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Hackler, Joachim Krüll, K.E. (1994): Rechenschwäche - was tun

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Hackler, Joachim
Krüll, K.E. (1994): Rechenschwäche - was tun? München: Reinhardt (131 Seiten;
DM 29,80) [Rezension]
Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 44 (1995) 7, S. 290
urn:nbn:de:0111-opus-22986
Erstveröffentlichung bei:
www.v-r.de
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Praxis der
und
Ergebnisse
aus
Kinderpsychiatrie
Psychoanalyse, Psychologie
Herausgegeben
U.
Lehmkuhl,
Kinderpsychologie
von
Berlin
M.
¦
A.
und
Familientherapie
Cierpka, Gottingen G. Klosinski, Tubingen
Seiffge-Krenke, Bonn F. Specht, Gottingen
Streeck-Fischer, Gottingen
•
I.
•
Verantwortliche
Herausgeberinnen:
Ulrike Lehmkuhl und Annette Streeck-Fischer
Redaktion: Gunter
44.
VANDENHOECK
&
Jahrgang
Presting
/ 1995
RUPRECHT IN GÖTTINGEN UND ZÜRICH
Vandenhoeck&Ruprecht (1995)
Buchbesprechungen
290
verwenden
Losungs-onentiert
arbeiten,
zu
arbeiten, heißt kurzzeitig
zu
der minimalen Intervention, strikt und
nach dem
Prinzip
ausschließlich ausgerichtet an einer vom Klienten formulierten
Zielsetzung bei Vernachlässigung von Problemdefinition, Pro¬
blemanalyse und klassifikatonscher Diagnostik Ein weiteres
Kennzeichen dieses Ansatzes ist der Verzicht auf die Feststellung
Beschreibung individueller Mangel oder Defizite sowie eine
Ressourcenorientierung, gekennzeichnet durch das Bestreben, mit
den Möglichkeiten zu arbeiten, die ein Klient bei sich aktivieren
und
kann
Das Buch bietet einen interessanten Versuch, die Strategie des
losungsonentierten Vorgehens ohne theoretische Herleitung und
Abgrenzungen zu anderen Therapieansatzen aus dem Prozeßge¬
schehen herzuleiten Dabei sieht man den Autoren nach, daß
Leitbegriff losungsorientiert verkauft
wird, so neu und so einmalig nicht ist Manches findet sich in
anderen Kontexten, etwa im Konzept des Selbstmanagementan¬
satzes von KANrER, im NLP sowie in der Verhaltenstherapie
In 17 Kapiteln werden die Grundzuge eines losungsonentierten
Vorgehens skizziert, unterlegt mit zahlreichen, zum Teil ausführ¬
vieles,
hier
wis
dem
unter
Dies erhöht die An
lich
wiedergegebenen Gesprachssequenzen
schauhchkeit, hat aber auch einen nicht
Der Leser muß sich entweder
Nachteil
chen Austausch
überlassen, oder
er
unterschätzenden
zu
gänzlich
ist, sofern
er
dem
sprachli¬
mehr
mochte,
darauf angewiesen, sich den Gesprachskontext zu rekonstruieren
Kennzeichnend für den hier explizierten Ansatz ist es, die
vorherrschende Sichtweise „Was
umzuformen
in
die
ist
die Ursache des Problems'"
Frage „Was tragt
zur
Losung bei'"
Das
Denken, zugespitzt auf die genannte Fragestellung,
eigenen Prinzip, für alle möglichen Probleme einen
zureichenden Grund finden zu wollen, gescheitert Modifikatio¬
traditionelle
sei an seinem
Kausahtatspnnzips, zusammengefaßt in der Frage „Was
halt das Problem aufrecht'", haben, so die Autoren, zahlreiche
nen
des
therapeutische Varianten hervorgebracht, die als durchaus
„schlussig und folgerichtig" betrachtet werden, insofern das je¬
weilige Psychotherapiemodell um ein Problem herum organisiert
werde Walter und Peller gehen hier rein deskriptiv vor, sie
deuten die Kausahtats- und Begrundungsproblematik lediglich
um
an,
dann ihren Ansatz
unter
dem Motto „Wie konstneren
wir
Losungen'" anzufügen
allerdings nicht aus der
geschafft, sondern lediglich auf eine andere Ebene verlagert
gelingt es den Autoren nicht, überzeugend darzulegen, unter
Damit sind die vorgenannten Probleme
Welt
So
welchen
Rede
Voraussetzungen
die
kann bzw
sein
auf dem
denn
der
wann
Holzweg befinde(t)n
Feststellung,
eine
von einer
Therapeut
Therapie
klingt dies wie
cher Therapieansatze
so
eine
sei
dann
abgeschlossen, „Wenn
Losungspfad zu
triviahsierte Variation herkömmli¬
vielschichtig
amerikanische) Charakter
stellen,
gungen So
sich nicht
gesehen
mit
tungstechnik
ist
ein¬
pragmatische (typisch
hier vorgestellten Ansatzes auf
Beobachtungen und originelle Anre¬
des
einige aufschlußreiche
dieses Buch auch für Leser interessant, die
einer von
der
Problemperspektive bereinigten
Bera¬
anfreunden können
Störend finde ich
an
diesem Buch die
dessen
standige Wiederholung
Der Inhalt hatte
Umfang
Therapieausschnitte und
mehr begrifflicher Klarheit in wesentlich weniger Buchumfang
unterbringen lassen Diesbezüglich ist der Anspruch der Autoren,
ein Lehr- und Arbeitsbuch vorzulegen, nicht erfüllt
Hubert Mackenberg, Gummersbach
bestimmter Leitmotive
sich durch
eine
sowie
Reduktion der
zitierten
Reinhardt;
131
mit
der Problematik
was
Mün¬
tun?
