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11. | 12. Oktober 2014
Philharmonie
im Schauspielhaus
1. Konzert
Mehr Musik,mehr Freude –
jetzt auch am Sonnabend
Ein weiterer Abend für das Große Concert im Gewandhaus zu Leipzig
18. Oktober 2014, 20 Uhr
Gewandhausorchester | Riccardo Chailly
Werke von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy
0341.1270-280 | ticket@gewandhaus.de | www.gewandhaus.de
»ÜB ER DIE G E T RE U E LIE BE U N D IH R LE ID « – Pohádka
11
OKTOBER
2014
SAMSTAG
19.30
ALBERT ROUSSEL (1869 – 1937)
12
12
SONNTAG
SONNTAG
11.00 19.30
Philharmonie im Schauspielhaus
Großes Haus
1. Konzert
»Le Festin de l´Araignée« (Das Festmahl der Spinne) –
Fragments symphoniques op. 17
Prélude – Entrée des fourmis (Einmarsch der Ameisen) –
Danse et mort du Papillon (Tanz und Tod des
Schmetterlings) – Eclosion et danse de l'Ephémère
(Schlüpfen und Tanz der Eintagsfliege) – Funérailles
de Éphémère (Grablegung der Eintagsfliege) – La nuit
tombe sur le jardin solitaire (Die Nacht senkt sich über
den einsamen Garten)
PAUSE
JOSEF SUK (1874 – 1935)
»Pohádka« (Märchen) – Sinfonische Suite E-Dur op. 16
I.
II.
III.
IV.
Liebe und Leid der Königskinder.
Intermezzo. Volkstanz.
Intermezzo. Trauermusik.
Königin Runas Fluch. – Sieg der Liebe.
MAURICE RAVEL (1875 – 1937)
»Shéhérazade« – Drei Poeme für Sopran und Orchester
nach Texten von TRISTAN KLINGSOR
Bertrand de Billy | Dirigent
Patricia Petibon | Sopran
Asie (Asien)
La Flûte enchantée (Die Zauberflöte)
L´Indifférent (Der Gleichgültige)
1
»Kindern erzählt man Geschichten zum
Einschlafen – Erwachsenen, damit sie aufwachen.« – Jorge Bucay
»Es war einmal…« – wohl eine der berühmtesten Einleitungen für
Märchen, Sagen oder Erzählungen, an die sich Erwachsene gern
erinnern und auf die Kinder voller Ungeduld abends zappelnd im Bett
warten. Doch nicht jede Geschichte beginnt mit den berühmten drei
Worten und nicht jede schließt mit einem Happy End.
»Das Festmahl der Spinne« ist genau so eine Story: An einem Morgen
im Garten erwacht eine Spinne in ihrem Netz und beobachtet die
sie umgebende Fauna voller Vorfreude auf das bevorstehende Mahl.
Hierbei begegnen ihr diverse krabbelnde und fliegende Kleintiere, bekämpfen und verspeisen sich, tanzen und gehen ihrem Tagwerk nach. Die impressionistische Erzählung von Leben und Tod im
Insektenreich wurde von Albert Roussel 1912 in Form einer Ballett2
Pantomime vertont. Dass diese Geschichte prädestiniert dazu ist,
lautmalerisch in Musik gesetzt zu werden, versteht sich von selbst.
Seien das aufsteigende und abfallende Skalen, die die Spinne beim
Weben des Netzes beschreiben oder das Flirren von Schmetterlingsflügeln umgesetzt durch Streichertremoli – Roussel weiß stets, den
Zuhörer mit seinen Klangfarben zu unterhalten. Bisweilen erinnert die
Musik in ihrer Verspieltheit gar an frühe Disney-Filme aus den 1930er
Jahren. Dass die Geschichte aber eher einer Fabel gleicht, zeigt
schon der zyklische Aufbau des Werkes: Eine von der Flöte vorgetragene kurze Weise, das von Roussel selbst so bezeichnete »GartenMotiv«, eröffnet und schließt das Werk. Dazwischen erzählen einzelne Episoden musikalisch ineinander übergehend vom Auftauchen
und Verschwinden verschiedener typenhaften Insekten. Im Gegensatz
zur Ballett-Pantomime beschränken sich die sinfonischen Fragmente,
die aus unbekannten Gründen kurz nach dem Ballett entstanden und
lediglich aus einem Drittel des ursprünglichen Werkes bestehen, auf
die Ameisen, einen Schmetterling und eine Eintagsfliege; bis
auf die Erstgenannten überlebt
keiner den Tag. Musikalisch
orientierte sich Roussel vor allem
an den Impressionisten Ravel
und Debussy, doch auch die
Nähe zu seinem Kompositionslehrer Vincent d’Indy und César
Franck ist nicht von der Hand zu
weisen.
