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Ich möchte mal … – Was wäre eine Sprache ohne Flügel?

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Rezeption und Produktion lyrischer Texte im Sinne einer ästhetischen Erziehung
Ich möchte mal … –
Was wäre eine Sprache ohne Flügel?
1. Wer spricht in diesem Gedicht zu wem? Erklärt,
in welcher Situation sich die beiden befinden.
2. Klärt bei der ersten Strophe, was das lyrische
Ich in der Wirklichkeit und was es nur in seiner
Fantasie erlebt. Wie zeigt sich dieser Unterschied in der sprachlichen Gestaltung? Sucht
entsprechende Textstellen heraus.
Wenn ich ein Vöglein wär
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Wenn ich ein Vöglein wär
Und auch zwei Flüglein hätt
Flög ich zu dir;
Weils aber nicht kann sein,
5 Bleib ich allhier.
(Alexander Kuhn, Schüler)
Bin ich gleich weit1 von dir,
Bin ich doch im Schlaf bei dir
Und red mit dir;
Wenn ich erwachen tu,
10 Bin ich allein.
Es geht kein Stund in der Nacht,
Da nicht mein Herz erwacht,
Und dein gedenkt,
Dass du mir vieltausendmal
15 Dein Herz geschenkt.
(Volkslied)
1
3. Welche Gefühle und Gedanken äußert das lyri-
sche Ich in der zweiten und dritten Strophe?
4. Beschreibt die Form des Gedichts. Benutzt
dazu den Werkzeugkasten.
5. Welche sprachlichen Merkmale weisen darauf
hin, dass es sich bei diesem Gedicht um ein
Volkslied handelt?
So könnt ihr dabei vorgehen:
● Beschreibt und deutet die Bilder genau.
● Erläutert, inwiefern sie jeweils zu dem
Gedicht passen bzw. nicht passen.
● Welches Bild würdest du auswählen, wenn
du dich für eine Illustration entscheiden
müsstest?
7. Schreibt eigene Gedichte. Beginnt mit dem
Satz „Wenn ich … wär/wäre“. Euer Gedicht
kann, muss sich aber nicht reimen. Tragt
eure Gedichte der Klasse vor und sprecht
über folgende Punkte:
● Welche Gedichte erscheinen euch besonders
gelungen? Warum?
● Welche sprachlichen Mittel habt ihr verwendet, um zu zeigen, dass etwas nur gewünscht oder vorgestellt wird?
6. Die Bilder zu dem Gedicht haben Schüler
gemalt. Vergleicht sie mit dem Text.
gleich weit: immer noch weit entfernt
Die Form von Gedichten bestimmen
(Elvira Wagner, Schülerin)
● Bei Gedichten unterscheidet man zwischen dem Autor des Gedichtes und dem sich
in dem Gedicht äußernden Sprecher. Wenn der Sprecher eines Gedichtes in der
Ich-Form in Erscheinung tritt, nennt man ihn lyrisches Ich.
● Die Abschnitte eines Gedichtes nennt man Strophen. Eine Strophe wiederum setzt
sich aus mehreren Zeilen, den Versen, zusammen. Die einzelnen Strophen eines
Gedichts sind meistens im Druckbild voneinander abgesetzt und besitzen oft einen
ähnlichen oder gleichen Aufbau.
● In vielen Gedichten sind die Verse durch die Endreime klanglich miteinander verbunden und aufeinander bezogen. Die Reihenfolge der Reime bezeichnet man mit
kleinen Buchstaben, um sie zu beschreiben. Die häufigsten Reimordnungen sind:
Paarreim
… stehen
… gehen
… kaum
… Baum
a
a
b
b
)
)
Kreuzreim
… stehen
… kaum
… gehen
… Baum
a
b
a
b
))
umarmender Reim
… stehen
a
… kaum
b
… Baum
b
… gehen
a
))
43
16
17
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Kategorie
Seele and Geist
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