close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Das tun, was der Patient will - PwC

EinbettenHerunterladen
Datum: 29.09.2010
Sonderbeilage
Neue Zürcher Zeitung
8021 Zürich
044/ 258 11 11
www.nzz.ch
Medienart: Print
Medientyp: Tages- und Wochenpresse
Auflage: 129'722
Erscheinungsweise: unregelmässig
Themen-Nr.: 660.3
Abo-Nr.: 660003
Seite: 5
Fläche: 62'241 mm²
Uberwachung durch den leitenden Arzt der Herzanästhesie.
Das tun, was der Patient will
Das Gesundheitssystem braucht eine gründliche Reorientierung
Einzelpersonen und diesen Faktoren Eine Neuorientierung drängt sich nicht
ausgebaut und intensiviert werden. In- zuletzt auch wegen der Zunahme der
Patienten verfügen in Fragen der nerhalb
der einzelnen Einflussbereiche chronischen Krankheiten auf. Dazu
eigenen Gesundheit mehr denn bestimmen Hunderte verschiedener Va- kommt die wachsende Digitalisierung
je über eine hohe Kompetenz.
riablen, ob eine Person krank, behan- der Informationen. Chronische KrankDie Gesundheitssysteme werden delt und wieder gesund wird. Gleich- heiten betreffen neben den älteren
zeitig führt die Komplexität dieser Va- Menschen
in steigendem Ausmass
sich danach richten müssen.
riablen zu einer Abkehr von einfachen auch Kinder. In Australien beispielsZiankheiten 'Stehen oft in Zusammen- Ursache-Wirkungs-Modellen. Aus die- weise leidet jeder fünfte Jugendliche
hang mit sozialen, ökonomischen und sem Grund braucht die Gesundheits- unter 16 Jahren an Asthma. Bei der älteMax Neuhaus
genetischen Mustern. Für eine effizien- versorgung eine neue Ausrichtung.
te Prävention, Erkennung und Behand-
lung muss die Verbindung zwischen
Versorgungssystem, Gesellschaft sowie
Massgeschneiderte Therapien
Medienbeobachtung
Medienanalyse
Informationsmanagement
Sprachdienstleistungen
ren Bevölkerung erwartet man dagegen
im Bereich der neurologischen Erkrankungen Zuwachsraten von bis zu 50%.
ARGUS der Presse AG
Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich
Tel. 044 388 82 00, Fax 044 388 82 01
www.argus.ch
Argus Ref.: 40113697
Ausschnitt Seite: 1/3
Datum: 29.09.2010
Sonderbeilage
Neue Zürcher Zeitung
8021 Zürich
044/ 258 11 11
www.nzz.ch
Medienart: Print
Medientyp: Tages- und Wochenpresse
Auflage: 129'722
Erscheinungsweise: unregelmässig
Das digitale Zeitalter manifestiert
sich seinerseits darin, dass Patienten-,
Forschungs- und Anbietergemeinschaften neue, kompatible Gemeinschaften
im Internet betreiben, wodurch Menschen und Datenströme zusammengeführt werden, die zuvor unverbunden
waren. Um neue Lösungen zu entwickeln, experimentieren viele Gesundheitssysteme zudem mit der Einteilung
der Patienten in verschiedene Gruppen;
medizinische Dienstleistungen werden
in diesen Modellen jeweils auf die Verhaltensweisen und Situationen spezifischer Abnehmer zugeschnitten.
Themen-Nr.: 660.3
Abo-Nr.: 660003
Seite: 5
Fläche: 62'241 mm²
Resultatorientierte Vergütung
Die Umstellung auf Kundenorientierung bedarf der Umgestaltung zahlreicher Komponenten im Gesundheitswesen: Kommunikationssysteme, Rollenverständnis und Verantwortlichkeiten der Ärzte und Patienten müssen
grundlegend überdacht werden. Am
schwierigsten wird es sein, Traditionen
und liebgewonnene Gewohnheiten auf-
zugeben. Handlungsbedarf besteht in
sechs Bereichen.
> Anreize: Im Gesundheitsbereich soll-
ten transparente und patientenorientierte Anreizsysteme die Abkehr von
«Navigatoren» gefragt
den bestehenden Paradigmen vereinfaRund drei Viertel der Vertreter der füh- chen. Dabei steht etwa die Vergütung
renden Gesundheitssysteme geben in nach Behandlungsergebnis anstatt nach
einer Befragung an, dass ein unzuläng- Behandlungsvolumen zur Debatte.
licher Zugriff auf Gesundheitsinforma- Weitere Impulse können durchaus auch
tionen die Menschen bei ihrem persön- andere gesellschaftliche Akteure wie
lichen Gesundheitsmanagement behin- beispielsweise die Arbeitgeber vermit-
dert. Dazu kommen Probleme durch teln, indem sie zum Beispiel den Zukulturelle Missverständnisse und durch
den ungleichen Zugang zu Ressourcen.
Das hat dazu geführt, dass nicht selten
Familienmitglieder, freiwillige Helfer
oder auch Sozialarbeiter als «Navigatoren» auftreten. Während die ortsgebun-
gang zu gesundheitsfördernden Aktivitäten vereinfachen.