Der Komponist fand erst spät zur
Musik zurück: Als Kind zweier
früh verstorbener Hobby-Musiker,
führte er ein rastloses Leben unter
verschiedenen Vormunden, bis er
ALBERT ROUSSEL
geb. 05. April 1869, Tourcoing
gest. 23. August 1937, Royan
»Le Festin de l´Araignée« (Das
Festmahl der Spinne) –
Fragments symphoniques op. 17
Entstehung: 1912 / 1913
Uraufführung des Balletts:
3. April 1914 in Paris
Spieldauer: ca. 16 Minuten
Orchesterbesetzung:
2 Flöten
Pauken
2 Oboen
Schlagwerk
2 Klarinetten
Harfe
2 Fagotte
Celesta
2 Hörner
Streicher
2 Trompeten
3
schließlich mit 18 Jahren in die Marine eintrat und seine Reisen ihn
bis in den Fernen Osten führten. Die dort gesammelten Eindrücke
konnte er mit Beginn seines Kompositionsstudiums 1894 in Paris verarbeiten. 1898 wechselte er an die neu gegründete Scola Cantorum
zu Vincent d’Indy, wo er bald selbst unterrichtete. Ab 1809 kehrte er
mit seiner Frau für längere Zeit nach Indien und Südostasien zurück.
Die dortigen Eindrücke führten Roussel in seine zweite Schaffensphase, in der auch »Le Festin de L’Araignée« entstand.
Nur knapp 10 Jahre zuvor, im Jahr 1903, schrieb Maurice Ravel
seine »Shéhérazade«, ein aus drei vertonten Gedichten seines
Freundes Tristan Klingsor (1874 – 1966) bestehender Liederzyklus.
Beschäftigt hatte sich Ravel mit dem Stoff bereits 1898: Von einer
geplanten Oper über die Erzählerin aus »Tausendundeine Nacht« ist
heute lediglich eine Ouvertüre erhalten, sein erstes Werk für großes
Orchester. Diese doppelte Beschäftigung mit dem Sujet zeigt, welche
Faszination der Orient auf Ravel ausgestrahlt haben muss. Kein
4
Wunder, hatte doch der Exotismus im Zuge der Weltausstellungen
in Paris ab Mitte des 19. Jahrhunderts und der damit einhergehende
Kontakt mit fernöstlicher Kultur Einzug in die westliche Musik gefunden.
Bereits die 1888 erschienene »Scheherazade« von Rimski-Korsakow
war im Zuge dessen entstanden und diente, zumindest indirekt, als
Vorlage für Ravels Werk. Denn der Dichter Léon Leclère, der seinen
Künstlernamen nach dem Opernhelden Richard Wagners gewählt
hatte, ließ sich durch die Sinfonische Dichtung des Russen zu einem
eigenen Gedichtband inspirieren. Aus der 100 Gedichte umfassenden
Sammlung wählte Ravel drei aus, um sie zu vertonen. Zur Überraschung
Klingsors handelte es sich dabei nicht um erzählende, sondern äußerst
deskriptive Texte. Ravel entschied sich hauptsächlich für sie wegen
ihres sprachlichen und bildhaften Ausdrucksgehalts, auch wenn sie die
Protagonistin Scheherazade mit keinem Wort erwähnen.
