close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

"Was wäre, wenn ich einen Wurm im Ohr hätte, der - Viktoriaschule

EinbettenHerunterladen
"Was wäre, wenn ich einen Wurm im Ohr hätte, der spricht? Ich bräuchte mir morgens
keinen Wecker stellen, da er ja jeden Tag um ca. 6:30 Uhr seine Gesangsübungen machen
würde, die mich aus dem Schlaf rissen. In der Schule angekommen könnte er mir in den
einzelnen Fächern immer die richtigen Antworten vorsagen, so dass ich immer gute
Schulnoten bekäme ohne dafür lernen zu müssen. Auch am Nachmittag bei den
Hausaufgaben wäre ich schnell fertig, da der Wurm sehr schlau wäre und mir die
Lösungen ins Ohr flüstern könnte. Meine Mitschüler würden mich besonders mögen, weil
ich ihnen helfen könnte. Es würde solange gut gehen, bis eines Tages der Wurm nicht zur
Ruhe käme und die ganze Nacht Party in meinem Kopf feiern würde. Somit wäre ich
morgens ausgerechnet an dem Tag, an dem wir die Klassenarbeit schrieben, nicht
ausgeschlafen und würde wegen Übermüdung vom Hocker fallen und unter die Bank
rutschen. Auch die Lehrerin würde mich nicht wach bekommen und den Krankenwagen
rufen. Im Krankenhaus würden sie mir ein starkes Medikament geben, um mich aus
meinem Tiefschlaf zu erwecken. Da der Ohrwurm gerade auf einem Spaziergang durch
mein Ohr wäre, würde er durch das heftige Schlucken mit einem Ruck wie auf einer
Achterbahn in den Magen gespült und wenn ich wieder fit wäre, würde ich plötzlich
feststellen, dass der Wurm sich nicht mehr in meinem Ohr befände, sondern in meinem
Bauch sein Unwesen treiben würde. Das würde sich sehr hohl anhören und man könnte
ihn sehr schlecht verstehen. Ich würde mir überlegen eine Verbindungsleitung über die
Speiseröhre in den Magen zu legen, damit ich den Wurm besser verstehen könnte. Es
würde gut funktionieren und ich müsste nun doch nicht lernen. Beim Abendbrot würde ich
Orangensaft trinken. Wenn ich wieder in meinem Zimmer wäre, würde ich von Rülpsern
geschüttelt werden und plötzlich würde ich einen kleinen, lustigen und im Gesicht grün
angelaufenen Wurm aus meinem Magen krabbeln sehen. Ich würde fragen: "Hallo! Bist du
der Wurm, der mir immer alles vorsagt und warum bist du raus gekommen?" Der Wurm
würde mit brummiger Stimme antworten: "Ja das bin ich und ich musste heraus kommen,
weil du ja sooooo klug warst und Orangensaft getrunken hast. Den finde ich zum Kotzen.
Davon wird mir immer ganz übel." Es würde mir natürlich sehr Leid tun und ich würde ihm
versprechen, keinen Orangensaft mehr zu trinken, wenn er nur wieder herein klettern
würde, um mir weiterhin zu helfen. Doch der Wurm würde sich weigern. Plötzlich wäre mir
eine Idee gekommen, wie ich den Wurm doch überreden könnte. Ich würde ihn fragen,was
seine Lieblingsspeise wäre und er würde antworten:
"Gummibärchen natürlich, was sonst!" Nun würde ich dem Wurm den Vorschlag machen,
dass ich pro Tag 2 Gummibären essen würde. Der Wurm würde den Vorschlag annehmen
und würde wieder durch mein Ohr in meinen Magen klettern. So würde ich nie wieder
lernen müssen und wäre üüüüüüüüberglücklich.
von Jenny Paulukat
Tim war ein ganz normaler Junge. Er wollte heute in die Bibliothek, um sich ein Buch
auszuleihen. In der Bibliothek schlenderte er durch die Bücherreihen. Plötzlich hörte er eine
Stimme flüstern: "Hallo, du da unten!" Tim drehte sich um. "Wer da?", fragte er. "Nur ein
altes Buch, das gerne gelesen werden möchte", raunte die Stimme. Tim traute seinen
Ohren kaum. "Wo bist du denn?", fragte Tim. Die Stimme kicherte: "In der zweiten Reihe
oben, das goldene Buch. Leih mich bitte aus." Tim nahm das Buch aus dem Regal und
eilte damit zur Bibliothekarin, um es auszuleihen. Danach raste er mit dem Buch nach
Hause. In seinem Zimmer angekommen rief das Buch entzückt: "Toll, dass du mich
ausgeliehen hast, in der Bibliothek hat mich keiner beachtet. Ich bin ein besonderes Buch.