DM 29,80.
Seiten,
Die Autorin hat sich als integrative
Jahren
von
Lerntherapeutin
vielen
seit
rechenschwachen Schulern
aus
einandergesetzt Wahrend über das Gegenstuck, die Lese-Rechtschreibschwache/Legastheme, seit Jahrzehnten diskutiert wird,
ist das Wissen um die Dyskalkulie selbst unter Fachleuten sowie
erst recht bei Lehrern und Eltern noch sehr begrenzt
So brachte beispielsweise vor noch nicht allzu langer Zeit eine
Umfrage unter Lehramtsstudenten erschreckende Wissenslucken
zutage Kaum jemand der angehenden Lehrer verfugte über ein
hinreichendes
Basiswissen
heute noch allzu oft
als
zur
neben ihren Unsicherheiten
(man bedenke
Thematik
Leider werden auch
die „schlecht kalkulieren"
Schuler,
können,
verkannt Dabei haben rechenschwache Schuler
minderbegabt
den alten
nur
oft ihre eigene
der
in
Zahlen-Raum-Wahrnehmung
Begriff für Geometrie „Raumlehre")
in der
Forderdiagnostik zu erkennen
Logik, die es
gilt Eine fünfzehnjährige Jugendliche kam durch an sich richtige
Rechnungen bei der Aufgabe 564-10 zu dem Ergebnis von 44, sie
hatte gerechnet 5-1=4, von 6 bis 10
4, ergibt zusammen
(nach dem Prinzip des schriftlichen Subtrahierens) 44'
Wenn man davon ausgehen muß, daß es etwa in einer Grundschulpopulation genausoviel rechenschwache wie rechtschreib¬
schwache Schuler gibt, bekommen solche Ratgeber wie der von
=
Karin Elke Krüll
ten
Lehrer, Eltern,
unschätzbaren Wert für alle
einen
Faktoren
same
Therapeuten
Begriffsklarung ätiologisch bedeut¬
spezifische Entwicklungsaspekte (TeilleiMotorik, Wahrnehmung sowie kognitive
wie
stungsquahtaten wie
Faktoren), besondere
fen
hinweg
sowie
interessier¬
Arzte, Berater oder
Zunächst werden nach
einer
individuelle Lernmuster
(über
zwischen den Schulern innerhalb
gruppe) und methodisch didaktische
die Altersstu¬
einer
Alters¬
Aspekte (des Mathematik-
der Grundschule) ausfuhrlich und anschaulich darge
Diagnostik von Rechenstorungen wird besonders unter
dem Aspekt eines prozeßonentierten Vorgehens in der Forderdia¬
gnostik behandelt Mit Hilfe handlungsonentierter Verfahren wie
der Technik des Lauten Denkens lassen sich sehr gut metakognitive Prozesse wie in dem o g Beispiel aufspuren und verandern
Krüll berücksichtigt dabei als integrative Lerntherapeutin das
Prinzip der Entdramatisierung von Fehlern Dieses selbstwertonentierte Vorgehen basiert auf dem Modell des
Teufelskreis
Lernens
in
stellt Die
Lernstorungen (Betz
Diagnostik
die
u
Die
Breuninger)
Behandlung
einer
von
und erfaßt auch schon
und emotionalen
psychosozialen
entwickelten Formen
Lernstorung
einen
Aspekte,
immer zu
Rechenstorungen
der 130 Seiten des Bandes
neben vielen praxisorientierten
erwarten
nimmt mit
breiten Raum
in
der
die bei
sind
der Hälfte
Tips
vor
ein
und bietet
allem auch die
Chance,
grundsatzlichen Verständnis, dem zugrundeliegenden
lerntherapeutischen Modell von Rechenstorungen, profitieren zu
von
Positiv fallen der
sind
chen.
—
einem
Eindrucke, die sich nach der Lektüre dieses Buches
Die
sowie
und/oder Klient sich
Wenn zuletzt nicht mehr bleibt als
Klientinnen die Zuversicht haben, auf
sein",
Losungsorientierung die
Krüll, K. E. (1994)- Rechenschwäche
dem
können
knapper, aber immer sehr an
symptombezogene methodische wie problem-
Frau Krüll
schauhcher Form
umreißt
in
Hilfen, aus denen sich manche Anregung für das
therapeutische wie pädagogische Vorgehen ableiten laßt
Insgesamt ist der Band allen interessierten Fachleuten sehr zu
empfehlen und sollte zur Pflichtlekture mindestens in der Lehrer
onentierte
eigene
und
Lerntherapeuten-Ausbildung
nen
Wert für
Eltern, die
ein
werden
Er hat sicher auch
Verständnis für die
sei¬
Lernprobleme
ihres Kindes entwickeln wollen Auf den 130 Seiten des
Ratgebers
Aspekte der Problematik sowie weiter
fuhrende Hinweise auf Literatur, Bezugsquellen von Materialien
und Anschriften aufgeführt
Joachim Hackler, Osnabrück
werden die wesentlichen
Vandenhoeck&Ruprecht (1995)
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Seele and Geist
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