aus?
Daniel Brenner: In den Zügen von und nach Deutschland empfehlen wir eine Platzreservierung für 5 Franken pro Person und Zug. Diese ist nicht
obligatorisch, garantiert aber einen komfortablen Sitzplatz in der gewünschten Klasse.
Mit welcher berühmten Persönlichkeit
würden Sie gerne einen Ausflug machen?
Nelson Mandela hätte ich gerne zu Lebzeiten
getroffen.
Daniel Brenner,
seit 2005 Account
Manager bei SBB
Geschäftskunden
am Standort Zürich.
Geschäftlich ins
nördliche Nachbarland
Welche Vorzüge Geschäftsreisen zwischen der Schweiz und Deutschland mit
dem Zug zu bieten haben, darüber
geben Tanja Wurow von der Deutschen
Bahn und Daniel Brenner von der SBB
Auskunft. Die Account Manager beraten
Sie gerne zu allen Belangen des internationalen Reisens.
Bitte nehmen Sie für weitere Informationen
Kontakt mit uns auf: sbb.ch / business
Fotos: zVg.
15
Auf welche Serviceleistungen können
Reisende an deutschen Bahnhöfen zählen?
Daniel Brenner: Sie nutzen 30 Minuten gratis
den Internet-Zugang über WLAN an über
120 Bahnhöfen in Deutschland, vergleichbar mit
vielen Schweizer Bahnhöfen.
Tanja Wurow: Zudem können Reisende aus der
Schweiz mit einem 1.-Klasse-Billett an 15 Bahnhöfen kostenlos die DB-Lounges nutzen.
Wie viele Verbindungen nach Deutschland
werden angeboten?
Tanja Wurow: Täglich fahren 35 Züge von der Schweiz in die
deutschen Grossstädte. Von Bern, Zürich und Basel bieten
wir stündliche Verbindungen nach Frankfurt, Stuttgart,
Mannheim und Köln an. Viele deutsche Städte erreichen Sie
aus der Schweiz in weniger als vier Stunden Fahrtzeit.
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Wie vertreiben Sie sich die Zeit bei Bahnreisen?
Ich geniesse die Natur, die hinter dem Fenster­
platz im Zug an mir vorbeirauscht. Oder
ich lese ein gutes Buch. Aktuell «Im Himmel
Tango» von Elsa Osorio – dabei werde
ich in meine letzten Ferien in Argentinien
zurückversetzt.
Wo fühlen Sie sich daheim?
Mein Zuhause ist dort, wo meine Familie
und meine Freunde sind.
Ihr Lieblingssong für unterwegs?
«I Got You (I Feel Good)» von James Brown.
Ihre wichtigste Erkenntnis bei ÖV-Fahrten?
Dass die schnellste und kürzeste Route nicht
immer die lohnendste ist. Wer das Motto
«Länger ist besser» anwendet, wird sehr oft
mit landschaftlicher Schönheit, reizvollen
Stimmungen und interessanten Begegnungen
belohnt.
Wander AG
Bekannteste Produkte
der Wander AG sind
Ovomaltine und Isostar.
Die Wander AG, 1865
gegründet, beschäftigt
rund 300 Mitarbeitende
und bezieht seit 2007
ÖV-Billette und -Abonnemente über SBB
Businesstravel.
16
Business Case
Eine Cloud
der Arbeitskraft
Wie Dennis Teichmann und Matthias Falk
von der Schweiz aus den Stellenmarkt erweitern wollen:
Die beiden ehemaligen Unternehmensberater
vermitteln Helfer für jede Lebens- und Arbeitslage.
Dennis Teichmann
(vorne) und
Matthias Falk:
Schweiz als
Pioniermarkt.
Vielleicht sollte mal jemand das Logo
an der Tür anbringen: Die Anwesenheit der
Firma Jacando ist nur an einem der Brief­
kästen im Hauseingang festzustellen. Fir­
mengründer Dennis Teichmann, 34, lächelt.
