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Lernen, was das Herz begehrt

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R E G I O N A LT E I L F Ü R R H E I N TA L U N D A P PE N Z E L L E R VO R D E R L A N D
29
DIENSTAG, 29. MAI 2012
Letzte Blüten Kulturfrühling zu Ende
Auf der Jagd
Renovierte Bibliothek
Die Bibliothek Reburg in Altstätten ist
Zur Finissage der Maiblüten präsentierten die Bernecker
Die Schnäppchenjagd lockte viele in die Alt30 Jahre alt und wurde renoviert. Am
Primarschüler vielfältige Projekte. Am Ende traf man sich, um stätter Marktgasse. Bei Traumwetter genosdie MaiGestalter für ihren Einsatz zu ehren. unteres rheintal 31 sen die Besucher das Angebot. oberes rheintal 35 Samstag war Tag der offenen Tür. piazza 44
Lernen, was das Herz begehrt
Mit dem neu eingerichteten Lernatelier beweist die Primarschule Eichenwies-Kriessern-Montlingen-Oberriet (EKMO), dass Begabtenförderung
keine elitäre Sache sein muss, sondern allen Schülern und Schülerinnen zugute kommen kann.
MAYA SCHMID-EGERT
OBERRIET. Sie tragen Namen wie
Albatros oder Gwunderfitz, die
in allen Schulgemeinden aus
dem Boden schiessenden «Förderangebote für besonders begabte oder hochbegabte Schulkinder», wie die offizielle Definition lautet. In der Schulgemeinde Eichenwies-Kriessern-Montlingen-Oberriet EKMO spricht
man schlicht vom Lernatelier.
Sein Standort befindet sich im
Oberrieter Schulhaus Burgwies in
einem umgemodelten Klassenzimmer im ersten Stock.
Noch einzigartig
Für Konzept und Einrichtung
sorgte die Inhaberin des Talentstudios Plus, Marion Waldburger.
Die Primarlehrerin und Spezialistin für Begabungs- und Begabtenförderung European Council
for High Ability (ECHA) sagt: «Ein
vergleichbares Atelier kenne ich
im Rheintal nicht, ich denke, dass
es momentan noch einzigartig
ist.» Das Atelier weist den Charakter einer Bibliothek auf. Bunte
Regale mit viel Material, vor allem
Bücher, CDs und Spiele, gliedern
den Raum in Sektoren. Kleine
Gruppentische deuten darauf
hin, dass der Unterricht in Kleingruppen stattfindet.
Dann eine Irritation: Steht dort
tatsächlich ein kindsgrosses Teleskop? Und dort ein Tellurium, ein
Sportliche
Pfingsten
Es scheint fast so, dass am Pfingstsamstag und -montag umso ausgiebiger Sport getrieben wird, weil
am Sonntag keine sportlichen
Veranstaltungen
durchgeführt
werden dürfen. Vor Pfingsten
führten die Rhybuaba ihren alljährlichen Dreikampf durch –
rund 200 Teilnehmer machten
mit. In Rüthi fand derweil die Rhystafette statt, dort trafen sich über
400 Teilnehmer, um den Rhy Man
(Michael Hautle) und die Rhy
Women (Susanne Meile) zu küren.
Am Abend wurde erstmals eine
Kickbox-Nacht nach K1-Regeln
im Rheintal durchgeführt.
Am Montag fand traditionell
der Berglilauf statt – zum 30. Mal
notabene. 200 stellten sich der
Herausforderung. In Balgach
kämpften die besten Leichtathleten der Region um kantonale Titel.
Und natürlich ruhte der reguläre
Meisterschaftsbetrieb nicht wie
z.B. von Fuss- und Faustball.
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heute in der Schule wohler.» Woher das kommt? Der Lernstoff
sei viel zu leicht gewesen, die
Schule zu langweilig. Obwohl beide Schülerinnen Unterstützung
von den Lehrpersonen bekommen hätten, gefällt es ihnen erst
im Lernatelier so richtig. «Hier
können sie ihre Begabungen
weitgehend leben», sagt Marion
Waldburger, wobei es auch Lernbereiche gibt, die sie ausklammert: «Sport und Musik machen
andere besser als ich.»
Mit der Nachmittagsgruppe,
das sind Fünft- und Sechstklässler, erarbeitet sie Projekte, die
sich in Form und Struktur einer
Studienarbeit anlehnen. Unter
www.orschulen.ch findet man
sämtliche Dossiers. Man staunt:
«Börse» und «Supervulkane» sind
Themen, die die Schüler frei gewählt haben.
Gerät, das den Umlauf der Planeten zeigt?
