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1. Was ist die „Hypophyse“? Die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ist

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1. Was ist die „Hypophyse“?
3. Wie häufig kommen Hypophysenadenome vor?
Die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ist eine kirschkerngroße
Drüse, die im Inneren des Schädels auf Höhe der Nase liegt.
Die Hypophyse produziert viele Hormone (Botenstoffe) und
Vorstufen von Hormonen und steuert hierüber wichtige Aufgaben unseres Körpers.
Hypophysentumore machen ca. 15% aller hirneigenen Tumoren aus. Hypophysentumoren kommen in jeder Altersgruppe
vor, sind aber vor der Pubertät deutlich seltener als bei
Erwachsenen.
Die Hypophyse besteht aus zwei Teilen: Vorder- und Hinterlappen. Im Hypophysenvorderlappen werden die Steuerhormone für Schilddrüse, Nebennieren und Geschlechtsorgane
gebildet. Hinzu kommen das Wachstumshormon und das
Hormon für die Milchbildung. Im Hypophysenhinterlappen
werden weitere Botenstoffe gebildet, die v.a. für den Flüssigkeitshaushalt zuständig sind.
4. Warum braucht man ein „strukturiertes Behandlungsprogramm“ für Hypophysenerkrankungen?
2. Was ist ein Hypophysenadenom?
Hypophysenadenome sind praktisch immer gutartige
Tumoren der Hirnanhangsdrüse. Diese Tumoren werden in
zwei Gruppen unterteilt: hormonproduzierende und nichthormonproduzierende Adenome.
Hypophysenadenome können somit durch die unkontrollierte
Hormonfreisetzung zu Beschwerden führen (Prolaktinom,
Akromegalie, M. Cushing). Zusätzlich können Beschwerden
entstehen, wenn durch die Tumorgröße benachbarte Strukturen, wie die Sehnervenkreuzung oder die gesunde Hypophyse
beeinträchtigt werden. Im Alltag treten dann Symptome wie
Kopfschmerzen bzw. Sehstörungen auf.
Um die ganze Vielfalt an Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten nutzen zu können, arbeiten Spezialisten aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen zusammen. Notwendig
ist hierfür eine enge Abstimmung der beteiligten Partner.
Die Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen
koordiniert daher alle Maßnahmen und ist gleichzeitig fester
Ansprechpartner für die Patienten.
5. Welche Einrichtungen im UK Essen sind an Diagnose und
Therapie beteiligt?
- Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen:
Diagnose und medikamentöse Therapie, Koordination
- Klinik für Neurochirurgie:
Diagnose und operative Behandlung
- Institut für Radiologie und Neuroradiologie:
Diagnose und Stufenkatheter
- Institut für Pathologie und Neuropathologie:
Diagnose der Art des Tumors
- Zentrallabor, mit Bereich Forschung und Lehre:
Diagnose, Verlaufsuntersuchungen
Neben diesen Hauptverantwortlichen sind noch weitere
Einrichtungen am Universitätsklinikum Essen beteiligt, die
bedarfsweise hinzugezogen werden: Klinik für Strahlentherapie sowie das Institut für Humangenetik.
6. Wie wird die interdisziplinäre Sprechstunde für Hypophysenerkrankungen organisiert?
Bei Ihrem ersten Besuch in unserer Klinik besprechen wir mit
Ihnen die bereits vorhandenen Befunde und klären, ob Zusatzuntersuchungen notwendig sind. Die genauen Termine hierfür- stationär oder ambulant - erhalten Sie einige Tage später
per Post. Gleichzeitig erhalten Sie auch eine Rückrufnummer,
falls Sie einen Termin verschieben müssen. Ebenso vereinbaren wir mit Ihnen einen neuen Termin bei uns, um die dann
vorliegenden Befunde zu besprechen. Sollten Sie die weitere
regelmäßige Nachsorge in unserem Zentrum wünschen,
legen wir am Ende Ihres Besuchs das Zeitintervall zur nächsten Wiedervorstellung fest. An unserer Anmeldung (Endokrinologische Poliklinik, EG, Med. Zentrum) können Sie den Termin dann gleich fest vereinbaren.