«Ja, vielleicht finden wir da jemanden über
unser eigenes Portal.» Immerhin hat er so
bereits seine Putzfrau rekrutiert und Ersatz
für eine ausgefallene Mitarbeiterin.
Facts & Figures
Sicheren Job aufgegeben
Jacando. They can do. Sie
können es. Das haben Teich­
mann und sein langjähri­
ger Kollege Matthias Falk,
29, inzwischen bewiesen.
Die beiden Deutschen ken­
nen sich von ihren Tätigkei­
ten für renommierte Unternehmens- und
Strategieberatungen her. Beide haben ihren
Job gekündigt – aus Lust am Neuen, an der
Herausforderung der eigenen Firma. «Woll­
ten wir reich werden, hätten wir die falsche
Entscheidung getroffen», lacht Teichmann.
Firma
Jacando AG
Gründung
2012
Jobwert 2013
CHF 2 Mio.
Mitarbeitende 720 Stellenproz.
Registrierte Jobber
> 5000
Zumal beide die technische Entwicklung
und die Pilotphase aus eigenen Mitteln
bestritten haben.
Alles haben die beiden alleine aufgebaut:
Seit der Gründung im Juli 2012 teilen sie
sich ein winziges Bürozimmer im Gundeli­
quartier in Basel. Insgesamt arbeiten nebst
den Gründern rund zehn freie oder Teil­
zeitmitarbeitende für Jacando – insgesamt
720 Stellenprozente. Teichmann kümmert
sich ums Marketing, Falk um die Technik
und die Produktentwicklung.
Sie sind keine typischen Start-up-Grün­
der: Ihnen kommen ihre Erfahrungen und
ihr Wissen aus dem Offline-Bereich zugute,
und sie kommen ohne die grenzenlose
Digitaleuphorie herkömmlicher InternetStart-up-Gründer aus.
Klares Geschäftsmodell
Fotos: iStockphoto / luigidezotti / yykka
Text: Bruno Habegger
Fotos: Christian Aeberhard
Jacando bringt Menschen zusammen, die
etwas können, und solche, die von diesem Können profitieren. Treiber sind die
erhöhte Nachfrage nach Entlastung im
Alltag, die zunehmende Zahl an Senioren sowie vermehrt praktizierte flexible
Arbeitsmodelle. Das Spektrum der Tätig­
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Business Case
Neuer Anstrich:
Jacando bringt
Wand und Maler
zusammen.
Freunde und ehemalige
Unternehmensberater:
Dennis Teichmann (links)
und Matthias Falk erobern
mit Jacando von Basel aus den
Markt für Arbeitsvermittlung.
to B Das Magazin für Geschäftsreisen
keiten ist gross, reicht vom Aufhängen eines Nur seriöse Angebote
Bildes über das Möbelschleppen bei Umzü­ Nächstes Jahr sollen erstmals keine Ver­
gen bis hin zur Vermittlung an Unter­ luste mehr anfallen. Ein Business Angel als
nehmen, die Engpässe ausgleichen oder Investor unterstützt das Unternehmen bei
kurzfristig Ersatz anheuern möchten. der geplanten Expansion in weitere Länder
«Sozusagen eine Cloud für Arbeits­ Europas. Doch vor allem geht es um einen
kräfte», sagt Teichmann. Oder ein nachhaltigen, langsamen Aufbau: «Wir ler­
soziales Netzwerk mit Profilen zur nen aus der Offline-Welt», umschreibt Mat­
Arbeitsvermittlung.
thias Falk die Haltung der Gründer. «Reine
Die Schweiz ist für Jacando ein Online-Start-ups vergessen manchmal die
«Pioniermarkt». Hier wird getes­ Knochenarbeit der Qualitätskontrolle.»
tet, was später den grossen Erfolg Das bedeutet bei Jacando, Jobberprofile
bringen soll. Das Geschäft zieht mittels Fragebogen zu prüfen und auch
stark in allen Bereichen an. Hilfe­ telefonisch für Beratung zur Verfügung zu
suchende zahlen Jacando nichts: stehen. Hinzu kommt ein Bewertungstool.
