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4.1.1.) Was ist Wahrheit (15.04.14): Literaturtipps: • „What is Truth

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4.1.1.) Was ist Wahrheit (15.04.14):
Literaturtipps:
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„What is Truth?“ (Paperback, 2007)
Ramsey: „On fact of propositions“
Quine: „Truth and Semantic“
Austin: „Truth“
Blackburn / Simmons: „Truth“
Bedingungen:
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wahr:
2x darf man fehlen
regelmäßige, aktive Teilnahme wird vorausgesetzt
4 Seiten (SL) ↔ Themen werden abgesprochen mit Dozent (ab Mitte des
Semesters)
12-16 Seiten (PL)
mdl. Prüfung (vielleicht)
Wenn die Erkenntnis von ihrem Gegenstand abhängig ist.
Wahrheit: Die Übereinstimmung der Erkenntnis mit diesem Gegenstand.
Korrespondenztheorie
Wenn der Inhalt einer Aussage mit den Tatsachen der Welt übereinstimmt, dann ist
die Aussage wahr (andernfalls falsch). Eine Aussage ist also genau dann wahr, wenn
sie mit den Tatsachen der Welt übereinstimmt; ansonsten ist die Aussage falsch
(siehe „Gras ist grün“-Beispiel). Dabei war Moritz Schlick ein Verfechter dieser
Theorie (d.h. er war ein Verfechter der „Korrespondenztheorie der Wahrheit“); er
wollte vor allem den Kontakt der Sprache zur Welt wiederherstellen. Bei Ludwig
Wittgenstein gibt es den Vergleich zwischen Aussagen (Theorie) und Tatsachen
(Proto).
Viele Kritiker meinen, die Korrespondenztheorie sei „zu trivial“.
Es gibt deshalb auch die Position des Anti-Realismus (auch: fiktionaler
Realismus), der behauptet, es gäbe nur Abbildungen. Da es demnach nur
Abbildungen gibt und entsprechend keine Tatsachen, behaupten Vertreter des AntiRealismus schließlich, dass die Korrespondenztheorie schlichtweg falsch sei, weil
man ja nicht von Tatsachen, sondern „lediglich von Abbildungen“ sprechen könne.
Der Inhalt einer Aussage kann also nicht mit Tatsachen der Welt übereinstimmen,
weil es letztere (zumindest für die Anti-Realisten) ja gar nicht gibt.
Bsp.:
2+3=5
Die Zahl 2 (zwei) gibt es nicht wirklich, sondern „nur das Symbol ‚2‘“. Es ist
eine mathematische Zeichensprache, auf die man sich früher geeinigt
hatte, die die 2 gewissermaßen abbilden soll ( wird also als Symbol „2“
abgebildet).
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Kohärenztheorie
Urteile sind nur durch Urteile vergleichbar (lt. Immanuel Kant). Die Kohärenztheorie
schaut nicht auf die Beziehungen zwischen Aussagen und Welt, sondern auf das
System als solches. Die Kohärenztheorie war einmal verdammt populär, ist es heute
aber nicht mehr, weil Versuche, sie zu erklären, fehlgeschlagen sind.
Wiener Kreis
Einflussreichste philosophische Strömung (Rudolf Carnap, Otto Neurath) in den 30er
Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Grundtendenz des Wiener Kreises war zutiefst
metaphilosophisch.
Verifikationismus
Man möchte etwas überprüfen. Als Verfechter des Verifikationismus ist vor allem
Michael Dummett zu nennen. Richard Schantz ist hierbei als Gegner von Michael
Dummett zu sehen (und damit des Verifikationismus). Schantz meint, man könne
nichts verifizieren, man „habe keine Idee davon“.
Bsp.:
Die Zahl der Bäume in Kanada ist ungerade.
Fängt man im Norden an und hört im Süden auf, sind schon längst wieder
Bäume nachgewachsen. Zudem: Der Begriff des „Baumes“ ist nicht
eindeutig erklärt (z.B. „Gehört hierzu auch schon ein kleines ‚Bonsai
Bäumchen‘ zu?“).
Schantz:
Wahrheit hat mit Wissen nichts zu tun!
Wahrheit sollte man nicht mit Wissen definieren.
Wissen sollte man jedoch durch Wahrheit begründen (können), denn Wissen
kann nicht falsch sein (vgl. „wahre, gerechtfertigte Meinung…“).
Konsistenz = ein System von Meinungen ist widerspruchsfrei
Redundanztheorie
Frank Ramsey meint: Die Redundanztheorie ist „eine ganz langweilige Theorie, sie ist gar
überflüssig und sich wiederholend“ (letzteres macht sie so langweilig).
Bsp.:
Der Gedanke, dass p, ist wahr.
„p“ ist wahr.
Man denkt nicht, dass p wahr sei, wenn man tatsächlich meint bzw. schließlich
wörtlich ausspricht, dass p falsch sei. Dies wäre ein Widerspruch (in Gedanken sagt
man, p sei wahr, allerdings sagt man zu anderen, dass p dann auf einmal wiederum
falsch sei = genau das Gegenteilige der in Gedanken ursprünglich gemachten
Überzeugung sagen). Kurz: Sätze drücken Gedanken aus. Vgl. „Ich denke etwas erst
und sage es dann.“ Gottlob Frege gilt u.a. als Begründer der modernen Logik. Wenn
nach der Redundanztheorie jedoch alles schließlich wahr sei, so muss man sich
fragen (Ramsey tut dies beispielsweise), warum es denn dann überhaupt den Begriff
der „Wahrheit“ gibt? Er müsste ja gar nicht mehr erläutert oder näher definiert
werden, denn „alles sei Fakt“ bzw. „wahr“ ( wobei es diesen Begriff ja dann nicht
mehr gäbe = man „nähme es einfach so hin“).
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Omnipräsenztheorie
Wahrheit ist allgegenwärtig. Wann immer man etwas erkennt, erkennt man auch die
Wahrheit des Gedankens (fast also identisch mit der Redundanztheorie; s.o.:
„Warum gibt es den Begriff der ‚Wahrheit‘ dann überhaupt noch?“).
Die sogenannte Proposition spiegelt ungefähr den Inhalt von Gedanken wider.
Disquotationstheorie / Zitattilgungstheorie
„p“ ist wahr.
 p.
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Seele and Geist
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