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Gebrauchsinformation: Information für den Anwender 1. Was ist

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Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Diclofenac Sandoz Retard 75 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung
Diclofenac Sandoz Retard 100 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung
(Diclofenac-Natrium)
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme
dieses Arzneimittels beginnen.
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals
lesen.
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte
weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden
haben wie Sie.
• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, oder Sie
Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,
informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
1. Was ist Diclofenac Sandoz Retard und wofür wird es angewendet?
2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Diclofenac Sandoz Retard beachten?
3. Wie ist Diclofenac Sandoz Retard anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Diclofenac Sandoz Retard aufzubewahren?
6. Weitere Informationen
1. Was ist Diclofenac Sandoz Retard und wofür wird es angewendet?
Diclofenac Sandoz Retard gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln namens nicht-steroidale
Antirheumatika (NSAR), die zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen
angewendet werden.
Diclofenac Sandoz Retard lindert Symptome von Entzündungen wie Schwellung und
Schmerzen, und senkt ferner Fieber. Es wirkt nicht auf die Ursachen von Entzündung oder
Fieber.
Diclofenac Sandoz Retard kann zur Behandlung der folgenden Erkrankungen angewendet
werden:
•
Rheumatismus, einschließlich entzündlicher Gelenkschmerzen (Arthritis), degenerative
Gelenkerkrankung (Arthrose) und bestimmte Formen von Rückenschmerzen
(Wirbelgelenkkrankheit).
•
Schmerzhafte, entzündete Schultersteife.
Der Wirkstoff in diesen Tabletten (Diclofenac-Natrium) wird über einen längeren Zeitraum im
Körper freigesetzt. Die Tabletten werden als „Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung“
bezeichnet. Aus diesem Grund werden sie nicht empfohlen, wenn Sie schnelle oder
sofortige Schmerzlinderung benötigen.
Sandoz GmbH
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2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Diclofenac Sandoz Retard beachten?
Diclofenac Sandoz Retard darf NICHT angewendet werden,
• wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Diclofenac oder einen der sonstigen
Bestandteile dieser Tabletten sind (siehe Abschnitt 6).
• wenn Sie an einem Magen- oder Darmgeschwür leiden.
• wenn Sie Magen- oder Darmblutungen haben, die sich durch Blut im Stuhl oder
schwarzen, teerigen Stuhl äußern können. Das ist vor allem bei älteren Patienten
wichtig.
• wenn Sie an schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz (schwere Leber- oder
Nierenkrankheit) leiden.
• wenn Sie an schwerer Herzinsuffizienz (schwere Herzkrankheit) leiden.
• wenn Sie in den letzten drei Monaten (letztes Quartal) der Schwangerschaft sind.
• wenn Sie in der Vergangenheit nach der Einnahme anderer NSAR, wie Aspirin oder
Ibuprofen, einen Asthmaanfall oder pfeifende Atmung, einen großflächigen juckenden
Hautausschlag (Urtikaria) oder eine „heuschnupfenartige“ laufende Nase hatten.
• wenn Sie zurzeit eine Hirnblutung (zerebrovaskuläre Blutung) haben oder dies in der
Vergangenheit der Fall war oder wenn Sie zurzeit an einer Blutung oder Blutungsstörung
leiden.
• wenn Sie ein abweichendes Blutbild aufweisen (Blutdyskrasie).
• wenn Sie Probleme mit der Blutbildung haben (Knochenmarkdepression): Niedrigere
Zahl weißer Blutkörperchen (manchmal starke Abnahme mit erhöhtem Infektionsrisiko);
niedrigere Zahl Blutplättchen (mit erhöhtem Risiko auf Blutungen und blaue Flecken)
oder niedrigere Zahl roter Blutkörperchen (Schwindel, Kopfschmerzen). Dies kann nach
einer Strahlentherapie auftreten.
Wenn einer dieser Warnhinweise auf Sie zutrifft, oder Sie weitere Fragen oder Zweifel
haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Diclofenac Sandoz Retard ist
erforderlich,
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker,
• wenn Sie in der Vergangenheit Magen-Darm-Beschwerden, wie Geschwüre, Blutungen
oder schwarzen Stuhl hatten oder nach einer früheren Einnahme von NSAR
Magenbeschwerden oder Sodbrennen bekamen.
• wenn Sie an Asthma, Heuschnupfen oder anderen lange andauernden Beschwerden der
Atemwege, wie Nasenpolypen oder chronische obstruktive Atemwegserkrankung, leiden.
