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184 Wie wir wurden, was wir sind 170 Vom Umgang - Die Onleihe

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Inhalt
8
Vorwort
12
Was wäre, wenn wir tauschen würden?
18
Erziehungshintergründe – Erziehungstraditionen
Wenn ich könnte, wie ich wollte – Rollenwechselspiele
Mit Fantasie ausgedachter Geschlechtertausch
Genderswitching
Der Mann als »frauenfreundliche Züchtung«
Namensgebung – die erste Geschlechtszuordnung
»So heiße ich auch ...« – Identifikationsangebote
Lebensrealitäten im Hier und Jetzt
Der lange Weg vom Grundgesetzrecht zur Umsetzung ins wirkliche Leben
Experimente und Irritationen
Vorbilder als Wegbegleitung
Das Spektrum erweitern
Erinnerung: Reale Vorbilder
Bewegten nur Männer die Welt?
Zu finden ist nur, was drinsteht
Idole aus der Welt der Medien
Vorbild sein – eine Alltagsherausforderung
Denkmal – gemeißelt und gegossen
»Daran sollst du denken«
»Die Männer haben die Frauen oft nicht gelassen ...«
Getrennte Räume – auch bei Spiel und Spaß
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Raumverteilung: Frauenorte – Männerorte
Spielwelten – eine Recherche
Spaß an Werkzeug und Technik – für Mädchen!
Das Bauecken-Phänomen
Freispielzeit für Erwachsene
Für Architekturbegeisterte: Was ist gleich – was ist anders?
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Hat der Ball ein Geschlecht? – Sportliche Inszenierung
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Fußball – für wen und warum?
»Pah, die haben ja nur gegen Frauen gespielt!«
So früh schon? – Seit wann Männer und Frauen Fußball spielen
Ist Sex kein Thema für Fußballspieler?
Von Spielern und Zuschauern
Heute erlaubt und morgen verboten
Auf einen Blick
Leben und arbeiten – ein Überlebensspagat
»Work-Life-Balance«
Sich erinnern: Was ich einmal werden wollte
Realität oder Wunschtraum?
Kfz-Mechaniker trifft Bürokauffrau
Männer in typisch weiblichen Berufsfeldern – eine Ausnahmeerscheinung
Arbeitszeiten nach Maß
Sie putzt die Fenster im größten Wolkenkratzer der Welt
Rollenklischees – was Kinder sehen
Berufsgalerie zum Mitmachen
Den Blick schärfen – auf Erkundungsstour
Auf einen Blick
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167
Vom Umgang mit Geld – »Mann« hat es ...
170
Wer das Geld hat, hat das Sagen
Miese auf dem Konto – und dann?
Geld in Kinderhänden
Arbeit, Spaß und Geld – kindliche Erkenntnis
Auf einen Blick
171
173
176
178
181
Wie wir wurden, was wir sind
Im Bauch sind alle gleichwertig
Die Chromosomen-Verwirr-Debatten
Wie sich die Geschlechtszugehörigkeit entwickelt
»Backen Sie sich Ihr Lieblingskind«
Fremdgesteuert: Vom Umgang mit Gefühlen
Verstehen durch Beobachtung
184
185
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193
204
209
212
Vom Ich zum Du – realisierbare Utopien
Auf einen Blick
215
221
Nachwort
224
Anhang
226
Die etwas anderen Internet-Adressen
237
Über die Autorin
238
Getrennte Räume – auch bei Spiel und Spaß (S. 87-88)
Erwachsene äußern mir gegenüber immer wieder, dass sie leider keine Zeit haben, mit Kindern zu spielen. Spielen wird als Luxus
der Kindheit dargestellt: »Ja, früher, da hatten wir noch Zeit zum Spielen ...« Heute geht es für viele Erwachsene auch in der
Freizeit um vorzeigbare Ergebnisse.
Wann haben Sie das letzte Mal mit Vergnügen gespielt? Für sich allein z.B. eine Patience gelegt, ein Puzzle zusammengesetzt,
Muße für Ihr liebstes Hobby gehabt? Womit spielen Männer, womit Frauen, was sammeln die Geschlechter? Auch hier werden
wir von Klischees verfolgt.
Ich selbst erlebe dies immer wieder, wenn ich von meiner Briefmarkensammlung erzähle. »Sie als Frau sammeln Briefmarken?«
Ja, ich sammle seit 25 Jahren diese kleinen bunten Kunstwerke, insbesondere Frauenabbildungen aus aller Welt.
Anfang Mai 1990 wurden auf der Internationalen Briefmarkenbörse Frauen befragt, ob sie mitgingen, wenn ein Mann sagen
würde: »Ich will Ihnen gern meine Briefmarkensammlung zeigen.« Keine der vielen Befragten wollte mitgehen. »Das ist doch ein
alter Trick«, »Der will nur mit mir ins Bett!« waren die häufigsten Antworten. Keine der Frauen hatte selbst Interesse an den
Kleinoden aus Papier.
Männern wird als Freizeitbeschäftigung z.B. das Motorradfahren, Fliegen, das Angeln, der Amateurfunk, der Modellbau und nicht
zuletzt das Surfen im Internet zugeschrieben, Frauen in erster Linie die Begeisterung für Hand arbeiten, neue Kochrezepte oder
Pflanzen. Wenn Frauen sich für den Motorsport interessieren, fallen sie ebenso auf wie Männer, die sich dem Sticken zuwenden;
beide »fallen aus der Rolle«.
Sind Sie selbst in einer Familie aufgewachsen, in der gemeinsam gespielt wurde? Oder gehören Sie zu den Menschen, die Brettund Kartenspiele hassen, weil sie als Kind immer verloren haben? Wenn ein Kind spielt, heißt es, ist es gesund.
Mädchen und Jungen beim selbstbestimmten Spiel zu beobachten ist eine Möglichkeit, sie wahrzunehmen. Werden sie nicht
gestört, können sie Stunden in einer eigenen Welt verbringen. Spielerisch erproben sie die Spielregeln der Erwachsenenwelt um
sich herum.
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Seele and Geist
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