7. Wer trifft die Therapieentscheidungen?
Therapieentscheidungen (OP, Medikamente oder Bestrahlung) trifft die sogenannte „interdisziplinäre endokrinologisch-neurochirurgische Konferenz“.
Fach-, Ober- und Chefärzte der beteiligten Kliniken und Institute treffen sich. Die Erkrankung jedes Patienten wird anhand
der vorliegenden neuen Untersuchungsergebnisse diskutiert.
Gemeinsam erarbeiten die Mediziner eine Therapieempfehlung, die sie protokollieren. Beim nächsten Gesprächstermin
erklärt Ihnen der behandelnde Arzt, wie die weitere Therapie
aussehen wird.
8. Woher weiß ich, dass ich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werde? Werden in Ihrem
Zentrum auch Studien angeboten?
Unser Hypophysen-Zentrum arbeitet nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie und der
Endocrine Society. Hier werden regelmäßig Diagnose- und
Therapiemöglichkeiten aktualisiert und dem neuesten Wissensstand angepasst. Sowohl eigene als auch auswärtige wissenschaftliche Veranstaltungen garantieren ein sehr hohes
Maß an Aktualität. Klinische Studien, das heißt die Erprobung
neuer Diagnostik- oder Therapieverfahren, werden ebenfalls
angeboten. Falls Sie für eine Studie in Frage kommen, werden
Sie darauf angesprochen und über den Inhalt ausführlich aufgeklärt. Die Teilnahme ist natürlich freiwillig für Sie. Es entstehen Ihnen keinerlei Nachteile, wenn Sie ablehnen.
9. Gibt es feste Ansprechpartner für mich?
Ihr Weg zu uns...
Sehr geehrte Patienten,
herzlich willkommen zu unserem strukturierten Behandlungsprogramm für Hypophysenerkrankungen. Mit diesem
Informationsblatt möchten wir Ihnen eine Zusammenstellung häufiger Fragen sowie organisatorische Hinweise an die
Hand geben.
In vielen Bereichen, etwa der Organisation oder der Teilnahme
an klinischen Studien, bekommen Sie feste Ansprechpartner
Bei den ärztlichen Mitarbeitern in den Ambulanzen ist eine
feste Zuordnung aufgrund der Dienstpläne nicht immer
möglich. In jedem Fall erhalten Sie jedoch die von den Medizinern der interdisziplinären Konferenz gemeinsam erarbeitete
Therapie. Die Person des Ambulanzarztes spielt daher hier
eine eher untergeordnete Rolle.
Ihre Ansprechpartner sind:
Gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Behandlungsprogramms „Hypophysenerkrankungen“,
wünsche ich Ihnen alles Gute bei der Behandlung.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Ihre Ansprechpartner sind:
- für ambulante Vorstellungen:
Renate Hofmann,
) 0201 723 6303
Haupteingang
Parkhaus
Medizinisches
Zentrum
Univ.-Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer
Direktorin der Klinik für Endokrinologie
- für Fragen während des stationären Aufenthaltes:
Claudia Becker,
) 0201 723 6322
Vom Hauptbahnhof aus erreichen Sie das Universitätsklinikum Essen mit der U17 Richtung Margarethenhöhe
– Haltestelle Holsterhauser Platz.
- für Studienpatienten:
Susanne Seibring,
) 0201 723 2520
oder
Karin Dunschen,
) 0201 723 84669
Die Straßenbahnlinie 106 hält am Haupteingang des
Klinikumgeländes – Haltestelle Klinikum. Die Linie 106
führt von Altenessen Bf über den Essener Hauptbahnhof
zur Haltestelle Helenenstraße in Altendorf und zeitweise
bis Bergeborbeck.
Die Buslinie 160/161 – Haltestelle Klinikum – bringt Sie
zu den Stadtteilen Borbeck und Stoppenberg.
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45147 Essen
und Stoffwechselerkrankungen
Hypophysenerkrankungen
Patienteninformation
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Bildung
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