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Betriebliche Umstrukturierungen – was nun? - Focus Seminar AG

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Betriebliche Umstrukturierungen – was nun?
Vom Umgang mit Entlassungen und Neuorganisationen
Erfahrungen aus betrieblichen Kursen und Seminaren zur
Zukunftsplanung im Rahmen von Restrukturieren
Wie gut können Sie mit Umstrukturierungen und Neuorganisationen
umgeben und damit leben?
Immer
wieder
werden
wir
mit
betrieblichen
Umstrukturierungen,
Fusionen, Restrukturierungen, Firmenschliessungen und Neugründungen
konfrontiert. Es gibt diverse Firmen und
Organisationen im In- und Ausland die
praktisch dauernd am um- und
reorganisieren sind. Ganze Möbeltransport- und Umzugsfirmen erzielen
ihren Hauptumsatz mit einzelnen dieser
Grossfirmen.
Diese Situation ist für die älteren und langjährigen Mitarbeitenden oft besonders belastend. Denn sie
erleben es nicht selten, dass wieder in eine Richtung marschiert wird in die sie früher schon einmal
gegangen sind, und deren Richtung in der Zwischenzeit auf oft unklaren Gründen gewechselt wurde. Ein
neues Management interessiert es oft wenig, was früher wie und warum gemacht wurde. Den
Mitarbeitenden und den Aktionären muss gezeigt werden, dass ein neuer Wind weht und sie meinen,
dass dieser Wind schon aus Prinzip aus einer anderen Richtung kommen muss. Ob das sinnvoll und
richtig ist oder nicht ist, wird oft zu wenig hinterfragt. Oder es wird von Mitarbeitenden verlangt, dass sie
sich wieder neu auf ihre Stelle bewerben müssen. Die Folgen dauernder Umstrukturierungen und
Veränderungen wirken sich direkt aber indirekt auf alle Mitarbeitenden aus und dies nicht immer nur
positiv.
Wenn Unsicherheiten und Ängste zunehmen
Angst lähmt, denn wer Angst hat wird vorsichtig, versucht sich abzusichern, schaut mehr für seine eigene
Situation als die einer Gruppe oder eines Unternehmens. Wer den Fokus auf Absicherung legt kann
seine Energien und Investitionen nicht mehr auf die Zukunft richten. Kreativität, Inspiration und Visionen
wachsen schlecht in einem Klima das von Unsicherheiten und Angst geprägt wird. Mut für Risiken und
eine Fehlertoleranz sind Grundvoraussetzungen für kreative Neuerungen. Vorsorge ist gut, solange sie
nicht in selbstgemachte Sorgen ausarten. In Firmen wo Mitarbeitende Angst um ihre Arbeit und ihren
Arbeitsplatz haben, werden Energien intern gebunden und blockiert. Zu viele brauchen mehr Zeit um sich
intern abzusichern, halten ihre konstruktive Kritik zurück und je weniger informiert wird, desto mehr
lassen sich von Gerüchten und Spekulationen anstecken. Die Folgen solcher Entwicklungen sind bekannt
und es ist erstaunlich, dass Firmen nicht mehr gegen diese internen Verluste unternehmen.
Wenn die Teambildung immer schwieriger wird
Ein gutes Team ist aber mehr als die Summe der beteiligten Personen und basiert auf verschiedenen
Persönlichkeiten, verschiedenen Stärken und auf gegenseitigem Vertrauen. Vertrauen kann aber nicht
befohlen werden sondern muss sich entwickeln. Werden nun Teams dauernd wieder aufgelöst und neu
zusammengesetzt, so werden sie nicht zu Teams sondern zu Gruppen von Einzelpersonen. Kaum kennt
man sich etwas näher und hat vielleicht erste Missverständnisse geklärt und vertrauen gefasst, so gehen
Mitarbeitende weg und der Prozess des sich beschnuppern, kennenlernen und der
Informationsbeschaffung beginnt wieder von Neuem. Die Zeit für diese internen Prozesse gehen dann
dem eigentlichen Geschäft für die Kunden verloren und der oft schon bestehende Zeitdruck wird
nochmals erhöht.
FOCUS Seminar AG, Huobrain 11, 6333 Hünenberg See, von P. Bachmann Tel. 041/ 783 23 20
oder unter www.focusseminar.ch
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Betriebliche Umstrukturierungen – was nun?