• wenn Sie zu allergischen Hautausschlägen, Juckreiz auf der Haut oder Urtikaria neigen.
• wenn Sie an einer entzündlichen Darmkrankheit, wie Colitis ulcerosa oder Morbus
Crohn, leiden.
• wenn Sie an einer Blutungsstörung oder anderen Blutproblemen, einschließlich der
seltenen Leberkrankheit Porphyrie, leiden.
• wenn Sie an einer entzündlichen Krankheit, systemischer Lupus erythematodes, oder
einer anderen Erkrankung des Bindegewebes leiden.
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wenn Sie in der Vergangenheit Herzbeschwerden oder Bluthochdruck hatten oder dies
zurzeit der Fall ist.
Arzneimittel wie Diclofenac Sandoz Retard können mit einem geringfügig erhöhten
Risiko auf Herzanfall („Myokardinfarkt“) oder Schlaganfall in Zusammenhang gebracht
werden. Jedes Risiko ist mit hohen Dosen und Langzeitbehandlung wahrscheinlicher.
Sie dürfen die empfohlene Dosis oder Länge der Behandlung nicht überschreiten.
Wenn Sie Herzbeschwerden haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, ein
Risiko auf diese Erscheinungen zu haben (weil Sie beispielsweise Bluthochdruck,
Diabetes oder einen hohen Cholesterinspiegel haben oder weil Sie rauchen), müssen
Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.
wenn Sie an Leber- oder Nierenbeschwerden leiden.
wenn Sie denken, dass Sie dehydriert sind, vielleicht aufgrund von Durchfall oder
Erbrechen oder im Zusammenhang mit einer Operation.
Wenn einer dieser Warnhinweise auf Sie zutrifft, wird Ihnen Ihr Arzt vielleicht einen
besonderen Rat geben oder Ihre Behandlung ändern.
Ältere Personen können stärker auf die Wirkungen von Diclofenac Sandoz Retard reagieren
als andere Erwachsene. Wenn Sie schon älter sind (über 65 Jahre), müssen Sie sich genau
an die Anweisungen Ihres Arztes halten und die geringste Zahl von Diclofenac Sandoz
Retard Tabletten einnehmen, die zur Linderung der Symptome ausreicht. Für ältere
Patienten ist es besonders wichtig, mit ihrem Arzt oder Apotheker schnell über eventuelle
Nebenwirkungen zu sprechen.
Diclofenac kann Symptome einer Infektion, wie Kopfschmerzen oder Fieber, lindern oder
maskieren. Das könnte dazu führen, dass die Infektion schwieriger festgestellt und
behandelt wird. Wenn Sie sich nicht wohl fühlen und zum Arzt gehen, müssen Sie ihm
sagen, dass Sie Diclofenac Sandoz Retard einnehmen.
Bei Einnahme von Diclofenac Sandoz Retard mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen
bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige
Arzneimittel handelt. Das ist wichtig, weil einige Arzneimittel nicht zusammen mit Diclofenac
Sandoz Retard eingenommen werden dürfen.
Die folgenden Arzneimittel können, wenn sie zusammen mit Diclofenac Sandoz Retard
eingenommen werden, das Risiko auf Blutungen oder Geschwüre erhöhen. Daher müssen
Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker wenden, wenn Sie eines dieser Arzneimittel
einnehmen:
•
•
•
•
Systemische Kortikosteroide, zur Behandlung von Entzündungen.
Antikoagulanzien oder Wirkstoffe zur Schwächung der Blutgerinnung, zur
Blutverdünnung.
Selektive Serotonin-Reuptake-Hemmer (SSRI), zur Behandlung einiger Arten von
Depressionen.
Andere NSAR, wie Aspirin (auch Acetylsalicylsäure genannt) und Ibuprofen, zur
Linderung von Entzündungen/Schmerzen. Magen-Darm-Blutungen oder die Bildung
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von Geschwüren können eine Nebenwirkung aller NSAR, also auch von Diclofenac
Sandoz Retard sein. Dieses Problem, das bei älteren Patienten ernster sein kann, kann
jederzeit während der Behandlung auftreten, mit oder ohne Vorzeichen oder schwere
Magen-Darm-Probleme in der Vorgeschichte.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker auch, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel
einnehmen:
• Lithium, zur Behandlung bestimmter schwerer Stimmungsschwankungen, wie Manie
oder Depression.
