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"Was sieht mein Kind?" - Frühförderung mit Kindern mit einer

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Birgitta Weis, Beratungsstelle für sehbehinderte. blinde und
mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche Waldkirch
"Was sieht mein Kind?" - Frühförderung mit Kindern mit
einer Sehbehinderung
"Hallo, hier ist Frau S. Mein Kind sieht nicht so gut. Irgendetwas stimmt nicht mit den
Augen. Können Sie mal bei uns vorbei schauen?" – ein alltäglicher Anruf in der
Beratungsstelle für Kinder mit einer Sehbehinderung in Waldkirch.
Der Berater klärt ab, warum das Kind nicht so gut sieht und ob es schon beim
Augenarzt war. In den folgenden Tagen wird eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter
von der Beratungsstelle einen Termin mit der Familie vereinbaren.
Wenige Tage später ist die Beratungslehrerin zu Besuch in der Familie des
sehbehinderten Kindes. Die Beraterin klärt nun im Gespräch mit Frau S. und durch
Beobachten und Testen des Kindes, wo es in seiner Sehentwicklung steht, d.h. was
es bereits sehen kann und wo es noch Unterstützung braucht. Vor allem versucht sie
herauszufinden, welche Diagnosen sich wie auf den Alltag des Kindes auswirken.
Die Mutter ist auch dankbar für die Erläuterung des Augenarztbriefes mit seinen teils
schwierigen medizinischen Fachbegriffen.
Sie möchte gerne wissen, welches Spielmaterial für ihr Kind geeignet ist. Die Mutter
wird diesbezüglich beraten und erhält wertvolle Tipps für die Umsetzung im Alltag.
Weiterhin werden die Schlaf-, Essens- oder Spielsituation des Kindes zu Hause
betrachtet und diese soweit wie möglich sehbehindertengerecht gestaltet.
Die Eltern sollen und können sehr viel selbst umsetzen. Die Beraterin kann je nach
Bedarf alle sechs Wochen in die Familie kommen.
Sie wird bei den weiteren Besuchen auch Kontakt zu anderem Fachpersonal wie z.B.
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Heilpädagogen oder Erzieherinnen
aufnehmen, um die Sehfrühförderung möglichst in alle Bereiche miteinzubeziehen,
was oft mit wenig Aufwand gelingt.
So begleitet die Beratungslehrerin das sehbehinderte Kind mit seinen Eltern bis zur
Einschulung. Auch hier wird sie mit den Eltern und den Fachkräften gemeinsam
überlegen, welcher Förderort für das Kind der geeignetste ist. Das Ziel ist die
Integration in eine Schule vor Ort. Manchmal kann aber auch der bessere Weg die
Sehbehindertenschule in Waldkirch sein.
Eine häufige Frage der Eltern ist, ob es noch mehr Betroffene in ihrem Umkreis gibt.
Die Beraterin kann vermitteln und zu gelegentlichen gemeinsamen Treffen von
betroffenen Eltern einladen.
Viele Eltern schätzen das Angebot der Beratungsstelle sehr, weil sich die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel Zeit nehmen können – für das Kind und für die
Eltern.
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Bildung
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