Das mit Abstand längste Gedicht des Zyklus »Asie« (Asien) macht
den Anfang. Mit der zu Strophenbeginn immer wiederkehrenden
Aufforderung »Je voudrais« (Ich möchte) fleht das lyrische Subjekt,
denn als solches gibt es seine Identität nicht preis, um das Erleben
und das Fühlen des östlichen Kontinents. Hierbei stehen »gierige
Kaufleute« neben »dickbäuchigen Mandarinen unter Sonnenschirmen« genauso wie »Prinzessinnen mit zarten Händen« und
Meuchelmördern, die lächeln, »wenn der Henker einem Unschuldigen
den Kopf abschlägt / mit seinem großen, krummen Türkensäbel«. Die
ganze Bandbreite des Orientalischen wird durch exotische Klänge
untermalt. Bereits das erste Einsetzen der Oboe zu Beginn greift
eine Melodie mit übermäßiger Sekunde auf, was vom Hörer sofort
mit Exotik assoziiert wird. Dass sich Ravel meist lautmalerisch der
gesamten Palette des Orchesters bedient, liegt dabei auf der Hand:
Das Juwel Persiens, Damaskus, taucht von einem Tamburin begleitet
vor dem inneren Auge des Betrachters auf; »schwarze liebestrunkene
Augen« korrelieren mit einer schmachtenden Solovioline; schließlich
beherrscht beim Erklingen Chinas reine Pentatonik die Holzbläser
5
und Harfen. Immer stärker
steigert sich der Erzähler in
seinen Wunsch nach Asien, bevor
er (oder sie) schließlich betont,
heimkehren zu wollen. Auch
musikalisch kehrt der Satz zu seinem Anfangsmotiv mit der übermäßigen Sekunde, dieses Mal
von zwei Violinen aufgegriffen,
zurück. Sanft erklingt im zweiten
Gedicht »La Flûte enchantée« –
eine »Zauberflöte« – im Wechsel
mit dem Gesang. Die Sehnsucht
des Lauschenden und die Lieblichkeit der Flöte werden nur
kurz von einem Aufwallen des
MAURICE RAVEL
geb. 07. März 1875, Ciboure
gest. 28. Dezember 1937, Paris
»Shéhérazade« – Drei Poeme
für Sopran und Orchester nach
Texten von Tristan Klingsor
Entstehung: 1903
Uraufführung:
17. Mai 1904 in Paris
Spieldauer: ca. 17 Minuten
Orchesterbesetzung:
Piccoloflöte
3 Posaunen
2 Flöten
Tuba
2 Oboen
Pauke
Englischhorn
Schlagwerk
2 Klarinetten
2 Harfen
2 Fagotte
Celesta
4 Hörner
Streicher
2 Trompeten
ˇ
6
Orchesters unterbrochen, ehe der Satz wieder mit der kleinen Melodie
schließt. Sind die Themen der ersten beiden Gedichte Erleben und Liebe,
so steht das letzte Gedicht »L’indifférent« (Der Gleichgültige) für das
Verlangen. Interessanterweise stellt Ravel dies nicht konventionell in
aufgewühlten lauten Passagen dar, sondern lässt den Text für sich
sprechen. Zu Beginn läuten erneut die Holzbläser das Geschehen
ein, während sich im Gesang eine heimliche Liebeserklärung an den
nahenden Jüngling manifestiert. Fast erschreckend wirkt dessen Solostelle, als der Angebetete achtlos an ihm vorbei geht.
Nochmals 5 Jahre zurück: Josef Suk komponierte 1898 sein
»Pohádka«, sein Märchen. Es handelt sich hierbei um die Bühnenmusik zu »Radúz und Mahulena« von Julius Zeyer (1841 – 1901).
Zwei Jahre später schrieb er es zu einer viersätzigen Suite um.
Die Geschichte erinnert stark an Romeo und Julia, hat dabei aber
einen ganz eigenen typisch tschechischen Charme: Das durch ein
Mädchen mit Geige personifizierte Märchen berichtet über eine
längst vergangene Zeit in der Slowakei, in der Zwietracht zwischen
den beiden Geschlechtern der Tatraner und der Magurer herrscht. Der
Spross von Magura, Radúz, verirrt sich eines Tages bei der Jagd und
erlegt einen heiligen Hirsch auf Tatraner Gebiet, woraufhin er festgenommen, verletzt und eingekerkert wird. Die jüngste Tochter der Königin Runa, Mahulena, verliebt sich in den Prinzen und erhält von ihrer
Mutter für ihn einen schmerzstillenden Trank, den sie jedoch als Gift
enttarnt. Schließlich verhilft sie Radúz zur Flucht, der sich natürlich
längst in die Prinzessin verliebt hat. Dabei werden sie von Runa
gehindert, die von Radúz mit ihren eigenen Haaren an einen Baum
gefesselt wird. Hiernach verflucht sie das Paar: Radúz solle Mahulena
nicht mehr erkennen, sobald ihn eine andere Frau küsst. Bei ihrer Rückkehr in Magura empfängt Radúz‘ Mutter ihren Sohn mit einem Kuss
und der Fluch wird Wirklichkeit. Um ihrem Liebsten wenigstens noch
nahe sein zu können, verwandelt sich Mahulena in eine Pappel, von
der sich der umnachtete Radúz so angezogen fühlt, dass seine Mutter
den Baum fällen lassen will. In
diesem Moment strömt aus ihm
Blut hervor, was dem Prinzen
sein Gedächtnis und auch seine
zurückverwandelte Braut wiedergibt. Beide leben von nun an
glücklich zusammen.
