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1 Insight_4 Ignoriere - ja - ich ignoriere es. Ich ignoriere, was

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Insight_4
Ignoriere - ja - ich ignoriere es. Ich ignoriere, was eigentlich hinter dem Ganzen steckt.
Hinter diesem Vorhang der Gemeinschaftlichkeit, des Miteinanderlebens, des gegenseitigen
Ergänzens und Aufbauens liegt eigentlich nur die Angst vor dir selbst.
Und nicht nur die Angst vor Dir selbst, sondern auch die Angst vor dem Anderen, vor dem,
was wirklich hinter dir und mir lauert.
Angst, dass es "zu" anders sein könnte, dass es nicht mehr in diese Gesellschaft passt, in
dieses fast schon kommunistische Miteinander. Als ob ich nicht ohne dich und du nicht ohne
mich könntest, als ob wir aufeinander angewiesen wären, so angewiesen, dass es ohne nicht
denkbar sei.
Aber was sagst du, wenn ich es spüren, riechen, schmecken, wenn ich es erleben will - das
Andere?
Der Ablauf ist doch eigentlich immer der gleiche: Ich, wenn wir zusammen sitzen, versuche
das Thema anzureißen, versuche zu fragen, was ihr darüber denkt. Doch, - oh - was habe ich
nur getan, ich habe das Verbotene, das Schlimme angesprochen.
Bevor ich auch nur wirklich zu Wort komme, kommst du mit ihm und ihr zieht mich erst
einmal raus. Dann, die übliche Standpauke, ich, auch immer das Gleiche, versuche draußen
mit euch zu reden, doch - nein - ihr lehnt alles ab. Ihr ignoriert meine Worte, als wären sie
tödliches Gift.
Aber was soll dieses ewige Augenverschließen? Was soll diese Unterwerfung vor diesem von
irgendeiner Instanz, die keiner kennt, beschlossenen Gesetz? Diesem Gesetz der
Unberührbarkeit des Gedankens der Freiheit.
Diese Freiheit, die Freiheit des Individuums, ist das Wahre, das Schönes, das Unendliche.
Aber ja, auch ihr könnt Recht haben: Wer nichts weiß, lebt ungefährlicher. Wer seine Augen
verschließt, sieht weniger.
Wer immer nur in Gesellschaft lebt, ist sicherer.
Doch vergiss nicht, wer seine Augen verschließt, sieht weniger Schlimmes, aber auch weniger
Schönes. Und eins, das kann ich dir sagen, wirst du niemals vergessen: Den Augenblick der
Freiheit:
Diese Freiheit, die Freiheit des Individuums, die wahre, die schöne, die unendliche, ist wie ein
Augenaufschlag, ein Blick in eine neue Dimension, mit dem sich dir eine schwarz-weiß
geglaubte Welt in ungeahnten Farben eröffnet.
Du schwebst auf einer Welle ozeanischer Gefühle!
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Das Gefühl der Unendlichkeit, da es scheint, als spiele die Zeit keine Rolle mehr, als würde
sie einfach aufhören zu existieren.
Du fragst mich, was es vermag, die Türen aufzustoßen: Es ist die Leidenschaft!
Eine mitreißende Melodie, berührende Verse, ein starkes Bild, ein atemberaubender Blick.
Diese kleinsten Momente, in Sekundenschnelle verstrichen, die dir einen Eindruck gewähren,
der dich noch lange in seinen Fesseln halten wird.
Aber ihr werft sie wieder aus, eure Fangseile, nach mir. Und zieht mich zurück in euren Kreis.
Ihr zerstört die Momente, ihr wollt mir sagen, dass es sich nicht lohnt? Aber was denn dann?
Lohnt es sich, seine Augen vor einer noch unerforschten Herrlichkeit zu verschließen? Wohl
kaum. Lasst uns dieses Neuland "gemeinsam" ergründen!
Und ja, nicht zu vergessen, wie unrein doch diese Gedanken, diese Erlebnisse und fast schon
Abenteuer sind. Ihr sagt, dass die reinste, beste Freude Dir in einer Gruppe widerfährt. Dass
Helfen, Unterstützen und Gegenseitigkeiten das Wahre im Leben sind.
Doch ich kann es verstehen: Ihr braucht mich - wie auch ich Euch brauche. Aber ich sage
Euch: Das ist nicht alles!
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Seele and Geist
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