Vom Umgang mit Entlassungen und Neuorganisationen
Erfahrungen aus betrieblichen Kursen und Seminaren zur
Zukunftsplanung im Rahmen von Restrukturieren
Wenn der Informations- und Know-how-Verlust zunimmt
„Ihre Ansprechperson arbeitet nicht mehr bei uns - und ich bin neu hier.....“ Eine Situation mit der immer
mehr Kunden, GeschäftspartnerInnen, Lieferanten, Berater und andere Kontaktpersonen konfrontiert
sind. Kaum sind gute und tragfähige Geschäfts- und Kundenbeziehungen aufgebaut, wird die Person
versetzt, umplaziert, abgebaut oder verlässt den Betrieb. Was hält ein Kunde noch in einer Firma, wenn
jeder Kontakt wieder zu einem Erstgespräch wird und er wieder von neuem seine Anliegen vortragen
muss. Wer keine persönliche Vorteile mehr hat, wird sich nur noch nach dem günstigsten Preis richten,
was wiederum den Wettbewerbsdruck verschärft. Gerade beim Abbau von älteren Mitarbeitenden durch
Frühpensionierungen oder Entlassungen haben viele Firmen sehr viel Know-how und langjährige
Beziehungen verloren die viel mehr Wert waren als die Einsparungen an Personalkosten. Gerade
spezifische Kundenwünsche, Eigenheiten und das gegenseitige Vertrauen kann nicht über den PC
weitergegeben werden. Firmen ohne oder mit einer schlechten Nachfolgeplanung, verpassen kostbare
Chancen und verlieren oft mehr als sie denken.
Wenn die Motivation von Mitarbeitenden verloren geht und die innere Kündigungsrate steigt.
Für langjährige Mitarbeitenden wird es in einigen Firmen immer schwieriger ihre Motivation zu behalten.
Jede neue strategische Ausrichtung und jeder Wechsel in Führungsfunktionen hemmt oder lähmt den
Betrieb oder die Abteilung. Entscheidungen werden eingefroren bis das neue Management da ist, wenn
dieses kommt braucht es Zeit um sich einen Überblick zu verschaffen und um sich einzuarbeiten. Nicht
selten sind bis dann die gemachten Vorschläge nicht mehr relevant. Die Folge sind Enttäuschungen,
Motivationsverlust bis hin zu Resignation und innerer Kündigung. Die direkten und indirekten Folgen sind
klar, die Leistung und Qualität wird ohne Motivation kaum gesteigert und die Spirale beginnt sich weiter
nach unten zu drehen. Desillusionierte und demotivierte ältere Arbeitskolleginnen und Kollegen, sind
auch für jüngere keine erstrebenswerten Vorbilder mehr und sie lassen sich schneller entmutigen als in
einer motivierten Belegschaft.
Die berufliche Zukunftsplanung ist vielfältiger aber nicht einfacher geworden.
Natürlich ist eine längerfristige Zukunftsplanung in unsicheren Zeiten schwieriger. Auch hier gilt nicht
„entweder – oder“ sondern „sowohl- als – auch“. Ein Ziel bündelt unsere Energien und gibt Kraft, wer
kein Ziel hat oder viele verschiedene, läuft Gefahr seine Energien zu zerstreuen und es passiert praktisch
nichts. Diese Menschen sind dann meisten am reagieren anstatt agieren zu können. Mittel- und
langfristige Ziele können noch wage sein, sollten aber in eine erkennbare und gewünschte Richtung
weisen. Kurzfristige Ziele sind dann die konkreten Schritte die in diese Richtung gehen. Heute gilt es
seine Ziele schneller als früher immer wieder zu überprüfen und wo nötig anzupassen. Berufliche und
private Zukunftsplanung ist ein Prozess in dem Ziele dauernd angepasst oder vielleicht sogar neu
gesucht und definiert werden müssen. Die Möglichkeiten in der Berufs- und Arbeitswahl, in den
Arbeitszeitmodellen wie auch in den Lebensformen und Lebensentwürfen, sind vielfältiger geworden und
es sind heute mehr Formen akzeptiert als dies früher noch der Fall war. Gerade ältere Mitarbeitende
müssen oft für neue Formen kämpfen und Hindernisse zu beseitigen. Sei es für Teilzeitstellen, für einen
gestuften Altersrücktritt, oder für eine befriedigende Konkubinatslösung in der Pensionskasse usw. Hier
gibt es gerade in kleineren Firmen noch zu wenige Vorbilder und Modelle.
Neuorientierungskompetenzen gewinnen an Wichtigkeit.
Unter Neuorientierungskompetenzen versteht man ein Bündel von Teilkompetenzen wie das eigentliche
Wahrnehmen von Veränderungen, das Kennen seiner beruflichen und persönlichen Ressourcen, d.h.
seiner Fähigkeiten, Stärken, Werte und Interessen. Aber auch die Fähigkeit sich Veränderungen
vorzustellen und sich mit möglichen Alternativen auseinanderzusetzen. Das Suchen und Beschaffen von
Informationen im beruflichen und persönlichen Entwicklungs-, Bildungs- und Stellenangebots-Bereich.
Das entwickeln von Visionen, Zielsetzungen und Laufbahnperspektiven gehören genauso dazu wie die
Fähigkeit Prioritäten zu setzen und „Altes“ loslassen zu können. Im weiteren gehört dazu auch ein
gesundes Selbstvertrauen, eine bejahende Lebenseinstellung und Fähigkeit sich realistisch einschätzen
zu können. Mut und die Fähigkeit sich ernst zu nehmen und wo nötig externe Hilfe und Unterstützung zu
organisieren, gehören ebenfalls zu den Neuorientierungskompetenzen die heute immer wichtiger werden.
Leider wird der Aneignung dieser Kompetenzen in vielen Lehrplänen von Aus- und Weiterbildungen, noch
zu wenig Beachtung geschenkt.
