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Inkontinenz- und Senkungsbeschwerden: Was kann ich tun?

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Inkontinenz- und Senkungsbeschwerden:
Was kann ich tun?
Blasenschwäche ist weit verbreitet und kann als Volksleiden bezeichnet werden. Schätzungen zufolge leiden in
der Schweiz über 400 000 Menschen jeden Alters daran.
Obwohl die Blasenschwäche bei allen Altersstufen und
Geschlechtern auftreten kann, sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Mit höherem Alter nimmt die Krankheitshäufigkeit deutlich zu.
Bei Frauen ist das Risiko hoch, ein Genitalprolaps zu
erleiden. Darunter wird das Vortreten der Beckenorgane
wie zum Beispiel die Gebärmutter, die Blase oder das
Rektum verstanden. Das Risiko, einer Frau einen Prolaps
operieren zu müssen, liegt bei 12 Prozent. Auch aufgrund der steigenden Lebenserwartung wird zukünftig
mit einer steigender Anzahl an Inkontinenz-Erkrankungen
und an Gebärmutter-Senkungen gerechnet.
Blasenschwäche – ein Tabuthema
Leider wird eine Blasenschwäche in der ärztlichen Praxis
oft schamhaft verschwiegen, obwohl die Betroffenen in
ihrer Lebensqualität drastisch eingeschränkt werden. Die
Blasenschwäche wird jedoch nicht durch eine einzige
Störung oder Erkrankung der Blase ausgelöst.
dem chirurgischen Bereich als auch auf der konservativen Ebene, kann in vielen Fällen eine deutliche Verbesserung der Symptomatik oder gar eine Heilung erreicht
werden.
Therapiemöglichkeiten
Je nach Art und Schweregrad der Inkontinenz oder des
Genitalprolapses gibt es unter­schiedliche Therapieformen, die vom Muskel­training bis zur Operation reichen.
Beckenboden-Training: Ursache für die Belastungsinkontinenz ist in den meisten Fällen eine zu schwache
Beckenboden-Muskulatur. Regelmässiges Beckenboden-Training ist sinnvoll, um die Muskulatur wieder zu
stärken. Besonders bei leichteren Formen der Beckenbodenschwäche kann mit Beckenboden-Training eine
Verbesserung erreicht werden.
Das Biofeedback-Training unterstützt das optische
oder akustische Verfahren und zeigt an, ob auch die
richtige Muskelgruppe trainiert wird.
Medikamente: Bei leichter bis mittelschwerer Blasenproblematik kann der Arzt ein Medikament verschreiben,
das die Beschwerden lindern wird.
Operative Methoden: In schweren Fällen oder wenn
eine konservative Behandlung keinen Erfolg hatte, kann
eine Operation in Betracht gezogen werden. In vielen
Fällen kann der Arzt minimal-invasive Methoden anwenden, welche den Körper kaum belasten.
Es gibt verschiedene Formen der Harninkontinenz: Stress-Harninkontinenz, Drang-Harninkontinenz oder Misch-Harninkontinenz.
Umfassende Diagnostik
Für die erfolgreiche Therapie der obengenannten Inkontinenzformen ist die Diagnostik entscheidend, das gleiche
zählt auch für den Genitalprolaps. Es wird zwischen der
Basisdiagnostik und weiterführenden urologischen und
gynäkologischen Abklärungen unterschieden. Nach Abschluss der Diagnostik wird eine entsprechende Diagnose gestellt und eine individuelle Therapie festgelegt. Mit
den heutigen modernen Therapieoptionen, sowohl aus
In der Frauenklinik Heiden ist bereits ein Kontinenz-Zentrum durch die Uro-Gynäkologie für die Frau etabliert,
welches einen Teil der komplexen Beckenboden-Erkrankungen behandelt. Abgerundet wird das Spektrum durch
Fachärzte der Koloproktologie und Urologie. Die Erkrankungen des Beckenbodens können damit interdisziplinär
umfassend behandelt werden.
Heiden, Mai 2014
Viktor Schyrba
Leitender Arzt Urogynäkologie
Spital Heiden
071 898 63 45
viktor.schyrba@svar.ch
www.spitalheiden.ch
Spitalverbund AR | Kommunikation | Krombach 3 | 9100 Herisau | Tel 071 353 84 06 | Fax 071 353 81 12 | www.spitalverbund.ch
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Gesundheitswesen
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