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"Versicherungen - wissen was drin ist und nicht nur - SPD Europa

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Herausgeber: Dr. Udo Bullmann (V.i.S.d.P.)
www.spd-europa.de
Peter SIMON
"Versicherungen - wissen was drin ist
und nicht nur was drauf steht“
26.02.2014
Europaparlament stimmt für mehr Verbraucherschutz
Verbraucher sollen Versicherungsangebote künftig leichter vergleichen können. Das Europäische
Parlament hat am Mittwoch einen besseren Verbraucherschutz beim Handel mit entsprechenden
Produkten auf den Weg gebracht, nachdem sich die EU-Gesetzgeber vor kurzem bereits auf
strengere Vorschriften bei der Finanzberatung geeinigt haben. "Die Schäden durch Falschberatungen
bei Finanz- und Versicherungsanlageprodukte belaufen sich allein in Deutschland Schätzungen
zufolge auf 50 bis 100 Milliarden Euro pro Jahr. Die Kunden müssen Anspruch auf eine kompetente
Beratung haben", unterstreicht der SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON, Mitglied des
Wirtschaftsausschusses.
Deshalb fordern die Sozialdemokraten strengere Wohlverhaltensregeln, höhere Anforderungen an die
Weiterbildung von Vermittlern und deutlich mehr Transparenz bei der Vermittlung. „Die Katze im Sack
darf es nicht mehr geben", erläutert Peter SIMON. "Ein neues, europaweit einheitliches und
verbindliches Standardinformationsblatt soll nicht nur dafür sorgen, dass die verschiedenen Produkte
besser vergleichbar sind, sondern vor allem die Verbraucher verständlich über Risiken, Art und
Umfang der Versicherungsleistung sowie die genauen Vertragsbedingungen in Kenntnis setzen.“
„Versicherungsvermittler müssen im bestmöglichen Interesse des Kunden handeln", unterstreicht
Peter SIMON. Bei Verstößen gegen die Vorschriften droht die öffentliche Bekanntgabe, die
Rücknahme der Eintragung, ein zeitweiliges Berufsverbot für Führungskräfte in
Versicherungsunternehmen und Geldstrafen in Höhe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes
der juristischen Person bzw. Verwaltungsstrafen von bis zu 5 Millionen Euro bei natürlichen Personen.
Zudem sollen die Vermittler dem Kunden zukünftig vor Vertragsabschluss klar offenlegen, auf welche
Art und Weise und von wem sie für ihre Vermittlungstätigkeit bezahlt werden. Die
sozialdemokratische Forderung, dass unabhängige Berater bei Versicherungsanlageprodukten keine
Provisionszahlungen mehr annehmen dürfen, fand heute leider aber noch keine Mehrheit. "Der
Vermittler darf bei der Beratung nicht mehr unerkannt als Sprachrohr der Versicherungsindustrie
fungieren, sondern muss bei Interessenskonflikten klar Farbe bekennen. Wo unabhängig drauf steht,
muss ein unabhängiger Berater dahinter stehen. Hier muss in den nunmehr beginnenden
Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über den endgültigen Gesetzestext noch nachgebessert
werden", fordert der Finanzexperte Peter SIMON.
Weitere Informationen: Büro Simon +33 3881 75558 und Jan Rößmann +32 473 864 513
(Pressesprecher
Europäisches Parlament
S&D-Fraktion, Pressestelle der SPD-Gruppe
facebook.com/SPDfuerEuropa, twitter.com/SPDEuropa
www.spd-europa.de
Rue Wiertz 12G138, B- 1047 Brüssel, Tel.: +32 2 28 41779 und /43665
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