Marion Waldburger öffnet einen der Schränke, zum Vorschein
kommen ein Bausatz, um Da Vincis Erfindungen nachzubauen,
ein Mikroskop, ein Chemielabor
und noch viel mehr, was nicht
zum Normalinventar einer Volksschule gehört. «Wir befinden uns
im Forscherlabor, einem der vier
Bereiche des Ateliers», klärt Marion Waldburger auf. Tüfteln, Forschen, Entdecken stehen hier im
Vordergrund, während es in der
Detektei, dem Handelsplatz und
dem Infocenter um andere Lerninhalte geht.
«Das Angebot ist bewusst vielfältig und damit anregend, aber
auch
herausfordernd»,
beschreibt die Leiterin Sinn und
Zweck. Weil sich eine einzelne
Lehrperson all dies gar nicht leisten könnte, steht das Material
auch allen anderen Klassen zur
Verfügung.
Dank der Schulleitung
«Heute ist’s uns wohler»
Die an diesem Morgen anwesenden Shawna Schäfer (3. Klasse) und Iris Graber (4. Klasse) besuchen das Lernatelier jeweils
donnerstags während zwei Lektionen. Für das für alle User zugängliche Wissensspiel Quillionär haben sie sich für ein Thema
spezialisiert und anschliessend
Fragen erarbeitet, die sie online
Bild: Maya Schmid-Egert
Miteinander online lernen: Lernatelier-Leiterin Marion Waldburger und ihre Schülerinnen Shawna
(links) und Iris bearbeiten die Wissensfragen für «Quillionär».
stellen werden. Während Shawna
sich mit dem Thema «Hunde halten» befasst hat, haben es Iris die
Kelten angetan. Dies nach der
Lektüre einer Kinder-Tatort-Geschichte aus der Detektei. Beide
Mädchen besuchen die Begabtenförderung seit einem Jahr und
beide sagen: «Wir fühlen uns
Ist EKMO also das gelobte
Schulland, das sich Begabtenförderung mehr als andere Schulgemeinden etwas kosten lässt?
Marion Waldburger verneint. Sie
sei sich des Glücks sehr bewusst,
das ihr widerfahren sei. Mehrere
Faktoren, darunter ein unerwarteter Geldsegen, hätten mitgespielt. Betonen wolle sie eines:
«Ohne das ausserordentliche Engagement der Schulleitung gäbe
es das Lernatelier nicht.»
Über 300 Leute erlebten Natur im Kloster
Gehörig verschätzt hat sich der Vorstand des Vereins Pro Riet Rheintal am Samstag bei der Teilnehmerzahl für die
Exkursion im Garten des Altstätter Klosters Maria Hilf. Mit etwa 100 Besuchern wurde gerechnet, über 300 kamen.
KURT LATZER
ALTSTÄTTEN. Man hätte den An-
lass mit einem Volksmarsch verwechseln können, wäre da im
Klostergarten nicht die Tafel gewesen, die auf die Exkursion
schliessen liess. Der Pro-Riet-Vorstand war begeistert über die Zahl
der Besucher und ihr Interesse.
Mit von der Partie war auch eine
Delegation der Interessengemeinschaft Natur und Mensch
aus dem vorarlbergischen Koblach. Wegen des Grossaufmarsches wurden die Besucherinnen
und Besucher in vier Gruppen
aufgeteilt. Auf dem Rundgang erfuhren sie alles über die seit 2008
realisierten ökologischen Aufwertungen im Klostergarten.
Auf der einst landwirtschaftlich
genutzten Fläche ist eine wunderschöne Blumenwiese entstanden,
mit einem Biotop als Mittelpunkt.
Vom Klostergarten aus ging es
weiter Richtung Altstätter Forst.
Dort kann «Pro Riet» ab diesem
Jahr in einer zweiten Etappe weitere 220 Aren in neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere umgestalten. Die Fläche, die bis 2015
ökologisch aufgewertet werden
soll, liegt nördlich des Torkels der
Ortsgemeinde und gehört zum
Naherholungsgebiet im Altstätter Forst. Neben verschiedenen
Massnahmen sollen dort drei Biotope entstehen. «Wir versuchen
hier, den sogenannten Glögglifrosch wieder anzusiedeln», sagte
Ignaz Hugentobler, Präsident des
Vereins Pro Riet Rheintal. Auf dem
Rückweg in den Klostergarten erhielten die Besucher Informationen zum Wald, der in den vergangenen Jahren gelichtet und aufge-
wertet wurde. Beim anschliessenden Mittagessen konnten sich die
Gäste auf einer Informationstafel
ein genaueres Bild von den geplanten Massnahmen machen.
Bild: Kurt Latzer
«Pro Riet»-Präsident Ignaz Hugentobler (links) war begeistert vom Grossaufmarsch und freute sich über das Interesse der Bevölkerung.
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Seele and Geist
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