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Einblicke – sehen, was andere nicht sehen - Pflege- und

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Einblicke – sehen, was andere nicht sehen
14 Autisten 156 Bilder
Liebe Besucherinnen, liebe Besucher unserer Ausstellung,
für die 14 Künstlerinnen und Künstler, die alle in der Pflege- und Lebensgemeinschaft
in Wuppertal leben und von Autismus betroffen sind, ist es ein großer Erfolg bei Ihnen
mit dieser Ausstellung anzukommen - Erfolg deshalb, weil es ihnen damit auf ihre
Weise gelingt, mit Ihnen in Kontakt zu treten, denn Kontaktaufnahme ist das größte
Problem bei Autismus.
Wenn man seine Wahrnehmungen über seine Sinne nicht einordnen kann, bleibt dies
der Welt unbegreifbar und wenn man seine Gefühle und Gedanken nicht zeigen kann,
ist dies für andere schwer zu verstehen. Damit ist Isolation für die Betroffenen oftmals
vorprogrammiert.
Wenn einem die Sprache verwehrt ist wie z.B. bei einem großen Teil unserer
Bewohnerinnen und Bewohner, gibt einem z.B. die Malerei eine andere Möglichkeit
sich auszudrücken. Das bedeutet, ein Stück weit verstanden zu werden und damit die
ersehnte Teilhabe zu bekommen an der für uns so normalen Welt.
Entwicklungsschritte sind bei Autisten möglich, aber sie brauchen ein beharrliches
Üben über sehr lange Zeiträume hinweg.
So arbeiten wir in der Pflege- und Lebensgemeinschaft in der Kunsttherapie über viele
Jahre in wöchentlichen Einzelsitzungen in der Verbindung von Erkenntnissen aus
Psychotherapie, Kunst und der unterstützenden Kommunikation kontinuierlich am
Wahrnehmungs- und Ausdrucksvermögen unserer Bewohnerinnen und Bewohner.
Die Bilder, die dabei entstehen, sind stets Ausdruck einer individuellen künstlerischen
Fähigkeit und besonderen Sichtweise auf ihre Umwelt, auf ihre Mitmenschen sowie
auf die eigene Person und das eigene Erleben.
Doch sehen Sie am besten selbst - wir wünschen Ihnen jedenfalls in der Ausstellung
bzw. beim Durchblättern des Katalogs interessante Einblicke und viel Freude mit den
Werken unserer Künstlerinnen und Künstler.
Abschließend danken möchten wir dem Landesverband des Paritätischen in NRW, mit
dem wir gemeinsam diese Ausstellung veranstalten und der uns freundlicherweise
seine Landesgeschäftsstelle als Ausstellungsfläche zur Verfügung stellt.
Thomas Röll
Geschäftsführer
Pflege und Lebensgemeinschaft
Wijnand Kollewijn
Kunsttherapeut
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Kunst und Fotos
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