> Regulierung:
Schlüsselthema in der
Debatte über Regulierungsreformen ist
die Frage, ob Regierungen oder eher
Märkte geeignet sind, die Gesundheitsdenen Netzwerke das Fundament der versorgung zu verändern. Weitere
personalisierten Versorgung bilden, Aspekte sind Vorschriften zur Produkwird der Bedarf an «Navigatoren» in tekennzeichnung, zur Placierung von
Produkten oder zur Zubereitung von
Zukunft wohl zunehmen.
Als Folge der gestiegenen individuel- Lebensmitteln. Immer öfter wird ein gelen Korseetel.:1z bei Gesundheitsfragen meinsames Regelwerk für alle medizini-
einzelne Patieut...,,vermehrt schen Produkte und Dienstleistungen
seine eigenen Regeln festlegen, nach diskutiert. Reformen konzentrieren sich
denen sich die Gesundheitsorganisatio- nicht zuletzt auch auf Standards zur
nen zu richten haben. Die Organisatio- Förderung kompatibler IT-Netzwerke.
nen werden in einem ersten Schritt Be- > Umverteilung: Das Schwergewicht der
zugspunkte bestimmen müssen, die den Ausgaben sollte sich von der reinen
Verbrauchern die Wahl ihrer Leistungs- Krankheitsbehandlung zur Gesunderbringer erleichtern. Die Ausstattung
der Wohnung eines Patienten mit elektronischen
«Überwachungsgeräten»
bietet ebenfalls Möglichkeiten zur individuellen Betreuung; ein Kranker kann
zu Hause gepflegt werden, in einem privaten Umfeld, das die Heilungschancen
verbessert.
Medienbeobachtung
Medienanalyse
Informationsmanagement
Sprachdienstleistungen
ARGUS der Presse AG
Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich
Tel. 044 388 82 00, Fax 044 388 82 01
www.argus.ch
Argus Ref.: 40113697
Ausschnitt Seite: 2/3
Datum: 29.09.2010
Sonderbeilage
Neue Zürcher Zeitung
8021 Zürich
044/ 258 11 11
www.nzz.ch
Medienart: Print
Medientyp: Tages- und Wochenpresse
Auflage: 129'722
Erscheinungsweise: unregelmässig
Themen-Nr.: 660.3
Abo-Nr.: 660003
Seite: 5
Fläche: 62'241 mm²
he tsvorsorge verlagern, vom kurativen d r Gesundheitsversorgung dürfte, wie
in den präventiven Bereich. In diesem d rgelegt, die Nachfrage nach DienstP r kt sind die Arbeitgeber gefordert, 1 istungen weiter in die Höhe treiben.
de en Gesundheitsausgaben zuneh- iese Leistungsangebote können indesm nd auch als Investitionen betrachtet s n gezielt eingesetzt und aufeinander
w rden können, die im Wettbewerb a gestimmt werden, sofern das System
ü er ein höheres Mass an Transparenz
au schlaggebend sind.
d Durchgängigkeit verfügt. Die richKommunikation: Die führenden Vertr ter des Gesundheitswesens nannten t e Dienstleistung zur richtigen Zeit
in einer Umfrage die verbesserte Korn- d s wäre das beste Rezept, um dem Gezu mehr Effizienz zu
m nikation an vierter Stelle bei den s4indheitswesen
rhelfen.
St ategien, die darauf abzielen, Patiente i in die Verantwortung für die eigene
sundheit einzubinden. Von den SMS,
di Teenager an ihre Medikamenteneinmen erinnern, bis hin zu Videospie-
ex Neuhaus ist Direktor Beratung öffentlicher Sek-
t
und Gesundheitswesen bei PricewaterhouseCoopers
le , die Senioren zum Tanzen ermun-
te i Fortschritte im Kommunikationsb reich lassen sich breit nutzen.
85% der führenden
rtreter der Gesundheitssysteme gab n in der Befragung überdies an, dass
di Bereitstellung elektronischer Pati ntenakten die Effizienz ärztlicher Arb itssysteme erhöht; 71% glaubten, ihre
S steme liessen sich auch dadurch verb ssem, dass die Akten den Patienten
se ber zur Verfügung gestellt würden.
D e grössten Hoffnungen liegen in der
A ssicht auf eine vereinfachte Entscheid ngsfindung. In den meisten Industrielä dem geht man davon aus, dass bis
2120 kompatible elektronische Patiente akten zur Verfügung stehen.
Personal: Mit der wachsenden Nachfr ge nach medizinischen Dienstleistung n hat auch der weltweite Bedarf nach
dizinischem Personal zugenommen.
araus ist ein Mangel entstanden, der
d zu beigetragen hat, traditionelle Vers rgungshierarchien aufzulösen und
ue Aufgaben zu schaffen. Ärzte und
tienten können sich zunehmend auf
gemeinsam genutzte elektronische Dat n- und Wissensquellen stützen und
a4if diese Weise medizinische Kompenz und Verantwortung leichter als bis
a hin teilen.
> Patientenakten:
Effizienzsteigerung
ie Entwicklung zur Personalisierung
Medienbeobachtung
Medienanalyse
Informationsmanagement
Sprachdienstleistungen
ARGUS der Presse AG
Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich
Tel. 044 388 82 00, Fax 044 388 82 01
www.argus.ch
Argus Ref.: 40113697
Ausschnitt Seite: 3/3
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
23
Dateigröße
511 KB
Tags
1/--Seiten
melden