Wenn du mich aufschlägst, kannst du genau die Geschichte, die du dir gerade wünschst, in
mir lesen." Tim wollte sich überzeugen und schlug das Buch auf Die Geschichte hieß:
„König Artus“. Das hatte er sich am sehnlichsten gewünscht. Das Buch hatte also Recht. Er
fing an zu lesen. Das erste Kapitel hieß: Mordreds Burg. "Schneller arbeiten, nicht
schlafen!", befahl Mordred. Seine Leute schufteten schneller. Sie bauten an seiner Burg.
Mordred war der Anführer und er war gierig nach Macht. "Wir werden bald Camelot
angreifen und meinen Vater, König Artus, stürzen", offenbarte Mordred seinem Berater. Die
Geschichte begeisterte Tim schon nach dieser kurzen Zeit. "Möchtest du in der Geschichte
sein, das wäre möglich", flüsterte das Buch. Tim nickte erfreut. Ein Wirbel aus Buchstaben
kam, und er wurde ins Buch gesogen. Tim stand hinter Mordred, trat aus Versehen auf
einen Ast und Mordred bemerkte ihn. "Nehmt ihn gefangen!", brüllte Mordred. Tim landete
im Burgverlies. "So ein Elend, könnte mir das Buch doch helfen!", jammerte Tim. "Willst du
aus dem Gefängnis raus?", säuselte eine bekannte Stimme. "Buch, bist du das?", flüsterte
Tim. "Nenne mich einfach Phantasius", kicherte das Buch. "Phantasius, hole mich bitte hier
raus", flehte Tim. Wieder kam ein Wirbel aus Buchstaben und Tim wurde hinein gesogen.
Er stand vor Camelot, raste zum Tor und wollte hindurch. Sofort wurde er zu König Artus
gebracht. Tim verriet dem König, dass sein Sohn Mordred einen Angriff auf Camelot plant.
Artus war sehr dankbar für diese Information. Als das Kriegshorn erschallte war Camelot
bereit für den Krieg. Die Bogenschützen von Camelot schossen auf die Eindringlinge. Dann
kam es zu Schwertduellen und Mordred konnte mit ein paar Männern in den Thronsaal
gelangen. Dort wartete König Artus auf sie. "Greift ihn an!", befahl Mordred seinen
Männern. Sie schlugen mit ihren Schwertern auf Artus ein. Er parierte schnell und streckte
alle mit einem blitzschnellen Hieb nieder. Nun war nur noch Mordred da. Er hämmerte
erbarmungslos auf seinen Vater ein, doch Artus schlug Mordred mit einem gezielten Schlag
nieder. Nachdem Artus sich bei Tim bedankt hatte, brachte das Buch ihn wieder nach
Hause. Tim erlebte mit Phantasius noch viele spannende Abenteuer.
von Nils Hartmann
Meine Freunde und ich treffen uns im Wald um " Verstecken" zu spielen. "Lukas, suchst du
uns?", frage ich. "OK!", antwortet er. Marco und ich rennen weg.
Es wird langsam dunkel. In etwa 200 m Entfernung sehe ich ein Licht und rufe: "Marco,
komm mal!" Er rennt zu mir, schaut mich erwartungsvoll an und fragt: "Was ist?" Ich zeige
in Richtung des Lichts und sage zu ihm: "Schau mal dort, lass uns mit Lukas hingehen und
nachschauen, was da ist." "Tolle Idee", erwidert er aufgeregt. Wir rufen Lukas zu uns und
gehen gemeinsam auf das Licht zu. Da ist ein großer Kasten, den wir lange betrachten. Ich
gehe auf die andere Seite und entdecke die Aufschrift "Zeitmaschine Enterprise." Ich kann
meinen Augen nicht trauen. "Das ist eine Zeitmaschine", sage ich ungläubig. "Erzähl keinen
Unsinn", lachen meine Freunde. "Ich kann es euch beweisen", entgegne ich und winke sie
zu mir auf die andere Seite. Marco und Lukas starren auf das Schild "Zeitmaschine
Enterprise" und können den Blick nicht abwenden.