• Digoxin, bei Herzbeschwerden.
• Diuretika, zur Erhöhung der Harnmenge.
• Antihypertensiva wie ACE-Hemmer oder Betablocker, zur Behandlung von
Bluthochdruck (oder bestimmten anderen Herzbeschwerden).
• Blutverdünner (Antikoagulanzien).
• Arzneimittel, die zur Behandlung von Diabetes oral eingenommen werden (orale
Antidiabetika).
• Methotrexat, zur Behandlung schwerer Arthritis und einiger Krebsarten.
• Ciclosporin, zur Vorbeugung von Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen.
• Chinolon-Antibiotika, zur Behandlung bestimmter Infektionen.
• Colestipol und Colestyramin, zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels im Blut.
Bei Einnahme von Diclofenac Sandoz Retard zusammen mit Nahrungsmitteln und
Getränken
Die Tabletten müssen während einer Mahlzeit eingenommen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder denken, schwanger zu
sein.
• Wenn vom Arzt nicht anders verordnet, dürfen Sie Diclofenac Sandoz Retard während
der ersten sechs Monate einer Schwangerschaft nicht einnehmen.
• Sie dürfen Diclofenac Sandoz Retard während der letzten drei Monate einer
Schwangerschaft nicht einnehmen, da es dem ungeborenen Kind schaden könnte oder
während der Geburt Probleme verursachen könnte.
• Wie andere NSAR kann Diclofenac Sandoz Retard eine Befruchtung erschweren,
sodass Sie dieses Arzneimittel besser nicht einnehmen, wenn Sie eine Schwangerschaft
planen oder früher Schwierigkeiten hatten, schwanger zu werden.
• Diclofenac Sandoz Retard darf während der Stillzeit eingenommen werden. Geringe
Mengen können in die Muttermilch übergehen, was Ihrem Baby jedoch nicht schaden
wird.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Diclofenac Sandoz Retard hat keine Auswirkung auf Ihre Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen
und Maschinen zu bedienen.
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Es kann aber Nebenwirkungen, wie verschwommenes Sehen, Schwindel oder Schläfrigkeit
verursachen (siehe Abschnitt 4). Wenn Sie diese Wirkungen feststellen, dürfen Sie keine
Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Diclofenac Sandoz
Retard
Diclofenac Sandoz Retard enthält Saccharose (eine Zuckerart). Wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt
hat, dass Sie bestimmte Zuckerarten nicht vertragen, müssen Sie mit Ihrem Arzt oder
Apotheker sprechen, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3. Wie ist Diclofenac Sandoz Retard anzuwenden?
Wenden Sie Diclofenac Sandoz Retard immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte
fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viele Diclofenac Sandoz Retard Tabletten Sie einnehmen
müssen und wie lange Sie das tun müssen. Es ist wichtig, die niedrigste Dosis
einzunehmen, die Ihre Entzündung/Schmerzen adäquat kontrolliert, und zwar so kurz wie
möglich. Je nach Ihrer anfänglichen Reaktion auf die Behandlung kann Ihr Arzt vorschlagen,
die Dosis zu erhöhen oder zu senken. Nehmen Sie nie eine höhere Dosis ein, als Ihr Arzt
verschrieben hat.
Wenn die Symptome nachts oder morgens schlimmer sind, kann Ihr Arzt vorschlagen, die
Diclofenac Sandoz Retard Tabletten abends einzunehmen.
Schlucken Sie diese Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit, am besten zu einer Mahlzeit.
Die Tabletten dürfen nicht zerkaut werden, da dies die verlängerte Freisetzung des
Wirkstoffs Diclofenac-Natrium beeinträchtigt.
Erwachsene (ab 18 Jahren):
• Rheumatische Gelenkschmerzen (Arthritis): Die Anfangsdosis beträgt 150 mg täglich, die
Erhaltungsdosis für die Langzeitbehandlung 75-100 mg.
• Degenerative Gelenkerkrankung (Arthrose): Die Anfangsdosis beträgt je nach Intensität
der Schmerzen 100-150 mg täglich. Die Erhaltungsdosis für die Langzeitbehandlung
beträgt 75-100 mg.
• Schmerzhafte Schultersteife, schmerzhafte Entzündung und Schwellung, z. B. nach einer
Zahnbehandlung oder anderen Operationen: Die Anfangsdosis beträgt je nach Intensität
der Schmerzen 150 mg täglich.