Wer einen Job vermittelt erhält, Die Seriosität der Angebote sei zwingend:
bezahlt nach Eingang des Helfer­ Jacando will keine Beihilfe zu Lohndum­
lohnes eine Provision von 5 Pro­ ping oder gar Schwarzarbeit leisten.
zent. Nicht im Voraus, sondern Dennis Teichmann und Matthias Falk
erst danach. Bei längerfristigen arbeiten hart daran, ihre Vision Wirklich­
Arbeiten werden 5 Prozent auf den keit werden zu lassen, zu einem der gröss­
Jahreswert der Arbeiten berech­ ten Anbieter in der Vermittlung von kleinen
net. Dieser Grundsatz gilt auch im und kleinsten Jobs zu werden, als Ergän­
wachsenden Business-Bereich für zung zum klassischen Arbeitsmarkt und
Unternehmen und Personalver­ zu Temporärfirmen. Beide sind überzeugt
mittler. «Pay and pray gibt es bei von ihrer Idee. Gelingt es, beziehen die bei­
uns nicht», sagt Teichmann.
den Gründer hoffentlich ein grösseres BüAuf mehr als 11 Milliarden Fran­ ro – und ein Jobber kann dann das neue
ken wird der Markt für soge­ Firmenschild gleich an einer anderen
nannte «Social Microjobs» im Adresse anbringen.
privaten Bereich geschätzt. Noch
läuft davon nur ein
kleiner Teil über
Jacando. 2013 hat
So einfach finden Sie
das junge Starteinen Helfer
up Jobs im Wert
von fast 2 Millio­
Die Probe aufs Exempel: Während der Ferien­
nen Franken ausge­
abwesenheit brauchen wir jemanden, der den
schrieben, und auch
Briefkasten leert und die Blumen giesst. Kostendieses Jahr läuft
punkt: 10 Franken pro gebuchten Tag. Die
es gut. Monatlich
Anfrage auf jacando.com oder mittels App für
beträgt das Wachs­
iOS oder Android ist rasch gemacht: Auf «Jetzt
tum in Nutzern und
buchen» klicken, den Service und das Datum
Transaktionen bis zu
sowie die Anzahl Tage angeben – und schon geht
20 Prozent, die Zahl
eine Anfrage an alle Jacando-Nutzer. Wer für
der Jacando-Besu­
eine ganz andere Aufgabe Helfer sucht – etwa
cher hat sich 2014
für den Umzug oder kleine Reparaturen im
im Vergleich zum
Haus –, findet ihn über eine Kategorien- und
Vorjahr verdoppelt.
Ortssuche.
Die wachsende Viel­
falt der Angebote bestätigt
die Flexibilität des Jacando-Modells (siehe
Kasten). «Noch stehen wir da am Anfang»,
sagt Dennis Teichmann. «Dieses Pilotpro­
jekt hat aber bereits viel Aufmerksamkeit
aus anderen Branchen erhalten.»
17
JacandoNutzer
finden
jemanden,
der während
der Ferien
die Katze
füttert.
18
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to B Das Magazin für Geschäftsreisen
Selection
Citytrip nach ...
19
Köln
Meine liebsten ...
Kommunikationsmittel
4-Augen-Gespräch
Der persönliche Austausch ist mir wichtig. Ich gehe
gerne ins Büro meines Nachbarn, oder man trifft
sich zu einem gemeinsamen Kaffee. So können
kleinere Dinge schnell und effizient erledigt werden.
Und gleichzeitig lernt man sich auch besser
kennen.
Mittagessen
Bei einem gemeinsamen Essen kann man
entspannt diskutieren und Informationen austauschen. Das funktioniert oft besser als in einem
Sitzungszimmer.
Fotos: Caspar Martig, Fotolia / maconga / alb2 / silkstock / davis, Inga Jockel, Köln Tourismus GmbH / Andreas Möltgen, zVg.