"Glaubt ihr mir jetzt?", frage ich und sie nicken. Zögerlich betreten wir die Zeitmaschine.
Marco stolpert, will sich noch festhalten und drückt dabei aus Versehen auf einen Knopf
Die Türen schließen sich und eine roboterartige Stimme tönt: "Zeitalter: Kreidezeit, Zielort:
Dinosaurier-Tal." Wir sind fassungslos und starren uns gegenseitig an. Lukas, der als erster
seine Stimme wiedergewinnt, meint: "Wir müssen jetzt zusammenhalten, unser leben hängt
davon ab. Ich bin dafür, dass Nils der Leiter der Gruppe ist, weil er die Zeitmaschine
gefunden hat." "Ich bin auch dafür", äußert sich Marco. Wir warten bis sich die Tür wieder
öffnet, gehen dann hinaus und schauen uns in der Gegend um. Es ist ein fruchtbares Tal.
Direkt vor uns liegt ein See. Wir rennen zum Ufer und trinken ein wenig. Plötzlich hören
wir ein Geräusch. Ein Dinosaurier läuft auf den See zu und wir verstecken uns schnell
hinter einem Baum. "Es ist ein Triceratops. Er lebte bis zum Ende der Kreidezeit, ist ein
Pflanzenfresser und wiegt über 5 Tonnen", flüstere ich. Der Hornsaurier trinkt am See und
geht wieder davon. Wir kommen hinter dem Baum hervor, da hören wir ein Geräusch von
oben. Ein Flugsaurier kommt angeflogen und landet am Ufer des Sees. "Ich habe mal
gelesen, dass man diese Saurier Pteranodon nennt", erklärt Marco aufgeregt. "Ja, das
stimmt. Dieser Flugsaurier lebt bis zum Ende der Kreidezeit und stirbt dann aus", informiere
ich die anderen. "Ich finde er sieht nett aus", meint Lukas. Wir gehen ganz langsam auf den
Pteranodon zu und streicheln ihn. Er gibt einen leisen Laut von sich und sieht uns
freundlich an. Wir gehen langsam weiter und er folgt uns. Wir bemerken es und Marco sagt
zu uns: "Ich glaube, er will mitkommen." Wir nicken alle und gehen zusammen mit dem
Pteranodon weiter. Plötzlich sehen wir ein Nest, in dem riesige Eier liegen. „Das sieht nach
Diplodocuseiern aus. Es sind die größten Saurier aller Zeiten", verkünde ich. Lukas
ergänzt: "Ein ausgewachsener Diplodocus kann schätzungsweise 40 m lang und etwa 17 m
hoch werden, habe ich gelesen. Das ist so hoch wie ein 6-stöckiges Hochhaus. Er besitzt
einen 15 m langen Schwanz, der eine wirksame Waffe gegen Raubsaurier ist." Plötzlich legt
sich ein Schatten über die Ebene. Die Diplodocusmutter ist zurückgekehrt und wir rennen
so schnell wie möglich davon. Als wir außer Reichweite sind, bleiben wir stehen. Vor uns
liegen Vulkane. Diese schauen wir uns so fasziniert an, dass wir nicht sehen, dass ein
Tyrannosaurus Rex auf uns zu schleicht. Der Pteranodon macht ein Geräusch, sodass wir
zu ihm schauen. Während wir ein lautes Brüllen hören, kniet er sich hin und gibt uns damit
zu verstehen, dass wir auf seinen Rücken steigen sollen und wir tun es. Als der Pteranodon
mit uns hochfliegt, sehen wir, dass das Brüllen von einem Tyrannosaurus Rex ist und wir
kriegen es mit der Angst zu tun. Der Flugsaurier fliegt mit uns davon, doch der T-Rex folgt
uns. Es beginnt eine gnadenlose Verfolgungsjagd. Jeder der beiden Saurier gibt sein
Bestes. Aus der Feme sehen wir die Zeitmaschine und es kann sich nur noch um Sekunden
handeln, bis wir sie erreichen. Der Pteranodon fliegt langsam tiefer und landet. Wir steigen
ab und streicheln ihn noch einmal ganz schnell. Dann rennen wir zur Zeitmaschine und
springen hinein. Der T -Rex kommt immer näher. Marco drückt auf den Knopf "November
2006" und die Türen schließen sich. Die roboterartige Stimme tönt:
"Zeitalter: Quartär, Zielort: Essen." Der T -Rex will gerade nach der Zeitmaschine greifen,
da verschwinden wir vor seinen Augen. Als wir wieder zu Hause angekommen sind,
schwören wir, dass wir niemandem von diesem Abenteuer erzählen werden, weil man uns
sowieso nicht glauben würde.