Kinder:
Diclofenac Sandoz Retard wird für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht empfohlen.
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Ältere Personen (ab 65 Jahren)
Bei älteren Personen besteht ein höheres Risiko auf die Nebenwirkungen von NSAR, wie
Diclofenac Sandoz Retard, sodass es besonders wichtig ist, dass ältere Personen die
niedrigst mögliche Dosis Diclofenac Sandoz Retard einnehmen, die die gewünschte
Wirkung zeigt.
Wenn Sie Magen-/Darmgeschwüre oder -blutungen haben
Wenn Sie in der Vergangenheit an Magen-/Darmgeschwüren oder -blutungen gelitten haben
oder Sie andere Arzneimittel einnehmen müssen, die Ihr Risiko auf diese Beschwerden
erhöhen (siehe Abschnitt 2 „Bei Einnahme von Diclofenac Sandoz Retard mit anderen
Arzneimitteln“), kann Ihr Arzt vorschlagen, Diclofenac Sandoz Retard in Kombination mit
einem Arzneimittel namens Protonenpumpenhemmer oder Misoprostol einzunehmen, um
Ihren Magen und Darm zu schützen.
Wenn Sie eine größere Menge von Diclofenac Sandoz Retard eingenommen haben,
als Sie sollten
Wenn Sie irrtümlich zu viele Diclofenac Sandoz Retard Tabletten eingenommen haben,
müssen Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker,dem “Antigiftzentrum” (070/245.245) oder die
Notfallaufnahme des nächsten Krankenhauses wenden. Sie brauchen möglicherweise
ärztliche Betreuung.
Symptome einer Überdosis können Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Geräusche im Ohr
(Tinnitus), Konvulsionen oder starke Magenschmerzen, blutigen oder schwarzen Stuhl
umfassen.
Wenn Sie die Einnahme von Diclofenac Sandoz Retard vergessen haben
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben einzunehmen, holen Sie sie so schnell wie möglich
nach. Wenn es dann jedoch schon fast Zeit für Ihre nächste Dosis ist, nehmen Sie einfach
die nächste Tablette zum üblichen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein,
wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt
oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Diclofenac Sandoz Retard Nebenwirkungen haben, die aber nicht
bei jedem auftreten müssen.
Schwere Nebenwirkungen
Wenn eine der folgenden Situationen eintritt, setzen Sie die Einnahme dieses
Arzneimittels ab und wenden sich unverzüglich an Ihren Arzt oder die Notaufnahme
des nächsten Krankenhauses:
•
Unübliche Blutungen oder blaue Flecken.
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Hohes Fieber oder anhaltende Halsentzündung.
Allergische Reaktion mit Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Hals oft in
Verbindung mit Hautausschlag und Juckreiz, was zu Schluckbeschwerden, Hypotonie
(niedriger Blutdruck), Ohnmacht führen kann. Pfeifende Atmung und Engegefühl in der
Brust (Zeichen von Asthma).
Plötzliche und starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, taubes Gefühl,
Sprechstörungen oder nicht sprechen können, Lähmung (Zeichen eines Schlaganfalls).
Steifer Nacken (Zeichen von Meningitis).
Konvulsionen.
Hypertonie (Bluthochdruck).
Rote oder violette Haut (mögliche Zeichen einer Entzündung der Blutgefäße),
Hautausschlag mit Blasenbildung, Blasenbildung an Lippen, Augen und Mund,
Hautentzündung mit Abschilfern oder Schälen der Haut.
Starke Magenschmerzen, blutiger oder schwarzer Stuhl. Erbrechen von Blut.
Gelbfärbung der Haut oder Augen (Zeichen von Hepatitis).
Blut im Harn, zu viel Eiweiß im Harn, stark verringerte Harnmenge (Zeichen einer
Nierenfunktionsstörung).
Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die zu starken Bauch- und Rückenschmerzen führt
(Pankreatitis).
Herzbeschwerden, wie Schmerzen in der Brustgegend, Myokardinfarkt und
Herzversagen.
Es handelt sich um schwere Nebenwirkungen. Sie brauchen eventuell dringend ärztliche
Hilfe. Diese schweren Nebenwirkungen sind selten (werden bei mehr als 1 von 10.000,
jedoch bei weniger als 1 von 1.000 Patienten festgestellt).
Andere Nebenwirkungen
Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 100, jedoch bei weniger als 1 von 10
Patienten):
•
•
•
•
•
Kopfschmerzen, Schwindel.