Dass gerade dieser Stoff Suk zu
der Zeit interessierte, hat mit seiner eigenen Lebensgeschichte zu
tun: Nachdem der Spross einer
Handwerkerfamilie am Prager
Konservatorium ersten Unterricht
in Violinspiel und Komposition
erhielt, traf er schließlich auf
den Mann, der sein Leben und
JOSEF SUK
ˇ ˇ
geb. 04. Januar 1874, Krecovice
gest. 29. Mai 1935, Benešov
»Pohádka« (Märchen) –
Sinfonische Suite E-Dur op. 16
Entstehung: 1897 / 1898
Uraufführung der Bühnenmusik:
ˇ
6. Juni 1898 unter Adolf Cech
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Orchesterbesetzung:
Piccoloflöte
2 Flöten
2 Trompeten
2 Oboen
3 Posaunen
Englischhorn
Tuba
2 Klarinetten
Pauke
Bassklarinette
Schlagwerk
2 Fagotte
Harfe
4 Hörner
Streicher
7
ˇ unterrichtete
Schaffen maßgeblich beeinflussen sollte. Antonín Dvorák
den jungen Komponisten ab 1891 und lernte seine von Anfang an
sichere Kompositionsweise schnell zu schätzen. Bereits ein Jahr
später gelangte Suks Serenade in Es-Dur op. 6 für Streichorchester
zu Weltruhm. Als sein großes Vorbild im selben Jahr nach Amerika
an das Konservatorium in New York berufen wurde, war Suk einer
der wenigen Freunde, der die Familie in Prag verabschiedete. Auch
ˇ Tochter Ottilie war mit den Eltern aufgebrochen und musste
Dvoráks
sich gezwungenermaßen von der ersten großen Liebe trennen, dem
18-jährigen Josef Suk. Die beiden hatten sich über die Hausbesuche
ˇ kennen- und liebengelernt, worüber der
des Schülers bei Dvorák
Vater Ottilies großzügig hinwegsah. In der Zeit der Abwesenheit
seiner Geliebten komponierte Suk fleißig, seine Werke orientierten
ˇ
sich stark an denen Dvoráks
und wirkten unbeschwert und leicht.
Daneben entwickelte sich Suk, vor allem durch sein Mitwirken im
Böhmischen Quartett, zu einem gefragten Interpreten. Als Ottilie
8
1894 aus New York zurückkam, waren ihre Gefühle für Suk keinesfalls verebbt und vier Jahre später, am 17. November 1898, dem Tag
von Dvoráks
Silberhochzeit, heirateten die beiden.
ˇ
Das Werk ist als Sinfonische Suite konzipiert und besteht demzufolge
aus vier Sätzen, die sich jedoch nur bedingt an den Formen der
Sinfoniesätze orientieren. So ist schon der Eröffnungssatz dreiteilig:
Beginn und Ende markiert die Solovioline, die zum einen an Zeyers
Märchen angelehnt ist, zum anderen in ihrer Funktion als erzählendes
Element an die »Scheherazade« von Rimsky-Korsakow erinnert. Der
Mittelteil wechselt in düstere Klangfarben und wird von einem Motiv
dominiert, das aus einem Tritonus- und einem Sekundschritt aufwärts
sowie einem fallenden Tritonus besteht. Die Verwendung des »diabolus
in musica« durchzieht das gesamte Œuvre Suks und avanciert im Laufe
seines Lebens zu einer Art Unterschrift des Komponisten. Dem ersten
Satz schließen sich zwei Intermezzi an. Einer stellt einen Volkstanz,
der zweite einen Trauermarsch dar. Auch wenn Suk sich hier keiner
tatsächlichen Volksmusik bediente, fängt er doch das Idiom slawischer
Tänze ein. Der letzte Satz wechselt vom anfänglich stürmischen e-Moll
in ein freudenvolles E-Dur-Finale, nach welchem die Solovioline die
dramatische Liebesgeschichte zu einem guten Ende führt.