von Nils Hartmann
Als ich am Montagmorgen aus dem Bett kroch, frühstückte ich und schlich mich leise aus
dem Haus. Ich war zu müde, um meine Augen richtig zu öffnen. Doch dann war es zu spät
- ich rannte mit voller Wucht gegen eine Laterne. Ich tastete an meinen Kopf und merkte,
dass eine dicke Beule entstanden ist. Was sollten nur meine Freunde von mir denken.
Wenn sie von meiner Ungeschicktheit erfahren, würden sie sich bestimmt totlachen. Es war
nicht mehr weit bis zur Schule und ich musste mir noch etwas einfallen lassen. Doch da
hatte ich eine Idee. Schon spurteten meine Freunde auf mich zu und ich musste schnell
handeln. Also plapperte ich los: "Stellt euch vor,was mir gerade passiert ist! Ich ging aus
dem Haus und alles war wie immer. Plötzlich erblickte ich eine dunkle Gestalt. Zuerst
machte ich mir über das Wesen noch keine großen Gedanken. Als es mir aber direkt in die
Augen schaute, lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Jetzt wurde mir klar: Das konnte
nur der außerirdische Erdnussbuttermann sein, von dem ich schon so viel gehört hatte. In
dem Moment zog er eine Fletsche aus seiner Tasche und katapultierte mir eine Erdnuss
gegen die Stirn. Ich nahm meine Beine in die Hand und flitzte zur Schule." Meine Freunde
staunten und wollten mich mit Fragen durchlöchern. Zum Glück schellte es und wir
mussten in die Klasse. Somit war ich mit der "erfundenen" Geschichte der Held des Tages.
von Lukas Hennig
Vor kurzem bin ich mit meiner Zeitkugel in die Zeit der Dinosaurier gereist. Als ich
angekommen war, landete ich in einem Tal, wo es ganz viele unterschiedliche Pflanzen
gab. Ich sah palmenähnliche Pflanzen mit dicken Blättern. Außerdem bemerkte ich, dass
bei manchen Bäumen die Blätter nur in der Baumkrone waren. Neugierig ging ich weiter
und kam zu einem kleinen Fluss. Am Ufer des Flusses entdeckte ich ganz viel Farn.
