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Chancengleichheit im Bildungswesen Was sind die - Gesundheit

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Chancengleichheit im Bildungswesen
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Was sind die Ursachen und Folgen der Bildungsungleichheit und welche Rolle
spielt die Soziale Arbeit um der Problematik entgegenzuwirken?
Bachelor-Thesis zum Erwerb
des Bachelor-Diploms in Sozialer Arbeit
Berner Fachhochschule
Fachbereich Soziale Arbeit
Vorgelegt von
Maria Andrea Utzinger
Bern, 6. Juni 2013
Gutachter: Dr. Alfred Kriesten
Chancengleichheit im Bildungswesen
Was sind die Ursachen und Folgen der Bildungsungleichheit und welche Rolle spielt
die Soziale Arbeit, um der Problematik entgegenzuwirken?
Maria Andrea Utzinger
Fachbegleitung: Dr. Alfred Kriesten
Dem Prinzip der Chancengleichheit kann die Schweiz im Bildungswesen nicht gerecht
werden. Dies zeigen Befunde von Rolf Becker (2010), der Korrelationen zwischen sozialem Status und Schulverlauf nachweisen konnte. Im ersten Teil dieser Arbeit werden die
Ursachen für Ungleichheiten auf der Makro-, Meso-, und Mikroebene geprüft und anhand von
zwei Ansätzen näher erläutert. Das Rational-Choice-Modell von Raymond Boudon (1974)
erklärt die Bildungsungleichheit anhand einer Kombination von leistungsbezogener Selektion durch das Bildungssystem und schichtspezifischen Bildungsentscheidungen zwischen den
Schulabschnitten. Der Ansatz von Pierre Bourdieu (1983) begründet den Zusammenhang von
Ungleichheit und sozialem Status durch die unterschiedlichen Kapitalausstattungen und die
verschiedenen Ansichts- und Handlungsmuster der sozialen Schichten.
Die Reaktion des Kantons Bern auf den Tatbestand der Chancenungleichheit wird im zweiten
Teil ausführlicher behandelt. Die Massnahmen zur Minderung der Chancenungleichheiten
im Bildungswesen werden anhand des Integrationskonzepts der Stadt geprüft und die Vorund Nachteile der integrativen Schule im Vergleich zur selektiven Schule abgewogen. Zur
Neutralisierung der primären und sekundären Herkunftseffekte werden die Optionen der
Frühförderung, die Umstrukturierung der Übertrittsverfahren und die vollständige Auflösung
der selektiven Schule dargestellt.
Die Rolle der Sozialen Arbeit wird im dritten Teil der Arbeit aufgegriffen. Das Potenzial für
die Soziale Arbeit wird aufgezeigt, soziale Pathologien in ihren Ursachen zu lösen, wenn die
Ungleichheiten im Bildungssystem minimiert werden. Die Soziale Arbeit, verstanden als «Anwältin der sozialen Gerechtigkeit», muss sich für die Überwindung der Chancenungleichheit
einsetzen. Eine Strategie wird vorgestellt, die kurz-, mittel-, und langfristige Massnahmen
und Ziele vorschlägt, welche die Verbesserung der Zusammenarbeit mit der Schule und die
strukturelle Veränderung des Schulsystems anstrebt. Diese Strategie umfasst die Arbeitsfelder der Schulsozialarbeit und der Jugendarbeit. Ihre Arbeit streckt sich von Beratung und
Fallarbeit über die Förderung von informellen und lebensweltlichen Kompetenzen bis hin zur
Legitimationsarbeit zur Minderung der Chancengleichheiten.
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