Leider war den Suks kein so glückliches Ende vorherbestimmt, wie
Radúz und Mahulena. 1904 stirbt erst der liebgewonnene Schwiegervater und ewige Lehrer Antonín, ein gutes Jahr später dessen Tochter
und Ehefrau Suks, Ottilie. In der Sinfonie »Asrael«, die nach dem
Todesengel der jüdischen und muslimischen Mythologie benannt ist,
verarbeitet Suk musikalisch seine Trauer. Dabei greift er das sieben
Jahre zuvor erstmals im Pohádka erklingende Motiv aus dem ersten
Satz auf, das in der Sinfonie endgültig seine negative Konnotation
erhält. Vielleicht aber erinnerte sich Suk auch durch jenen musikalischen
Gedanken an eine glücklichere Zeit: »Es war einmal…«
Tom Weber
9
So 19. Oktober | 18 Uhr | Kreuzkirche
»...DAS ERSTE WIRD ZUM LETZTEN UND
DAS LETZTE ZUM ERSTEN« – Gubaidulina
GUSTAV MAHLER
Adagio aus der Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur
SOFIA GUBAIDULINA
»Offertorium« – Konzert für Violine und Orchester
Reinbert de Leeuw | Dirigent
Vadim Gluzman | Violine
Tickets: +49 (0) 351 | 4 866 866
10
w w w. d r e s d n e r p h i l h a r m o n i e . d e
Dresdens Klang. Die Musiker der Dresdner Philharmonie
Chefdirigent
Prof. Michael Sanderling
1. Violinen
Prof. Ralf-Carsten Brömsel KV
Heike Janicke KV
Prof. Wolfgang Hentrich KV
Dalia Schmalenberg KV
Eva Dollfuß
Julia Suslov-Wegelin
Anna Fritzsch
Prof. Roland Eitrich KV
Heide Schwarzbach KV
Christoph Lindemann KV
Marcus Gottwald KM
Ute Kelemen KM
Antje Bräuning KM
Johannes Groth KM
Alexander Teichmann KM
Annegret Teichmann KM
Juliane Kettschau KM
Thomas Otto
Eunyoung Lee
Theresia Hänzsche
2. Violinen
Markus Gundermann
N.N.
Cordula Fest KM
N.N.
Reinhard Lohmann KV
Viola Marzin KV
Steffen Gaitzsch KV
Dr. phil. Matthias Bettin KV
Heiko Seifert KV
Andreas Hoene KV
Andrea Dittrich KV
Constanze Sandmann KV
Jörn Hettfleisch KM
Dorit Schwarz KM
Susanne Herberg KM
Christiane Liskowsky
Bratschen
Christina Biwank KV
Hanno Felthaus KV
N.N.
Beate Müller KM
Steffen Seifert KV
Steffen Neumann KV
Heiko Mürbe KV
Hans-Burkart Henschke KM
Andreas Kuhlmann KM
Joanna Szumiel
Tilman Baubkus
Irena Dietze
Sonsoles Jouve del Castillo
Harald Hufnagel
Tobias Glöckler KV
Olaf Kindel KM
Norbert Schuster KV
Bringfried Seifert KV
Thilo Ermold KV
Donatus Bergemann KV
Matthias Bohrig KM
Ilie Cozmatchi
Dittmar Trebeljahr KV
Klaus Jopp KV
Violoncelli
Matthias Bräutigam KV
Ulf Prelle KV
Victor Meister KV
Petra Willmann KV
Thomas Bäz KV
Rainer Promnitz KV
Karl-Bernhard v. Stumpff KV
Clemens Krieger KV
Daniel Thiele KM
Alexander Will
Bruno Borralhinho
Dorothea Plans Casal
Flöten
Karin Hofmann KV
Mareike Thrun KM
Birgit Bromberger KV
Götz Bammes KV
Claudia Rose KM
Hörner
Michael Schneider KV
Hanno Westphal
Friedrich Kettschau KM
Torsten Gottschalk
Johannes Max KV
Dietrich Schlät KV
N.N.