Plötzlich hörte ich ein leises Geräusch. Ich drehte mich um und sah einen jungen
Brachiosaurus. Ich erschrak, stolperte und fiel in den Fluss. Die Strömung riss mich
flussabwärts. Mit Mühe schaffte ich es an Land. Ich versuchte den jungen Brachiosaurus
wieder zu finden. Darum schlich ich flussaufwärts und suchte die Stelle, wo ich ihn zuletzt
gesehen hatte. Da hörte ich ein Schmatzen. Schnell versteckte ich mich hinter einem
großen Stein. Als ich hinter diesem Stein hervorlugte, sah ich einen Spinosaurier, der an
einem Krokodil nagte. Ich dachte: "Puh, der jagt mich nicht mehr!" Leise schlich ich weiter
und war mit den Gedanken immer noch bei dem Spinosaurier, seinen spitzen Zähnen und
dem gigantischen Rückensegel, das aussah wie ein einzelner Drachenflügel. Endlich kam
ich zu der Stelle an der ich den Brachiosaurus zuletzt gesehen hatte. Da sah ich dicke
Fußabdrücke, die bestimmt von ihm waren. Also folgte ich ihnen. Schließlich fand ich ihn
an einem Baum, wo er aufgrund seines langen Halses ohne Probleme die zartesten Blätter
aus der Spitze fraß. Ich schlich vorsichtig weiter. Durch ein Geräusch aufmerksam
geworden, entdeckte er mich. Vor Schreck machte ich drei Schritte rückwärts und stieß
gegen einen Baumstamm. Ich konnte mich nicht mehr verstecken und er kam immer
näher. Was sollte ich tun? Schon war er nur noch wenige Schritte entfernt. Doch plötzlich
geschah etwas, was ich nicht vorausgesehen hatte. Ich hörte ein Gemurmel. Das konnte
doch nicht sein! Der Dinosaurier konnte sprechen! "Hallo, wo kommst du denn her?" "Ich
kkkommmme aus einer anderen ZZZeit!!!!!!!!!" "Was bist du?" Ich verlor langsam meine
Angst und antwortete: " Ich bin ein Mensch!" "Hmm, noch nie davon gehört!" erwiderte der
Brachiosaurus. " Das kannst du auch nicht, weil es uns erst viele Jahre nach deiner Zeit
geben wird." Auf einmal wackelte der Boden unter meinen Füßen. "Was war das?", fragte
ich ihn voller Panik. " Das sind die Vulkane. Es kommt immer wieder vor, dass ein Vulkan
ausbricht. Aber hier sind wir in Sicherheit, weil wir weit genug weg sind." " Bist du sicher?",
gab ich zu Bedenken. "Mir wäre es lieber, wenn wir in meine Zeit verschwinden! Kommst
du mit?" Der Brachiosaurus zögerte:" Es würde mich schon interessieren, wie es sein wird.
Aber ich möchte lieber bei meinen Eltern bleiben." "Das ist schade! Wie heißt du
eigentlich?" " Ich heiße Dino." "Mein Name ist Christian."" Mach's gut, Christian!" "Pass auf
dich auf, Dino! Vielleicht kann ich dich noch einmal besuchen!" Traurig nahm ich meine
Zeitkugel und wünschte mich wieder nach Hause.
von Christian Reuter
Als ich morgens in meinem Bett aufwachte, bekam ich einen riesengroßen Schreck.
Plötzlich war ich hell wach, denn ich sah ein paar cm über mir die Decke. Dann guckte ich
nach unten und merkte, dass mein Bett und alle anderen Gegenstände in meinem Zimmer
schwebten. Ich versuchte von meinem Bett zu springen, doch ich landete nicht auf dem
Boden sondern flog wieder nach oben und mein Kopf hing unter der Decke. Das fand ich
sehr lustig und drehte ein paar Runden in meinem Zimmer. Dabei musste ich höllisch
aufpassen, dass ich nicht mit den schwebenden Gegenständen zusammen stieß. Nachdem
ich ein bisschen Übung bekommen hatte, gelang er mir meine umher fliegenden Bücher
einzufangen und in den Bücherschrank zu sperren. Ich schwebte zur Tür und nachdem ich
sie endlich auf bekommen hatte, wollte ich nach unten fliegen. Doch auf einmal verlor ich
die Kontrolle, machte einen Salto, flog durch die Wand und landete direkt am
Frühstückstisch. Dort sah ich, wie meine Mutter krampfhaft einen Kochtopf balancierend
festhielt. Mein Vater las Kopf stehend, unter der Decke schwebend seine Morgenzeitung.
Meine Eltern begrüßten mich herzlich und auch sie konnten sich dieses seltsame
Phänomen nicht erklären. Schnell nahm ich mir meine Cornflakes aus dem Schrank und
als ich sie in meine Schüssel schütten wollte, tanzten sie kreuz und quer durch den Raum.
Ich fing die Flakes mit meinem Mund au, bis ich satt war. Dabei fühlte ich mich wie ein
schwebender Staubsauger. Bei der Milch war es sehr mühsam jeden Tropfen einzufangen.