E-Mail
Am häufigsten arbeite ich mit Mails. Die kann man
zu jeder Tageszeit verfassen, und der Empfänger
kann sie dann lesen, wenn er Zeit hat. Ausserdem
lassen sich Mails fast überall schreiben, besonders
oft mache ich das im Zug.
SMS
Mit meinen Freundinnen verabrede ich mich fast
immer per SMS. Wir sind alle berufstätig und
könnten uns telefonisch oft nicht erreichen. So aber
klappt das auch für kurzfristige Treffen bestens.
Basel
3:52 h
(1)
(2)
Köln
Cassy Carrington (Bild 1) ist ein wahres Multitalent und feiert
Erfolge als Dragqueen, Sängerin, Schauspielerin und
Moderatorin. Mit Köln stark verwurzelt, stellt sie den «toB»Lesern einen Mix aus Must-Sees und Geheimtipps vor.
Zum Shoppen
Rosengarten im Fort X
Einkaufsquartier mit interessantem Flair
durch die Vielzahl von Galerien, Goldschmieden, Special-Interest-Läden, Szenetreffs und Bars. Modemässig eine Quelle
für Ausgefallenes und Kreatives mit vielen
Boutiquen junger Designer.
Eine Oase der Ruhe, wo man umrahmt von
vielen Bäumen ausgezeichnet chillen kann.
Mehr als 70 Rosensorten sind im frisch
sanierten Rosengarten, ursprünglich von
Konrad Adenauer initiiert, zu bewundern.
Neusser Wall, gegenüber der Einmündung
Hülchrather Strasse. S-Bahn-Station Köln
Nippes.
chicbelgique.de
Zentrumsnah, zwischen Hohenzollernring,
Aachener und Venloer Strasse. Vom
Kölner Westbahnhof in wenigen Minuten
zu Fuss erreichbar.
Monika Rühl, Vorsitzende
der Geschäftsleitung
von Economiesuisse,
der grössten Dach­
organisation der
Schweizer Wirtschaft
Zum Schlemmen
Restaurant Warung Bayu
Dieses schnuckelige Restaurant im Herzen
der Innenstadt hat sich ganz der Küche
Balis verschrieben. Alles, was hier aus der
Küche kommt, schmeckt himmlisch und ist
seinen Preis absolut wert.
Post-it
Solange wir noch nicht ganz papierlos arbeiten,
kommen die Post-it zum Einsatz; die sind wie ein
SMS zum Aufkleben und setzen erst noch einen
Farbtupfer.
Karte
Briefe schreibe ich nicht mehr von Hand, Karten zu
einem besonderen Ereignis hingegen schon. Das ist
persönlicher und kommt gut an.
Zum Entspannen
Belgisches Viertel
warungbayu.de
Brabanter Strasse 5; 200 Meter von der
Strassenbahnhaltestelle Rudolfplatz.
Zum Anschauen (Bild 2)
Kölner Dom
Einen Abstecher wert
Was 1967 als kleiner Märchenpark mit
Puppen begann, ist heute einer der
aufregendsten Erlebnisparks Europas.
Ganz neu: Chiapas, eine Wildwasserbahn
mit 53 Grad Neigung – und damit die
weltweit steilste Wasserabfahrt.
Der Kölner Dom ist die populärste Sehens­würdigkeit Deutschlands überhaupt. Im
Durchschnitt werden 20 000 Besucher pro
Tag gezählt. 1996 wurde die gotische
Kathedrale – mit 157,4 Metern Höhe das
zweithöchste Kirchengebäude Europas
(nach dem Ulmer Münster) – zum
Weltkulturerbe erklärt.
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Mit der Bahn dank günstiger Shuttlebusse zur
KVB-Haltestelle der Linie 18 «Brühl – Mitte»
und zum Hauptbahnhof Brühl in 20 Minuten
einfach zu erreichen.
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Sehr einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln
zu erreichen: Der Dom befindet sich in
unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs und
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Cassy Carrington, die hübscheste Dragqueen Kölns, moderiert regelmässig Gala-Events,
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