Carsten Gießmann KM
Kontrabässe
Benedikt Hübner KM
Soo Hyun Ahn
Oboen
Johannes Pfeiffer KM
Undine Röhner-Stolle KM
Prof. Guido Titze KV
Jens Prasse KV
Isabel Kern
Klarinetten
Prof. Hans-Detlef Löchner KV
Prof. Fabian Dirr KV
Prof. Henry Philipp KV
Fagotte
Daniel Bäz
Philipp Zeller
Robert-Christian Schuster KM
Michael Lang KV
Prof. Mario Hendel KV
Trompeten
Andreas Jainz KV
Christian Höcherl KM
Csaba Kelemen
Nikolaus v. Tippelskirch
Björn Kadenbach
11
Posaunen
Matthias Franz
Stefan Langbein
Joachim Franke KV
Peter Conrad KM
Dietmar Pester KV
Tuba
Prof. Jörg Wachsmuth KV
Harfe
Nora Koch KV
Pauke / Schlagzeug
N.N.
Oliver Mills KM
Gido Maier KM
Alexej Bröse
Orchestervorstand
Norbert Schuster (Vorsitz)
Jörn Hettfleisch
Prof. Guido Titze
Peter Conrad
Prof. Jörg Wachsmuth
KM = Kammermusiker
KV = Kammervirtuos
12
Bertrand de Billy | Dirigent
wurde in Paris geboren, erhielt in seiner Heimatstadt seine Ausbildung und trat hier zuerst als Orchestermusiker, sehr bald aber
auch als Dirigent in Erscheinung. 1993 – 1995 war er erster Kapellmeister und stellvertretender GMD am Anhaltischen Theater in Dessau,
1996 – 1998 in gleicher Position an der Wiener Volksoper. In den
Jahren 1999 – 2004 war er Chefdirigent des Gran Teatro del Liceu
in Barcelona, von 2002 – 2010 Chefdirigent des Radio-Symphonieorchesters Wien. Bertrand de Billy ist erster Gastdirigent des Frankfurter
Opern- und Museumsorchesters, des Orchestre de Chambre de
Lausanne und ab 2014 / 2015 auch der Dresdner Philharmonie.
Engagements führten ihn bereits früh u. a. an die Staatsopern in
Wien, Berlin, Hamburg und München, an das Royal Opera House
Covent Garden, das Gran Théâtre de la Monnaie, die Opéra National
de Paris sowie an die Opernhäuser in Washington und Los Angeles.
Er war ab 1997 regelmäßiger Gast an der Metropolitan Opera in New
York sowie ab 2002 bei den Salzburger Festspielen. Weltweit gastierte
er auch mit führenden Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, dem
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Staatskapelle
Dresden, dem Orchestre de Paris, den Wiener Symphonikern, des
Weiteren: Museumsorchester Frankfurt, Hamburger Philharmoniker,
RSB Berlin, Konzerthausorchester Berlin, Dresdner Philharmonie,
Königliche Kapelle Kopenhagen, u. v. a. Bertrand de Billy dirigiert ein
breites Repertoire von Bach bis hin zu zahlreichen Ur- und Erstaufführungen. Mit dem Theater an der Wien, dem Wiener Musikverein
und dem Wiener Konzerthaus verbindet ihn heute eine ebenso enge
Zusammenarbeit, wie mit der Wiener und Münchner Staatsoper
sowie der Frankfurter Oper.
Zahlreiche CD- und DVD Aufnahmen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Bertrand de Billy ist Träger mehrerer hoher
Auszeichnungen in Frankreich und Österreich.
13
Patricia Petibon | Sopran
Nach ihrer Ausbildung am Conservatoire National Supérieur de
Musique von William Christie entdeckt, debütierte Patricia Petibon
in Rameaus HIPPOLYTE ET ARICIE an der Opéra de Paris. Wichtige
Meilensteine in Ihrer Karriere waren Olympia an der Wiener Staatsoper, Blondchen an der Zürcher Oper, Giunia / LUCIO SILLA im
Theater an der Wien, Morgana / ALCINA an der Mailänder Scala,
Aspasia / MITRIDATE im Theater an der Wien und in München, sowie
Despina / COSÌ FAN TUTTE bei den Salzburger Festspielen.