Und, da es inzwischen schon 7:45 Uhr war, gab ich auf. Ich nahm mein Fahrrad mit
Superdüsenantrieb und sauste zur Schule. Durch die Schwerelosigkeit machte ich die ganze
Zeit in der Luft Saltos und Sturzflüge, sodass mir übel und die ganzen Cornflakes wieder
hoch kamen. Dabei wurde ich ganz grün im Gesicht. Ich dachte darüber nach, wie schlimm
es sein kann, wenn das alles für immer so bliebe. Wenn alle Menschen so ohne Schwerkraft
durch die Lüfte purzeln und wirr im Kopfe würden, dass sie nicht mehr klar denken
könnten, dass wäre eine Katastrophe. Die Menschen wüssten nicht mehr wo oben und
unten ist und würden sich in einem Verwirrungsstrudel gefangen sein und könnten keine
klaren Entscheidungen mehr treffen. Also wollte ich versuchen dagegen etwas zu tun.
In der Schule angekommen flog ich in meinem Klassenraum. Frau Blumentopf schwebte
gerade kopfüber über die Tische und alle anderen waren Kinder tobten durch den Raum.
Es sah aus wie beim Karneval. Alles flog kunterbunt umher und als mehrere Kinder mit
ihren Köpfen zusammen stießen, gab es einen See aus Tränen und riesengroße Beulen.
Bald endete das Ganze in einer enormen Keilerei unter den Mitschülern. Frau Blumentopf
aber brach schwebend über allem in einen Lachkrampf aus, weil das alles sehr lustig
aussah. Da mir der Tumult zu den Ohren raus kam, machte ich mich auf den Weg zur
Bücherei um dort in den Büchern etwas über Schwerelosigkeit zu finden. Ich hatte zwar
schon alle 999 Bücher gelesen, aber vielleicht entdeckt ich ja irgendwo noch einen
Hinweis. Beim Aufschlagen eines Physikbuches fiel eine Wegkarte heraus, die bei einer
großen runden Kuppel endete. Sofort erkannte ich die Kuppel des Weltraummuseums
wieder. Ich beschloss dorthin zu gehen, da ich keine Ahnung hatte was ich sonst tun
könnte. Dort angekommen hüpfte ich hinein und sah mich um. In einer Ecke entdeckte ich
eine kleine Mondrakete. Neugierig um schwebte ich diese. An einer Seite fand ich einen
riesigen ballonartigen roten Knopf. Während ich noch überlegte wofür der sein könnte,
stieß ich versehentlich mit meinem Knie dagegen. Da gab es ein fürchterliches Zischen und
mit einem ohrenbetäubenden Knall schoss die Rakete durch das Kuppelfenster ins Weltall.
Durch den Druck war ich mit solcher Wucht gegen die Wand geschleudert worden, dass
ich mich plötzlich draußen auf dem Rasen wieder fand. Durch den Aufprall war mein
Gehirn durcheinander geraten und ich musste es erst wieder neu sortieren. Als ich durch
die Straßen nach Hause ging, kam ich an einem Fernsehgeschäft vorbei und schaute durch
das Schaufenster. Die Nachrichten zeigten gerade eine Meldung über eine kleine Rakete,
die einen großen Meteoriden in der Umlaufbahn zersprengt hatte. Auf einmal merkte ich,
dass ich wieder auf meinen eigenen Füßen stand und auch die Dinge nicht mehr in der
Luft herum schwebten. Somit war anscheinend durch die kleine Rakete die Schwerkraft
wieder hergestellt und alles wieder in Ordnung gebracht. Glücklich rannte ich nach Hause.
von Julia Paulukat
Mein Name ist Florian Floh. Dies ist eine Geschichte aus meinem sehr bewegten Leben!