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen
(Winde), Appetitmangel.
Veränderte Leberfunktion (z. B. Transaminasewerte).
Hautausschlag.
Vertigo.
Seltene Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10.000, jedoch bei weniger als 1 von 1.000
Patienten):
• Benommenheit.
• Magenschmerzen.
• Anschwellen von Armen, Händen, Beinen und Füßen (Ödem).
• Desorientiertheit, Depression, Angst, Schlafstörungen, Albträume, Reizbarkeit,
psychotische Störungen.
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Prickeln oder Gefühllosigkeit der Hände oder Füße, beeinträchtigtes Erinnerungsvermögen, Zittern.
Probleme mit Geschmack, Sehvermögen, Gehör (Klingeln in den Ohren) und
Gleichgewicht.
Geschwür in der Speiseröhre (die Röhre, die Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet).
Herzklopfen.
Verstopfung oder andere Darmprobleme einschließlich Kolitis (Symptome umfassen
andauernden
Durchfall)
oder
Verschlimmerung
bestehender
entzündlicher
Darmkrankheiten.
Geschwüre im Mund, an der Zunge, in der Speiseröhre.
Nesselausschlag, Juckreiz, unübliche Empfindlichkeit der Haut gegen Sonnenlicht, die
zu roter, geschwollener Haut mit Blasenbildung führt.
Haarausfall.
Lungenentzündung, die zu Atemlosigkeit und Schmerzen in der Brust führt (Pneumonie).
Geringe Zahl roter oder weißer Blutkörperchen mit Symptomen, wie Blässe, Müdigkeit,
dunkler Harn, heller Stuhl, höheres Infektionsrisiko.
Arzneimittel wie Diclofenac Sandoz Retard können mit einem geringfügig erhöhten Risiko
auf Herzanfall („Myokardinfarkt“) oder Schlaganfall in Zusammenhang gebracht werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten
Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht
in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
5. Wie ist Diclofenac Sandoz Retard aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen Diclofenac Sandoz Retard nach dem auf dem Umkarton angegebenen
Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des
Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie
Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen.
Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
6. Weitere Informationen
Was Diclofenac Sandoz Retard enthält:
Der Wirkstoff in diesen Tabletten ist Diclofenac-Natrium.
• Jede 75-mg-Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 75 mg DiclofenacNatrium.
• Jede 100-mg-Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 100 mg DiclofenacNatrium.
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Die sonstigen Bestandteile sind: Hochdisperses Siliciumdioxid, Cetylalkohol,
Magnesiumstearat, Povidon, Saccharose, Hypromellose, rotes Eisenoxid (E 172),
Polysorbat 80, Talk, Titandioxid (E 171).
Wie Diclofenac Sandoz Retard aussieht und Inhalt der Packung
Diclofenac Sandoz Retard 75 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung sind
hellrosa, bikonvexe, dreieckige Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten.
Die Packungen enthalten 10, 20, 30, 50, 60,100 oder 100 x 1 Tabletten in
PVC/PVDC/Aluminium- oder PVC/PE/PVDC/Aluminium Blisterpackungen.
Diclofenac Sandoz Retard 100 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung sind rosa,
bikonvexe Filmtabletten mit abgeschrägten Kanten.
Die Packungen enthalten 10, 20, 21, 30, 50, 60, 100, 100 x 1, 300 oder 500 Tabletten in
PVC/PE/PVDC/Aluminium-Blisterpackungen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Handel gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Pharmazeutischer Unternehmer
Sandoz N.V.
Telecom Gardens
Medialaan 40
1800 Vilvoorde
Belgien
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Dieselstrasse 5
D-70839 Gerlingen
Deutschland
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Deutschland
Art der Abgabe: Verschreibungspflichtig
Zulassungsnummer:
Diclofenac Sandoz retard 75 mg: BE 208887
Diclofenac Sandoz retard 100 mg: BE 208896
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums
(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Österreich
Diclofenac Sandoz retard 75 mg – Filmtabletten
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Diclofenac Sandoz retard 75 mg tabletten met gereguleerde afgifte
Diclofenac Sandoz retard 100 mg tabletten met gereguleerde afgifte
Diclofenacnatrium Sandoz retard 75
Diclofenacnatrium Sandoz retard 100
Letzter Stand dieser Gebrauchsinformation ist 02/2009
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Gesundheitswesen
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