FOCUS Seminar AG, Huobrain 11, 6333 Hünenberg See, von P. Bachmann Tel. 041/ 783 23 20
oder unter www.focusseminar.ch
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Betriebliche Umstrukturierungen – was nun?
Vom Umgang mit Entlassungen und Neuorganisationen
Erfahrungen aus betrieblichen Kursen und Seminaren zur
Zukunftsplanung im Rahmen von Restrukturieren
Gerade auch für ältere Mitarbeitende werden Neuorientierungskompetenzen immer wichtiger. Ihr Vorteil
gegenüber jüngeren ist ihre Lebenserfahrung. Auch wenn nicht alles bewusst geplant und gemacht
wurde, so haben doch viele ältere Menschen im Laufe ihres Lebens sich schon einige Um- und
Neuorientierungen hinter sich, und in vielen Fällen haben sie diese Schritte erfolgreich gemeistert.
Überlegen Sie sich einmal, wie Sie Ihre Neuorientierungskompetenzen einschätzen, was können Sie von
den vorher erwähnten Kompetenzen eher gut, was weniger? Wer könnte Sie bei einer Neuorientierung
unterstützen? Wie weit ist das Empowerment von Mitarbeitenden über der Lebensmitte in Ihrer Firma ein
Thema – und könnte es eines werden? Vielleicht lohnt sich einmal ein Gespräch zu diesem Thema mit
Ihrem Personalleiter oder ihrer Personalleiterin.
Die Beweglichkeit und Flexibilität nimmt zu und kann zu einer hilfreichen Ressource werden
Was früher mehr für „Frauenkarrieren“ galt wird heute auch für Männer zunehmend zur Regel. Eine
berufliche Karriere wird begonnen und muss nach einer Zeit vielleicht wieder verändert oder aufgegeben
werden. Vielleicht weniger wegen einer Familienpause als mehr durch eine betriebliche
Umstrukturierung. Wurden früher Stellenverluste eher als ein persönliches Versagen gesehen, so weiss
man heute, dass es jede/n in jeder Stellung treffen kann. Oft hat es nicht einmal mehr etwas mit den
beruflichen Qualifikationen zu tun. Werden bei einer Fusion plötzlich zwei gleiche Abteilungen
zusammengelegt heisst es nicht einmal, dass die besser qualifizierte Person die neue Leitung übernimmt.
Genauso ausschlaggebend kann der neue Standort, die Kontakte zum neuen Management oder andere
Faktoren ausschlaggebend sein. Bis zur Lebensmitte und bis zur Pensionierung werden immer mehr
Menschen nicht mehr in dem Beruf und Berufsfeld tätig sein, das sie ursprünglich einmal gelernt haben
und wo sie ihre Erstausbildung absolviert haben. Zweit- und Drittkarrieren werden von Ausnahmen immer
mehr zur Regel. Auch Lebensläufe mit Unterbrüchen, freiwilligen oder aufgezwungenen, wie z.B. eine
temporäre Arbeitslosigkeit, werden immer häufiger anzutreffen sein.
Diese Beweglichkeit hat neben Schwierigkeiten auch eine Reihe von Vorteilen. Jeder Mensch muss sich
in seinem ganzen Leben immer wieder auf neue Lebensabschnitte und auf neue Situationen einstellen.
Sei es in der Partnerschaft, wenn Kinder kommen oder wenn Kinder von zu Hause ausziehen, sei es bei
einem Umzug in eine neue Wohnung, bei einem Partnerverlust oder bei altersbedingten
Einschränkungen etc. Wer in seinem Leben gelernt hat sich immer wieder neu zu orientieren und sich
neuen Situationen anzupassen, wer gelernt hat Veränderungen anzunehmen, zu verarbeiten und die
vorhandenen Ressourcen für sich zu nutzen, der wird mit mehr Zuversicht auch in einer unsicheren Welt
leben können, als jemand der dies (noch) nicht gelernt hat. So hat wie vielen im Leben auch der Umgang
mit Unsicherheiten und Veränderungen zwei Seiten eine eher schwierige aber auch eine positive. Wir
wünschen Ihnen, dass Sie auch diese erkennen und für sich nutzen können.
Die Firma FOCUS Seminar AG
besitzt eine grosse Erfahrung mit Seminaren / Kursen, die im Rahmen von betrieblichen Umstrukturierungen oder Restrukturierungen sowie bei Zwangs- und Frühpensionierungen durchgeführt werden.
Gerade zu diesen Themen ist ein externer Partner besonders hilfreich, der auch Vergleiche und
Möglichkeiten in anderen Unternehmen kennt. Wir offerieren uns aber auch für ein Referat oder Vortrag
z. B. für Vorgesetzte oder Geschäftsleitersitzungen. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten auf
unserer Homepage oder in einem persönlichen Gespräch.
FOCUS Seminar AG
Huobrain 11
6333 Hünenberg See
Tel. +41 41 783 23 20
info@focusseminar.ch
www.focusseminar.ch
FOCUS Seminar AG, Huobrain 11, 6333 Hünenberg See, von P. Bachmann Tel. 041/ 783 23 20
oder unter www.focusseminar.ch
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