Denn ich bin ein Floh und lebe auf einem kuscheligen, weiß-braunen Hund. Aber das
Besondere an diesem Hund ist, dass er im Zirkus lebt. Er hört auf den Namen Fluffy und ist
sehr lebhaft. Seine Besitzerin Bella gehört zum Zirkus und dressiert Hunde. Fluffy ist der
Lieblingshund von Bella, weil er einen großen, braunen Fleck auf dem linken Ohr hat. Da
wohne ich. Es ist praktisch in einem Ohr zu wohnen, da es viele Nischen gibt, wo man sich
bei Erschütterungen festhalten kann. Außerdem ist das Fell nicht so dicht, so dass es
einfacher für einen Floh ist Blut zu saugen. Es war ein wunderschöner Morgen, da sollte
Fluffy neue Kunststücke lernen. Er sprang wie immer vor den Übungen munter herum, so
dass ich schon meine liebe Mühe hatte, nicht in den Gehörgang abzurutschen. Aber es
sollte noch schlimmer kommen. Bella rief: " Komm, Fluffy, sei ein braver Hund! Spring
durch den Reifen!" Ich traute meinen Ohren nicht, Fluffy nahm Anlauf und sprang. Ich
wollte mich gerade noch in eine Nische retten, aber zu spät! Schon rutschte ich bis zur
Ohrspitze hinunter. Da half nur noch festklammern, denn sonst wäre ich abgestürzt. Dabei
muss ich Fluffy wohl gezwickt haben. Er setzte sich hin und kratzte sich am Ohr. Jetzt war
Panik angesagt! Schnell sprang ich zurück ins Ohr. Bella rief fröhlich: „Das hast du schon
gut gemacht! Komm, dass machen wir gleich noch mal." Damit
hatte ich nicht gerechnet. Ich klammerte mich an sein Ohr. Aber zu meinem Unglück
berührte er bei diesem Sprung mit seinem linken Ohr den Reifen. Es gab eine solche
Erschütterung, dass ich aus seinem Ohr flog und mich gerade noch an einem Barthaar
festhalten konnte. Ich balancierte auf dem Barthaar zurück und hatte Glück. Denn Fluffy
durfte eine kleine Pause machen! Daher hatte ich die Gelegenheit in Ruhe über seine
Schnauze, an den Augen vorbei zur Ohrmuschel zurück zu hüpfen. Dort angekommen,
kam mir die Idee, dass ich bei diesen Kunststücken wohl besser im dichten Nackenfell
aufgehoben bin. Also rutschte ich über den Kopf von Fluffy hinunter ins Nackenfell. Nach
den Ereignissen hielt ich mich im Nackenfell lieber ruhig. Erst als Fluffy zur Ruhe kam,
wagte ich mich zu stärken. Dies löste eine erneute Kratzattacke aus. Bella fragte ärgerlich:
"Was machst du denn da? Andauernd kratzt du dich! Du wirst doch wohl keine Flöhe
haben!" Sie nahm ihn auf ihren Schoß und griff nach dem Flohkamm. Jetzt wurde es
brenzlig! Der Flohkamm kam immer näher. Kaum war er weg, hüpfte ich in die Richtung,
wo ich ihn zuletzt gesehen hatte. So konnte ich ihm eine Zeitlang entwischen.
Aber dann passierte es doch. Ich lief gerade vor dem Kamm weg, als er plötzlich
verschwand und vor mir wieder auftauchte. Er drückte mich aus dem weichen Fell und ich
landete auf dem Stuhl auf dem sie saßen. Glücklicherweise kam der alte Kater vom
Zirkusdirektor vorbei und schubberte sich am Stuhl. Das war meine Gelegenheit ein neues
Zuhause zu finden. Ich ließ mich fallen. Ich landete bequem im Fell des Katers. Das Fell
des Katers war viel weicher als das von Fluffy. So war es leicht ins Ohr des Katers zu
gelangen. Außerdem hat so ein alter Kater nicht das Bedürfnis durch Reifen zu springen
oder in Temperamentsausbrüchen durch die Manege zu rasen. So spannend das Leben mit
Fluffy auch war, ich genoss die Ruhe im Fell des Katers. Einzig bei Ausflügen außerhalb
des Ohrs musste ich auf der Hut sein. Denn ein Kater hat die unangenehme Angewohnheit
sich ausgiebig mit Hilfe seiner Zunge zu putzen. Dies ist sehr rau und es würde mir wohl
nicht gelingen, das zu überleben.
von Christian Reuter
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
11
Dateigröße
93 KB
Tags
1/--Seiten
melden