International gefeiert wurde sie für ihre Interpretation von Bergs
LULU in Genf, bei den Salzburger Festspielen und am Liceu in
Barcelona. Jüngste Höhepunkte beinhalten Auftritte als Donna
Anna in Paris, als Susanna in Aix-en-Provence, sowie als Gilda in
München. Zuletzt wurde sie für ihre Interpretation als Blanche
in LES DIALOGUES DES CARMÉLITES am Théâtre des Champs14
Elysées in Paris sowie für die Uraufführung von Philippe Boesmans‘
AU MONDE in Brüssel und als Ginevra in Händels ARIODANTE in
Aix-en-Provence gefeiert.
Patricia Petibon widmet sich auch intensiv der Konzertliteratur
und dem Liedgesang. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie
mit Nikolaus Harnoncourt. Des Weiteren arbeitet sie regelmäßig
mit namhaften Dirigenten wie Alain Altinoglu, Bertrand de Billy,
Ivor Bolton, Kristjan Järvi, Philippe Jordan, Daniel Harding, Andrea
Marcon, Marc Minkowski, Josep Pons u. a. zusammen.
Die Saison 2014 / 2015 bringt u. a. eine Serie von Aufführungen von
MANON an der Wiener Staatsoper, die französische Uraufführung
von Philippe Boesmans' AU MONDE in Paris, eine Neuproduktion
von Berlioz‘ BENVENUTO CELLINI in Amsterdam, sowie zahlreiche
Liederabende im Herbst 2014 rund um die Veröffentlichung ihrer
neuen Platte mit »Mélodies Françaises«. Seit Oktober 2007 ist sie
Exklusivkünstlerin bei der DGG.
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Förderverein Dresdner Philharmonie e.V.
PF 120 424
01005 Dresden
Telefon +49 (0) 351 | 4 866 369
Fax
+49 (0) 351 | 4 866 350
foerderverein@dresdnerphilharmonie.de
Impressum
Dresdner Philharmonie Spielzeit 2014 | 2015
Postfach 120 424 · 01005 Dresden
Chefdirigent: Prof. Michael Sanderling
Ehrendirigent: Prof. Kurt Masur
Erster Gastdirigent: Bertrand de Billy
Grafische Gestaltung: www.victoriabraunschweig.de
Druck: Elbtal Druck & Kartonagen GmbH · + 49 (0) 351 | 21 30 35 - 0
Blumen: Creativ Floristik Laubner GmbH
Preis: 2,00 Euro
Intendant: Anselm Rose
Redaktion: Dr. Karen Kopp · Tom Weber
www.dresdnerphilharmonie.de
Der Text von Tom Weber ist ein Originalbeitrag für dieses Heft.
Aufgrund urheberrechtlicher Beschränkungen war es uns leider nicht erlaubt, den
Gesangstext zu Ravels »Shéhérazade« abzudrucken. Wir bitten um Verständnis.
Bildnachweise: Titelfotos: Marco Borggreve; Bildarchiv d. Dresdner Philharmonie.
Betrand de Billy: Marco Borggreve; Patricia Petibon: Felix Broede.
Hinweis: Wo möglich, haben wir die Inhaber aller Urheberrechte der Illustrationen
ausfindig gemacht. Sollte dies im Einzelfall nicht ausreichend gelungen oder es zu
Fehlern gekommen sein, bitten wir die Urheber, sich bei uns zu melden, damit wir
berechtigten Forderungen umgehend nachkommen können.
20
Wir machen darauf aufmerksam, dass Ton- und / oder Bildaufnahmen unserer Aufführungen durch jede Art elektronischer Geräte strikt untersagt sind.
Zuwiderhandlungen sind nach dem Urheberrechtsgesetz strafbar.
TENÖRE GESUCHT!
Der Philharmonische Chor sucht engagierte Tenöre mit Notenkenntnissen und Chorerfahrungen. Bitte
melden Sie sich zum Vorsingen in unserem Chorbüro an. Wir freuen uns auf Sie!
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Seele and Geist
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