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Forderungen zur natürlichen Mehrsprachigkeit Sprachkompetenz ist

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Forderungen zur natürlichen Mehrsprachigkeit
Sprachkompetenz ist die Grundvoraussetzung für Bildungserfolg.
Verstehen, was der Lehrer sagt, Texte selbstständig lesen und wichtige
Informationen daraus entnehmen, eigenständig in unterschiedlichen Stilrichtungen
schreiben und ein gelungenes Referat halten – all das ermöglichen uns sprachliche
Kompetenzen und sie sind somit unentbehrlich für den Schulerfolg in allen
Schulfächern.
Um Chancengleichheit in der Bildung zu erreichen, muss der Inklusionsgedanke für
alle Schüler/innen verwirklicht werden. Es ist ein pädagogischer Grundsatz, im
Lernen und Lehren grundsätzlich von den Stärken der Schüler/innen auszugehen.
Eine große Stärke der Kinder mit Migrationsgeschichte ist ihre natürliche
Mehrsprachigkeit.
Die natürliche Mehrsprachigkeit ist das Fundament der sprachlichen Entwicklung
jedes Kindes in unserem Land, das eine andere Muttersprache als Deutsch hat. Die
Förderung von Mehrsprachigkeit sollte so früh wie möglich einsetzen, um
ausgewogene Kompetenzen zu erzielen Dazu ist eine Förderung in beiden
Sprachen nötig. Verkümmert die Muttersprache, verliert das Kind die Grundlagen für
eine erfolgreiche sprachliche Entwicklung in der Zweitsprache. Die Muttersprache ist
also nicht nur eine weitere Sprache, sondern auch Grundlage für das Erlernen der
deutschen Sprache und somit die Basis für den Schulerfolg. Die Muttersprache jedes
Kindes muss in den Sprachentwicklungsprozess in der Schule einbezogen werden.
Ihre Förderung darf nicht als private Angelegenheit der Eltern abgetan werden, wenn
man diesen Kindern eine echte Bildungschance ermöglichen will.
Deswegen fordern wir:
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Zweisprachige Kindergärten mit den Muttersprachen der Kinder
Zweisprachige Klassen mit den Muttersprachen in den Grundschulen
Zweisprachige Alphabetisierung in den ersten Jahren der Grundschule
Muttersprachen sollen in den Grundschulen anstatt Englisch gewählt werden
können
Wahlmöglichkeiten von Muttersprachen anstatt einer Fremdsprache in der
Sekundarstufe 1 an allen Schulformen, wenn dies von mindestens 10 Eltern
einer Muttersprache gefordert wird
Muttersprache als Abiturfach sollte in mindestens drei Muttersprachen in jeder
Großstadt angeboten werden
Die Schulen sollen verbindliche Pläne entwickeln, in denen dargelegt wird, wie
sie die natürliche Mehrsprachigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler fördern
werden
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In die kommunale Schulentwicklungsplanung muss die Förderung der
natürlichen Mehrsprachigkeit durch Angebote in den Herkunftssprachen als
qualitatives Kriterium aufgenommen werden
Bildung von Schwerpunktschulen für die „kleinen“ Muttersprachen.
Lehrer/innen müssen dringend für die unterschiedlichen Muttersprachen der
Sek.1 und Sek. 2, aber vor allem für die Primarstufe ausgebildet werden
Die Anzahl der Lehrerstellen für den muttersprachlichen Unterricht muss
dringend und massiv erhöht werden
Eine jährliche Landeskonferenz für die Schulen, die die Muttersprachen der
Kinder als ordentliches Fach eingeführt haben, soll zum Erfahrungsaustausch
organisiert werden, um einen Landesverbund der natürlich mehrsprachigen
Schulen zu gründen und zu fördern
Ich unterstütze die Forderungen zur natürlichen Mehrsprachigkeit:
Name, Vorname
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Anschrift
___________________________
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E-Mail
___________________________
Unterschrift
___________________________
Kontakt:
Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen
Helmholtzstraße 28, 40215 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 9941610, Fax: 0211 / 9941615
E-Mail: info@landesintegrationsrat-nrw.de, Homepage: www.landesintegrationsrat-nrw.de
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Bildung
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